LaMuse – Gastbeitrag von einem Superheldenfan
von burn am 27. Januar 2009 1 Kommentar
Jeder Comicleser hat für sich sicher schon mal mit dem Gedanken gespielt, wie das denn wohl so wäre, wenn in dieser unserer Welt, mit all den kleinen oder großen Problemen, Zwistigkeiten und Streitereien, Superhelden für Recht und Ordnung sorgen würden! Und das eine oder andere Mal, gab es das ja sogar auch schon in Comicform, und immer war es hart, brutal, sehr realistisch und zuweilen äußerst blutig, wie das in vielen, wenn nicht fast allen Comics heute so der Fall ist!
Was aber wäre, wenn die Heldin des Ganzen, wie in diesem unseren Fall Susan La Muse, schon über eine ganze Menge an Superkräften verfügt, diese aber nicht immer passend und der Situation entsprechend einsetzt! Was wäre, wenn der Superheld ständig Probleme mit seinem PR Manager hätte, oder auch sonst von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert, bei dem Versuch, die Welt zu retten und zu einem besseren Ort für alle zu machen! Was wäre, wenn ein Sex-Video unsere Welt für immer verändern könnte, man die Menschen nur dazu bringen muss, es sich auch anzusehen, was natürlich jede Regierung dieser, unserer Welt peinlichst zu verhindern versucht! Und wenn einem dann die minderjährigen Eltern einen Strich durch die Rechnung machen, ist das Chaos endgültig perfekt! Manchmal, in unregelmäßigen, zuweilen durchaus recht schwer festzulegenden Abständen aus Zeit und Raum, geschieht es hier und da, ganz plötzlich und unerwartet, dass einem eine Geschichte in die Hände fällt, die man so, in dieser ganz bestimmten Art und Weise, und in dieser Form noch niemals zuvor gelesen hat!“
So ging es mir mit “La Muse“, und ich kann vertrauensvoll versichern, dass ich schon eine ziemliche Menge gelesen habe, in diesem, meinem Leben! Und wo liegt jetzt der Unterschied, zwischen dem was war, und “La Muse“? Das ist eigentlich ganz einfach, bei “La Muse“ hab ich gelacht, ich hab gegrinst, gelächelt, geschmunzelt, mich köstlich amüsiert, war zu Tränen gerührt, konnte es nicht erwarten zur nächsten Seite umzublättern, und ich wollte es nicht glauben, als ich es dann doch fertig gelesen hatte!
„Wonderful!“ war alles was Alan Moore zu “La Muse“ meinte, und ich muss ihm da voll und ganz Recht geben, denn es gehört mit zum Besten, was ich seit langem gelesen habe!
LaMuse von Adi Tantimedh, Hugo Petrus
Jeder Comicleser hat für sich sicher schon mal mit dem Gedanken gespielt, wie das denn wohl so wäre, wenn in dieser unserer Welt, mit all den kleinen oder großen Problemen, Zwistigkeiten und Streitereien, Superhelden für Recht und Ordnung sorgen würden! Und das eine oder andere Mal, gab es das ja sogar auch schon in Comicform, und immer war es hart, brutal, sehr realistisch und zuweilen äußerst blutig, wie das in vielen, wenn nicht fast allen Comics heute so der Fall ist!
Was aber wäre, den ganzen Beitrag lesen…
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Vor ziemlich genau drei Jahren Kam mal ein Redakteur einer christlichen Sonntagmorgen Radio Sendung, welcher Sender weiss ich gar nicht mehr, zu mir. Die wollten einen Bericht über Comics machen und dazu einen Comic-Fan interviewen. Damals habe ich zugesagt und man wollte mir das Interview auf CD zukommen lassen, da ich an diesem Sonntag früh, als es ausgestrahlt werden sollte, kein Radio hören konnte. Ich habe die CD nie bekommen, so glaubte ich und das Ganze schon vergessen. Beim Aufräumen in der Romanboutique jedoch, tauchte eine CD mit dem seltsamen Namen "Capuccino-Feb-2005" auf. Und tatsächlich war da der ganze Bericht über Comics drauf. Ein 20 minütige Sendung, enorm fortschrittlich für eine christliche Sendung.

Die Leben der einzelnen Protagonisten in „Ausgetrickst“ scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Der Rockstar, der schon Jahre nichts mehr schreiben konnte, das Mädchen, das seinen Vater sucht, die gerade sitzengelassene Bedienung im Schnellimbiss, der total frustrierte Sysop, der seine Medikamente absetzt, der nette Ehemann, der gar nicht ins Büro geht, wie seine Frau glaubt, sondern in einem Baseballkartenladen Autogramme fälscht. Ihre Geschichte wird langsam und subtil von Alex Robinson aufgerollt und nach und nach erfahren wir ein wenig mehr. Zunächst nur über das Schicksal eines jeden Einzelnen und immer nur gerade soviel, dass man nicht aufhören kann umzublättern. Wie spannend das „normale Leben“ doch sein kann. Meisterhaft fügt Robinson die Geschichten zusammen, dicht webt er sein Erzählgarn und entwickelt eine ungeheure Tiefe bei der Auslotung seiner Charaktere, die in einem grandiosen Höhepunkt aufeinander treffen.
…sich Gedanken zu machen, was im Leben wirklich von Bedeutung ist. Da hat man an den verschieden Stationen des Lebens, kurz nach dem Abi, nach dem Studium, nach der Geburt des ersten Kindes, also an den Punkten, wo man in einen neuen Abschnitt des Lebens eintritt, auch so seine verschiedenen Schwerpunkte. Klar, gut leben, Spass haben, Karriere, eventuell Familie, Kinder großziehen, Umwelt bewahren. Alles schön und gut, aber einige Werte sollten jedoch immer von vornherein gelten bzw. als Grundlage dienen. Kategorischer Imperativ von Kant ist da immer mal wieder einen Blick wert, d. h. auf einfach deutsch, „was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderem zu“. Schon mal nicht schlecht, egal wo man steht.