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Gerd | comicdealer.de - Part 167
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    31. Dezember 2018 1. Januar 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

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    16:00: Signierstunde mit X-Men Zeichner Julian Lopez

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    18:00: Die Spielbar

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    09:00: Marvel Tag

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    27. Januar 2019
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    19:00: WürfelmeisterStammtisch

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  • Wahnsinn in Essen …Impressionen von der Spiel ’09 mit Comic-Action

    von am 23. Oktober 2009 Kommentare deaktiviert für Wahnsinn in Essen …Impressionen von der Spiel ’09 mit Comic-Action

    Donnerstag war ich auf der diesjährigen "Spiel" in Essen. Die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele, so lautet die Selbstdefinition.

    Eigentlich war das all die Jahre immer ganz nett am Donnerstag dort zu sein, weil ab Freitag Mittag einfach der Besucheransturm gigantisch ist. All die Jahre bin ich am Donnerstag angekommen, habe einen Parkplatz relativ nah am Eingang bekommen, bin gemütlich über die Messe geschlendert und habe mein Pläuschchen mit alten Bekannten gehalten. Die Messe war für mich immer eine recht entspannte Möglichkeit, mich über Neuerscheinungen und deren Relevanz für unseren Laden zu informieren, alte Bekanntschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

    Der Verkaufsrummel war dabei ein erträgliches Übel, trotz mancher Ärgernisse, wie den Ramschpreisen für Ware, die man als Händler selbst im Laden stehen hat und deren Preis dort quasi stündlich verfällt, oder der Verkauf von Novitäten in gigantischen Mengen, die noch gar nicht an den Handel ausgeliefert waren. In den letzten Jahren hatte sich das für mich in erster Linie relevante Segment des Spielwarenhandels, die Rollenspiele, zunehmend an die Gepflogenheiten des Buchhandels angenähert. Printprodukte mit Preisbindung und kein Messeverkauf vor Auslieferung an den Handel. Über die paar Idioten von Spieleverlegern, die meinen, sie müssten ihrem eigenen verbreitenden Handel schaden und die Preise für ein paar schnelle Euro verfallen lassen, konnte man hinwegsehen.

    Ja.

    Und dann 2009.

    Es ist ja eine Besuchermesse. Da gelten Besucherzahlen und Händlerumsätze. Also legen wir die "Spiel ’09 mit Comic-Action" in die Herbstferien. Weiß man als Bayer halt nicht, dass da oben Herbstferien sind. Hätte man sich vielleicht auch nichts dabei gedacht, wenn man es gewusst hätte.

    Fehler.

    Ich hätte schon misstrauisch werden sollen, als diesmal alle Parkplätze voll waren und ich mein Auto weit entfernt – ohne Shuttlebus – abstellen mußte. Dass mir am Eingang um diese Uhrzeit (ca 10.40 Uhr) bereits Scharen von Besuchern, mit zehn oder mehr bis zum bersten mit Schnäppchen vollgestopften Alditüten entgegenkamen, hätte mir Warnung genug sein sollen. Blind und ahnungslos habe ich mich in mein Schicksal begeben.

    Unfassbar, was da bereits am Donnerstag los war. Nachdem man sich einmal in das Gewimmel der ersten Halle gestürzt hatte, war einem die Entscheidung eh abgenommen, was, wie und wann geschehen sollte. Fest eingekeilt in ein schwitzendes, stinkendes Knäuel von Spielern wie aus dem Bilderbuch trieb man auf einem träge dahinströmenden Gewirr anderer solcher Knäuel. Meter um Meter vorbei an Ständen und Spielflächen, ohne eine Chance sich selbstständig zu befreien oder an irgendeiner selbstgewählten Stelle anzuhalten, geschweige denn zu kommunizieren. Eine halbe Stunde später trieb ich das erste mal, sehr zu meiner Überraschung, am Eingang vorbei. Ich war im Kreis geschwommen, obwohl ich die Messe seit vielen Jahren besuche und mich eigentlich wirklich gut auskenne. Na gut ein neuer Anlauf.

    Eingekeilt in Menschenknäuel, vorbei an Kinderwagen (wer kann eigentlich so bescheuert sein, seinem Nachwuchs so eine Tortur zuzumuten und ihn in einen solchen Menschenmahlstrom mitnehmen), vorbei an verzweifelten umherwirbelnden Rollstuhlfahrern, die völlig außer Kontrolle wie aus der Umlaufbahn geworfene Sateliten umhertrudeln. Nach gut anderthalb Stunden war ich das erste Mal quer durch die Hallen getrieben und eigentlich nervlich völlig am Ende und absolut ohne Ergebnis. Kein Gespräch, kein Spiel gespielt und eigentlich auch außer den Gerüchen und Geräuschen der diversen Knäuel keine Eindrücke aufgenommen.

    Ich bin dann gegen vier wieder gefahren. Frustriert, genervt und mit dem festen Vorsatz, nie mehr nach Essen zu fahren, wenn die Spieletage in die Herbstferien fallen.

    23. Oktober 2009 und Kommentare deaktiviert für Wahnsinn in Essen …Impressionen von der Spiel ’09 mit Comic-Action

    Donnerstag war ich auf der diesjährigen "Spiel" in Essen. Die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele, so lautet die Selbstdefinition. Eigentlich war das all die Jahre immer ganz nett am Donnerstag dort zu sein, weil ab Freitag Mittag einfach der Besucheransturm gigantisch ist. All die Jahre weiterlesen…

    Spoileralarm!

    von am 23. Oktober 2009 1 Kommentar

    Jeder, der "Gewitter über Pluto" noch lesen möchte, ist dringend angehalten hier nicht weiterzulesen, sondern erst den nächsten Blogeintrag "Gewitter über Pluto"!

    Dies ist keine Besprechung oder Rezension, sondern nur ein Diskussionsangebot!

    Alle, die das Buch gelesen haben und mir ein paar Details zum Ende bzw Epilog erläutern können und wollen, mögen sich bitte dazu aufgefordert fühlen hier ein paar Zeilen zu hinterlassen.
    Trotz aufgefrischten Wissens über Erwin Schrödinger fällt mir die Interpretation des Epiloges immer noch schwer.

    23. Oktober 2009 und 1 Kommentar

    Jeder, der "Gewitter über Pluto" noch lesen möchte, ist dringend angehalten hier nicht weiterzulesen, sondern erst den nächsten Blogeintrag "Gewitter über Pluto"! Dies ist keine Besprechung oder Rezension, sondern nur ein Diskussionsangebot! Alle, die das Buch gelesen haben und mir ein paar Details zum Ende weiterlesen…

    Gewitter über Pluto

    von am 23. Oktober 2009 Kommentare deaktiviert für Gewitter über Pluto

    plutoMit keiner Silbe wird bei der Bewerbung dieses Buches der Begriff Science Fiction erwähnt. Ebenso wie Dennis Scheck in seinem letzten „Druckfrisch“ war also auch ich vollkommen überrascht, als sich die mit Witz und wohlklingenden Worten geformte Handlung plötzlich und unerwartet als klassische, eindeutige Science Fiction Story entpuppt.

    Heinrich Steinfest, ausreichend durch seine intelligenten Krimis bekannt liefert mit seinem neuesten Werk sein Debut im Bereich SF und gleichzeitig den Beweis, dass er in dieser Literatugattung durchaus belesen und sattelfest ist.

    Der adonische Pornodarsteller Lorenz Mohn beendet seine Karriere und eröffnet einen kleinen, feinen Strickwarenladen in der Wiener Peripherie. Das Startkapital bezieht er von einer Grande Dame der Unterwelt und begibt sich damit in die Fänge von Mächten, die sein Fassungsvermögen und seine Vorstellungskraft bei weitem übersteigen.

    Kontroverse Charakterzeichnung und komplexe Handlungsebenen verwirren den Leser auf angenehme Art und veranlassen ihn stetig und immer wieder neu die Fäden zu sortieren. Die einzelnen Stränge verlaufen zunächst parallel, nach und nach werden die Verstrickungen dichter und auch deutlicher. Kunstvoll verwoben manchmal verwirrend stets jedoch fesselnd. Ein herausragender Roman mit viel Potential zum diskutieren. Ich möchte das auch als Angebot zur Disposition stellen, vor allem wegen des wirklich schwierigen Epiloges, für den ich zwar einige Deutungen parat habe, aber noch zu keinem echten Schluss gekommen bin. Über Anregungen und Lösungsansätze im Blog würde ich mich freuen. Selbstverständlich nichts für potentielle Leser! Deswegen gibt es dafür einen eigenen Thread.

    Als Fazit gibt es noch zu sagen, schade, dass es dem Verlag offensichtlich peinlich ist, dass der renommierte Krimiautor einen Science Fiction Roman geschrieben hat. Schaut einfach selbst mal bei Piper auf die Seite. Kein Sterbenswörtchen von Außerirdischen und kosmischen Agenten. Aber ihr werdet sehen, es ist so.

    Steinfest, Heinrich

    "Gewitter über Pluto"

    Hardcover Piper Verlag

    € 19,95

    23. Oktober 2009 und Kommentare deaktiviert für Gewitter über Pluto

    Mit keiner Silbe wird bei der Bewerbung dieses Buches der Begriff Science Fiction erwähnt. Ebenso wie Dennis Scheck in seinem letzten „Druckfrisch“ war also auch ich vollkommen überrascht, als sich die mit Witz und wohlklingenden Worten geformte Handlung plötzlich und unerwartet als klassische, eindeutige Science weiterlesen…

    …und noch ein Anliegen

    von am 13. Oktober 2009 5 Kommentare

    junkbannerDie Petition zum Erhalt des Programmkinos in Würzburg:

    http://www.programmkino-wuerzburg.de

    Ich möchte in diesem Zusammenhang ein paar Worte loswerden und meine eigene etwas differenziertere Meinung, bezüglich der euphorischen Lobpreisungen des Corso und der Tiraden auf die bösen Multiplexe, zur Diskussion stellen. Markige Sprüche wie: „für Kinokultur in der Innenstadt“, „für alternativen zum blockbuster-kino“ und „zum Erhalt von Kultur, Filmkunst und kleinen Gewerben, die nicht von großen Konzernen überrannt werden dürfen“ sind zwar verständlich, aber offensichtlich fehlt da doch noch etwas der Blick für die reale Gesamtsituation.

    Zunächst einmal bin ich als Mitinhaber eines kleinen Ladengeschäftes, der durchaus auch weiß, wie sich die derzeitige konjunkturelle Lage auf regionale Kleinunternehmer auswirkt, natürlich auch für die kleinen regionalen Betriebe und als Buchhändler definitiv auch für den Erhalt von diversifizierter Kultur.

    In einer Gesellschaft, die im besonderen im Bereich Unterhaltungsmedien in einer Art kapitalistisch ausgelegt ist, ist es unmöglich sich gegen alle Strömungen zu stellen. Glaubt ihr, die Betreiber würden aufgeben, wo doch Kino ihr Leben ist/war, wenn es wirtschaftlich nicht unumgänglich wäre? Wenn nicht genügend Besucher in ein Würzburger Programmkino, das seit Generationen existiert hat, gehen um es finanziell zu tragen, wie soll es dann mit einem neuen funktionieren, das erst aufgebaut werden muss? Auch das andere regionale Programmkino kämpft ums Überleben. Das Casablanca in Ochsenfurt ist auch sehr nett und die Fahrt lohnt sich auf jeden Fall. Aber auch dort kämpft man mit unterirdischen Besucherzahlen und beschissenen Konditionen der großen Filmverleihe.

    Und die andere Aussage, mit den großen Konzernen ist ja auch nur ein weiterer Punkt, mal das eigene Verhalten zu überdenken. Das Cineworld im Mainfrankenpark hat genau wie das Corso regionale Betreiber und… eine sehr rührige Veranstaltungsleiterin, die immer wieder mit viel Energie versucht hat das Spektrum zu erweitern. Auch entgegen wirtschaftlicher Aspekte.

    Seid doch nicht so naiv. Geld regiert die Welt. Ein kleiner Unternehmer kann sich in unserer Welt nicht die Freiheit nehmen, das zu tun, was er möchte. Er ist von uns abhängig. Wer Kino als gesellschaftliches Ereignis sieht und gerne eine Vielfalt erhalten möchte, muss auch dafür sorgen, dass die monetäre Grundlage erhalten bleibt.

    Raubkopien aus dem www, DVD-Abende und eine allgemeine Dissozialisierung sind da bestimmt nicht förderlich. Wer Vielfalt erhalten möchte, der muss sie auch fördern. An das Kulturbudget der Stadt Würzburg braucht man nicht zu appelieren. Einer Entscheidung des Stadtrates ist es schließlich zu verdanken, dass wir das Cinemaxx in der Stadt haben und nicht das Cineworld, gegründet von den beiden großen regionalen Kinobetreibern, des ehemaligen Bavaria und Corso.

    Wer in unserer Welt lebt, sich nicht gegen das System stellt, aber in ihm auch nicht bereit ist sich seinen Mechanismen zu unterwerfen, hat die Funktionalität nicht verstanden.

    Klar wünsche ich mir wie so viele andere auch weiterhin das Corso. Gerade ich, der viele der Leute gut kennt, die ihr Herzblut da hineingesteckt haben. Aber es gibt einfach keine Zukunft dafür, es sei denn es ändert sich grundsätzlich was in unseren Köpfen und dadurch in der Welt. Wir sind die Welt und wir machen die Welt. Nicht die Welt macht uns.

    13. Oktober 2009 und 5 Kommentare

    Die Petition zum Erhalt des Programmkinos in Würzburg: http://www.programmkino-wuerzburg.de Ich möchte in diesem Zusammenhang ein paar Worte loswerden und meine eigene etwas differenziertere Meinung, bezüglich der euphorischen Lobpreisungen des Corso und der Tiraden auf die bösen Multiplexe, zur Diskussion stellen. Markige Sprüche wie: „für Kinokultur weiterlesen…

    Ein König für Deutschland

    von am 7. Oktober 2009 2 Kommentare

    könig für dSo, gerade frisch aus dem Urlaub zurück. War aber auch wirklich gut. Neben viel Glück mit dem Wetter war die Buchauswahl durchweg fesselnd und wirklich gut. Überraschende Schmankerln so wie gewohnt spannende Unterhaltung von alten Bekannten. Auf jeden Fall gab es keinen Griff ins Klo, sondern ausschließlich rundum glücklich machende Urlaubslesefreude.

    Den Abschluss, auf der Heimreise machte am Wahlwochenende der neue Roman des deutschen SF Autors Andreas Eschbach. Manchmal passt so ein Timing einfach perfekt, war doch Wahlsonntag.

    Wie meist bei diesem Autor handelt es sich um eine gelungene Mischung aus Realität, Thriller und eben mehr oder weniger Fiktion. Aus geschickt in Wahlereignisse der letzten Jahre konstruierte Intrigen und Verstrickungen entwirft er das Szenario einer manipulierten Bundestagswahl. Und deren Folgen.

    Das Umfeld der Handlung ist eine witzige bunte Mischung aus Computernerds, Rollenspielfanatikern, Cosplaygirlies und sonstigen allzu bekannten Archetypen, wenn man in Hermkes Romanboutique ein und aus geht. Nur ein wenig gesellschaftsfähig heruntergebrochen sind die Charaktere allesamt aus dem richtigen Leben gegriffen und von Anfang an vertraute Freunde.

    Eschbachs Verschwörungen sind wieder einmal in sich wunderbar stimmig, die Charaktere plakativ aber glaubwürdig und selbst die einfache Polemik politischer Aussagen trifft die aktuelle Situation.

    Schade, dass so etwas nur im Märchen für Erwachsene passiert. Ich glaube, trotz seiner Reduzierung auf relativ einfache, klar nachvollziehbare Zusammenhänge, hat Andreas Eschbach bewusst provokante politische Slogans gewählt, die zwar, wie auch seine Hauptfigur Simon König auf Boulevard-Niveau bleiben, aber dennoch ein bisschen zum Nachdenken anregen. Simon König als kabarettistischer Politiker in der fiktiven Welt des Romans hat denke ich ein paar reale Anleihen an den Piraten genommen.

    Monarch oder Pirat ist in jedem Fall satirisch anachronistisch und in beiden Fällen etwas zu Themen-reduziert.

    Ich würde den Piraten ein kleines bisschen von der Eloquenz des Simon König alias König Simon wünschen, der so wundervoll einfach und polemisch aber dennoch mit der Freiheit des politischen Narren sein Spektrum erweitert und in die unterschiedlichen Themenbereiche der Politik hineinpoltert und sich das Recht herausnimmt wirklich andere Denkansätze vorzubringen.

    Ich glaube, dass es das ist, was wirklich nötig wäre. Den alten Filz zerreißen und frisch und neu über vieles nachzudenken. Egal von welcher Warte aus. Die Strukturen unserer Politik und des Parteienapparates sind derart eingefahren, dass selbst Idealisten glatt geschliffen sind, bis sie an irgendeiner Position angekommen sind, an der sie etwas ausrichten können.

    Eschbach setzt kein Fanal und ruft nicht zur Revolution auf aber er hat ein modernes Märchen geschrieben und vielleicht damit einen Keim politischen Denkens in manche Menschen gepflanzt.

    Schöne Unterhaltung in einem subjektiv sehr nett beschriebenem, vertrauten Umfeld. Und nicht nur, weil es einen König gibt, war das ganze eine tolle Märchenstunde. Gelesen am Tag der Wahl auf jeden Fall das einzige Highlight dieses Tages

    Eschbach, Andreas

    "Ein König für Deutschland"

    Hardcover Lübbe Verlag

    € 19,99

    7. Oktober 2009 und 2 Kommentare

    So, gerade frisch aus dem Urlaub zurück. War aber auch wirklich gut. Neben viel Glück mit dem Wetter war die Buchauswahl durchweg fesselnd und wirklich gut. Überraschende Schmankerln so wie gewohnt spannende Unterhaltung von alten Bekannten. Auf jeden Fall gab es keinen Griff ins Klo, weiterlesen…

    Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

    von am 22. Juli 2009 1 Kommentar

    Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch nicht beim Verlagsprospekte-durchstöbern aufgefallen. Ein großer Fehler, denn so ist mir die wunderbar verwobene und phantastische Lektüre lange Zeit vorenthalten worden.

    An dieser Stelle ist mir wieder einmal zu Bewusstsein gekommen, wie viel befruchtender doch persönliche Gespräche und der direkte Erfahrungsaustausch im Vergleich zu einsamem Stöbern in Prospekten oder dem WorldWideWeb ist. Es wird Zeit, dass sich an den Gewohnheiten der Leute wieder etwas ändert. Kommt aus euren Löchern gekrochen, lasst den Rechner mal aus und redet miteinander. Ihr werdet überrascht sein, dass der Gehalt von Gesprächen und Diskussionen einfach unglaublich viel dichter ist und dass durch direkte Kommunikation einfach mehr individuelle Drehungen und Wendungen das Ergebnis individualisiert wird und zum Schluss viel mehr Essenz hängen bleibt.

    Der Spanier Zafón wird von Peter Schwaar trefflich ins deutsche übertragen. Wundervoll abstruse Charaktere bewegen sich durch eine sehr reale und dennoch traumhaft phantastische Welt in sprachlich eleganter Grazie.

    Sicherlich erkennt vor allem der Leser phantastischer Bücher den Hauch von "Tintenblut", "Nocturna" und anderen All-Agern und vielleicht ist der "Friedhof der vergessenen Bücher" sogar die Basis für Walter Moers 2004 erschienene "Stadt der Träumenden Bücher" trotzdem kommt Zafón völlig autark daher und erinnert mit seiner Sprache und in seinem Aufbau eher an literarische Klassiker. Vielleicht manchmal ein wenig antiquiert, aber wundervoll und sicher eine märchenhafte Lektüre für Erwachsene.

    Jetzt habe ich geschwärmt und gelobt, ohne dabei auch nur ein wenig auf den Inhalt einzugehen und dabei soll es auch bleiben. Die Abenteuer des jungen Daniel, der von seinem Vater zum Friedhof der vergessenen Bücher gebracht wird und das Geheimnis des Julian Carax muss jeder selbst lüften. Ich hoffe mit eben derselben Leselust und Wissbegier, die mich durch die Seiten getrieben hat.

    Viel Spass beim Lesen wünscht Gerd

    Fazon, Carlos Ruiz: Der Schatten des Windes

    Suhrkamp, 2008

    € 9,90

    22. Juli 2009 und 1 Kommentar

    Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch weiterlesen…

    Das Lied der Dunkelheit

    von am 29. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

    Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held des Romanes. Sie formt ihn in einer Art, die dem Leser die Gänsehaut über den Rücken jagt. Ein faszinierendes Buch über einen scheinbar hoffnungslosen Kampf. Ein Buch über Mut und Verzweiflung und die Stärke des Individuums und seine Schwäche. Das Buch hat mich gefesselt, fasziniert, erschreckt und umgarnt. 700 Seiten können wie im Flug vergehen.

    Unbedingt lesen und träumen. Aber Vorsicht, denn nachts kommen die Dämonen.

    Brett, Lied der Dunkelheit

    Paperback, 700 Seiten
    € 15,00 [D]

    • Kategorie: Bücher , Fantasy
    • Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

    29. Juni 2009 und Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

    Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held weiterlesen…

    • Kategorie: Bücher , Fantasy
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    2 Kurztipps – oder es geht auch ohne Winterfell

    von am 9. Juni 2009 1 Kommentar

    Acacia

    Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es jedoch geschafft haben den Leser nicht durch jahrelanges "in der Luft hängen und auf Fortsetzung warten" zu quälen.

    David Anthony Durham hat mit seinem "Acacia — Macht und Verrat" einen ersten abgeschlossenen Roman vorgelegt. Seine dichte und bildgewaltige Schilderung der Intrigen und Ränkespiele der Akarans sind den vielschichtigen Verstrickungen aus Martins Werk mehr als ebenbürtig und ziehen den Leser von Anfang an in einen Sog aus Korruption und Verrat. Durhams Roman wirkt dabei dicht und obwohl sich der Vergleich mit Winterfell aufdrängt absolut eigenständig. Obwohl sich der Autor die Möglichkeit offen lässt in dieser Welt weiterzuschreiben, wird der Leser mit einem völlig abgeschlossenen und runden Handlungsbogen belohnt.

    Durham, Acacia

    Paperback, 800 Seiten

    50 s/w Abbildungen

    € 14,00 [D]

    Schattenfall

    Meine zweite Empfehlung ist für mich persönlich das stärkste, was ich in dieser Strömung der Fantasy gelesen habe. Die gesamte Trilogie ist bereits als Hardcover bei Klett Cotta erschienen und demnächst kommt auch als Taschenbuch der letzte Band beim Heyne Verlag heraus. R. Scott Bakker stellt in seinem "Krieg der Propheten" hohe Ansprüche an den Leser. Sein Werk fordert aufmerksames Lesen und seine philosophischen Hintergründe sind teilweise wirklich anspruchsvoll. Dafür bekommt der Leser eine unglaubliche Vielfalt und Hintergründigkeit geboten. Die Mühe, die es anfänglich macht, Bakkers anspruchsvollen Stil und seine Vielschichtigkeit zu durchschauen wird mit fortschreitendem Lesen absolut belohnt. Wer sich die Mühe Macht, diese drei wunderbaren Bücher zu lesen wird meine Begeisterung verstehen. Viele Aspekte der Trilogie sind Bilder unserer Welt und wer ein wenig nachdenken will wird durch die Lektüre bestimmt viele Anstöße bekommen.

    Bakker, Krieg der Propheten 1 – Schattenfall

    Taschenbuch, 656 Seiten

    € 9,95 [D]

    Tja Herr Martin, bleibt nur zu hoffen, dass ihr ambitioniertes Werk nicht letztendlich versandet. Wie man es besser macht, Tiefe und Dichte erzeugt ohne sich dabei zu verlieren zeigen diese beiden Werke. Also Schluss mit Trübsal-blasen ob der stockenden Schreibkünste eines Autors, der sich in seiner Geschichte verloren hat. Auf zu neuem Lese-Vergnügen. Es geht auch so!

    9. Juni 2009 und 1 Kommentar

    Acacia Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es weiterlesen…

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