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Vinyl Album Cover Art – HIPGNOSIS | comicdealer.de
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  • Vinyl Album Cover Art – HIPGNOSIS

    von am 18. Juli 2018

    Aubrey Powell
    VINYL ALBUM COVER ART. HIPGNOSIS – DAS GESAMTWERK.
    Übersetzt von Sonja Kerkhoffs, Vorwort von Peter Gabriel
    (VINYL ALBUM COVER ART / 2017)
    Hamburg, Edel, 2018, 320 S.
    ISBN 978-3-8419-0608-3 / 35,00 Euro

    Auf dem Cover seiner aktuellen CD „Heaven and Earth“ steht Kamasi Washington scheinbar auf der spiegelglatten Oberfläche in der Mitte eines riesigen Sees. Keine Schrift stört den erhabenen Gesamteindruck. Ein Plattencover, das mich (und vermutlich viele Musikliebhaber, die wie ich in den Jahren zwischen 1965 und 1985 Langspielplatten kauften, bevor die CD-Revolution unser aller Kaufverhalten radikal veränderte) sofort an die besten Entwürfe von Hipgnosis erinnerte.
    Wer jetzt fragen muss, wer oder was „Hipgnosis“ ist/war: Die überwiegende Zahl von Plattencovern, an die man sich auch nach Jahrzehnten sofort erinnert, die manchmal wichtiger für die Kaufentscheidung waren als die Musik auf den zugehörigen Platten, stammt aus der Designerwerkstatt von Hipgnosis. Zu ihren Kunden zählten Pink Floyd, Led Zeppelin, Paul McCartney & die Wings, Genesis, Peter Gabriel, Alan Parsons Project, 10cc usw. etc. (fast) ad infinitum.
    Hipgnosis, das waren Peter Christopherson (1955–2010), Storm Torgerson (1944–2013) und der 1946 geborene Aubrey Powell.
    Hipgnosis, das waren mehrere hundert Schallplatten-Cover, die das Trio in den Jahren zwischen 1967 und 1984, oftmals in Zusammenarbeit mit den Musikern – und manchmal gegen den Willen der Plattenfirma –, entwarf und produzierte.
    Hipgnosis, das war Kunst um der Kunst Willen, ganz egal, was es kostete und welche Tabus dabei verletzt wurden: Fliegende Schweine, brennende Männer, grasende Kühe spielten hier genauso eine Rolle wie (halb-)nackte Männer und Frauen, Zeichentrick-Figuren surrealistisch verfremdete Wetterphänomene oder kunstvoll arrangierte „Alltagsszenen“.
    Da sich das Vinyl-Album, entgegen allen Erwartungen, über die CD-Zeit gerettet hat, ja in den letzten Jahren sogar wieder verstärkte Präsenz auf dem ansonsten schrumpfenden Musik-Markt zeigt, ist VINYL ALBUM COVER ART, der von Aubrey Powell jetzt vorgelegte (und intensiv kommentierte) Mammut-Bildband mit dem Hipgnosis-Gesamtkatalog vielleicht nicht nur von historischem Interesse für ein paar Nostalgiker. Unter Umständen genießen auch Leute, die erst jetzt mit dem Medium der Langspielplatte Bekanntschaft machen, das Durchblättern dieses herrlichen Buches, voll mit Abbildungen von eigentlich nur als „Werbung“, als „Verpackung“ gedachter Gebrauchsgrafik, der es überdurchschnittlich oft gelingt, den Sprung über die „Kunst-Hürde“ zu schaffen.
    Oder, wie es Peter Gabriel in seinem Vorwort so treffend beschreibt: „Rockmusik war die treibende Kraft der kulturellen Revolution der 1960er-Jahre und das Album war ihr König. Das neue Album seiner Lieblingsband zu öffnen glich einem religiösen Akt, und das Cover trug entscheidend dazu bei, die Bilder jener Zauberwelt, die man betrat, sobald man die Nadel in die jungfräulichen Rillen setzte, lebendig werden zu lassen.“

    Horst Illmer
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    VINYL ALBUM COVER ART. HIPGNOSIS
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden…

    von am 18. Juli 2018

    Aubrey Powell
    VINYL ALBUM COVER ART. HIPGNOSIS – DAS GESAMTWERK.
    Übersetzt von Sonja Kerkhoffs, Vorwort von Peter Gabriel
    (VINYL ALBUM COVER ART / 2017)
    Hamburg, Edel, 2018, 320 S.
    ISBN 978-3-8419-0608-3 / 35,00 Euro

    Auf dem Cover seiner aktuellen CD „Heaven and Earth“ steht Kamasi Washington scheinbar auf der spiegelglatten Oberfläche in der Mitte eines riesigen Sees. Keine Schrift stört den erhabenen Gesamteindruck. Ein Plattencover, das mich (und vermutlich viele Musikliebhaber, die wie ich in den Jahren zwischen 1965 und 1985 Langspielplatten kauften, bevor die CD-Revolution unser aller Kaufverhalten radikal veränderte) sofort an die besten Entwürfe von Hipgnosis erinnerte.
    Wer jetzt fragen muss, wer oder was „Hipgnosis“ ist/war: Die überwiegende Zahl von Plattencovern, an die man sich auch nach Jahrzehnten sofort erinnert, die manchmal wichtiger für die Kaufentscheidung waren als die Musik auf den zugehörigen Platten, stammt aus der Designerwerkstatt von Hipgnosis. Zu ihren Kunden zählten Pink Floyd, Led Zeppelin, Paul McCartney & die Wings, Genesis, Peter Gabriel, Alan Parsons Project, 10cc usw. etc. (fast) ad infinitum.
    Hipgnosis, das waren Peter Christopherson (1955–2010), Storm Torgerson (1944–2013) und der 1946 geborene Aubrey Powell.
    Hipgnosis, das waren mehrere hundert Schallplatten-Cover, die das Trio in den Jahren zwischen 1967 und 1984, oftmals in Zusammenarbeit mit den Musikern – und manchmal gegen den Willen der Plattenfirma –, entwarf und produzierte.
    Hipgnosis, das war Kunst um der Kunst Willen, ganz egal, was es kostete und welche Tabus dabei verletzt wurden: Fliegende Schweine, brennende Männer, grasende Kühe spielten hier genauso eine Rolle wie (halb-)nackte Männer und Frauen, Zeichentrick-Figuren surrealistisch verfremdete Wetterphänomene oder kunstvoll arrangierte „Alltagsszenen“.
    Da sich das Vinyl-Album, entgegen allen Erwartungen, über die CD-Zeit gerettet hat, ja in den letzten Jahren sogar wieder verstärkte Präsenz auf dem ansonsten schrumpfenden Musik-Markt zeigt, ist VINYL ALBUM COVER ART, der von Aubrey Powell jetzt vorgelegte (und intensiv kommentierte) Mammut-Bildband mit dem Hipgnosis-Gesamtkatalog vielleicht nicht nur von historischem Interesse für ein paar Nostalgiker. Unter Umständen genießen auch Leute, die erst jetzt mit dem Medium der Langspielplatte Bekanntschaft machen, das Durchblättern dieses herrlichen Buches, voll mit Abbildungen von eigentlich nur als „Werbung“, als „Verpackung“ gedachter Gebrauchsgrafik, der es überdurchschnittlich oft gelingt, den Sprung über die „Kunst-Hürde“ zu schaffen.
    Oder, wie es Peter Gabriel in seinem Vorwort so treffend beschreibt: „Rockmusik war die treibende Kraft der kulturellen Revolution der 1960er-Jahre und das Album war ihr König. Das neue Album seiner Lieblingsband zu öffnen glich einem religiösen Akt, und das Cover trug entscheidend dazu bei, die Bilder jener Zauberwelt, die man betrat, sobald man die Nadel in die jungfräulichen Rillen setzte, lebendig werden zu lassen.“

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