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	<title>Kommentare zu: Ein König für Deutschland</title>
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	<description>Comics Spiele Bücher</description>
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		<title>Von: Gerd</title>
		<link>http://www.comicdealer.de/buecher/ein-konig-fur-deutschland/comment-page-1/#comment-720</link>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 09:31:50 +0000</pubDate>
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		<description>Ich fürchte, so einfach wie im Buch wird das nicht, die Massen zu überzeugen...
&quot;Ich bin doch nicht...&quot; und &quot;Geiz ist...&quot; waren denke ich unglaublich geniale Werbekampagnen, die in erster Linie nicht nur die jeweiligen Firmen betreffen, sondern die insgesamt eine unglaubliche Schnäppchenmentalität erzeugt haben. Der mündige Kunde ist heute nicht der Kunde, der die Folgen seines Handelns erkennt, sondern der Kunde, der seine Einkaufsliste möglichst billig abarbeitet.
Dass in dieser Welt eine gewachsene Einzelhandelsstruktur keine Chance hat ist, so denke ich, nicht so einfach umzukehren.
Vielleicht gibt es die Chance für ein Umdenken, wenn, wie in einem anderen Roman von Eschbach, eines Tages das Öl als Rohstoff so knapp geworden ist, dass Transportwege und Einkaufswege sowohl im Sinne einer Belieferung, als auch im Sinne des Weges der Kunden zum Ladengeschäft ihrer Wahl wieder relevant werden. Vielleicht bildet sich dann wieder die klassische dörfliche oder städtische Struktur heraus, aber ob ich den Rest dieser Vision dafür in Kauf nehmen möchte, steht auf einem anderen Blatt.
Wie auch immer, schöner Denkanstoß.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fürchte, so einfach wie im Buch wird das nicht, die Massen zu überzeugen&#8230;<br />
&#8220;Ich bin doch nicht&#8230;&#8221; und &#8220;Geiz ist&#8230;&#8221; waren denke ich unglaublich geniale Werbekampagnen, die in erster Linie nicht nur die jeweiligen Firmen betreffen, sondern die insgesamt eine unglaubliche Schnäppchenmentalität erzeugt haben. Der mündige Kunde ist heute nicht der Kunde, der die Folgen seines Handelns erkennt, sondern der Kunde, der seine Einkaufsliste möglichst billig abarbeitet.<br />
Dass in dieser Welt eine gewachsene Einzelhandelsstruktur keine Chance hat ist, so denke ich, nicht so einfach umzukehren.<br />
Vielleicht gibt es die Chance für ein Umdenken, wenn, wie in einem anderen Roman von Eschbach, eines Tages das Öl als Rohstoff so knapp geworden ist, dass Transportwege und Einkaufswege sowohl im Sinne einer Belieferung, als auch im Sinne des Weges der Kunden zum Ladengeschäft ihrer Wahl wieder relevant werden. Vielleicht bildet sich dann wieder die klassische dörfliche oder städtische Struktur heraus, aber ob ich den Rest dieser Vision dafür in Kauf nehmen möchte, steht auf einem anderen Blatt.<br />
Wie auch immer, schöner Denkanstoß.</p>
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		<title>Von: Camille Desmoulins</title>
		<link>http://www.comicdealer.de/buecher/ein-konig-fur-deutschland/comment-page-1/#comment-711</link>
		<dc:creator>Camille Desmoulins</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 12:10:20 +0000</pubDate>
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		<description>Selten hat ein Buch so intensiv in Gesprächen mit meinen Freunden nachgehallt. Klar das Ganze ist ein großer Klamauk und mit Sicherheit nicht wirklich ernst gemeint, aber dennoch werden ein paar Zusammenhänge provokant thematisiert. Und als Essenz dieses Buches kann man, denke ich, eines in die Realität mitnehmen. Es muss sich etwas bewegen in unserer politischen Landschaft, und zwar etwas drastisches. Der Boden ist bereitet für eine große Veränderung und ich denke viele Bürger würden lieber heute als morgen einer Person mit einem wirklichen Alternativkonzept ihr Ohr schenken, als bis in alle Zeiten den ewig gleichen Versprechungen unserer Kasperle-Theater-Politik zu lauschen.
Egal was es ist, eine potentielle Veränderung muss drastisch sein, denn unser System hat sich auf perfide Weise gegen sanfte Veränderungen gewappnet, indem es die durch die Stimme des Wählers bestimmten Parteien und Politiker zu machtlosen Strohpuppen der kapitalistischen Großmächte degradiert hat.
Mit der Aufklärung begann in Europa die Säkularisierung. Die Trennung zwischen Kirche und Staat wurde und wird allgemein als wichtiger Gesichtspunkt einer freiheitlich demokratischen Welt gesehen. Die Macht der Kirche hatte die weltlichen Herrscher zu Marionetten der klerikalen Gewalt gemacht und der Einfluss der Kirche erstreckte sich weit in alle Bereiche des Lebens und in die Hierarchien der bestehenden Machtstrukturen hinein.
Es ist wieder an der Zeit für eine solche Säkularisierung. Eine Trennung zwischen Politik und Großkonzernen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen, das sollte unser einziges erstrebenswertes Ziel sein. Auf den ersten Blick hört sich das völlig abseitig an, sind die Verzahnungen zwischen Staat und Wirtschaft doch im derzeitigen System scheinbar untrennbar miteinander verwoben. Die Macht der Kirche auf den Staat war aber bis zur beginnenden Aufklärung ebenfalls gottgegeben und natürlich. Und dennoch hat spätestens die französische Revolution unser Denken von vielen Reminiszensen diesbezüglich befreit.
Wenn wir es nicht unsererseits wiederum fertig bringen, uns von den modernen Götzenbildern zu befreien, werden wir in ein finsteres Mittelalter zurückfallen, und selbst die Illusion von Freiheit und Demokratie, die wenigstens noch mit viel Positivismus wahrgenommen werden kann, wird für lange Zeit verloren sein.
Als moderne Aufklärung müssen wir unsere Befreiung von der Macht der Konzerne sehen. Es ist noch nicht zu spät und es gibt eine Million kleine Dinge, die jeder einzelne tun kann um sich von der Propaganda-Maschinerie der Werbesendungen und volksverdummenden Privatsender-Berieselung zu befreien. Wir müssen aufstehen und uns wieder individualisieren. Weg vom gesteuerten Konsumvieh. Wenn wir beginnen die Mechanismen der Manipulation zu durchbrechen gibt es noch Hoffnung für Freiheit und Demokratie.
Nieder mit den Konzernen und ihren Erfüllungsgehilfen. Das soll keine Kampfansage kegen den Kapitalismus an sich sein, sondern gegen den Kapitalismus als Staatsform, denn noch leben wir in einer Republik, nicht in einem Warenhaus.

Zum Beispiel auf den Buchhandel bezogen: 
Beginnt antizyklisch zu konsumieren. Gleichzeitig mit jedem gemachten Bestseller erscheinen mindestens zehn bessere oder gleich gute Bücher bei kleinen Verlagen. Wenn mehr Geld in die Platzierung eines Titels gesteckt wird als in die Produktion ist das die Schwachstelle des Systems. Kauft die Bücher, die euch der nette Buchhändler von nebenan oder eure Freunde empfehlen und kauft sie beim netten Buchhändler nebenan. Das erhält die Vielfalt der Geschäftslandschaft in eurer Straße und dient gleichzeitig dem einzig sinnvollen politischen Ziel, der neuen Säkularisierung.

Auf, lasst uns neben den Piraten und der VWM noch eine Partei andenken! Die Partei zur Rettung der Demokratie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Selten hat ein Buch so intensiv in Gesprächen mit meinen Freunden nachgehallt. Klar das Ganze ist ein großer Klamauk und mit Sicherheit nicht wirklich ernst gemeint, aber dennoch werden ein paar Zusammenhänge provokant thematisiert. Und als Essenz dieses Buches kann man, denke ich, eines in die Realität mitnehmen. Es muss sich etwas bewegen in unserer politischen Landschaft, und zwar etwas drastisches. Der Boden ist bereitet für eine große Veränderung und ich denke viele Bürger würden lieber heute als morgen einer Person mit einem wirklichen Alternativkonzept ihr Ohr schenken, als bis in alle Zeiten den ewig gleichen Versprechungen unserer Kasperle-Theater-Politik zu lauschen.<br />
Egal was es ist, eine potentielle Veränderung muss drastisch sein, denn unser System hat sich auf perfide Weise gegen sanfte Veränderungen gewappnet, indem es die durch die Stimme des Wählers bestimmten Parteien und Politiker zu machtlosen Strohpuppen der kapitalistischen Großmächte degradiert hat.<br />
Mit der Aufklärung begann in Europa die Säkularisierung. Die Trennung zwischen Kirche und Staat wurde und wird allgemein als wichtiger Gesichtspunkt einer freiheitlich demokratischen Welt gesehen. Die Macht der Kirche hatte die weltlichen Herrscher zu Marionetten der klerikalen Gewalt gemacht und der Einfluss der Kirche erstreckte sich weit in alle Bereiche des Lebens und in die Hierarchien der bestehenden Machtstrukturen hinein.<br />
Es ist wieder an der Zeit für eine solche Säkularisierung. Eine Trennung zwischen Politik und Großkonzernen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen, das sollte unser einziges erstrebenswertes Ziel sein. Auf den ersten Blick hört sich das völlig abseitig an, sind die Verzahnungen zwischen Staat und Wirtschaft doch im derzeitigen System scheinbar untrennbar miteinander verwoben. Die Macht der Kirche auf den Staat war aber bis zur beginnenden Aufklärung ebenfalls gottgegeben und natürlich. Und dennoch hat spätestens die französische Revolution unser Denken von vielen Reminiszensen diesbezüglich befreit.<br />
Wenn wir es nicht unsererseits wiederum fertig bringen, uns von den modernen Götzenbildern zu befreien, werden wir in ein finsteres Mittelalter zurückfallen, und selbst die Illusion von Freiheit und Demokratie, die wenigstens noch mit viel Positivismus wahrgenommen werden kann, wird für lange Zeit verloren sein.<br />
Als moderne Aufklärung müssen wir unsere Befreiung von der Macht der Konzerne sehen. Es ist noch nicht zu spät und es gibt eine Million kleine Dinge, die jeder einzelne tun kann um sich von der Propaganda-Maschinerie der Werbesendungen und volksverdummenden Privatsender-Berieselung zu befreien. Wir müssen aufstehen und uns wieder individualisieren. Weg vom gesteuerten Konsumvieh. Wenn wir beginnen die Mechanismen der Manipulation zu durchbrechen gibt es noch Hoffnung für Freiheit und Demokratie.<br />
Nieder mit den Konzernen und ihren Erfüllungsgehilfen. Das soll keine Kampfansage kegen den Kapitalismus an sich sein, sondern gegen den Kapitalismus als Staatsform, denn noch leben wir in einer Republik, nicht in einem Warenhaus.</p>
<p>Zum Beispiel auf den Buchhandel bezogen:<br />
Beginnt antizyklisch zu konsumieren. Gleichzeitig mit jedem gemachten Bestseller erscheinen mindestens zehn bessere oder gleich gute Bücher bei kleinen Verlagen. Wenn mehr Geld in die Platzierung eines Titels gesteckt wird als in die Produktion ist das die Schwachstelle des Systems. Kauft die Bücher, die euch der nette Buchhändler von nebenan oder eure Freunde empfehlen und kauft sie beim netten Buchhändler nebenan. Das erhält die Vielfalt der Geschäftslandschaft in eurer Straße und dient gleichzeitig dem einzig sinnvollen politischen Ziel, der neuen Säkularisierung.</p>
<p>Auf, lasst uns neben den Piraten und der VWM noch eine Partei andenken! Die Partei zur Rettung der Demokratie.</p>
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