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	<title>comicdealer.de &#187; Bücher</title>
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		<title>Der Weg der Könige</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[Brandon Sanderson habe ich bereits für eigentlich alle Publikationen geliebt, gelobt und gefeiert. Über &#8220;The Way of the Kings&#8221; hatte ich bisher nichts geschrieben. Einerseits, weil Sandersons Bücher mittlerweile eigentlich Selbstläufer sind, andererseits, weil die beiden deutschen Titel &#8220;Weg der Könige&#8221; und &#8220;Pfad der Winde&#8221;, als geteilte Hardcoverausgabe des ersten Teiles einer Saga mit zusammen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-5409" style="margin-right: 2px;" title="Stormlight" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/9783453267176.jpg" alt="" width="134" height="200" />Brandon Sanderson habe ich bereits für eigentlich alle Publikationen geliebt, gelobt und gefeiert. Über &#8220;The Way of the Kings&#8221; hatte ich bisher nichts geschrieben. Einerseits, weil Sandersons Bücher mittlerweile eigentlich Selbstläufer sind, andererseits, weil die beiden deutschen Titel &#8220;Weg der Könige&#8221; und &#8220;Pfad der Winde&#8221;, als geteilte Hardcoverausgabe des ersten Teiles einer Saga mit zusammen 43,98 € doch ganz schön zu Buche schlagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz des hohen Preises und der vieldiskutierten Teilung englischer Bücher, komme ich nicht umhin noch einmal gesondert auf diese beiden Bücher einzugehen. (Als Anmerkung an dieser Stelle ein Auszug aus einem Interview mit Sebastian Pirling &#8211; Editor beim Heyne Verlag &#8211; aus dem Magazin &#8220;<a title="phantastisch" href="http://www.phantastisch.net/index.htm" target="_blank">Phantastisch!</a>&#8220;: <em>&#8230;denn bei über 1800 Seiten Übersetzungsmanuskript hätte die komplette Ausgabe im Hardcover eine Rückenbreite von fast 10 Zentimetern gehabt. Solch ein Buch hätte die Druck- und Bindestraßen unserer Druckerei ans Limit gebracht und locker 50 Euro kosten müssen.</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">Im Laden werden wir ständig angefragt, ob man die Bücher lesen soll, oder nicht &#8211; ob man warten soll, oder ob sie abgeschlossen sind &#8211; wann das ganze als Taschenbuch erscheint und so weiter&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;The Way of the Kings&#8221; ist der erste Teil der &#8220;Stormlight Archive&#8221; &#8211; und damit eindeutig nicht wirklich abgeschlossen. Sanderson selbst schreibt über dieses Buch, dass es &#8211; nachdem er sich mit seinen Fingerübungen erstmal einen Namen gemacht hat &#8211; endlich zur Veröffentlichung eines wirklich ambitionierten Werkes kommen konnte. Einer Idee, die er bereits seit Anbeginn seiner Schaffenszeit mit sich herumträgt. Aber erst jetzt, nachdem er sich einen genügend großen Bekanntheitsgrad erarbeitet hat (als Schöpfer interessanter neuer Magiesystheme, wie er selbst schmunzelt), konnte er seinen Verleger von diesem Projekt überzeugen. Große Worte und &#8211; als gebrannte Kinder (ohne jetzt Namen nennen zu wollen) &#8211; scheuen wir epochale Werke, die ihre Autoren überleben könnten um sich in die Reihe der &#8220;Unvollendeten Meisterwerke&#8221; einzugliedern.</p>
<p style="text-align: justify;">Sanderson hat seine Sache wirklich richtig gemacht und uns im Vorfeld bewiesen, dass er schnell schreibt, bei gleichbleibender (oder sogar steigender) Qualität, dass seine Werke von Anfang an ordentlich durchdacht sind und &#8211; mit seiner Arbeit an Robert Jordans &#8220;Rad der Zeit&#8221; sogar &#8211; dass er in der Lage ist, epische Serien, deren Autor leider vor Vollendung sterben musste (und vielleicht auch ein ganz klein wenig den Faden verloren hatte) sinnvoll weiterzuführen. Wer das Rad der Zeit bis zum aktuellen Band gelesen hat (den Abschlußband &#8220;A Memory of Light&#8221; ist uns auch Herr Sanderson bis jetzt schuldig geblieben &#8211; ist aber für November dieses Jahres angekündigt) wird mir zustimmen, dass seit er die Serie übernommen hat, eine ganz andere Dynamik entstanden ist. Fäden, die seit langem wie lose Enden im Wind geflattert hatten, finden zueinander, Handlungsstränge, die immer weiter auseinander gedriftet sind, fügen sich zusammen und das Ende ist nicht nur in Sicht, es macht auch wieder Spaß zu lesen und sich darauf zu freuen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die beiden Bände &#8220;Weg der Könige&#8221; und &#8220;Pfad der Winde&#8221; bilden eine Einheit und haben einen in sich geschlossenen Handlungsbogen. Sanderson hat nicht wie einige seiner Kollegen ein Cliffhanger-Ende fabriziert, das den Leser ärgerlich im Ungewissen lässt. Die beiden Bände machen zwar Lust auf mehr (und das wird wohl auch bald kommen <img src='http://www.comicdealer.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) hinterlassen aber keinen schalen Beigeschmack. Zwei dicke Wälzer, handwerklich sehr schön als in Leinen gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag. Gelungene, aufeinander abgestimmte Cover-Illustrationen, eine hübsche Farbkarte, gelungene Illustrationen zu den Kapiteln, ein Satzspiegel, der gut lesbar ist, ohne nach Seitenschinden zu stinken und über 1.500 Seiten beste Fantasy-Unterhaltung, die dem zugegebenermaßen nicht wirklich schnäppchen-mäßigen Preis absolut gerecht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Sanderson lässt sich an den richtigen Stellen Zeit für interessante Beschreibungen, Rückblicke und Querverweise und zieht das Tempo im rechten Moment furios an. Seine Charaktere gewinnen eine derart lebensnahe Tiefe, wie ich es lange nicht gelesen habe und die absolut glaubwürdigen Motive und Entwicklungen sind teilweise fast schon erschreckend plastisch. Am Ende des zweiten Bandes war ich involviert wie selten und hätte am liebsten gleich weiter gelesen. Zurück zu Dalinar, Kaladin, Schallan und Szeth.</p>
<p style="text-align: justify;">Sanderson hat sich einfach noch einmal gewaltig gesteigert. Und dabei fand ich ihn schon seit &#8220;Elantris&#8221; wirklich innovativ und gut. Also, alle Bedenken über Bord werfen und einfach anfangen zu lesen! Wer die Bücher gelesen hat, wird sie nicht mehr in seinem Regal missen wollen&#8230;</p>
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		<title>H. P. Lovecraft &#8211; Chronik des Cthulhu-Mythos</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 15:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kain Wolfshead</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Cthulhu-Mythos]]></category>
		<category><![CDATA[Festa Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[H. P. Lovecraft]]></category>

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		<description><![CDATA[Howard Phillips Lovecraft (1890 – 1937) ist der Vater der modernen Horrorliteratur. Zu einem nicht unbeträchtlichen Teil liegt das am Cthulhu-Mythos. Auf diesen Mythos wollen wir an dieser Stelle einen oberflächlichen Blick werfen. Anlass hierfür ist die kürzlich beim Festa Verlag erschienene erste Ausgabe der zweibändigen Reihe „Chronik des Cthulhu-Mythos“ die erstmals alle Geschichten Lovecrafts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4050" style="margin-right: 2px;" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Chronik.jpg" alt="" width="134" height="190" /> Howard Phillips Lovecraft (1890 – 1937) ist der Vater der modernen Horrorliteratur. Zu einem nicht unbeträchtlichen Teil liegt das am Cthulhu-Mythos. Auf diesen Mythos wollen wir an dieser Stelle einen oberflächlichen Blick werfen. Anlass hierfür ist die kürzlich beim Festa Verlag erschienene erste Ausgabe der zweibändigen Reihe „Chronik des Cthulhu-Mythos“ die erstmals alle Geschichten Lovecrafts zu diesem Erzählkosmos in einer Edition vereint (ein zweiter Anlass ist die Aufforderung des geschätzten Herrn Pohl, ein wenig über Lovecrafts Epigonen zu erzählen). Ergänzt wird das ganze durch ein Vorwort und Einleitungen zu jeder Geschichte von Dr. Marco Frenschkowski (1960). Frenschkowski ist evangelischer Theologe und Religionswissenschaflter. Er gilt als der führende Experte für H. P. Lovecraft in Deutschland und ist in der Phantastikszene kein Unbekannter. Erzählungen und Gedichte Frenschkowskis wurden z. B. unter dem Pseudonym Alexander Sethonius veröffentlicht. Zudem war er gemeinsam mit seiner Frau Helena der Herausgeber des Magazins „Das schwarze Geheimnis“ deren letzten beiden Bände seinerzeit in Frank Festas „Edition Metzengerstein“ erschienen sind. Gewissermaßen ein Vorgänger von Festas eigener „Omen“-Reihe deren dritter Band vor ein paar Wochen veröffentlicht wurde (mit einem Beitrag unseres Local Heroes Christian Endres). Die in „Chronik des Cthulhu-Mythos“ verwendeten Texte sind ursprünglich für die Werkausgabe der Edition Phantasia verfasst worden. Für die vorliegende Edition wurden sie überarbeitet und „zum Teil erheblich verbessert“ (sic!).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-4058" style="margin-left: 2px;" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Howard_Phillips_Lovecraft.jpg" alt="" width="134" height="190" /> Lovecrafts Einfluss ist bis heute zu spüren. Größen der Horrorliteratur wie Stephen King, Ramsey Campbell, Thomas Ligotti oder der deutsche „König der Fantasy“ Wolfgang Hohlbein geben den „Einsiedler aus Providence“ als ein Vorbild an. Bands wie Metallica („The Thing that should not be“) oder Black Sabbath („Behind the Wall of Sleep“) haben Lovecrafts Geschichten für Songideen aufgegriffen. Tentakelmonster sind wohl jedem schon begegnet (z. B. in „Futurama“). Biografien wurden u. a. von Lyon Sprague de Camp (1907 – 2000), dem literarischen Nachlassverwalter von Robert E. Howard (1906 – 1930; „Conan“), dem amerikanischen Phantastikexperten S. T. Joshi und dem umstrittenen französischen Autoren Michel Houellebecq veröffentlicht. Houellebecq deutet sogar an, dass Lovecrafts Werk noch über dem von Edgar Allen Poe angesiedelt werden kann. Wenn man sich Lovecrafts Einfluss auf die nachfolgende Generation an Horrorautoren, unzählige Bands und die Popkultur im allgemeinen vor Augen hält, muss dieser Sichtweise womöglich recht gegeben werden. Aber das mag jeder für sich selber entscheiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum ausgerechnet Lovecrafts Pantheon außerirdischer Kreaturen diese nachhaltige Wirkung hatte kann hier nicht Thema sein. Das ließe sich nicht bewerkstelligen, ohne jeden Rahmen zu sprengen. Der vorliegende Band gibt jedoch einen guten Überblick über die Faszination an Cthulhu, Azathoth und Yog-Sothoth. Nicht zuletzt natürlich durch Frenschkowskis Beiträge, die auf viele Einzelheiten aufmerksam machen. So wird z. B. immer wieder Lovecrafts Liebe zu seiner Heimat in Neu-England hervorgehoben, die sein Werk wie ein roter Faden durchzieht. Ganz besonders merkt man das in „Der Fall Charles Dexter Ward“ in der Lovecraft nicht nur die (seine) Gegenwart von Providence in die Erzählung einfließen lässt, sondern auch die Historie der Stadt im US-Bundesstaat Rhode Island. So tauchen hier auch tatsächliche Personen aus der Geschichte von Providence auf. Frenschkowski geht hierauf ausührlich in seinem Kommentar zur Geschichte ein. Als Randbemerkung: Lovecraft lebte ab 1924 einige Jahre in New York (Stadtteil Brooklyn). Seine anfängliche Faszination für diese Metropole verwandelte sich schnell in Abscheu. Das lässt sich deutlich in der Geschichte „The Horror at Red Hook“ (Red Hook ist ein Teil von Brooklyn) erkennen. Diese Geschichte gehört nicht zum Mythos und ist hier entsprechend nicht enthalten. Seine Umgebung war für H. P. Lovecraft also immer ein wichtiger Einfluss. Die Liebe zum Detail in dieser Hinsicht macht die Faszination Lovecraft wohl zum Teil aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4050" style="margin-right: 2px;" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Mythos.jpg" alt="" width="134" height="190" /> Ein anderer Teil ist wohl die Vernetzung mit den Werken anderer Autoren. Und ohne die würde heute wohl niemand wissen wer Howard Phillips Lovecraft eigentlich war. Lovecraft war ein reger Briefeschreiber und hielt so Kontakt zu vielen seiner „Mitstreiter“ wie den schon angesprochenen Robert Howard, Clark Asthon Smith (1893 – 1961) oder Fritz Leiber (1910 – 1992). Er liebte es, die Ideen dieser Autoren für seine eigenen Geschichten zu verwenden. Smiths Tsathoggua wurde sogar vor dessen eigentlichem Debüt in „Die Geschichte des Satampra Zeiros“ in Lovecrafts „Der Flüsterer im Dunkeln“ erwähnt (Smiths Geschichte wurde etwas später von „Weird Tales“ veröffentlicht). Auch auf Smiths „Buch des Eibon“ oder Howards „Die unaussprechlichen Kulte des von Junzt“ wurden von Lovecraft immer wieder erwähnt. Seinen (Brief-)Freund und Schriftstellerkollegen Robert Bloch (1917 – 1994; „Psycho“) ließ er in „The Haunter of the Dark“ sogar sterben. Eine Antwort auf Lovecrafts eigenen Tod in Blochs Geschichte „The Shambler of the Stars“.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiteres Mitglied des sog. „Lovecraft-Zirkels“ war August William Derleth (1909 – 1971). Lovecraft hat nie die Veröffentlichung seiner Geschichten in Buchform erlebt. Wenn wir mal von einer Minimalauflage von &#8220;The Shadow over Innsmouth&#8221; (400 und gedruckte und 200 tatsächlich gebundene Exemplare) bei Visionary Publishing Co. im April 1936 absehen. Lovecraft erhielt sein Belegexemplar im November, weniger als ein halbes Jahr vor seinem Tod. Jenem August Derleth ist es zu verdanken, dass HPL heute nicht vergessen ist. Dieser gründete 1939, gemeinsam mit Donald Wandrei, den Verlag Arkham House. Eigens um die Erzählungen seines Freundes (und seiner Weggefährten) endlich in gebundener Form zu erleben. Arkham House veröffentlichte Bücher mit den Geschichten von Lovecraft, Clark Ashton Smith, Henry S. Whitehead, Matthew Phipps Shiel, Robert Bloch und vielen anderen. Derleth ist es übrigens auch, dem die Erfindung des Cthulhu-Mythos zugeschrieben werden muss. So hat sich Derleth auch jene vage Bezeichnung (siehe hierzu die Ausführungen Frenschkowskis in „Chronik des Cthulhu-Mythos“) ausgedacht (Lovecraft selber sprach von &#8220;Yog-Sothery&#8221;). Nun ist Derleth, zumindest was seine phantastischen Geschichten angeht, kein sonderlich herausragender Autor (ich kenne seine Regionalgeschichten wie „The Sac Pairie Saga“ nicht, aber diese Geschichten erfreuen sich wohl einer gewissen Popularität). Seine Mythos-Geschichten sind oft zu erklärend wo Lovecraft vage geblieben wäre. Von seiner unsäglichen Angewohnheit mal abgesehen, die Geschichten um Cthulhu und Co. mit Aspekten des christlichen Glaubens zu unterlegen (worauf ich an dieser Stelle nicht näher einzugehen gedenke).</p>
<p style="text-align: justify;">Lovecrafts Entitäten sind fremdartiges Chaos. Blinde Idiotengötter, die sich dem menschlichen Verständnis widersetzen. Derleth hat versucht dem ganzen eine gewisse Ordnung zu verleihen. So wurde Hastur zum Bruder des Großen Cthulhu mit dem dieser sich im Zwist befindet. Hier wird es etwas kompliziert. Hastur trat erstmals bei Ambrose Bierce auf und war ein wohlmeinender Hirtengott. Robert W. Chambers hat den Namen (und einige andere Begriffe von Bierce) für „The King in Yellow“ verwendet. Lovecraft wiederum hat dieses Werk beiläufig in seinen Geschichten erwähnt. Ohne jedoch Hastur zu einem der Großen Alten zu machen (den Einfluss von „The King in Yellow“ auf Marion Zimmer Bradleys „Darkover“-Zyklus lassen wir mal komplett außen vor). Bei Derleth wiederum war Hastur einer der Alten. Zudem ein möglicher Verbündeter im Kampf gegen Cthulhu und sein Gezücht. So erwähnt Professor Laban Shrewsbury im Episodenroman „Auf Cthulhus Spur“ (Suhrkamp, Phantastische Bibliothek, 211), dass kein Fall bekannt wäre, bei dem sich Hastur offen gegen die Menschheit gestellt hätte (womöglich eine Reverenz an Bierces Hirtengott?). Hier kommt auch Derleths Hang zur &#8220;Christianisierung&#8221; der Großen Alten zum Tragen. Lovecraft hat seine Protagonisten mit Alptraumgestalten konfrontiert, denen sie nichts entgegensetzen, die sie nicht besiegen konnten. Der Teufel jedoch kann bekämpft werden. Lovecrafts Vorstellung absoluter Fremdartigkeit läuft diese Herangehensweise zuwider. Eine weitere Schwäche von Derleths Geschichten ist eine fast schon übermäßige Redundanz. In „Die Masken des Cthulhu“ (Festa, Bibliothek des Schreckens, 2607, verlagsvergriffen) ist mit „Die Ziegenmelker in den Bergen“ und „Das Haus im Tal“ im Grunde dieselbe Geschichte zweimal enthalten. Trotz aller Kritikpunkte bleibt Derleth in seinen besten Momenten ein guter Handwerker, der die Versatzstücke des Mythos durchaus geschickt einzusetzen vermag.</p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich ist es mit Lin Carter (1930 – 1988). In seinem „Die Xothic Legenden“ (Festa, Bibliothek des Schreckens, 2613, verlagsvergriffen) geht er sogar so weit, eine Genealogie für die Großen Alten zu schaffen. Ein durchaus interessantes Experiment und der „Xothic Legend Cycle“ ist fast durchgehend sehr spannend, aber der von Lovecraft bevorzugte Einfall des Unbekannten in unsere Welt wird dadurch ein wenig unterminiert. Durch seine drei Söhne (Zoth-Ommog ist hierbei der wichtigste im „Xothic Legend Cycle“), seine „Frau“, seine Brüder und Cousins wird diese eigentlich komplett fremdartige Wesenheit fast schon ein Stück vermenschlicht. Und das war wohl nicht im Sinne des Erfinders. Dennoch blieb auch Carters Werk nicht ohne Einfluss. In seiner Erzählung „Herr des Windes“ (Festa, Der Cthulhu-Mythos: 1917 – 1975; Bibliothek des Schreckens, 2611) spielt Brian Lumley u. a. auf diese Geschichten an. Zudem ist sie eine indirekte Fortsetzung zu Derleths „Der Windläufer“ (ebenda).</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-4058" style="margin-left: 2px;" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Mythos-2.jpg" alt="" width="134" height="190" /> Dieses Spiel mit den Querverweisen durchzieht den Cthulhu-Mythos bis heute. Ein gutes Beispiel wäre die oben angesprochene Sammlung „Der Cthulhu-Mythos: 1917 – 1975“ und deren Fortsetzung „Der Cthulhu-Mythos: 1976 – 2002“ die beide seit einiger Zeit wieder lieferbar sind. Besonders die Beiträge der deutschsprachigen Autoren aus dem zweiten Band (Malte S. Sembten, Michael Siefener und Christian von Aster) müssen hier hervorgehoben werden, da sie sich von ihren britischen und amerikanischen Kollegen oft erfrischend unterscheiden. Da wir ohnehin bei deutschsprachigen Autoren sind, sei auch ein Hinweis auf die äußerst lesenswerte Sammlung „Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes“ erlaubt. Nicht nur findet hier der Titel einer Lovecraft-Erzählung eine Zweitverwertung. Der berühmte Detektiv aus Baker Street 221 B darf sich auch mit Erich Zanns Geige beschäftigen. Zudem muss auch Andreas Grubers „Der Judas-Schrein“ erwähnt werden. Erstmals im Rahmen von „H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“ erschienen erhielt der Roman 2006 den Deutschen Phantastik Preis für das beste Debüt. Zunächst wurde der Band als Paperback nachgedruckt und bis vor kurzem war er in einer neuen Auflage innerhalb der „Bibliothek des Schreckens“ wieder als Hardcoverausgabe verfügbar. Diese ist seit kurzem vergriffen, aber das Paperback ist seit Ende November wieder lieferbar. Wer schnell ist, kann sich in der Romanboutique jedoch noch die HC-Variante sichern, die zuletzt noch im Regal stand. Gruber verbindet den Mythos mit einer dicht erzählten Kriminalgeschichte (die gelegentlich kritisierte Sache mit den Ladegeräten für die Handys ignorieren wir mal). Es ist genug wenn ich sage, dass das Ende ganz im Sinne Lovecrafts ist. Auch wenn sich der Weg dorthin vom „typischen“ Mythos-Garn erfrischend abhebt. Armer Körner, ihm hat es nichts gebracht …</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;">Den Grundstein hierfür indes legte Howard Phillips Lovecraft selbst. Zum einen ist er natürlich der Schöpfer von Cthulhu und den Großen Alten. Zum anderen hat er seine Schrifstellerkollegen immer dazu aufgefordert, sich in seinem Fahrwasser auszutoben. In „Chronik des Cthulhu-Mythos“ bekommt man das in geballter Form zu spüren. Für Fans HPLs ist diese zweibändige Reihe (Band II ist seit dem 12. Dezember lieferbar) fast schon ein Muss. Selbst wenn sie die Geschichten alle schon in anderen Sammlungen im Regal stehen haben. Was nun Dr. Frenschkowskis Einleitungen angeht, möchte ich ganz besonders auf die zu &#8220;Der Fall Charles Dexter Ward&#8221; (Lovecrafts Heimatverbundenheit) und &#8220;Der Flüsterer im Dunkeln&#8221; (Querverweise auf andere Autoren) hinweisen. Und auch in den anderen Beiträgen gibt es genug zu entdecken. Abschließend bleibt mir nur, allen viel Vergnügen in den Fängen des Großen Cthulhu zu wünschen …</p>
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<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Der Cthulhu-Mythos: 1976 - 2002“ (Festa Verlag, 26,00 Euro) bei Comicdealer bestellen" href="mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Der Cthulhu-Mythos: 1976 - 2002“ (Festa Verlag, 26,00 Euro) bei  Comicdealer bestellen">Der Cthulhu-Mythos: 1976 &#8211; 2002</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;"><a title="„Der Cthulhu-Mythos: 1976 - 2002“ (Festa Verlag, 26,00 Euro) bei Comicdealer bestellen" href="mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Der Cthulhu-Mythos: 1976 - 2002“ (Festa Verlag, 26,00 Euro) bei  Comicdealer bestellen">Festa Verlag, 26,00 Euro</a></p>
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		<title>Die feine Nase der Lilli Steinbeck</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 09:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Heinrich Steinfest]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-4861" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="9783492054072" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/9783492054072.jpg" alt="" width="134" height="200" />Als kleinen Tipp für die Weihnachtstage, an denen einige von euch vielleicht ein bisschen mehr Zeit und Ruhe haben, als über das Jahr, möchte ich euch zwei wunderbare Bücher von Heinrich Steinfest ans Herz legen. Vor einiger Zeit hatte ich über seinen SF-Roman &#8220;<a title="Gewitter über Pluto" href="http://www.comicdealer.de/buecher/gewitter-uber-pluto/" target="_blank">Gewitter über Pluto</a>&#8221; geschrieben. Ich hatte damals geschrieben, dass man Steinfest seine Nähe zur Phantastik eindeutig anmerkt, auch wenn dieser Roman sein (bis dato) einziger eindeutiger Science Fiction Roman war.</p>
<p style="text-align: justify;">In den beiden Bände um Lilli Steinbeck, zeigt sich dieses Element wieder sehr deutlich, auch wenn es sich sicher nicht um Fantasy oder SF im eigentlichen Sinne handelt. &#8220;Die feine Nase der Lilli&#8221; stammt bereits aus dem Jahr 2006. Ein unglaubliches, fantastisches Buch, dass mir sehr viel Spaß bereitet hat. Schräge Charaktere, stille Momente und irrwitzige Szenarien in einer Art Thriller-Krimi Mix, mit den unvergleichlich geistreichen und witzigen Dialogen des offensichtlichen &#8220;Fanboys&#8221; Heinrich Steinfest.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Jahr ist jetzt mit &#8220;Die Haischwimmerin&#8221; die Fortsetzung dieser Wahnsinns Geschichte erschienen. Steinbeck schickt den Leser auf eine irrsinnige Reise durch eine Welt der Wunder. Durch die Hintertür entschlüsselt er dabei den Epilog des ersten Bandes, der den Leser mit einem völlig überstürzt und skizzenhaft geschilderten Klischee-Ende verwirrt hat. In &#8220;Die Haischwimmerin&#8221; schließt Steinfest den Kreis und unterhält uns mit einer fesselnden Reiseerzählung. Alle Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind auf der Suche. Und diese Suche verläuft in einem Gewirr verschlungener Stränge, die Steinfest am Ende seiner Geschichte kunstvoll verknüpft.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;">Steinfest lesen ist niemals linear und immer unterhaltsam. Er verwöhnt den Leser stets mit seiner ausgewählt schönen Sprache und seinen genialen Dialogen. Irre Geschichte, abgedrehte Charaktere, unvorhersehbare Twists und genug fantastischer Einschlag, um die Romane auf unserer Seite und im Laden zu empfehlen. Deshalb mein Tipp für Weihnachten: Steinfest kaufen, zurücklehnen, entspannen, genießen. Ein (Stein)fest für die Feiertage!</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Lilli Steinbeck“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Lilli Steinbeck“ bei  Comicdealer bestellen">Lilli Steinbeck</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Lilli Steinbeck“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Lilli Steinbeck“ bei  Comicdealer bestellen">Heinrich Steinfest</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Lilli Steinbeck“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Lilli Steinbeck“ bei  Comicdealer bestellen">Piper € 9,95 bzw Teil 2 im Hardcover € 19,99</a></p>
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		<title>Das Labyrinth der Geteilten Bücher</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 10:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Walter Moers ist einfach der Größte. Sein &#8220;Labyrinth der Träumenden Bücher&#8221; spielt wieder einmal auf perfide Weise mit der Mythenmetzschen Interaktion Autor &#8211; Leser. Im Grunde ist das Buch nicht nur das Vehikel der Geschichte, in welcher selbstverständlich in genialer Manier unzählige kleine Anspielungen und Verbindungen zu aktuellen und historischen Themen der Literatur und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.comicdealer.de/novis/der-neue-moers-ist-da/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4585" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="moers" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/moers-212x300.jpg" alt="" width="134" height="190" /></a>Walter Moers ist einfach der Größte. Sein &#8220;Labyrinth der Träumenden Bücher&#8221; spielt wieder einmal auf perfide Weise mit der Mythenmetzschen Interaktion Autor &#8211; Leser. Im Grunde ist das Buch nicht nur das Vehikel der Geschichte, in welcher selbstverständlich in genialer Manier unzählige kleine Anspielungen und Verbindungen zu aktuellen und historischen Themen der Literatur und im Besonderen zu literarischen Adaptionen und multimedialem Crossmarketing eingewoben sind, sondern es ist selbst noch eine Parabel auf aktuelle Diskussionsthemen im Bereich Publikationen, besonders der Übersetzungen phantastischer Romane ins Deutsche.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade eben, brandaktuell, befasst sich ein Artikel in der Ausgabe 44 des Magazins Phantastisch! mit diesem Thema (<a title="Link zur Phantastisch! Homepage" href="http://www.phantastisch.net/aktuell.htm" target="_blank">Christian Endres: Phantastisch! im Dialog – Geteilte Bücher, geteilte Freud?</a>). Walter Moers spielt mit diesem Thema und damit auch mit den Gefühlen des Lesers. Es tut mir fast schon leid, dass ich an dieser Stelle die Warnung ausspreche, weil gerade die Warnung einen Teil der Wirkung dieses Stilmittels nimmt, dennoch möchte ich euch, die ihr unseren Blog lest, ein bisschen die Frustration nehmen, die damit verbunden ist, gegen Ende des Buches die Anzahl der Seiten schwinden zu sehen, ohne dass die Geschichte wirklich begonnen hat. Erst im Nachwort schreibt Walter Moers, der ja als Übersetzer der Mythenmetzschen Werke aus dem Zamonischen auftritt (welch genialer Streich, gerade in diesem Zusammenhang) dass es ihm leid tue, das Buch geteilt haben zu müssen. Moers schafft durch diesen Kunstgriff genau die Situation, die bei allen Diskussionen zum Thema geteilte Bücher als Quintessenz übrig bleibt. Man kann dieses Prozedere verteidigen oder angreifen. Es gibt für beide Seiten ausreichend Argumente. Was jedoch zweifelsfrei nur als Unart gesehen werden kann, ist die bewusste Desinformation seitens der Verlage. Bücher werden nicht mehr als Teile beworben, weder als Teile einer Trilogie oder eines Zyklus, noch &#8211; und schon gar nicht &#8211; als Teile eines Buches, im Zuge der Übersetzung aufgeteilt. Moers lässt den Leser ins offene Messer rennen. Kein Wort in der Bewerbung, kein Wort auf dem Umschlag, noch nicht einmal ein Vorwort. Lediglich ein, unauffällig in die dunklen Illustrationen der letzten Seiten eingebautes Nachwort, das fast nicht wahrgenommen wird. Ich hoffe, Walter Moers kann mir meine Anmaßung verzeihen, aber ich denke, dass diese Information vor allzuviel Frustration schützt und dennoch die Wirkung dieses Kunstgriffs nicht schmälert.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;">Genießt das &#8220;Labyrinth der Träumenden Bücher&#8221;, lasst euch in die wunderbare Welt Zamoniens entführen und grollt nicht. Freut euch einfach auf den zweiten Teil und vertreibt euch die Zeit dahin mit Träumen und Lesen.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei  Comicdealer bestellen">Das Labyrinth der Träumenden Bücher</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei  Comicdealer bestellen">Walter Moers</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;"><a title="„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ bei  Comicdealer bestellen">Knaus € 24,99</a></p>
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		<title>Arkadien fällt</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 11:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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		<description><![CDATA[Damit schließt Kai Meyers Arkadien Trilogie ab. Drei Bände über den Kampf zweier Protagonisten um ihre Identität, ihre Stellung und schließlich um ihr Leben. Gefangen im Netz uralter Strukturen, Intrigen und ihrer eigenen Gene. Typisch Kai Meyer, die Feder des Fantasy und Jugendfantasy-Autoren ist nicht zu verkennen. Wie immer dreht sich die Geschichte um jugendliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-4518" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="9783551582034" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/9783551582034.jpg" alt="" width="134" height="200" />Damit schließt Kai Meyers Arkadien Trilogie ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Drei Bände über den Kampf zweier Protagonisten um ihre Identität, ihre Stellung und schließlich um ihr Leben. Gefangen im Netz uralter Strukturen, Intrigen und ihrer eigenen Gene.</p>
<p style="text-align: justify;">Typisch Kai Meyer, die Feder des Fantasy und Jugendfantasy-Autoren ist nicht zu verkennen. Wie immer dreht sich die Geschichte um jugendliche Helden bzw junge Erwachsene. Wie immer mixt er unsere Welt, mythologische Hintergründe und Phantastik auf gekonnte Weise zu einem spannenden Setting. Seine Charaktere kämpfen mit mächtigen Gegnern, mit globalen Verschwörungen und, wie immer mit sich selbst. Die Mischung ist typisch für alle seine Werke, lässt seine Charaktere aber glaubwürdig, facettenreich und plastisch erscheinen. Die Rezeptur besteht sanftem, angenehmem Humor, der meist aus Situationskomik entsteht, nachvollziehbaren Unzulänglichkeiten und Differenzen, durch allzu subjektive Perspektiven, und einer Prise Herzensangelegenheiten. Die Verstrickungen und Twists sind interessant und fesselnd. Seine  jugendlich flapsige Sprache wirkt absolut passend, wenn er witzig wird  und seine hübsche lyrische Sprache trägt zum entstehen wunderbarer Bilder  bei.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde, die Arkadien Trilogie ist sein bisher bestes Werk. Ohne die Längen der Wolkenvolk- oder Sturmkönige-Trilogie (die mir wohlgemerkt auch schon sehr gut gefallen haben). Arkadien ist rasant und spannend, hat genug von seiner typischen Schreibe, um Fans zufrieden zu stellen, und, und das ist mir eben unglaublich positiv aufgefallen, einen ganz neuen, leichten Humor, der den Leser beschwingt durch die Geschichte gleiten lässt. Weniger Melodramatik, mehr Spaß und trotzdem voller Gefühl. Irgendwie ist Kai Meyers Schreibstil zusammen mit seinen Helden erwachsener und reifer geworden.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;">Ich bin gespannt auf seinen nächsten Zyklus.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Arkadien erwacht“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Arkadien erwacht“ bei  Comicdealer bestellen">Arkadien Trilogie 1 Arkadien erwacht</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Arkadien erwacht“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Arkadien erwacht“ bei  Comicdealer bestellen">Kai Meyer</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Arkadien erwacht“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Arkadien erwacht“ bei  Comicdealer bestellen">Carlsen € 19,90</a></p>
<p style="text-align: justify;">So und zum Schluss, sozusagen als postscript, noch eine kleine Anmerkung, die allerdings ein Detail aus der Geschichte verrät. Nicht weiterlesen, wen das absolut stört, auch wenn dieser Aspekt sehr schnell klar wird. Der folgende Satz hätte aber ohne die Preisgabe dieses Inhalts keinen Sinn gemacht:</p>
<p style="text-align: justify;">Die Arkadien Trilogie schielt auf den ersten Blick ein wenig in Richtung der Verkaufszahlen aus der Kuschelvampir und Romantic Fantasy Ecke. Das Motiv der Tiermenschen, die unter uns leben findet sich sehr häufig in der Flut von Dark-Fantasy, Urban-Fantasy und Romancy Titeln &#8211; von Frauen, für Frauen &#8211; mit softerotischen Covern und nicht selten auch eben diesem Inhalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne jetzt all diese Titel zu verdammen, ist es dennoch so, dass allein die erdrückende Flut dieses Marktsegmentes und die immer neuen und neuen Autorinnen, oft aus dem Fandom, ein deutliches Indiz für das Niveau der Masse an Titeln sind. <img src='http://www.comicdealer.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Anne Rice hätte bestimmt auch nicht erwartet, dass ihr &#8220;Interview mit einem Vampir&#8221;, Jahrzehnte später unzählige einsame amerikanische Hausfrauen (in Bob Ross Manier, oh Gott, ich liebe ihn! ) zu einem Heer spätberufener Autorinnen machen würde.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;">Meyer geht das Thema anders an &#8211; eben in gewohnter &#8220;Meyerart&#8221;.</p>
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		<title>Eddie M. Angerhuber &#8211; Die darbenden Schatten</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 19:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kain Wolfshead</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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		<category><![CDATA[Atlantis Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Eddie M. Angerhuber]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eddie M. Angerhuber ist kein Mann. Ich erwähne das nur, weil viele unter Euch vermutlich noch nicht von ihr gehört haben. Die 1965 in München geborene Monika Angerhuber nennt sich dem Vernehmen nach „Eddie“, weil sie ein großer Fan von Edgar Allan Poe ist. Sie gibt nur wenig von sich Preis. Nicht mal bei Wikipedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4050" style="margin-left: 3px; margin-right: 3px;" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Die-darbenden-Schatten.jpg" alt="" width="134" height="200" />Eddie M. Angerhuber ist kein Mann. Ich erwähne das nur, weil viele unter Euch vermutlich noch nicht von ihr gehört haben. Die 1965 in München geborene Monika Angerhuber nennt sich dem Vernehmen nach „Eddie“, weil sie ein großer Fan von Edgar Allan Poe ist. Sie gibt nur wenig von sich Preis. Nicht mal bei Wikipedia gibt es einen Eintrag über sie. Und auch auf ihrer <a title="Website" href="http://www.angwa.de/" target="_blank">Website</a> geht es eher still zu. Ähnlich verhalten sieht es mit neuen Veröffentlichungen aus. Wie Thomas Ligotti, den sie auch ins Deutsche übertragen hat, ist sie keine Massenschreiberin. Dennoch, vielleicht gerade deswegen, ist sie eine der interessantesten Autorinnen der deutschen Phantastik.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Juli erschien im Atlantis Verlag die Sammlung „Die darbenden Schatten“. Neben der Titelgeschichte, die hier zum ersten mal veröffentlicht wird, werden neunzehn Erzählungen präsentiert, die schon länger nicht mehr verfügbar sind. Darunter sechs Geschichten aus der Anthologie „Die verborgene Kammer“, die 1998 in der unter Horror- und Phantastikfans legendären „Edition Metzengerstein“ erschienen ist. Wobei nur drei hiervon ihre Erstveröffentlichung in der EdMetz erlebten. Die genauen Daten der ursprünglichen Veröffentlichungen sind für alle Stastikfreunde im Inhaltsverzeichnis angegeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich wurde vor etwa einem Jahr auf Angerhuber aufmerksam. Verantwortlich hierfür ist ein Zitat Uwe Voehls in dem er Eddie mit Thomas Ligotti vergleicht. Den Amerikaner wiederum zähle ich zu meinen erklärten Lieblingsautoren. Mit Edgar Poe begann im zarten Alter von 14 Jahren meine Reise in die Welt der unheimlichen Literatur (mit einer Sammlung, die ich in unser aller Lieblings-Romanboutique erworben habe). Eddie M. Angerhuber war also Pflichtlektüre und die Messlatte lag entsprechend hoch. Mit angesprochener Sammlung aus der „Edition Metzengerstein“, die ein gesuchtes Sammlerobjekt ist, habe ich mich erstmals in die literarische Welt der Monika Angerhuber begeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Rückblickend ist festzustellen, dass „Die verborgene Kammer“ nicht vollumfänglich zu überzeugen wusste. Nun ist diese Sammlung keinesfalls schlecht und ich bin weit davon entfernt, diese doch recht teure Anschaffung zu bereuen. Keine der dort enthaltenen Stories war abgrundtief miserabel. Dennoch hat einigen die besondere Note, die nötige Überzeugungskraft gefehlt. Jedoch enthält „Die verborgene Kammer“ auch solche Geschichten, die nicht nur über diese besondere Note verfügen sondern auch so überzeugend waren, dass die vorliegende Sammlung zu den Büchern gehört, denen ich 2011 seit der ersten Ankündigung am meisten entgegenfieberte. Ob &#8220;Die darbenden Schatten&#8221; diese Erwartungen erfüllen konnte?</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Masken sind wir alle. Und manchmal, wenn die Maske abgenommen wird, befindet sich nichts dahinter.“ </em></p>
<p style="text-align: justify;">Dies Zitat, der Titelstory des Bandes entnommen, gibt einen ersten Einblick in die Welt der Monika Angerhuber. Eines der vorherrschenden Themen in Eddies Schaffen ist die Furcht vor zunehmender Entmenschlichung. Einer Entmenschlichung durch die Masken die wir alle mehr oder weniger oft tragen. Sei es durch zunehmende Industriealisierung, durch unpersönliche Verhältnisse zueinander, durch mangelndes Interesse an unseren Mitmenschen… Doch ist es nicht ausschließlich Furcht die aus Angerhuber spricht. Sie verweigert sich diesem Weg. Fast sogar warnt sie davor. Wie Boris Koch in seinem Nachwort treffend feststellt: „Sie ist diejenige, die auf die Maschine deutet und sagt: &gt;Das ist falsch!&lt;“</p>
<p style="text-align: justify;">Ohne zu predigen, ohne den Zeigefinger zu erheben, weist die Wahl-Berlinerin uns auf diese Missstände hin. Doch sie lügt uns nicht an. Die Sonderlinge und Außenseiter in ihren Geschichten erleben kein Happy End. Doch gerade das macht den großen Reiz der Eddie M. Angerhuber aus. Ihre Geschichten sind düster, trist, melancholisch und grau. Dennoch befleißigt sich die Autorin eines verträumten, fast schon romantischen Schreibstils. Jedoch handelt es sich hierbei um einen Alptraum! Ein Alptraum aus Einsamkeit, Verfall, Tod und Krabbeltieren, der immer wieder in einem urbanen Umfeld auf die Protagonisten in Angerhubers Geschichten hereinbricht. Dieses Setting, die graue, unfreundliche, fast schon feindliche Stadt, macht einen Teil der Faszination von „Die darbenden Schatten“ aus. In einer ländlichen Idylle würden viele von Angerhubers Szenarien wohl nicht funktionieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Lektüre dieser Geschichtensammlung ist nicht immer einfach. Oft sind die Geschichten nur schwer verdaulich. Emotional zarter besaitete Naturen sollten die Geschichten Angerhubers maßvoll genießen. In ihren kraftvollsten Momenten sind diese Erzählungen so verstörend, dass sie Angerhuber nicht hinter Thomas Ligotti verstecken muss. Dennoch muss gesagt sein, dass dieser Vergleich nicht hundertprozentig angebracht ist. Ja, es gibt Gemeinsamkeiten. Es gibt sogar regelrechte Ligotti-Pastiches. Dennoch hat Angerhuber eine eigene und äußerst interessante Stimme. Freunde des Düsteren, des Morbiden, des Verstörenden werden an dieser Sammlung ihr schauriges Vergnügen haben. Ebenso Fans von Thomas Ligotti, keine Frage.</p>
<p style="text-align: justify;">In der bekannten Qualität präsentiert Herausgeber Guido Latz diesen Leckerbissen der unheimlichen Phantastik, der Neben dem bereits erwähnten Nachwort von Boris Koch durch zwei Vorworte abgerundet wird. Eines von Uwe Voehl, ein zweites von Eddie M. Angerhuber höchstselbst.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1cm;"><a title="„Die darbenden Schatten“ (Atlantis Verlag, 15,90 Euro) bei Comicdealer bestellen" href="mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Die darbenden Schatten“ (Atlantis Verlag, 15,90 Euro) bei  Comicdealer bestellen">Die darbenden Schatten (Atlantis Verlag, 15,90 Euro) bei Comicdealer bestellen</a></p>
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		<title>Trari trara, der Gerd ist wieder da&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 13:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten zwei Wochen war ich teils im Urlaub und teils schwer beschäftigt. Deswegen ist die Seite auch wenig aktualisiert worden. Bernie hatte auch ein bisschen double Trouble und konnte nur die Novi-Artikel erstellen. Hat er aber in zuverlässiger Regelmäßigkeit gemacht. Jetzt gelobe ich Besserung. Ab heute wird es wieder regelmäßig Updates geben. Den Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die letzten zwei Wochen war ich teils im Urlaub und teils schwer beschäftigt. Deswegen ist die Seite auch wenig aktualisiert worden. Bernie hatte auch ein bisschen double Trouble und konnte nur die Novi-Artikel erstellen. Hat er aber in zuverlässiger Regelmäßigkeit gemacht. Jetzt gelobe ich Besserung. Ab heute wird es wieder regelmäßig Updates geben. Den Anfang möchte ich mit einem kurzen Tipp machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3863" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="helden" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/helden.jpeg" alt="" width="134" height="200" />Es gibt aktuell zwei wirklich <em>&#8220;harte&#8221;</em> Fantasy Titel, die wirklich lesenswert, aber nichts für schwache Nerven sind. Spätestens seit Joe Abercrombies Helden &#8220;Logen&#8221; und &#8220;Glokta&#8221;, sind wirklich böse Protagonisten salonfähig geworden. Kriegsklingen ist in unserem kleinen Laden fast vierhundert mal über die Theke gegangen und es gab fast keinen Leser, der die Trilogie nicht herausragend fand. Vielleicht war es der Bonus des Vorreiters, vielleicht die absolute Konsequenz, mit der Abercrombie seine Antihelden &#8220;dreckig&#8221; behandelt hat. Übrigens kommt da auch was Neues <img src='http://www.comicdealer.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify; margin-top: 1.0cm;">
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-full wp-image-3864" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="prinz" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/prinz.jpeg" alt="" width="134" height="200" />Jetzt präsentiert uns Mark Lawrence mit seinem Helden &#8220;Jorg&#8221; ein mindestens ebenso erlesenes Früchtchen. Schwere Kindheit, übles Schicksal und jetzt , als Jugendlicher, Anführer einer Horde wirklich übler Plünderer. Der &#8220;Prinz&#8221; ist ein berechnender, intriganter Widerling, der mir trotzdem eine unglaublich kurzweilige Lektüre geboten hat. Obwohl der Plot auf den ersten Blick nicht wirklich innovativ wirkt, schafft es Lawrence in seinem Erstlingswerk überraschende Twists und verworrene Fäden zu weben.  &#8220;Jorg&#8221; ist, wie er ist. Er braucht keine Entschuldigungen oder Erklärungen. Er hat eindeutige Ziele und das Zeug, diese zu erreichen. So hart und brutal das Buch auch sein mag, es hat mich nicht nur unterhalten. Der intelligente Plot hat mich fasziniert und irgendwie habe ich den kleinen Bastard auch ins Herz geschlossen. Ein kindlicher Held, der wirklich nichts für Kinder ist. Hoffentlich kriegen wir bald mehr von diesem bösartigen britischen Newcomer am Fantasy Himmel zu lesen!</p>
<p style="text-align: justify; margin-top: 1.0cm;">
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3865" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="grossbart" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/grossbart.jpeg" alt="" width="134" height="200" />Der zweite Roman, den ich in diesem Zusammenhang noch einmal empfehlen möchte, ist wirklich nichts für zarte Gemüter. &#8220;Die traurige Geschichte der Brüder Grossbart&#8221; ist böse, düster, erschreckend und manchmal sogar abstoßend. Jesse Bullington bedient sich dabei einer drastischen Härte, die man eigentlich auch aus alten Märchen kennt. Man denke nur an das Märchen der Gebrüder Grimm &#8220;Die Gänsemagd&#8221;, in dem die falsche Braut in einem Fass, in das Nägel getrieben wurden, durch das Dorf zu Tode gerollt wird. Die Zwillinge Hegel und Manfried Grossbart sind die Essenz von Boshaftigkeit, Brutalität und Gewalttätigkeit. Dabei von einer tumben Gottesfürchtigkeit. Wenn die beiden ihre blutige Spur durch den Roman ziehen, wird wirklich nichts ausgelassen. Dabei sind die Charaktere derart genial in Szene gesetzt und unfassbar böse von Eva Bauche-Eppers ins Deutsche übertragen, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Okay, ich gebe zu, man muss es mögen und vielleicht auch selbst eine dunkle Seite haben, aber wer auf Härte mit dem nötigen Schuss bitterschwarzen Humors steht, sei dringend aufgefordert, dieses Meisterwerk zu konsumieren <img src='http://www.comicdealer.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Auch bei diesem Erstling bleibt der Wunsch nach mehr.</p>
<p style="text-align: justify; margin-top: 2.0cm;">Blutiger Auftakt nach dem Urlaub.</p>
<p style="text-align: justify;">Muss ich mir jetzt Gedanken machen?</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Na ja, ihr müsst es ja nicht lesen, aber ihr verpasst wirklich was&#8230;</p>
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		<title>Politik und Kritik in der Science Fiction</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 15:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Utopia Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus den Bereichen Soziologie und Politik in Zukunftswelten einzubauen. Betrachtet man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3491" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="Morus" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Morus.jpg" alt="" width="134" height="210" />Utopia</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus den Bereichen Soziologie und Politik in Zukunftswelten einzubauen. Betrachtet man die SF als Literaturgattung, die Entwicklungen der Gegenwart weiterdenkt und in eine fiktive Zukunft einbaut, ist es eine logische Konsequenz, dass sich die Extrapolationen der Gegenwart nicht nur auf den Stand der Technik beschränken, sondern auch auf Politik und Soziales erstrecken. Der Autor baut eben allgemein brisante aktuelle Zustände oder Denkweisen ein, entwickelt diese weiter und beschreibt Konsequenzen und Folgeerscheinungen. Dabei bleibt es in seinem Ermessen, ob er die Zukunft positiv oder negativ gestalten möchte, ob er also hoffnungsvoll, die Realisation eines Traumes im Sinne einer Utopie erschaffen möchte, oder uns die Konsequenzen unseres Handelns in einer Dystopie oder Anti-Utopie plastisch vor Augen halten möchte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bezeichnung Utopie leitet sich von Thomas Morus Beschreibung eines idealen Staates auf der Insel &#8220;Utopia&#8221; ab. Der Roman &#8220;De optimo rei publica statu deque nova insula Utopia&#8221; wurde 1516 veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bezeichnung Dystopie entstand erst mit der beginnenden industriellen Revolution und wird begrifflich dem englischen Philosophen John Stuart Mill zugeschrieben. Beide Varianten nutzen den Roman als Vehikel zum Transport politischer und sozialer, sowie ökonomischer und ökologischer Gedanken. Sie verpacken somit trockene Theorie in ein leichter zu rezipierendes Medium &#8211; oder breiten über ideologische Themen den Deckmantel der Fiktion und machen sich damit unangreifbar.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Politisch motivierte SF in Deutschland</h3>
<p style="text-align: justify;">Politisch motivierte SF ist immer durch den Zeitgeist und die Herkunft beeinflusst. In der deutschen Art liegt oft trockenes Dozieren und schulmeisterliche Korrektheit. Dennoch waren wir zu allen Zeiten ein Volk der Dichter und Denker und so ist es nicht verwunderlich, dass auch diese Spielart der SF gerne &#8211; und gut &#8211; von deutschen Autoren genutzt wurde und wird. Im Sinne von Kunst und im Sinne von ernsthaftem Engagement einer Sache gegenüber.</p>
<p style="text-align: justify;">Der von mir bereits öfter bemühte Carl Amery ist ein hervorragendes Beispiel. Seine Romane und Stories haben stets einen Hintergrund, welcher der Handlung eine gut verpackte Färbung verleiht, die manchmal erst nach der Reflektion wirklich erfassbar ist. Seine Tochter Maria J. Pfannholz erhielt 1990 für den Roman &#8220;Den Überlebenden&#8221; den &#8220;Deutschen Science Fiction Preis&#8221;. Ein echtes Juwel im Genre SF, welches eben genau diesen Deckmantel nutzt, um nicht in staatszersetzendem Licht zu erscheinen. &#8220;Den Überlebenden&#8221;, leider auch seit vielen Jahren vergriffen, ist eines der für mich wichtigsten Bücher aus dem Bereich des &#8220;Ökoterrorismus&#8221;. Das Buch steht eingerahmt zwischen dem genialen Werk &#8220;Die Universalschraubenschlüsselbande&#8221;, über dessen Wiederveröffentlichung ich erst geschrieben habe und dem anarchistischen, lange Zeit boykottierten vierten Teils, der TV-Serie &#8220;Die Piefke Saga&#8221;, von 1993.</p>
<p style="text-align: justify;">In der ehemaligen DDR gab es unendlich viele, häufig staatskonforme Utopien. Trotzdem war auch in diesem restriktiven System die SF ein möglicher Deckmantel. Eines der außergewöhnlichsten Werke der ausgehenden DDR-Aera ist der 1989 erschienene Roman &#8220;Sein und Bleiben&#8221; von Gottfried Meinhold. Leider ist auch dieser Roman seit Jahren Verlags-vergriffen. Ich selbst bin eher durch Zufall über dieses Werk gestolpert, empfand aber die Mischung aus autobiographischen Teilen und Ideensammlung, trotz all der wirklich anstrengenden Zeilen, als interessant und wertvoll.</p>
<h3>Links und Rechts &#8211; Individuum und Staat</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Utopie als Traumvorstellung des perfekten Staates ist zu allen Zeiten von Vertretern unterschiedlicher politischer Lager genutzt worden. Neben unendlich vielen links oder ultralinks einzuordnenden Entwürfen gibt es auch einige ernst gemeinte und ernstzunehmende rechtsgerichtete, konservative Utopien. Leider ist auch das Vorzeigewerk dieser Strömung &#8220;Atlas wirft die Welt ab&#8221; von Ayn Rand in der deutschen Übersetzung nicht mehr erhältlich.</p>
<p style="text-align: justify;">In meinen Augen sind die interessantesten Vertreter der Gattung Polit-SF jedoch die, welche es der Interpretation des Lesers überantworten, selbst eine Entscheidung zu fällen. Dabei darf natürlich der geniale Roman von Ursula K. LeGuin &#8220;Planet der Habenichtse&#8221; nicht fehlen (sucht auch da mal schön antiquarisch&#8230; wird langsam eine ganz schöne Stange von Romanen, die in die virtuelle Neuauflagen-Bibliothek aufzunehmen sind!) LeGuin zeigt die Fehler beider Ansätze. Sowohl der reine Kapitalismus, als auch die utopische, selbstverantwortliche, marxistische Anarchie, scheitern am Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz anders überlässt zum Beispiel mein Lieblings-SF-Autor Ian Banks jegliche Interpretation dem Leser. In seinem Kultur-Zyklus wird nie wirklich geklärt, ob er selbst den beschriebenen Zustand positiv oder negativ bewertet. Seit vielen Jahren genieße ich die Streitgespräche mit einem meiner guten Freunde, ob die Zukunft, die Banks entwirft erstrebenswert oder hassenswert ist. Ist gefühlte absolute persönliche Freiheit wirklich wichtiger als die Wahrheit?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die nahe Zukunft und die Realität</h3>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sind sehr viele Science Fiction Romane von aktuellen Ängsten beeinflusst. Über Atomenergie und die SF habe ich ja gerade erst geschrieben. Aber es muss ja nicht immer gleich so drastisch sein. Bereits kleine, absehbare Details können die Welt politisch verändern, ohne dass globale Katastrophen von Menschenhand oder Kriege dafür verantwortlich sind. Das Ende der fossilen Brennstoffe, die Klimaerwärmung, die Überbevölkerung, der Raubbau an der Natur und die Vernichtung der Regenwälder, die Armut und Ausbeutung von Drittwelt-Ländern. All diese Motive geben reichlich Stoff für politisch oder in diesem Fall auch ökologisch motivierte Szenarien in naher Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der anderen Seite lassen natürlich auch hier wieder potentielle  Lösungsansätze, wie zum Beispiel die Kernfusion oder die Erschließung  neuer Lebensräume auf dem Mond oder im Meer, positive Entwicklungen  erahnen. Deshalb gibt es auch in diesen Bereichen viele neutrale  Entwürfe oder sogar im Sinne der Utopie fast perfekte und wirklich  erstrebenswerte Welten.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus der erschreckenden Erfahrung totalitärer Systeme des 20. Jahrhunderts schreibt George Orwell 1948 den Klassiker &#8220;1984&#8243;, in dem ein allmächtiger Staat den Bürger überwacht und führt &#8211; und damit letztendlich vollständig der individuellen Freiheit beraubt. 1984 ist heute lange vorbei und die Realität hat die Alptraumwelt Orwells überholt. Viel subtiler sind die Mechanismen, mit denen unsere Freiheit beschränkt wird. Die Konsumgesellschaft und die Macht des Kapitalismus haben viel mächtigere Instrumente geschaffen, um die Schafe nicht zur Schlachtbank zu treiben, sondern zu locken.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele gedachte Welten werden von der Realität nicht bestätigt werden, aber das ist im Grunde völlig irrelevant, geht es doch vielmehr um das Anprangern von Ist-Zuständen und der Warnung vor möglichen Konsequenzen. Und auch wenn Orwells &#8220;Big Brother&#8221;, das alles sehende und alles steuernde Auge des Staates, vielleicht in dieser Form niemals Wirklichkeit geworden ist, sondern aus der Angst vor dem Gespenst totalitärer Systeme geboren war, verliert die absolute Aussage doch nicht ihre Gültigkeit. Orwell wird immer wichtig bleiben, als zeitgeschichtliches Werk und eben auch als Warnung vor dem Verlust der individuellen Freiheit.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Was kann man denn dann aktuell noch lesen, wenn all die großen Werke vergriffen sind?<strong><br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3589" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="kotzt" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/kotzt.jpg" alt="" width="134" height="200" />Ein Buch, über das ich eigentlich eher zufällig gestolpert bin, hat mich aktuell wirklich fasziniert. Ich habe es gerade erst gelesen, obwohl es bereits letztes Jahr erschienen ist. Tagebuchartige Aufzeichnungen eines jungen Mädchens in einer Welt nicht weit von unserer, in der die direkten Folgen des Raubbaus bereits ein wenig mehr zu spüren sind, als eben heute. Rationalisierungen von Energie, Fahrverbote, extreme Verteuerung und eben viel staatliche Kontrolle. In diesem Tagebuch sind die Beobachtungen der unterschiedlichen Reaktionen perfekt festgehalten. Unglaublich einfühlsam beobachtet. Danke an Saci Lloyd für dieses tolle Werk.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei  Comicdealer bestellen">Euer schönes Leben kotzt mich an: Ein Umweltroman aus dem Jahre 2015</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei  Comicdealer bestellen">Saci Lloyd</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Euer schönes Leben kotzt mich an“ bei  Comicdealer bestellen">Arena Verlag € 7,95</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><img class="size-full wp-image-3590 alignright" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="Little" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Little.jpg" alt="" width="134" height="200" />Über das zweite Buch, das sich sehr schön politisch mit aktuellen Problemen beschäftigt, habe ich bereits geschrieben. Cory Doctorow nimmt sich der Themen Datenschutz im Internet und Einschränkung der Persönlichkeitsrechte im Zeitalter des Terrors an.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Little Brother“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Little Brother“ bei  Comicdealer bestellen">Little Brother</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Little Brother“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Little Brother“ bei  Comicdealer bestellen">Cory Doctorow</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Little Brother“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Little Brother“ bei  Comicdealer bestellen">rororo € 14,95</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><img class="alignleft size-full wp-image-3591" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="OEdland" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/OEdland.jpg" alt="" width="134" height="200" />Auch den Franzosen Jean Marc Ligny hatte ich bereits mit Aqua TM empfohlen. Bei Bastei gibt es seinen Roman jetzt als Taschenbuch mit dem Titel &#8220;Ödland&#8221;. Spannend, teilweise etwas verwirrend und überladen, eben französisch <img src='http://www.comicdealer.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , aber echte Gänsehaut-Gefahr bei seinen Schilderungen der Klimaveränderung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Ödland“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Ödland“ bei  Comicdealer bestellen">Ödland</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Ödland“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Ödland“ bei  Comicdealer bestellen">Jean Marc Ligny</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Ödland“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Ödland“ bei  Comicdealer bestellen">Bastei Lübbe € 9,99</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><img class="alignright size-full wp-image-3592" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="Limit" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Limit.jpg" alt="" width="134" height="200" />Und wer nach all diesen düsteren Büchern noch etwas anderes möchte, der möge bitte Limit von Frank Schätzing lesen. Mit seiner Art, wirklich alles bis ins Detail zu recherchieren, und dann sein Wissen auch niederzuschreiben, hat er mit &#8220;Limit&#8221; ein absolut glaubwürdiges Near-Future-Szenario entworfen, das ökonomisch, technisch und ökologisch einen perfekten Hintergrund für seinen spannenden Thriller bildet. Auch diesen Roman gibt es jetzt als Taschenbuch. Unbedingt lesen, wenn ihr Schätzings ausschweifenden Schreibstil mögt.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Limit“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Limit“ bei  Comicdealer bestellen">Limit</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 0cm;"><a title="„Limit“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Limit“ bei  Comicdealer bestellen">Frank Schätzing</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a title="„Limit“ bei Comicdealer bestellen" href="Mailto:bernie@comicdealer.de?subject=„Limit“ bei  Comicdealer bestellen">Fischer € 9,99</a></p>
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		<title>Paul- ein Alien auf der Flucht</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 07:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ulli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon Pegg und Nick Frost sind das Traumduo der modernen Filmgeschichte. In ihrem neuen Film treffen sie ein kleines graues Männchen aus dem All. &#8220;Warum müssen Aliens eigentlich immer exotische Namen haben, wie E.T., Yoda oder Chewbacca? Warum nicht einfach mal was bodenständiges, wie zum Beispiel&#8230; Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht? So heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Simon Pegg und Nick Frost sind das Traumduo       der modernen Filmgeschichte. In ihrem neuen Film treffen sie ein       kleines graues Männchen aus dem All.</p>
<div id="attachment_3558" class="wp-caption alignleft" style="width: 600px"><img class="size-full wp-image-3558" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="Paul" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Paul.jpg" alt="" width="590" height="260" /><p class="wp-caption-text">Simon Pegg, Nick Frost &amp; Paul © UPI</p></div>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Warum müssen Aliens eigentlich immer exotische Namen haben, wie       E.T., Yoda oder Chewbacca? Warum nicht einfach mal was       bodenständiges, wie zum Beispiel&#8230; Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht?<br />
So heißt der Titelheld der neuen Komödie, die mit allen       Alien-Klischees aufräumt! Und Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht ist zwar optisch ein klassisches Alien, klein,       grau und großäugig, aber ansonsten ein Typ wie du und ich. Nur       vielleicht ein bisschen ordinärer.</p>
<p style="text-align: justify;">Paul &#8211; Ein Alien auf der Flucht wird in der Nähe von Area 51 von zwei       britischen Comic-Fans aufgegabelt und die werden verkörpert von       den Nerd-Königen schlechthin: Mit Spaced, Shaun of the Dead und Hot Fuzz &#8211; Zwei abgewichste Profis etablierten sich Simon Pegg und Nick Frost als die neuen Könige der Buddy-Comedy.</p>
<p style="text-align: justify;">Eins ist sicher: Mit diesen zwei ist Riesenspass garantiert! Und       wenn dann auch noch ein Alien, das am liebsten seinen nackten       Arsch in der Gegend herumzeigt, dabei ist, kann eigentlich gar       nichts mehr schiefgehen!&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">So der offizielle Text von moviepilot.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich durfte den Film letzte Woche schon sehen und war so       begeistert, dass ich ihn hier allen Comic- und SF-Fans ans Herz       legen möchte. Ich war deswegen so begeistert, weil die zwei       Hauptcharaktere direkt aus Hermkes Romanboutique kommen könnten.       Zwei Nerds, die sich endlich den Traum vom Comic-Con in den USA       erfüllt haben und, welch Überraschung, auf das typische Alien       treffen. So und jetzt fängt der Spaß erst so richtig an, denn der       Film nimmt den roten Faden willig auf und pingpongt durch bekannte       SF-Stoffe und Filme und Kenner der Szene werden sich die       Freudentränchen aus den Augenwinkeln drücken müssen. Einziges       Manko- es wird keine Vorpremiere davon geben. Start ist der 14.4.       im Cineworld. Im Foyer steht fürs Fotoshooting natürlich die Alien       Drop Box aus den USA&#8230; und dann werde ich den Film ein zweites       Mal ansehen- muß sein. Für die Vorfreude, hier die Internetseite       mit allen Infos zu Paul: <a title="offizielle Filmseite" href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/paul/home.html" target="_blank">Kinotrailer</a></p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Eure Ulli aus dem <a title="Cineworld im Mainfrankenpark" href="http://www.cineplex.de/kino/home/city11/" target="_blank">Cineworld</a></p>
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		<title>Atomare Strahlung und die Science Fiction</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 14:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd]]></category>
		<category><![CDATA[persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kriegstrauma Die traumatisierenden Atombombenabwürfe des 2. Weltkrieges über Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 waren der Beginn einer unfassbaren Ära der Menschheit. Sowohl die neue Dimension der Vernichtung und Zerstörung, als auch die, mit den Folgen von Verstrahlung und den unvorstellbaren Zeiträumen von Folgeschäden einhergehende, Verdrängungsfähigkeiten der Menschheit, hat aus der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;"><img class="alignright size-medium wp-image-3465" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="hiroshima1" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/hiroshima1-220x300.gif" alt="" width="134" height="200" />Das Kriegstrauma</h3>
<p style="text-align: justify;">Die traumatisierenden Atombombenabwürfe des 2. Weltkrieges über Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 waren der Beginn einer unfassbaren Ära der Menschheit. Sowohl die neue Dimension der Vernichtung und Zerstörung, als auch die, mit den Folgen von Verstrahlung und den unvorstellbaren Zeiträumen von Folgeschäden einhergehende, Verdrängungsfähigkeiten der Menschheit, hat aus der Kriegsgeneration eine ganze Flut von SF-Autoren hervorgebracht. Das Szenario einer postatomaren Endzeit wurde aus unendlich vielen Perspektiven beschrieben. Angst und Entsetzen vor der Verstrahlung und Zerstörungskraft und die Fassungslosigkeit im Angesicht der Konsequenzen brachten viele Autoren dazu ihre Gefühle und Überlegungen in Romanen zu verewigen. Eines der für mich persönlich beeindruckensten Werke, ist der 1948 erschienene Reisebericht &#8220;Wir fanden Menschen&#8221;, des 1904 geborenen deutschen Autors und späteren Journalisten Hans Wörner. Auf der Expedition durch das zerstörte Europa verarbeitet er seine Erfahrung aus der Kriegsgefangenschaft. Seine Schilderung der Verrohung von Menschen in Ausnahmesituationen ist einzigartig und lässt die, für unsere heutigen Augen vielleicht etwas zu harmlose Zeichnung der postatomaren Landschaft in den Hintergrund treten.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Leider ist der Roman seit fast zwanzig Jahren vergriffen und wirklich rar. Dieses zutiefst menschliche Werk hätte es mehr als verdient, wieder aufgelegt zu werden, vielleicht in einer Edition vergleichbarer, ebenfalls lange vergriffener Werke.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3460" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="Zeichen des kreuzes" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/im-zeichen-des-kreuzes.jpg" alt="" width="134" height="200" />Die friedliche Nutzung der Kernenergie</h3>
<p style="text-align: justify;">Seit den frühen fünfziger Jahren wurde neben der militärischen Forschung auch der friedliche Einsatz praktisch erforscht und 1954 ging in der damaligen UDSSR das erste kommerzielle Atomkraftwerk ans Netz. Die Angst der Menschen vor der Strahlung und das Gespenst der Mutation ließ eine neue Welle von Szenarien entstehen. Dabei entstehen apokalyptische Horrorgeschichten, die an Zombiefilme erinnern genauso, wie monströse Mutationsthriller. Das Thema Mutanten greift rasend schnell um sich und erobert alle Medien. Die Variationen gehen von der japanischen Filmproduktion &#8220;Godzilla&#8221; von 1954, über George R. Smiths Roman &#8220;Das Geheimnis der Wunderkinder&#8221; aus dem Jahr 1959, bis hin zu bekannten Superhelden wie &#8220;Spider-Man&#8221;, der 1961 durch den Biss einer radioaktiv verstrahlten Spinne die Bühne des Marvel-Universums betreten hat.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Mutanten sind böse und hässlich oder edel und von der Gesellschaft geächtet. Auch in ihnen lebt die Angst der Menschen vor der atomaren Strahlung. Autoren, Filmemacher, Comiczeichner, Songwriter, sie alle verleihen ihren Gefühlen und ihrer Meinung eine Stimme.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><img class="size-full wp-image-3464 alignright" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="atomexplosion" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/atomexplosion.jpg" alt="" width="134" height="200" />Das Wettrüsten</h3>
<p style="text-align: justify;">1950 schürt der Koreakrieg den &#8220;Kalten Krieg&#8221; erneut an, der bis in die 80er Jahre andauern soll. Als 1954 die UDSSR mit ihren Wasserstoffbomben anscheinend mit den Vereinigten Staaten gleichzieht, ist das Wettrüsten als Instrument gegenseitiger Abschreckung nicht mehr aufzuhalten. Unter dem Eindruck der absurden Bedrohung des weltweiten Overkill und der überall schwelenden Krisenherde werden die Stimmen in der Öffentlichkeit immer lauter. In Deutschland veröffentlichen 1957 18 Physiker ein Manifest gegen den &#8220;Atomtod&#8221; und geben damit den Startschuß für eine breite politische Bewegung außerhalb der parteilich organisierten politischen Landschaft. Menschen aller Länder beginnen sich zu organisieren. Es ist die Geburtsstunde einer Revolution. Das Volk organisiert sich gegen Entscheidungen des Staates.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Erneut wird der atomare Holocaust zu einem Thema der Science Fiction Autoren, die ihre Stimme dieser Bewegung schenken. Carl Amery, Autor, Politiker, Umweltaktivist und Gründungsmitglied der Grünen schreibt 1975 den Roman &#8220;Der Untergang der Stadt Passau&#8221;. Ebenfalls ein herausragend guter Nachkatastrophen-Roman aus deutscher Feder, der eine Wiederauflage rechtfertigen würde.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Utopie</h3>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Neben dem Strahlungs-Gespenst hat die unglaubliche Energie, die bei einer Kernspaltung entsteht, SF-Autoren aller Länder ebenso inspiriert. In unendlich vielen Romanen ziehen Maschinen, Roboter, Fahrzeuge und sogar ganze Raumschiffe und Stationen ihre Energie aus einer &#8211; mittlerweile  beherrschten &#8211; Atomkraft. Gerade in Japan, dem Land, das bisher weltweit am meisten unter den Folgen von Strahlung zu leiden hatte, stützt sich die boomende Wirtschaft auf die Kernenergie und atomgetriebene Maschinen halten auf geradezu propagandistische Art ihren Einzug in alle Medien. &#8220;Astroboy&#8221;, der atomgetriebene Roboter wird zu einem Comic-Held, der die Welt rettet und in einer Millionenauflage verbreitet wird.</p>
<h3 style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-3461" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="JAPAN-QUAKE-NUCLEAR-BLAST" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/Explosion.jpg" alt="" width="200" height="134" />Fukushima</h3>
<p style="text-align: justify;">Das postapokalyptische Thema war für mich immer ein sehr wichtiger und interessanter Aspekt der SF. Science Fiction als politisch engagierte Literatur im Sinne der Friedensbewegung, umweltaktivistischer Gruppierungen, der Grünen und im Sinne diverser außerparlamentarischer Organisationen. Science Fiction als Sprachrohr der Ängste und Bedenken der Mehrheit der Menschheit gegen die friedliche und militärische Nutzung von Atomkraft. Oft hatte ich beim Lesen Beklemmungen, manchmal empfand ich die Sätze einfach nur als unglaublich treffende schriftliche Fixierung meiner eigenen Gedanken. Bis heute ist das Thema aktuell. Mittlerweile hat es auch in neue Medien wie Computerspiele Einzug gehalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem kann kein Buch der Welt und keine Vorstellung den unglaublichen Schrecken, den die aktuelle Situation in Japan auf jeden einzelnen von uns ausübt, simulieren oder einfangen. Die Katastrophe in Fukushima hat jetzt schon mehr bewirkt, als alle fiktiven Geschichten, Verfilmungen oder Spiele. Sie hat unglaublich viele Menschen zum Nachdenken angeregt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fürchte, dass auch das nicht von langanhaltender Wirkung sein wird. Wenn nicht globale Entscheidungen kleinen regionalen Muratorien folgen und wenn die Folgen vor der eigenen Haustüre nicht relevant sind, wird auch dieser Schock genauso schnell im Wirbel der Werbemaschinerie fortgewischt werden.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Egal wie das Ganze jetzt ausgeht, möchte ich auf die Kraft politisch motivierter Science Fiction nicht verzichten. Wenn die Geschichten auch in der Masse des Konsumviehs nicht viel bewegen, sind sie trotzdem ein wichtiger und guter Beitrag. Ich bitte nur um eines, versucht zu differenzieren zwischen wirklich guten Endzeitszenarien und dem bloßen Hintergrund für Ego-Shooter oder der heroisierten, idealisierten Film-Endzeit, in der Männer noch Männer sein können. Politisch motivierte SF ist anders, sie ist viel näher an Fukushima und an der schrecklichen Realität unserer kapitalistischen Gesellschaft, die das &#8220;Restrisiko&#8221; geringer als den Ertrag schätzt und in der Plutonium in Entsorgungsparks endgelagert wird, die von kernkraftgetriebenen Landschaftsgärtner-Robotern gepflegt werden.</p>
<h3 style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;">Drei aktuelle Lese-Empfehlungen</h3>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><a href="http://www.comicdealer.de/buecher/metro-2033/" target="_blank"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3477" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="metro2033" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/metro2033-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />&#8220;Metro 2033&#8243;</a> von Dmitry Glukhovsky, ist ein aktueller Roman, der die Schrecken einer postatomaren Gesellschaft wirklich gut einfängt. Die Bilder, die beim Lesen vor dem inneren Auge entstehend sind düster und erschreckend. Auch wenn es eine Umsetzung als Computerspiel gibt, ist der Roman alles andere als oberflächlich und auf die Action reduziert.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3478" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="menschen" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/menschen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />&#8220;Als es noch Menschen gab&#8221; von Clifford D. Simak, bei Heyne in der Reihe Meisterwerke der SF als aktuelle Auflage erhältlich, ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich thematisch zu einem Ganzen verknüpfen. Acht Stories und der Epilog erzählen aus einer Zeit lange nach der Menschheit unsere Geschichte. Der Episodenroman ist nicht in diesem Sinne ein Nachkatastrophenroman, aber trotzdem ein beeindruckendes Endzeitepos. Viele Aspekte meines oben gesagten treffen auch darauf zu und ich finde dieses &#8220;Meisterwerk&#8221; in jedem Fall wichtig und lesenswert.</p>
<p style="text-align: justify; margin-bottom: 1.0cm;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3479" style="margin-left: 2px; margin-right: 2px;" title="strasse" src="http://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/strasse-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />&#8220;Die Straße&#8221; von Cormac McCarthy sollte jeder gelesen haben. Der wie ein Road-Movie gehaltene Roman von 2006 ist einer der besten Endzeitromane, die ich je gelesen habe. McCarthy gelingt es die Reise von Vater und Sohn durch die zerstörte Welt so eindrucksvoll zu schildern, dass man beim Lesen immer wieder einhalten muß, um das Gelesene zu verdauen. Die Reise ist ein Weg durch eine Endzeit-Film-Kulisse, kommt aber ohne viel Action aus und schöpft die Kraft eher aus inneren Monologen und ruhigen, gewaltigen Bildern. Einfach beeindruckend und gewaltig. Nur bitte lest das Buch nicht, wenn ihr gerade schlecht drauf seid.</p>
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