Horror

Wunschzettel – Bücher vom Weihnachtsmann

5. Dezember 2016 10 Stimmen

Zu meinen Buchtipps gilt natürlich der gleiche Hinweis, wie bei den Spielen. Um weitere Tipps und Rezis zu lesen ist es das Einfachste, unter den Rubriken der jeweiligen Autoren zu suchen. Bei Hermkes Tips findet ihr jede Menge Klassiker. In Horsts Bibliothek gibt es viel zu stöbern für Freunde des Besonderen und jede Menge Infos zu aktuellen Erscheinungen. Oli L. versorgt euch nicht nur mit Infos zu Superhelden Klassikern, in seiner Bücherecke teilt er auch seine profunde Kenntnis zu phantastischen Romanen. Außerdem gibt natürlich auch hier die Rubrik Tops und Flops Auskunft über ähnliche Listen vergangener Jahre.

Den Anfang bei den diesjährigen Buchtipps zum Fest machen Klassiker. Nach langer Zeit endlich wieder aufgelegte Highlights…

uebungseffekt

Witzige Science Fantasy aus den 80ern – Der Übungseffekt

Zuerst mal war ich überrascht, diesen Roman von David Brin nicht in der Rubrik Hermkes Tips finden zu können. Hermke hat das Buch sehr oft empfohlen und auch unsere antiquarischen Verkaufszahlen waren sehr hoch, obwohl „Der Übungseffekt“ wirklich selten geworden war.

Brin kennt man in erster Linie durch sein Uplift Universum. Spannungsgeladene, ernsthafte Science Fiction in einem Universum voll genetisch manipulierter, gelifteter Rassen, die in Intrigen und Kriege um die Vorherrschaft verstrickt sind. Ein Teil der insgesamt sechs Romane ist auch lieferbar.

Ganz anders sein Einzelband „Der Übungseffekt„. Hier hat sich David Brin eher der humoresken SF zugewandt. Der Held seiner Geschichte, ein Physikstudent, landet, direkt aus dem Hörsaal, mit Hilfe zievatronischer Technik auf einer fremden Welt – mit völlig anderen Naturgesetzen. Insbesondere des Übungseffektes, der für den wissenschaftlich Geschulten anfangs schwer zu begreifen ist. In dieser Welt werden Gegenstände durch Gebrauch verbessert, nicht wie wir es kennen abgenutzt.

Aus dieser Grundidee strickt Brin ein witziges Fantasy / SF Abenteuer. Easy zu lesen und sicher nicht anspruchsvoll aber einfach unheimlich unterhaltsam. Schön, dass es das wieder gibt.

Der Übungseffekt von David Brin verlegt bei Heyne für  € 9,99

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5. Dezember 2016 10 Stimmen

Zu meinen Buchtipps gilt natürlich der gleiche Hinweis, wie bei den Spielen. Um weitere Tipps und Rezis zu lesen ist es das Einfachste, unter den Rubriken der jeweiligen Autoren zu suchen. Bei Hermkes Tips findet ihr jede Menge Klassiker. In Horsts Bibliothek gibt es viel zu stöbern für Freunde des Besonderen und jede Menge Infos weiterlesen…

Camp Ausgabe 2

29. Juli 2016 5 Stimmen

Camp2CAMP – Ausgabe 2 / 2016
Magazin für Comic, Illustration und Trivialkultur
Edition Alfons im Verlag Volker Hamann
(Keine ISBN) VK 15,00 Euro

Im Mai 2016, gerade rechtzeitig zum Erlangener Comic Salon, ist die neueste, langerwartete Nummer 2 von CAMP erschienen. Wie sich bereits in der hervorragenden ersten Ausgabe abzeichnete, entwickelt sich CAMP zu einem unverzichtbaren Übersichtswerk, in dem nicht nur Nostalgiker eine herrlich breitgestreute Berichterstattung über die ungeheure Vielfalt vorfinden, die sich im Dreieck von „Comic, Illustration und Trivialkultur“ in den letzten einhundert Jahren ausgeprägt hat.
Die Herausgeber Volker Hamann und Matthias Hofmann sorgen für die Kontinuität, viele bekannte und neugewonnene Beiträger für die Qualität der Artikel – und das preiswürdige Layout macht den Leser/Betrachter vom ersten Aufschlagen des Heftes an staunen ob solcher Schönheit. Egal ob es sich um die Bilderstrecken über den englischen Cover-Künstler Bruce Pennington oder die Berliner Designerin und Illustratorin Ilse Wende-Lungershausen handelt, oder „nur“ um die luftig mit viel Freiflächen gestalteten Artikel über den Kolportageautor Robert Kraft (von Heinz J. Galle), die derzeitige Pippi-Langstrumpf-Rezeption (von Mechthild Wiesner), die erste US-amerikanische Science-Fiction-Fantruppe der „Futurians“ (von Matthias Hofmann) oder die, intime Kenntnisse verratenden Essays über Comic-Legenden wie „Turok“ (von Alberto Becattini), „Häuptling Feuerauge“ (von Daniel Wamsler) und „Krazy Cat“ (von Jeet Heer), immer blättert man zuerst begeistert ein paar Seiten weiter, bevor man sich zur Lektüre zum Anfang zurück bequemt.
Für Kunden und Freunde der ROMAN-BOUTIQUE enthält das Heft noch ein ganz besonderes „Zuckerchen“ in Form eines Artikels über Science-Fiction-Altmeister Theodore Sturgeon, der seinen Beginn in einer von Hermkes Wühlkisten nimmt …
Zwischen den Heften 1 und 2 lagen zwei Jahre – die überbordente Menge an interessantem Lese- und Anschau-Material in Ausgabe 2 würde vermutlich auch wieder für zwei Jahre reichen, die Gier nach mehr solch toller Geschichten über den Stoff, der unser Herz erwärmt, lässt jedoch auf eine schnellere Veröffentlichungsfrequenz hoffen.

Horst Illmer

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Camp 2 /2016
im Webshop oder via e-mail im Laden…

29. Juli 2016 5 Stimmen

CAMP – Ausgabe 2 / 2016 Magazin für Comic, Illustration und Trivialkultur Edition Alfons im Verlag Volker Hamann (Keine ISBN) VK 15,00 Euro Im Mai 2016, gerade rechtzeitig zum Erlangener Comic Salon, ist die neueste, langerwartete Nummer 2 von CAMP erschienen. Wie sich bereits in der hervorragenden ersten Ausgabe abzeichnete, entwickelt sich CAMP zu einem weiterlesen…

Zum Tode Malte S. Sembtens

25. April 2016   noch keine Stimmen

Am Nachmittag des 22. April ist Malte S. Sembten im Alter von 50 Jahren verstorben. Als ich Tags darauf von seinem Ableben erfuhr, hat mich das kalt erwischt. Ich kann nicht behaupten, dass Malte und ich enge Freunde gewesen sind. Wir haben uns nicht einmal persönlich gekannt und waren in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung. Unsere Kommunikation erfolgte ausschließlich über soziale Netzwerke. Sembten war mitunter ein streitbarer Gesprächspartner. Aber auch einer, der über ein großes Interesse und Wissen an der unheimlichen Phantastik verfügte. Das führte zu einigen informativen und kurzweiligen Unterhaltungen. Außerdem stand er mir gelegentlich als geduldiger Ansprechpartner zur Verfügung, wenn ich für einen Artikel für comicdealer.de recherchiert habe. Dafür ziehe ich meinen Hut.
In der deutschen Phantastikszene machte sich Sembten seit 1980ern einen Namen als Herausgaber, Illustrator und Verfasser unheimlicher Geschichten. Seine erste Story wurde 1990 in einer Anthologie veröffentlicht. Er war gemeinsam mit Uwe Voehl und Uwe Sommerlad für das Fanzine Necropolitan verantwortlich. Seine erste eigene Kurzgeschichtensammlung Hippokratische Gesichter erschien 1996 in Frank Festas Edition Metzengerstein. Für Festa hat er in den letzten Jahren die Übersetzung der gesammelten Werke Clark Ashton Smiths übernommen. Sembten gehörte neben Michael Siefener und „Eddie“ M. Angerhuber zur Speerspitze anspruchsvoller deutschsprachiger Horrorliteratur. Die hiesige Szene verliert mit ihm eine ihrer interessantesten Stimmen.

25. April 2016   noch keine Stimmen

Am Nachmittag des 22. April ist Malte S. Sembten im Alter von 50 Jahren verstorben. Als ich Tags darauf von seinem Ableben erfuhr, hat mich das kalt erwischt. Ich kann nicht behaupten, dass Malte und ich enge Freunde gewesen sind. Wir haben uns nicht einmal persönlich gekannt und waren in vielen Dingen unterschiedlicher Meinung. Unsere weiterlesen…

Danke Tom!

17. März 2016   noch keine Stimmen

Tom Finn 01Sehr schöner Abend. Tom las im Licht einer ektoplasmatisch, grün erleuchteten Gieskanne. Stimmungsvoll, gut ausgewählt und toll vorgetragen.

Zuerst Aquarius, ein Mystery Thriller im hohen Norden, dann Schwarze Tränen, eine Urban Fantasy Story, die sich am Faust Thema anlehnt. Sein pointierter Vortrag  der witzigen Szene hat uns zu Lachsalven getrieben. Wahnsinn. Gerade diesen Band hatte ich noch nicht gelesen. Muss ich unbedingt nachholen…

Tom Finn 04Die anschließenden Spoiler aus seinen erst im Sommer diesen Jahres erscheinenden Werken Dark Wood und Mordstrand haben mir auch wieder extrem viel Lust auf seine neuesten Werke gemacht.

Für uns war auch unser anschließendes Gespräch informativ und erhellend. Es ist mal schön, die Buchhandelszusammenhänge aus Autorensicht zu erfahren. Klar können wir auch viele Entwicklungen und Zusammenhänge erkennen, die wir aus kaufmännischer Sicht und aus Sicht unseres sehr spezialisierten Ladens betrachten. Aber andere Blickwinkel ergänzen unsere Sichtweise nicht nur, sondern stellen auch manche Dinge in ein ganz neues Licht. (Damit meine ich jetzt nicht das ektoplasmatische Leuchten der Gieskanne 😉 )

Tom ist eine echte Stimmungskanone. Seit seinem letzten Besuch bei uns waren zehn Jahre vergangen. Schon damals, bei unseren Brot und Spiele Veranstaltungen, war seine Performance der Hammer. Vor allem aber ist Tom einfach ein klasse Typ. Nett, offen, unterhaltsam und mit der Sprachgewalt einer Gatling Gun ausgestattet ;-). Wir freuen uns, möglichst bald mal wieder was mit ihm auf die Beine zu stellen. Vielleicht ja bei einer kommenden Rollenspiel Veranstaltung?

In der Galerie gibts auch noch ein paar Bilder. natürlich nicht so viele, wie bei anderen Veranstaltungen, aber wer Lust hat, kann ja mal schauen…

17. März 2016   noch keine Stimmen

Sehr schöner Abend. Tom las im Licht einer ektoplasmatisch, grün erleuchteten Gieskanne. Stimmungsvoll, gut ausgewählt und toll vorgetragen. Zuerst Aquarius, ein Mystery Thriller im hohen Norden, dann Schwarze Tränen, eine Urban Fantasy Story, die sich am Faust Thema anlehnt. Sein pointierter Vortrag  der witzigen Szene hat uns zu Lachsalven getrieben. Wahnsinn. Gerade diesen Band hatte weiterlesen…

Veranstaltungen in naher Zukunft Update 04.03.2016

4. März 2016   noch keine Stimmen

Zum Gratis Rollenspiel Tag 19.03.2016:

Gratis Rollenspiel TagMit von der Partie wird auch wieder Rollenspieler-Autor und Local Hero Mr. John sein. Mr. John hat schon eine lange Reihe von Publikationen für diverse Rollenspiel-Systeme wie Das Schwarze Auge, Myranor und Space 1889 veröffentlicht oder redaktionell betreut und beschäftigt sich derzeit hauptsächlich mit der Welt von Splittermond. Dort wird auch in Kürze sein neuestes Abenteuermodul mit dem Titel „Im Zeichen der Schlange“ erscheinen. Er wird bei uns in Würzburg auf dem Gratis-Rollenspieltag am Vormittag im Laden einen Workshop anbieten und über die Geheimnisse der erfolgreichen Entwicklung eines neuen Rollenspielsystems für den deutschen Markt aus dem Nähkästchen erzählen und Einblicke hinter die Kulissen von „Splittermond“ geben.

Zur Parallel-Veranstaltung in SW 19.-20-03.2016:

Ork ConIch hab grad noch einen ausführlichen Beitrag zur Ork Con hochgestellt. Wer also mehr wissen will, kann diesem Link folgen…
ansonsten gibts hier noch ein paar Hinweise zum Ablauf:
– 32 Stunden nonstop Samstag 10 uhr – Sonntag 18 uhr 19.-20.03.16
– Turniere: Warmachine Hordes, Magic the Gathering, Yu-Gi-Oh Trading Card
– Tombola mit vielen Preisen
– Warme Küche, Kaffee-Flat in Verbindung mit einer Tasse, verschiedene Kuchen, Frühstück-Angebot am Sonntag
– Für Schlafgelegenheit bietet das Jugendhaus einzelne Räume und diverse Sofas
– Besondere Spielrunden:
>> Dungeonslayer for Kids: Einfrührungsrunde mit Uhrwerk-Support und für sehr junge Spieler gedacht
>> Nachts ab 23 uhr Werwölfe vom Düsterwald

Und vorher ist noch Cave Con 11.-13.03.2016:

Cave ConÜber die Cave Con haben wir hier schon zur Genüge geschrieben. Wie jedes Jahr freuen wir uns auf diese Traditionsveranstaltung im schönen Aschaffenburg. Diesmal mischt wieder ein guter alter Bekannter aus vergangenen Tagen mit. Werner Krebs, der die Cave Con überhaupt erst möglich gemacht hat. Da freu ich mich persönlich doch sehr…
Natürlich werden wir wieder mit einem Stand vor Ort vertreten sein. Mit aktuellen Rollenspielprodukten und einer ganzen Menge Schnäppchen und längst vergriffener Titel. Gute Laune und Brettspiele zum ausprobieren sind natürlich wie immer im Gepäck…

Und nicht vergessen, Thomas Finn signiert 16.03.2016:

TomFinnNeben all diesen Rollenspiel-Events dürft ihr den Mittwoch nicht vergessen! Da kommt Thomas Finn für eine Lesung zu uns. Super Erzähler, toller Typ, Spitzen-Autor und natürlich auch Rollenspieler und Autor diverser Rollenspiel Produkte…

4. März 2016   noch keine Stimmen

Zum Gratis Rollenspiel Tag 19.03.2016: Mit von der Partie wird auch wieder Rollenspieler-Autor und Local Hero Mr. John sein. Mr. John hat schon eine lange Reihe von Publikationen für diverse Rollenspiel-Systeme wie Das Schwarze Auge, Myranor und Space 1889 veröffentlicht oder redaktionell betreut und beschäftigt sich derzeit hauptsächlich mit der Welt von Splittermond. Dort wird weiterlesen…

Tom Finn liest in Hermkes Romanboutique

1. März 2016   noch keine Stimmen

Tom bei Brot & Spiele 2004

Einen relativ kurzentschlossenen Termin habe ich noch für euch. Besonders wichtig, besonders erfreulich und eben echt kurzfristig – deswegen jetzt auch dieser exponierte Beitrag 😉 – trotz der sonstigen Flut an Veranstaltungen…

Viele von euch können sich noch an unsere Brot & Spiele Veranstaltungen erinnern. Damals hatten wir im Rahmenprogramm einige Lesungen eben dieses Thomas „Tom“ Finn. Alle, die ihn damals erlebt haben, werden meine Begeisterung teilen. Toller „Stargast“, wahnsinnig sympathischer Mensch, und begnadeter Vorleser (Seine Lesung aus „Funke des Chronos“ werde ich nie vergessen) und Referent. Unterhaltsame und gehaltvolle Workshops und tolle Lesestunden, die im Gedächtnis bleiben.
AquariusMittlerweile hat Tom sein Repertoire an Romanen um einiges erweitert. Fantasy, Science Fiction, Jugendbücher, Urban Fantasy und jetzt auch Krimis. Tom muss sich keinesfalls hinter anderen deutschen Größen der Phantastik verstecken und – und das vor allem – er ist einfach ein begnadeter Vorleser.

Ihr könnt euch also auf einen unterhaltsamen Abend mit Tom freuen. Die Lesung findet am Mittwoch, 16. März ab 18:00 Uhr hier bei uns statt. Wir arbeiten gerade noch an einer Ausweichlocation in der AMV. Das wäre dann ja genau gegenüber, also auch kurzfristig kein Problem – nur für den Fall, dass es sonst hier zu voll wird…

Wie auch immer, kommt und lasst euch überraschen. Tom wird euch in den Bann ziehen!

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1. März 2016   noch keine Stimmen

Einen relativ kurzentschlossenen Termin habe ich noch für euch. Besonders wichtig, besonders erfreulich und eben echt kurzfristig – deswegen jetzt auch dieser exponierte Beitrag 😉 – trotz der sonstigen Flut an Veranstaltungen… Viele von euch können sich noch an unsere Brot & Spiele Veranstaltungen erinnern. Damals hatten wir im Rahmenprogramm einige Lesungen eben dieses Thomas weiterlesen…

Verlagsprospekte 2016, die Erste

19. Februar 2016   noch keine Stimmen

Ja, der Gerd. Kaum ist es mal wieder an der Zeit, sich durch die Verlagsprospekte zu wühlen, ist er griesgrämig und zum stänkern aufgelegt. Ja, ich habs mal wieder auf den letzten Drücker angegangen, aber ihr wisst ja: Weihnachtszeit, dann Urlaube, dann schon die ersten Veranstaltungen planen… so richtig Zeit ist da einfach nicht. Umso erfreulicher, dass ich bei Klett Cotta, was ich mir zuerst zur Brust genommen habe, ein Licht am Ende des Tunnels sehe ;-).

KöniginimExil

Positiver als erwartet…
läuft der Einstieg in den ersten Bestell-Marathon 2016… Immerhin ist ein neuer Kevin Hearne dabei. Die Chroniken des Eisernen Druiden gehen also schnell weiter. Außerdem gibt es ein nette kleine Edition mit hübsch aufgemachten Tolkien Geschichten und Märchen. Klett Cotta ist halt in erster Linie der Tolkien Verlag und da bin ich um hübsche Bändchen im Geschenkformat gar nicht so böse… Wirklich nett gemacht. Dann kommt jetzt bald im Paperback – auch bei Hobbit Presse – direkt, Tad Williams erster Bobby Dollar und der erste Band der Rabenschatten Trilogie von Anthony Ryan. .

Wüstenplanet

Aber dann kommt gleich der Hammer…
Noch im Kopf, wie ich mich beim letzten mal über die Blausteinkriege, die „das deutsche Game of Thrones“ wären, lustig gemacht habe? Da wurden die Orgels mit der creme de la creme aktueller Fantasyautoren gleichgestellt und ihr neues Werk mit dem aktuell wohl eindeutig bestverkauftem Fantasyspektakel. Nichts gegen die Brüder, aber sowas ist einfach platt und dumm. Müssen es immer die die stereotypen Vergleiche sein, die den Herrschaften vom Marketing einfallen? Früher gabs Frau MZB und Herrn JRR Tolkien, jetzt ist es halt GRRM. Mehr kennen die halt nicht, weil mehr nicht in den Bestseller-fixierten Köpfen auftaucht. Deswegen haben wir jetzt auch gleich „die deutsche Antwort auf George R.R. Martin“: Herr Tom Grimm. Kinder, ich lese beileibe nicht JEDES Buch, aber schon ganz schön viel. Und kennen tu ich auch so Manches, aber über den Namen bin ich NOCH NIE gestolpert. Das heißt ja nicht, dass das Buch nicht gut sein kann, aber BITTE, was soll der SCHEISS? Ich bin ja eigentlich sogar recht sauer auf George R.R., aber muss man jeden §%&**#newb mit einem der Altmeister vergleichen? Vielleicht ist ANTWORT doch ein wenig plakativ gewählt? FERNES ECHO wäre vielleicht passender, oder LEISES RAUSCHEN? Und übrigens, wenn ihr schon sonst nix im Programm habt, was zieht, als diesen Namen – und ihr jetzt auch noch die Hardcoverausgabe von GRRM zum Zugpferd macht – dann schreibt wenigstens keine Unwahrheiten. ZUM ERSTEN MAL ALS UNGETEILTE AUSGABE ist halt einfach mal falsch. Ihr könnt ja mal nachschauen, was die liebevoll gestaltete und von Anfang an ungeteilte Ausgabe von FanPro so im Netz bringt… Die waren das übrigens auch, die seinen Stellenwert lang vor eurer Zeitrechnung schon begriffen hatten… Kurz zur Erinnerung: FanPro (1983-2012) hat schon 1986 Armageddon Rock verlegt, übrigens brilliant übersetzt vom visionären Verleger Werner Fuch. Außerdem unter anderem Die Flamme erlischt, Sturm über Windhaven und Fiebertraum. Penhaligon (2008-heute) 2016 gibts dann die vollständig überarbeitet Neuauflage von Die Flamme erlischt. Da hab ich fast ein wenig Angst, denn auch das war super von Hernn Fuchs ins Deutsche übertragen. Zum kleinen Trost steht er trotz überarbeiteter Ausgabe dort immer noch als Übersetzter. Da kann man wenigstens hoffen, dass er noch ein paar Kröten für sich abzwacken konnte und dass das Ganze auch nicht zu einem Debakel wird, wie Herrn Kreges unglückliche Verbesserung zum Herrn der Ringe oder die wie Sauerbier angepriesene Neuübersetzung der Pratchett-Klassiker…

NICHTS

Und dann folgen viele Enttäuschungen…
Was am besten beschreibt, wie ich mich am Ende der Einpflege der neuen Verlagsprogramme in unsere Datenbank fühle, ist NICHTS. Denn das ist das Gefühl, das sich nach vielen Tagen Prospekte eingeben einstellt. Das Gefühl, fast NICHTS vorweisen zu können. Meine Bestellformulare waren noch nie so leer, wie nach diesem Verlagsprogramm. Irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich euch diesmal anpreisen soll, bzw auf welche Titel ich mich selbst so richtig freue. Schön ist, dass von dieser Schwindsucht auch ungeliebte Randbereiche betroffen sind, die uns eh mehr Verwaltungsaufwand beschert haben, als Umsatz – geschweige denn Gewinn. Traurig aber ist, dass es außer ein paar „Vielleichts“ und „Könnte“ kaum ein Buch gibt, dass mich schon im Vorfeld wirklich begeistert. Klar zwei drei wichtige Fortsetzungen, zwei drei Hoffnungsschimmer aber insgesamt einfach viel zu wenig und dann noch aufgewärmter Käse, lieblos angerichtet. Da fehlt mir der Appetit.

Metro 2035

Heyne scheint nicht ganz verloren…
…oder auch der letzte Prospekt schließt einen versöhnlichen Bogen zum positiven Beginn.
Nachdem ich mich durch fast einen Meter Papier gewühlt habe und dabei immer genervter geworden bin, hatte ich bei meinem letzten Prospekt eigentlich blanken Ärger erwartet. Ihr erinnert euch noch an mein Pamphlet vom letzten Jahr? Da hab ich viel auf Piper und Kleinverlage gesetzt. Leider ist da entweder Sand im Getriebe oder die Luft schon wieder raus. Dafür hat mein letztjähriger „Feind“ Heyne ein ganz respektables Programm auf die Beine gestellt. Zumindest im SF Bereich gibts ein paar ganz nette Titel und nicht nur Drittvermarktungen und Belangloses…
Wirklich erwartete Fortsetzungen – Ja, ich freu mich auf den nächsten Band aus dem Expanse Universum von James Corey und ja, auch auf Metro 2035 von Herrn Glukhovsky bin ich echt gespannt.
Mutige Ausgaben neuer Autoren – Und wenn man dann erstmal ein paar „Freufreu“ Titel gefunden hat, liest sich auch der Rest viel angenehmer und positiver. Ja, ich denke auch, dass es einfach noch okay ist, von einem kommenden großen SF Debut zu schreiben. Das nett präsentiert und gut verpackt, Lust aufs lesen macht. „Unsterblich“ von Jens Lubbadeh wirkt zumindest im Prospekt echt stimmig und so, als könnte man sich darauf freuen. Man ist dann einfach gnädiger und kann schon mal darüber hinwegsehen, dass Herr Corey mit dem peinlichen Zitat beworben wird: „James Coreys Saga ist das Game of Thrones der Science-Fiction!“ (NPR Books).
Schöne Werksausgaben – Irgendwie haben die das jetzt auch geschnallt, mit den Klassikern und der einheitlichen Aufmachung. Ich kauf einfach gerne die aktuelle Ausgabe der Heinlein oder Asimov Bände. Weil sie stimmig und hübsch sind. Hoffentlich wird sowas auch gepflegt und nicht allzu früh wieder Lückenhaft…
Sogar die Sammelbände sind sinnig – Dass die Metro Reihe auch außerhalb der (mittlerweile) drei Bände noch gut zu lesen ist, schlägt sich verkaufstechnisch leider nicht ganz so nieder. Sinnvoll, dass die echt coolen St. Petersburg Bände jetzt im erschwinglichen Sammelband rauskommen. Auch Scalzis Krieg der Klone ist für knapp 15 Euronen wirklich wertiges Lesefutter…

Warum auch immer, vielleicht hat ja doch mal irgendwer irgendwas verstanden (oder einfach nur mein Genöle im letzten Jahr gelesen 😉 ) – in jedem Fall ist das Programm, das uns Heyne dieses Halbjahr vorlegt, ein Hoffnungsschimmer. Kein Vergleich mit dem letzten und fast schon wieder wirklich gut. (Jaja, könnt ihr jetzt ruhig auch lesen 🙂 )

Euer Gerd

19. Februar 2016   noch keine Stimmen

Ja, der Gerd. Kaum ist es mal wieder an der Zeit, sich durch die Verlagsprospekte zu wühlen, ist er griesgrämig und zum stänkern aufgelegt. Ja, ich habs mal wieder auf den letzten Drücker angegangen, aber ihr wisst ja: Weihnachtszeit, dann Urlaube, dann schon die ersten Veranstaltungen planen… so richtig Zeit ist da einfach nicht. Umso weiterlesen…

Kleines Sammelsurium KW 43 neue Bücher verschiedener Verlage

21. Oktober 2015   noch keine Stimmen

Bestie

Festa Verlag
SMITH, CLARK ASHTON: LOVECRAFTS BIBLIOTHEK DES SCHRECKENS HC #37 GESAMMELTE ERZÄHLUNGEN BAND 4: DIE BESTIE VON AVEROIGNE € 28,00

Heyne Verlag
HAIG, FRANCESCA: OMEGA TRILOGIE – DAS FEUERZEICHEN HC   € 16,99
SANDERSON, BRANDON: RECKONERS TRILOGIE HC #2 FIREFIGHT € 17,99

Unitall Verlag
REN DHARK UNITALL #29 DAS CAPGRAS-SYNDROM € 12,90
REN DHARK WEG INS WELTALL #57 FORSCHER OHNE GEWISSEN € 16,90

21. Oktober 2015   noch keine Stimmen

Festa Verlag SMITH, CLARK ASHTON: LOVECRAFTS BIBLIOTHEK DES SCHRECKENS HC #37 GESAMMELTE ERZÄHLUNGEN BAND 4: DIE BESTIE VON AVEROIGNE € 28,00 Heyne Verlag HAIG, FRANCESCA: OMEGA TRILOGIE – DAS FEUERZEICHEN HC   € 16,99 SANDERSON, BRANDON: RECKONERS TRILOGIE HC #2 FIREFIGHT € 17,99 Unitall Verlag REN DHARK UNITALL #29 DAS CAPGRAS-SYNDROM € 12,90 REN DHARK WEG weiterlesen…

Finderlohn

2. Oktober 2015   noch keine Stimmen

KingStephen King
FINDERLOHN. Roman.
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
(OT: Finders Keepers / 2015)
München, Heyne, 2015, 541 S.
ISBN 978-3-453-27009-1

FINDERLOHN beginnt mit einem Mord aus Leidenschaft, aus Leidenschaft für Jimmy Gold, den Anti-Helden einer höchst erfolgreichen Roman-Trilogie, den sein Autor John Rothstein schon vor Jahrzehnten ad acta gelegt hat. Noch schlimmer: Rothstein hat Jimmy Gold zu einem amerikanischen Durchschnittsspießer gemacht, was ihm sein größter Fan, der Kleinkriminelle Morris Bellamy, nie verziehen hat. Bei einem Einbruch in Rothsteins Haus erbeutet Bellamy über 100 Notizbücher, doch bevor er dazu kommt, sie zu lesen, wird er wegen eines ganz anderen Verbrechens verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
Als er 35 Jahre später schließlich auf Bewährung freikommt, will er nur noch die damals gut versteckten Notizbücher holen und endlich erfahren, was Rothstein in seinen letzten Lebensjahren aufgeschrieben hat. Doch inzwischen hat ein anderer diesen Schatz entdeckt – und obwohl Peter Saubers erst Siebzehn ist und noch zur Schule geht, ist er von Rothstein und Jimmy Gold mindestens genauso fasziniert wie Morris Bellamy. Es beginnt ein Kampf um die Manuskripte, der mit ungleichen Mitteln geführt wird – und bei dem es sehr schnell um Leben und Tod geht …

FINDERLOHN ist als Mittelband einer Trilogie angelegt, zeigt jedoch keine der Schwächen, die solche „Zwischenstücke“ sonst an sich zu haben pflegen. Geschickt vermeidet Stephen King es, dass man sich einfach in einem weiteren Kapitel aus MR MERCEDES wähnt, indem er FINDERLOHN im ersten Drittel mit einem komplett neuen Personal ausstattet. Der Ex-Polizist Bill Hodges, dem die Trilogie ihren Namen verdankt, tritt erst nach über einem Drittel der Geschichte erstmals in Erscheinung. Gleichermaßen meisterlich bereitet King sein Publikum auf die Weiterführung im nächsten Buch vor: man spürt irgendwo im Unterbewusstsein, dass da noch „offene Fragen“ sind, dass noch nicht alles erzählt ist – doch wohin die Reise geht bleibt unter der Oberfläche verborgen und dadurch erhöht sich der Reiz nur noch zusätzlich.

Verbrechen, Zeitgeschichte, phantastische Elemente und die Liebe zur Literatur – in FINDERLOHN findet man all dies, niedergeschrieben von einem der besten Geschichtenerzähler der Welt. Ein Buch, dessen Sog man sich nicht entziehen kann.

Horst Illmer

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2. Oktober 2015   noch keine Stimmen

Stephen King FINDERLOHN. Roman. Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt (OT: Finders Keepers / 2015) München, Heyne, 2015, 541 S. ISBN 978-3-453-27009-1 FINDERLOHN beginnt mit einem Mord aus Leidenschaft, aus Leidenschaft für Jimmy Gold, den Anti-Helden einer höchst erfolgreichen Roman-Trilogie, den sein Autor John Rothstein schon vor Jahrzehnten ad acta gelegt hat. Noch schlimmer: Rothstein weiterlesen…

Thomas Ligotti – Grimscribe: Sein Leben und Werk

26. August 2015 1 Stimme

Über Thomas Ligotti zu schreiben, stellt für mich stets eine gewisse Herausforderung dar. Zwar habe ich in einschlägigen Foren oder persönlichen Gesprächen schon das eine oder andere Wort über ihn verloren, aber an ein konzentriertes und ausführliches Statement habe ich mich bisher nicht gewagt. Zum Teil aus dem Gefühl heraus, „dem“ nicht gerecht zu werden. Aber auch aufgrund der Wirkung Ligottis Geschichten auf meine eigene Stimmung. Der 1953 in Detroit geborene Autor befleißigt sich einer fast schon poetischen Sprache, seine Geschichten sind zu einem guten Teil Spiegel seiner eigenen, dunkel gefärbten Weltsicht. Diese wiederum begründet sich in den psychischen Problemen Ligottis, bei dem eine bipolare Störung (manisch-depressive Störung) diagnostiziert wurde und der u. a. mit Agoraphobie („Platzangst“) und Anhedonie (die Unfähigkeit, Freude oder Lust zu empfinden) zu kämpfen hat. Das führt zu einer besonderen Atmosphäre in den Kurzgeschichten des zurückgezogen lebenden Schriftstellers, die im besten Sinne verstörend und dadurch vielfach erschreckender ist, als es die Blut- und Gewaltorgien einiger Kollegen Ligottis jemals sein werden. So ist er der einzige Autor, dessen Erzählungen ich bewusst nur in Maßen goutiere, da zu viel auf einen Schlag bei mir zu nicht zu verachtenden Stimmungseinbrüchen führt.

Ligotti wurde von einigen Lesern vorgeworfen, dass in seinen Stories nichts passiere. Diesen Vorwurf muss er sich zum Teil durchaus gefallen lassen. Im Vordergrund stehen Stimmung und Atmosphäre. Sprache wird bei ihm zu Emotion. Diese Gefühle sind seltsam, negativ, nihilistisch, mitunter kalt. Einen Teil dessen kann man in der ersten Staffel von TRUE DETECTIVE spüren, in der die Figur des Rust Cohle Ligottis quasiphilosophisches Werk THE CONSPIRACY AGAINST THE HUMAN RACE zum Teil wörtlich zitiert. Von Darsteller Matthew McConaughey kongenial umgesetzt, verleiht das der Serie eine herrlich bedrückende Stimmung, die in dieser Form in der zweiten Staffel nicht wieder erschaffen werden konnte. Was nun Ligottis schriftstellerisches Werk angeht, ist es nötig, sich auf ihn einlassen zu können. Diese Geschichten sind weder einfach zu lesen noch einfach zu verarbeiten. Wer sich auf das Wagnis Thomas Ligotti einlässt, wird mit anspruchsvollem und wohl formuliertem Horror konfrontiert, der noch lange nachdem der geneigte Leser das Buch aus der Hand gelegt hat, nachhallen wird.

GRIMSCRIBE: SEIN LEBEN UND WERK ist seit über zehn Jahren die erste Veröffentlichung eines Buchs von Ligotti in unseren Breitengraden, der auch über drei Jahrzehnte nach dem Erscheinen seiner ersten Geschichte noch immer einen Geheimtipp darstellt. Dass der Festa Verlag sich für GRIMSCRIBE und nicht etwa Ligottis erste Sammlung SONGS OF A DEAD DREAMER (ursprünglich 1985 erschienen) entschieden hat, mag sich als weise Entscheidung herausstellen. Nicht nur ist der Begriff Grimscribe untrennbar mit dem Autor verbunden, der hier gewissermaßen seine verschiedenen Stimmen vorstellt. Für viele Anhänger des Amerikaners ist diese Anthologie auch der Favorit unter seinen Büchern.

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26. August 2015 1 Stimme

Über Thomas Ligotti zu schreiben, stellt für mich stets eine gewisse Herausforderung dar. Zwar habe ich in einschlägigen Foren oder persönlichen Gesprächen schon das eine oder andere Wort über ihn verloren, aber an ein konzentriertes und ausführliches Statement habe ich mich bisher nicht gewagt. Zum Teil aus dem Gefühl heraus, „dem“ nicht gerecht zu werden. weiterlesen…

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