Science Fiction

NOVA Science-Fiction

von am 23. Juli 2018 noch kein Kommentar

Michael K. Iwoleit & Michael Haitel (Hrsg.)
NOVA Science-Fiction. Ausgabe 26
Murnau, p.machinery, 2018, 210 S.
ISBN 978-3-95765-136-5 / 13,90 Euro

Neuer Verlag (p.machinery), neuer Mitherausgeber (Michael Haitel), neues Redaktionsteam (u. a. Thomas Sieber), neue Gestaltung: die aktuelle Ausgabe 26 des seit mehr als fünfzehn Jahren erscheinenden Science-Fiction-Magazins NOVA wird ihrem Namen mehr als gerecht. Konstant geblieben sind Michael K. Iwoleit als Herausgeber und der Anspruch, gehaltvolle deutsche Science-Fiction-Geschichten zu präsentieren. Betrachten wir das Ergebnis so vieler Novitäten also einmal in Ruhe.
Ein kurzes Editorial von Redakteur Thomas Sieber zur Einführung und Erklärung weist nochmals auf das Primat der Stories in NOVA hin.
Diesmal sind es acht an der Zahl; die Beiträger (alles Männer) sind Herausgeber Iwoleit selbst, Altmeister Norbert Stöbbe, der Autor und Übersetzer Bernhard Kempen, sowie Moritz Greenman, Marc Späni, Thorsten Küper, Michael Friebel und Klaus Berger-Schwab. Die Themen reichen von Zeitreisen über Nano-Technologie, quantenphysikalische Paradoxe, Alien-Invasion, Erstkontakt mit Genderproblemen und Weltuntergängen durch alberne Streiche, bis hin zu fast unerträglich intensiven Einsichten in unser aller Älterwerden und der Tatsache, dass die Schere zwischen Arm und Reich auch in der Zukunft noch weit auseinanderklaffen wird.
Alles in allem eine zwar erwartbare Mischung, deren Lesbarkeit jedoch durchweg hoch ist und für sich genommen schon zu einer Empfehlung reicht.
Aber! Und das ist jetzt unter die Rubrik „echt dumm gelaufen“ einzuordnen: Nach den Kurzgeschichten kommt noch ein erweiterter Sekundärteil mit sechs Beiträgen (u. a. von und über drei Frauen) – und diese fünfzig Seiten sind einfach unfassbar gut!
Schon das Interview, das Sieber mit Professor Harald Lesch führte, ist einfach prima. Die beiden hatten viel Spaß und das Gespräch war wohl so ausführlich, dass nur der 1. Teil abgedruckt werden konnte (Teil 2 also in NOVA 27).
Dann untersucht Dirk Alt einen Text von Stanislaw Lem in einer Art, dass man sofort Lust auf mehr (sowohl von Alt als auch von Lem) bekommt.
Der Tod von Ursula K. Le Guin hat uns alle betroffen gemacht, umso tröstlicher ist es, dass hier gleich drei Beiträge versammelt sind, die den Abschied ein wenig leichter machen. Die Le Guin-Schülerin Vandana Singh schreibt auf sehr persönliche Weise über ihre gemeinsame Zeit in den Wäldern Oregons. Der englische Star-Autor Christopher Priest steuert seine Erinnerungen bei. Und dann hat es die NOVA-Crew tatsächlich geschafft und mit „Ich stelle mich vor“ einen bisher auf Deutsch unveröffentlichten autobiographischen Essay Le Guins ins Magazin bekommen!
Den Abschluss bildet ein Nachruf von mir auf die ebenfalls kürzlich verstorbene Kate Wilhelm.
Schaut einfach mal in das neue NOVA rein. Es wird euch gefallen.

Horst Illmer
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NOVA Science-Fiction 26
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23. Juli 2018 und noch kein Kommentar

Neuer Verlag (p.machinery), neuer Mitherausgeber (Michael Haitel), neues Redaktionsteam (u. a. Thomas Sieber), neue Gestaltung: die aktuelle Ausgabe 26 des seit mehr als fünfzehn Jahren erscheinenden Science-Fiction-Magazins NOVA wird ihrem Namen mehr als gerecht. Konstant geblieben sind Michael K. Iwoleit als Herausgeber und der Anspruch, gehaltvolle deutsche Science-Fiction-Geschichten zu präsentieren. Betrachten wir das Ergebnis so vieler Novitäten also einmal in Ruhe. weiterlesen…

Der dunkle Wald

von am 20. Mai 2018 noch kein Kommentar

Cixin Liu
DER DUNKLE WALD. Roman.
Aus dem Chinesischen von Karin Betz
(Heian Senlin / 2008)
München, Heyne, 2018, 815 Seiten
ISBN 978-3-453-31765-9

Eigentlich habe ich mich ganz schön geärgert darüber, dass es so lange gedauert hat, bis die Fortsetzung zu DIE DREI SONNEN endlich erschienen ist. Erstaunlicherweise hat sich diese ungebührliche Emotion jedoch nach der Lektüre der ersten paar Seiten von DER DUNKLE WALD verwandelt in eine Art von Beschämung über die unnötige Hast, die dabei im Spiel war.

Erinnern wir uns kurz: Am Ende von DIE DREI SONNEN war klar, dass die Erde Ziel einer Invasionsflotte von Trisolaris ist – und dass diese in etwa 400 (in Worten: vierhundert) Jahren eintreffen wird.

Genau damit „spielt“ Liu nun: Auch die Menschheit entwickelt einen „blinden Aktionismus“, macht Pläne, verwirft sie wieder, schwankt zwischen Hoffen und Bangen und blickt mit wachsender Verzweiflung in die Zukunft. Und das alles geschieht in den ersten Wochen, Monaten und Jahren nach dem vermuteten Start der Flotte.

Im 3. „Jahr der Krise“ beträgt der Abstand der Raumschiffe zum Sonnensystem 4,21 Lichtjahre, im „Jahr 8“ sind es 4,20 Lichtjahre, im „Jahr 20“ „nur“ noch 4,15 Lichtjahre – und damit sind wir in etwa in der Mitte von DER DUNKLE WALD angekommen und spätestens hier zeigt sich wie sinnlos Hast und überstürzter Aktionismus angesichts der Entfernungen im Weltraum und der relativen Geschwindigkeiten sind, die ein Raumfahrzeug erreichen kann. Geduld ist also nicht nur irgendeine Tugend, sondern beim Lesen dieser Trilogie wohl auch unumgänglich.

Zum Inhalt: Liu lässt seine Protagonisten diese chaotischen ersten Jahre sehr direkt und intensiv am eigenen Leib erleben, handelt es sich bei ihnen doch um die vier „Wandschauer“, die sich im Auftrag der UNO und des Weltverteidigungsrates „unkonventionelle“ Gedanken über eine mögliche Strategie machen sollen, mit der die Erde den eigentlich überlegenen Trisolariern doch noch Paroli bieten könnte. Ihnen gegenüber stehen die „Wandbrecher“ der ETO (Erde-Trisolaris Organisation), die als willfährige Helfer der Invasoren alles dafür tun, die Wandschauer-Ideen zu kontern.

Während der nächsten 200 Jahre geht es nun hin und her und am Ende verlassen wir den DUNKLEN WALD an jenem Punkt, an dem die Trisolarier die Hälfte der Strecke (und der Reisezeit) geschafft haben und noch 2,07 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt sind.

Und wir warten ruhig und emotionslos auf das Eintreffen des Feindes bzw. das Erscheinen des dritten Buches …
(Also auf, Heyne Verlag, mach hinne!)

Horst Illmer
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Der dunkle Wald
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20. Mai 2018 und noch kein Kommentar

Cixin Liu DER DUNKLE WALD. Roman. Aus dem Chinesischen von Karin Betz (Heian Senlin / 2008) München, Heyne, 2018, 815 Seiten ISBN 978-3-453-31765-9 Eigentlich habe ich mich ganz schön geärgert darüber, dass es so lange gedauert hat, bis die Fortsetzung zu DIE DREI SONNEN endlich weiterlesen…

Science Fiction Hall of Fame 2

von am 13. April 2018 Kommentare deaktiviert für Science Fiction Hall of Fame 2

Robert Silverberg (Hrsg.)
SCIENCE FICTION HALL OF FAME – DIE BESTEN STORYS 1948–1963.
Ü: Thomas Ziegler u. a., Vorwort: Hannes Riffel
(The Science Fiction Hall of Fame, Volume One, 1929–1964 / 1970)
München Berlin, Golkonda, 2018, 395 S.
ISBN 978-3-944720-56-2

Empfehlen möchte ich diesmal einen Titel, auf den wir ganz schön lange (eineinhalb Jahre) warten mussten. Aber es hat sich gelohnt.
Der zweite Teil der besten und wichtigsten Genre-Anthologie ist endlich erschienen: die von Robert Silverberg herausgegebene SCIENCE FICTION HALL OF FAME, diesmal mit den vierzehn besten Stories der Jahre 1948 bis 1963. Das Inhaltsverzeichnis liest sich erneut wie das Who-Is-Who der Science Fiction: Von Ray Bradbury bis Roger Zelazny sind über ein Dutzend hochrangige Meister der kurzen Form vertreten. Unter den Stories sind so bekannte Titel wie Arthur C. Clarkes „Die neun Milliarden Namen Gottes“, Daniel Keyes’ „Blumen für Algernon“ oder „Geliebtes Fahrenheit“ von Alfred Bester, aber auch einige selten nachgedruckte Geschichten wie Anthony Bouchers „Die Suche nach dem heiligen Aquin“ oder „Schöner Leben“ von Jerome Bixby. Und mit „Das Land der Sanftmütigen“ von Damon Knight liegt sogar eine deutsche Erstveröffentlichung vor.
Der Band ist, wie immer bei Golkonda, hervorragend ausgestattet und mit viel Liebe und Sorgfalt bearbeitet. Einige Geschichten wurden neu übersetzt, bei anderen wurden die vorhandenen Übertragungen mit den Originalausgaben abgeglichen und, wo nötig, überarbeitet.
Ex-Golkonda-Chef Hannes Riffel blickt in seiner „Vorbemerkung“ noch einmal voller Stolz auf dieses Projekt zurück, mit dem nun endlich erstmals die großartige Anthologie SCIENCE FICTION HALL OF FAME vollständig auf Deutsch vorliegt: in zwei Büchern mit zusammen achthundert Seiten, darin sechsundzwanzig Kurzgeschichten – und jede ein absolutes Meisterwerk! Mehr geht nun wirklich nicht.

Horst Illmer
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Science Fiction Hall of Fame 2 – Die besten Stories 1948-1963
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13. April 2018 und Kommentare deaktiviert für Science Fiction Hall of Fame 2

Robert Silverberg (Hrsg.) SCIENCE FICTION HALL OF FAME – DIE BESTEN STORYS 1948–1963. Ü: Thomas Ziegler u. a., Vorwort: Hannes Riffel (The Science Fiction Hall of Fame, Volume One, 1929–1964 / 1970) München Berlin, Golkonda, 2018, 395 S. ISBN 978-3-944720-56-2 Empfehlen möchte ich diesmal einen weiterlesen…

Robert Silverberg

von am 7. April 2018 Kommentare deaktiviert für Robert Silverberg

Uwe Anton
ROBERT SILVERBERG – ZEITEN DER WANDLUNG.
Mit einer Rede von Robert Silverberg sowie einer Bibliografie von Joachim Körber.
München Berlin, Memoranda/Golkonda, 2018, 510 Seiten
SF Personality, Band 26
ISBN 978-3-946503-30-9

Sind wir nicht alle Fans? Selbst etablierte Autoren und/oder Kritiker kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern haben mal „klein angefangen“. Diese Binsenwahrheit gilt gleichermaßen für das neue Buch von PERRY RHODAN-Autor Uwe Anton wie auch für den Gegenstand seiner Betrachtung, den amerikanischen Schriftsteller und Herausgeber (siehe weiter oben) Robert Silverberg.
Galt bisher der gute Isaac Asimov mit etwa 500 Büchern als „fleißigster“ Autor aus dem Bereich der Science Fiction, so ermittelt Anton für Silverberg lockere 600 Buchveröffentlichungen, von den mehr als 1.600 Kurzgeschichten ganz zu schweigen. Mehr als genug Material also, um einen 500-Seiten-Band zu füllen.
Unter dem Titel ROBERT SILVERBERG – ZEITEN DER WANDLUNG beschäftigt sich Anton im Band 26 der Reihe „SF Personality“ so ausführlich wie es derzeit nur möglich ist, mit dem Leben und vor allem dem Werk eines der ganz Großen der Science Fiction. Vorgestellt und besprochen werden fast alle Romane, die wichtigsten Sammelbände und herausragende Einzelgeschichten, die der 1935 in New York geborene Silverberg seit 1954 veröffentlicht hat. Aufgelockert wird diese Textflut durch mehrere hundert Abbildungen von deutschen und amerikanischen Buch-, Taschenbuch- und Magazin-Einbänden, und als hilfreiche Ergänzung hat Joachim Körber eine sechzig Seiten umfassende Bibliografie der deutschen Veröffentlichungen Silverbergs beigesteuert. Als i-Tüpfelchen gibt es dann noch die Ehrengastrede, die Robert Silverberg auf dem 1970 in Heidelberg abgehaltenen 28. Worldcon vortrug. Ein Buch (nicht nur) für Fans.

Horst Illmer
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Robert Silverberg – Zeiten der Wandlung
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7. April 2018 und Kommentare deaktiviert für Robert Silverberg

Uwe Anton ROBERT SILVERBERG – ZEITEN DER WANDLUNG. Mit einer Rede von Robert Silverberg sowie einer Bibliografie von Joachim Körber. München Berlin, Memoranda/Golkonda, 2018, 510 Seiten SF Personality, Band 26 ISBN 978-3-946503-30-9 Sind wir nicht alle Fans? Selbst etablierte Autoren und/oder Kritiker kommen ja nicht weiterlesen…

Fortschritt und Fiasko

von am 4. April 2018 Kommentare deaktiviert für Fortschritt und Fiasko

Hans Frey
FORTSCHRITT UND FIASKO.
Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction. Vom Vormärz bis zum Ende des Kaiserreichs 1810–1918.
München Berlin, Golkonda/Memoranda, 2018, 316 S.
ISBN 978-3-946503-32-3

Wir hier in Deutschland haben in Punkto Sekundärliteratur zur Science Fiction einen echt großen Nachholbedarf. Nicht nur, dass es hierzulande immer noch keinen vernünftigen Gesamtüberblick über das Genre gibt, auch die immerhin reichlich sprudelnden Einzeldarstellungen leiden meist an einer, den akademischen Gepflogenheiten geschuldeten, Nahezu-Unlesbarkeit.
Aber alle paar Jahre gibt es sie dann doch, die berühmte „Ausnahme von der Regel“. Dann schreibt ein deutscher Autor ein Buch, welches nicht nur von großer Sachkenntnis zeugt, sondern auch noch in einem so flüssigen, leserfreundlichen Stil daherkommt, dass es eine wahre Freude ist.
Im Frühjahr 2018 ist wieder ein solches Prachtstück erschienen. Es handelt sich dabei um FORTSCHRITT UND FIASKO, das neue Buch von Hans Frey, in dem der Germanist, Lehrer und Ex-Politiker die „ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction“ kritisch unter die Lupe nimmt.
Der untersuchte Zeitrahmen reicht „vom Vormärz bis zum Ende des Kaiserreichs“, umfasst also die Jahre zwischen 1810 und 1918. Besonders die erstgenannte Zahl lässt aufhorchen, startet die SF-Historie doch laut Brian W. Aldiss (siehe dessen MILLIARDEN-JAHRE-TRAUM) im Jahr 1818 mit dem Erscheinen von Mary W. Shelleys FRANKENSTEIN.
Frey beginnt sein Buch also gleich mit einer steilen These: Für ihn fängt die Science Fiction mit dem 1810 veröffentlichten Werk INI an, einem „Roman aus dem 21. Jahrhundert“, geschrieben von dem preußischen Landadeligen und Offizier Julius von Voß (1768–1832), der damit der „erste SF-Autor Deutschlands (und damit sogar der Welt)“ (S.21) ist.
In den folgenden Kapiteln stellt Frey anhand zahlreicher Belege dar, dass es in Deutschland auch schon vor Kurd Laßwitz eine breitgefächerte Beschäftigung mit genretypischen Themen wie Zeitreisen, Utopien, Androiden und Weltraumfahrten gab. Natürlich waren es auch bei uns die Verkaufserfolge der Bücher von Jules Verne, die ab etwa 1870 dazu führten, dass Schriftsteller (und nur ganz wenige Schriftstellerinnen) jeder politischen Färbung und literarischen Klasse sich in dem plötzlich boomenden Genre Science Fiction versuchten.
Über dreihundert gut geschriebene, kenntnisreiche Seiten hinweg entführt uns Frey in die Vergangenheit unserer Zukunft, die um so vieles reicher und (vor allen Dingen) politischer war, als wir bisher vermuteten. Literaturverzeichnis und Index erschließen den Band und erleichtern die Suche nach bestimmten Titeln.
Hans Frey hat mit diesem Buch gezeigt, dass es nicht nur möglich, sondern auch mehr als ergiebig ist, sich mit der Geschichte eines von der akademischen Philologie noch viel zu wenig beachteten Bereichs der Unterhaltungsliteratur zu beschäftigen. FORTSCHRITT UND FIASKO ist bereits mit dem Erscheinen zum unverzichtbaren Standardwerk geworden.
Holt es euch!

Horst Illmer
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Fortschritt und Fiasko
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4. April 2018 und Kommentare deaktiviert für Fortschritt und Fiasko

Hans Frey FORTSCHRITT UND FIASKO. Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction. Vom Vormärz bis zum Ende des Kaiserreichs 1810–1918. München Berlin, Golkonda/Memoranda, 2018, 316 S. ISBN 978-3-946503-32-3 Wir hier in Deutschland haben in Punkto Sekundärliteratur zur Science Fiction einen echt großen Nachholbedarf. Nicht weiterlesen…

PPM Auslieferung KW 13

von am 28. März 2018 Kommentare deaktiviert für PPM Auslieferung KW 13

Cross Cult
VAUGHAN, BRIAN K./STAPLES, FIONA: SAGA #8 € 22,00
VAN DEN BOOM, DIRK: REISE DER SCYTHE #1 ASZENDENZ € 16,00
GEORGE, DAVID R.: STAR TREK DEEP SPACE NINE VORHERRSCHAFT € 15,00

Zack Verlag
ZACK #226 HEFTSERIE € 7,90

Bocola
PRINZ EISENHERZ GIANNI JAHRE BOCOLA #20 2009/20010 € 24,90

Dani Books
BRUBAKER/EPTING/BREITWEISER: VELVET #3 THE MAN WHO STOLE THE WORLD € 18,99

Finix
FROIDEVAL/TACITO: GEHEIMNISSE DES SCHWARZEN MONDES (HC) #4 GRELDINARD € 19,80
FROIDEVAL/TACITO: GEHEIMNISSE DES SCHWARZEN MONDES (SC) #4 GRELDINARD € 14,80
DUVAL/GIOUX/QUET/SAYAGO: HAUTEVILLE HOUSE #15 KAP HOORN € 14,80

Mosaik
GRATON: MICHEL VAILLANT #25 FRAUEN UND MOTOREN € 13,00

Pyramond
RANN: MEMNTO MORI #1 € 9,00

Weissblech
HORROR SCHOCKER #49 € 3,90

28. März 2018 und Kommentare deaktiviert für PPM Auslieferung KW 13

Cross Cult VAUGHAN, BRIAN K./STAPLES, FIONA: SAGA #8 € 22,00 VAN DEN BOOM, DIRK: REISE DER SCYTHE #1 ASZENDENZ € 16,00 GEORGE, DAVID R.: STAR TREK DEEP SPACE NINE VORHERRSCHAFT € 15,00 Zack Verlag ZACK #226 HEFTSERIE € 7,90 Bocola PRINZ EISENHERZ GIANNI JAHRE BOCOLA weiterlesen…

Zweimal das Gespenst des Überwachungsstaates

von am 19. März 2018 Kommentare deaktiviert für Zweimal das Gespenst des Überwachungsstaates

Zwei Bücher, zwei Zukunftsvisionen. Beide Dystopien, obwohl ich dieses Wort eigentlich nicht mehr mag. Sagen wir, zwei Anti-Utopien, dann habe ich nicht ständig mittelprächtige Verfilmungen mittelprächtiger Jugendromane im Kopf…

Die Handlungen beider Romane spielen in unserer Welt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Das Schreckgespenst eines Überwachungsstaates. Das Aufbegehren. Die Konsequenzen. Marc-Uwe Klings Roman Qualityland, der ursprünglich Equalityland in Anlehnung an George Orwells „all animals are equal“ heißen sollte, ist – wie anders wäre es von Marc-Uwe „Känguru Chroniken“ Kling zu erwarten – ein Zerrspiegel unserer heutigen Zeit. Das Buch ist unglaublich realitätsnah und die unnachahmlich humorige Erzählweise des Autors lässt dem Leser immer wieder das Lachen gefrieren. Noch viel besser und vor allem unterhaltsamer als das Buch ist in diesem Fall das Hörbuch. Traditionell von Marc-Uwe Kling selbst gelesen und anscheinend aus Liveauftritten entstanden. Wer in den vollen Genuss dieser Grimmelshausenjade kommen möchte, sollte unbedingt die Audioversion bevorzugen. Das Lachen bleibt einem im Halse stecken – und trotzdem kann man sich seiner nicht erwehren.

Tolles Buch, tolles Setting, vielleicht ein wenig schwächelnd in der zweiten Hälfte mit einem subtilen Paukenschlag am Ende. Ich habe das Buch gleich bei der Veröffentlichung gelesen (nichts darüber geschrieben, weil mir Horst zuvorgekommen ist) und jetzt noch einmal gehört. Parallel dazu habe ich die Empfehlung eines Kunden gelesen:

2009 (deutsch 2010) erschien der erste Teil der Trilogie Cassia & Ky. Die Serie ist eine Jugendbuchreihe und fügt sich ausgezeichnet in Reihen wie „Tribute von Panem“ oder „Die Auslese“ ein. Das muss dem erwachsenen Leser von Anfang an klar sein. ES IST EIN JUGENDBUCH. Und es wird auch um Beziehungen gehen, um Liebe auf Ab- und Umwegen und die Protagonisten sind Jugendliche – mit allen Konsequenzen. Trotzdem erschafft Ally Condie in ihrem Werk eine viel subtilere Spiegelung unserer Realität in eine Zukunftswelt, in der alles geplant ist. „Es gibt keine Zufälle mehr.“ (Qualityland – Marc-Uwe Kling)

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19. März 2018 und Kommentare deaktiviert für Zweimal das Gespenst des Überwachungsstaates

Zwei Bücher, zwei Zukunftsvisionen. Beide Dystopien, obwohl ich dieses Wort eigentlich nicht mehr mag. Sagen wir, zwei Anti-Utopien, dann habe ich nicht ständig mittelprächtige Verfilmungen mittelprächtiger Jugendromane im Kopf… Die Handlungen beider Romane spielen in unserer Welt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Das Schreckgespenst weiterlesen…

Helligkeit fällt vom Himmel

von am 10. März 2018 Kommentare deaktiviert für Helligkeit fällt vom Himmel

James Tiptree Jr.
HELLIGKEIT FÄLLT VOM HIMMEL. Roman.
Ü: Andrea Stumpf
(Brightness Falls from the Air / 1985)
Wien, Septime, 2018, 511 S.
ISBN 978-3-902711-47-2

Eine Gefühlsmischung aus (Vor-)Freude und leiser Melancholie beschlich mich, als ich jetzt HELLIGKEIT FÄLLT VOM HIMMEL von meinem Lieblingsbuchhändler in die Hände gedrückt bekam, handelt es sich dabei doch um den letzten, bisher noch nicht auf Deutsch erschienenen Roman von James Tiptree Jr., der nun endlich (in der Übersetzung von Andrea Stumpf) vorliegt – und damit zugleich die James Tiptree-Werkausgabe bei Septime abschließt.
Sieben Bände mit Kurzgeschichten, zwei Romane, ein Band mit Artikeln und Briefen und eine umfassende Biografie sind es am Ende geworden – ein Meilenstein in der Editionsgeschichte von Genre-Literatur im deutschsprachigen Raum und schon jetzt ein unverzichtbarer Grundbestand jeder ernstzunehmenden Science-Fiction-Sammlung!

Doch zurück zum Thema: HELLIGKEIT FÄLLT VOM HIMMEL, Tiptree/Sheldons zweiter und umfangreichster Roman, ist eine Mischung aus klassischer Space Opera und Kriminalroman, angefüllt mit psychologisch stark akzentuiertem Personal und zusammengehalten von einem großartigen Gespür für das Setting.
Eine bunte Gruppe von Touristen und Naturwissenschaftlern aus allen Teilen des zukünftigen menschlichen Sternenreiches trifft auf dem Planeten Damien ein, der kurz davor ist, zum Schauplatz eines einzigartigen kosmischen Geschehens, einer sogenannten Nova-Front, zu werden. Um den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung zu verhindern, beziehen die Besucher ein von menschlichen Diplomaten bewachtes „Gästehaus“. Sie sollen dort unter sich bleiben und dann möglichst schnell wieder verschwinden. Allerdings beginnen die Dinge schon kurz nach dem Eintreffen der Nova-Front anders zu verlaufen, als geplant …

Horst Illmer
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Helligkeit fällt vom Himmel
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10. März 2018 und Kommentare deaktiviert für Helligkeit fällt vom Himmel

James Tiptree Jr. HELLIGKEIT FÄLLT VOM HIMMEL. Roman. Ü: Andrea Stumpf (Brightness Falls from the Air / 1985) Wien, Septime, 2018, 511 S. ISBN 978-3-902711-47-2 Eine Gefühlsmischung aus (Vor-)Freude und leiser Melancholie beschlich mich, als ich jetzt HELLIGKEIT FÄLLT VOM HIMMEL von meinem Lieblingsbuchhändler in weiterlesen…

Das Science Fiction Jahr 2017

von am 27. Dezember 2017 Kommentare deaktiviert für Das Science Fiction Jahr 2017

Michael Görden (Hrsg.)
DAS SCIENCE FICTION JAHR 2017.
München, Golkonda, 2017, 500 Seiten
Klappenbroschur
ISBN 978-3-946503-10-1

Inzwischen hat man sich schon fast daran gewöhnt, dass DAS SCIENCE FICTION JAHR nicht mehr bei Heyne, sondern im Golkonda Verlag erscheint. Gerade noch rechtzeitig vor dem Verfallsdatum ist jetzt die Ausgabe 2017 in die Buchhandlungen gekommen, herausgegeben vom neuen Verlagsleiter Michael Görden.
Wie man dem Vorwort entnehmen kann, wurde diesmal auf die Bereiche Computerspiel und Hörbuch verzichtet. Ob und in welcher Form diese wieder aufgenommen werden, entscheidet sich noch. Die verbliebenen Sparten mit den Buch-, Film- und Comic-Besprechungen sowie die Bibliografie von Christian Pree und die Listen mit Preisen und Todesfällen erreichen allerdings problemlos das gewohnt hohe Niveau.
Die Spezial-Features in dieser inzwischen schon 32. Ausgabe von DAS SCIENCE FICTION JAHR sind Interviews mit Kai Meyer und Sylvain Neuvel, sowie Artikel von Wolfgang Neuhaus (über die Strugatzki-Brüder), Lars Schmeink (über den Weltuntergang im Film), Fritz Heidorn (über NICK DER WELTRAUMFAHRER), G. M. Knauer (über mystische Ansätze im Werk von H. P. Lovecraft, Hermann Hesse, Stanislaw Lem und Frank Herbert) und Jewgeni Lukin (über die Wahrnehmung der Phantastik in Russland).
Trotz der Konzentration auf das Wesentliche bietet das Jahrbuch auch diesmal wieder 500 Seiten kompakte, komplexe Information für die echten Hardcore-Datensammler.

Horst Illmer
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Das Science Fiction Jahr 2017
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27. Dezember 2017 und Kommentare deaktiviert für Das Science Fiction Jahr 2017

Michael Görden (Hrsg.) DAS SCIENCE FICTION JAHR 2017. München, Golkonda, 2017, 500 Seiten Klappenbroschur ISBN 978-3-946503-10-1 Inzwischen hat man sich schon fast daran gewöhnt, dass DAS SCIENCE FICTION JAHR nicht mehr bei Heyne, sondern im Golkonda Verlag erscheint. Gerade noch rechtzeitig vor dem Verfallsdatum ist weiterlesen…

Qualityland

von am 9. Dezember 2017 Kommentare deaktiviert für Qualityland

Marc-Uwe Kling
QUALITYLAND, Roman.
Berlin, Ullstein, 2017, 385 S.

und

Marc-Uwe Kling
QUALITYLAND, Roman.
Hörbuch, ungekürzte Lesung des Autors
Hamburg, HörbuchHamburg, 2017, 7 CDs, 500 Minuten

 

Mit dem größten Vergnügen kann vermeldet werden:
Die eigentlich unerreichbaren KÄNGURU-CHRONIKEN von Marc-Uwe Kling haben einen kongenialen Nachfolger bekommen!
Herzlich Willkommen in QUALITYLAND!!
Lesen auch Sie den besten, lustigsten und dystopischsten Near-Future-Roman, der je von einer künstlichen Intelligenz verfasst wurde!!!
In wenigen Jahren wird Deutschland einen Komplett-Re-Launch erleben und danach ist alles besser. Nein, nicht besser, sondern am Besten! In Qualityland, wie sich unser Staat dann bezeichnet, ist nur noch der Superlativ erlaubt. Und auch alles andere bleibt irgendwie anders: Die Kinder z. B. erhalten als Nachnamen die Berufsbezeichnung ihrer Eltern im Moment der Zeugung, was Tony Parteichef und Martyn Vorstandsvorsitzender ja noch ganz okay finden mögen, bei Peter Arbeitsloser oder Jessica Zeitarbeiterin hört der Spaß dann aber oft schon auf. Beziehungsweise fängt er genau hier – am Beginn unserer Romanhandlung – eigentlich an …
Marc-Uwe Kling ist es in seinem ersten Science-Fiction-Roman gelungen, nicht nur den Anforderungen des Genres gerecht zu werden, sondern auch den (überaus hohen) Erwartungen der KÄNGURU-Fans. Das merkt man vor allem bei den Live-Lesungen des Buches, wenn das Publikum begeistert auf die sehr geschickt eingebauten Querverweise zur KÄNGURU-Trilogie eingeht.
QUALITYLAND „funktioniert“ aber auch, wenn man Kling hier zum ersten Mal als Autor entdeckt. Mit diesem Buch hat sich der „Kleinkünstler“ (Kling über Kling) jedenfalls sofort im Olymp deutschsprachiger Dystopien eingenistet. Unterhaltsamer war unsere apokalyptische Zukunft noch nie!
Die vom Autor und seinen Verlagen gewählte, leicht Verwirrung stiftende Darreichungsform von QUALITYLAND in zwei Büchern, bzw. Hörbüchern unterschiedlicher Einbandfarbe (hell/dunkel) sei kurz „entwirrt“: Der 380 Seiten lange Romantext ist in allen Fassungen gleich, lediglich die zwischen die einzelnen Kapitel eingefügten „Nachrichten aus der Zukunft“ (zirka zwanzig, meist zwei bis drei Seiten kurze Einschübe) sind unterschiedlich.
Wer nicht den nötigen Level besitzt, um sich beide Ausgaben zulegen zu können, findet in den Büchern einen Link zum kostenlosen Nachlesen des jeweils Fehlenden im Netz. Dort (http://qualityland.de) gibt es auch weitere Informationen zu Lesungen von Marc-Uwe Kling und andere (mehr oder weniger) wichtige Neuigkeiten.

Horst Illmer
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Qualityland
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9. Dezember 2017 und Kommentare deaktiviert für Qualityland

Marc-Uwe Kling QUALITYLAND, Roman. Berlin, Ullstein, 2017, 385 S. und Marc-Uwe Kling QUALITYLAND, Roman. Hörbuch, ungekürzte Lesung des Autors Hamburg, HörbuchHamburg, 2017, 7 CDs, 500 Minuten   Mit dem größten Vergnügen kann vermeldet werden: Die eigentlich unerreichbaren KÄNGURU-CHRONIKEN von Marc-Uwe Kling haben einen kongenialen Nachfolger weiterlesen…

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