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  • Der Ozean am Ende der Straße

    von am 29. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Neil Gaiman
    Der Ozean am Ende der Straße
    Aus dem Englischen von Hans Riffel
    (The Ocean at the End of the Lane, 2013)
    Köln, Bastei Lübbe, 2016, Erweiterte Neuausgabe, 316 Seiten
    ISBN 978-3-404-17385-3

    Märchenhaft

    Neil Gaiman ist ein begnadeter Erzähler. Das stellt er mit Der Ozean am Ende der Straße erneut unter Beweis.

    Vorangestellt. Der Band enthält daneben noch zwei Kurzgeschichten, die ebenfalls lesenswert aber nicht Teil dieser Besprechung sind. Für mich steht im Vordergrund das Märchen vom Ozean am Ende der Straße.

    Man taucht förmlich in die Geschichte ein und möchte diese gar nicht mehr verlassen. Mit wenigen Worten erschafft der Ich-Erzähler die Welt seiner Kindheit und erinnert sich bei seinem Besuch seines mittlerweile abgerissenen Elternhauses an seine Kindheitserfahrungen mit der Hexe Lettie Hempstock, deren Mutter und Großmutter.
    Was mich bei der Lektüre so fasziniert hat, waren die Wechsel des Erzählers zwischen seinen realen Kindheitserinnerungen und den Erfahrungen in der Märchenwelt. Diese Wechsel waren fließend aber doch klar zu erkennen und haben den Wunsch in mir geweckt, ebenso wie der Ich-Erzähler, diese Märchenwelt nicht mehr verlassen zu wollen.

    Bildhaft beschreibt er die Orte und Ereignisse, so als würde man ihm direkt über die Schulter schauen. Man spürt förmlich die kindliche Faszination, die der junge Protagonist erfährt und an die er sich erst dann wieder erinnern kann, wenn er die Orte seiner Kindheit aufsucht.

    Ein modernes Märchen, das ich nur jedem empfehlen kann, ohne aber mit einer Warnung von Großmutter Hempstock zu enden. Man darf nicht zu lange bleiben, sonst verliert man sich in dieser Welt. In weise Voraussicht hat Gaiman diesem Märchen ein schönes, leider zu frühes Ende gesetzt.

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    Der Ozean am Ende der Straße
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    29. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Neil Gaiman
    Der Ozean am Ende der Straße
    Aus dem Englischen von Hans Riffel
    (The Ocean at the End of the Lane, 2013)
    Köln, Bastei Lübbe, 2016, Erweiterte Neuausgabe, 316 Seiten
    ISBN 978-3-404-17385-3

    Märchenhaft

    Neil Gaiman ist ein begnadeter Erzähler. Das stellt er mit Der Ozean am Ende der Straße erneut unter Beweis.

    Vorangestellt. Der Band enthält daneben noch zwei Kurzgeschichten, die weiterlesen…

    Schritt für Schritt – die US Comics sind da

    von am 27. Mai 2020 noch kein Kommentar

    ine der wirklich brennenden Fragen war: Wie geht es mit den US Importen weiter? Diamond hatte ja die komplette Lieferkette unterbrochen und auch im eigenen Land gab es entsprechend eine Neuheiten Pause für einen Monat. Stichtag für die Wiederaufnahme war der 20.Mai. Natürlich blieb bei uns die bange Frage, wie läuft es mit dem Export, mit der Luftfracht und mit dem Zoll?

    Die Antwort stand heute Morgen vor der Tür. Ein LKW mit der sehnsüchtig erwarteten ersten Lieferung aus den Staaten nach dem Lockdown. Okay, die Lieferung war klein und echt reduziert, aber immerhin, es geht weiter und anscheinend relativ reibungslos und pünktlich.

    Mit in der Lieferung war vor allem auch der neue Prewiews, ein paar Hefte und einige ausstehende Trade Paperbacks:

    DC
    JUSTICE LEAGUE DARK TP #3 THE WITCHING WAR € 18,70
    NIGHTWING TP #1 THE GRAY SON LEGACY € 22,00
    SUPERMAN ACTION COMICS TP #2 LEVIATHAN RISING € 19,80
    YOUNG JUSTICE #1 GEMWORLD € 19,80
    STARGIRL TP € 38,50

    IDW
    STAR TREK DISCOVERY AFTERMATH TP € 17,60

    Image
    FAMILY TREE TP #1 € 11,00
    AMERICAN JESUS TP #2 NEW MESSIAH € 11,00
    BOG BODIES TP € 14,30
    SNOTGIRL TP #3 IS THIS REAL LIFE € 17,60

    uf jeden Fall ein Anfang. Wie ich finde ein guter, denn es hakelt nach wie vor bei fast allen Auslieferungen. Mal gehen Pakete verloren, mal sind Lieferungen über mehrere Tage aufgeteilt und manchmal kommen sogar (wie heute) leere Pakete (bis auf gratis Leseproben), die laut Rechnung die Neuheitenlieferung von KNAUR Taschenbüchern beinhalten sollte(!) Deswegen freuen wir uns bei all dem Chaos sehr, dass ein Anfang gemacht ist. Dass der zwar reduzierte Inhalt aber komplett und rechtzeitig eingetroffen ist. Weiter so!

    27. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    ine der wirklich brennenden Fragen war: Wie geht es mit den US Importen weiter? Diamond hatte ja die komplette Lieferkette unterbrochen und auch im eigenen Land gab es entsprechend eine Neuheiten Pause für einen Monat. Stichtag für die Wiederaufnahme war der 20.Mai. Natürlich blieb bei uns die bange Frage, wie läuft es mit dem Export, mit der Luftfracht weiterlesen…

    Die Haarteppichknüpfer

    von am 26. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Andreas Eschbach
    DIE HAARTEPPICHKNÜPFER. Roman.
    Lübbe
    Oktober 2012 – 318 Seiten – € 11,00
    ISBN: 9783404206971

    Andreas Eschbach beginnt diesen Roman mit einer unglaublich direkten, dynamischen und (notwendigerweise) auch sehr brutalen Szene. Auf einem ziemlich unwirtlichen Wüstenplaneten wird einem alternden Haarteppichknüpfer ein zweiter Sohn geboren. Die Bräuche verlangen dessen Tod, da nach dem ersten, erbberechtigten Sohn, nur noch Mädchen gewollt sind. Da der ältere Sohn jedoch unkonventionelle Ideen hat und lieber Bücher liest, als das Teppichknüpfen zu erlernen und sich den traditionellen Abläufen zu fügen, greift auch der Vater zu unüblichen Mitteln – und zum Schwert.
    Schon auf diesen ersten Seiten entsteht eine komplette Welt vor dem inneren Auge des Lesers, mustergültig ausgearbeitet, nach einem Entwurf, der eines Teppichknüpfmeisters würdig wäre. Es gibt einen allgemein verehrten und gefürchteten Gott-Kaiser; das Gilden- und Kastenwesen bestimmt die unveränderbar erscheinenden Hierarchien und die patriarchalen Strukturen, die seit Jahrzehntausenden unverändert nur ein einziges Ziel haben: Haarteppiche zu fertigen. Diese, aus den Haaren der weiblichen Haushaltsmitglieder gewonnen, werden von den geachteten und reichen Knüpfern verfertigt, die dafür ein ganzes Leben brauchen. Am Ende wird der fertige Teppich zum Markt getragen, an reisende Händler verkauft und der Erlös an den Sohn weitergegeben, der damit wieder eine Familie gründen und einen neuen Teppich beginnen kann. Die Händler bringen die Teppiche zum Raumhafen, wo sie die Schiffe des Kaisers aufnehmen und zum Palast des Herrschers bringen.
    Diesen zu schmücken sind die Haarteppiche da und niemand wagt es, daran zu zweifeln, bis plötzlich Gerüchte laut werden, von einer Rebellion und, noch ketzerischer, vom Abdanken des Kaisers. Eines Tages taucht sogar ein Fremder auf und behauptet, ein Rebell zu sein – und der Kaiser sei tot!
    Als Rahmen dient diesem farbigen Weltenbild die Geschichte vom Aufstieg des Galaktischen Reiches und seines kaiserlichen Herrschers – und vom Ende des Alten und Beginn des Neuen. Es ist eine Geschichte, die zu rühren weiß, die erzählt von den Beharrungskräften der Tradition, von den Zweifeln der Neuerer, von den Überraschungen die ein Universum bereithält für seine Eroberer und von den Lösungen für die allgegenwärtigen Fragen, die in den Archiven ruhen und die man nur zu finden wissen muss.
    Gerade dieses Werk zeigt Eschbach als einen Erzähler, der originell und stilistisch großartig seine Fäden webt. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss, zeigt keine Schwächen und schafft es, dem Leser immer wieder den Atem zu rauben.
    Am Ende freut man sich auf viele weitere Geschichten, die das kaiserliche Archiv noch für uns bereithält.

    Horst Illmer
    warenkorb

    Die Haarteppichknüpfer
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    26. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Andreas Eschbach
    DIE HAARTEPPICHKNÜPFER. Roman.
    Lübbe
    Oktober 2012 – 318 Seiten – € 11,00
    ISBN: 9783404206971

    Andreas Eschbach beginnt diesen Roman mit einer unglaublich direkten, dynamischen und (notwendigerweise) auch sehr brutalen Szene. Auf einem ziemlich unwirtlichen Wüstenplaneten wird einem alternden Haarteppichknüpfer ein zweiter Sohn geboren. Die Bräuche verlangen dessen Tod, da nach dem ersten, erbberechtigten Sohn, nur noch Mädchen gewollt sind. Da der weiterlesen…

    Audiofile "Die Tage danach 03"

    von am 23. Mai 2020 noch kein Kommentar

    © Stefan K.

    Die Tage danach 03 – Samstagsdienste und Normalität

    Am meisten im Laden gehen mir die "normalen" Samstage ab.

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    23. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    © Stefan K.

    Die Tage danach 03 – Samstagsdienste und Normalität

    Am meisten im Laden gehen mir die "normalen" Samstage ab.

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/DieTageDanach003.mp3

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    Geburt eines Galliers

    von am 23. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Catel Muller
    Die Geschichte der Goscinnys. Geburt eines Galliers
    Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock
    Carlsen, Hamburg 2020, 336 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76045-6

    Für ihre Comic-Biografie „Die Geschichte der Goscinnys. Geburt eines Galliers“ hat die französische Comic-Künstlerin Catel Muller („Kiki de Montparnasse“) viele Interviews und Dokumente von Asterix’ Autorenvater René Goscinny (1926-1977) gesichtet und allerhand Gespräche mit dessen Tochter Anne geführt. Das alles destilliert Catel in einer klassischen Künstler-Biografie mit Ich-Erzähler Goscinny, in die auch einige Skizzen, Zeichnungen und Comics von Goscinny selbst eingebunden sind. Denn der versuchte sich zunächst als Autor und Zeichner, während er in New York sogar mit der Künstler-Gang um „MAD “-Gründer Harvey Kurtzman abhing. Zudem geht es um seine Kindheit in Argentinien, sein weiteres Leben, seine Karriere und – natürlich – um Goscinnys Liebe zu Humor und Comics, die von Laurel und Hardy sowie von Disney geweckt wurden. Der Zeitgeist des 20. Jahrhunderts und der internationalen Comic-Branche wird als Kontext stets berücksichtigt. Zwischendurch sind noch einige der Unterhaltungen abgebildet, die Catel mit Anne Goscinny führte, der obendrein Prolog und Epilog gehören. Asterix und Obelix beherrschen ungefähr 30 der rund 300 Seiten. Die Gallier stehlen ihrem Schöpfer also nie die Show. Genau so stellt man sich eine Comic-Biografie vor, beim Teutates!

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    23. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Catel Muller
    Die Geschichte der Goscinnys. Geburt eines Galliers
    Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock
    Carlsen, Hamburg 2020, 336 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76045-6

    Für ihre Comic-Biografie „Die Geschichte der Goscinnys. Geburt eines Galliers“ hat die französische Comic-Künstlerin Catel Muller („Kiki de Montparnasse“) viele Interviews und Dokumente von Asterix’ Autorenvater René Goscinny (1926-1977) gesichtet und allerhand Gespräche mit dessen Tochter Anne geführt. Das alles destilliert weiterlesen…

    Wahn

    von am 21. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Stephen King
    WAHN. Roman.
    Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner
    (Duma Key / 2008)
    München, Heyne
    Juli 2009 – 912 Seiten – € 10,99
    ISBN: 9783453433434

    Als WAHN 2008 erstmals erschien, war es gefühlt der hundertste (tatsächlich wohl Nummer 40) Stephen-King-Roman, der wieder einmal nur knapp die 1000-Seiten-Grenze verfehlte. Verblüffend war dabei, dass es mich immer noch reizte, diesen Monumentalwälzer aufzuschlagen. Und dass es Mister King dann erneut gelang, meine Skepsis zu überlisten und mich erst nach der letzten Seite das Buch wieder weglegen zu lassen.
    Teufel auch – das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.
    So etwas Ähnliches fühlt auch Edgar Freemantle beim Einzug in das „Big Pink“, seinem neuen Domizil auf der vor Floridas Westküste gelegenen Insel Duma Key. Fast schlagartig fühlt er sich besser – und dabei hat er allen Grund, sich schlecht zu fühlen.
    Bei einem Unfall auf einer seiner Baustellen wurde ihm der rechte Arm abgerissen und sein Schädel eingedrückt. Wie durch ein Wunder überlebte er und kam sogar wieder auf die Beine. Allerdings zuerst nur sein invalider Körper, vor allem sein Gedächtnis und die rasenden Kopfschmerzen machen ihm erheblich mehr Probleme. Da Edgar ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, kann er sich seine Krankheit wenigstens leisten, was ihn aber nicht vor Selbstmordgedanken schützt. Als letzten Ausweg aus dieser Misere empfiehlt ihm sein Therapeut einen Ortswechsel – aus dem kalt-unfreundlichen Minnesota ins warme Florida – und ein Hobby, das ihn auf andere Gedanken bringt.
    Als Edgar auf Duma Key eintrifft ist ihm sofort klar, dass er hier nur eines will: malen!
    Ein bisher verborgenes Talent Edgars entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit und bald schon reden seine wenigen Freunde und Vertrauten ihm zu, die Bilder – die ihre Betrachter gleichzeitig fesseln und verunsichern – einer Galerie anzubieten. Begeistert stimmt man dort zu, Edgars Bilder faszinieren selbst diese Profis.
    Während Edgar Bild auf Bild malt, geht es ihm immer besser, sein Bedarf an Schmerzmitteln reduziert sich auf ein paar Aspirin am Tag, und er findet bei seinen Nachbarn, der alten Miss Eastlake und ihrem Betreuer Jerome Wireman, mehr als nur freundliche Aufnahme: Jerome wird mit der Zeit ein echter Freund für ihn – und mit Elizabeth teilt er bald ein dunkles Geheimnis.
    Denn auf Duma Key existiert etwas, dass sich in Edgars Leben und Malen einmischt (wie es sich vor vielen Jahren in das Leben und Malen der damals noch kindlichen Elizabeth Eastlake drängte). Diese unbestimmbare, unsichtbare Kraft beeinflusst immer mehr die Qualität und die Motive von Edgars Bildern. Obwohl es ihm zunächst gelingt, seine neu gewonnenen Fähigkeiten auch positiv einzusetzen, muss Edgar Freemantle erkennen, dass auf Duma Key eine finstere, bösartige Kraft beheimatet ist – und zur Eröffnung seiner ersten Bilderausstellung erwartet Edgar seine Familie und seine alten Freunde in Florida …
    In einer fast Barock zu nennenden Detailfülle schwelgt King in den Beschreibungen von Licht, Geräuschen, Aromen und Gerüchen, erzeugt „atmosphärische Spannungen“ (und damit ist auch die Beschreibung des Wetters gemeint) und bringt die Stimmungen und Gemütsverfassungen seiner Protagonisten so lebhaft und mitreißend auf den inneren Bildschirm, dass man diesen Roman mit allen Sinnen „mit erleidet“.
    Wie häufig bei King gibt es auch in WAHN zahlreiche Reflektionen über die Kunst (diesmal verstärkt über das Malen und Zeichnen) und darüber, wie sie geschaffen, wie sie produziert wird. King nimmt seine Leser dabei mit in einen sehr persönlichen, emotional aufgeladenen „Raum“ und macht sich mit seiner Offenheit auch verletzlich. Sein Vertrauen, dass dieses Bloßlegen einer verwundbaren Seite – in WAHN erfährt man sehr viel über Kings schrecklichen Autounfall und die Zeit seiner Rekonvaleszenz – nicht missbraucht wird, gehört wohl mit zu den wichtigsten Gründen für die Faszination, die Kings Werk ausstrahlt.
    Wenn Sie in diesem Frühjahr noch etwas Tröstliches lesen wollen, dann sollten Sie zu WAHN von Stephen King greifen. So viel Schönheit und Wahrheit sind auch bei ihm nur selten zu finden.

    Horst Illmer
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    Wahn
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    21. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Stephen King
    WAHN. Roman.
    Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner
    (Duma Key / 2008)
    München, Heyne
    Juli 2009 – 912 Seiten – € 10,99
    ISBN: 9783453433434

    Als WAHN 2008 erstmals erschien, war es gefühlt der hundertste (tatsächlich wohl Nummer 40) Stephen-King-Roman, der wieder einmal nur knapp die 1000-Seiten-Grenze verfehlte. Verblüffend war dabei, dass es mich immer noch reizte, diesen Monumentalwälzer aufzuschlagen. Und dass es Mister weiterlesen…

    Rückkehr nach Duncan’s Creek

    von am 20. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Nicolas Zeimet
    Rückkehr nach Duncan’s Creek
    Aus dem Französischen von Ronald Voullié
    (Retour a Duncan’ Creek, 2017)
    Polar Verlag, Stuttgart 2020, 388 Seiten
    ISBN 978-3-948392-00-0

    Krimis aus Frankreich? Da ist man gedanklich gleich bei Manchette und den kühlen Gangster-Geschichten des Néo-Polar, dem harten modernen Großstadt-Polizeikrimi oder klassischen Ermittlern wie Malets Nestor Burma und Simenons Maigret. Der 1977 geborene Franzose Nicolas Zeimet wandelt in seinem Roman „Rückkehr nach Duncan’s Creek“ allerdings auf amerikanischen Noir-Pfaden – und ganz besonders in den Spuren von Bestsellerlistenkönig Stephen King. Dessen spannungsliterarisches Schaffen ist ebenso Teil des popkulturellen Bezugssystems von „Rückkehr nach Duncan’s Creek“ wie Star Wars, Freddie Krueger, die Goonies oder Richard Matheson.

    In der Gegenwart fährt der glücklose Schriftsteller Jake aus San Francisco hunderte Meilen durch die Wüste von Nevada, seiner alten Heimatkleinstadt Duncan’s Creek entgegen. Rückblenden in die Vergangenheit der 80er enthüllen, was für brutale, dunkle Geheimnisse Jake und seine beiden besten Freunde Samantha und Ben nie losgelassen haben, sie bis heute verfolgen. Denn Sam wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht, und ihre „Bande“ damals an einem alles verändernden Halloweenabend in das blutig endende Familiendrama hineingezogen. Daraufhin potenzieren sich Gewalt, Lügen und Geheimnisse, die viel zerstörten …

    Nicolas Zeimet beschreibt einen äußerst hässlichen und drastischen Horror, der im familiären Alltag entsteht und völlig eskaliert. Sein in dieser Hinsicht greifbar finsterer Noir-Roman ist nie übernatürlich, immer mal richtig heftig – und trotz ein paar fragwürdiger stilistischer Entscheidungen hier und da der ideale Krimi für alle Fans von Stephen King. Dafür gab es in Frankreich 2018 den Prix-Dora-Suarez.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    20. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Nicolas Zeimet
    Rückkehr nach Duncan’s Creek
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    Ein Vogel ist er nicht

    von am 19. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Philip Krömer
    EIN VOGEL IST ER NICHT. Neun Umschreibungen.
    Mit Bildern von Florian L. Arnold
    Ohne Ort (Europa), Topalian & Milani, 2019, 224 Seiten
    ISBN 978-3-946423-09-6

    Tja, wie soll man das nun nennen?
    Kurzgeschichten?
    Historische Erzählungen?
    Alternative Geschichtsschreibung?
    Oder einfach nur frech?
    Auf jeden Fall nennt der Autor Philip Krömer seine in EIN VOGEL IST ER NICHT versammelten Texte schlicht „Umschreibungen“ – vieldeutiger ging‘s wohl nicht.
    Und dieses Uneindeutige ist bei Krömer Programm.
    Geschickt nutzt er das „fundierte Halbwissen“ seiner Leser und schreibt humorvolle Anekdoten über bekannte Persönlichkeiten wie Kaiserin Elisabeth (Sisi), Ludwig II., Napoleon Bonaparte, E. A. Poe oder H. C. Artmann, aber auch über Schreckensmänner wie den Serienmörder Haarmann, die römischen Kaiser Nero und Julius Cäsar, den Heiligen Georg und den mythischen Ikarus.
    Allen diesen (teils sehr kurzen, teils durchaus veritablen) Geschichten ist jedoch ein gewisses Irritationspotenzial eingebaut: so irrt etwa der amerikanische Dichter Edgar Allan Poe im Jahr 1857 (acht Jahre nach seinem vorgetäuschten Tod) in Eskimokluft durch Nordkanada – immer noch auf der Suche nach Beweisen für den Wahrheitsgehalt seines „realistischen“ Berichts über die Erlebnisse eines gewissen Arthur Gordon Pym …
    Der 1988 in Amberg geborene, inzwischen in Erlangen heimische Krömer hat unter anderem auch Buchwissenschaften studiert und dieses Wissen in die Gestaltung von EIN VOGEL IST ER NICHT eingebracht. Entstanden ist ein herausragend schönes Buch, durchgängig illustriert mit in aufwändiger Mischtechnik entstandenen Grafiken von Florian L. Arnold und zudem schrift- und satztechnisch einfach ein Genuss.

    Horst Illmer
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    Ein Vogel ist er nicht
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    19. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Philip Krömer
    EIN VOGEL IST ER NICHT. Neun Umschreibungen.
    Mit Bildern von Florian L. Arnold
    Ohne Ort (Europa), Topalian & Milani, 2019, 224 Seiten
    ISBN 978-3-946423-09-6

    Tja, wie soll man das nun nennen?
    Kurzgeschichten?
    Historische Erzählungen?
    Alternative Geschichtsschreibung?
    Oder einfach nur frech?
    Auf jeden Fall nennt der Autor Philip Krömer seine in EIN VOGEL IST ER NICHT versammelten Texte schlicht „Umschreibungen“ – vieldeutiger ging‘s wohl nicht.
    Und dieses Uneindeutige weiterlesen…

    No Superman

    von am 17. Mai 2020 2 Kommentare

    Die zwei Versprechen vom Donnerstag (ja, ich weiß, ich hatte Mittwoch angefangen zu schreiben…) sind eingehalten. Mein Geblubber ist raus und der abschließende Artikel von Horst zu den Parallellen ist auch online. Ich kann dazu nur sagen, das Thema hat in Bezug auf literarische Bezüge wirklich weite Kreise gezogen und uns allen echt Spaß bereitet. Trotzdem ist es jetzt auch wieder gut, dass wir einen Schlussstrich gezogen haben. Jeder der beteiligten Autoren hat eigene Themen eingebracht. Danke MarkusT, dass du überhaupt erst die Idee und die Initialzündung hattest und danke Horst für die fundierten und eigenwilligen Parallel Lines. Ganz besonders schön finde ich den positiven Schlussstrich mit der 5. Episode. Einzige Anmerkung von meiner Seite: Ich hätte mir ein anderes Lied gewünscht. Superman von Lazlo Bane wäre mein absoluter Favorit gewesen 😉

     

    17. Mai 2020 und 2 Kommentare

    Die zwei Versprechen vom Donnerstag (ja, ich weiß, ich hatte Mittwoch angefangen zu schreiben…) sind eingehalten. Mein Geblubber ist raus und der abschließende Artikel von Horst zu den Parallellen ist auch online. Ich kann dazu nur sagen, das Thema hat in Bezug auf literarische Bezüge wirklich weite Kreise gezogen und uns allen echt Spaß bereitet. Trotzdem weiterlesen…

    Audiofile "Die Tage danach 02" – Sprechen und Schreiben

    von am 16. Mai 2020 noch kein Kommentar

    Die Tage danach 02 – wie geht es weiter?

    Ein paar Fragen wurden angesprochen, zum was wie und warum des audiofiles. Ich versuche ein paar Antworten zu geben. Wegen des Themas eben auch akustisch. Darum geht es ja…

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    16. Mai 2020 und noch kein Kommentar

    Die Tage danach 02 – wie geht es weiter?

    Ein paar Fragen wurden angesprochen, zum was wie und warum des audiofiles. Ich versuche ein paar Antworten zu geben. Wegen des Themas eben auch akustisch. Darum geht es ja…

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/DieTageDanach002.mp3

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