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  • Will Eisner – Graphic Novel Godfather

    von am 14. April 2021 noch kein Kommentar

    Alexander Braun
    WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER.
    Berlin, Avant Verlag, 2021, 384 Seiten
    ISBN 978-3-96445-050-0 / 39,00 Euro
    Großformatiges Hardcover

    Die Kunstform des sequenziellen Erzählens – allgemein als „Comic“ bekannt – entwickelte ihre Massenwirksamkeit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum Siegeszug der Zeitungen und Zeitschriften, in denen sie von Beginn an Teil der Erfolgsgeschichte waren. Als in den 1930er Jahren daraus die eigenständige Form der Comic-Hefte entstand, gehörte Will Eisner (1917–2005) zu den „Paten“ (engl. „Godfather“) dieser zuerst ungeliebten Ableger der später so genannten „neunten Kunst“. Und als 1978 mit A CONTRACT WITH GOD (dt. als EIN VERTRAG MIT GOTT) die erste „Graphic Novel“ als Buch in einem Literaturverlag den Anspruch erhob, ernstzunehmende Literatur darzustellen, hob derselbe Will Eisner damit ein seither immer wirkmächtigeres und beliebteres Genre aus der Taufe.

    Deshalb ist der Titel von Alexander Brauns Biografie WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER gut gewählt. In diesem durchgängig bebilderten, riesenformatigen, kiloschweren Prachtband wird Eisner anhand seiner Werke porträtiert. Braun beschreibt Eisners außergewöhnlichen Lebensweg in zwölf Kapiteln, die von seinen frühesten Versuchen als Comiczeichner über die ersten Erfolge, die Zeit des Zweiten Weltkriegs und die anschließende Arbeit für die US-Army, bis hin zum gefeierten Comeback und der späten Beschäftigung mit den jüdischen Wurzeln reichen.

    Dazu gibt es ein ausführliches Interview mit Eisners Freund und Verleger Denis Kitchen sowie ein Kurzporträt von Eisner Gattin Ann, ein Werkverzeichnis und eine Auswahlbibliografie.

    Das fast 400 Seiten umfassende Kompendium dient gleichzeitig als Katalog zu einer derzeit in Dortmund stattfindenden Ausstellung, die dann (hoffentlich) im nächsten Jahr zum Internationalen Comic Salon nach Erlangen wandert. Sicherlich gehört ein Besuch dort zu den Pflichtveranstaltungen für Alle, die sich für Comics interessieren – die Zeit bis dahin aber kann man sich nicht schöner vertreiben als mit dem Blättern, Stöbern und Schmökern in WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER!

    Horst Illmer
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    Will Eisner – Graphic Novel Godfather
    via e-mail im Laden oder im Libri-Shop bestellen

    14. April 2021 und noch kein Kommentar

    Alexander Braun
    WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER.
    Berlin, Avant Verlag, 2021, 384 Seiten
    ISBN 978-3-96445-050-0 / 39,00 Euro
    Großformatiges Hardcover

    Die Kunstform des sequenziellen Erzählens – allgemein als „Comic“ bekannt – entwickelte ihre Massenwirksamkeit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum Siegeszug der Zeitungen und Zeitschriften, in denen sie von Beginn an Teil der Erfolgsgeschichte waren. Als in den 1930er weiterlesen…

    Wie hätten sie es gern?

    von am 13. April 2021 2 Kommentare

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Ich bin mir auch bewusst, dass die Situation ernst ist.

    Trotzdem gibt es auch noch eine andere Seite und die ist wesentlich eindeutiger zu beschreiben. Der beschrittene Weg mit all den kurzfristigen Reaktionen ist ein echter Killer, nicht nur für die Stimmung. Auch wenn – oder gerade weil – mir klar ist, dass es unserer Branche noch relativ gut ergangen ist, fehlt mir jetzt jegliche Idee, wie wir diesen neuerlichen Lockdown wegstecken können. Nach über einem Jahr pausenloser Anspannung, unendlicher Zusatzarbeiten und irrwitzig erhöhter Nebenkosten fällt es schwer, nicht von einem 9 to 5 Job – und sei es am Fließband – zu träumen. Wenn es mir schon schwerfällt, mich selbst zu motivieren, wie soll ich euch, also unsere Kunden, noch motivieren können? Uns weiterhin die Treue zu halten und uns noch ein letztes mal durch dieses tiefe Tal zu tragen und zu stützen? Ich würde mein eigenes Geschwätz ja selbst nicht mehr glauben. Ein letztes mal? nur noch für kurze Zeit? Klar.

    Dummerweise muss ich aber genau das tun. Gerade jetzt, nach über einem Jahr, brauchen wir euch dringender, denn je. Ich spreche wieder einmal nicht für uns, sondern für all die kleinen inhabergeführten Unternehmen des Buchhandels (ja, beim Buchhandel bleibe ich, denn alles weitere wäre ein viel zu weites Feld). Wir konnten uns bisher relativ gut durch die Pandemiezeit schlagen. Das ist immerhin schon ein Vorteil gegenüber vielen anderen Wirtschaftszweigen. Aber relativ gut bedeutet eben "den Umständen entsprechend". Das haben wir einerseits euch zu verdanken und andererseits mit großem Aufwand und persönlichem Einsatz erkauft.

    Jetzt, in dieser neuen Phase sieht es so aus, dass das Wirrwar an neuen Regeln und Auflagen derart undurchsichtig für den Einzelnen daherkommt, dass wir zwar geöffnet haben, faktisch aber nahezu keine Kundenfrequenz. Gleichzeitig sind unsere Regale aber – wiedereinmal, wie auch schon zu Weihnachten – relativ prall gefüllt. Wir hatten ja bis letzten Mittwoch die Zusicherung, dass der Buchhandel unabhängig von Inzidenzen geöffnet bleibt und mussten entsprechend disponieren. Mit den aktuellen Regelungen, die ja auch jederzeit nochmal angepasst werden können und vermutlich auch werden, können wir im "normalen" Ladengeschäft einfach keine sinvollen Umsätze halten. Deswegen möchte ich hier und jetzt wieder einmal an eure Solidarität appellieren.

    Wir brauchen euch jetzt und in Zukunft, um unser Geschäft erhalten zu können. Nur über stabile und rentable Umsätze können wir die Krise überstehen. Gutscheine und aufgeladene Kundenkonten sind zwar auf den ersten Blick auch ganz nett, erzeugen aber immer nur eine verzögerte oder verschobene Problematik. Zusätzlicher Umsatz über Artikel, die ihr über uns bestellt sind ein schönes Zubrot und ich werde sicher kein bestelltes Fachbuch schmähen, aber die verhältnismäßig kleine Marge solcher Besorgungsgeschäfte ist kein adäquater Ersatz für reguläre Umsätze mit lagernder Ware. Die letztjährige coronabedingte Verschiebung auf die Besorgungsgeschäfte hat unseren Umsatz aufgeplustert, damit auch die Abgaben, aber im Endeffekt trotzdem Löcher in unsere Säckel gerissen. Nicht dass ich mich beschweren möchte, jeder Umsatz und jedes Besorgungsgeschäft ist gut, hilfreich und wichtig, Zum Leben brauchen wir aber mehr. Eigentlich können wir dieses Mehr nur im normalen Betrieb generieren, da wir nur da unsere Stärken wirklich ausspielen können. Das vergangene Jahr und die beiden überstandenen Lockdowns haben gezeigt, dass wir einen Teil unserer Qualitäten auch "online" unsetzen können. Wir haben es mit unseren Audiofiles und den vielen Beiträgen auf der Seite und über die sozialen Medien geschafft, euch immer ein wenig Ladenflair nach Hause zu schicken. Auch jetzt muss das wohl wieder eine Weile reichen.

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    Am wichtigsten ist es aber, dass ihr uns auch später erhalten bleibt. Denn nur wenn das alles überstanden ist, können wir hoffen, entgangene Umsätze wieder ein bisschen wettzumachen. Also bleibt gesund und passt auf euch auf!

    13. April 2021 und 2 Kommentare

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen weiterlesen…

    Ryuko

    von am 12. April 2021 noch kein Kommentar

    Eldo Yoshimizu
    Ryuko 01
    Carlsen Verlag GmbH Mai 2018 – 256 Seiten
    ISBN 9783551726650 / 14,99 Euro

    Meiko Kaji, „Sasori“ und „Wandering Ginza Butterfly“…wenn euch auch nur einer dieser Begriffe etwas sagt, dann solltet ihr unbedingt mal in die zweibändige Manga-Reihe „Ryuko“ reinschauen. Denn was Zeichner und Autor Eldo Yoshimizu hier abliefert, ist astreine Pulp-Unterhaltung ganz im Stil und der Tradition des japanischen Kinos der 70er Jahre.

    Hier gibt es leichtbekleidete, dafür schwer tätowierte Damen, halsbrecherische Shootouts, Verfolgungsjagden mit Autos und Motorrädern und letztlich auch noch ein mitreißendes Artwork, das den Retro-Charme des Manga noch mal ganz deutlich unterstreicht. Denn Yoshimizus Stil orientiert sich in Sachen Charakter-Design ganz klar an Größen wie Kazuo Kamimura, der unter anderem an „Lady Snowblood“ beteiligt war. Vielen Bildern merkt man aber auch Yoshimizus andere künstlerische Tätigkeiten an, schließlich ist der Mann ein wahres Multitalent und beschäftigt sich unter anderem mit Bildhauerei oder Fotografie und war mit seinen Ausstellungen schon weltweit unterwegs.

    Doch um was geht es in „Ryuko“ eigentlich? Nun…wir folgen der gleichnamigen Heldin, die als Yakuza-Chefin im Mittleren Osten nicht gerade gern gesehen ist und somit immer wieder Probleme mit der örtlichen Regierung hat. Als die Situation zu unerträglich wird, kehrt sie in ihrer Heimat Yokohama zurück, nur um dort erneut in eine Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Mafia-Clans zu geraten. Und dann wäre da ja noch die unklare Situation rund um ihre totgeglaubte Mutter…

    „Ryuko“ ist beim Carlsen Verlag in zwei Bänden erhältlich. Die beiden Ausgaben sind dank Prägedruck und einem schönen Klappenartwork ein echter Hingucker für die Comic-Sammlung und wie gesagt ein Fest für Freunde des Pulp-Kinos und japanischer Filmklassiker..

    Christian Süßmeier

    12. April 2021 und noch kein Kommentar

    Eldo Yoshimizu
    Ryuko 01
    Carlsen Verlag GmbH Mai 2018 – 256 Seiten
    ISBN 9783551726650 / 14,99 Euro

    Meiko Kaji, „Sasori“ und „Wandering Ginza Butterfly“…wenn euch auch nur einer dieser Begriffe etwas sagt, dann solltet ihr unbedingt mal in die zweibändige Manga-Reihe „Ryuko“ reinschauen. Denn was Zeichner und Autor Eldo Yoshimizu hier abliefert, ist astreine Pulp-Unterhaltung ganz im Stil und der Tradition des weiterlesen…

    Geschichten aus dem Hermkeverse #2: Ankäufe

    von am 9. April 2021 4 Kommentare

    Wir kaufen ja seit Anbeginn von Hermkes Romanboutique Bücher, Comics und Spiele auch wieder von den Kunden zurück.
    Und wer bei uns oder eben vor allem früher bei Hermke mal Bücher verkauft hat, weiß, dass das immer bestimmte ritualähnliche Abläufe hatte.
    Da gab es Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Aber auch versteckte psychologische Tricks. Über diese will Euch heute mal ein bisschen was erzählen und dabei auch ein bisschen aus Hermkes Nähkästchen plaudern.
    Meine eigenen Psychotricks beim Ankaufen verrate ich Euch natürlich noch nicht 😉
     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    9. April 2021 und 4 Kommentare

    Wir kaufen ja seit Anbeginn von Hermkes Romanboutique Bücher, Comics und Spiele auch wieder von den Kunden zurück.
    Und wer bei uns oder eben vor allem früher bei Hermke mal Bücher verkauft hat, weiß, dass das immer bestimmte ritualähnliche Abläufe hatte.
    Da gab es Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Aber auch versteckte psychologische Tricks. Über diese will Euch heute mal ein bisschen weiterlesen…

    Die Kabinettssitzung vom 7. April 2021

    von am 7. April 2021 noch kein Kommentar

    Die Fakten:

    Ab Montag, 12.April sind wir wieder zurückgestuft. Der Buchhandel zählt in Bayern nicht weiter zum erweiterten Kreis der Dinge des täglichen Bedarfs. Ich zitiere hier die Pressemitteilung:

    "…Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten."

    Das bedeutet im Einzelnen:

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel – wie bisher – unter Geltung der allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte (v.a. Mindestabstand, Maskenpflicht, ein Kunde je 10 qm für die ersten 800 qm der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche) geöffnet."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote („Click & Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung) mit einem Kunden pro 40m² Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 100 und 200 sind Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest)."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bleibt – wie bisher – die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften („Click and Collect“) auch ohne Test zulässig."

    Das bedeutet, dass es auch wir, bei der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz in Würzburg nur mit Termin besucht werden dürfen und die zulässige Zahl der anwesenden Kunden auf 2 Personen begrenzt ist. Aus diesem Grund bitten wir euch, wieder verstärkt auf Abholung umzuschwenken. Termin und zwei Personen bedeutet, dass die Aufenthaltsdauer auch bei Ladenbesuchen deutlich stärker begrenzt werden muss. Wieder einmal wird das "normale" bummeln und stöbern nur sehr eingeschränkt möglich sein. Ich kann nur apellieren, uns wieder und weiter zu unterstützen, auch wenn (nicht nur bei euch) die Ermüdung und Frustration mit jeder neuerlichen Einschränkung wächst…

    Schon klar, dass dieses erneute Hü und Hott ein weiteres Steinchen ins überlaufende Fass wirft, ich kann mich nur entschuldigen und auf die sich ständig ändernde Verordnungslage hinweisen. Jetzt hatten wir die ganze Zeit propagiert, dass der Buchhandel unabhängig von der Inzidenz ist und müssen das wieder zurücknehmen. Wir können da leider nichts daran ändern, dass ständig alles umgeworfen wird. Wir können nur sorry sagen und an eure Geduld und Mithilfe apellieren…

    7. April 2021 und noch kein Kommentar

    Die Fakten:

    Ab Montag, 12.April sind wir wieder zurückgestuft. Der Buchhandel zählt in Bayern nicht weiter zum erweiterten Kreis der Dinge des täglichen Bedarfs. Ich zitiere hier die Pressemitteilung:

    "…Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten."

    Das bedeutet weiterlesen…

    Der große Sommer

    von am 7. April 2021 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    Ewald Arenz
    Der große Sommer
    DuMont, Köln 2021, 318 Seiten
    ISBN 978-3-8321-8153-6

    Ewald Arenz wurde 1965 in Nürnberg geboren, lebt heute in Fürth und unterrichtet als Lehrer an einem Gymnasium in seiner Geburtsstadt – und er ist aktuell einer der großen fränkischen Erzähler, wenn mich jemand fragt. Nicht, dass seine Werke allzu sehr auf Dialekt oder Lokalkolorit setzen würden, da sind sie sogar relativ universell und neutral. Arenz, der mit „Herr Müller, die verrückte Katze und Gott“ auch schon einen Ausflug in die Funny Fantasy unternommen hat, ist einfach ein großartiger Erzähler. Nach dem feinfühligen Roman und Bestseller „Alte Sorten“, der sich dem Generationenkonflikt auf überraschende Weise näherte und ein Buch der besten Sorte war, liegt mit „Der große Sommer“ jetzt ein mustergültiger, magisch-melancholischer Coming-of-Age-Roman von Arenz vor. Der junge Frieder berichtet darin von einem turbulenten Sommer in seiner Heimatstadt, in dem sich vieles ändert, er sich erstmals so richtig verliebt, er einiges über seine Familie herausfindet und die Dinge schließlich gehörig eskalieren. Ein gelungener, packender Roman um den aufregendsten und letzten Sommer einer Jugend und das Erwachsenwerden in einer Zeit, als es noch keine Handys und kein Internet und dafür Telefonzellen und Telefonbücher gab.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    7. April 2021 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    Ewald Arenz
    Der große Sommer
    DuMont, weiterlesen…

    Dangge sagt der Frangge…

    von am 4. April 2021 noch kein Kommentar

    Trotz der erschwerten Umstände war die Version einer Signierstunde über Vorbestellungen erstaunlich erfolgreich. Die Zahl der Bestellungen war erstaunlich und der Gunther und der Kai haben sich trotz abwesendem Publikum die Finger wund geschrieben… Die Jungs waren richtig gut drauf und könnten ALLE Vorbestellungen erfüllen und abarbeiten. Ein winziger Rest an signierten Exemplaren hat Ostern überlebt. Wer als sehr schnell ist…

    Uns bleibt es wieder einmal nur danke zu sagen, dass gerade in diesen Zeiten einfach jede Menge Helfer und Unterstützer für uns da sind…

    4. April 2021 und noch kein Kommentar

    Trotz der erschwerten Umstände war die Version einer Signierstunde über Vorbestellungen erstaunlich erfolgreich. Die Zahl der Bestellungen war erstaunlich und der Gunther und der Kai haben sich trotz abwesendem Publikum die Finger wund geschrieben… Die Jungs waren richtig gut drauf und könnten ALLE Vorbestellungen erfüllen und abarbeiten. Ein winziger Rest an signierten Exemplaren hat Ostern überlebt. Wer als weiterlesen…

    Geschichten aus dem Hermkeverse #1: Das Hutzelmännchen

    von am 2. April 2021 4 Kommentare

    Der großartige John Cleese hat einmal gesagt Kreativität braucht seine Zeit. Du kannst nur wirklich kreativ sein, wenn du einfach mal Raum und Zeit hast zum Nachdenken, zum Schlendern,  zum Gammeln,  zum in der Sonne sitzen. Da kommen uns dann irgendwann die Ideen aus einem freien Geist, aus einem leichten Geist, der ohne Druck arbeiten darf. 

    Das ist, glaube ich, eine sehr kluge Erkenntnis. 

    Jetzt war tatsächlich mal ein Wochenende, an dem ich nicht so wahnsinnig viel mit der Buchhaltung zu tun hatte und da kam mir beim in der Sonne sitzen die Idee ein weiteres Format zu starten, um einfach ein paar alte Geschichten zu erzählen, die im Laden passiert sind, um Hermke herum, mal mit mir und Hermke, mal mit Gerd und Hermke. Ich hab gedacht da könnte man ein ganz nettes Mini-Podcast Format draus machen also starten wir jetzt hier die Reihe „Geschichten aus dem Hermke Universum“.

    Es werden eher kleinere kurze Anekdoten sein, kleine Erinnerungsfetzen. Aber ich denke das kann auch amüsant sein.

    In diesem Sinne viel Spaß beim zu hören.

     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    2. April 2021 und 4 Kommentare

    Der großartige John Cleese hat einmal gesagt Kreativität braucht seine Zeit. Du kannst nur wirklich kreativ sein, wenn du einfach mal Raum und Zeit hast zum Nachdenken, zum Schlendern,  zum Gammeln,  zum in der Sonne sitzen. Da kommen uns dann irgendwann die Ideen aus einem freien Geist, aus einem leichten Geist, der ohne Druck arbeiten darf. 

    Das weiterlesen…

    Berge des Wahnsinns

    von am 31. März 2021 noch kein Kommentar

    Gou Tanabe
    Berge des Wahnsinns 01
    Übersetzung: Jens, Ossa
    Carlsen Verlag GmbH Juli 2020 – 290 Seiten
    ISBN 9783551724564 / 18,00 Euro

    Bilder und Motive aus der Lovecraft’schen Welt des Wahnsinns sind heute kaum mehr aus der modernen Popkultur wegzudenken. Aber auch die Adaptionen von Werken des Horror-Meisters sind in den letzten Jahren mehr und mehr geworden, sei es in Videospiel-Form wie „Call of Cthulhu“ oder Richard Stanleys Verfilmung „Die Farbe aus dem All“.

    Im Sommer 2019 startete Carlsen Manga in Deutschland eine einzigartige Reihe des Zeichners Gou Tanabe, der in den vergangenen Jahren viele Werke Lovecrafts in Comicform adaptiert hat. Nach Umsetzungen von „Der Hund und andere Geschichten“ und „Die Farbe aus dem All“ war auch „Berge des Wahnsinns“ an der Reihe, das hierzulande in zwei Bänden erschienen ist. Hier folgen wir der Polar-Expedition rund um den Geologen William Dyer und seiner Crew, die im Eis einige erschreckende Entdeckungen machen.

    Auf den insgesamt knapp 600 Seiten kann Tanabe eine unglaublich dichte Atmosphäre aufbauen und reißt den Leser richtig mit. Natürlich trägt hier auch das Artwork extrem stark dazu bei, der Detailgrad und die extrem gelungenen Designs von Monstern und Umgebung sind nahezu perfekt auf die Welt von Lovecraft abgestimmt. Eine kleine Kritik muss man aber an so manch doppelseitigen Bildern üben, hier gehen viele Details häufig schon fast verloren, so kleinteilig sind manche Artworks.

    Wie schon erwähnt ist „Berge des Wahnsinns“ nur eine von vielen Lovecraft-Reihen, die Gou Tanabe umgesetzt und Carlsen Manga veröffentlicht hat. Neben den bereits erschienenen Manga hat der Verlag auch schon weitere Bände wie zum Beispiel „Der Schatten aus der Zeit“ oder „Cthulhus Ruf“ angekündigt.

    Christian Süßmeier

    31. März 2021 und noch kein Kommentar

    Gou Tanabe
    Berge des Wahnsinns 01
    Übersetzung: Jens, Ossa
    Carlsen Verlag GmbH Juli 2020 – 290 Seiten
    ISBN 9783551724564 / 18,00 Euro

    Bilder und Motive aus der Lovecraft’schen Welt des Wahnsinns sind heute kaum mehr aus der modernen Popkultur wegzudenken. Aber auch die Adaptionen von Werken des Horror-Meisters sind in den letzten Jahren mehr und mehr geworden, sei es in Videospiel-Form wie „Call weiterlesen…

    Der letzte Mensch

    von am 29. März 2021 noch kein Kommentar

    Mary Shelley
    DER LETZTE MENSCH. Roman.
    Übersetzt von Irina Philippi
    Nachworte von Rebekka Rohleder & Dietmar Dath
    (THE LAST MAN / 1826)
    Ditzingen, Reclam, 2021, 585 S.
    ISBN 978-3-15-011328-8 / 26,00 Euro

    Brauchen wir jetzt wirklich noch eine apokalyptische Geschichte, in der es darum geht, dass die Menschheit von einer Seuche dahingerafft wird? Bevor wir darauf antworten, sollten wir doch erst einmal klären, wovon tatsächlich die Rede ist.

    Im Reclam Verlag ist zum Jahresbeginn die Übersetzung von Mary Shelleys (1797–1850) Roman »Der letzte Mensch« erschienen. Ein Buch, das erstmals 1826, also vor fast zweihundert Jahren, das Licht der Welt erblickte. Ein Buch, das (immer noch) in einer Zukunft gegen Ende des 21. Jahrhunderts spielt. Ein Buch, das so verstörend auf seine Zeitgenossen wirkte, dass es jahrzehntelang keine Nachauflagen gab. Ein Science-Fiction-Roman, der auch in Deutschland erst Anfang der 1980er Jahre erstmals (und dann nur stark gekürzt) veröffentlicht wurde.

    Shelley erzählt hier die Lebensgeschichte von Lionel Verney, der in einer weit entfernten Zukunft aus einfachsten Verhältnissen aufsteigt und als Gefährte zweier bedeutender Männer die Welt kennen lernt. Und gerade als er glaubt, alles erreicht zu haben (Familienglück und Wohlstand), bricht eine tödliche Seuche aus und löscht nach und nach nicht nur die Zivilisation, sondern auch jedes menschliche Leben aus.

    Dieser grobe Rahmen umfasst jedoch ein bis in kleinste Details aufs genaueste beobachtetes und beschriebenes Zeitbild, ein „Sittengemälde“, für dessen Betrachtung man sich etwas Zeit nehmen sollte – der Erkenntnisgewinn wiegt weit mehr.

    Dieses gut geschriebene, engagierte und auf mehreren Ebenen interpretierbare Buch liegt jetzt erstmals in der ihm gemäßen Form vor: von Irina Philippi gut und komplett übersetzt und ausführlich kommentiert, von Rebekka Rohleder mit einem engagierten Nachwort versehen und abschließend von Dietmar Dath in einem brillanten Essay historisch-kritisch mit unserer Gegenwart verknüpft: „Mary Shelleys großes Buch […] gehört in die Schule, zu der die Moderne das ganze menschliche Leben gemacht hat“ (S. 585).

    Somit kann die Eingangsfrage also beantwortet werden. Es braucht sicherlich keine weiteren x-beliebigen Katastrophenromane – aber dieses literarische Meisterwerk in einer exquisiten Ausgabe in die Hand nehmen zu können: das brauchte es schon.

    Horst Illmer
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    Der letzte Mensch
    via e-mail im Laden oder im Libri-Shop bestellen

    29. März 2021 und noch kein Kommentar

    Mary Shelley
    DER LETZTE MENSCH. Roman.
    Übersetzt von Irina Philippi
    Nachworte von Rebekka Rohleder & Dietmar Dath
    (THE LAST MAN / 1826)
    Ditzingen, Reclam, 2021, 585 S.
    ISBN 978-3-15-011328-8 / 26,00 Euro

    Brauchen wir jetzt wirklich noch eine apokalyptische Geschichte, in der es darum geht, dass die Menschheit von einer Seuche dahingerafft wird? Bevor wir darauf antworten, sollten wir doch erst einmal klären, wovon weiterlesen…

    comicdealer.de