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  • Home Girl

    von am 15. April 2020 Kommentare deaktiviert für Home Girl

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Alex Wheatle
    Home Girl
    Aus dem amerikanischen Englisch von Conny Lösch
    Kunstmann, München 2020, 254 Seiten
    ISBN 978-3-95614-355-7

    Die ersten drei Jugendromane des britischen Autors Alex Wheatle waren alle in Crongton angesiedelt, einem fiktiven schwarzen Viertel voller Gangs und Gewalt, das englische, amerikanische und jamaikanische Einflüsse vereint. Wheatles neuer Roman „Home Girl“, gewohnt gut von Conny Lösch übersetzt, setzt nun in Ashburton ein, direkt neben Crongton.

    Diesmal geht es nicht um britische Kids, die versuchen, in der Welt der Gangs und Problemfamilien klarzukommen, sondern um Pflegekinder, deren Welt mindestens genauso hart sein kann. Ich-Erzählerin Naomi ist vierzehn Jahre alt, hat aber bereits viel Mist gesehen und erlebt. Ihre vorlaute Klappe und ihr saftiges Gefluche dienen der aufsässigen Teenagerin als Rüstung – doch jede Panzerung kann durchdrungen werden. So, wie jede neue Unterbringung mit Skepsis und Paranoia betrachtet wird. Selbst die der Pflegefamilien, die es wirklich gut mit Naomi meinen …

    Der 1963 in Brixton geborene, heute in London lebende Alex Wheatle, der vor Jahren eine Zeitlang im Gefängnis saß und hier die Liebe zur Literatur entdeckte, schreibt relativ harte und sprachlich ziemlich gepfefferte Jugendbücher für die Kids von heute, die schon wissen, wo der Hase lang läuft. Doch auch erwachsene Leser mögen Wheatles Direktheit und Sprache, ob in den coolen Crongton-Büchern oder nun im frechen „Home Girl“. In dessen Kapiteln behandelt Wheatle neben ungewöhnlichen Arten von Rassismus z. B. noch die umständliche, gelegentlich irrgeleitete Bürokratie der Jugendhilfe.

    Alex Wheatle ist trotz seiner Qualitäten weit davon entfernt, hierzulande ein Bestsellerautor zu sein – umso löblicher und schöner, dass der Kunstmann Verlag weiter an ihm festhält.

    Christian Endres

    15. April 2020 und Kommentare deaktiviert für Home Girl

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Alex Wheatle
    Home Girl
    Aus dem amerikanischen Englisch von Conny

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    Power

    von am 8. April 2020 Kommentare deaktiviert für Power

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Verena Güntner
    Power
    DuMont, Köln 2020, 254 Seiten
    ISBN 978-3-8321-8369-1

    „Power“, der zweite Roman der 1978 in Ulm geborenen, heute in Berlin lebenden Theaterschauspielerin und Schriftstellerin Verena Güntner („Es bringen“), beginnt wie eine typische Außenseitergeschichte.

    Diese handelt zunächst vor allem von Kerze, dem andersartigsten, absonderlichsten und eigensinnigsten, aber auch stärksten und unabhängigsten Mädchen des Dorfes. Kerze glaubt Gespenster sehen zu können und folgt in all ihrem Tun einer zweifellos neurotischen, allerdings zugleich selbstsicheren Methodik. Insofern ist Kerze zwar wirklich eine unangepasste Außenseiterin, aber eben eine von der Sorte, die vor offensivem Selbstbewusstsein nur so strotzt.

    Als der Terrier namens Power ihrer unsicheren älteren Nachbarin verschwindet, macht Kerze sich auf die Suche nach dem Hund. Mit Beginn der Sommerferien schließen sich ihr nach und nach alle Kinder des ohnehin schon ausblutenden Dorfes an, verschwinden im unheimlichen Wald und leben dort wochenlang wie ein verwildertes Hunderudel nach ihren eigenen Regeln und Ritualen. Die Erwachsenen können Kerze und die anderen nicht erreichen und halten lieber in ihrer Mitte nach einem Sündenbock für diese bizarre Wendung im vergifteten Alltag und Gefüge des Orts Ausschau.

    Letztlich handelt diese märchenhaft surreale, düstere und bedrohliche Geschichte in erster Linie von Entfremdung und Eskalation: zwischen den Generationen, zwischen den Menschen allgemein. Oder wie es in „Power“ an einer Stelle heißt: ‚Die Realität ist echt ein krass unrealistisches Konstrukt’. Ein merkwürdiges, jedoch fesselndes, intensives und durchgehend stark formuliertes Büchlein – mit wunderbar vielen Ecken und Kanten für gerade mal 250 Seiten.

    Christian Endres

    8. April 2020 und Kommentare deaktiviert für Power

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Verena Güntner
    Power
    DuMont, Köln 2020, 254 Seiten
    ISBN 978-3-8321-8369-1

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    Late Show

    von am 6. April 2020 Kommentare deaktiviert für Late Show

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Michael Connelly
    Late Show
    Renée Ballard – Ihr erster Fall
    Aus dem amerikanischen Englisch von Sepp Leeb
    (Late Show, 2017)
    Kampa, Zürich 2020, 431 Seiten
    ISBN 978-3-311-12503-7

    Die „Bosch“-Romane von Veteran und Bestsellerautor Michael Connelly gehören zum Besten, was der US-Krimi zu bieten hat, und dasselbe gilt für die TV-Serie mit Titus Welliver in der Hauptrolle des Polizisten, den Connelly seit 1992 ermitteln lässt. Doch Connelly hat noch mehr Protagonisten geschaffen. Nach Bosch ist wohl der Anwalt Mickey Haller am bekanntesten, Boschs Halbbruder, den Matthew McConaughey in „Der Mandant“ spielte.

    Im just von Kampa auf Deutsch veröffentlichen Roman „Late Show“ führt der 1956 geborene Connelly mit Renée Ballard nun eine neue Hauptfigur in sein Universum ein. Die junge hawaiianische Polizistin aus der Nachtschicht der Polizei von Los Angeles ist so unnachgiebig und unangepasst wie Bosch. Sie schläft wenig, und wenn, dann in einem Zelt am Strand, da sie momentan obdachlos ist. Ballard und Connelly haben im ersten Band beide immer einen Ball zu viel in der Luft, während es um die Jagd auf einen Mehrfachmörder sowie die Suche nach einem Gewalttäter geht, der eine Transgender-Prostituierte übel zugerichtet hat.

    Trotzdem reichen Connelly-Routine und Bosch-Tugenden für ein überdurchschnittlich gutes, ebenso minutiöses wie spannendes Police Procedural. Noch nicht so stark wie Harry Bosch in Höchstform, doch man würde definitiv weitere Fälle von Detective Ballard lesen. Zumal im Original längst zwei Ballard/Bosch-Crossover erschienen sind.

    Christian Endres

    6. April 2020 und Kommentare deaktiviert für Late Show

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Michael Connelly
    Late Show
    Renée Ballard – Ihr erster

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    Young God

    von am 29. März 2020 1 Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Katherine Faw
    Young God
    Aus dem Amerikanischen von Alf Mayer
    (Young God, 2014)
    Polar Verlag, Stuttgart 2020, 228 Seiten
    ISBN 978-3-945133-95-8

    Anfang 2020 startete der Stuttgarter Polar-Verlag, der ein wahres Paradies für Krimi-Liebhaber ist, neben seinem Hardcover-Programm eine neue Taschenbuch-Reihe, und gleich das erste dünne Büchlein hat es in sich.

    In „Young God“ erzählt die 1983 geborene US-Autorin Katherine Faw von Nikki, einem heranwachsenden Mädchen in den Hügeln der Appalachen North Carolinas, wo Armut und Drogen den Alltag bestimmen. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Nikki in den Trailer ihres Vaters, eines Dealers und Zuhälters. Obwohl sie erst dreizehn Jahre alt ist, kommt Nikki gut in dieser rauen, zugedröhnten Welt zurecht und will schließlich selbst ein Stück vom Drogenkuchen.

    Faw erzählt ihre radikale White-Trash-Milieustudie ohne Kompromisse. Beim Überarbeiten dampfte sie den Roman von 100.000 auf 20.000 Wörter ein, ließ sie nur noch das Nötigste für die Ausleuchtung der Szenen stehen. Manche Kapitel sind bloß zwei Seiten oder gar gerade mal anderthalb Zeilen lang – „Young God“ hat wirklich kein Gramm fett zu viel. Der Trick des Reduzierens funktioniert nicht immer, aber oft genug, um z. B. Larry Browns Kritiker-Darling „Fay“ über eine andere junge Opportunistin zu überholen.

    Allerdings bleibt David Joys „Wo alle Lichter enden“, 2019 ebenfalls im Polar Verlag erschienen, das aktuelle Krimi-Meisterwerk über die Hinterwäldler der Appalachen, die Trump damals mit zum Wahlsieg verhalfen.

    Christian Endres

    29. März 2020 und 1 Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Katherine Faw
    Young God
    Aus dem Amerikanischen von Alf Mayer
    (Young God, 2014)
    Polar

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    Clockwork Century-Universum

    von am 13. Februar 2012 Kommentare deaktiviert für Clockwork Century-Universum

    Um an das sagenhafte Gold unter der dicken Eiskruste Alaskas zu gelangen, schrieb Russland 1860 einen Erfinder-Wettbewerb aus. Also baute der geniale Tüftler Dr. Leveticus Blue aus Seattle den Boneshaker-Bohrer. Dumm nur, dass der Testlauf seines mechanischen Ungetüms den Stadtkern seiner Heimatstadt in ein Niemandsland verwandelt hat, voll mit Giftgas, Untoten und ein paar halbtoten Überlebenskünstlern, Luftschiff-Schmugglern und seltsamen Gestalten. Als Dr. Blues störrischer Sohn Zeke sich Jahre später ins Seuchengebiet jenseits der Fraßmauer begibt, um mehr über sein schweres Erbe und die Geheimnisse seiner Familie zu erfahren, folgt ihm seine beherzte Mutter natürlich auf dem Fuße – und schon haben wir den Plot von Cherie Priests »Boneshaker«. Die 1975 geborene Priest, die sich mit Southern-Gothic-Geistergeschichten einen Namen gemacht hat, bleibt dabei voll und ganz ihrer geografischen Linie treu: Während andernorts weiterhin meist das viktorianische London als Kulisse für Abenteuer mit Luftschiffen, allerhand anachronistischen Apparaten und alternativen Geschichtsverläufen dient, siedelt Priest ihre knackige Story in Seattle zum Ende des amerikanischen Bürgerkriegs an. Ob aus Steampunk damit automatisch Weird Western wird, sei vorerst einmal dahingestellt. Wen scheren angesichts der grandiosen Stimmung sowie der fabelhaften Dialoge im giftigen Gas und den düsteren Schutzräumen und Tunneln außerdem irgendwelche spitzfindigen Genre-Definitionen? Das im Original schon 2009 erschienene »Boneshaker«, das nicht umsonst für den Hugo Award nominiert und u. a. von Kelly Link, Warren Ellis und Mike Mignola in höchsten Tönen gelobt worden ist, schüttelt den hierzulande bereits wieder als gescheitert angesehenen Steampunk-Trend auch so noch mal bis auf die Knochen durch. Bleibt nur zu hoffen, dass die übrigen Romane aus Priests hoch interessantem Clockwork Century-Universum ebenfalls noch als dermaßen schön gestaltete Taschenbücher mit den prächtigen Covern von Jon Foster auf Deutsch erscheinen.

    Boneshaker

    Cherie Priest

    Heyne 2012 € 8,99

    13. Februar 2012 und Kommentare deaktiviert für Clockwork Century-Universum

    Um an das sagenhafte Gold unter der dicken Eiskruste Alaskas zu gelangen, schrieb Russland 1860 einen Erfinder-Wettbewerb aus. Also baute der geniale Tüftler Dr. Leveticus Blue aus Seattle den Boneshaker-Bohrer. Dumm nur, dass der Testlauf seines mechanischen Ungetüms den Stadtkern seiner Heimatstadt in ein Niemandsland verwandelt hat, voll mit Giftgas, Untoten und ein paar halbtoten Überlebenskünstlern,

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    30 Jahre Hermkes Romanboutique

    von am 8. Januar 2011 Kommentare deaktiviert für 30 Jahre Hermkes Romanboutique

    Fantastisches Jubiläum zwischen Romanen und Comics

    Ist es wirklich schon wieder 30 Jahre her, dass Hermke Eibach rauchend in seinem kleinen Laden im Frauenland stand und Abenteuer-Comics und Science-Fiction-Heftromane an begeisterte Leser jeden Alters verkaufte?

    Ja, das ist es! Seit 30 Jahren geht man in Würzburg nun schon in die Romanboutique, auch wenn der Laden inzwischen an die nächste Generation und Gerd Eibach und Bernie Sterner übergegangen ist, mit »Hermke« jedoch nach wie vor als unverzichtbarer grauer Eminenz zwischen antiquarischen Büchern und Sammlerstücken. Noch heute gehen viele Stammkunden im Sprachgebrauch schlicht »zum Hermke« oder kaufen »beim Hermke« ihre fantastischen Schätze.

    Wer sich im unterfränkischen Raum und der Region Würzburg für fantastische Bücher, Comics und Spiele begeistert, der geht in Hermkes Romanboutique im Frauenland. Trotz boomendem Online-Handel und Trend zum E-Book ist der bis unter die Decke mit Büchern gefüllte Laden mehr denn je der erste Anlaufpunkt für alle, die das Schmökern noch nicht verlernt und ihren Spieltrieb noch nicht verloren haben. Egal ob Donald Duck, Spider-Man, Batman, Nichtlustig, Perry Rhodan, Wolfgang Hohlbein, J. R. R. Tolkien oder Warhammer – im Laden gibt es neben guten Gesprächen und fachkundiger Beratung alles, was das Fantastenherz begehrt: Neue deutsche Bücher und Comics. US-Comics und -Sammelbände. Spiele und Zubehör. Und natürlich immer etwas Neues zu entdecken.

    Außerdem erfüllt Hermkes Romanboutique längst noch einen anderen Zweck, ist der Laden doch eine beliebte Anlaufstelle und ein regelrechtes Sammelbecken für die vielen Fantastik-Schaffenden in und aus der Region Würzburg. Autoren, Comic-Künstler, Spiele-Erfinder, Magazin-Redakteure – sie alle treffen sich regelmäßig im Laden, tauschen sich privat aus und fachsimpeln natürlich auch über Trends, Neuerscheinungen und Entwicklungen.

    Dabei fällt schnell auf: Die Szene ist allein in Würzburg reicher an talentierten Menschen, als man vermutet.

    Da wäre etwa der Würzburger Maler Volkan Baga, dessen realistische, aber dennoch stets der Phantastik verpflichteten Ölgemälde nicht nur Buchcover bei großen Verlagen schmücken, sondern auch auf vielen Karten des international erfolgreichen Sammelkartenspiels „Magic – The Gathering“ Verwendung finden, während er als gern gesehener Gast in Japan, den USA und Europa Veranstaltungen besucht.

    Oder Christian Krank, der mit einem völlig eigenen Stil nicht nur Comics schreibt und zeichnet oder Platten- und Buchcover gestaltet, sondern auch als Kolorist für diverse große amerikanische Verlage arbeitet und u. a. „Tank Girl“ koloriert.

    Christian Endres schreibt nicht nur für diverse Zeitungen und Magazine oder betreut als Redakteur die deutschen Comic-Ausgaben von z. B. „Spider-Man“, „Conan“ und „Hellboy“, sondern hat inzwischen auch zwei Mal den Deutschen Phantastik Preis gewonnen, zuletzt für seine Storysammlung „Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes“.

    Auch Markus K. Korb ist ein mit dem Deutschen Phantastik Preis prämierter Autor aus der Region und versteht sich als Autor von Kurzgeschichten, aber auch als Herausgeber ganz in der Tradition von Horror-Altmeistern wie H. P. Lovecraft und Edgar Allan Poe.

    Die Würzburger Spieleschmiede Dausend Dode Drolle um Carsten Grebe hat sich indes mit Spielen wie „Campanile“ oder „Habemus Papam“ überregional längst einen Namen gemacht und feiert auf der Spielemesse in Essen Jahr für Jahr große Erfolge mit den neu vorgestellten Brett- oder Kartenspielen.

    Klaus Bollhöfener, hauptberuflich Marketingleiter für Heftroman-Ikone „Perry Rhodan“, gibt seit 10 Jahren das renommierte Genre-Fachmagazin „phantastisch!“ heraus, für das auch viele Autoren aus Würzburg und Umgebung als Redakteure, Übersetzer und Rezensenten tätig sind.

    Dabei ist das nur die Spitze des Eisbergs – semiprofessionell und professionell beschäftigen sich noch wesentlich mehr Fantastikbegeisterte aus dem Würzburger Raum mit ihren Lieblingsgenre in seinen unterschiedlichsten Formen, egal ob als Redakteure, Autoren oder Blogger.

    Und sie alle zieht es auch immer wieder »zum Hermke«.

    Am Samstag dem 15. Januar 2011 steigt nun die große Sause zum 30-jährigen Bestehen von Hermkes Romanboutique, mit vielen der eben genannten Szene-Helden und Künstlern aus der Region, die natürlich fleißig zeichnen und signieren werden.

    Als Star-Gast hat sich Tommy Krappweis angekündigt. Der Entertainer, bekannt aus diversen TV Shows („Disney TV“, „RTL Samstag Nacht“, „Bernd das Brot“) ist diesmal in seiner „Rolle“ als Fantasyautor geladen. Tommy wird aus seinem Werk „Mara und der Feuerbringer“ (Zwei Bände erschienen im Egmont Schneider Verlag) lesen und die Zuhörer mit witzigen Anekdoten und flotten Geschichten unterhalten.

    • Kategorie: Veranstaltungen
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    8. Januar 2011 und Kommentare deaktiviert für 30 Jahre Hermkes Romanboutique

    Fantastisches Jubiläum zwischen Romanen und Comics

    Ist es wirklich schon wieder 30 Jahre her, dass Hermke Eibach rauchend in seinem kleinen Laden im Frauenland stand und Abenteuer-Comics und Science-Fiction-Heftromane an begeisterte Leser jeden Alters verkaufte?

    Ja, das ist es! Seit 30 Jahren geht man in Würzburg nun schon in die Romanboutique, auch wenn der Laden inzwischen

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    Wem kannst du noch trauen?

    von am 6. April 2009 1 Kommentar

    Das ist derzeit die Kardinalsfrage für Spider-Man, Luke Cage, Iron Man, Ms. Marvel und die übrigen Superhelden des zeitgenössischen, hochpolitisierten Marvel Universums, das sich in den letzten Monaten und Jahren stark gewandelt hat. Nach dem verheerenden Bürgerkrieg und dem Registriergesetz für Superwesen, dem Tod der Helden-Ikone Captain America, dem Teufelspakt bei Spidey und dem Weltenkrieg gegen den Hulk steht bereits das nächste von langer Hand geplante, alles verändernde Großereignis an, das nun auch die deutschen Serien bei Panini erreicht hat: Die Secret Invasion.

    Die außerirdisch-gestaltwandlerischen Skrulls stehen wieder einmal bereit, die Erde zu erobern. Dazu haben sie diesmal die Reihen der Erden-Superhelden infiltriert, sodass allgegenwärtig die große Vertrauensfrage vorherrscht. Wem kann man noch trauen? Wer könnte ein Skrull sein? Autor Brian Michael Bendis, der seit Jahren die Geschicke bei Marvel fest in der Hand hält und maßgeblich lenkt, hat seit mehr als vier Jahren im Hintergrund auf diesen Comic-Event hingearbeitet. Insbesondere in seiner Spider-Man und die Neuen Rächer-Heftserie ließ er immer mal einen Hinweis fallen. Und schon nach dem ersten Heft der Hauptserie zur geheimen Invasion wird klar, dass die Geschehnisse der Secret Invasion vieles in Gang setzen und in Frage stellen – und sei es nur das kritische Hiinterfragen der letzten aufrüttelnden, umwälzerischen Ereignisse in der Marvel-Kontinuität der letzten Jahre. Wo könnten die Skrulls ihre grünen Finger noch im Spiel gehabt haben?

    Wie bei seinen Rächern, steht Bendis auch in der Secret Invasion-Miniserie Zeichner Leinil Yu zur Seite. Dieser hat sich wie das MU selbst ganz schön markant entwickelt über die Jahre und ist qualitativ stark vom Inker abhängig – als stets pünktlich lieferndem Mengenzeichner verzeiht man ihm aber auch mal ein etwas verunglückte Mimik oder Pose, zumal er zum Auftakt der SI wesentlich stärker wirkt als zuletzt auf den Seiten von Bendis’ Neuen Rächern.

    Wie Iron Man Tony Stark richtig sagt: Dies ist der Anfang. Das Misstrauen ist gesät. Die Gefahr steht nicht bloß vor der Tür, sie macht es sich bereits in der Diele gemütlich und läuft auf das Wohnzimmer zu, ohne dass sie jemand erkennt. Die Secret Invasion, auf die so vieles hingedeutet hat, ist also in vollem Gange, wie auch unsere legalen und illegalen Rächer-Teams feststellen müssen, als man nicht nur einander im saurier- und nun auch skrullverseuchten Wilden Land begegnet, wo die ursprünglichen Neuen Rächer ja seinerzeit sogar ihren ersten Einsatz hatten…

    Auch wenn es dem Marvel Universum zweifellos gut täte, einmal ein Jahr ohne Mega-Crossover und Riesen-Event mit Dutzenden Tie-Ins und Haupt- und Nebenserien und fundamentalen Neuerungen auszukommen – spannend ist das hier schon. Vor allem natürlich die nagende Frage, wer sich am Ende alles als grüner Gestaltwandler entpuppen wird.

    Um es einmal wie Denis Schecks Worten zu sagen: Sie sind sattelfest in der aktuellen Marvel-Welt? Dann vertrauen Sie mir, ich weiß was ich tue, und geben Sie der Secret Invasion eine Chance.

    6. April 2009 und 1 Kommentar

    Das ist derzeit die Kardinalsfrage für Spider-Man, Luke Cage, Iron Man, Ms. Marvel und die übrigen Superhelden des zeitgenössischen, hochpolitisierten Marvel Universums, das sich in den letzten Monaten und Jahren stark gewandelt hat. Nach dem verheerenden Bürgerkrieg und dem Registriergesetz für Superwesen, dem Tod der Helden-Ikone Captain America, dem Teufelspakt bei Spidey und dem Weltenkrieg gegen

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