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  • Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

    von am 22. Juli 2009 1 Kommentar

    Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch nicht beim Verlagsprospekte-durchstöbern aufgefallen. Ein großer Fehler, denn so ist mir die wunderbar verwobene und phantastische Lektüre lange Zeit vorenthalten worden.

    An dieser Stelle ist mir wieder einmal zu Bewusstsein gekommen, wie viel befruchtender doch persönliche Gespräche und der direkte Erfahrungsaustausch im Vergleich zu einsamem Stöbern in Prospekten oder dem WorldWideWeb ist. Es wird Zeit, dass sich an den Gewohnheiten der Leute wieder etwas ändert. Kommt aus euren Löchern gekrochen, lasst den Rechner mal aus und redet miteinander. Ihr werdet überrascht sein, dass der Gehalt von Gesprächen und Diskussionen einfach unglaublich viel dichter ist und dass durch direkte Kommunikation einfach mehr individuelle Drehungen und Wendungen das Ergebnis individualisiert wird und zum Schluss viel mehr Essenz hängen bleibt.

    Der Spanier Zafón wird von Peter Schwaar trefflich ins deutsche übertragen. Wundervoll abstruse Charaktere bewegen sich durch eine sehr reale und dennoch traumhaft phantastische Welt in sprachlich eleganter Grazie.

    Sicherlich erkennt vor allem der Leser phantastischer Bücher den Hauch von "Tintenblut", "Nocturna" und anderen All-Agern und vielleicht ist der "Friedhof der vergessenen Bücher" sogar die Basis für Walter Moers 2004 erschienene "Stadt der Träumenden Bücher" trotzdem kommt Zafón völlig autark daher und erinnert mit seiner Sprache und in seinem Aufbau eher an literarische Klassiker. Vielleicht manchmal ein wenig antiquiert, aber wundervoll und sicher eine märchenhafte Lektüre für Erwachsene.

    Jetzt habe ich geschwärmt und gelobt, ohne dabei auch nur ein wenig auf den Inhalt einzugehen und dabei soll es auch bleiben. Die Abenteuer des jungen Daniel, der von seinem Vater zum Friedhof der vergessenen Bücher gebracht wird und das Geheimnis des Julian Carax muss jeder selbst lüften. Ich hoffe mit eben derselben Leselust und Wissbegier, die mich durch die Seiten getrieben hat.

    Viel Spass beim Lesen wünscht Gerd

    Fazon, Carlos Ruiz: Der Schatten des Windes

    Suhrkamp, 2008

    € 9,90

    22. Juli 2009 und 1 Kommentar

    Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch nicht beim Verlagsprospekte-durchstöbern aufgefallen. Ein großer Fehler, denn so ist mir die wunderbar weiterlesen…

    Das Lied der Dunkelheit

    von am 29. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

    Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held des Romanes. Sie formt ihn in einer Art, die dem Leser die Gänsehaut über den Rücken jagt. Ein faszinierendes Buch über einen scheinbar hoffnungslosen Kampf. Ein Buch über Mut und Verzweiflung und die Stärke des Individuums und seine Schwäche. Das Buch hat mich gefesselt, fasziniert, erschreckt und umgarnt. 700 Seiten können wie im Flug vergehen.

    Unbedingt lesen und träumen. Aber Vorsicht, denn nachts kommen die Dämonen.

    Brett, Lied der Dunkelheit

    Paperback, 700 Seiten
    € 15,00 [D]

    • Kategorie: Bücher , Fantasy
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    29. Juni 2009 und Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

    Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held des Romanes. Sie formt ihn in einer Art, die dem Leser die Gänsehaut weiterlesen…

    • Kategorie: Bücher , Fantasy
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    2 Kurztipps – oder es geht auch ohne Winterfell

    von am 9. Juni 2009 1 Kommentar

    Acacia

    Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es jedoch geschafft haben den Leser nicht durch jahrelanges "in der Luft hängen und auf Fortsetzung warten" zu quälen.

    David Anthony Durham hat mit seinem "Acacia — Macht und Verrat" einen ersten abgeschlossenen Roman vorgelegt. Seine dichte und bildgewaltige Schilderung der Intrigen und Ränkespiele der Akarans sind den vielschichtigen Verstrickungen aus Martins Werk mehr als ebenbürtig und ziehen den Leser von Anfang an in einen Sog aus Korruption und Verrat. Durhams Roman wirkt dabei dicht und obwohl sich der Vergleich mit Winterfell aufdrängt absolut eigenständig. Obwohl sich der Autor die Möglichkeit offen lässt in dieser Welt weiterzuschreiben, wird der Leser mit einem völlig abgeschlossenen und runden Handlungsbogen belohnt.

    Durham, Acacia

    Paperback, 800 Seiten

    50 s/w Abbildungen

    € 14,00 [D]

    Schattenfall

    Meine zweite Empfehlung ist für mich persönlich das stärkste, was ich in dieser Strömung der Fantasy gelesen habe. Die gesamte Trilogie ist bereits als Hardcover bei Klett Cotta erschienen und demnächst kommt auch als Taschenbuch der letzte Band beim Heyne Verlag heraus. R. Scott Bakker stellt in seinem "Krieg der Propheten" hohe Ansprüche an den Leser. Sein Werk fordert aufmerksames Lesen und seine philosophischen Hintergründe sind teilweise wirklich anspruchsvoll. Dafür bekommt der Leser eine unglaubliche Vielfalt und Hintergründigkeit geboten. Die Mühe, die es anfänglich macht, Bakkers anspruchsvollen Stil und seine Vielschichtigkeit zu durchschauen wird mit fortschreitendem Lesen absolut belohnt. Wer sich die Mühe Macht, diese drei wunderbaren Bücher zu lesen wird meine Begeisterung verstehen. Viele Aspekte der Trilogie sind Bilder unserer Welt und wer ein wenig nachdenken will wird durch die Lektüre bestimmt viele Anstöße bekommen.

    Bakker, Krieg der Propheten 1 – Schattenfall

    Taschenbuch, 656 Seiten

    € 9,95 [D]

    Tja Herr Martin, bleibt nur zu hoffen, dass ihr ambitioniertes Werk nicht letztendlich versandet. Wie man es besser macht, Tiefe und Dichte erzeugt ohne sich dabei zu verlieren zeigen diese beiden Werke. Also Schluss mit Trübsal-blasen ob der stockenden Schreibkünste eines Autors, der sich in seiner Geschichte verloren hat. Auf zu neuem Lese-Vergnügen. Es geht auch so!

    9. Juni 2009 und 1 Kommentar

    Acacia

    Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es jedoch geschafft haben den Leser nicht durch jahrelanges "in der Luft hängen und auf weiterlesen…

    Rumo

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Rumo

    Rumo und die Wunder im Dunkeln
    Autor:
    Moers, Walter
    Verlag, Nummer:
    Piper HC 4548
    ISBN: 9783492045650

    Rumo und die Wunder im Dunkeln ist das dritte Buch der in Zamonien spielenden, phantastischen Romane von Walter Moers.
    Nachdem er uns mit „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ als märchenhaftem Reise und Abenteuerroman mit den erklärungsbedürftigen Wundern, Daseinsformen und Phänomenen Zamoniens und Umgebung bekannt gemacht hat, mit „Ensel und Krete“ die lieb gewonnene Gemeinschaft der Buntbären als Polizeistaat enttarnt und uns in das Schaffen von „Hildegunst von Mythenmetz“, des größten zamonischen Dichters eingeführt hat, legt Walter Moers mit „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ die Übersetzung des nächsten epochalen Werks des zamonischen Dichters „Hildegunst von Mythenmetz“ vor.
    Inhalt:
    Rumo ist ein knuddeliger, süßer, kleiner Wolpertingerwelpe und er ist allein, verängstigt und zum Sterben verurteilt.
    Von einer Horde der gefürchteten Teufelszyklopen bei einem unmenschlichen Gemetzel entführt und aus seiner vertrauten Umgebung gerissen, verschleppt auf die berüchtigten Zyklopenfelsen, fristet Rumo jetzt seine Tage in der Speisekammer der Teufelszyklopen – als lebender Lebensmittelvorrat.
    In der selben hoffnungslosen Lage befindet sich auch Volzotan Smeik, die Haifischmade. Er weiß um die besonderen Fähigkeiten der Wolpertinger, um ihr angeborenes Geschick im Kampf, um ihre instinktiven Killerfähigkeiten und ihre übermenschliche Schnelligkeit, die sie nahezu allen anderen Lebewesen gegenüber turmhoch überlegen macht. Smeik selbst ist ein Schreibtischtäter. Ein Theoretiker, der jedoch die Gabe hat, Situationen zu analysieren und Funktionalitäten zu erkennen, die anderen verborgen bleiben. Er sieht in Rumo seine Chance, aus der Vorratskammer der Teufelszyklopen auszubrechen. Und so beginnt die ungleiche Freundschaft zwischen Rumo und Smeik. Die Haifischmade füttert den Wolpertinger mit all dem theoretischen Wissen, all den taktischen und strategischen Kenntnissen, die diesen zu einem Meister des Kampfes machen sollen. In der Theorie. Und tatsächlich, all das fällt auf fruchtbaren Boden. Während die Beiden Mechanismen entwickelt haben, in der Vorratskammer der Zyklopen möglichst unauffällig zu wirken und somit all ihre bemitleidenswerten Schicksalsgefährten zu überleben, wird aus dem Welpen ein junger Krieger. In ihm vereint sich das Genom des Killers mit der taktischen Ausbildung eines Heerführers.
    Geschmiedet in den Abgründen der Teufelsfelsen, gehärtet vom Meister der Schlachtentheorie und erprobt in blutiger Schlacht, macht Rumo sich auf, sein großes Abenteuer zu erleben, das Abenteuer des Lebens, in einer Welt voller Wunder und Gefahren, voller Hass und Liebe.
    Beurteilung:
    Wieder einmal ist es Walter Moers gelungen, eine neue und unerwartete Facette seiner Phantasie zu offenbaren. Abenteuer pur – an exotischen Schauplätzen. Alte Bekannte und neue Helden. Allen voran das martialische Volk der Wolpertinger auf ihrem Weg in die Freiheit. Kampfszenen werden in solch unglaublich bildreicher Sprache beschrieben, dass man sie wie in einer Dokumentation analytisch sequenziert miterlebt und unweigerlich das Gefühl hat, man befinde sich in einer „Bullet Time“ Szene aus Matrix. Fremdartige Orte erreichen eine solch plastische Dichte, dass man ihre Gerüche wahrnimmt, ihre Geräusche hört und ihre mannigfaltigen Farben sieht. Neben den mitreißenden Beschreibungen und den exotischen Schauplätzen ist es, wie immer, die liebenswerte Vertrautheit der Protagonisten, ihre großen und kleinen Kämpfe und Probleme, allesamt Parabeln auf unser alltägliches Leben oder personifizierte Aspekte unserer Persönlichkeit, die uns zum träumen bringen.
    Fazit:
    Nie zuvor habe ich die Abgründe der menschlichen Seele ähnlich greifbar und plastisch beschrieben gesehen. Nie zuvor war Zamonien so böse – und dabei doch so voller Wunder und Schönheit. Walter Moers führt uns mit märchenhafter Leichtigkeit durch dieses Abenteuer zwischen Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, Gottfried August Bürgers „Baron von Münchhausen“ und Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“. Wer nicht nur was „zum Naschen“ will, der muss dieses Buch unbedingt lesen. Moersscher Wortwitz, fesselnde Spannung, ferne Länder, Freundschaft und wahre Liebe –
    Komm mit ins Abenteuerland!
    Nachtrag:
    Mitlerweile ist mit „Die Stadt der träumenden Bücher“ der nächste Roman aus Zamonien erschienen, eine Ode an Bücher und ein Prunkstück von spielerischem Umgang mit Literatur. Im Oktober 2007 soll „Der Schrecksenmeister“ veröffentlicht werden.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Rumo

    Rumo und die Wunder im Dunkeln
    Autor:
    Moers, Walter
    Verlag, Nummer:
    Piper HC 4548
    ISBN: 9783492045650

    Rumo und die Wunder im Dunkeln ist das dritte Buch der in Zamonien spielenden, phantastischen Romane von Walter Moers.
    Nachdem er uns mit „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ als märchenhaftem Reise und Abenteuerroman mit den erklärungsbedürftigen Wundern, Daseinsformen und Phänomenen Zamoniens und Umgebung bekannt gemacht hat, mit weiterlesen…

    Gedankenhaie

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Gedankenhaie

    Gedankenhaie (The Raw Shark Texts)
    Autor:
    Hall, Stephen
    Verlag, Nummer:
    Piper HC 5035
    ISBN 9783492050357

    Selten habe ich ein Buch so verschlungen, obwohl es derart komplex und fremdartig angelegt ist. Selten hat mir ein Buch größere Rätsel aufgegeben. So konnte ich bis zum Ende keine Zuordnung zu einem Genre finden.
    …und dann handelt es sich noch um das Erstlingswerk eines Quer-Einsteigers.
    Inhalt:
    Der Inhalt ist bis zu einem gewissen Punkt sehr schnell und einfach wiederzugeben. Eric Sanderson erwacht und all seine Erinnerungen sind gelöscht. Vollkommen und absolut. Der persönliche Teil, seine Identität ist einfach verschwunden. In seiner völligen Hilflosigkeit erreicht ihn ein Brief: „Eins nach dem anderen. Bleiben Sie ruhig. Wenn Sie das hier lesen, bin ich nicht mehr da. Nehmen Sie den Hörer und drücken Sie die Eins. Dr. Randle wird sich melden, Sie müssen sofort zu ihr fahren. Sofort. Mit Bedauern und voller Hoffnung, gezeichnet der Erste Eric Sanderson.“
    Der erste aus einer langen Reihe von Briefen, die ihn einweihen in die Realität hinter der Realität. Eric Sanderson macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit, sich selbst und der Wirklichkeit. Auf diesem Weg erwarten ihn haarsträubende Abenteuer, wilde Verfolgungsjagden, surreale Begegnungen und …die Liebe.
    Beurteilung:
    Das schon tausendmal da gewesene Thema eines Mannes, der das Gedächtnis verloren hat, wird von Anfang an völlig neu und anders erzählt. Der Autor bedient sich keiner bekannten Klischees, nutzt, im Gegenteil, deren Umschiffung als Stilmittel.
    Anfangs unverständlich und fragmentarisch, dem Zustand des Protagonisten angepasst, später ständig wechselnd zwischen ruhigen, nachdenklichen, in wirrer Ziellosigkeit dahin fließenden Episoden und rasanten, actiongeladenen Verfolgungsjagden auf der Suche nach seinem Selbst und der Realität, fesselt der Autor den Leser an die Handlung.
    Stephen Hall schickt seinen Helden auf eine Reise, die dem Leser auf wunderbare Weise verschiedenste Welten, Wirklichkeiten und Phantasien eröffnet. Dabei beschreitet er einen schmalen Grat nach dem anderen. Lockt den Leser in schwindelnde Höhen mit Angst einflößenden Abgründen rechts und links des Weges. Selten war für mich die zwingend stringente Logik von emotionalen Zusammenhängen plastischer und nachvollziehbarer beschrieben. Ebenso selten waren Beschreibungen von Zwischenwelten, von Welten hinter unserer Welt auch nur annähernd so heimelig und so selbstverständlich intim. Phantastisch, spielerisch verschlüsselt und wunderbar altmodisch ist die Realität hinter der Realität. Märchenhaft und mirakulös wie die zamonischen Phantasie-Welten eines Walter Moers. In den tiefsten Tiefen des eigenen Ich gefangen, einem kaum greifbaren Gefühl folgend wie Santiago, der andalusische Hirtenjunge aus Coelhos „Der Alchimist“, trifft Eric Sanderson auf viele spirituelle Boten, die ihm bei seiner Selbstfindung helfen und ihn Schritt für Schritt auf seinem Weg begleiten. Die Grenze zwischen Realität, Esoterik und Wahn verschwimmt zunehmend.
    Am Ende bieten sich dem Leser viele Wege, das Buch und die Geschichte zu verstehen. Bewusst überlässt es Stephen Hall dem Leser, wie rosarot oder fatalistisch er die Auflösung wahrnehmen möchte.
    Fazit:
    Trotz der zum Teil klischeehaft filmischen Erzählweise und der bewusst provozierten Assoziation mit Matrix führt der Autor den Leser auf eine esoterische Reise durch das Selbst mit vielen tiefen Wahrheiten, die einen noch lange träumen lässt. Gerne würde ich noch einmal in die wunderbare Realität hinter der Realität zurückkehren.
    Ein herausragendes Erstlingswerk, das Hoffnung auf weitere Bücher aus dieser Feder weckt.
    Mein besonderer Dank gilt der wundervoll einfühlsamen Übersetzung durch das Dreierteam Marcus Ingendaay, Susanne Hornfleck und Sonja Hauser.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Gedankenhaie

    Gedankenhaie (The Raw Shark Texts)
    Autor:
    Hall, Stephen
    Verlag, Nummer:
    Piper HC 5035
    ISBN 9783492050357

    Selten habe ich ein Buch so verschlungen, obwohl es derart komplex und fremdartig angelegt ist. Selten hat mir ein Buch größere Rätsel aufgegeben. So konnte ich bis zum Ende keine Zuordnung zu einem Genre finden.
    …und dann handelt es sich noch um das Erstlingswerk eines Quer-Einsteigers.
    Inhalt:
    Der Inhalt ist bis zu weiterlesen…

    Blumen für Algernon

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Blumen für Algernon

    Blumen für Algernon
    Autor:
    Keyes, Daniel
    Verlag, Nummer:
    Klett Cotta 978 3 608 93782 4

    Blumen für Algernon ist nur rein formal ein SF-Roman. Die im Buch beschriebene Therapie ist fiktiv. Darauf beruht die Genre Zuordnung.
    Der Roman ist ein herrausragendes Beispiel dafür, wie innovativ und einzigartig phantastische Literatur Aspekte der menschlichen Psyche, soziale Strukturen und ethische Prinzipien zu analysieren und ohne pädagogischen Zeigefinger zu vermitteln versteht.
    Inhalt:
    Der Roman besteht aus den Aufzeichnungen des Charlie Gordon. Charlies Tagebuch beginnt ganz am Anfang seiner Therapie zusammenhanglos brabbelnd, fast unverständlich. Charlie ist der erste Mensch und, nach der Maus Algernon, das zweite Lebewesen, das durch ein neu entwickeltes Wundermittel „erweckt“ wird. Vom debilen, kaum des Lesens fähigen Minderbemittelten entwickelt er sich im Laufe des Romans zu einer genialen überragenden Intelligenz. Sein Horizont erweitert sich, sein Schreibstil verändert sich und damit auch sein Umfeld – oder sein Blickwinkel auf sich selbs und sein Umfeld. Auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung bemerkt er die ersten regressiven Anzeichen an der vor ihm behandelten Maus Algernon…
    Beurteilung:
    In genialer Weise beschreibt Daniel Keyes den geistigen Aufstieg und Fall des Charlie Gordon. Verpackt in die tagebuchartigen Aufzeichnungen eines erwachenden Geistes philosophiert er dabei über den Sinn des Lebens, über zwischenmenschliche Beziehungen, über Wahrheit und Lüge, Freude und Leid, Glück und Schmerz.
    Fazit:
    Ein Buch, auf dem eigentlich stehen müsste: UNBEDINGT LESEN!
    Ein Buch, das in all seiner Traurigkeit die wirklich wichtigen Dinge im Leben erkennen lässt. Ein Buch, das eine bedeutende, wichtige Botschaft mitzuteilen hat.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Blumen für Algernon

    Blumen für Algernon
    Autor:
    Keyes, Daniel
    Verlag, Nummer:
    Klett Cotta 978 3 608 93782 4

    Blumen für Algernon ist nur rein formal ein SF-Roman. Die im Buch beschriebene Therapie ist fiktiv. Darauf beruht die Genre Zuordnung.
    Der Roman ist ein herrausragendes Beispiel dafür, wie innovativ und einzigartig phantastische Literatur Aspekte der menschlichen Psyche, soziale Strukturen und ethische Prinzipien zu analysieren und ohne pädagogischen Zeigefinger weiterlesen…

    Die Wand

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Die Wand

    Die Wand
    Autor:
    Haushofer, Marlen
    Verlag, Nummer:
    List TB 3 548 60571 0

    Nachkatastrophenromane III
    Auch die Wand ist gewissermaßen ein Nachkatastrophenroman. Im Stile von Mary Shellys „Verney der letzte Mensch“ oder George R. Stewarts „Leben ohne Ende“ als subjektive Erzählung. Die Beschreibung und Spezifizierung der Katastrophe an sich wird völlig ausgelassen. Nur die Gefühle und Empfindungen der Protagonistin und deren Umgang mit der Einsamkeit sind im Stile einer Robinsonade das zentrale Thema.
    Inhalt:
    Das Tagebuch beginnt an dem Tag, als die Ich-Erzählerin mit ihrer Kusine und deren Mann in dem kleinen Jagdhaus in den Bergen ankommt. Nach der Ankunft bleibt sie allein im Haus, während das Paar noch den Abend im nahen Dorf verbringen will. Am nächsten Morgen erwacht die Erzählerin allein, umgeben von einer unsichtbaren, unüberwindlichen Barriere, hinter der scheinbar alles in eine Totenstarre gefallen ist.
    Nach und nach erkennt sie den Ernst ihrer Lage und beginnt, ihre Umgebung zu erkunden und sich einzurichten. Allein, umgeben von ein paar überlebenden Tieren und der Natur der Berge.
    Beurteilung:
    „Die Wand“ ist ein erschreckend beeindruckendes Werk über Einsamkeit, erzählt mit der Kraft und Intensität der Einfachheit.
    Die namenlose Ich-Erzählerin erlebt ihre Robinson-Rolle als einfache Frau, groß geworden in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts. Lange vor der Frauenbewegung, lange bevor es selbstverständlich war, von Gleichstellung und Emanzipation zu sprechen.
    Nicht tatkräftig, neugierig oder mit dem Mut der Verzweiflung stellt sie sich ihrer Situation, sondern ergeben und demütig. Kein Aufbegehren, kein Abenteuer nur Ergebenheit. Die eindrucksvolle Leidensgeschichte einer Frau.
    Fazit:
    Trotz der manchmal enervierenden Leidensbereitschaft und Schwäche der Protagonistin beeindruckt der Roman durch seine unglaublich einfühlsame und sprachgewandte Erzälweise. Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Buch, dessen Heldin so fremd und unvorstellbar anders ist, als mein eigenes tatkräftiges und unruhiges Ego derart faszinieren könnte.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Die Wand

    Die Wand
    Autor:
    Haushofer, Marlen
    Verlag, Nummer:
    List TB 3 548 60571 0

    Nachkatastrophenromane III
    Auch die Wand ist gewissermaßen ein Nachkatastrophenroman. Im Stile von Mary Shellys „Verney der letzte Mensch“ oder George R. Stewarts „Leben ohne Ende“ als subjektive Erzählung. Die Beschreibung und Spezifizierung der Katastrophe an sich wird völlig ausgelassen. Nur die Gefühle und Empfindungen der Protagonistin und deren Umgang mit weiterlesen…

    Die Triffids

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Die Triffids

    Die Triffids
    Autor:
    Wyndham, John
    Verlag, Nummer:
    Heinrich & Hahn
    3-86597-036-2

    Nachkatastrophenromane II
    Der Klassiker aus diesem Besprechungstrio.
    Inhalt:
    In jener denkwürdigen Nacht liegt William Masen nach einem Autounfall mit verbundenen Augen im Krankenhaus. Nahezu alle anderen Bewohner unseres Planeten beobachten die unglaublichen Lichtspiele, die sich durch kosmische Ereignisse am Nachthimmel zeigen…
    …und erblinden innerhalb weniger Stunden. Das daraus folgende Chaos einer Apokalypse biblischen Ausmaßes trifft jeden Teil der Erde. Überall bricht die Zivilisation zusammen. Überall tasten verzweifelte Menschen durch geisterhafte Straßen. Hilflos sterben sie in einer plötzlich feindlichen Umwelt. William Masen und einige wenige andere, die durch Zufall unversehrt geblieben sind, finden sich in einer Welt des Grauens wieder. Hungernde, verzweifelte Menschen und außerdem …Triffids.
    Genetisch manipulierte Pflanzen zur Lösung der Treibstoff- und Nahrungsmittelknappheit unserer übervölkerten Welt. Triffids sind Lieferanten eines hochwertigen Öls und werden in gigantischen Hochsicherheits-Farmen gehalten. Denn Triffids sind nicht verwurzelt, also orts-treu wie gewöhnliche Nutzpflanzen. Sie können sich fortbewegen und sie verfügen über einen Giftstachel.
    Vom Menschen geschaffen, werden sie dessen größter Albtraum.
    Beurteilung:
    Die Triffids von John Wyndham ist gleichzeitig eines der ältesten und eines der herausragendsten Werke dieses Genres. Die actionlastige, rasante Story bringt die Schrecken einer Welt nach dem Zusammenbruch unserer Zivilisation auf den Punkt. Der betont sachliche Erzählstil erhöht die Wirkung dieser Bilder noch, indem er den Eindruck eines Tatsachenberichtes erweckt. Der zunächst völlig unkoordinierte Kampf ums Überleben, das Grauen der Überlebenden in einer Welt, in der wieder das Recht des Stärkeren regiert, Hoffnungen, Träume und Pläne für eine Zukunft. All das beschreibt Wyndham auf knapp 260 Seiten in derart eindringlicher Manier, dass man kaum zum Atem holen kommt.
    Fazit:
    „Die Triffids“ hat mit seiner harten unmissverständlichen Art ein ganzes Genre geprägt und sicherlich nicht zuletzt auch über Charlton Heston alias „Der Omega Mann“ und Romeros Zombie-Filme zur Style-Bildung einer ganzen Subkultur aus Filmen, Comics und Romanen beigetragen.
    Schön, dass der Klassiker jetzt in einer soliden Ausgabe in gebundener Form endlich wieder erhältlich ist.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Die Triffids

    Die Triffids
    Autor:
    Wyndham, John
    Verlag, Nummer:
    Heinrich & Hahn
    3-86597-036-2

    Nachkatastrophenromane II
    Der Klassiker aus diesem Besprechungstrio.
    Inhalt:
    In jener denkwürdigen Nacht liegt William Masen nach einem Autounfall mit verbundenen Augen im Krankenhaus. Nahezu alle anderen Bewohner unseres Planeten beobachten die unglaublichen Lichtspiele, die sich durch kosmische Ereignisse am Nachthimmel zeigen…
    …und erblinden innerhalb weniger Stunden. Das daraus folgende Chaos einer Apokalypse biblischen Ausmaßes trifft jeden weiterlesen…

    Ausgebrannt

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Ausgebrannt

    Ausgebrannt
    Autor:
    Eschbach, Andreas
    Verlag, Nummer:
    Lübbe
    978-3-785-72274-9

    Warnung!
    Die Besprechung von „Ausgebrannt“ ist für mich eine höchst zwiespältige Angelegenheit: der Autor hat die Handlung des Buches so aufgebaut, dass der Leser lange Zeit nicht ahnt, was ihn erwartet. Die Aufmachung und der Klappentext des Buches verraten aber in jedem Fall bereits so viel, dass ein unbedarftes Lesen fast unmöglich ist.
    Obwohl ich mich bemüht habe, keine wichtigen Aspekte zu verraten und mich auf keinen Fall weiter als der Klappentext gewagt habe, sei dennoch gesagt, dass es sicher interessant ist, das Buch ohne jegliches Vorwissen zu lesen. Das bedeutet: Hier aufhören!
    Nachkatastrophenromane I
    Ausgebrannt ist die erste von drei Buchbesprechungen, die sich mit dem Genre Nachkatastrophenroman befassen.
    Ausgebrannt ist zugleich das aktuellste Werk eines bereits einschlägig bekannten, deutschen Science-Fiction Autors und auch das einzige der drei besprochenen, das wirklich ganz direkten Bezug auf aktuelle Entwicklungen nimmt und das Ende der bestehenden Gesellschaft aus diesen ableitet.
    Inhalt:
    Der Deutsche Markus Westermann will den amerikanischen Traum leben. Vom Tellerwäscher zum Millionär und möglichst ohne Anstrengung. Aus diesem Grund hat er sich intern bei seiner Firma für ein Projekt nach Amerika beworben. Seine Vision ist es mit OPM (other peoples money) OPI (other peoples ideas) zu realisieren und so mit einer eigenen Firma ganz nach oben zu kommen. Markus kämpft auf diesem Weg mit allen Mitteln. Sein großes Ziel rückt immer näher, auch wenn es manchmal eng wird. Als er auf seiner Achterbahnfahrt durch die Finanzwelt auf den österreichischen Ölbohrtechniker Karl Walter Block trifft, scheint alles steil nach oben zu gehen. Öl in Hülle und Fülle. Durch Blocks revolutionäre Theorien scheinen alle bisherigen Prognosen Schall und Rauch. Der Traum vom schnellen Geld wird greifbar.
    Doch dann bricht alles zusammen…
    Beurteilung:
    Wäre nicht der Titel und der leider sehr viel verratende Klappentext, wäre der Leser durch die Wendung zur Katastrophe wirklich überrascht. Andreas Eschbach schafft es, in der ersten Hälfte seines Buches eine rasante, kaleidoskopische Verkettung verschiedener Handlungsstränge anzulegen. Durch das Netz der ständig wechselnden Personen, Orte und Zeitebenen formt sich nach und nach ein immer klareres Bild der Geschehnisse. Eines nach dem anderen passen die Teile des Puzzles zueinander. Bis zur Mitte des Buches sind fast alle losen Enden der verschiedenen Handlungsstränge miteinander verknüpft. Mit der Zusammenführung der verschiedenen Handlungs- und Zeitebenen wird die Geschichte linear, und der Leser folgt Markus Westermann durch die Kulisse unserer zerfallenden Zivilisation. Der bei nahezu allen anderen Nachkatastrophenromanen stattfindende große Knall fehlt. Vielleicht ist es jedoch gerade dieser schleichende Untergang, resultierend auf bekannten Tatsachen, recherchierten Fakten und unser aller Angst vor dem Ende des Öls, der die Geschichte so beängstigend und glaubwürdig macht.
    Fazit:
    Spannend und mitreißend geschrieben. Das ist der Stoff für einen echten Bestseller. Gut recherchierte Unterhaltung. Ein Endzeitszenario ohne den ganz großen Schrecken. Leicht verdaulich aber dennoch hervorragend beobachtet und gekonnt gesponnen.
    Dieser Eschbach kann es locker mit einem Dan Brown aufnehmen.
    Und für eine Verfilmung würde sich das Buch allemal eignen.

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Ausgebrannt

    Ausgebrannt
    Autor:
    Eschbach, Andreas
    Verlag, Nummer:
    Lübbe
    978-3-785-72274-9

    Warnung!
    Die Besprechung von „Ausgebrannt“ ist für mich eine höchst zwiespältige Angelegenheit: der Autor hat die Handlung des Buches so aufgebaut, dass der Leser lange Zeit nicht ahnt, was ihn erwartet. Die Aufmachung und der Klappentext des Buches verraten aber in jedem Fall bereits so viel, dass ein unbedarftes Lesen fast unmöglich ist.
    Obwohl ich mich bemüht weiterlesen…

    Das gestohlene Kind

    von am 12. Oktober 2008 Kommentare deaktiviert für Das gestohlene Kind

    Das gestohlene Kind
    Autor:
    Donohue, Keith
    Verlag, Nummer:
    C. Bertelsmann
    978-3570-00936-9

    „Das gestohlene Kind“ ist das Erstlingswerk eines irisch stämmigen Nordamerikaners. Keith Donohue legt mit seinem Roman Debut ein bezauberndes Märchen für Erwachsene vor. Von der ersten Seite an nimmt er den Leser gefangen in dieser wundervoll schwermütigen Stimmung von den zum greifen nah wirkenden Gestalten aus der Welt der irischen Mythen.
    Inhalt:
    Der kleine Henry wird mit sieben Jahren von Kobolden ausgetauscht und ein Wechselbalg an seiner statt in die Obhut der Eltern gegeben.
    Henry durchläuft die Metamorphose eines Wechselbalgs und wird selbst zu einem Wesen des Waldes. Als Aniday lebt er unter den Kobolden und wird Teil ihrer archaischen Gesellschaft. Seine ursprüngliche Identität verliert sich bald in den Nebeln seiner Erinnerung und die neue Realität verändert sein Wesen fast vollständig. Einzig der ungestümer Wunsch eines Kontakts mit seinem alter Ego bildet eine Brücke zu seiner Vergangenheit. Doch auch der „neue Henry“ ist erfüllt von einem kaum greifbaren Verlangen nach seiner vor langer Zeit verlorenen Identität. Denn jeder Wechselbalg war einst ein Mensch und erst wenn es an der Zeit ist schließt sich der Kreis.
    Beurteilung:
    Wenig romantisch und fast schon brutal ist das Leben innerhalb des Kobold-Clans. Trotzdem erfüllt es den Leser mit Wehmut, wenn Aniday durch die Wälder streift. Sein persönliches Leid, seine privaten Wünsche und seine Beweggründe sind unglaublich plastisch und einfühlsam beschrieben. Sein Weg unter den Wesen des Waldes rührt den Leser zu Tränen. Die aus beiden Sichten, dem neuen Henry und Aniday, alternierende, tagebuchartige Erzählung zeigt in oft drastischer Härte die Mechanismen der Wechselbälge. Dennoch verspürt der Leser eigentlich immer die Wärme einer feenhaften Traumwelt, die einst Bestand hatte aber in unserer Welt zu einem anachronistischen Relikt geworden ist, zu einem Fossil, das längst ausgestorben ist.
    Fazit:
    Spannend und zu jeder Zeit fesselnd ist dieser Roman ein wunderschönes trauriges Märchen und zugleich eine erschreckend reale Anklage unserer Zerstörung der Welt. An manchen Stellen an den Abgründen des Seins und dennoch voller hoffnungsvoller Träume. Die bewegende Schilderung des Weges eines menschlichen Wesens durch eine feindliche Welt. Trotz aller Fatalität versöhnlich und träumerisch

    12. Oktober 2008 und Kommentare deaktiviert für Das gestohlene Kind

    Das gestohlene Kind
    Autor:
    Donohue, Keith
    Verlag, Nummer:
    C. Bertelsmann
    978-3570-00936-9

    „Das gestohlene Kind“ ist das Erstlingswerk eines irisch stämmigen Nordamerikaners. Keith Donohue legt mit seinem Roman Debut ein bezauberndes Märchen für Erwachsene vor. Von der ersten Seite an nimmt er den Leser gefangen in dieser wundervoll schwermütigen Stimmung von den zum greifen nah wirkenden Gestalten aus der Welt der irischen Mythen.
    Inhalt:
    Der kleine weiterlesen…

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