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    Vielleser und Brettspielfans

    von am 15. November 2013 Kommentare deaktiviert für Vielleser und Brettspielfans

    AntiMitteDas Antiquariat als Bücherei

    Wir haben eine ganze Reihe von "Heavy Usern" im Bereich Taschenbuch und Comic. Kunden, die wirklich viel lesen – wirklich viel – mehr als wir und oft auch schneller… Dabei gibt es mindestens zwei verschiedene Arten im Umgang mit dieser Leselust. Klar der Sammler. Der macht sich eigentlich auch keine Gedanken über das Volumen der von ihm erworbenen Ware. Der Besitz steht hier eigentlich immer im Vordergrund und der Lesestapel auf dem Bettkästchen wird in Sinuskurven um einen Wert herumschwingen, der bestenfalls als einsturzgefährdet oder monumental bezeichnet werden kann. Auf der anderen Seite stehen die Leser, denen das Lesen im Vordergrund steht. Der anschließende Besitz ist nicht unbedingt verpflichtend, wenn auch in besonderen Fällen durchaus erwünscht. Lesefutter dieser Art kann man sich heute natürlich auch in Form von ebooks zu Gemüte führen oder klassischer in der Bücherei oder eben – wie bei uns – via Kauf und Verkauf in unserem Antiquariat. Auf den ersten Blick wirkt der Verlusst zwischen Neukauf und Verkauf deutlich höher, als eine Leihgebühr, muss es aber nicht sein und darf es manchmal auch… Der Unterschied liegt hier wieder im Detail. Wenn ein Kunde brandheiße, aktuelle Titel sehr schnell und vor allem in wirklich gutem Zustand verkauft, bekommt er für diesen Einsatz auch wieder einen ganzen Batzen seiner nächsten Charge. Eine gute Behandlung der gelesenen Bücher machen in diesem Fall eigentlich alles aus und wir haben mittlerweile etliche Schnellleser, die vor allem gerne viele neue Titel kaufen und diese Möglichkeit nutzen. Für Kunden, denen der Zustand der Bücher egal ist und die nicht unbedingt das Neueste vom Neuen haben müssen gibt es eine Riesenauswahl ab 50 Cent. Dass wir für solche Artikel natürlich auch wenig zahlen, sollte jedem klar sein. Aber mal im Ernst. Bei Büchern aus der 50 Cent Kiste, lohnt sich das Zurückbringen fast nicht und für euch ist die Kiste eine wirklich sinnvolle Alternative zu 1 Cent Büchern im Netz – mit drei Euro Versandkosten – pro Buch…

    SpieleDer Laden und die Spiele

    Platz und Raum ist für uns leider in ähnlichem Maße Mangelware, wie teilweise bei euch zu Hause. Obwohl wir seit Jahren planen (Bernie hat mit gerade mal wieder versprochen, dass es nächsten Frühjahr definitiv soweit ist 🙂 ) den hinteren Lagerraum umzubauen um ihn teilweise auch als Spielfläche nutzen zu können, krankt der ganze Plan bisher an der unendlichen Flut von Ware in unserem Laden. Für Veranstaltungen haben wir unsere Plätzchen (siehe auch den letzten Artikel) und immer mal wieder hatten wir auch schon Demorunden und kleine Turnierchen im Laden. Viele Spiele kann ich euch schnell mal erklären, wenn Zeit dazu da ist und für "schwierigere Fälle" könnt ihr eigentlich immer einen Termin mit mir machen oder zu einem unserer Spieletreffen kommen. Jetzt möchten wir euch aber noch etwas anderes anbieten. Ab sofort werden wir wieder ein System reaktivieren, von dem wir uns Ende der Neunziger verabschiedet haben, nämlich dem…

    Spieleverleih ausgewählter Spiele!

    Hiltija hat damit angefangen, regelmäßige Tipps abzugeben und von meiner Wenigkeit wird auch ab und zu das ein oder andere Spiel angeprießen. Ab sofort verleihen wir euch diese Spiele, sofern sie lieferbar sind und ein Exemplar davon als Vorführ und Verleih-Spiel zur Verfügung steht. Die Spiele können gegen ein Pfand und eine kleine Gebühr mit nach Hause genommen und in aller Ruhe im Freundeskreis getestet werden. Die Auswahl wird natürlich im Laufe der Zeit wachsen und wenn Nachfrage besteht, werden wir auch gezielt Spiele für Euch besorgen. Fragt uns einfach, ob euer Wunsch-Spiel dabei ist.

    Das Antiquariat als Bücherei

    Wir haben eine ganze Reihe von "Heavy Usern" im Bereich Taschenbuch und Comic. Kunden, die wirklich viel lesen – wirklich viel – mehr als wir und oft auch schneller… Dabei gibt es mindestens zwei verschiedene Arten im Umgang mit dieser Leselust. Klar der Sammler. Der macht sich eigentlich auch keine Gedanken über das weiterlesen…

    Ein paar Lesetipps nach dem Urlaub…

    von am 9. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert für Ein paar Lesetipps nach dem Urlaub…

    …da hatte ich mal wieder Zeit zum Lesen. Richtig Zeit, deswegen sind es neben ein paar sportlichen Aktivitäten, Kultur, Faulenzen und vielen Spieleabenden auch etliche gelesene Seiten geworden.

    Da wäre zunächst einmal ein reinrassiger Science Fiction Roman aus deutscher Feder. Vom Großmeister der deutschen SF: Wolfgang Jeschke ist nicht nur einer der verdienstvollsten Herausgeber deutscher SF sondern auch ein vielfach ausgezeichneter Autor. Für sein "Cusanus-Spiel" hat er sowohl den "Deutschen Science Fiction Preis", als auch den "Kurd Laßwitz Preis" in der Kategorie bester Roman des Jahres erhalten.
    Sein neuester Roman "Dschiheads" ist wieder ein kleines Wunderwerk. Wolfgang Jeschke zeigt einmal mehr, dass er zu den ganz Großen des Genres gehört, auch international. Die Leichtigkeit und Vielfalt seines Erzählens führt den Leser in eine exotische Welt, die sich mit den großen Fremdweltenromanen eines Aldiss oder Foster vergleichen kann. Diese Leichtigkeit macht es dem Leser möglich immer wieder zu lachen, in einer Geschichte voller Abgründe und fanatischen Wahnsinns (ja, das Wort "Dschiheads" ist tatsächlich genau die Verballhornung, die ihr euch schon gedacht habt). Für mich hatte das Buch alles, was ein guter Science Fiction haben muss, inklusive des richtigen Mischungsverhältnisses aus Abenteuer, Realitäts-Bezug, Phantastik, kritischem Ernst und eben auch leichtem Humor. Einfach rund und gut.

    Nummer zwei war dann gleich noch ein SF Roman von einem Meister, allerdings einem jüngeren. Der Autor wurde für seinen ersten Roman 2009 mit Hugo und Nebula Award ausgezeichnet. "Biokrieg" war ein genialer erster Wurf für den Amerikaner Paolo Bacigalupi. Sein Werk "Schiffsdiebe" war für den National Book Award nominiert. Vielleicht nicht ganz so "erwachsen", ist das Buch auch zuerst im Heyne Jugendlabel "Heyne fliegt" erschienen. Trotzdem ist die Welt, in die uns dieses Buch entführt nicht weniger kaputt und krank, als seine Zukunftsvision in "Biokrieg". Mit seinem aktuellen Roman "Versunkene Städte" kehrt der Autor wieder in diese Welt zurück. Von Bacigalupe sollte man einfach alles lesen! (Bei Golkonda ist mit "Der Spieler" noch ein weiterer Roman erschienen, den ich aber erst auf meinem Leseestapel liegen habe 😉 )

    "Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte" ist der dritte Titel, den ich euch nahelegen möchte und vielleicht auch mein persönlicher Favorit. Ein märchenhaftes Buch. Ein bisschen Alice im Wunderland, ein bisschen Zamonien. Irre Ideen in einer phantastischen Welt. Catherynne M. Valentes Romane waren bereits mit den "Tiptree Award", dem "Andre Norton Award" und dem "Mythopoeic Award" dekoriert, da stürmte 2011 dieser Roman die Bestsellerliste der New York Times. Catherynne M. Valente bezeichnet ihren eigenen irren Stil als Mythpunk. Wer sich verzaubern lassen möchte, sollte unbedingt die abenteuerliche Geschichte lesen, von September und ihren Gefährten, dem bibliophilen Lindwurm Ell und dem blauen Dschinn Samstag auf der Suche nach der bösen Herrscherin, der "Marquess". Ich bin begeistert!

    "Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe" ist das neueste Jugendbuch von "Bartimäus" Autor Jonathan Stroud. Vielleicht nicht ganz so witzig und originell wie die Abenteuer des jungen Zauberlehrlings Nathanael mit dem griesgrämigen Dschinn Bartimäus, aber immer noch wirklich gut und mitreißend zu lesen. Spannend, originell, mit witzigen Charakteren. Dass Stroud sich dabei vieler Bilder bedient, die man aus anderen Romanen kennt, macht er dadurch wett, dass er die Geschichte in einer Welt spielen lässt, die zeitlich schwer einzuordnen ist, auch wenn sie fast modern wirkt. Das jugendliche Agententrio Lucy, George und Anthony Lockwood kämpft dabei als eine Art Geisterjäger gegen die Epidemie an Geistererscheinungen, die England seit Jahrzehnten fest im Griff hat. Die kleine private Agentur muss sich aber auch gegen die Intrigen und Machtkämpfe der großen anderen Agenturen durchsetzen. "Lockwood & Co" ist ein spannendes Jugendbuch mit interessanten Wendungen und witzigen Momenten. Für Jungs und Mädels ab 12 und für Erwachsene, die auch gerne mal ein Jugendbuch in die Hand nehmen. Ich hatte meinen Spaß und werde sicher weiterlesen!

    "Der Mond ist nicht genug"… und die Zeit war es auch nicht 😉 deswegen habe ich dieses Buch auch nur fast im Urlaub beendet. Ein paar Seiten haben gefehlt, die waren dann aber auch schnell durch. A. Lee Martinez ist für viele unserer Kunden ein alter Bekannter. "Diner des Grauens", "Eine Hexe mit Geschmack" und viele andere humorige Phantastik-Titel stammen aus seiner Feder. Alle seine Romane sind witzig und vom Humor bestimmt, trotzdem schreibt Martinez oft sehr unterschiedlich und bewegt sich über die ganze Bandbreite der (humorigen) Phantastik. Von Fantasy über SF bis hin zu Horror. Die subjektive Wahrnehmung ist bei den meisten Lesern ein wenig unterschiedlich und so hat fast jeder einen anderen Favoriten. Deswegen stört es mich auch nicht sonderlich, dass die Woche ein Kunde gemeint hat, er habe gehört, dass der neueste Band nicht unbedingt der stärkste sein soll. Ich sehe das anders. Für mich hat "Der Mond ist nicht genug" den bisherigen Favoriten "Der automatische Detektiv" von Platz eins verdrängt. Wie das für euch aussieht, könnt ihr dann selbst entscheiden. Spass werdet ihr so oder so haben, mit dem völlig abgedrehten, skurrilen Wandschrank-Monster mit dem großen Appetit! Einfach Irre!

    …da hatte ich mal wieder Zeit zum Lesen. Richtig Zeit, deswegen sind es neben ein paar sportlichen Aktivitäten, Kultur, Faulenzen und vielen Spieleabenden auch etliche gelesene Seiten geworden.

    Da wäre zunächst einmal ein reinrassiger Science Fiction Roman aus deutscher Feder. Vom Großmeister der deutschen SF: Wolfgang Jeschke ist nicht nur einer der verdienstvollsten weiterlesen…

    Ender’s Game – Das große (Gewinn)Spiel

    von am 8. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert für Ender’s Game – Das große (Gewinn)Spiel

    Crossover Marketing zwischen Buchverlagen und Filmverleih. "Der Herr der Ringe" hat die gewaltigen Synergiemöglichkeiten bei Verfilmungen phantastischer Werke gezeigt und dem finanziell vor sich hin dümpelnden "Hobbit Presse" Segmentes des Klett Cotta Verlages eine willkommene Geldschwämme beschert.

    enderSchön, dass dem Genre, das die Vorlagen für einen Großteil der Hollywood Blockbuster liefert, auf diesem Wege auch mal etwas zukommt. Schade, dass solchen Höhenflügen oft die Talsohle der Mainstreamisierung folgt. Hoffen wir, dass die Verfilmung des SF Klassikers "Das große Spiel" von Orson Scott Card mehr positive Effekte mit sich bringt. Die Vorzeichen stehen gut… und schlecht ;-).

    Gut für uns und für euch ist, dass der Heyne Verlag zusammen mit Constantin Film die Möglichkeit gesehen hat, durch Synergieeffekte mit Spezialbuchhandlungen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Deswegen gibt es für euch ab heute die Möglichkeit, Kinotickets und die Romanvorlage zu gewinnen. Wir verlosen mit freundlicher Unterstützung des Verleihs und des Verlages jeweils 10 Kinofreikarten, 10 Exemplare "Enders Spiel" und 10 Exemplare "Enders Schatten". Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr lediglich eine Mail an info@comicdealer.de schicken, in der ihr folgende drei Fragen beantwortet:

    Ender Gewinnspiel

    • 1. Wann wurde der Roman "Das große Spiel" von Orson Scott Card erstmals in Deutschland veröffentlicht
    • a) 1968
    • b) 1999
    • c) 1986
    • 2. Wann wurde der Roman "Enders Schatten" von Orson Scott Card erstmals in Deutschland veröffentlicht?
    • a) 2004
    • b) 2013
    • c) 1995
    • 3. Wann startet die Verfilmung "Ender’s Game" in den deutschen Kinos?
    • a) 2085
    • b) 2013
    • c) 2001

    Zu Informationen und Antworten fragen sie Wikipedia oder ihren freundlichen comicdealer 🙂 (Kino Kino, Bücher Tipps)

    Schlecht dagegen ist, dass die Chance eine schöne Gesamtausgabe der "Ender Saga" zu veröffentlichen, schon durch die Aufmachung der "ersten Bände" sabotiert wird. Auf dem Cover von Enders Schatten prangt der Satz: Die Fortsetzung des Bestsellers 'Enders Spiel'. Schade, dass da jemand so einen Schmarrn draufschmieren muss. Wie die Zusammenhänge wirklich aussehen und was ihr jetzt leider verpassen werdet, könnt ihr hier lesen…

    Crossover Marketing zwischen Buchverlagen und Filmverleih. "Der Herr der Ringe" hat die gewaltigen Synergiemöglichkeiten bei Verfilmungen phantastischer Werke gezeigt und dem finanziell vor sich hin dümpelnden "Hobbit Presse" Segmentes des Klett Cotta Verlages eine willkommene Geldschwämme beschert.

    Schön, dass dem Genre, das die Vorlagen für einen Großteil der Hollywood Blockbuster liefert, auf diesem Wege auch mal etwas weiterlesen…

    Ender’s Game – Der Auftakt

    von am 1. Oktober 2013 1 Kommentar

    Enders SpielDer Roman "Das große Spiel" von Orson Scott Card basiert auf einer Kurzgeschichte, die der Autor bereits 1977 für ein Magazin veröffentlichte. Entsprechend einfach und knapp ist die vordergründige Handlung, die kaum über den Kurzgeschichten-Charakter hinauswächst. Vielmehr sind es die Details im Hintergrund und der Blickwinkel, die den Reiz ausmachen. Card hat mit dieser Ausarbeitung der ursprünglichen Kurzgeschichte den Grundstein für eine komplexe Buchreihe geschaffen und vor allem im Hinblick auf den bereits im Folgejahr erscheinenden zweiten Band bereits vorbereitende Hinweise und Charaktermerkmale seiner Protagonisten aufgezeigt.

    Enders SchattenDie einzelnen Bände der Ender-Reihe und auch des zweiten, parallel spielenden Schatten-Zyklus sind jeweils in sich abgeschlossen. Überraschende Wendungen und konträre Aspekte entstehen erst innerhalb der Serie. So erklärt sich der Hintergrund der Schuld, um deren Sühne sich der zweite, wesentlich später spielende Teil "Sprecher für die Toten" erst im Nachhinein und trübt nicht schon in "Das große Spiel" die Sicht des Lesers.

    Leider sind im Deutschen derzeit nur die beiden ersten Teile der jeweiligen Zyklen beim Heyne Jugendbuchlabel "Heyne fliegt" lieferbar. Es wäre zu wünschen, dass mit einem potentiellen Erfolg des Filmes, auch in Deutschland die Lücke geschlossen wird und vor allem die noch nie übersetzten weiteren Teile in einer Werksausgabe erscheinen werden.

    Card hat für die ersten beiden Bände "Das große Spiel" und "Sprecher für die Toten" in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die beiden wichtigsten Genrepreise, den Hugo und den Nebula Award erhalten. Mit diesem doppelten Doppel steht er ganz oben im Olymp phantastischer Autoren. Ein solches Potential sollte auch in der deutschen SF-Diaspora gewürdigt werden.

    EnderDie Ender-Serie

    Das große Spiel, Bastei-Lübbe 1986 (Ender’s Game 1985)
    Sprecher für die Toten, Bastei-Lübbe 1988 (Speaker for the Dead 1986)
    Xenozid, Bastei-Lübbe 1992 (Xenocide 1991)
    Enders Kinder, Bastei-Lübbe 1998 (Children of the Mind 1996)
    Ender in Exile, 2008

    EnderDer Schatten-Zyklus (parallel zur Ender-Serie)

    Enders Schatten, Festa Verlag, 2004 (Ender’s Shadow 1999)
    Shadow of the Hegemon, 2001
    Shadow Puppets, 2002
    Shadow of the Giant, 2005
    Shadows in Flight, 2012

    Mit dem in Planung befindlichen Buch Shadows Alive sollen die Ender-Serie und der Schatten-Zyklus abgeschlossen werden.

    Der Roman "Das große Spiel" von Orson Scott Card basiert auf einer Kurzgeschichte, die der Autor bereits 1977 für ein Magazin veröffentlichte. Entsprechend einfach und knapp ist die vordergründige Handlung, die kaum über den Kurzgeschichten-Charakter hinauswächst. Vielmehr sind es die Details im Hintergrund und der Blickwinkel, die den Reiz ausmachen. Card hat mit dieser Ausarbeitung der ursprünglichen Kurzgeschichte weiterlesen…

    Der Omega-Faktor

    von am 2. August 2013 Kommentare deaktiviert für Der Omega-Faktor

    omegaDieser Beitrag ist das erste Pendant zu den Neuheitenpostings. Vielleicht wird das Ganze sogar regelmäßig – das werden wir beobachten müssen ;-).

    Im Buchhandel gibt es eine Anzeigepflicht, für Artikel, die in nächster Zeit aus den jeweiligen Verlagsprogrammen genommen werden. Diese Bücher sind dann zum jeweiligen Termin vergriffen, der Ladenpreis ist aufgehoben und sie sind nicht mehr bestellbar. Manchmal gibt es Restauflagen, die dann auf Wühltischen oder in Ramschkisten landen – meistens als preisreduzierte Mängelexemplare gekennzeichnet, aber nicht verpflichtend. Diesen Vorgang nennt man modernes Antiquariat. Oft sind es reduzierte Bildbände, die dann für 2.99€ stapelweise vor den Eingängen von Buchhandlungen liegen. Der einst stolze Preis von 49,99€ überklebt.

    Mit diesen Vorgängen haben wir nicht allzu viel zu tun – im Normalfall. Ab und zu betrifft dieser Mechanismus aber auch phantastische Bücher oder Comics. In diesem Fall naturgemäß häufig Serien oder Zyklen. Die Reste landen auf Krabbeltischen oder in Versandpaketen, wo sie dann jedermann für einen Appel und ein Ei erwerben kann. Soweit so gut. Nur leider sind diese Restbestände aus Zyklen nicht in einheitlichen Mengen vorhanden. Und dann wird das vermeindliche Schnäppchen schnell zur Kostenfalle. Denn wir sind nicht die Einzigen, die solche Meldungen beobachten. Der gewitzte Ebayer Booklocher und Marktplätzler beobachtet diesen Vorgang mit Argusaugen und erkennt sofort die Chance für irrsinnige Phantasiepreise seltener Exemplare.

    Lange Vorrede, aber jetzt kommts: Wir geben an euch eine Last-Minute-Warnung heraus, denn die letzte Meldereihe bald vergriffener Bücher hat unser Genre leider wieder einmal hart getroffen:

    Drei Zyklen werden in Zukunft nicht mehr gepflegt und es dürfte absehbar sein, dass diese Serien bald Phantasiepreise erlangen.

    1. Bei Bastei Lübbe der "Anita Blake" Zyklus von Laurell K. Hammilton
    2. Ebenfalls Bastei Lübbe, Mike Resnicks Zyklus um "Wilson Cole"
    3. Vielleicht nicht ganz so wichtig, weil die Bände auch als Taschenbücher vorliegen, wer aber seine Hardcover Ausgabe von Licia Troisis "Drachenkämpferin" und "Schattenkämpferin" vervollständigen möchte, sollte tunlichst zuschlagen.

    Mit dieser Sturmwarnung möchte ich einerseits vermeiden, dass unsere Kunden in diese Falle tappen, und andererseits vielleicht verhindern, dass die Rechnung der Abzocker aufgeht. Wir versuchen den Wert eines antiquarischen Buches reell zu bestimmen und uns nicht an spekulativer Preistreiberei an vernetzten Märkten zu beteiligen. Manchmal sind wir dann halt etwas zu altmodisch und öffnen Tür und Tor für herumreisende Aufkäufer. Meine Bitte an euch ist es, diesem Problem gemeinsam zu begegnen und das Gesamtbild zu betrachten. Wenn aus einem sechsbändigen Zyklus vier Teile als Paket für zusammen 2.99€ angepriesen werden und die fehlenden zwei Bände im Netz für 200€ erjagt werden muss, ist das kein Gewinn, sondern doppelter Schaden. Ändern kann man diesen Mechanismus nur, in dem man darüber redet und die Gesamtsituation überblickt.

    ps auch wenn uns Fehler passieren – ganz blöd sind wir auch nicht – und kurzfristig(!) extrem gesuchte Bücher versuchen wir im Laden für euch zu schützen und nehmen sie teilweise aus den Regalen. Also einfach immer mit uns reden, wir beissen nicht, oder nur ganz selten 😀

    Dieser Beitrag ist das erste Pendant zu den Neuheitenpostings. Vielleicht wird das Ganze sogar regelmäßig – das werden wir beobachten müssen ;-).

    Im Buchhandel gibt es eine Anzeigepflicht, für Artikel, die in nächster Zeit aus den jeweiligen Verlagsprogrammen genommen werden. Diese Bücher sind dann zum jeweiligen Termin vergriffen, der Ladenpreis ist aufgehoben und sie sind nicht mehr weiterlesen…

    Es ist vollbracht.

    von am 23. Juli 2013 Kommentare deaktiviert für Es ist vollbracht.

    Zwischen all den Events muss Bernie seine Neuheitenprospekte für Comics durchforsten, die Artikel in unser System einpflegen und sich Gedanken über Bestellmengen machen. Erträgt das mit sehr viel Ruhe und Gelassenheit. Ich nicht. Das Gleiche in grün. Buchhandelsprospekte als meterhoher Stapel. Ich werd wahnsinnig. Kein Konzept, keine Trennung von Genres und zwischen allem der zersetzende Einfluss von Knuschelträumen.

    Knuscheln im Weltraum und nach der Bombe ist ja jetzt nach Knuscheln mit Vampiren und Engeln auch salonfähig geworden. Es ist fast nicht mehr möglich, bestimmte Kataloge auszuschließen oder komplette Programme zu bestellen. Zwischen Krimis, Thrillern und sogar Sachbüchern verstecken sich phantastische Highlights und in den phantastischen Segmenten der Prospekte lauern Herzschmerz und Schmachtattacken.

    Egal, jetzt bin ich durch. Und natürlich habe ich, wie immer auch ein paar versteckte Highlights zusammengestellt, die aus dem üblichen Rahmen herausfallen, aber sehr vielversprechend wirken. Titel, auf die ihr nicht wartet, wie auf den nächsten Band der Herren Martin oder Weber, die das aber (vielleicht) mehr verdient hätten. Hier gehts zu meinen Tops –>
    Auf der anderen Seite – geteilte Freude ist doppelte Freude – möchte ich euch wieder einmal an den Ergüssen der Werbetexter teilhaben lassen. Vielleicht ist manches davon gar nicht so schlimm, aber während der Wochen, in denen ich mich durch die Kataloge kämpfe, baut sich geradezu unbändiger Groll in mir auf. Und bevor ich im Leid versinke – geteiltes Leid ist halbes Leid :D. Deswegen – und damit ihr was zum Lachen habt –  geht es hier zu meinen Flopps –>

    Zwischen all den Events muss Bernie seine Neuheitenprospekte für Comics durchforsten, die Artikel in unser System einpflegen und sich Gedanken über Bestellmengen machen. Erträgt das mit sehr viel Ruhe und Gelassenheit. Ich nicht. Das Gleiche in grün. Buchhandelsprospekte als meterhoher Stapel. Ich werd wahnsinnig. Kein Konzept, keine Trennung von Genres und zwischen allem der zersetzende Einfluss von Knuschelträumen.

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    Marketing-Flopps im Herbst 2013

    von am 23. Juli 2013 2 Kommentare

    Wenn ich meine Halbjahresbestellung mache, bin ich meistens recht gereizt. Wie bereits an und dann erwähnt, hängt diese Gemütsverfassung umgekehrt proportional mit der (unsäglichen) Qualität des Marketing im Buchhandel zusammen. Die Tops und Flopps inhaltlich folgen natürlich auch. Aber zuerst einmal möchte ich euch teilhaben lassen, an einigen ausgewählten Marketing sprüchen diverser Verlage.

    Williams

    Zwei Titel und dann ganz viel Hobbitze (bis zum Sticker-Album!)
    Fangen wir mit Klett Cotta an. Klett Cottas Fantasy Label ist ja bekanntlicherweise "Hobbit Presse". Also nicht verwunderlich, dass bereits auf dem Cover in großen freundlichen Lettern der Hinweis prangt: "Alles zum Hobbit ab Seite 8". Stimmt, es gibt ja sonst keine Fantasy mehr. Einige andere Pralinen der Phantastischen Literatur sind mittlerweile auch verschämt in andere, ernsthaftere Bereiche verlagert worden. So wird Anthony Burgess Meisterwerk "Clockwork Orange" zu den "Modernen Klassikern" geschoben und der neue Coupland "Spieler Eins" unter das Label "Tropen"!?!? Tad Williams "Die dunklen Gassen des Himmels" hat aber den echt besten Werbeslogan, den ich mir vorstellen kann: "Tad Williams' Erfindungsgabe kennt keine Grenzen.* …ebensowenig unsere große Werbekampagne" *wobei der erste Teil als Zitat aus "Publishers Weekly" markiert ist. Da wird der Buchhändler ganz geradlinig auf das hingewiesen, worauf es ankommt. Dem dummen Konsumvieh die entsprechenden Titel einzuhämmern. So entstehen dann Stapel in Kaufhaus-Buchhandlungen und Rankings bei Big A. Lesen muss das Buch kein Buchhändler mehr, nur noch die Ware kassieren, die der Kunde selbstständig vom SB Stapel genommen hat. Schöne neue Bücherwelt. Dass dann noch die Prädikate: Bestsellerautor, Spitzentitel und Gesamtauflage 1,5 Millionen hintangehängt werden, soll wohl dafür sorgen, dass selbst der letzte Depp noch versteht, dass er dieses Buch ausreichen bestellen soll. Danke für soviel Fürsorge. Könntet ihr bitte demnächst auch noch in anderen Dingen das Denken für mich übernehmen?

    Potter

    Carlsen hat offensichtlich auch nicht viel Neues zu bieten.
    Sonst würden sie wohl nicht für September 2013 den "neuen" Harry Potter Schuber als "…Meilenstein…" und "Breaking News: Erstmals alle 7 Bände…" bewerben. Vielleicht sollte man den Mädels und Jungs vom Carlsen Verlag mal mitteilen, dass der letzte Teil von "Harry Potter" im Herbst 2007 erschienen ist. Da beißt die Maus kein Faden ab und da wird auch keiner mehr nachkommen. Der letzte Film ist auch schon durch die Kinos und der Hype ist wohl einfach rum. So ist das heutzutage. Millionenseller spülen Geld in die Kassen, aber nachhaltig sind solche Hysterien eben nicht.
    Es gibt so viele schöne Bücher, die von diversen Verlagen nicht lieferbar gehalten werden, weil sie keine Bestseller sind. Dass Harry Potter natürlich weiterhin umsatzmäßig ein wichtiger Titel für einen Verlag ist, ist schon klar, aber dem Buchhandel deswegen ein Werbekampagne unterzujubeln, als wäre es das allerneueste ist schon eher seltsam. Vielleicht sollte dieser Prospekt eher an Discounter und Kaufhäuser gehen – aber dafür ist der Preis mit schlappen 69,99 Ökken dann doch noch ein wenig hoch.

    Auslese

    "…in dieser düsteren Zukunft…" – "…erschreckender und überarschender dystopischer Thriller…".
    Hört sich hart an – nach Testosteron, Maschinen (die sich aus der Asche des nuklearen Holocaust erheben) oder nach Kälte und beklemmender Überwachung. Viele Bilder fallen mir in diesem Zusammenhang ein. Der Titel: Auslese – Nur die Besten überleben!
    "…Dich erwarten Gefahr, Liebe…"
    "Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war…" steht unter dem Bild des adrett in die Kamera lächelnden, dauergewellten Mädchens. Ja, da weiß man auch gleich, was man zu erwarten hat. Nette kuschelatmosphäre in Buchform. Der Titel: Auslese – Nur die Besten überleben!
    Kommt da ein Buch auf uns zu, das ich lesen kann, oder muss man der Generation H&M Kids angehören, um sowas gut zu finden. Verdammt! Ich bestells nicht. Mut zur Lücke. Sollte ich daneben liegen, sind die Werbetexter von Penhaligon schuld…

    Auslese

    "Rasante Action und heiße Sinnlichkeit" – "Für Leserinnen…"
    "Eine meisterhafte Mischung aus Spannung, Action und Gefühl"
    "Auf der Flucht vor einem Mörder findet eine Frau die große Liebe!"
    "Eine unvergessliche Mischung aus spannendem Krimi, heißer Erotik und anrührender Romantik"
    Tja, früher wären das alles Schlagworte für Schundromane mit Männern als Zielgruppe gewesen. Vor allem eben Schundromane, also Hefte für ein, zwei Mack am Kiosk. Irgendwann hat sich das dann in den Buchhandlungen geschlichen für zehn Euro und für Frauen. Kulturgut Buch.
    Lyx hat einfach eine Dauerplatzierung in meinen Top-Flopps.

    Auslese

    "Eine packende Dystopie voller Romantik und großartigen Charakteren."
    nicht nur grammatikalisch höchst fragwürdig, sondern auch offensichtlich aus ähnlicher Feder, wie die Texte von Penhaligon.
    ergänzend kommt dann noch hinzu:
    "Eine wunderbare Mischung aus Maggie Stiefvater und Ally Condie."
    …da läuft das Räderwerk schneller. Aha, offensichtlich doch eine sehr junge, weibliche Zielgruppe und mal wieder der immer wieder bemühte Vergleich mit Spiegel-Bestsellern. Na wenn einem sonst nichts einfällt… Ich bin auch hier nicht überzeugt worden. Mag männliche Borniertheit sein, aber keine Verkäufe für Blanvalet in diesem Fall.

    Auslese

    "Star Wars ist so erfolgreich wie noch nie – mehrmals wöchentlich im Free-TV."
    … und in jedem siebten Ei steckt ein kleiner Jedi!? Wollen die Werbetexter die Buchhändler jetzt mit Kinder-Rüttel-Reimen zum Stapelverkauf animieren? Aber ich sage euch, der Untergang ist nah!

    "Adriana liebt Elena. Ettore liebt Elena. Elena liebt beide – und alle genießen die Lust."
    …prangt auf der linken Seite des Prospektes. Der Titel lautet "Eine unvollkommene Liebe". Gut, kein Problem, muss ich ja nicht bestellen. Scheint gerade für die falsche Abteilung zu sein…
    Auf der gegenüberliegenden Seite prangt ein historischer Roman. Vorsicht ist geboten in diesem Umfeld. Ein neuer Pseudonym von Iny Lorenz?
    "kaum ist die Schlacht von Hastings geschlagen"…"übermächtigen Feind"…"großartiger historischer Roman"…
    …hab ich irgendetwas übersehen? Ist das wieder einer dieser Kuschelhistorienschinken? Wer bitte, ist für das vollständige Aufbrechen von Reihen und Kategorien verantwortlich? Es gibt nunmal unterschiede zwischen den Geschlechtern, zwischen den Lesern unterschiedlicher Genres und zwischen den Geschmäckern. Da muss man nicht in einer Zeit, in der Kuschelzombies in Loveletter gelobt werden und Schmusedämonen ihre PIIIIIEP in die PIIIIIEP… auch noch einen (vielleicht sogar sehr guten!) erotischen Roman neben einen historischen Roman plazieren, der anscheinend einmal nicht in die Schmachtecke gehört. Das verwirrt mich nur noch mehr!

    Was es übrigens auch nicht leichter macht, ist, dass die Bücher oft kaum zu unterscheiden sind, optisch. Wenn sich ein Design mal etabliert hat, dann wird es zu tode geritten. Dieses Jahr ist es schwarzweiß mit viel Weißanteil – schmutzig – und mit blutroter Schrift. Meisterlich – und so einfallsreich.

    "Ein Asteroid rast auf die Erde zu"…"Im Angesicht der Apokalypse"…"als Mord entpuppt, ist Hanks Neugier geweckt: Wer macht sich kurz vor dem Ende der Welt die Mühe, jemanden umzubringen?"
    What? Endzeit, Apokalypse, Plünderungen, Anarchie, Chaos – wer wundert sich da bitte über einen Toten? Und – bitte(!) – das mit dem kurz vor dem Weltuntergang und Mühe und Mord ist wirklich der dümmste Satz, den ich je in einem Teaser gelesen habe. Setzen – Note 6. Direkt gefolgt wird das Ganze noch vom Titel des Romanes: "Der letzte Polizist"

    Wenn ich meine Halbjahresbestellung mache, bin ich meistens recht gereizt. Wie bereits an und dann erwähnt, hängt diese Gemütsverfassung umgekehrt proportional mit der (unsäglichen) Qualität des Marketing im Buchhandel zusammen. Die Tops und Flopps inhaltlich folgen natürlich auch. Aber zuerst einmal möchte ich euch teilhaben lassen, an einigen ausgewählten Marketing sprüchen diverser Verlage.

    Zwei Titel weiterlesen…

    Bücher auf die ich mich freue – Tops im Herbst 2013

    von am 23. Juli 2013 1 Kommentar

    An dieser Stelle gibts mal wieder ein paar Tipps zum Halbjahresprogramm 2013/2. Dabei möchte ich gerade nicht die Titel erwähnen, auf die sich eh schon alle freuen und die die Spatzen von den Dächern pfeiffen, sondern eher auf besondere, unauffällige Bücher, die nicht gleich ins Gesicht springen oder erwartete Fortsetzungen bekannter Zyklen sind. Größtenteils jedenfalls 😉

    Williams

    "Sommernachtsfrauen" von Keith Donohue
    Meine Erwartungshaltung ist hoch. Das erste Werk des irisch-stämmigen Amerikaners war für mich ein echtes Ausnahmewerk. "Das gestohlene Kind" war 2007 zusammen mit "Gedankenhaie" unerreichbar an der Spitze meiner persönlichen Top Ten. Seinen neuen Roman habe ich jetzt wieder gut versteckt zwischen "Wörterbuch der Liebe" und "12 unweihnachtliche Weihnachtsgeschichten"  in der "C. Bertelsmann" Vorschau gefunden. Ganz klein und verschämt steht da zu lesen, dass es sich um ein "phantastisches" Buch handelt. Ich bin echt gespannt und freu mich. Im September ist es soweit…

    Williams

    "Metamorphose am Rande des Himmels" von Mathias Malzieu
    Es gilt fast das selbe, wie oben. Der erste Roman des Franzosen war für mich persönlich ein echter Überraschungserfolg. Vor gut einem Jahr erschien "Die Mechanik des Herzens". Ein poetischer Liebesroman zwischen Steampunk und Alice im Wunderland. Sehr romantisch aber trotzdem unglaublich schön. Von Sonja Fink mit viel Gespür in ein passendes Deutsch übertragen. Das Buch liest sich wie einer jener melancholisch träumerischen französischen Filme. Dem einen mag es zuviel sein – ich habe es genossen. Und freue mich wirklich auf den neuen Band von Mathias Malzieu. Angekündigt für August…

    MrScratch

    "Der raffinierte Mr. Scratch" von Michael Poore
    Keine Ahnung, ob mein Gefühl mich trügt, aber ausnahmsweise haben mich die Werbetexter überzeugt. Alles, was ich zu diesem Buch lesen konnte, macht mich gespannt und vorfreudig.
    "Ein unglaublich scharfsinniger, witziger und verschlagen-liebevoller Roman über den Teufel höchstpersönlich: John Scratch."
    Mal sehen. Im allgemeinen trügen mich solche Gefühle selten 😉

    Flavia

    "Schlussakkord für einen Mord" von Alan Bradley
    Der 5. Fall von Flavia de Luce. Dazu muss man eigentlich nichts mehr sagen. Außer vielleicht, dass "nomen est omen" hoffentlich nicht auf den "Schlussakkord" im Titel zutrifft… Ich würde noch etliche der in sich abgeschlossenen Bände um die kleine, naseweise Göre lesen.

    MrScratch

    "Die Alchemie des Bösen" von Gordon Dahlquist
    Ich freue mich auf Teil drei der irren Abenteuer – auch wenn es ein bisschen schade ist, dass der kaufmännische Erfolg der Vorgänger doch eher mäßig war und deshalb die neuen Abenteuer von Celeste Temple "nur" als Taschenbuch erscheinen und uns die wunderbare Aufmachung der Erstausgaben von "Die Glasbücher der Traumfresser" und "Das Dunkelbuch" diesmal leider entgeht…

    MrScratch

    "Dolch und Münze II" von Daniel Hannover
    Ohne Worte. Zum Glück geht es weiter mit der Serie. Ich bin sehr gespannt auf diesen zweiten Teil und freue mich wirklich, dass die Serie eine Chance bekommen hat. Unbedingt lesen…

    MrScratch

    "Es war einmal ein Mord" von P. J. Brackston
    Der erste Fall der Privatdetektivin Gretel spielt in  Gesternstadt, Bayern, 1776. Stets knapp bei Kasse schlägt sich die übergewichtige Gretel mit mehr oder weniger einträglichen Ermittlungen durch. Gretel ist die GRETEL. Ihr erinnert euch? Brotkrumen, Hexe, Knöchelchen und Hänsel. Der ist mittlerweile dem Alkohol verfallen und muss mit durchgefüttert werden…
    Der Roman ist der erste aus einer Reihe von Fällen, die Gretel bevorstehen.
    Die Autorin ist Waliserin und hat bereits einige Fortsetzungen auf Lager. "ONCE UPON A CRIME" lautet der Originaltitel. Die folgenden höhren sich für mich ähnlich blumig an. "THE FROG PRINTS" "THE SORCERER’S APPENDIX" "BLOOD RED RIDING HOOD" "THE ELVES AND THE BOOKMAKER"
    Ich hoffe mal, ich täusche mich nicht. Aber für mich höhrt sich das nach jeder Menge Spaß an!

    MrScratch

    "Sonnentaucher" von David Brin
    Sonnentaucher ist eine dieser Neuauflagen, die ich mir immer wünsche. Sonnentaucher gehört zu den drei in sich abgeschlossenen Einzelromanen von David Brin, die sich mit dem Mysterium des "uplift" befassen. Der Sprung von tierischer Intelligenz zur raumfahrenden Spezies wird durch hochentwickelte Spezies gefördert. Die "upgelifteten" Kulturen sind dann schutzbefohlene ihrer Gönner. Doch was ist, wenn eine Welt diesen Sprung von selbst geschafft hat? Was, wenn es vor langer Zeit diese Möglichkeit noch nicht gegeben hat? Wer hat den Völkern, die jetzt "upliften" einst selbst diese Fähigkeiten geschenkt. Gibt es die mystische Rasse der "Progenitoren", von denen einst alles ausging? Die drei Romane "Sonnentaucher, "Sternenflut" und "Entwicklungskrieg" bilden den ersten "Uplift-Zyklus" und es wäre wünschenswert, wenn alle drei Bände wieder lieferbar wären.

    An dieser Stelle gibts mal wieder ein paar Tipps zum Halbjahresprogramm 2013/2. Dabei möchte ich gerade nicht die Titel erwähnen, auf die sich eh schon alle freuen und die die Spatzen von den Dächern pfeiffen, sondern eher auf besondere, unauffällige Bücher, die nicht gleich ins Gesicht springen oder erwartete Fortsetzungen bekannter Zyklen sind. Größtenteils jedenfalls 😉

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    Das Ende des Kultur-Universums

    von am 10. Juni 2013 Kommentare deaktiviert für Das Ende des Kultur-Universums

    Gestern, am 9.6.13 ist Iain Banks viel zu früh verstorben. Damit werden wir leider keine weiteren Romane aus dem Kultur-Universum lesen können. Mit Banks hat die Welt einen der besten und interessantesten Autoren verloren. Sowohl seine SF Romane wie "Das Spiel Azad" oder "Die Spur der Toten Sonne" als auch seine Krimis und Psychothriller wie "Die Aufsteigerin" oder "Die Wespenfabrik" zählen zu den gewaltigsten Werken, die ich jemals gelesen habe.
    Kein anderer Autor konnte derart brilliant Bilder vor dem inneren Auge erzeugen und Stimmungen heraufbeschwören, ohne dabei die Phantasie einzuengen. Seine Weltenentwürfe waren immer breit und tief. Unvorstellbar futuristisch und doch Abbilder unseres Erfahrungsschatzes.
    Die sozialen und politischen Strukturen seines Kultur-Universums haben mir abendelange wunderbare Streitgespräche mit einem guten Freund beschert. Banks' Romane beschreiben Ist-Zustände, deren Interpretation und Wertung zu weiten Teilen dem Leser überlassen bleiben. Die Thematisierung individueller Freiheit als finales Ziel menschlicher Selbstverwirklichung mit der stets ambivalenten Möglichkeit der Illusion oder der Realität, seine vielschichtigen Abbildungen verschiedener Aktualitäten in den Zukunftswelten seiner Romane und seine irrwitzigen technischen Phantasien bleiben für alle Zeiten genial und einzigartig.
    Es gäbe wohl keinen besseren Zeitpunkt, den Meister zu ehren und eine Werksausgabe zu veröffentlichen. Die meisten Romane sind nicht mehr lieferbar und wirklich rar. Das Gesamtwerk von Banks gehört in jede Sammlung und sollte eigentlich auch permanent lieferbar gehalten werden. Banks gehört zu den Allergrößten aller Zeiten.
    Danke für die schönen Stunden mit und nach deinen Büchern. Du hast die moderne Literatur und die Science Fiction bereichert und dir selbst ein Denkmal gesetzt.

    Gestern, am 9.6.13 ist Iain Banks viel zu früh verstorben. Damit werden wir leider keine weiteren Romane aus dem Kultur-Universum lesen können. Mit Banks hat die Welt einen der besten und interessantesten Autoren verloren. Sowohl seine SF Romane wie "Das Spiel Azad" oder "Die Spur der Toten Sonne" als auch weiterlesen…

    Phantastik in der Krise?

    von am 31. Mai 2013 4 Kommentare

    Spiel der GötterIn den letzten Jahren hat sich der Fokus der Verlage massiv verändert, vor allem der Großen. Ich habe schon öfter darüber geklagt, dass die "Belegplätze" in den Verlagsprogrammen für klassische Fantasy immer spärlicher werden. Natürlich, zählt man all die modernen Vampir-Lovestories, Engelsromane, Gestaltwandlerserien und was weiß ich alles dazu, ist der Ausstoß eher gewachsen. Ohne jetzt werten zu wollen, das ist es aber nicht, was ich unter Fantasy verstehe.  Dass sich dieses Symptom mittlerweile auch in der SF breitmacht, ist für mich fast schon ein wenig satirisch. Sei es die knallharte Endzeitheldin, die plötzlich ihre Gefühle entdeckt oder die tuffe Frachterpilotin, die ohne die Liebe des attraktiven Freibeuters nicht mehr leben will. Bitte wer soll das lesen? Ich nicht.

    Dabei zeigen Bücher, wie "Der Komet" , "Corpus Delicti" oder "Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte", dass es nach wie vor herausragend gute Science Fiction Romane gibt. Leider sind diese Bücher nicht unter dem SF Label erschienen und zumindest zum Teil völlig außerhalb der Verlage, die für gute SF bekannt sind. Auch im Jugendbuch tut sich wirklich was. Durch Verfilmungen wie "Hunger Games" oder in diesem Jahr "Ender" sind Themen im Jugendbuch angekommen, die einen wesentlich gehaltvolleren Inhalt vermitteln und sogar klassische Themen der Erwachsenen-Phantastik attraktiv für eine breite Rezeption machen. Im Jugendbuch scheint das mit SF und Fantasy noch zu funktionieren. "Starters" von Lissa Price, "Little Brother" von Cory Doctorow oder sogar die Neuveröffentlichung der "Ender-Reihe" von Orson Scott Card unter einem Jugendbuchlabel sprechen eine deutliche Sprache.

    Warum bitte trauen sich die großen Verlage allesamt nicht mehr, ein solides Phantastik Programm aufzubauen oder in manchen Fällen einfach nur zu erhalten? Traut man den Lesern nur noch weichgespülte Unterhaltung zu oder sind die Absatzzahlen tatsächlich so unterirdisch? Da kann man natürlich auch die Frage stellen, ist das lieblose Verlagsgebaren schuld am sinkenden Absatz oder umgekehrt? Ich kann nicht oft genug auf ambitionierte kleine Verlage hinweisen, die eben genau diese Lücke füllen.

    Manchmal können aber auch die Verlage nichts dafür. Manchmal steckt der Teufel im Detail und manchmal ist der Einzelne die Schwachstelle. Erkrankungen, die Autoren aus der Bahn werfen haben zum Beispiel in der letzten Zeit für die anhaltende Verzögerung des nächsten Bandes von Locke Lamora gesorgt und jetzt hat es leider auch einen der herausragenden Übersetzer für Phantastik getroffen. "Acacia" Band drei verschiebt sich deutlich nach hinten, ebenso der nächste Band von "Spiel der Götter" und "Dolch und Münze". Schade, aber so ist das manchmal. In diesem Fall hängt eben die deutsche Version mehrerer guter Zyklen an einem hervorragendem Übersetzer, Tim Straetmann. Wünschen wir ihm alles Gute und gute Besserung, auf dass er sich bald mit neuer Energie wieder ans Werk machen kann. Gute Übersetzer wachsen nicht an den Bäumen und es wäre ein großer Verlust für die ganze Szene. (Wer genaueres wissen möchte:

    In den letzten Jahren hat sich der Fokus der Verlage massiv verändert, vor allem der Großen. Ich habe schon öfter darüber geklagt, dass die "Belegplätze" in den Verlagsprogrammen für klassische Fantasy immer spärlicher werden. Natürlich, zählt man all die modernen Vampir-Lovestories, Engelsromane, Gestaltwandlerserien und was weiß ich alles dazu, ist der Ausstoß eher gewachsen. Ohne jetzt werten zu weiterlesen…