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    30. März 2020 31. März 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

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    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

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    1. April 2020 2. April 2020 3. April 2020 4. April 2020 5. April 2020
    6. April 2020 7. April 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

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    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

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    8. April 2020 9. April 2020 10. April 2020

    19:00: Brot&Spiele (Offener Spieleabend)

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    11. April 2020 12. April 2020
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    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

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    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

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    15. April 2020 16. April 2020 17. April 2020 18. April 2020

    13:00: Spielewochenende im Kolpinghaus in Güntersleben

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    19. April 2020

    13:00: Spielewochenende im Kolpinghaus in Güntersleben

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    20. April 2020 21. April 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

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    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

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    22. April 2020 23. April 2020 24. April 2020 25. April 2020 26. April 2020
    27. April 2020 28. April 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

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    29. April 2020

    19:00: Rollenspielstammtisch der Würfelmeister

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    30. April 2020 1. Mai 2020 2. Mai 2020

    10:00: MWC - Main Würfel Con 2020

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    3. Mai 2020
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  • 30.03.2020 Audiofile – Tag dreizehn von?

    von am 30. März 2020 noch kein Kommentar

    Tagebuch 30.03.2020: Tag dreizehn

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    30. März 2020 und noch kein Kommentar

    Tagebuch 30.03.2020: Tag dreizehn

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/VomLaden013.mp3

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    30.03.2020 Tag 13 – aus dem geschlossenen Laden

    von am 30. März 2020 noch kein Kommentar

    Spieltisch mit "Arler Erde" vom Sonntag. Tipp zu zweit!

    Wir haben es soeben gehört. Eine Lockerung der Maßnahmen ist erst ab dem 19.April zu erwarten. Das bedeutet dann alles in allem fünf Wochen Laden dicht. Das bedeutet, wir haben noch nicht einmal die Hälfte der zu überbrückenden Zeit hinter uns. Und was danach kommt, ist ja eh noch Fiktion. Klare Worte und – aber das ist jetzt persönliche Meinung ohne ausreichend fachliche Kompetenz – vermutlich auch eine richtige Entscheidung. Trotzdem werden jetzt so langsam auch Gegenstimmen hörbar und auch ein gewisser Unmut kundgetan. Soweit ich das sehe besteht das Hauptproblem darin, dass es seit sehr langer Zeit nichts Vergleichbares gegeben hat. Dass auf allen Seiten absolute Unerfahrenheit herrscht, im Umgang mit einer derartigen Situation. Hinzu kommt, dass die Sterberate als losgelöste Zahl wenig bedrohlich wirkt. Zusätzlich entstehen Verunsicherungen seitens Referenzierbarkeit statistischer Angaben.

    Das Virus ist ein Fakt, die drohende Überlastung medizinischer Einrichtungen ist ein Fakt und die damit einhergehende Gefahr auch. Wenn wir uns soweit einig sind und zusätzlich alle wollen, dass das Ganze möglichst schnell vorbei geht, gibt es eigentlich gar keine Debatte. Über das wer wie oder was können wir uns danach noch Gedanken machen. Wichtig ist, dass wir alle möglichst unbeschadet über diese Zeit kommen.

    Ich will mich da auch gar nicht groß vertiefen. Vielleicht beschäftige ich mich im Moment zu sehr mit den verschiedenen Aspekten der aktuellen Situation, wegen des Parallelen-Vergleichs zur phantastischen Literatur. Und dann kann ich ja immer nicht aufhören zu schwätzen. Ihr kennt das ja schon. Und jetzt das Wetter äh nein, die Neuheiten:

    Neuheiten: Wie Montags gerne mal, war es heute eher überschaubar. Sehr sogar. Sogar so sehr, dass selbst der Plural falsch ist. Es gab nämlich nur eine einzige Neuerscheinung, die heute in den Laden geflattert kam: ALFONZ DER COMICREPORTER #2020/02 € 7,95
    das wars…

    Bestellungen auch überschaubar, deswegen heute wieder alles mit dem Rad. Vorher noch schnell meine audiofile und dann mal hurtig in den – heute mal rechtzeitigen – Feierabend.

    Spieletipp: Ach ja, einen hab ich noch. Es gab jetzt mehrere Anfragen wegen Spielen, die zu zweit gut funktionieren. In diesem Zusammenhang haben wir gestern mal wieder Arler Erde gespielt. Ein reines zwei Personen Spiel, trotzdem ein klassisches Eurogame. Aufbau, Verwaltung, Resourcen und Synergien… Hübsch aufgemacht und ganz schön komplex, auch wenn man die Regeln echt schnell erklären kann. Einziges Problem, selbst der Franke (oder bin das nur ich?) fällt nach kurzer Spieldauer in eine Art friesisch Platt für Dummies…

    Arler Erde
    ein Spiel von Uwe Rosenberg
    Illustriert von Dennis Lohausen
    Feuerland Spiele
    ca 2 Stunden
    € 49,95

    30. März 2020 und noch kein Kommentar

    Spieltisch mit "Arler Erde" vom Sonntag. Tipp zu zweit!

    Wir haben es soeben gehört. Eine Lockerung der Maßnahmen ist erst ab dem 19.April zu erwarten. Das bedeutet dann alles in allem fünf Wochen Laden dicht. Das bedeutet, wir haben noch nicht einmal die Hälfte der zu überbrückenden Zeit hinter uns. Und was danach kommt, ist ja eh weiterlesen…

    Parallel Lines – 1

    von am 30. März 2020 1 Kommentar

    Von Horst Illmer

    Unsortierte Gedanken eines Literatur-DJs im „Jahr Der Leergekauften Hygienepapier-Regale“ (David Foster Wallace)

    Overture (The Who / Neil Gaiman)

    So, da müsst Ihr jetzt durch. In den nächsten – hier eine Zahl zwischen Null und Unendlich einsetzen – Tagen, Wochen, Monaten werde ich an dieser Stelle mehr regel- als unregelmäßig Texte veröffentlichen, deren Inhalt und Struktur, Qualität und Stil, Länge und Tiefe sich nach der jeweiligen Tagesform des Verfassers, nach seinen Vorlieben und Möglichkeiten und natürlich nach seiner (sprich: meiner) Lust und Laune richtet.

    Schreiben werde ich über meine Leidenschaften – vor allem also über Rock-Musik und Sekundärliteratur, über Arno Schmidt und Arthur Rackham, über Graphic Novels und illustrierte Kinderbücher, über Science Fiction, Absolute Editions, Fantasy, signierte und limitierte Erstausgaben, wissenschaftliche Phantastik, Horror, Schauer-Romantik, Mainstream-Literatur, Bücher über Bücher, bildende Kunst, Hörbücher, Vinyl-Platten, Comic-Poster, Fotografie, etc., usw. – sucht euch was aus…

    Ich sehe mich dabei (analog zum klassischen Schallplatten-Umdreher) in der Rolle eines Bücher-DJ, der während einer „Theme Time Radio Hour“ (Bob Dylan) auf alles Mögliche anspielt, Bücher vorstellt, thematische Zusammenhänge beleuchtet, Seltenes und Unbekanntes mit Offensichtlichem kreuzt – und ab und zu sogar einen Wunsch erfüllt.

    Archiv: Horst Illmer

    It’s a boy / It’s a girl (The Who / Frank Miller)

    Eigentlich wollte ich mit Frank Millers GIVE ME LIBERTY die erste „Session“ eröffnen, aber der Meister hat natürlich Vorrang. Vor eineinhalb Tagen hat Bob Dylan den Siebzehn-Minuten-Song MURDER MOST FOUL veröffentlicht (1,3 Millionen Aufrufe in den ersten 24 Stunden) und kostenfrei ins Netz gestellt.

    Dazu seine lakonischen Worte:
    “Greetings to my fans and followers with gratitude for all your support and loyalty across the years. This is an unreleased song we recorded a while back that you might find interesting. Stay safe, stay observant and may God be with you. – Bob Dylan”

    [17 Minuten Pause]

    Spätestens jetzt sollte allen Kritikern klar geworden sein, warum dieser Mann den Literatur-Nobelpreis erhalten hat.

    And now for something completely different (Monty Python): Junge, widerstandsfähige Menschen als „Gewinner“ einer von Seuchen heimgesuchten Welt – sowas dachte sich schon mal jemand aus und erschuf gemeinsam mit einem kongenialen Zeichner einen der besten Comics aller Zeiten.
    Die Rede ist von GIVE ME LIBERTY, dem ersten Band der „Martha Washington“-Saga, die Frank Miller in Zusammenarbeit mit Dave Gibbons in den Jahren zwischen 1990 und 2007 in drei Romanen und einer handvoll Kurzgeschichten erzählte. GIVE ME LIBERTY, der erste Teil der Geschichte, beginnt mit der Geburt Marthas – und die Welt, in die sie ihre Schöpfer warfen, hatte riesige Probleme die seither nicht wirklich gelöst wurden: Rassismus, Ungleichbehandlung von Frauen, Umweltverschmutzung, Missachtung von Minderheiten, ein Gesundheitssystem, dass Krankheiten oftmals nur bei jenen behandelt, die dafür auch bezahlen können und ein politisches System, das mit jeder Krise ein wenig weiter nach „rechts“ rückt.
    Obwohl der Amerikaner Frank Miller ja oftmals wie ein rabenschwarzer Pessimist schreibt, gelang es dem Engländer Dave Gibbons durch seine farbenfrohen Bilder (und vermutlich auch das eine oder andere „gute Wort“, dass er Miller zuflüsterte) den Handlungsbogen vom „Leben und Wirken der Martha Washington im 21. Jahrhundert“ am Ende mit MARTHA WASHINGTON SAVES THE WORLD einigermaßen versöhnlich ausklingen zu lassen.

    Song: Curtis Mayfield – „Underground“ (1970, vom Album ROOTS)

    30. März 2020 und 1 Kommentar

    Von Horst Illmer

    Unsortierte Gedanken eines Literatur-DJs im „Jahr Der Leergekauften Hygienepapier-Regale“ (David Foster Wallace)

    Overture (The Who / Neil Gaiman)

    So, da müsst Ihr jetzt durch. In den nächsten – hier eine Zahl zwischen Null und Unendlich einsetzen – Tagen, Wochen, Monaten werde ich an dieser Stelle mehr regel- als unregelmäßig Texte veröffentlichen, deren Inhalt und weiterlesen…

    29.03.2020 Audiofile – Tag zwölf

    von am 29. März 2020 noch kein Kommentar

    Tagebuch 29.03.2020: Tag zwölf – Zeit zum Nachdenken. 

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    29. März 2020 und noch kein Kommentar

    Tagebuch 29.03.2020: Tag zwölf – Zeit zum Nachdenken. 

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    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    Sonntag – Zeit nachzudenken

    von am 29. März 2020 noch kein Kommentar

    Christian hat gestern nochmal die Idee gehabt, mit Rezis, die außerhalb unseres Kernsortiments liegen, deutlich darauf hinzuweisen, dass wir eben (fast) alle Bücher über Nacht besorgen können. Ich finde, ein guter Ansatz, zu verbreiten, dass eine spezielle Kernkompetenz nicht das Ende des Sortiments darstellt. Deswegen folgt heute auch die entsprechende Rezi und wir machen erst einmal eine kleine Parallelen-Pause…

    Für alle, die das Wochenende etwas Zeit übrig haben und meine ausführlichen Artikel ertragen, habe ich im Folgenden eine kleine Analyse und dringende Bitte angehängt. Es gilt wieder einmal: bitte nicht überfliegen – lesen oder lassen.

    29.03.2020 Die Corona Krise hält uns fest im Griff. Uns, unsere Arbeitsplätze, unsere Nachbar- und Freundschaften, unsere Stadt, unser Land und die ganze Welt. Die Pandemie kennt keine Grenzen und ist überall zu spüren. Naturgemäß empfinden wir die subjektiven Belange am stärksten. Die Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit, wirtschaftliche Aspekte, Ängste, vielleicht direkt betroffene Personen im Nahfeld oder sogar wir selbst. Ich habe es bereits oft gesagt und geschrieben, selten kommt ein subjektiver Filter derartig stark zum tragen. Trotz der globalen Auswirkungen.

    Wir als Laden haben von Anfang an offensive Wege eingeschlagen, um mit der bedrohlichen Situation fertig zu werden. Wie soll ich sagen, das Ergebnis ist ermutigender, als wir erwartet haben. Aber – und dieses "aber" muss zu diesem sehr frühen Zeitpunkt des Textes erscheinen, sonst geht es bei unseren heutigen Gewohnheiten zu rezipieren unter – warum und wie lange?Den ganzen Beitrag lesen »

    29. März 2020 und noch kein Kommentar

    Christian hat gestern nochmal die Idee gehabt, mit Rezis, die außerhalb unseres Kernsortiments liegen, deutlich darauf hinzuweisen, dass wir eben (fast) alle Bücher über Nacht besorgen können. Ich finde, ein guter Ansatz, zu verbreiten, dass eine spezielle Kernkompetenz nicht das Ende des Sortiments darstellt. Deswegen folgt heute auch die entsprechende Rezi und wir machen erst einmal weiterlesen…

    Young God

    von am 29. März 2020 1 Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Katherine Faw
    Young God
    Aus dem Amerikanischen von Alf Mayer
    (Young God, 2014)
    Polar Verlag, Stuttgart 2020, 228 Seiten
    ISBN 978-3-945133-95-8

    Anfang 2020 startete der Stuttgarter Polar-Verlag, der ein wahres Paradies für Krimi-Liebhaber ist, neben seinem Hardcover-Programm eine neue Taschenbuch-Reihe, und gleich das erste dünne Büchlein hat es in sich.

    In „Young God“ erzählt die 1983 geborene US-Autorin Katherine Faw von Nikki, einem heranwachsenden Mädchen in den Hügeln der Appalachen North Carolinas, wo Armut und Drogen den Alltag bestimmen. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Nikki in den Trailer ihres Vaters, eines Dealers und Zuhälters. Obwohl sie erst dreizehn Jahre alt ist, kommt Nikki gut in dieser rauen, zugedröhnten Welt zurecht und will schließlich selbst ein Stück vom Drogenkuchen.

    Faw erzählt ihre radikale White-Trash-Milieustudie ohne Kompromisse. Beim Überarbeiten dampfte sie den Roman von 100.000 auf 20.000 Wörter ein, ließ sie nur noch das Nötigste für die Ausleuchtung der Szenen stehen. Manche Kapitel sind bloß zwei Seiten oder gar gerade mal anderthalb Zeilen lang – „Young God“ hat wirklich kein Gramm fett zu viel. Der Trick des Reduzierens funktioniert nicht immer, aber oft genug, um z. B. Larry Browns Kritiker-Darling „Fay“ über eine andere junge Opportunistin zu überholen.

    Allerdings bleibt David Joys „Wo alle Lichter enden“, 2019 ebenfalls im Polar Verlag erschienen, das aktuelle Krimi-Meisterwerk über die Hinterwäldler der Appalachen, die Trump damals mit zum Wahlsieg verhalfen.

    29. März 2020 und 1 Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Katherine Faw
    Young God
    Aus dem Amerikanischen von Alf Mayer
    (Young God, 2014)
    Polar weiterlesen…

    28.03.2020 Audiofile – Tag elf aus dem geschlossenen Laden

    von am 28. März 2020 noch kein Kommentar

    Tagebuch 28.03.2020: Tag elf – viel Text für euch zu lesen und nur ein kurzes Servus aus dem Laden. Ich geh jetzt ans Ausliefern mit dem Radel. Keine Neuheiten, wenig Auslieferungen. Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende. 

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

    28. März 2020 und noch kein Kommentar

    Tagebuch 28.03.2020: Tag elf – viel Text für euch zu lesen und nur ein kurzes Servus aus dem Laden. Ich geh jetzt ans Ausliefern mit dem Radel. Keine Neuheiten, wenig Auslieferungen. Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende. 

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/VomLaden011.mp3

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den weiterlesen…

    Erweiterung des "Parallelen-Models"

    von am 28. März 2020 noch kein Kommentar

    Unter Bezug auf die vorangegangenen Artikel von MarkusT und der passenden Rezi von Horst (war bereits vorher geschrieben). Möchte ich ganz kurz und knapp das Modell ein wenig erweitern. Hermke hat sich auch zu Wort gemeldet und mir den Punkt Abgrenzung beschert. In Bezug auf den ursprünglichen Artikel "Parallelen" erweitere ich das Modell im Folgenden:

    I Endzeit- und Katastrophenromane

    bisher unangetastet. Auch hier hat Hermke gestern noch ganz kurz den Titel "Leben ohne Ende(Rezi von Horst) erwähnt, der natürlich unglaublich gut passt.

    II Science Thriller

    Hier sind wir jetzt mit Marc Elsbergs Zero schon eindeutig drin, trotzdem würde ich den von MarkusT angesprochenen Aspekt eher dem nächsten Punkt zusprechen. Die Grenzen sind fließend.

    III Soziale und politische Science Fiction

    Und hier brauchen wir jetzt unbedingt ein paar Unterpunkte und Erklärungen. Doppelt von MarkusT angesprochen und auch von Hermkes thematisiert. Ich bleibe erstmal dabei, dass alles in den (zugegebenermaßen weitgesteckten) Rahmen Social SF und Polit SF passt. Auch wenn zum Beispiel MarkusT ja sogar Fantasy Titel nennt. Das zeigt nur wieder, dass selbstverständlich viele Aspekte in allen Formen der Literatur wiederzufinden sind. Das liegt in der Natur der Sache. Auch Phantstik-Romanautoren schreiben eigentlich immer über Themen, die realen Bezug oder Hintergrund haben. Beispielsweise Katastrophenromane arbeiten häufig Ängste vor vergangenen Kriegen, Pandemien oder Naturkatastrophen auf. Nicht umsonst sind nach den Atombomben abwürfen unglaublich viele Schreckensszenarien entstanden. Nicht zufällig hat mit zunehmender Nutzung der Kernkraft auch das Szenario der Verstrahlung oder Mutation einen Aufschwung gehabt…

    Nicht anders ist es aber auch im Sozialen und Politischen Bereich. Dabei stehen Utopien und Dystopien sich in der Wahl der Themen oft sogar nahe. Im Einen Fall als Bedrohung im anderen als Hoffnung. Sehr häufig stehen Ängste oder Feindbilder Pate für die Grundidee.

    • III/1 Totalitarismus: Manipulation, Dogma und Unterdrückung
    • Dabei haben wir selbstverständlich immer den manipulativen und Freiheitsberaubenden totalitären Staat als Horrorszenario. Klassiker wie "1984" oder "Report der Magd"beschreiten dabei zwar unterschiedliche Wege und entstammen unterschiedlichen Zeiten und Ängsten, konzentrieren sich aber stets stark auf die Einschränkung individueller Freiheiten. MarkusT hat mit dem Zitat seiner Kolumne als Überschrift "Freiheit ist Sklaverei" schon deutlich klargemacht, wohin der Zug fährt…
    • III/2 Wandel: gesellschaftliche Veränderung, Umwelt und Wirtschaft
    • Der Unterpunkt Wandel passt nochmal sehr gut zu dem, was MarkusT in seinem Beitrag zur "Siliziuminsel" erwähnt hat. Angst vor Veränderung ist ebenfalls eines der ganz alten Themen der Phantastik. Hier stellt sich die Möglichkeit einer positiven Interpretation besonders eindeutig dar. Die Umsetztung Philosophischer, Sozialer oder Politischer Ideologien genauso wie beispielsweise Umweltzerstörung oder Krankheiten können sehr wohl Zukunfts oder Technikgläubig positiv gesehen werden. Meist ist aber die Angst vor der Veränderung der Antrieb auch hier wieder dystopisch Schwarz zu malen.
    • III/3 Abgrenzung: die Mauer um die Welt
    • Ein wichtiger Aspekt, den Hermke hier eingebracht hat. Ob es eine echte Mauer im Sinne eines Experimentes geht oder der Abschottung eines Staates oder Kontinentes. Viele Aspekte führen auch hier wieder in die Wirklichkeit. Allein die unterschiedliche Reaktion der einzelnen Landesregierungen passt sehr gut in ein Bild zerfallender föderalistischer Systeme. Abkapslung und… so eine Art Mauerbau oder Grenzschließung.

    IV Klassische Fremdwesen- und Fremdweltenromane

    bleiben unberührt.

    Wie gesagt, die Grenzen zwischen all den Spielarten sind fließend und ich verstehe dieses Schema eher als eine Sammlung von Aspekten als eine wirkliche Unterteilung in Genres und Subgenres. Ich hoffe noch auf viele weitere Ideen…

    28. März 2020 und noch kein Kommentar

    Unter Bezug auf die vorangegangenen Artikel von MarkusT und der passenden Rezi von Horst (war bereits vorher geschrieben). Möchte ich ganz kurz und knapp das Modell ein wenig erweitern. Hermke hat sich auch zu Wort gemeldet und mir den Punkt Abgrenzung beschert. In Bezug auf den ursprünglichen Artikel "Parallelen" erweitere ich das Modell im weiterlesen…

    Freiheit ist Sklaverei

    von am 28. März 2020 noch kein Kommentar

    Was ich bei den vier Aspekten, die Gerd genannt hat, vermisse, ist das Thema Information bzw. Wahrheit der Information oder wer welche Informationen besitzt. Als Anregung dazu ein paar Bücher, die sich unter anderem mit diesem Aspekt beschäftigen.

    Angefangen mit dem Klassiker der Desinformation „1984“ von George Orwell, der die Sprache in seinem Roman dazu verwendet, das Denken zu manipulieren und damit die Menschen an den neuen, gewünschten Status quo zu gewöhnen. Wir erleben so etwas gerade in der einen oder anderen westlichen Demokratie. In Diktaturen ist das natürlich die Regeln, denn darauf fußt der Hintergrund in Orwells düstere Sicht auf die Welt.

    Nicht das wir schon so weit wären. Was mir in der aktuellen Corona-Krise fehlt, sind die kritischen Stimmen, die das gewählte Vorgehen hinterfragen oder die vielfach vorhandenen verschiedenen Informationen sortieren und bewerten. Alleine mit Opfer- und Infiziertenzahlen zu hantieren, ohne einen historischen Bezug herzustellen führt nicht zu weniger, sondern zu mehr Verwirrung.

    Dies erinnert mich an den Roman von Marc Elsberg „Zero“, den es sich lohnt zu lesen. Auslöser ist nicht ein Fehler in einer technischen Anlage, sondern ein falsch interpretierter Anzeigewert dieser Maschine. Die falsch weiter gegebene Information führt in letzter Konsequenz zu einem europaweiten Shutdown.

    An dieser Stelle möglicherweise ungewöhnlich über die Duologie von Leigh Bardugo zu sprechen. Für mich besteht ein wesentlicher Aspekt der Geschichte darin, dass Kaz Brekker, der Protagonist der beiden Bände, seinen Freunden und Gegnern immer einen Schritt voraus ist und damit seinen Plan durchziehen kann. Immer dann, wenn das nicht der Fall ist, beginnt Kaz zu zweifeln und benötigt einen Moment, um sich wieder zu fangen. In den Romanen sind das die Situationen, die beim Leser Spannung hervorrufen.
    Parallelen sind in der aktuellen Situation angezeigt. Mit jeder Verschärfung der getroffenen Maßnahmen fast schon im Stundentakt, wird erst einmal Spannung erzeugt und erst nach und nach legt sich diese Verunsicherung wieder.

    Andreas Eschbach spielt das Thema Information bzw. Informationsvorsprung oft in seinen Romanen durch. Beispielhaft in „Ein König für Deutschland“ und „NSA“. Im ersten Fall führt Insiderwissen zu einer maximalen Destabilisierung und im zweiten geht es um Informationen um jeden Preis und deren Interpretation.

    Wieso ich das Thema aufgegriffen habe? Möglicherweise geht es nur mir so. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass lange noch nicht alle Informationen auf dem Tisch liegen, die Zahlen je nach Quelle stark schwanken (übrigens ein Problem einer mangelhaften Vorbereitung auf ein solches Szenario) und die Maßnahmen in jedem europäischen Land und jedem deutschen Bundesland zu einem anderen Zeitpunkt getroffen und irgendwie kommuniziert werden.

    Das Schließen von Grenzen und das Abschotten, auch das zeigen uns andere Romane, verhindern nicht, das sich ein Virus, eine Seuche ausbreiten können. Informationen offen und bereitwillig geteilt sind eines der Heilmittel.

    Selbst kritisch denken und Ruhe bewahren helfen, damit Freiheit nie Sklaverei wird.

    28. März 2020 und noch kein Kommentar

    Was ich bei den vier Aspekten, die Gerd genannt hat, vermisse, ist das Thema Information bzw. Wahrheit der Information oder wer welche Informationen besitzt. Als Anregung dazu ein paar Bücher, die sich unter anderem mit diesem Aspekt beschäftigen.

    Angefangen mit dem Klassiker der Desinformation „1984“ von George Orwell, der die Sprache in seinem Roman dazu verwendet, weiterlesen…

    Ein König für Deutschland

    von am 28. März 2020 noch kein Kommentar

    Andreas Eschbach
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND. Roman.
    Bastei-Lübbe Taschenbücher
    Juni 2011 – 491 Seiten – € 9,99
    ISBN: 9783404160181

    Haben Sie schon irgendwann einmal Erfahrungen mit einer Wahlmaschine (oder, wie es richtig heißen muss, einem „Wahlcomputer“) gemacht? Vermutlich nicht. Aber die Benutzung eines modernen Geld- oder Fahrkartenautomaten, bei dem Sie auf einem Bildschirm eine Auswahl angezeigt bekommen auf welche Sie mit dem Finger drücken müssen, vermittelt ein ziemlich gutes Bild davon, wie eine solche Apparatur funktioniert.
    Andreas Eschbach ist ein Kind unserer Zeit, selbst Absolvent eines naturwissenschaftlichen Studiums, Inhaber einer eigenen Internet-Seite und natürlich Benutzer eines Computers, mit dem er seine Bücher schreibt – also sicherlich kein „Maschinenstürmer“.
    Umso wirkungsvoller und einprägsamer ist es da, wenn er in seinem Roman EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND vor den Gefahren einer blinden Technikgläubigkeit warnt.
    Der junge Vincent Merrit, US-Amerikaner mit einem deutschen Vater, ist ein genialer aber leichtgläubiger Programmierer, dessen Fähigkeiten von falschen Freunden ausgenutzt werden, was ihn leider immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt bringt. Nach einer abgesessenen Vorstrafe findet er nur noch bei einer zwielichtigen Softwareschmiede in Florida Arbeit. Dort entdeckt man schnell, welches Juwel man in ihm hat – und so bekommt er eines Tages den Auftrag, ein Programm zu schreiben, mit dem man die in den USA benutzten Wahlmaschinen manipulieren kann. Naiverweise glaubt Vincent den Beteuerungen, dass es sich nur um ein „Testprogramm“ handelt. Die Ereignisse um die Wahl von George W. Bush im Jahr 2000 machen ihn allerdings stutzig, da sie sehr genau dem von ihm entwickelten Szenario folgen.
    Im Laufe der nächsten Jahre bekommt die Sache eine ungeahnte Eigendynamik und am Ende wird Vincent gezwungen, seine Fähigkeiten auf die mittlerweile auch in Deutschland eingesetzten Wahlcomputer zu konzentrieren.
    Geschickt hat Eschbach bis zu diesem Moment Realität und Fiktion verbunden (inklusive einer ganzen Reihe von Fußnoten, mit denen er die historischen Tatsachen belegt), jetzt beginnt die eigentlich phantastische Handlung – deren innere Logik jedoch von einer solchen Kraft ist, dass man fast verwundert auf die letzten Wahlen zurückschaut und sich fragt, warum man dort die von Eschbach erfundene VWM (das ist die „Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie“) nicht auf seinem Stimmzettel vorgefunden hat.
    In einem zweiten Handlungsstrang versuchen Simon König (der leibliche Vater von Vincent und ein engagierter Geschichtslehrer dazu) und eine Rollenspieler-Truppe mit der Vincent übers Internet Kontakt hatte, die Manipulation der Computer aufzudecken, indem sie an der Bundestagswahl teilnehmen. Da die erst vier Monate vor der Wahl gegründete VWM praktisch keine Werbung macht und ein eigentlich absurdes Wahlprogramm (Simon König soll König Simon I. von Deutschland werden) verfolgt, wäre sie normalerweise chancenlos. Eine von Vincent in seine Software eingebaute „Falltüre“ sorgt jedoch für ein sensationelles Ergebnis.
    Aber wie das mit „ganz einfachen“ Plänen dann so ist, geht alles gründlich (und völlig anders als vermutet) schief – und Simon König steht auf einmal im Dom zu Aachen und wird vom Erzbischof nach uraltem Ritual gefragt: „Schwörst Du, dass Du als König Deine ganze Kraft dem Deutschen Volk widmen wirst, um seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden?“
    Andreas Eschbach hat sich in EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND mit einem wichtigen politischen Thema beschäftigt, mit dem sich inzwischen sogar das Bundesverfassungsgericht auseinandersetzen musste. Anders als die trockene Politikberichterstattung in den seriösen Medien und die juristisch verklausulierten Gerichtsurteile liest sich sein Roman jedoch spannend und kurzweilig. Die Befürchtung (oder Hoffnung), das Thema habe sich mit der letzten Wahl und dem ablehnenden Urteil des höchsten deutschen Gerichts erledigt, trügt jedoch. Es gehört zu Eschbachs unbestreitbaren Verdiensten, in seinem Buch auf fesselnde und verständliche Weise nicht nur auf die Gefahren aufmerksam gemacht zu haben, die einem demokratischen Gemeinwesen durch die Verwendung einer solchen – grundsätzlich manipulierbaren – Technik drohen, sondern auch das Verständnis für die Abläufe innerhalb unseres Staates zu fördern. Eine faszinierendere Lektion in Gesellschaftskunde hat es wohl selten gegeben.
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND ist ein Buch, dessen Lektüre man eigentlich als Voraussetzung für die Ausübung des aktiven Wahlrechts festschreiben sollte!

    Horst Illmer
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    Ein König für Deutschland
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    28. März 2020 und noch kein Kommentar

    Andreas Eschbach
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND. Roman.
    Bastei-Lübbe Taschenbücher
    Juni 2011 – 491 Seiten – € 9,99
    ISBN: 9783404160181

    Haben Sie schon irgendwann einmal Erfahrungen mit einer Wahlmaschine (oder, wie es richtig heißen muss, einem „Wahlcomputer“) gemacht? Vermutlich nicht. Aber die Benutzung eines modernen Geld- oder Fahrkartenautomaten, bei dem Sie auf einem Bildschirm eine Auswahl angezeigt bekommen auf welche Sie mit dem Finger weiterlesen…

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