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Hell

von am 22. Mai 2012 2 Kommentare

Kennt ihr das, wenn alle möglichen Leute mit Engelszungen auf euch einreden, ihr aber, aus irgendwelchen später nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen, die Empfehlung übergeht, sei es aus Zeitmangel oder aus unerklärlichem Desinteresse? Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem ihr genau darüber wieder stolpert und es ist ein Wow-Effekt.

Ging mir jetzt so mit der Deutsch-Schweizer-Coproduktion Hell. September 2011 war der Film in den Kinos. Dummerweise hab ich ihn damals wirklich verpasst, obwohl ich von berufener Seite mehrfach darauf hingewiesen wurde. Fehler, großer Fehler. Gestern habe ich den Film auf DVD gesehen – und war begeistert. Unfassbar. Es gibt tatsächlich noch Filme, die mit wenig finanziellem Aufwand einfach perfekt sind. Endzeit-SF mit Low Budget, aber genialer Regie, beeindruckenden Schauspielern, sauguter Kameraführung und Schnitt. Einfach beeindruckend gut und beängstigend real. Alles, was ein guter Endzeitfilm braucht. Vor allem Hannah Herzsprung und Stipe Erceg spielen derart überzeugend in dieser kaputten, verrohten Zukunft, dass sich bei mir mehrmals die Hährchen auf den Armen aufgestellt haben. Der durch den Tempowechsel im Schnitt und die überstrahlte mehr verbergende, als enthüllende Helligkeit aufgebaute Spannungsbogen scheint die Nerven zu zerreißen. Unglaublich, spannend und erschreckend. Einfach perfekt. Wer seit Jahren auf einen genialen SF Film gewartet hat, kommt um diese Hölle aus Licht, Strahlung und Staub nicht herum.

Der Film wäre ein super Beitrag für den Virtuellen FilmClub, der gerade im Central Programmkino entsteht.

Kennt ihr das, wenn alle möglichen Leute mit Engelszungen auf euch einreden, ihr aber, aus irgendwelchen später nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen, die Empfehlung übergeht, sei es aus Zeitmangel oder aus unerklärlichem Desinteresse? Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem ihr genau darüber wieder stolpert und es ist ein Wow-Effekt.

Ging mir jetzt so mit der Deutsch-Schweizer-Coproduktion Hell. September 2011 war der Film in den Kinos. Dummerweise hab ich ihn damals wirklich verpasst, obwohl ich von berufener Seite mehrfach darauf hingewiesen wurde. den ganzen Beitrag lesen…

Unerreicht – Powers

von am 5. März 2012 4 Kommentare

Brian Michael Bendis ist der große Zampano bei Marvel. Er bestimmt die Hauptstory des ganzen Marvel-Universums. Er sagt, wohin die Reise geht, welcher Mega-Event die Helden allesamt erneut vereint oder gegeneinander führt und schreibt die wichtigsten Serien selbst. Das macht er sicherlich gar nicht mal so schlecht, zumindest den Verkaufszahlen nach. Ich bin die großen Crossover jedoch leid. Und wir sprachen ja schon oft über Sinn und Unsinn und darüber, wer denn das noch will. Es funktioniert anscheinend noch. Denn in Marvels Chef Etagen zählt man die Dollar bestimmt nach. Wie bei den großen Verlagen und den „Lizenz“-Helden üblich reden die Anzüge aus den Chefetagen aber auch mit und ein guter Autor kann oft nicht sein gesamtes Potential entfalten, da er immer an Verlagsvorgaben gebunden ist. Bei Bendis, wie auch bei Ellis oder Kirkman, lohnt es sich deshalb mal auf die Serie zu schauen, die ihn eigentlich populär gemacht hat, die sein wirkliches „Kind“ ist und die er zum Glück immer noch weiterführt. „Powers“ ist der Name und bereits vor einiger Zeit ist Band 12 „The 25 Coolest Dead Super-Heroes of All Time“ erschienen. Also mittlerweile eine echte Saga. Die Serie hat aber eben gar nichts Schweres oder Episches einer Saga, sondern eher den besonderen, leichtfüssigen Charme einer wirklich gut gemachten Soap Opera. Da kann man lachen, weinen, verzweifeln und vor allem fiebern, wie es weitergeht, wenn Bendis einen mal wieder mit einem Cliffhanger „hängen lässt. Seine Charaktere sind nicht starr, sind keine sauberen Helden, sondern Menschen mit Schwächen und Tugenden, aber vor allem Figuren, die sich durch all das, was passiert, weiterentwickeln, die ihre Erfahrungen mit sich und in sich tragen. Alle Hefte hat  Michael Avon Oeming gestaltet. An dessen Stil muss man sich sicherlich erst ein wenig gewöhnen. Er wächst einem aber mit der Zeit ans Herz, so sehr, dass wir unsere Charaktere dieser großartigen Serie niemals mehr anders sehen wollen.

Worum geht es? Christian Walker und Deena Pilgrim sind Cops bei der Mordkommission und zwar für Fälle, die Superhelden betreffen. So wird im ersten Band „Retro Girl“, eine renommierte Heldin ermordet aufgefunden. Walker, früher selbst eine bekannter Held, der aber seine Kräfte verloren hat, lässt all seine Kontakte spielen, doch die beiden Detektive treffen auf eine Mauer des Schweigens. Spannend bis zum Schluss, voller Ideen, geistreicher Dialoge, Humor und mit einem unerwartetem Ende versehen ist dieser erste Band ein gelungener Auftakt. Und wie gesagt lediglich der Auftakt. Bendis hält das hohe Niveau bis jetzt durch. Powers ist seit langem die beste Independent Serie,  vor „Invincible“ (wir werden zu einem späteren Zeitpunkt berichten) und „Walking Dead“ (wir berichteten).

Für den Einstieg:

Bendis, Oeming: Powers Vol 01 – Who killed Retro Girl?

Image, 2001, $ 21,95

Und jetzt endlich nach all den Jahren des Wartens auch auf deutsch bei Panini

Powers Bd 1: Wer ermordete Retro Girl?, €19,95

Panini, 2012

 

Brian Michael Bendis ist der große Zampano bei Marvel. Er bestimmt die Hauptstory des ganzen Marvel-Universums. Er sagt, wohin die Reise geht, welcher Mega-Event die Helden allesamt erneut vereint oder gegeneinander führt und schreibt die wichtigsten Serien selbst. Das macht er sicherlich gar nicht mal so schlecht, zumindest den Verkaufszahlen nach. Ich bin die großen Crossover jedoch leid. Und wir sprachen ja schon oft über Sinn und Unsinn und darüber, wer denn das noch will. Es funktioniert anscheinend noch. Denn in Marvels Chef Etagen zählt man die Dollar bestimmt nach. den ganzen Beitrag lesen…

Local Heroes "Banned in Boston" back in Würzburg

von am 18. Januar 2012

Über Martina Sophie Nöth habe ich schon viel geschrieben. Martina hat sich in allen Phasen ihrer beachtlichen kreativen Entwicklung voll hinter unseren Laden gestellt. War zu Signierstunden hier (schon 2001 zur 20 Jahre -Feier), hat ein Konzert für "Brot und Spiele 2006" mit ihrer Band "Amber" gegeben und war eigentlich immer eine große Hilfe mit ihren Verbindungen und ihrem großen Herz. Martina hat eine beachtliche Anzahl von Romanen publiziert, Rollenspiel-Abenteuer veröffentlicht und mit ihrer Band CDs produziert, die ebenfalls der Phantastik verbunden sind. Wer in ihre Songs reinhören will, der kann auf die myspace-Seite von Amber gehen. Wer nüchterne Aufzählungen mag, kann einfach mal in wikipedia nachsehen, dort ist ihre Bibliographie und Diskographie nachzulesen.

Was dort aber fehlt, ist ihr Einfluss, ihr Atem und ihre Aura, die in der ganzen Branche spürbar sind. Ihr werdet in der deutschen Rollenspiel-Szene kaum jemand Namhaften finden, der sie nicht kennt, dem sie noch nicht als Muse gedient, oder durch ihr Netzwerk weitergeholfen hat. Martina ist so etwas wie der gute Geist der Szene. Eine starke, individualistische Frau mit unglaublich integrativen Fähigkeiten und einem unendlichen Fundus von Verbindungen. Danke auch von meiner Seite!

Umso mehr freut es mich, dass sie mit ihrem neuen, spannenden Musikprojekt am 4. Februar in Würzburg, im Omnibus zu sehen sein wird.

"Banned in Boston" (In Boston untersagt) wurden in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts anrüchige und verruchte Musik, Filme und Literatur. Allerdings wurde das “Banned” Siegel schnell zum Gütezeichen und Geheimtipp der Partygesellschaft.

Im Stil und Outfit der späten 20er spielen BANNED IN BOSTON nicht nur unvergessene musikalische Kleinodien von 1920-1960, sondern kleiden auch moderne Rock- und Popsongs in ein neues und ungewöhnliches Gewand, als Swing, Bossa oder Blues mit Piano, Kontrabass und Gesang. Völlig unbeeindruckt von Konventionen und Genregrenzen überraschen BANNED IN BOSTON mit neu interpretierten Klassikern und hemmungslos originellen Coverversionen und lassen niemanden unbeswingt zurück …

Für mich riecht das nach einer ganzen Menge Spaß. Vielleicht sollte man ein 20er Cosplay oder Larp daraus machen? Wenn man die Bilder so sieht, erweckt es eh schon den Eindruck einer Zeitreise. Wäre doch gelacht, wenn wir den Schuppen nicht vollkriegen würden. Gut, das ist im Omnibus nicht so schwierig, aber ich würde mich freuen, wenn ein spürbarer Prozentsatz Bekannte dabei wären!

 

Über Martina Sophie Nöth habe ich schon viel geschrieben. Martina hat sich in allen Phasen ihrer beachtlichen kreativen Entwicklung voll hinter unseren Laden gestellt. War zu Signierstunden hier (schon 2001 zur 20 Jahre -Feier), hat ein Konzert für "Brot und Spiele 2006" mit ihrer Band "Amber" gegeben und war eigentlich immer eine große Hilfe mit ihren Verbindungen und ihrem großen Herz. Martina hat eine beachtliche Anzahl von Romanen publiziert, Rollenspiel-Abenteuer veröffentlicht und mit ihrer Band CDs produziert, den ganzen Beitrag lesen…

Die Nerds schlagen zurück

von am 30. August 2011 9 Kommentare

Ich kann mich noch an meine Zeit in der Star Trek-Fanszene vor über zehn Jahren erinnern. Zu dieser Zeit besuchte ich regelmäßig mit Freunden und unserem Fanclub (The Final Frontier) diverse Conventions. Schon damals ärgerten wir uns über die oberflächliche und schlichtweg falsche Berichterstattung in den Medien, die uns Trekkies oder Trekker nur allzu gerne als realitätsfremde Freaks hinstellte und die darin gipfelte, dass Captain Kirk und Commander Spock gar einmal für den Selbstmord von zwei Jugendlichen verantwortlich gemacht wurden. Auf Conventions stürzten sich Kammerateams vorzugsweise auf die paar wenigen kostümierten Fans und in der TV-Reportage wurde von alledem, was man im Interview gesagt und erzählt hatte, am liebsten nur eine einzige Frage herausgeschnitten, nämlich die, welchen Charakter man denn darstelle, obschon wir damals mitnichten Live-Rollenspiele betrieben (heute gibt es sogar ein paar Star Trek LARPs) und uns mitunter einfach nur so kleideten, wie beispielsweise auch ein Fußballfan das Trikot eines Spielers seiner favorisierten Mannschaft anzieht. Übrigens, ich habe noch nie gesehen, dass in Reportagen Fußballfans gefragt werden, welchen Spieler sie darstellen…

Allein, damals blieb uns nicht viel mehr als unserem Unmut über diese ungerechte öffentliche Darstellung im Freundeskreis und auf unseren monatlichen Treffen kurz Luft zu machen und sich, im weiteren Bekannten- oder Kollegenkreis, um einen Abbau der Vorurteile zu bemühen. Medial blieb lediglich, in einem der Fanzines einen Leserbrief oder Artikel darüber zu schreiben oder zu versuchen, auf die Berichterstattung in auflagenstärkeren Magazinen, durch konkrete Informationslieferung selbst Einfluss zu nehmen. Die Sensationspresse oder die TV-Sender, die für die Verbreitung der Klischees und deren Aufrechterhaltung verantwortlich waren, konnten wir dabei nur selten direkt treffen. Und nicht viel anders verhielt es sich auch oft in der jüngeren Vergangenheit, wenn etwa über LARPer, Rollenspieler, Fantasyleser, Comicfans oder Cosplayer berichtet wurde.

Wie sich die Zeiten und auch die Reaktions-Möglichkeiten der Fans geändert haben, ist mir vor ein paar Tagen, nicht ganz ohne augenzwinkerndes Amüsement und mir einer gewissen Genugtuung klar geworden, als ich auf die empörten Reaktionen von etlichen Gamern im Netz stieß, die sich auf einen Beitrag von RTL über die Gamescom bezogen. Was war geschehen?

Die GamesCom ist das weltweit größte Messe und Event-Highlight für interaktive Spiele und Unterhaltung, zu der dieses Jahr 275.000 Besucher nach Köln kamen. Im Magazin Explosiv machte sich RTL am 19.08.2011 in einem über 5-minütigen Beitrag in sehr abschätziger Weise über Besucher der Veranstaltung lustig, indem ein paar einzelne Besucher bloßgestellt und diffamiert wurden und die Gamer gemeinhin als nach Computer und Alkohol süchtig, ungepflegt, sozial isoliert und beziehungsgestört dargestellt wurden.

Als Psychologe weiß ich ja, dass wir einerseits alle in Klischees denken und dass diese durchaus sinnvoll sind, da sie eine kompaktere und schnellere Informationsverarbeitung ermöglichen. Andererseits sind Klischees auch gefährlich, da sie zu Fehlschlüssen führen können. Ganz zu schweigen davon, dass ein TV-Sender einen Beitrag natürlich so gestaltet, dass er eine möglichst gute Quote bekommt, wozu wiederum Überzeichnungen und Klischees prädestinierte Werkzeuge sind. Anscheinend haben aber die Redakteure, die die Reportage gedreht haben und die Verantwortlichen beim Privatsender fälschlicherweise selbst an das Klischee geglaubt, das sie mit ihrem Beitrag gezeichnet haben und dabei die Menge und die Möglichkeiten der Gamer grandios unterschätzt. Denn RTL hat wohl nicht bedacht, wie viele Leute zumindest gelegentlich Computer spielen und dass Leute, die in ihrer Freizeit gerne Computerspielen, zum einen zumeist ganz normale Menschen sind, die aus allen Schichten der Gesellschaft und aus allen Altersklassen kommen und zum anderen natürlich auch Internet-affin und gut miteinander vernetzt sind. Denn wahrscheinlich haben zunächst nur ein paar Gamer den Beitrag während der ursprünglichen Ausstrahlung gesehen. Aber viele von ihnen haben dann Freunde und Bekannte darauf aufmerksam gemacht, die sich dann die Reportage nachträglich im Netz angesehen haben. Dabei ist es sodann mitnichten geblieben. Einem faszinierend emotional-sachlichen und einfach klugen Aufruf zu einem geordneten Protest von Rainer Schauder auf Youtube, der seinen Kanal, seinen Blog und soziale Netzwerke eigentlich dafür nutzt, um mit anderen Gamern seine Faszination über sein Hobby zu teilen, schlossen sich hunderte Gamer an, verbreiteten den Aufruf weiter, drehten selbst Videos und Satiren, schrieben offene Briefe, bloggten, kommentierten, komponierten einen Protestsong und beschwerten sich zu Tausenden beim Bürgerportal der Landesmedienanstalten im Netz, sodass die Seite zeitweilig nicht mehr erreichbar war.

Auch wenn der Beitrag von der für die Aufsicht über RTL zuständige Landesmedienanstalt in der Zwischenzeit als keinesfalls rechtswidrig eingestuft wurde, so hat es immerhin eine offizielle Stellungnahme dazu gegeben und auch RTL sowie einer der Redakteure des Beitrages wurden bereits zu einer Entschuldigung bewogen. Freilich, welche Auswirkungen die Reaktionen über die Berichterstattung in der Sendezentrale sonst ausgelöst haben mögen, werden wir wohl nie erfahren. Bleibt zu hoffen, dass dies zukünftig eine Mahnung an RTL im Speziellen und die Medien im Allgemeinen ist, die vielleicht zu etwas angemesseneren Betrachtungen über uns, die wir ja eigentlich alle nur dem einen oder anderen Hobby frönen, führen wird. Zumindest träumen darf man ja und als Nerd, mache ich das ja ohnehin ständig…

POWAQQATSI, Nerd, Hermke-Stammkunde und Diplom-Psychologe und sicher auch noch über ein Dutzend anderer Dinge, deren einzelne Aufzählung jedoch für diesen Beitrag irrelevant ist.

Ich kann mich noch an meine Zeit in der Star Trek-Fanszene vor über zehn Jahren erinnern. Zu dieser Zeit besuchte ich regelmäßig mit Freunden und unserem Fanclub (The Final Frontier) diverse Conventions. Schon damals ärgerten wir uns über die oberflächliche und schlichtweg falsche Berichterstattung in den Medien, die uns Trekkies oder Trekker nur allzu gerne als realitätsfremde Freaks hinstellte und die darin gipfelte, dass Captain Kirk und Commander Spock gar einmal für den Selbstmord von zwei Jugendlichen verantwortlich gemacht wurden. den ganzen Beitrag lesen…

Local Heroes: Carsten Pohl

von am 11. Januar 2011

Waren es zum letzten Event im Laden drei Christians (Endres, Krank, Noeth), so sind es diesmal die drei Carstens ;-). Der dritte im Bunde, neben den bereits vorgestellten Söllmann und Grebe, ist Carsten Pohl. Carsten schreibt seit vielen Jahren regelmäßig Rezis, Berichte und Beiträge in nahezu allen Genremagazinen aus dem Phantastik-Spielebereich. Seine profunde Kenntnis der Szene und seine unzähligen Kontakte machen ihn zu einem Kenner wie kaum einen anderen. Viele von euch werden Carsten bereits von vergangenen Brot und Spiele Conventions oder von Mage Knight Turnieren her kennen. Ja, Carsten hat mehrmals bei der deutschen Meisterschaft ganz oben mitgespielt und war auch am Erfolg des ganzen Würzburger Teams nicht unbeteiligt. Immerhin standen mehrere nationale und internationale Pokale in unserer Vitrine. Wer mit Carsten mal um ein Lagerfeuer gesessen war (auch das zum Beispiel auf Brot und Spiele 😉 ), der kennt seine unermüdliche Energie bei den Werwölfen vom Düsterwald und seinen Spitznamen als Special-Character: "Der Dorfpsychologe". Im richtigen Leben ist er Diplompsychologe. Vielleicht hat das etwas miteinander zu tun?

Carstens Artikel im Magazin Nautilus, für das er seit etlichen Jahren als Stammautor tätig ist, beleuchten meist weite Themengebiete. Dabei entstehen zum Beispiel Artikel über das alte Japan und China im Brett- und Kartenspiel in Nautilus 53: "Carsten Pohl durchleuchtet in "Fernostasien – Von chinesischen Provinzen und japanischen Samurais", oder sein Artikel zusammen mit Caillean Kompe in Phantastisch! 38 "Spielwelten im Cthulhu-Mythos" über die Einflüsse von H. P. Lovecraft auf die Welt der Spiele.

Carstens größter Verdienst sind aber nicht sein Wissen, seine Recherchen oder seine Artikel, sondern sein ständiges Streben, die Phantastik-Szene regional und überregional zu bereichern und die große Faszination dieses Genres nach außen zu tragen. Carsten ist unter anderem der Initiator des Forums auf der Comicdealer-Seite und des Stammtisches der Phantastik Schaffenden. Mit letzterem hat er indirekt solche Events wie unsere Jubiläumsfeier beeinflusst. Carsten hat mit seiner Idee uns allen erst aufgezeigt, welches unglaubliche Potential in unserer Region steckt. Er hat mit dieser Idee all die Individuen aus ihren Schneckenhäusern geholt und eine wirklich kreative und fruchtbare Community geschaffen.

Für seine Initiative gebührt ihm unser aller Dank. Auch wenn seine Veröffentlichungen und Arbeiten weniger spektakulär als die eines Volkan Baga, gern gesehenem Gast auf internationalen Messen, oder eines Christian Krank, gefragter Comic-Colorist in Amerika, so hat er dennoch einen der Ehrenplätze verdient. Ohne ihn wären wir um vieles ärmer. Wir freuen uns, dass er wieder einmal eine unserer Veranstaltungen bereichert und hoffen, dass seine integrativen Fähigkeiten auch zum gelingen dieses Events beitragen. Carsten, ich weiß, du bist eigentlich eher schüchtern, trotzdem möchte ich dich hochleben lassen.

Danke für alles!

Waren es zum letzten Event im Laden drei Christians (Endres, Krank, Noeth), so sind es diesmal die drei Carstens ;-). Der dritte im Bunde, neben den bereits vorgestellten Söllmann und Grebe, ist Carsten Pohl. Carsten schreibt seit vielen Jahren regelmäßig Rezis, Berichte und Beiträge in nahezu allen Genremagazinen aus dem Phantastik-Spielebereich. Seine profunde Kenntnis der Szene und seine unzähligen Kontakte machen ihn zu einem Kenner wie kaum einen anderen. Viele von euch werden Carsten bereits von vergangenen Brot und Spiele Conventions oder von Mage Knight Turnieren her kennen. den ganzen Beitrag lesen…

Den Anfang für das Archiv…

von am 2. Februar 2010

…mache ich mit einer Serie von Veranstaltungen im Bereich Spiele, die leider 2006 bisher zum letzten mal stattgefunden hat. Brot und Spiele war drei Jahre lang das Spiele-Treffen für alle Fantasy-Begeisterten in Würzburg. Derzeit gibt es auf der Seite ein paar nette Galerien von den Jahre 2004, 2005, 2006.

…mache ich mit einer Serie von Veranstaltungen im Bereich Spiele, die leider 2006 bisher zum letzten mal stattgefunden hat. Brot und Spiele war drei Jahre lang das Spiele-Treffen für alle Fantasy-Begeisterten in Würzburg. Derzeit gibt es auf der Seite ein paar nette Galerien von den Jahre 2004, 2005, 2006.

Wichtig ist…

von am 1. Januar 2009 5 Kommentare

…sich Gedanken zu machen, was im Leben wirklich von Bedeutung ist. Da hat man an den verschieden Stationen des Lebens, kurz nach dem Abi, nach dem Studium, nach der Geburt des ersten Kindes, also an den Punkten, wo man in einen neuen Abschnitt des Lebens eintritt, auch so seine verschiedenen Schwerpunkte. Klar, gut leben, Spass haben, Karriere, eventuell Familie, Kinder großziehen, Umwelt bewahren. Alles schön und gut, aber einige Werte sollten jedoch immer von vornherein gelten bzw. als Grundlage dienen. Kategorischer Imperativ von Kant ist da immer mal wieder einen Blick wert, d. h. auf einfach deutsch, „was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderem zu“. Schon mal nicht schlecht, egal wo man steht.

Also, es wird in diesen, von unsicheren Eindrücken, von viel zu vielen Informationen und unendlichen Berieselungen überfluteten Zeiten entscheidend welches Wertesystem man selbst für sich aufmacht. Vor allem im Hinblick, mit welch wenig Moral, Verstand oder Weitsicht in den Führungsetagen von Unternehmen und Staat gehandelt wird, wie man zuletzt wieder gesehen hat. Wichtig ist auf jeden Fall, sich die eigenen Entscheidungen nicht aus der Hand nehmen zu lassen. Keine Meinungen nachzuplappern, sich nicht indoktrinieren zu lassen von den neuen Propagandameistern der Werbung und der Politik, die uns mit Ihrem neuen „Opium für das Volk“, dem Fernsehen und den Computer Games ruhig halten wollen.

Am Wichtigsten also ist, sich auf seinen eigenen Geist zu besinnen, selbst seinen Blick auf die Welt zu schärfen, versuchen objektiv zu bleiben und wirklich zu erkennen, wie die Dinge sind. „Ich denke, also bin ich“ soll mal ein kluger Kopf gesagt haben. Unsere Bundeskanzlerin hingegen, sagt so schlaue Dinge, wie: "Die Weichen werden aufwärts gestellt!" Bitte, was, Weichen aufwärts?

Vorschlag für einen guten Vorsatz für das neue Jahr wäre also mal nicht das Abnehmen und mehr Sport treiben, sondern, mal einen philosophisches Werk zu lesen oder sich mal mit den Gedankenspielen eines Humanisten zu befassen. Einen Vortrag über „Buddhismus im Alltag“ könnte man sich auch mal anhören, einfach nur, um den eigenen Horizont ein wenig zu erweitern.

Fair, ehrlich, hilfsbereit, mitfühlend, aber auch nicht zu weich, trotzdem zielstrebig sein, wäre auch so ein „Vorsatz“-Satz.

Aber nicht vergessen auch einfach mal mit guten Freunden einen Trinken zu gehen aber dann doch besser statt über DSDS mal über solche Themen zu reden…

Gutes Neues Jahr

Burn

…sich Gedanken zu machen, was im Leben wirklich von Bedeutung ist. Da hat man an den verschieden Stationen des Lebens, kurz nach dem Abi, nach dem Studium, nach der Geburt des ersten Kindes, also an den Punkten, wo man in einen neuen Abschnitt des Lebens eintritt, auch so seine verschiedenen Schwerpunkte. Klar, gut leben, Spass haben, Karriere, eventuell Familie, Kinder großziehen, Umwelt bewahren. Alles schön und gut, aber einige Werte sollten jedoch immer von vornherein gelten bzw. als Grundlage dienen. den ganzen Beitrag lesen…

Comics im Jahr 2008 – Ein Superheldenfan hält seinen Rückblick (Gastbeitrag)

von am 30. Dezember 2008 1 Kommentar

Ich liebe Geschichten, das ist schon immer so gewesen, und ich liebe Superhelden, oder besser, es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich ganz versessen gewesen auf Comics mit Superhelden! Das hat im Laufe der Jahre zusehends abgenommen, und mittlerweile bin ich eigentlich meistens nur noch gelangweilt, wenn ich was von Marvel oder DC lese! Es ist irgendwie immer das gleiche, langweilige hin und her, blabla, und drumherum, und es wird nicht besser, sondern artet in eine wirkliche Katastrophe aus, und schlechte Geschichten werden nicht besser dadurch, dass man ein Crossover nach dem anderen fährt.

Und ich will jetzt nicht alles schlecht machen, was da draußen so umeinandergeschrieben oder gezeichnet wird, aber größtenteils lassen viele Sachen schon sehr zu wünschen übrig! Entweder deshalb, weil eine Geschichte, die im Normalfall gerade mal 2 Comichefte gefüllt hätte auf 6 Hefte aufgebläht wird, damit man sie im Nachhinein besser im Trade vermarkten kann. Oder aber einfach nur deshalb, weil sie schlecht ist, unausgegoren, überflüssig und langweilig! Und wenn einem dann gar nichts mehr einfällt, dann stirbt eben wieder mal ein Held oder ein Schurke, oder die Tante, die Frau, der Onkel, der Vater, die Mutter, oder wer auch immer, spielt auch absolut keine Rolle, denn wie wir alle wissen, kann im Comic alles rückgängig gemacht werden!  den ganzen Beitrag lesen…

Ich liebe Geschichten, das ist schon immer so gewesen, und ich liebe Superhelden, oder besser, es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich ganz versessen gewesen auf Comics mit Superhelden! Das hat im Laufe der Jahre zusehends abgenommen, und mittlerweile bin ich eigentlich meistens nur noch gelangweilt, wenn ich was von Marvel oder DC lese! Es ist irgendwie immer das gleiche, langweilige hin und her, blabla, und drumherum, und es wird nicht besser, sondern artet in eine wirkliche Katastrophe aus, und schlechte Geschichten werden nicht besser dadurch, den ganzen Beitrag lesen…