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RTL2 Trödel Trupp in Hermkes Romanboutique

von am 22. September 2009 4 Kommentare

Toll, zwei Wochen nix Neues, dann 2 Posts an einem Tag…

junkbannerKritik berechtigt! Aber heut war was Besonderes. Der RTL Trödel Trupp war da. Sendung jeden Abend 1900. Die helfen Leuten Adressen zu finden, wo sie ihren Müll aus dem Keller loswerden können. Stellen das Ganze unter das Motto: Wir helfen Leuten, die wenig haben aus dem bisschen noch was rauszuholen. Kann OK sein, muss es aber nicht. Als Händler fühlt man sich unter Druck gesetzt mehr zu geben, weil man ja ins Fernsehen kommt. Dem Zuschauer wird ein bisschen vorgegaukelt, der Reichtum wäre im Keller, man müsste nur wissen, wohin damit. Mein Trödel Trupp kam mit 4000 US Heften aus den 90er  Jahren (z.B. Heroes Reborn, AAARGGHHH!). Telefonisch angekündigt hieß es, es wären ca 200 Hefte. Ich sagte US Hefte würde ich eigentlich nicht ankaufen, aber wenn es für nen guten Zweck ist…

Dann kamen die aber mit 4000! Heften. Nur sehr, sehr schwer verkäuflicher Schrott und ich war in der Klemme. Riesen-Aktion mit Umzugskartons vor dem Laden, Kamera, ich mit umgeschnallten Mikro, Szenen wiederholen….

Lest zwischendurch Euch mal den Beitrag in Christians Blog aus der Sicht eines gerade dazu gekommenen durch:

Naja, die haben alles gefilmt, ich hab gesagt, ich will das Zeug eigentlich nicht, dann haben wir uns auf einen Preis hingefeilscht, der halbwegs ging. Jetzt habe ich aber zehn Longboxen US Kram rumstehen. Jedes Heft für 50 Cent. Leute schlagt zu. Nein, aber schaut halt mal durch. So schlecht ist das alles auch nicht. Da ist auch günstiges Lesefutter für nicht so kapitalstarke Käufer dabei. Vielleicht machen wir aber auch Verkauf nach Gewicht, wie die Sammlerecke das schon lange auf den Börsen praktiziert.

So ich räum jetzt US Comics rum….

Ich geb Bescheid, wann das gesendet wird, sobald ich es weiß.

Toll, zwei Wochen nix Neues, dann 2 Posts an einem Tag…
Kritik berechtigt! Aber heut war was Besonderes. Der RTL Trödel Trupp war da. Sendung jeden Abend 1900. Die helfen Leuten Adressen zu finden, wo sie ihren Müll aus dem Keller loswerden können. Stellen das Ganze unter das Motto: Wir helfen Leuten, die wenig haben aus dem bisschen noch was rauszuholen.

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Viel Neues

von am 22. September 2009 2 Kommentare

100 MeisterwerkeViel ist erschienen auf dem Comic Markt in den letzten Wochen. Ich habe auf Grund der Urlaubszeit meiner Mitstreiter viel gearbeitet und komme kaum zum Lesen geschweige denn zum Schreiben. Aber ich erzähl Euch jetzt einfach mal was über ein paar Neuheiten.

Bemerkenswert ist natürlich fast alles von Splitter, besonders zu erwähnen ist hier die Neuauflage von "Reisende im Wind", die Carlsen seit mehreren Jahren nicht auf die Reihe gebracht hat. Dazu haben sie zeitgleich auch den neuen Band der Serie veröffentlicht. Lob! Die Roman-Adaption „Cheri Bibi“ im Klein-und-alles-in-einem-Band-Format ist auch nicht zu verachten.

Crosscult wartet mit dem neuen „Walking Dead“ und dem dritten „Hackslash“ (beides Topp-Empfehlungen von uns hier im Blog) auf. Selbst Ehapa hat wieder schöne All-in-One-Titel: „Tanatos“ , „Die Suche nach dem Einhorn“ und „Die schwarze Trilogie“. Die müssen nur mal ein wenig mehr Feintuning an Ihren Preisen vornehmen.

Und ein richtig feines Leckerli in puncto „Comic-Experiment“ haben die Jungs doch tatsächlich mal wieder erwischt: „100 Meisterwerke der Weltliteratur“ ist der Versuch mit einer Seite Comic (8 Panels) einen Roman zu erzählen. Gar nicht mal so trivial. Ich war auch erst sehr skeptisch, aber es funktioniert, ist teilweise witzig, teilweise schräg oder auch skuril, aber das ist allemal innovativ. Und der Preis von € 9,95 schlägt sogar die FAZ und Süddeutsche-Billigheimer-Editionen. Ihr bekommt einen Literatur-Führer für unter 10 Euro, mit dem man sich blitzschnell eine wenig literarisches Halbwissen verschaffen kann 😉

Marvel Max 30Auch bei Panini sind Berge guter Comics eingetrudelt. Die Vertigo Schiene kommt seit einiger Zeit in wirklich ansprechender Form auf deutsch und allein die Tatsache, dass „Sandman“ komplett vorliegt ist eine Leistung, sind doch daran vorher schon zwei Verlage gescheitert. Die „100 Bullets“ und „Y The Last Man“ nähern sich ihrem Ende bzw sind gerade vollendet und damit haben wir dann zwei weitere Meilensteine am Wegesrand.

Und mein, vor ein paar Wochen hier und im Newsletter empfohlener „Punisher“-Band "Welcome Back, Ma Gnucci", hat den Weg als „Marvel Max“ in die deutschsprachigen Regale geschafft.

Und dann machen die Paninis doch glatt eine Manara Werksausgabe und die längst vergriffenen Titel „Reise nach Tulum“ und „ Die Reise des G. Mastorna“, die der Meister zusammen mit Fellini geschrieben hat, sind im Einstiegsband da. Bleibt die Frage, was sie trauen von Manara noch alles zu bringen.

Viel ist erschienen auf dem Comic Markt in den letzten Wochen. Ich habe auf Grund der Urlaubszeit meiner Mitstreiter viel gearbeitet und komme kaum zum Lesen geschweige denn zum Schreiben. Aber ich erzähl Euch jetzt einfach mal was über ein paar Neuheiten.
Bemerkenswert ist natürlich fast alles von Splitter, besonders zu erwähnen ist hier die Neuauflage von "Reisende im Wind", die

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Crime Tipps vom Chainsaw

von am 7. September 2009 Kommentare deaktiviert für Crime Tipps vom Chainsaw

Unscheinbar, fast wie Probezeichnungen eines Nachwuchszeichners schleicht sich RG an den Leser heran. Doch nach ein paar Seiten des Belächelns steigt langsam die Erkenntnis in dir auf, dass hier jedes Panel sitzt, jedes Gesicht über Aussagekraft und Ausdruck verfügt, und wir in trügerischer Sicherheit gewogen werden. Die Story braucht auch keinen reißerischen Action Style um etwaige Schwächen zu kaschieren. Denn die gibt es nicht. Autor Pierre Dragon ist im Echtleben MItarbeiter des französischen Geheimdienstes. Unter dem Pseudonym Dragon kolportiert er Geschichten seines "Arbeitsalltags", denen man die Nähe zur Realität unbedingt anmerkt. Angefüllt mit Details und einigen Seitenhieben auf den großen Bruder USvonA, ist RG beste Real Crime Unterhaltung, ohne in die Nähe von Cliches wie Happy Endings zu verfallen.

RG Bd 1 Riad an der Seine

von Pierre Dragon/Frederik Peeters

Carlsen, €16,90

cosa1_anfaenge

Sehr um Authenzität bemüht und fast schon wissenschaftlich fundiert, schildert dieses Comic die ersten Tage der New Yorker Mafia. Die Kindheit und der Werdegang von Lucky Luciano, Al Capone und Anderen wird akribisch genau nachgezeichnet und in mehreren, nicht immer zusammenhängenden Episoden erzählt. Was sich so zäh anhört ist es leider auch. Weder schafft es Zeichner Le Saec mitzureißen, seine Bilder sind einfach zu brav, noch Szenarist Chauvel dem Ganzen Spannung oder wenigstens Unterhaltungswert zu verleihen. Aber wenigstens sind "Die Anfänge" informativ und man erfährt so einiges über historische Ereignisse und Personen aus dem Amerika des frühen 20. Jahrhunderts.

Cosanostra Bd. 1, Die Anfänge

von D. Chauvel/E. Le Saec

Alles Gute, € 22,80

Unscheinbar, fast wie Probezeichnungen eines Nachwuchszeichners schleicht sich RG an den Leser heran. Doch nach ein paar Seiten des Belächelns steigt langsam die Erkenntnis in dir auf, dass hier jedes Panel sitzt, jedes Gesicht über Aussagekraft und Ausdruck verfügt, und wir in trügerischer Sicherheit gewogen werden. Die Story braucht auch keinen reißerischen Action Style um etwaige Schwächen zu kaschieren. Denn

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Sambre, Neuauflage eines Comic-Klassiker, wunderbar eingerahmt durch Fortsetzung und Vorgeschichte

von am 27. August 2009 1 Kommentar

sambregesDies ist die tragische Geschichte des Bernard Sambre, der in einer Welt zwanghafter Konventionen und verlogener Moralvorstellungen lebt. Sein Vater, der alte Hugo Sambre, arbeitete bis zu seinem Freitod an dem Essay „Der Krieg der Augen“; er hatte die fixe Idee, dass niemand, der nicht braune oder schwarze Augen hat, den Herrensitz derer von Sambre betreten dürfe. Dies ist auch die Geschichte der verbotenen Liebe zwischen Bernard und Julie, der Wilddiebin mit den feuerroten Augen. Gemeinsam geraten sie in die Wirren der Pariser Februarrevolution 1848 und stehen auf den Barrikaden den Gewehrläufen der Nationalgarde gegen über…

Mit dem düster-romantischen Historien-Drama „Sambre“ hat Yslaire – mit bürgerlichem Namen Bernard Hislaire – einen modernen Klassiker des europäischen Comics geschaffen. Carlsen präsentiert den vielfach preisgekrönten ersten Zyklus in vollständig überarbeiteter Farbgebung und um bislang unveröffentlichte Seiten ergänzt. Abgerundet wird der Band durch einen redaktionellen Teil am Ende, in dem die Hintergründe der Entstehung dieser Serie erläutert werden.

Yslaire hat im Erzählen mit Bildern Maßstäbe gesetzt und eine neue Qualität sambre5begründet. Lange Zeit war dieses Meisterwerk vergriffen. Eine Neuauflage war schon lange Pflicht. Die beiden Fortsetzungen in beide Zeitrichtungen – Vorgeschichte und tatsächliche Fortsetzung , erzwingen dies natürlich zusätzlich. Ein Lob aber trotzdem an den Carlsen Verlag für die grandiose Aufmachung des Kern-Werkes und die dazu stimmige Umrahmung durch die neuen Bände.

Band 5, soeben erschienen, setzt das Abenteuer fort: Während Julie – wegen ihrer Teilnahme an der Februarrevolution von 1848 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt – im Zuchthaus von Brest dahinvegetiert, verschlägt es den Sohn, den sie von Bernard Sambre bekommen hat, ausgerechnet in die Welt, der sein Vater zu entfliehen versucht hatte: auf den vom Wahnsinn umwehten Familiensitz derer von Sambre…

sambre vorgIn "Krieg der Sambres" nimmt sich Yslaire der Vorgeschichte der Ursprungsserie an. Er selbst schreibt die Szenarien, zeichnerisch umgesetzt werden sie von den aufstrebenden jungen Künstlern Jean Bastide und Vincent Mezil, die eine ebenso atemberaubende Grafik aufs Papier zaubern wie der Meister selbst.

JAAAA! Ich will den Band bei Euch bestellen! Dafür muss ich nur hier drauf klicken!

Sambre – Krieg der Augen

Yslaire, Balac, Carlsen, 2009, € 39,90 oder

Sambre Bd 5 . Verflucht sei…

Yslaire, Carlsen, 2009, € 16,–

Krieg der Sambres – Hugo und Iris

Yslaire, Bastide, Mezil, Carlsen, März 2010, € 16.00

Dies ist die tragische Geschichte des Bernard Sambre, der in einer Welt zwanghafter Konventionen und verlogener Moralvorstellungen lebt. Sein Vater, der alte Hugo Sambre, arbeitete bis zu seinem Freitod an dem Essay „Der Krieg der Augen“; er hatte die fixe Idee, dass niemand, der nicht braune oder schwarze Augen hat, den Herrensitz derer von Sambre betreten dürfe. Dies ist auch

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New Look

von am 26. August 2009 6 Kommentare

Liebe Romanboutique und Comicdealer Freunde,

comicdealerneuihr seht unsere Seite hat ein neues Gesicht bekommen und ich muss sagen, es sieht echt toll aus. Wie Ihr ja wisst, machen wir schon seit längerer den Blog, also  eine Webseite auf der wir in unregelmässiger Form neue Besprechungen, Empfehlungen, Neuheiten und auch manchmal ganz Alltägliches einstellen. Parallel dazu gibt es einen E-Mail Newsletter. Das Meiste aus dem Blog, also vor allem die Empfehlungen und die Rezensionen, bekommen die Newletter-Abonnenten auch, nur ein wenig später und im überarbeiteten Newsletter-Format. Der Blog versucht aktueller zu sein und mehr Bandbreite, was die Themen betrifft, abzudecken. Außerdem bietet er die Möglichkeit zu den Artikeln Kommentare abzugeben, die von den anderen Lesern auch gesehen und wiederum kommentiert werden können. Das führt zu weilen zu ganz netten Diskussionen. Dank an dieser Stelle an alle, die sich des Öfteren daran beteiligen.

Der Look der Seite war bisher noch eher schlicht, doch seit heute ist Hermkes Romanboutique – Comicdealer in neuem Gewand im Netz.  Dafür möchten wir uns zunächst bei Christian Endres für seine Hilfe, und seine geopferte Zeit bedanken. Weiterer Dank gilt unserem Server-Sysop Christian Stück und dem dritten Christian im Bunde, Christian Krank für seine tollen Bilder, die im Logo/Header und auch vereinzelt in den Artikeln auftauchen.

Wir werden uns weiter bemühen die Seite und Newsletter abwechslungsreich und interessant zu gestalten und hoffen weiterhin auf viele Besuche, viel Resonanz, Kritik und Anregungen.

Falls jemand, der das hier liest, unser Ladengeschäft noch nicht persönlich kennt, hier mal die Öffnungszeiten von Hermkes Roman-Boutique:

Mo-Fr.:   09.00-19.00 Uhr; Sa.: 09.00-16.00 Uhr

Wir freuen uns über jeden Besuch, ob altbekannter oder neuer Gast.

Euer Roman-Boutique und Comicdealer Team

Liebe Romanboutique und Comicdealer Freunde,
ihr seht unsere Seite hat ein neues Gesicht bekommen und ich muss sagen, es sieht echt toll aus. Wie Ihr ja wisst, machen wir schon seit längerer den Blog, also  eine Webseite auf der wir in unregelmässiger Form neue Besprechungen, Empfehlungen, Neuheiten und auch manchmal ganz Alltägliches einstellen. Parallel dazu gibt es einen E-Mail Newsletter. Das

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Piraten- oder Sommerpartei, sagt mir, wer soll es sein?

von am 15. August 2009 5 Kommentare

Für die Zeit des Wahlkampfs ist es ganz schön ruhig im Ländle. Wollen die lieber nix mehr sagen, weil sie wissen, das es bisher nur gequirlte Sch*****e war oder wissen sie wirklich nichts mehr. Die amerikanisch anmutenden Slogans auf den Plakaten zeugen auch nicht wirklich von Kreativität und Ideenreichtum. Ganz gut finde ich da doch die „Piraten“, die mit wenig relativ wenig Konzept immerhin sehr viel Engagement zeigen. Aber die Partei meiner Wahl wurde von einem meiner Ex-Lehrlinge gegründet: Radulf Rumpel und die Sommerpartei (unbedingt anschauen!). Das sind Werte, mit denen man endlich was anfangen kann.

Aber jetzt mal im Ernst, komischerweise springt kurz vor der Wahl die Konjunktur wieder an. Habt ihr das auch gelesen? Hä, hab ich was verpasst? Wir haben irre hohe Arbeitslosenzahlen, vor allem in USA und auch sonst weltweit. Die Gewinne der Unternehmen resultieren lediglich aus Einsparungen, erreicht durch z.B. Entlassungen, Kurzarbeit, Zuschüsse von Außen). Selbst die Statistiker zeigten sich überrascht (kein Witz!) von dem Ergebnis.

Hm, hm, hm, komisch, kurz vor der Wahl ist alles wieder gut. Die Bastarde belügen uns doch wieder nach Strich und Faden…

Nichts ist gut, nur verschoben. Wirkliche Konzepte gitb es nicht. Die Kurzarbeit und sonstige „Verschiebungs-“ oder „Beschäftigungsmassnahmen“ der Agentur für Arbeit, die Abwrackprämie, die enorme Flutung des Markts mit Geldspritzen, das ist nur Verzögerung, Verschiebung, Verschleierung, all das fliegt uns irgendwann noch dermassen um die Ohren.

Leute schnallt Euch an, es kommt erst noch richtig dick.

Für die Zeit des Wahlkampfs ist es ganz schön ruhig im Ländle. Wollen die lieber nix mehr sagen, weil sie wissen, das es bisher nur gequirlte Sch*****e war oder wissen sie wirklich nichts mehr. Die amerikanisch anmutenden Slogans auf den Plakaten zeugen auch nicht wirklich von Kreativität und Ideenreichtum. Ganz gut finde ich da doch die „Piraten“, die mit

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Penny Lane über den Untergang des Abendlands: „Gott schütze Amerika“ von Warren Ellis

von am 9. August 2009 2 Kommentare

„Crooked little vein“ – könnte Krampfader heißen. Eine kranke Ader zum Herzen oder eine kranke Ader zum Hirn? Egal, schon beim Originaltitel habe ich mir gewünscht besser Englisch zu können, damit das ganze dreckige aber soundige Vokabular, das aus manchem begabten Kopf hervorquillt und den Finger in die Wunde legt, mir direkt ins Blut schießt.  Wer Warren Ellis´ Comics mal im Original gelesen hat, weiß, dass diese Übersetzung seines ersten Romans einfach zu brav, zu akademisch, zu arielgewaschen ist. Da klingt Rattenpisse nach Streichelzoo und ficken nach Blümchensex. Ein bisschen mehr Scharfsinn und –züngigkeit wären eine Wohltat und dem Autor angemessen…

Warren Ellis kennt sein Spielzeug: wenn man morgens verkatert und ungewaschen mit dem Helden der Story, Michael McGill, in einer miesen verdreckten Bude in Manhattan aufwacht, die auch noch als Büro dient und die man mit einer Ratte teilt, hört man die Stimmen von Chandler, Spillane, Vachss. Er lässt ihn wieder auferstehen, den Prototypen des Schnüfflers, immer Looser, immer Säufer und immer mit einer geheimnsivollen Schönen an seiner Seite. Desillusioniert aber voller Moral im Kampf gegen das Böse –  der Cowboy der Großstadt. Der Held bleibt der Gleiche, das Böse hat sich geändert. Wo Dirty Harry noch gegen  MaGnucci oder andere mafiösen Verbrechersyndicate kämpfte, ist Mc Gill auf der Suche nach der wahren Verfassung Amerikas, niedergelegt in einem noch von den Gründungsvätern geschriebenen, geheimen Buch. Zurück in den Händen der Staatsgewalt soll es Recht, Ordnung und alte Werte in Land und Leuten wiederherstellen.

Warren Ellis will keinen Krimi erzählen, schon gar keinen politischen. Er nimmt uns mit auf eine Tour ins dreckige Herz Amerikas, das überall sein könnte und immer unser eigenes ist. Es ist ein Buch gegen die Verdummungsindustrie der Medien, gegen unsere Blindheit gegenüber den Manipulationen des Internets und unsere Bereitschaft,  alles mitzumachen, weil es neu, geil, sensationell ist oder um einfach dazu zu gehören. Und Warren Ellis wäre nicht Warren Ellis, würde er nicht an der Stelle noch einen draufsetzen, wo die meisten Leser schon lange jegliche Ideen von gutem oder schlechtem Geschmack hinter sich gelassen haben und nur noch den Kopf schütteln.  In einer Welt, in der die größten Perversitäten Mainstream sind und alles schon gesehen wurde, in einer Welt, in der es nur darum geht, was noch mehr und noch weiter gehen könnte, als alles schon da Gewesene, wie soll man sich da bemerkbar machen?

Humor, Wahnsinn und eine gute Geschichte – Raymond Chandler und Douglas Adams, wie schon der Klappentext verspricht. Und eine Stimme, die wachmachen will. Ein Autor, der schon lange nicht mehr schlafen kann.

Crooked Little Vein

Warren Ellis

Taschenbuch,, 304 Seiten, € 7,95

„Crooked little vein“ – könnte Krampfader heißen. Eine kranke Ader zum Herzen oder eine kranke Ader zum Hirn? Egal, schon beim Originaltitel habe ich mir gewünscht besser Englisch zu können, damit das ganze dreckige aber soundige Vokabular, das aus manchem begabten Kopf hervorquillt und den Finger in die Wunde legt, mir direkt ins Blut schießt.  Wer Warren Ellis´ Comics mal

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Burn aus dem Urlaub

von am 6. August 2009 1 Kommentar

So jetzt bin ich also in Urlaub und hier auf dieser Seite tut sich nix. Das ist natürlich schlecht und unverzeihlich. Ich lese aber viel und werde die dazu gehörigen Ergüsse meinerseits natürlich alle hier veröffentlichen. Ich bin aber hier im Altmühltal auch von jeglicher Technik abgeschnitten, so dass mir nur beim kurzen McD. Besuch ein wenig Zeit bleibt online zu gehen und diese Zeilen hier rein zu schreiben.

Aber die Erholung schreitet voran und ich geniesse die Zeit sehr. Tolle Wanderungen, Radtouren und gutes Essen mit Bier aus einer kleinen Privatbrauerei. Also bitte ein wenig Geduld, ihr "Daheimgebliebenen", es geht bald weiter…

So jetzt bin ich also in Urlaub und hier auf dieser Seite tut sich nix. Das ist natürlich schlecht und unverzeihlich. Ich lese aber viel und werde die dazu gehörigen Ergüsse meinerseits natürlich alle hier veröffentlichen. Ich bin aber hier im Altmühltal auch von jeglicher Technik abgeschnitten, so dass mir nur beim kurzen McD. Besuch ein wenig Zeit bleibt online

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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

von am 22. Juli 2009 1 Kommentar

Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch nicht beim Verlagsprospekte-durchstöbern aufgefallen. Ein großer Fehler, denn so ist mir die wunderbar verwobene und phantastische Lektüre lange Zeit vorenthalten worden.

An dieser Stelle ist mir wieder einmal zu Bewusstsein gekommen, wie viel befruchtender doch persönliche Gespräche und der direkte Erfahrungsaustausch im Vergleich zu einsamem Stöbern in Prospekten oder dem WorldWideWeb ist. Es wird Zeit, dass sich an den Gewohnheiten der Leute wieder etwas ändert. Kommt aus euren Löchern gekrochen, lasst den Rechner mal aus und redet miteinander. Ihr werdet überrascht sein, dass der Gehalt von Gesprächen und Diskussionen einfach unglaublich viel dichter ist und dass durch direkte Kommunikation einfach mehr individuelle Drehungen und Wendungen das Ergebnis individualisiert wird und zum Schluss viel mehr Essenz hängen bleibt.

Der Spanier Zafón wird von Peter Schwaar trefflich ins deutsche übertragen. Wundervoll abstruse Charaktere bewegen sich durch eine sehr reale und dennoch traumhaft phantastische Welt in sprachlich eleganter Grazie.

Sicherlich erkennt vor allem der Leser phantastischer Bücher den Hauch von "Tintenblut", "Nocturna" und anderen All-Agern und vielleicht ist der "Friedhof der vergessenen Bücher" sogar die Basis für Walter Moers 2004 erschienene "Stadt der Träumenden Bücher" trotzdem kommt Zafón völlig autark daher und erinnert mit seiner Sprache und in seinem Aufbau eher an literarische Klassiker. Vielleicht manchmal ein wenig antiquiert, aber wundervoll und sicher eine märchenhafte Lektüre für Erwachsene.

Jetzt habe ich geschwärmt und gelobt, ohne dabei auch nur ein wenig auf den Inhalt einzugehen und dabei soll es auch bleiben. Die Abenteuer des jungen Daniel, der von seinem Vater zum Friedhof der vergessenen Bücher gebracht wird und das Geheimnis des Julian Carax muss jeder selbst lüften. Ich hoffe mit eben derselben Leselust und Wissbegier, die mich durch die Seiten getrieben hat.

Viel Spass beim Lesen wünscht Gerd

Fazon, Carlos Ruiz: Der Schatten des Windes

Suhrkamp, 2008

€ 9,90

Über dieses Juwel aus dem Jahre 2003 (Spanien / 2005 deutsche Erstveröffentlichung) bin ich ganz zufällig in einem Kundengespräch gestolpert. Ich hatte das Buch in keinen Zusammenhang mit Fantasy oder SF gebracht und da es bei keinem unserer "Hauptverlage" erschienen ist ist es mir auch nicht beim Verlagsprospekte-durchstöbern aufgefallen. Ein großer Fehler, denn so ist mir die wunderbar verwobene und

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Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

von am 12. Juli 2009 Kommentare deaktiviert für Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

Sechs alte Freunde fahren in den Süden, man will mal wieder einige Tage gemeinsam verbringen, offiziell um die Sonnenfinsternis anzuschauen.

Mehr brauche ich gar nicht zu erzählen, die Story ist bekannt und hundertfach erzählt. Auf den ersten Seiten dachte ich noch: „Wieder so ein blöder, zynischer Roman über Beziehungsunfähigkeit und Paarungswahn der Enddreißiger.“ Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn plötzlich ging es wirklich ums Leben: um Einsamkeit in der Liebe, um ungelebte Träume, den Verlust jugendlicher Spontanität und Unverletzbarkeit, um Freundschaft und die Augenblicke des Glücks im Alltäglichen. Die Wahrhaftigkeit und Tiefe der einzelnen Charaktere und deren Geschichte ist direkt zu meinem Herz vorgestoßen.

Die beiden Autoren FANE (Stéphane Deteindre – Joe Bar) und JIM (Thierry Terrasson – Fee/ Yiu) haben sich während eines langen Sommers einmal pro Woche abends auf einer Veranda in Südfrankreich getroffen und die Geschichte und ihre sechs Darsteller Panel für Panel, Dialog für Dialog gemeinsam zum Leben erweckt. Entstanden ist eine expressiv gezeichnete Momentaufnahme in Schwarz-Weiß mit dem Originaltitel „Petites éclipsis“  –  Kleine Sonnenfinsternisse.

„  …es wäre so einfach sagen zu können, dass Geschichten niemals wirklich enden, sondern unsere Leben durchschreiten. Sie erschüttern, um dann weiterzuziehen und einen anderen Zyklus zu vollenden, weit weg von uns… und wenn wir lange genug leben würden, würden sie vielleicht wieder auftauchen? Um dann erneut zu verschwinden…irgendwann.“

Wer noch keine Urlaubslektüre hat, das könnte sie werden.

Sechs alte Freunde fahren in den Süden, man will mal wieder einige Tage gemeinsam verbringen, offiziell um die Sonnenfinsternis anzuschauen.
Mehr brauche ich gar nicht zu erzählen, die Story ist bekannt und hundertfach erzählt. Auf den ersten Seiten dachte ich noch: „Wieder so ein blöder, zynischer Roman über Beziehungsunfähigkeit und Paarungswahn der Enddreißiger.“ Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu

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Demagogie oder Populismus?

von am 6. Juli 2009 2 Kommentare

Lafontaine hält eine Rede und sagt kluge Sachen. Er redet über einen Mindestlohn von € 10, vom Abzug unserer Truppen aus Afghanistan, von Reformation der Wirtschaft, von mehr Beteiligung der Arbeitnehmer am Betriebsvermögen, von geringeren Managergehältern. Und man wundert sich, warum keiner mit ihm zusammen arbeiten will.  Ich wundere mich auch. Die Dinge, die er sagt, werden am Stammtisch gewälzt und diskutiert. Und es sind Dinge, die sich viele Deutsche wünschen und die auch richtig sind. Er müsste die absolute Mehrheit eigentlich schon sicher haben. Warum ist das nicht so? Weil die Deutschen Angst haben und misstrauisch sind?

„Ich trau den Linken noch nicht“. „Des sind doch die von drüben“. „Alles Stasi-Schergen“. Viele haben Vorurteile, weil sie nicht zuhören können. Hört doch mal den Merkelschen Platitüdendreschern zu. Die sagen mit doppelt so viel Worten nur halb so viel, und das seit Jahren und es verändert sich nichts, ausser den Diäten, die sie sich selbst und ständig erhöhen. Der Deutsche scheint lieber die Verbrecher zu wählen, die er schon kennt. „Da weiss ma, was man hat, guten Abend“, wie bei Persil. (Das schneidet in den Tests übrigens auch nicht mehr so gut ab)

Und ich trau seit der Regierung Kohl (das war die mit der schlimmsten Günstlingswirtschaft von allen, abgesehen von der CSU in Bayern) überhaupt keiner Partei mehr. Alle, die an der Macht waren haben uns nur ausgebeutet, verarscht, sich versucht mehr Macht und Geld zu verschaffen, die ganzen Affären zähl ich jetzt mal gar nicht auf, soll kein so riesiger Artikel werden. Und ich sag nur Münte: „Natürlich lügt man im Wahlkampf“. Schäuble: „In Deutschland sind alle potentielle Verbrecher, die muss man ausspitzeln, erfassen und überwachen. Ach, noch mehr, die Deutschen haben gar kein Recht auf das Grundgesetz mehr, das hebel ich aus, hahaha (für alle, die es kennen, es war dieses Joker-Lachen aus Dark Knight!).“ und die Ost-Schnatze Angie: „Das muss wohl überlegt werden (und ganz neu: die Steuern werden nicht mehr erhöht)“. Das war ja wohl der grösste Hammer. Will jemand wetten? Hey, Ihr Regierenden in Berlin: Minister heisst ursprünglich „Diener“, also Diener des Volkes, nicht Ausbeuter, nicht Herrscher, nicht „sich selbst mehr Rechte-Rausnehmer“, nicht in Aufsichträten sitzen und dort noch mehr Kohle scheffeln, obwohl man sich längst im Interessenkonflikt mit dem Wohl des Volkes befindet.

Und jetzt soll ich wieder das kleinere Übel wählen oder zumindest die SPD unterstützen, denn die (so sagte man mir) habe „wenigstens noch halbwegs den Drive und die Chance Gegengewicht“ zu den Oberverbrechern aus CDU und FDP zu sein. Ich wähle also die weniger schlimme Gangster Familie, die sich den alten Gangstern eh schon so angenähert hat, dass ich kaum mehr einen Unterschied merke. Selbst, wenn das, was die Linken sagen, nicht stimmt, so gehe ich doch lieber den Weg, des Neuen und nicht dagewesenen, denn da habe ich wenigstens eine winzige Chance auf Veränderung. Selbst, wenn dann alles zusammen bricht, dann entsteht aus der Krise evt. etwas Neues. Was haben wir denn zu verlieren, wenn wir mal ein wenig Wandel riskieren. Glaubt ihr denn, die Linken wollen uns alle enteignen, eine zweite DDR schaffen. Wie soll das denn gehen? Nein, ich werde nicht das kleinste Übel wählen. Aber natürlich sage ich auch wenn mich kurz vor der Wahl wirklich Nichts überzeugt, werde ich auch Nichts wählen….

Lafontaine hält eine Rede und sagt kluge Sachen. Er redet über einen Mindestlohn von € 10, vom Abzug unserer Truppen aus Afghanistan, von Reformation der Wirtschaft, von mehr Beteiligung der Arbeitnehmer am Betriebsvermögen, von geringeren Managergehältern. Und man wundert sich, warum keiner mit ihm zusammen arbeiten will.  Ich wundere mich auch. Die Dinge, die er sagt, werden am Stammtisch gewälzt

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Das Lied der Dunkelheit

von am 29. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Das Lied der Dunkelheit

Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held des Romanes. Sie formt ihn in einer Art, die dem Leser die Gänsehaut über den Rücken jagt. Ein faszinierendes Buch über einen scheinbar hoffnungslosen Kampf. Ein Buch über Mut und Verzweiflung und die Stärke des Individuums und seine Schwäche. Das Buch hat mich gefesselt, fasziniert, erschreckt und umgarnt. 700 Seiten können wie im Flug vergehen.

Unbedingt lesen und träumen. Aber Vorsicht, denn nachts kommen die Dämonen.

Brett, Lied der Dunkelheit

Paperback, 700 Seiten
€ 15,00 [D]

Soeben habe ich in zwei Tagen das wundervolle Buch von Peter V. Brett "Das Lied der Dunkelheit" gelesen. Fast 700 Seiten faszinierender Entwicklungen und Ereignisse. Eine harte, erschreckende Welt, die dennoch märchenhaft und oft sogar heimelig wirkt. Diese Welt formt den jungen Arlen, den Held des Romanes. Sie formt ihn in einer Art, die dem Leser die Gänsehaut über den

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RIP – King of Pop

von am 26. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für RIP – King of Pop

Obwohl mir nicht so vieles von ihm gefällt, hat er doch einige zeitlose Songs gemacht, die man immer wieder erkennen wird und ein paar davon, mit denen ich auch aufgewachsen bin, werden immer mit einer bestimmten Bedeutung versehen sein. Das, was für mich jedoch immer am meisten hängen bleiben wird, ist, was für eine tragische Gestalt er doch war. Von Kindesbeinen an mit Prügeln zum Star erzogen, nur um dann als Mahnmal dafür zu stehen, dass Geld und Ruhm nichts bedeuten, wenn man nicht wirklich geliebt wird und diese Liebe – und ich meine nicht Fan-Liebe und Verherrlichung – ein Leben lang nicht finden kann, weder bei anderen noch bei sich selbst.
RIP Michael Jackson.
My First and still favorite Michael Jackson Song and Song of my Youth….Billie Jean
Burn

Obwohl mir nicht so vieles von ihm gefällt, hat er doch einige zeitlose Songs gemacht, die man immer wieder erkennen wird und ein paar davon, mit denen ich auch aufgewachsen bin, werden immer mit einer bestimmten Bedeutung versehen sein. Das, was für mich jedoch immer am meisten hängen bleiben wird, ist, was für eine tragische Gestalt er doch war. Von

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  • Kategorie: Kultur , Nachruf
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Yakari, ein Lob an den Salleck Vlg. und über die Bedeutung von Comics für Kids

von am 20. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Yakari, ein Lob an den Salleck Vlg. und über die Bedeutung von Comics für Kids

Man muss Eckard Schott endlich auch mal für seine große Leistung im Comic Sektor beglückwünschen. Auch wenn es mal ein wenig länger dauert, so ist seine Auswahl an schönen Titeln doch herausragend. Dabei geht er einen ganz anderen Weg als Splitter. Er nimmt sich eher des klassischen franko-belgischen Erzählcomics an, scheut sich aber auch nicht vor Herausforderungen wie der Spirit Komplett Edition.

Aber ich will heute auf eine ganz besonderes schöne Sache eingehen, die aus einem ganz bestimmten Grund sehr wichtig. Es geht mir um die Neuedition der Reihe Yakari.

Die großen Verlage sagen die Funny-Serien, wie Yakari, Schlümpfe, Johann und Pfiffikus und Benni Bärenstark rechnen sich nicht mehr. Deshalb sind die Serien ausgelaufen und eingestellt. Aber es war bisher so, dass dies Alben mit tollen Geschichten waren, mit denen man junge Leser zum Comic und auch überhaupt zum Lesen bringen konnte.

Sehr, sehr oft kam eine verzweifelte Mama zu mir, „der Bu liest nix“, und wir haben es dann mit der richtigen Auswahl der Lektüre geschafft junge Menschen zum Lesen zu bringen. Aber wir sind auch darauf angewiesen, dass es solche Titel überhaupt gibt. Liebe Großverlage, wenn die Kleinen nicht das Lesen anfangen können, werden die auch mit Euren Serien für Erwachsene nicht mehr anfangen. Comics lernt man in jungen Jahren lieben. Seit einiger Zeit stehe ich aber vor dem Regal und es gibt nur noch wenige Comics für Kids. Klar, Lucky Luke, Asterix, und Spirou gibt es noch. Aber für die Leseanfänger sind die Stories oft zu komplex und der Humor noch nicht verstehbar.

Und da ist das Beste einfach Yakari. Der Indianerjunge, der mit den Tieren sprechen kann. Die Geschichten drehen sich um Freundschaft, Werte, Leben in und mit der Natur und sind einfach tolle, spannende Abenteuer. Die Sprache und die Bilder sind einfach und klar, aber nicht simpel oder platt. Es ist wunderschön gezeichnetes Comic-Erzählen. Und es macht einem nicht nur mit 6 Jahren Spaß, sondern auch als größerer kann man sich noch herrlich damit unterhalten. Meine Tochter freut sich mit ihren 12 Jahren immer noch über jeden neuen Band.

Und der Salleck Verlag, der Verlag des oben erwähnten Herrn Schott, der schon an die Carlsen Veröffentlichung angeknüpft hatte, bringt die ganze Serie in einer neuen schönen Hardcover Edition heraus. Sehr, sehr lobenswert. Wieso Hardcover, dachte auch ich erst . Aber es ist natürlich für Comic-Bände, die viele, viele Male gelesen werden besser sie sind robust. Auch die Stadtbüchereien wissen das. Und die werden den Titel sicher auch wieder aufnehmen. Denn er ist bei ihnen immer ein Renner gewesen.

Yakari

von Derib

Salleck Vlg., je € 12,–

Man muss Eckard Schott endlich auch mal für seine große Leistung im Comic Sektor beglückwünschen. Auch wenn es mal ein wenig länger dauert, so ist seine Auswahl an schönen Titeln doch herausragend. Dabei geht er einen ganz anderen Weg als Splitter. Er nimmt sich eher des klassischen franko-belgischen Erzählcomics an, scheut sich aber auch nicht vor Herausforderungen wie der Spirit

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  • Kategorie: Comics , dt. Comics , Rezis
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Penny Lane über zwei mutige Mädchen und einen großen Geschichtenerzähler

von am 15. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Penny Lane über zwei mutige Mädchen und einen großen Geschichtenerzähler

2 x Neil Gaiman, 2 x ein Kinderbuch, 2 x geht es um Angst und darum sie zu besiegen. Und um 2 moderne Mädchen, die emanzipiert von tradierten Rollenklischees, selbstbewusst ihre Wünsche äußern und gewitzt im Umgang mit Technik und Schwierigkeiten sind. Mit Grips, viel Mut  und Unbestechlichkeit stellen sie sich ihren Gegnern und behalten damit die Kontrolle über die Situation. Sie geben nicht auf und setzen sich für das ein, was ihnen am Herzen liegt. Abspeisen läuft nicht…

„Wenn die Wölfe aus den Wänden kommen, ist alles vorbei!“ sagt ihre Mutter. „Was ist vorbei?“ fragt Lucy. „Es!“, sagt die Mutter. „Jeder weiß das.“ Als die Wölfe dann wirklich aus den Wänden kommen, die Familie vertreiben und das Haus in einen Saustall verwandeln, dreht Lucy den Spieß um und beweist den unerwünschten Gästen, wer hier zuletzt lacht.

Auch Coralines Eltern arbeiten ein bisschen zuviel und sind ein bisschen zu desinteressiert. Allein deshalb öffnet sie die geheimnisvolle Tür in der „guten Stube“, die eigentlich nirgendwo hinführt. Coraline findet sich plötzlich in einer Parallelwelt wieder: die anderen Eltern sind zwar äußerst nett, aber an Stelle ihrer Augen sitzen schwarze Knöpfe und ihre Hände haben scharfe Krallen.

Diese Grundidee der Reise in eine Anderswelt durch geheime Türen im nahen Umfeld, könnte man beinahe als archetypisch bezeichnen: die Angst vorm Unbekannten, das im Vertrauten lauert, ist zeitlos bedrohlich.

Mit P.Craig Russell als Zeichner wurde aus dem Kinderbuch ein Comic, der trotz des offenen, sehr klaren Zeichenstils und der pastellenen, freundlichen Kollorationen, dem unterschwelligen Horror eine verstörende und dämonische Präsenz verleiht.

Ähnlich verhält es sich mit den skurilen Zeichnungen und Collagetechniken, die Dave McKean, den Gestalter der „Wölfe in den Wänden“ auszeichnen. Die Verfremdung erzeugt ein beständiges Gefühl der Beklemmung und Vorahnung, das jedem „Großen“ ein absolutes Seh- und Lesevergnügen bereitet.

Beide Bücher würden zurecht mit Preisen überhäuft, trotzdem würde ich sie den Kindern in meiner Umgebung nicht alleine in die Hand drücken.

Aber was halten die Lehrer von einer Schullektüre???

Der Originaltext von “Coraline” ist dem Alter der Schüler und deren Wortschatz angepasst und scheint Ihnen richtig Spaß zu machen:

I think ” CORALINE” is a fantastic book because it tells a story which combines situations of reality which can be both, funny and a bit crazy or sad and the excitement of fantasy and fiction. Coraline is a very interesting character because she is brave and really intelligent for her age. For some pupils it may be too difficult because it is written for English children and it isn´t simplified. (Daniela, 8. Klasse)

Ebenso gespannt kann man auch den Stop-Motion-Animationsfilm  von Henry Selick (Nightmare before Christmas) erwarten, der eine exzentrische Fantasiewelt erschafft, die an Tim-Burton-Filme erinnert. Allerdings ist Burton diesmal nicht für Selick als Produzent zur Stelle. Dem Schrägheitsfaktor tut dies allerdings keinen Abbruch.

Und was hat der Autor selber zu sagen….

2 x Neil Gaiman, 2 x ein Kinderbuch, 2 x geht es um Angst und darum sie zu besiegen. Und um 2 moderne Mädchen, die emanzipiert von tradierten Rollenklischees, selbstbewusst ihre Wünsche äußern und gewitzt im Umgang mit Technik und Schwierigkeiten sind. Mit Grips, viel Mut  und Unbestechlichkeit stellen sie sich ihren Gegnern und behalten damit die Kontrolle über die

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2 Kurztipps – oder es geht auch ohne Winterfell

von am 9. Juni 2009 1 Kommentar

Acacia

Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es jedoch geschafft haben den Leser nicht durch jahrelanges "in der Luft hängen und auf Fortsetzung warten" zu quälen.

David Anthony Durham hat mit seinem "Acacia — Macht und Verrat" einen ersten abgeschlossenen Roman vorgelegt. Seine dichte und bildgewaltige Schilderung der Intrigen und Ränkespiele der Akarans sind den vielschichtigen Verstrickungen aus Martins Werk mehr als ebenbürtig und ziehen den Leser von Anfang an in einen Sog aus Korruption und Verrat. Durhams Roman wirkt dabei dicht und obwohl sich der Vergleich mit Winterfell aufdrängt absolut eigenständig. Obwohl sich der Autor die Möglichkeit offen lässt in dieser Welt weiterzuschreiben, wird der Leser mit einem völlig abgeschlossenen und runden Handlungsbogen belohnt.

Durham, Acacia

Paperback, 800 Seiten

50 s/w Abbildungen

€ 14,00 [D]

Schattenfall

Meine zweite Empfehlung ist für mich persönlich das stärkste, was ich in dieser Strömung der Fantasy gelesen habe. Die gesamte Trilogie ist bereits als Hardcover bei Klett Cotta erschienen und demnächst kommt auch als Taschenbuch der letzte Band beim Heyne Verlag heraus. R. Scott Bakker stellt in seinem "Krieg der Propheten" hohe Ansprüche an den Leser. Sein Werk fordert aufmerksames Lesen und seine philosophischen Hintergründe sind teilweise wirklich anspruchsvoll. Dafür bekommt der Leser eine unglaubliche Vielfalt und Hintergründigkeit geboten. Die Mühe, die es anfänglich macht, Bakkers anspruchsvollen Stil und seine Vielschichtigkeit zu durchschauen wird mit fortschreitendem Lesen absolut belohnt. Wer sich die Mühe Macht, diese drei wunderbaren Bücher zu lesen wird meine Begeisterung verstehen. Viele Aspekte der Trilogie sind Bilder unserer Welt und wer ein wenig nachdenken will wird durch die Lektüre bestimmt viele Anstöße bekommen.

Bakker, Krieg der Propheten 1 – Schattenfall

Taschenbuch, 656 Seiten

€ 9,95 [D]

Tja Herr Martin, bleibt nur zu hoffen, dass ihr ambitioniertes Werk nicht letztendlich versandet. Wie man es besser macht, Tiefe und Dichte erzeugt ohne sich dabei zu verlieren zeigen diese beiden Werke. Also Schluss mit Trübsal-blasen ob der stockenden Schreibkünste eines Autors, der sich in seiner Geschichte verloren hat. Auf zu neuem Lese-Vergnügen. Es geht auch so!

Acacia
Zwei kurze Lese-Tipps möchte ich an dieser Stelle loswerden. Bei der allgemeinen Frustration, die ein gewisser Herr Martin durch seine anhaltende Schreibmüdigkeit verbreitet, liegt es mir sehr am Herzen aufzuzeigen, dass es andere Autoren gibt, die mit der Qualität seiner Winterfell-Romane zumindest gleichziehen, es jedoch geschafft haben den Leser nicht durch jahrelanges "in der Luft hängen und auf Fortsetzung warten"

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Penny Lane will nach Berlin

von am 3. Juni 2009 1 Kommentar

Die Finanzkrise greift von  den USA nach Europa über, die SPD distanziert sich von den Linken, die die Krise als Beweis für die Widersprüche des Kapitalismus sehen, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Verunsicherung der Menschen. Und mittendrin Berlin, schillernde und armutsgebeutelte Metropole – nicht besonders anders als das Berlin der Roaring Twenties, das Jason Lutes in seiner Hauptstadt- Comic-Trilogie „Berlin“ vor uns aufblättert… ein historischer Roman in Bildern und  ziemlich aktuell.

Vor fünf Jahren erschien der 1. Band „City of Stones“ – Steinerne Stadt“ und erfuhr zurecht eine hymnische Besprechung: „Graphic Novel mit dokumentarischem Hintergrundrauschen“, „Sinfonie einer Großstadt im Comicformat“. Hier begegnet  uns nicht aufbereiteter Geschichtsunterricht, sondern ein Kaleidoskop von Menschen und ganz persönlichen Schicksalen, die diese Stadt bevölkern und lebendig werden lassen: Kurt Severing, verschlossenen und verbitterter Intellektueller, Marthe Müller, seine neugierige junge Freundin und Kunststudentin, frisch aus der Kölner Provinz in die brodelnde Hauptstadt gekommen, die jüdische Mittelklassefamilie, die zerfallende Arbeiterfamilie,  Fabrikbesitzer und Parteiführer, Partygirls und Zeitungsjungs mitten in den aufkeimenden Auseinander-setzungen zwischen Faschisten und Kommunisten und dem immer spürbarer werdenden Antisemitismus.

Als virtuoser Vertreter der „Ligne Claire“ produziert Jason Lutes mit klaren Strichen, exakten Proportionen und Perspektiven einen nüchternen Realismus in Schwarz-Weiß, auf dem die vereinfachten, fast cartoonartigen Figuren zur Projektionsfläche für den Leser werden.

Der 2. Band „City of Smoke“ – „Bleierne Stadt“ ist nun ebenfalls endlich erhältlich. Wie der Originaltitel schon andeutet, wird die Vertuschung und  Vernebelung der Menschen durch falsche Parolen und selbstgemachte Räusche beim Tanz auf dem Vulkan zum Hauptmotiv. Marthe, die Hedonistin will sich vom politischen Umbruch nicht ablenken lassen, für sie ist Berlin „Leben“, für Kurt Severing schnurrt die Freiheit bereits zusammen. Und was im Kleinen mit Marthe und Kurt geschieht, geschieht im Großen mit der Weimarer Republik: sie hat keinen Bestand. Die Idee der Demokratie ist nicht umzusetzen durch politische Debatten und aufgesetzte Strukturen, sondern durch den Geist der Menschen, die sie leben.

Der Amerikaner Jason Lutes hat sich das gänzlich Fremde angeeignet und zeichnet das sinnliche Portrait einer verletzten Generation, zwischen zwei Kriegen, die noch nicht reif war für das  fragile Gleichgewicht einer modernen Demokratie.

Berlin Band 1 und Band 2

von Jason Lutes

Carlsen, je € 14,–

Die Finanzkrise greift von  den USA nach Europa über, die SPD distanziert sich von den Linken, die die Krise als Beweis für die Widersprüche des Kapitalismus sehen, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Verunsicherung der Menschen. Und mittendrin Berlin, schillernde und armutsgebeutelte Metropole – nicht besonders anders als das Berlin der Roaring Twenties, das Jason Lutes in seiner Hauptstadt- Comic-Trilogie

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Splitter Books

von am 26. Mai 2009 1 Kommentar

Splitter Books, das ist ein neues Konzept vom Splitter Verlag, das uns komplette Stories zum fairen Preis in einem einzelnen Band, also abgeschlossen, präsentiert. Meistens werden zwei oder drei Alben französchischer Comic Serien in einen Band gepackt, ähnlich dem Ehapa-Konzept der „All-In-One“ Titel. Splitter machte es aber mal wieder eine Klasse besser. Die Titel sind im kleinen US Format und sind wie Bücher mit Schutzumschlag versehen, machen also echt was her. Sie beinhalten natürlich auch Zusatzmaterial wie ein Vorwort, Skizzen und Background-Info über Zeichner und Autor.

Wolkenvolk

Das Wolkenvolk ist vom Untergang bedroht. Der rebellische Niccolo, der Junge mit den goldenen Augen, wird vom Herzog der Hohen Lüfte ausgesandt, um eine rätselhafte Substanz zu finden, ohne die es auf den Wolken kein Leben geben kann – den Atem der verschollenen Drachen, den Aether. Fliegende Schwertkämpfer, mächtige Drachen und unsterbliche Magier im Alten China.

Der Bestsellers von Kai Meyer ist von Ralf Schlüter in atemberaubende Bilder umgesetzt.

Wolkenvolk – Seide und Schwert

von Kai Meyer, Yann Krehl, Ralf Schlüter

Splitter, € 19,80

India Dreams

Eine grandiose und exotische Familiensaga, die mehrere Generationen umspannt.
Die Geschichte von drei Frauen – Großmutter, Mutter, Enkeltochter – und ihr Leben und ihre Lieben in einem faszinierenden Land: Indien. Von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart spannt die in traumhaft schönen Aquarellen gemalte Erzählung einen Bogen vom Indien der Maharadschas über das Indien der Hippiegeneration bis zur heutigen Zeit.
Schöne Bilder, exotischer Hintergrund, Mystik, ein wunderschön erzählter Comic-Roman.

India Dreams

von Maryse Charles, Jean-François Charles

Splitter, € 24,80

Paradise

Mauranien galt lange Zeit als eines der paradiesischsten Länder Afrikas. Doch zuletzt erschütterten Unruhen das abgelegene Land und der alternde Despot, König Rodon, verliert an Macht. Krank und schwach nimmt er Kontakt zu seiner Tochter Ann auf, die er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat und bittet sie um Hilfe. Doch das Flugzeug, das sie zu ihm bringen soll, stürzt in der Nähe der Stadt Madargane ab – und Ann verliert ihr Gedächtnis. Im Palast des Prinzen von Mandargane wird sie mit mysteriösen Begebenheiten und Rätseln konfrontiert, während sie verzweifelt versucht, ihre Identität zu klären. Ihr Pass weist sie als Ann Smith aus Genf aus. Aber Dr. Ann Smith ist die Autorin des Buchs »Das verlorene Paradies Mauranien«. Ein Buch, das bereits vor über 100 Jahren – im Jahre 1885 – veröffentlicht wurde!
Der Comic entstand nach einem großen PC-Adventure, vielleicht liegt es daran, dass der Band zwar in grandiosen Bildern erzählt, aber die Charaktere schlecht ausgearbeitet sind. Vor allem Rodons Tochter, die ja einiges durchmacht und erlebt bleibt ohne Charisma und Tiefe. Schade, trotzdem ist der Band allemal lesenswert.

Paradise

von Benoît Sokal, Brice Bingono

Splitter, € 24,80

Splitter Books, das ist ein neues Konzept vom Splitter Verlag, das uns komplette Stories zum fairen Preis in einem einzelnen Band, also abgeschlossen, präsentiert. Meistens werden zwei oder drei Alben französchischer Comic Serien in einen Band gepackt, ähnlich dem Ehapa-Konzept der „All-In-One“ Titel. Splitter machte es aber mal wieder eine Klasse besser. Die Titel sind im kleinen US Format und

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Hermkes Roman-Boutique mit neuem Außenlook

von am 14. Mai 2009 4 Kommentare

So, es ist vollbracht. Das Äußere unseres Ladens hat eine enorme Aufwertung erfahren. Und zwar durch den harten, ausdauernden Arbeitseinsatz vom Gerd, der in dieser Hinsicht echt ein Phänomen ist. „Da stellt ihr Euch halt mal am Samstag hin und streicht a mal schnell die Fenster, dann schauts doch scho wieder gut aus“. Solche dämlichen Aussagen gab es in der Vergangenheit gar viele. Wer ein bisschen nachdenkt weiß, erstens, dass man nicht die Fenster sondern die Rahmen streicht, und zweitens, dass das eine saumäßige Arbeit ist, erst mal alles abzuschleifen, denn sonst blättert einem der ganze Mist ja sofort wieder ab. Dann streicht man zuerst mit einer Grundierung damit die eigentliche Farbe gut zu streichen ist, nicht sofort ins Holz einzieht und eben auch länger hält. Man muss die richtigen Farbmischungen finden, das ganze Werkzeug bei der Hand haben (min. drei Fahrten zum Hornbach oder Obi). Und das Ganze muss passieren, wenn es trocken ist, nebenher muss die normale Alltagsarbeit im Geschäft erledigt werden, die Kunden dürfen nicht behindert oder gar bemalt werden. Dann mussten noch die neuen Beschriftungen entworfen und gedruckt werden. Diese mussten sehr sorgfältig aufgezogen werden.

Also, es war viel zusätzliche Arbeit, die man nicht einfach so rausschüttelt. An dieser Stelle ein großes Lob an den Gerd, seine Kreativität und seinen unermüdlichen Einsatz. Und wie man sieht hat es sich gelohnt. Hermkes Roman-Boutique erstrahlt in bunten Comic Farben und es sieht wieder sehr einladend aus.

Falls jemand, der hier öfter auf der Seite vorbeikommt, uns noch nicht persönlich kennt, hier mal die Öffnungszeiten von Hermkes Roman-Boutique:

Mo-Fr.:   09.00-19.00 Uhr; Sa.: 09.00-16.00 Uhr

Wir freuen uns über jeden Besuch, ob altbekannter oder neuer Gast.

Euer Roman-Boutique Team

So, es ist vollbracht. Das Äußere unseres Ladens hat eine enorme Aufwertung erfahren. Und zwar durch den harten, ausdauernden Arbeitseinsatz vom Gerd, der in dieser Hinsicht echt ein Phänomen ist. „Da stellt ihr Euch halt mal am Samstag hin und streicht a mal schnell die Fenster, dann schauts doch scho wieder gut aus“. Solche dämlichen Aussagen gab es in

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Penny Lane über den halbautomatischen Wahnsinn des HECTOR UMBRA

von am 5. Mai 2009 4 Kommentare

"Ich heiße Hector Umbra und mein Leben ist in Unordnung geraten. Irgendein absurder Mist braut sich hier zusammen und ich stecke offenbar bis über beide Koteletten drin."

Irgendwo zwischen Dashiell Hammett, Douglas Adams und Fanta 4 lässt Uli Oesterle seinen Helden Hector Umbra per U-Bahn durch Münchner Galaxien und Unterwelten schnüffeln: denn…Osaka Best, König der Deejays, Star der Szene und bester Freund ist spurlos verschwunden. Hätte Hector nicht diese finsteren Vorahnungen, diese obsessiven Bilder im Hirn, wer weiss, ob er sich auf den Weg gemacht hätte… dorthin, wo hinter der gelackten Münchner Fassade manische Stadtstreicherinnen auftauchen, "Wachturm"-verkaufende Rentnerbrigaden zuschlagen und Kneipentüren direkt ins Leben nach dem Tod führen. (Mensch, soviel Leben hätte man der  bayrischen Provinzhauptstadt gar nicht zugetraut. Glückwunsch!) Und wer ist diese Untergrundorganisation, die sich so für Osakas Musik interessiert? Nur ein zerebraler Kurzschluß im eigenen Hirn? Oder hat der Wahnsinn Methode?

Wenn ich nicht wüsste, dass die akademische Elite im Haupi untergeht (kleine Anmerkung für alle, die`s verstehen), würde ich annehmen Uli Oesterle gehöre dazu…oder hat zumindest zugehört und mitgeredet an den Stammtischen der Männerfreundschaft: Scharfzüngige Dialoge, wie es nur Männer nach dem zweiten Bier können, wenn sie unter sich sind. Schwarzer Humor, böse-bissige Analysen und Lachen bis Blut kommt. Und zusammengehalten wird immer. Sowas nennt man LOYALITÄT, das ist der Saft aus dem auch Clint Eastwood gemacht ist.

Und an wen erinnert Oesterles Strich?? an Mike Mignola und Frank Miller natürlich! Aber er bleibt trotzdem völlig eigen,  ist um einiges leichter, witziger. So eigen wie seine ganze irrwitzige Story, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Man braucht eben ein bisschen Wahnsinn, um eine gute Geschichte erzählen zu können.

(das ist echt ein Comic über den ein Mann hätte schreiben sollen, ich hab bestimmt die Hälfte nicht kapiert, deshalb, Jungs, lest ihn! Er ist es wert! Anmerk. d. Verfasserin)

"Ich heiße Hector Umbra und mein Leben ist in Unordnung geraten. Irgendein absurder Mist braut sich hier zusammen und ich stecke offenbar bis über beide Koteletten drin."
Irgendwo zwischen Dashiell Hammett, Douglas Adams und Fanta 4 lässt Uli Oesterle seinen Helden Hector Umbra per U-Bahn durch Münchner Galaxien und Unterwelten schnüffeln: denn…Osaka Best, König der Deejays, Star der Szene und bester

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Zwei Klassiker

von am 30. April 2009 1 Kommentar

Bei der Untersuchung einer Gesteinsprobe aus den Tiefen der Antarktis stößt Nastasia Wardinska auf die Spuren einer alten Zivilisation, einer 350 Millionen Jahre alten Zivilisation! Professor Mortimer macht sich sofort auf die Suche nach weiteren Anhaltspunkten, die schließlich nach Afrika deuten. Gemeinsam mit der jungen Nastasia und seiner alten Freundin Sarah Summertown macht er sich auf zu einer Expedition nach Tanganjika, wo eine unglaubliche Entdeckung auf die Forschergruppe wartet.

Doch sie sind nicht die einzigen, die hinter diesem Geheimnis her sind. Ein alter Feind von Blake und Mortimer hat seine Finger im Spiel. Doch ist er wirklich derjenige, für den er sich ausgibt?

Äußerst erfreulich, dass manche Klassiker auch nach dem Tod ihres Schöpfers noch in deren Tradition weitergeführt werden. Die Reihe Blake und Mortimer gehört dazu. Juillard und Sente, und nicht nur diese beiden, schreiben das Abenteuer um die zwei Engländer auf wunderbar klassische Art und Weise fort. Die komplette Serie ist bei Carlsen (Oh, Wunder!) auch noch lieferbar. Wer weiß, wie lange noch, also ran.

Blake und Mortimer Bd. 15; Das Heiligtum von Gondwana

André Juillard , Yves Sente

Carlsen ; € 12,– 

Mit "Zu den Ursprüngen des Z" legen die Autoren Jean David Morvan und Yann sowie Zeichner José-Luis Munera eine rasante Zeitreise-Geschichte vor, in deren Verlauf Spirou nicht nur in den Jugendjahren des Grafen und Zyklotrops ein Heilmittel für die schwerkranke Miss Flanners finden, sondern sich zudem seiner eigenen Vergangenheit stellen muss. Für den Leser verheißt das ein Wiedersehen mit den magischen Momenten aus der 70-jährigen Karriere des abenteuerlustigen Pagen, vom Boxkampf gegen Patzer über die spektakuläre Kletterpartie aus "Der doppelte Fantasio" bis hin zur ersten Fahrt im blauen Superflitzer Turbot 1. Die deutsche Augabe wartet wie stets mit umfangreichem Bonusmaterial aus Munueras Skizzenbuch sowie einer zusätzlichen 5-seitigen Kurzgeschichte auf.

Äußerst erfreulich, dass manche Klassiker auch nach dem Tod ihres Schöpfers…oops, hatten wir das nicht gerade erst. Na ja, passt halt hier auch. Wobei Spirou sich mehrmals Veränderungen unterziehen musste und oft versucht wurde dem Zeitgeist besser gerecht zu werden. Hier jedoch auch wieder ganz klassisch und vor allem mit Bezug auf alte Stories. Herrlich!

Spirou und Fantasio Bd. 48, Zu den Ursprüngen des Z

Jean David Morvan , José Munuera

Carlsen, €9,–

Bei der Untersuchung einer Gesteinsprobe aus den Tiefen der Antarktis stößt Nastasia Wardinska auf die Spuren einer alten Zivilisation, einer 350 Millionen Jahre alten Zivilisation! Professor Mortimer macht sich sofort auf die Suche nach weiteren Anhaltspunkten, die schließlich nach Afrika deuten. Gemeinsam mit der jungen Nastasia und seiner alten Freundin Sarah Summertown macht er sich auf zu einer Expedition nach

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Countdown für den neuen Star Trek Movie

von am 24. April 2009 1 Kommentar

 

Die Vorgeschichte zum neuen Star-Trek-Kinofilm! Exklusiv als Comic! Das ist natürlich wichtig, denn "COUNTDOWN" legt den Grundstein für die Geschehnisse im Kinofilm und stellt die Verbindung zwischen den Next Generation-Charakteren nach dem Ende von NEMESIS und dem neuen Film her. Zeichnerisch habe ich schon bessere Arbeiten gesehen, aber das ist bei Film-Adaptionen oder dazu gehörigen Prequels oder Sequels ja so Usus, dass man für gute Zeichner kein Geld mehr übrig zu haben scheint. Die Stars haben ihre Millionen abkassiert, da war für Drehbuch und sonstige unwichtige Dinge halt nix mehr da. Lesen werde ich es nicht, will es hier nur kurz vorstellen, habe mir aber sagen lassen, dass es ganz passabel ist. Und wir sehen hier viele alte Bekannte, wie Worf, Data und Picard, das wird uns im Film ja leider nicht vergönnt sein.

Erwähnenswert für Sammler: Crosscult hat auch ein limitierte Hardcover Edition des Comics veröffentlicht und bringt auch den Roman zum Film.

Star Trek – Countdown
von Tim Jones, Mike Johnson und David Messina
Euro 14,80 (SC); Euro 19,80 (HC)

 

Die Vorgeschichte zum neuen Star-Trek-Kinofilm! Exklusiv als Comic! Das ist natürlich wichtig, denn "COUNTDOWN" legt den Grundstein für die Geschehnisse im Kinofilm und stellt die Verbindung zwischen den Next Generation-Charakteren nach dem Ende von NEMESIS und dem neuen Film her. Zeichnerisch habe ich schon bessere Arbeiten gesehen, aber das ist bei Film-Adaptionen oder dazu gehörigen Prequels oder Sequels ja so

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Abgewrackt

von am 17. April 2009 5 Kommentare

Zur Abwrackprämie und ähnlichen bescheuerten Ideen unserer „tollen“ Regierung wollte ich ja erst nix schreiben. Ich wollte mal eine Weile unpolitisch bleiben. Aber ich schaffe es nicht. Ich muss Euch sagen, was ich von diesem Bullshit halte. Also zunächst mal die Frage, warum gibt man dem kleinen Mann – denn wer sich einen X5 kaufen will, für den kann es wohl nicht sein – Geld in die Hand um denjenigen zu helfen, die die ganze Scheisse mit angerichtet haben? Der kauft sich dann wieder ein Auto, für das er sich doch erneut wieder verschuldet, denn bar auf einen Schlag kann doch kaum einer mehr ein Auto bezahlen. Und man tut es auch nicht, denn es gibt zu viel verlockende Leasing Angebote. Warum gibt man den Leuten nicht was in die Hand, was den Mittelstand und den Einzelhandel unterstützt. Denn das ist die wirkliche Säule unseres Wohlstands. Deutsche Automobilhersteller exportieren 80% ihrer Produktion, d.h. die Autos, die nun von Deutschen mehr gekauft werden, bringen denen fast gar nix.

Und man kratzt nun ein paar Kröten noch zusammen um den Karren jetzt schon zu kaufen, den man in ein zwei drei Jahren eh gekauft hätte.  Wie wäre es denn mal mit mehr Geld für Eltern mit Kindern, mit mehr Unterstützung für sozial Schwache, so dass das Geld wirklich in den deutschen Konsumkreislauf fliesst.

Also ich helfe den Falschen, die es nicht verdient haben, ich fördere weitere Überschuldung der privaten Haushalte und ich ziehe Geld jetzt schon aus dem natürlichen Kreislauf, das später fehlen wird. Und nur weil die Aktienmärkte darauf mal kurz hochgehüpft sind, brüsten sich Steinbrück, einer der Unfähigsten von allen, und Angie, die ihn natürlich nicht nur in Unfähigkeit übertrifft, sondern auch in Unverschämheit, zu behaupten, sie hätten sich was ausgedacht, was uns kleinen, armen Bürgern hilft, damit. Sie spielen nur der Lobby der Automobilindustrie, an deren Fäden sie hängen, die Bälle zu.

Zur Abwrackprämie und ähnlichen bescheuerten Ideen unserer „tollen“ Regierung wollte ich ja erst nix schreiben. Ich wollte mal eine Weile unpolitisch bleiben. Aber ich schaffe es nicht. Ich muss Euch sagen, was ich von diesem Bullshit halte. Also zunächst mal die Frage, warum gibt man dem kleinen Mann – denn wer sich einen X5 kaufen will, für den kann

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Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

von am 13. April 2009 Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

"Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs"

Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen…

…und doch konnte ich das Album nicht aus der Hand legen: vielleicht weil es meine Generation war, die sich an den Ideen der Sandinisten erhitzt hat, der Kämpfer für die Freiheit gegen ein totalitäres Regime. Aber mehr noch, weil Emanuel Lepage in seiner Geschichte deutlich zeigt, dass es vorallem um die eigenen Freiheit geht. Es geht darum den eigenen Weg zu finden, eigene Werte zu entwickeln, dem eigenen Ruf zu folgen und diesen den familiären und gesellschaftlichen Konventionen – Diktaturen – Tabus entgegenzustellen.

Gabriel, GroßgrundbesitzerSohn, angehender Priester und vor allem Maler soll in einem kleinen Dschungeldorf für die Dorfgemeinde ein Wandfresko anfertigen und gerät ahnungslos in den brutalen Konflikt zwischen Militär und Guerilla. Er lernt wirklich hinzuschauen, menschlich, politisch und künstlerisch. Ruben, der Priester des Dorf wird sein Lehrer: " Du mußt unter die Haut der Dinge gehen…du bist ein Künstler Gabriel… du kannst die Essenz ihres Lebens ausdrücken. Gib den Menschen die Kraft, die ihnen fehlt. Durch die Kunst kannst du dem Göttlichen eine Gestalt geben. Das ist der Grund, warum du hier bist."

"Und wie geht die Geschichte aus?" fragte mich heute morgen beim Frühstück eine Freundin, als ich ganz begeistert von "Muchacho" erzählt habe. Spannende Frage… Was wird aus der erkämpften Freiheit, wenn die Revolutionäre schließlich selbst Regierung sind? Welche Träume, Werte und Ideen sind tatsächlich lebbar? Welche Kompromisse kann und will man eingehen? Und auch das bleibt letztlich eine persönliche Entscheidung.

Lepage erzählt seine Geschichte in berührenden Bildern und Farben, die die Stimmungen einfangen: die Feuchtigkeit des Dschungels und der Sümpfe kriecht förmlich unter die Haut, die Wüstenfarben trocknen den Mund aus und das Mondlicht leuchtet fahl und traumgleich auf Geschehnisse und Geheimnisse. Wunderschön.

"Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs"
Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen…
…und doch konnte ich das Album nicht aus der Hand legen: vielleicht weil es meine Generation war, die sich an den Ideen der Sandinisten erhitzt hat,

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Ostern und Frühling und sich was gönnen…

von am 10. April 2009 Kommentare deaktiviert für Ostern und Frühling und sich was gönnen…

So jetzt isser da der Frühling, fühlt sich schon fast wie Sommer an. Toll, draussen sein, Radfahren, Laufen, mit den Kindern im Freien spielen. In der Sonne sitzen und lesen, auch der Wahnsinn. Jetzt muss ich nur noch was schreiben über all das Gelesene. Aber am Computer zu sitzen ist dann genau das, was leider schwer fällt zu tun. Jetzt schreib ich erst mal, dass ich mich über den Frühling freue. Auch die ökonomische Schieflage verliert man ganz aus dem Blick und was mit General Motors passiert ist uns doch im Moment, seien wir mal ehrlich, grad amal egal, oder? Vielleicht ist das auch gar nicht mal so schlecht, denn wir können den Konzern ja von hier aus sowieso nicht retten. Wir sollten einfach mit dem was vor unserer Nase liegt weiter machen. Das Beste aus unseren Möglichkeiten herausholen. Das klingt schon wieder nach Platitüde. Ja vielleicht, aber habt ihr eine bessere Idee? Kopf in den Sand ist es doch wohl auch nicht. Also ich kann mir nix anderes erlauben, als für meine paar Kröten weiter zu arbeiten, bekomme ja auch keine Abfindung, sollte ich denn aufhören müssen, weil es schief gegangen ist. Zu spüren sind aber auch zwei ganz witzige Phänomene. Die Leute sparen nicht unbedingt, sondern geben das Geld aus. Vor allem das Baugewerbe scheint davon zu profitieren, denn da machen die Menschen anscheinend lieber das Häusle schön, denn das hat wenigstens den Wert, dass man darin wohnt. Was mit dem Geld auf der Bank passiert, weiss man ja eh nicht so genau. Und sie gönnen sich auch ein paar Dinge, die ihnen Spass machen. Das ist auch gut so, denn wer weiss, wie lange man noch das Glück und die Möglichkeit dazu hat.

Also geniesst die schönen Tage, gönnt Euch was, Frohe Ostern.

So jetzt isser da der Frühling, fühlt sich schon fast wie Sommer an. Toll, draussen sein, Radfahren, Laufen, mit den Kindern im Freien spielen. In der Sonne sitzen und lesen, auch der Wahnsinn. Jetzt muss ich nur noch was schreiben über all das Gelesene. Aber am Computer zu sitzen ist dann genau das, was leider schwer fällt zu tun. Jetzt

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