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    Orangerie Preview

    von am 3. September 2011 Kommentare deaktiviert für Orangerie Preview

    Gestern Abend konnten wir einen ersten Blick auf die Ausstellung in der Orangerie werfen. Der gigantische Raum mit seinem leicht morbiden Rohbaucharakter bildet einen perfekten Rahmen für die comichaften Bilder von Alex Bumbulut. Die gleichzeitige Nutzung des hinteren Bereiches als Lagerhalle für Figuren des Hofgartens unterstützt den Installationscharakter. Die Gesamtkonzeption geht auf.

    Wir alle, die einen kleinen Beitrag zum Gelingen der sehr ambitionierten Crossover Veranstaltung leisten durften und dürfen, können uns jetzt nur wünschen, dass möglichst zahlreiche Besucher die Halle frequentieren werden und dass die Veranstaltungen möglichst gut besucht sind. Nur durch solch mutige Projekte und den Einsatz Einzelner, wie in diesem Fall des sehr aktiven und idealistischen David Herzog, können neben dem schmalen Kulturbudget einer Stadt wie Würzburg, kleine, feine Oasen einer Schattenkultur entstehen, die sonst in unserer provinziellen Region eher spärlich gesät sind.

    Heute Abend geht es los. Auf dass die Vernissage ein gelungener Auftakt werde!

    3. September 2011 und Kommentare deaktiviert für Orangerie Preview

    Gestern Abend konnten wir einen ersten Blick auf die Ausstellung in der Orangerie werfen. Der gigantische Raum mit seinem leicht morbiden Rohbaucharakter bildet einen perfekten Rahmen für die comichaften Bilder von Alex Bumbulut. Die gleichzeitige Nutzung des hinteren Bereiches als Lagerhalle für Figuren des Hofgartens weiterlesen…

    Kultur für Würzburg

    von am 18. August 2011 4 Kommentare

    Überall gibt es Menschen, die sich für ihre Interessensgebiete einsetzen. Meistens sind solche Menschen Einzelkämpfer und blicken nicht über den Tellerrand ihres persönlichen Interesses. Schön, dass es Ausnahmen gibt!

    Die Stiftung Zukunft Kultur i.Gr. hat sich der Förderung von Kunst und Kultur verschrieben. Unter dem Label ART IN RESIDENCE wird im September in der Orangerie des Hofgartens ein junger Künstler namens Alex Bumblut zu sehen sein. Mit der Aussage "Seine Werke sind im Grenzbereich der klassischen bildenden Malerei zur Comic-Kunst angesiedelt."  trat man folgerichtig auch an uns heran, ob wir nicht unseren Teil dazu beitragen wollten und könnten.

    Danke, danke, danke!

    Die Anstrengungen der Verlage (und der rudimentär ausgeprägten Comic-Lobby in Deutschland) waren in den letzten Jahre sehr stark in Richtung Vermarktung von Graphic Novels gerichtet, um den literarischen Anspruch von Comics in Deutschland stärker zu etablieren. Ein guter Plan, der wohl auch mit dazu beiträgt Comics in Deutschland aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Um so schöner, dass uns jetzt von dieser Seite das Angebot gemacht wurde auch die Verbindung zur bildenden Kunst und Malerei aufzuzeigen und unseren Beitrag dazu zu leisten.

    In diesem Zusammenhang werden zwei Sonderveranstaltungen begleitend zur Ausstellung stattfinden, die sich mit Comics befassen.

    In den nächsten Tagen werde ich noch näheres dazu schreiben, so lange soll euch das Gesamtprogramm ein Anreiz sein, euch auf dieses Projekt zu freuen.

    Freunde des Comics, freut euch auf diesen September und schwingt die Hufe in die Orangerie!

    Alex Bumbulut

    wird zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Seine Werke sind im Grenzbereich der klassischen bildenden Malerei zur Comic-Kunst angesiedelt.

    Nil Orange

    arbeitet hauptberuflich als fest angestellter Designer in Würzburg und widmet seine Freizeit der Zeichnerei und Entwicklung von Comics. Seine Werke erschienen u.a. im deutschen ComicMagazin „Panik-Elektro“ und im amerikanischen Magazin „HeavyMetal“.

    Krikra

    schreibt und zeichnet mit einem völlig eigenen Stil. Er gestaltet nicht nur Comics oder Platten- und Buchcover, sondern arbeitet auch als Kolorist für diverse große amerikanische Verlage ( u. a. „Tank Girl“).

    DAS PROGRAMM

    Samstag, 03.09.2011, 17:00 Uhr

    Vernissage
    Empfang zur Eröffnung der Ausstellung. Vorstellung des Künstlers, Erläuterung des Ausstellungskonzeptes, Vorstellung der Stiftung Zukunft Kultur

    Donnerstag, 08.09.2011, 18:00 Uhr

    „Die neunte Kunst“
    Kurzvorträge, Projektion, Podiums-Diskussion – entlang der Grenzen und Übergänge zum Comic-Universum.
    · Comics im europäischen Umfeld (Gerd Eibach)
    · Kunst und Comic: Zeichen- und Colorierungstechniken im Vergleich zur klassischen Malerei und Zeichnung (Marco
    Behringer), u.a. über Mattotti, Toppi, Bilal, Muth und Williams
    · kunsthistorische Zusammenhänge (Christopher Franz)
    Moderation und Diskussionsrunde: Marco Behringer, Gerd Eibach, Christian Endres, Christopher Franz, Christian Neubert, Bernie Sterner.

    Freitag, 09.09.2011, 20:00 Uhr

    Film – Genius Party
    Japan, 2007, 105 Min., Kurzfilm Kompilation
    Regie: Shin’ichiro Watanabe, Masaaki Yuasa, Mahiro Maeda u.a., FSK: ab 12, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
    Eine Zusammenstellung von Anime-Kurzfilmen mit unkonventionellen und sehr verschiedenen Geschichten. „Die besten Anime-Regisseure Japans haben sich versammelt, um sieben Meisterwerke zu schaffen.“ moviepilot.de

    Samstag, 10.09.2011, 20:00 Uhr

    Film – Waltz With Bashir
    IL,F, D, 2008, 2010, 87 Min., Animation.
    Regie: Ari Folman, FSK: ab 12, Originalfassung, dt. Untertitel
    Basierend auf realen Interviews und Ereignissen ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges – auf fantastische und packende Art visualisiert. Die anspruchsvolle Produktion wurde 2009 mit einem Golden Globe und dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet. „Ein Film, wie ein Festival ihn sich schöner nicht wünschen kann, innovativ in der Form, politisch brisant, unterhaltsam schnell.“ FAZ

    Freitag, 16.09.2011, 20:00 Uhr

    Film – Crumb
    USA 1995, 119 Min. Dokumentarfilm.
    Regie: Terry Zwigoff, FSK ab 18, Originalfassung
    Porträt des legendären Underground-Comic-Zeichners Robert Crumb, „Vater“ der Figuren Fritz the Cat und The Fabulous Freak Brothers. Crumb plaudert aus seinem bizarren Leben. Cartoons und Einblicke in seine Arbeitsweise vervollständigen das Bild, in dem auch Familienmitglieder und die Frauen seines Lebens zu Wort kommen. „Eine freimütiger und intimer Blick auf einen phänomenalen Künstler und seine ziemlich dysfunktionale Familie, … eine exzellente Dokumentation der Gegenkultur.“ Variety

    Samstag 17.09.2011, 20:00 Uhr

    Film – American Splendor
    USA 2003, 101 Min. Spielfilm.
    Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcinimit: Paul Giamatti,
    Chris Ambrose, Joey Krajcar, Josh Hutcherson, Daniel Tay.
    FSK: ab 12, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
    Spielfilm über das Leben von Harvey Pekar – Krankenhaus-Angestellter, leidenschaftlich-besessener Sammler, Jazz-Kritiker und, nach Inspiration durch seinen Freund Robert Crumb, Autor einer legendären halbautobiographischen Comicbook-Serie.
    „…ein schrulliges Meisterwerk“ Frankfurter Rundschau

    Samstag 24.09.2011, 17:00 Uhr

    Comics – live on stage
    Die Comic-Künstler Nil Orange und KriKra werden live malen, zeichnen und colorieren, während ihre Kunst auf die Leinwand projiziert wird.
    Moderation und Interviews von Christian Neubert.

    Die Filme werden in Kooperation mit dem CENTRALProgrammkino gezeigt, sie kosten Eintritt. Der Erlös der Filmabende kommt in voller Höhe der gemeinnützigen Programmkino Würzburg eG zugute.

    18. August 2011 und 4 Kommentare

    Überall gibt es Menschen, die sich für ihre Interessensgebiete einsetzen. Meistens sind solche Menschen Einzelkämpfer und blicken nicht über den Tellerrand ihres persönlichen Interesses. Schön, dass es Ausnahmen gibt! Die Stiftung Zukunft Kultur i.Gr. hat sich der Förderung von Kunst und Kultur verschrieben. Unter dem weiterlesen…

    Politik und Kritik in der Science Fiction

    von am 9. April 2011 10 Kommentare

    Utopia

    Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus den Bereichen Soziologie und Politik in Zukunftswelten einzubauen. Betrachtet man die SF als Literaturgattung, die Entwicklungen der Gegenwart weiterdenkt und in eine fiktive Zukunft einbaut, ist es eine logische Konsequenz, dass sich die Extrapolationen der Gegenwart nicht nur auf den Stand der Technik beschränken, sondern auch auf Politik und Soziales erstrecken. Der Autor baut eben allgemein brisante aktuelle Zustände oder Denkweisen ein, entwickelt diese weiter und beschreibt Konsequenzen und Folgeerscheinungen. Dabei bleibt es in seinem Ermessen, ob er die Zukunft positiv oder negativ gestalten möchte, ob er also hoffnungsvoll, die Realisation eines Traumes im Sinne einer Utopie erschaffen möchte, oder uns die Konsequenzen unseres Handelns in einer Dystopie oder Anti-Utopie plastisch vor Augen halten möchte.

    Die Bezeichnung Utopie leitet sich von Thomas Morus Beschreibung eines idealen Staates auf der Insel "Utopia" ab. Der Roman "De optimo rei publica statu deque nova insula Utopia" wurde 1516 veröffentlicht.

    Die Bezeichnung Dystopie entstand erst mit der beginnenden industriellen Revolution und wird begrifflich dem englischen Philosophen John Stuart Mill zugeschrieben. Beide Varianten nutzen den Roman als Vehikel zum Transport politischer und sozialer, sowie ökonomischer und ökologischer Gedanken. Sie verpacken somit trockene Theorie in ein leichter zu rezipierendes Medium – oder breiten über ideologische Themen den Deckmantel der Fiktion und machen sich damit unangreifbar.

    Politisch motivierte SF in Deutschland

    Politisch motivierte SF ist immer durch den Zeitgeist und die Herkunft beeinflusst. In der deutschen Art liegt oft trockenes Dozieren und schulmeisterliche Korrektheit. Dennoch waren wir zu allen Zeiten ein Volk der Dichter und Denker und so ist es nicht verwunderlich, dass auch diese Spielart der SF gerne – und gut – von deutschen Autoren genutzt wurde und wird. Im Sinne von Kunst und im Sinne von ernsthaftem Engagement einer Sache gegenüber.

    Der von mir bereits öfter bemühte Carl Amery ist ein hervorragendes Beispiel. Seine Romane und Stories haben stets einen Hintergrund, welcher der Handlung eine gut verpackte Färbung verleiht, die manchmal erst nach der Reflektion wirklich erfassbar ist. Seine Tochter Maria J. Pfannholz erhielt 1990 für den Roman "Den Überlebenden" den "Deutschen Science Fiction Preis". Ein echtes Juwel im Genre SF, welches eben genau diesen Deckmantel nutzt, um nicht in staatszersetzendem Licht zu erscheinen. "Den Überlebenden", leider auch seit vielen Jahren vergriffen, ist eines der für mich wichtigsten Bücher aus dem Bereich des "Ökoterrorismus". Das Buch steht eingerahmt zwischen dem genialen Werk "Die Universalschraubenschlüsselbande", über dessen Wiederveröffentlichung ich erst geschrieben habe und dem anarchistischen, lange Zeit boykottierten vierten Teils, der TV-Serie "Die Piefke Saga", von 1993.

    In der ehemaligen DDR gab es unendlich viele, häufig staatskonforme Utopien. Trotzdem war auch in diesem restriktiven System die SF ein möglicher Deckmantel. Eines der außergewöhnlichsten Werke der ausgehenden DDR-Aera ist der 1989 erschienene Roman "Sein und Bleiben" von Gottfried Meinhold. Leider ist auch dieser Roman seit Jahren Verlags-vergriffen. Ich selbst bin eher durch Zufall über dieses Werk gestolpert, empfand aber die Mischung aus autobiographischen Teilen und Ideensammlung, trotz all der wirklich anstrengenden Zeilen, als interessant und wertvoll.

    Links und Rechts – Individuum und Staat

    Die Utopie als Traumvorstellung des perfekten Staates ist zu allen Zeiten von Vertretern unterschiedlicher politischer Lager genutzt worden. Neben unendlich vielen links oder ultralinks einzuordnenden Entwürfen gibt es auch einige ernst gemeinte und ernstzunehmende rechtsgerichtete, konservative Utopien. Leider ist auch das Vorzeigewerk dieser Strömung "Atlas wirft die Welt ab" von Ayn Rand in der deutschen Übersetzung nicht mehr erhältlich.

    In meinen Augen sind die interessantesten Vertreter der Gattung Polit-SF jedoch die, welche es der Interpretation des Lesers überantworten, selbst eine Entscheidung zu fällen. Dabei darf natürlich der geniale Roman von Ursula K. LeGuin "Planet der Habenichtse" nicht fehlen (sucht auch da mal schön antiquarisch… wird langsam eine ganz schöne Stange von Romanen, die in die virtuelle Neuauflagen-Bibliothek aufzunehmen sind!) LeGuin zeigt die Fehler beider Ansätze. Sowohl der reine Kapitalismus, als auch die utopische, selbstverantwortliche, marxistische Anarchie, scheitern am Menschen.

    Ganz anders überlässt zum Beispiel mein Lieblings-SF-Autor Ian Banks jegliche Interpretation dem Leser. In seinem Kultur-Zyklus wird nie wirklich geklärt, ob er selbst den beschriebenen Zustand positiv oder negativ bewertet. Seit vielen Jahren genieße ich die Streitgespräche mit einem meiner guten Freunde, ob die Zukunft, die Banks entwirft erstrebenswert oder hassenswert ist. Ist gefühlte absolute persönliche Freiheit wirklich wichtiger als die Wahrheit?

    Die nahe Zukunft und die Realität

    Natürlich sind sehr viele Science Fiction Romane von aktuellen Ängsten beeinflusst. Über Atomenergie und die SF habe ich ja gerade erst geschrieben. Aber es muss ja nicht immer gleich so drastisch sein. Bereits kleine, absehbare Details können die Welt politisch verändern, ohne dass globale Katastrophen von Menschenhand oder Kriege dafür verantwortlich sind. Das Ende der fossilen Brennstoffe, die Klimaerwärmung, die Überbevölkerung, der Raubbau an der Natur und die Vernichtung der Regenwälder, die Armut und Ausbeutung von Drittwelt-Ländern. All diese Motive geben reichlich Stoff für politisch oder in diesem Fall auch ökologisch motivierte Szenarien in naher Zukunft.

    Auf der anderen Seite lassen natürlich auch hier wieder potentielle Lösungsansätze, wie zum Beispiel die Kernfusion oder die Erschließung neuer Lebensräume auf dem Mond oder im Meer, positive Entwicklungen erahnen. Deshalb gibt es auch in diesen Bereichen viele neutrale Entwürfe oder sogar im Sinne der Utopie fast perfekte und wirklich erstrebenswerte Welten.

    Aus der erschreckenden Erfahrung totalitärer Systeme des 20. Jahrhunderts schreibt George Orwell 1948 den Klassiker "1984", in dem ein allmächtiger Staat den Bürger überwacht und führt – und damit letztendlich vollständig der individuellen Freiheit beraubt. 1984 ist heute lange vorbei und die Realität hat die Alptraumwelt Orwells überholt. Viel subtiler sind die Mechanismen, mit denen unsere Freiheit beschränkt wird. Die Konsumgesellschaft und die Macht des Kapitalismus haben viel mächtigere Instrumente geschaffen, um die Schafe nicht zur Schlachtbank zu treiben, sondern zu locken.

    Viele gedachte Welten werden von der Realität nicht bestätigt werden, aber das ist im Grunde völlig irrelevant, geht es doch vielmehr um das Anprangern von Ist-Zuständen und der Warnung vor möglichen Konsequenzen. Und auch wenn Orwells "Big Brother", das alles sehende und alles steuernde Auge des Staates, vielleicht in dieser Form niemals Wirklichkeit geworden ist, sondern aus der Angst vor dem Gespenst totalitärer Systeme geboren war, verliert die absolute Aussage doch nicht ihre Gültigkeit. Orwell wird immer wichtig bleiben, als zeitgeschichtliches Werk und eben auch als Warnung vor dem Verlust der individuellen Freiheit.

    Was kann man denn dann aktuell noch lesen, wenn all die großen Werke vergriffen sind?

    Ein Buch, über das ich eigentlich eher zufällig gestolpert bin, hat mich aktuell wirklich fasziniert. Ich habe es gerade erst gelesen, obwohl es bereits letztes Jahr erschienen ist. Tagebuchartige Aufzeichnungen eines jungen Mädchens in einer Welt nicht weit von unserer, in der die direkten Folgen des Raubbaus bereits ein wenig mehr zu spüren sind, als eben heute. Rationalisierungen von Energie, Fahrverbote, extreme Verteuerung und eben viel staatliche Kontrolle. In diesem Tagebuch sind die Beobachtungen der unterschiedlichen Reaktionen perfekt festgehalten. Unglaublich einfühlsam beobachtet. Danke an Saci Lloyd für dieses tolle Werk.

    Euer schönes Leben kotzt mich an: Ein Umweltroman aus dem Jahre 2015

    Saci Lloyd

    Arena Verlag € 7,95

    Über das zweite Buch, das sich sehr schön politisch mit aktuellen Problemen beschäftigt, habe ich bereits geschrieben. Cory Doctorow nimmt sich der Themen Datenschutz im Internet und Einschränkung der Persönlichkeitsrechte im Zeitalter des Terrors an.

    Little Brother

    Cory Doctorow

    rororo € 14,95

    Auch den Franzosen Jean Marc Ligny hatte ich bereits mit Aqua TM empfohlen. Bei Bastei gibt es seinen Roman jetzt als Taschenbuch mit dem Titel "Ödland". Spannend, teilweise etwas verwirrend und überladen, eben französisch ;-), aber echte Gänsehaut-Gefahr bei seinen Schilderungen der Klimaveränderung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

    Ödland

    Jean Marc Ligny

    Bastei Lübbe € 9,99

    Und wer nach all diesen düsteren Büchern noch etwas anderes möchte, der möge bitte Limit von Frank Schätzing lesen. Mit seiner Art, wirklich alles bis ins Detail zu recherchieren, und dann sein Wissen auch niederzuschreiben, hat er mit "Limit" ein absolut glaubwürdiges Near-Future-Szenario entworfen, das ökonomisch, technisch und ökologisch einen perfekten Hintergrund für seinen spannenden Thriller bildet. Auch diesen Roman gibt es jetzt als Taschenbuch. Unbedingt lesen, wenn ihr Schätzings ausschweifenden Schreibstil mögt.

    Limit

    Frank Schätzing

    Fischer € 9,99

    9. April 2011 und 10 Kommentare

    Utopia Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus weiterlesen…

    Spoileralarm!

    von am 23. Oktober 2009 1 Kommentar

    Jeder, der "Gewitter über Pluto" noch lesen möchte, ist dringend angehalten hier nicht weiterzulesen, sondern erst den nächsten Blogeintrag "Gewitter über Pluto"!

    Dies ist keine Besprechung oder Rezension, sondern nur ein Diskussionsangebot!

    Alle, die das Buch gelesen haben und mir ein paar Details zum Ende bzw Epilog erläutern können und wollen, mögen sich bitte dazu aufgefordert fühlen hier ein paar Zeilen zu hinterlassen.
    Trotz aufgefrischten Wissens über Erwin Schrödinger fällt mir die Interpretation des Epiloges immer noch schwer.

    23. Oktober 2009 und 1 Kommentar

    Jeder, der "Gewitter über Pluto" noch lesen möchte, ist dringend angehalten hier nicht weiterzulesen, sondern erst den nächsten Blogeintrag "Gewitter über Pluto"! Dies ist keine Besprechung oder Rezension, sondern nur ein Diskussionsangebot! Alle, die das Buch gelesen haben und mir ein paar Details zum Ende weiterlesen…

    …und noch ein Anliegen

    von am 13. Oktober 2009 5 Kommentare

    junkbannerDie Petition zum Erhalt des Programmkinos in Würzburg:

    http://www.programmkino-wuerzburg.de

    Ich möchte in diesem Zusammenhang ein paar Worte loswerden und meine eigene etwas differenziertere Meinung, bezüglich der euphorischen Lobpreisungen des Corso und der Tiraden auf die bösen Multiplexe, zur Diskussion stellen. Markige Sprüche wie: „für Kinokultur in der Innenstadt“, „für alternativen zum blockbuster-kino“ und „zum Erhalt von Kultur, Filmkunst und kleinen Gewerben, die nicht von großen Konzernen überrannt werden dürfen“ sind zwar verständlich, aber offensichtlich fehlt da doch noch etwas der Blick für die reale Gesamtsituation.

    Zunächst einmal bin ich als Mitinhaber eines kleinen Ladengeschäftes, der durchaus auch weiß, wie sich die derzeitige konjunkturelle Lage auf regionale Kleinunternehmer auswirkt, natürlich auch für die kleinen regionalen Betriebe und als Buchhändler definitiv auch für den Erhalt von diversifizierter Kultur.

    In einer Gesellschaft, die im besonderen im Bereich Unterhaltungsmedien in einer Art kapitalistisch ausgelegt ist, ist es unmöglich sich gegen alle Strömungen zu stellen. Glaubt ihr, die Betreiber würden aufgeben, wo doch Kino ihr Leben ist/war, wenn es wirtschaftlich nicht unumgänglich wäre? Wenn nicht genügend Besucher in ein Würzburger Programmkino, das seit Generationen existiert hat, gehen um es finanziell zu tragen, wie soll es dann mit einem neuen funktionieren, das erst aufgebaut werden muss? Auch das andere regionale Programmkino kämpft ums Überleben. Das Casablanca in Ochsenfurt ist auch sehr nett und die Fahrt lohnt sich auf jeden Fall. Aber auch dort kämpft man mit unterirdischen Besucherzahlen und beschissenen Konditionen der großen Filmverleihe.

    Und die andere Aussage, mit den großen Konzernen ist ja auch nur ein weiterer Punkt, mal das eigene Verhalten zu überdenken. Das Cineworld im Mainfrankenpark hat genau wie das Corso regionale Betreiber und… eine sehr rührige Veranstaltungsleiterin, die immer wieder mit viel Energie versucht hat das Spektrum zu erweitern. Auch entgegen wirtschaftlicher Aspekte.

    Seid doch nicht so naiv. Geld regiert die Welt. Ein kleiner Unternehmer kann sich in unserer Welt nicht die Freiheit nehmen, das zu tun, was er möchte. Er ist von uns abhängig. Wer Kino als gesellschaftliches Ereignis sieht und gerne eine Vielfalt erhalten möchte, muss auch dafür sorgen, dass die monetäre Grundlage erhalten bleibt.

    Raubkopien aus dem www, DVD-Abende und eine allgemeine Dissozialisierung sind da bestimmt nicht förderlich. Wer Vielfalt erhalten möchte, der muss sie auch fördern. An das Kulturbudget der Stadt Würzburg braucht man nicht zu appelieren. Einer Entscheidung des Stadtrates ist es schließlich zu verdanken, dass wir das Cinemaxx in der Stadt haben und nicht das Cineworld, gegründet von den beiden großen regionalen Kinobetreibern, des ehemaligen Bavaria und Corso.

    Wer in unserer Welt lebt, sich nicht gegen das System stellt, aber in ihm auch nicht bereit ist sich seinen Mechanismen zu unterwerfen, hat die Funktionalität nicht verstanden.

    Klar wünsche ich mir wie so viele andere auch weiterhin das Corso. Gerade ich, der viele der Leute gut kennt, die ihr Herzblut da hineingesteckt haben. Aber es gibt einfach keine Zukunft dafür, es sei denn es ändert sich grundsätzlich was in unseren Köpfen und dadurch in der Welt. Wir sind die Welt und wir machen die Welt. Nicht die Welt macht uns.

    13. Oktober 2009 und 5 Kommentare

    Die Petition zum Erhalt des Programmkinos in Würzburg: http://www.programmkino-wuerzburg.de Ich möchte in diesem Zusammenhang ein paar Worte loswerden und meine eigene etwas differenziertere Meinung, bezüglich der euphorischen Lobpreisungen des Corso und der Tiraden auf die bösen Multiplexe, zur Diskussion stellen. Markige Sprüche wie: „für Kinokultur weiterlesen…

    RTL2 Trödel Trupp in Hermkes Romanboutique

    von am 22. September 2009 4 Kommentare

    Toll, zwei Wochen nix Neues, dann 2 Posts an einem Tag…

    junkbannerKritik berechtigt! Aber heut war was Besonderes. Der RTL Trödel Trupp war da. Sendung jeden Abend 1900. Die helfen Leuten Adressen zu finden, wo sie ihren Müll aus dem Keller loswerden können. Stellen das Ganze unter das Motto: Wir helfen Leuten, die wenig haben aus dem bisschen noch was rauszuholen. Kann OK sein, muss es aber nicht. Als Händler fühlt man sich unter Druck gesetzt mehr zu geben, weil man ja ins Fernsehen kommt. Dem Zuschauer wird ein bisschen vorgegaukelt, der Reichtum wäre im Keller, man müsste nur wissen, wohin damit. Mein Trödel Trupp kam mit 4000 US Heften aus den 90er  Jahren (z.B. Heroes Reborn, AAARGGHHH!). Telefonisch angekündigt hieß es, es wären ca 200 Hefte. Ich sagte US Hefte würde ich eigentlich nicht ankaufen, aber wenn es für nen guten Zweck ist…

    Dann kamen die aber mit 4000! Heften. Nur sehr, sehr schwer verkäuflicher Schrott und ich war in der Klemme. Riesen-Aktion mit Umzugskartons vor dem Laden, Kamera, ich mit umgeschnallten Mikro, Szenen wiederholen….

    Lest zwischendurch Euch mal den Beitrag in Christians Blog aus der Sicht eines gerade dazu gekommenen durch:

    Naja, die haben alles gefilmt, ich hab gesagt, ich will das Zeug eigentlich nicht, dann haben wir uns auf einen Preis hingefeilscht, der halbwegs ging. Jetzt habe ich aber zehn Longboxen US Kram rumstehen. Jedes Heft für 50 Cent. Leute schlagt zu. Nein, aber schaut halt mal durch. So schlecht ist das alles auch nicht. Da ist auch günstiges Lesefutter für nicht so kapitalstarke Käufer dabei. Vielleicht machen wir aber auch Verkauf nach Gewicht, wie die Sammlerecke das schon lange auf den Börsen praktiziert.

    So ich räum jetzt US Comics rum….

    Ich geb Bescheid, wann das gesendet wird, sobald ich es weiß.

    22. September 2009 und 4 Kommentare

    Toll, zwei Wochen nix Neues, dann 2 Posts an einem Tag… Kritik berechtigt! Aber heut war was Besonderes. Der RTL Trödel Trupp war da. Sendung jeden Abend 1900. Die helfen Leuten Adressen zu finden, wo sie ihren Müll aus dem Keller loswerden können. Stellen das weiterlesen…

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