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    Alive

    von am 22. November 2009 1 Kommentar

    Alive„Möchtest du leben oder sterben?“

    Mit dieser Frage wird Tenshu Yashiro am Tag seiner Hinrichtung konfrontiert. Der Todeskandidat entscheidet sich für das Leben und gerät damit in ein geheimes wissenschaftliches Experiment der Regierung.

    Der Manga von Tsutomu Takahashi ist ein düsterer Psychothriller in einer fiktiven Gegenwart. Dabei geht es um moralische Fragen wie Selbstjustiz, die Todesstrafe und unmenschliche Experimente. Der Weg, den Tenshu Yashiro beschreitet ist hart und stimmt nachdenklich. Wer blanken Horror erwartet wird enttäuscht. Es ist eine Geschichte die den Leser von Anfang an beschäftigt und auch nach der letzten Seite noch lange nachklingt. Auch die düsteren, ungewöhnlich detaillierten Bilder bleiben lange haften.

    Tsutomu Takahashi hat für den deutschen Mangaleser eine besondere Bedeutung. 1995 ist im Carlsen Verlag eine japanisch deutsche Coproduktion mit Matz Mainka erschienen. Schon in Jiraishin, einem in Hamburg spielenden Krimi schuf das außergewöhnliche Zeichentalent des Japaners eine beeindruckende Illustration der spannenden Geschichte. Der 1999 entstandene Alive ist ansonsten das einzige ins Deutsche übertragene Werk des Mangaka. Der Einfluss auf einen seiner Schüler, Tsutomu Nihei (Blame) ist nicht zu übersehen.

    Wer sich darauf einlassen will die dunkle Seite der menschlichen Psyche auf eine neue Weise zu betrachten, wird mit diesem Einzelband zu unerwarteten Einsichten gelangen.

    Kiddy

    Alive

    von Tsutomu Takahashi

    Carlsen, € 8,50

    22. November 2009 und 1 Kommentar

    „Möchtest du leben oder sterben?“

    Mit dieser Frage wird Tenshu Yashiro am Tag seiner Hinrichtung konfrontiert. Der Todeskandidat entscheidet sich für das Leben und gerät damit in ein geheimes wissenschaftliches Experiment der Regierung.

    Der Manga von Tsutomu Takahashi ist ein düsterer Psychothriller in einer fiktiven Gegenwart. Dabei geht es um moralische Fragen wie Selbstjustiz, die Todesstrafe weiterlesen…

    Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    von am 13. April 2009 Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    "Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs"

    Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen…

    …und doch konnte ich das Album nicht aus der Hand legen: vielleicht weil es meine Generation war, die sich an den Ideen der Sandinisten erhitzt hat, der Kämpfer für die Freiheit gegen ein totalitäres Regime. Aber mehr noch, weil Emanuel Lepage in seiner Geschichte deutlich zeigt, dass es vorallem um die eigenen Freiheit geht. Es geht darum den eigenen Weg zu finden, eigene Werte zu entwickeln, dem eigenen Ruf zu folgen und diesen den familiären und gesellschaftlichen Konventionen – Diktaturen – Tabus entgegenzustellen.

    Gabriel, GroßgrundbesitzerSohn, angehender Priester und vor allem Maler soll in einem kleinen Dschungeldorf für die Dorfgemeinde ein Wandfresko anfertigen und gerät ahnungslos in den brutalen Konflikt zwischen Militär und Guerilla. Er lernt wirklich hinzuschauen, menschlich, politisch und künstlerisch. Ruben, der Priester des Dorf wird sein Lehrer: " Du mußt unter die Haut der Dinge gehen…du bist ein Künstler Gabriel… du kannst die Essenz ihres Lebens ausdrücken. Gib den Menschen die Kraft, die ihnen fehlt. Durch die Kunst kannst du dem Göttlichen eine Gestalt geben. Das ist der Grund, warum du hier bist."

    "Und wie geht die Geschichte aus?" fragte mich heute morgen beim Frühstück eine Freundin, als ich ganz begeistert von "Muchacho" erzählt habe. Spannende Frage… Was wird aus der erkämpften Freiheit, wenn die Revolutionäre schließlich selbst Regierung sind? Welche Träume, Werte und Ideen sind tatsächlich lebbar? Welche Kompromisse kann und will man eingehen? Und auch das bleibt letztlich eine persönliche Entscheidung.

    Lepage erzählt seine Geschichte in berührenden Bildern und Farben, die die Stimmungen einfangen: die Feuchtigkeit des Dschungels und der Sümpfe kriecht förmlich unter die Haut, die Wüstenfarben trocknen den Mund aus und das Mondlicht leuchtet fahl und traumgleich auf Geschehnisse und Geheimnisse. Wunderschön.

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
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    13. April 2009 und Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    "Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs"

    Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen…

    …und doch konnte ich das Album nicht aus der Hand legen: vielleicht weil es meine Generation war, die sich an den Ideen weiterlesen…

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
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    Auf der Suche…

    von am 31. März 2009 2 Kommentare

    Einer der schönsten Comic-Romane wird hier von CrossCult wiederveröffentlicht. Ein großes Lob an den Verlag, der wirklich eine immer bessere Mischung in sein Programm bringt. Altes und Neues, Europäisches und Amerikanisches, Mainstream und Exoten, toll, weiter so. 

    Die Walliser Alpen kurz vor 1930. Vlatko Z. Zmadjevic alias Melvin Z. Woodworth, ein englischer Schriftsteller serbischer Herkunft hat sich in das kleine Dorf Ardolaz zurückgezogen, um dort seinen dritten Roman zu schreiben – zumindest rechnet sein Verleger damit. Doch die Suche nach dem Thema wird für Woodworth zu einer Begegnung mit seiner eigenen Vergangenheit.

    In kraftvollen Bildern schildert Cosey in diesem Comic-Roman, für den er mehrere internationale Auszeichnungen erhielt, die faszinierende Gebirgswelt des Wallis, eine wundervolle, poetische Geschichte, aber vor allem portraitiert er unnachahmlich, wie auch in einigen seiner anderen Werke, Menschen, auf der Suche nach sich selbst. 

    Auf der Suche nach Peter Pan

    Cosey

    Crosscult, 2009, € 26,–

    31. März 2009 und 2 Kommentare

    Einer der schönsten Comic-Romane wird hier von CrossCult wiederveröffentlicht. Ein großes Lob an den Verlag, der wirklich eine immer bessere Mischung in sein Programm bringt. Altes und Neues, Europäisches und Amerikanisches, Mainstream und Exoten, toll, weiter so. 

    Die Walliser Alpen kurz vor 1930. Vlatko Z. Zmadjevic alias Melvin Z. Woodworth, ein englischer Schriftsteller serbischer Herkunft hat weiterlesen…

    Zurück aus der Hölle

    von am 16. Januar 2009 2 Kommentare

    1888 bringt ein bis heute anonymer Mörder vier Prostituierte im Londoner Stadtteil Whitechapel um. Morde von ausgesprochener Brutalität: den vier Dirnen werden die Kehlen aufgeschlitzt, ihre Unterleiber werden verstümmelt. Die Person und die Motive des Täters liegen bis heute im Dunkeln. 

    1988 begann Alan Moore die Arbeit an From Hell. Zehn Jahre sollte er für dieses monumentale Werk benötigen, das mehr ist als nur eine minutiöse Aufarbeitung und Interpretation der Ereignisse in und um Whitechapel jener Tage. Auf sechshundert Seiten schildert dieser berühmte grafische Roman, wie sich reale Ereignisse und irrationale Ängste im London Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Massenparanoia ungekannten Ausmaßes ausweiten. Das Werk ist angereichert mit einem Annotationsteil, wo Alan Moore zu jedem einzelnen Kapitel, manchmal sogar zu einzelnen Panels erklärt, warum und wieso Eddie und er das so dargestellt haben. Er gibt uns Einblicke in die Zeit, gibt Hintergründe zur Architektur, zu Personen aus dieser Zeit, beschreibt, was es mit der Freimaurerloge auf sich hat und vieles mehr. Es ist deshalb unglaublich lohnend nach jedem Kapitel, das man gelesen hat nach hinten zu blättern und die Zusatzinformation zu holen. Ihr werdet sehen, wie lebendig, spannend und packend Geschichte auf diese Art sein kann. Damit wird auch klar, dieses Werk kostet Euch Arbeit, die sich aber mehr als lohnt.

    PRESSESTIMMEN ZU FROM HELL

    "Die schonungslos präzise, Blut triefende Autopsie eines kriminalistischen und kriminellen Ereignisses, das bis in die heutige Zeit nachhallt. Das Skalpell gehört einem Mörder, doch Moores Hand ist es, die es führt."
    Die Welt 

    "Wie der Mörder, dessen Taten nicht die eines Psychopathen sind, sondern eine kontrollierte Kälte ausstrahlen, arbeiten auch Moore und Campbell mit dem Skalpell, um Bild und Wort, belegte Tatsachen und Interpretationen zur unerbittlichen Autopsie einer Gesellschaft zusammenzufügen."
    Neue Zürcher Zeitung

    „In seinem opus magnum erzählt Moore mit der Akribie eines Historikers und dem Erfindungsreichtum eines echten Romanciers die (wahrscheinlich) wahre Geschichte … über den berühmtesten Serienmörder der Geschichte.“
    Stern (Höchstwertung 5 Sterne)

    „Ein Buch, das den Leser erschüttert und fasziniert, durch die minutiöse Erzählung wie durch die Dichte des Strichs, fiebrig wie ein krankes Hirn und scharf wie ein Skalpell.“
    Le Monde 

    „Ein abgründiges, 600seitiges Monster.“
    The Guardian

    von Alan Moore und Eddie Campbell

    US-Format, Hardcover, sw, 604 Seiten

    Euro 49,80 – ISBN: 978-3-936480-53-5

    16. Januar 2009 und 2 Kommentare

    1888 bringt ein bis heute anonymer Mörder vier Prostituierte im Londoner Stadtteil Whitechapel um. Morde von ausgesprochener Brutalität: den vier Dirnen werden die Kehlen aufgeschlitzt, ihre Unterleiber werden verstümmelt. Die Person und die Motive des Täters liegen bis heute im Dunkeln. 

    1988 begann Alan Moore die Arbeit an From Hell. Zehn Jahre sollte er weiterlesen…

    Ausgetrickst – Ein Comic-Roman

    von am 6. Januar 2009 Kommentare deaktiviert für Ausgetrickst – Ein Comic-Roman

    Die Leben der einzelnen Protagonisten in „Ausgetrickst“ scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Der Rockstar, der schon Jahre nichts mehr schreiben konnte, das Mädchen, das seinen Vater sucht, die gerade sitzengelassene Bedienung im Schnellimbiss, der total frustrierte Sysop, der seine Medikamente absetzt, der nette Ehemann, der gar nicht ins Büro geht, wie seine Frau glaubt, sondern in einem Baseballkartenladen Autogramme fälscht. Ihre Geschichte wird langsam und subtil von Alex Robinson aufgerollt und nach und nach erfahren wir ein wenig mehr. Zunächst nur über das Schicksal eines jeden Einzelnen und immer nur gerade soviel, dass man nicht aufhören kann umzublättern. Wie spannend das „normale Leben“ doch sein kann. Meisterhaft fügt Robinson die Geschichten zusammen, dicht webt er sein Erzählgarn und entwickelt eine ungeheure Tiefe bei der Auslotung seiner Charaktere, die in einem grandiosen Höhepunkt aufeinander treffen.

    Ausgetrickst von Alex Robinson

    360 Seiten 

    ISBN 978-93529-54-1

    s/w. Softcover. 

    Preis: 22 Euro.

    6. Januar 2009 und Kommentare deaktiviert für Ausgetrickst – Ein Comic-Roman

    Die Leben der einzelnen Protagonisten in „Ausgetrickst“ scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Der Rockstar, der schon Jahre nichts mehr schreiben konnte, das Mädchen, das seinen Vater sucht, die gerade sitzengelassene Bedienung im Schnellimbiss, der total frustrierte Sysop, der seine Medikamente absetzt, der nette Ehemann, der gar nicht ins Büro geht, wie seine weiterlesen…

    Noch 2 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil II

    von am 22. Dezember 2008 Kommentare deaktiviert für Noch 2 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil II

    Lobenswert, sehr Lobenswert

    In der Reihe „All in One“, präsentiert Ehapa abgeschlossene Stories in einem Band.Im Fall von „Hell´s Kitchen“ ist das allerdings ein schönes Pfund. Im Hardcover und auf knapp 200 Seiten, wird  die Geschichte des 13jährigen Antonio erzählt. Nachdem er bei einem Mafia Anschlag zum Vollwaisen geschossen wird, beginnt sein Überlebenskampf zwischen den Linien. Er paktiert mit den `real OG´s`und spielt sie gegeneinander aus, nur um am Ende ( Story ist ja abgeschlossen) zu merken, dass sich nichts ändert und er selbst nur ein kleines, mickriges Steinchen auf einem riesigen Spielfeld ist. Grosser Stoff, der hier und da an „Once upon a time in America“ erinnert. Es wimmelt von miesen Schurken und verlorenen Mädchen. Elliot Ness mit seinen „Untouchables“ samt Al Capone haben ihren Auftritt. Am schönsten ist jedoch die Darstellung des Oberpaten, der eine Original Hommage an Al Pacino´s Rolle in „Dick Tracy“ ist. Fein cholerisch und überaus gelungen, wie der ganze Band.

    Karl T., Marie: Hell´s Kitchen

    Hardcover

    Ehapa Comic Collection

    € 39,95

    Indianer!

    Hui, da muß ich erst noch ein paar mal tief durchatmen und langsam wieder rausklettern aus der Comicwelt. Zurück ins 3D Leben. Was für ein Brett. Gnadenlos & erschreckend realistisch, scharf, dreckig und fies ist er, dieser Indianer Comic. Kein schlichter Hau drauf mit extra viel roter Suppe. Die Story knallt gleich los, um dann von Seite zu Seite vielschichtiger und interessanter zu werden und allmählich wird aus dem Gewaltmosaik ein Schuh.

    Protagonist Dashiell Bad Horse, kommt nach 15 Jahren in sein Heimat Reservat, als FDBI Undercover Mann, auf den Spuren eines Verbrechens, welches noch viel älter ist. Schneller als ihm lieb ist, wird er von der Vergangenheit überholt in den Sog der Gewalt gezogen und Teil davon.

    Der Erste Trade umfasst die Hefte 1-5 und es ist noch lange nicht Schluss.

    J. Aaron, R.M. Guera: Scalped Vol 01 TPB

    DC Vertigo

    $ 9,99

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    22. Dezember 2008 und Kommentare deaktiviert für Noch 2 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil II

    Lobenswert, sehr Lobenswert

    In der Reihe „All in One“, präsentiert Ehapa abgeschlossene Stories in einem Band.Im Fall von „Hell´s Kitchen“ ist das allerdings ein schönes Pfund. Im Hardcover und auf knapp 200 Seiten, wird  die Geschichte des 13jährigen Antonio erzählt. Nachdem er bei einem Mafia Anschlag zum Vollwaisen geschossen wird, beginnt sein Überlebenskampf zwischen den Linien. Er paktiert weiterlesen…

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    5 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil I

    von am 11. Dezember 2008 Kommentare deaktiviert für 5 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil I

    Zombies, zum Ersten – The Walking Dead

    Teufel auch, dieses leblose Pack hat es aber in sich. Ich bin kein Zombie-Freund, überhaupt nicht. Sind mir zu leblos die ollen Wurmköpfe, und die Tischmanieren erst,  nein, nein. Entsprechend lange dauerte es, mich zu "Walking Dead" zu überreden. Nun, jetzt überrede ich meine Freunde. Die Serie ist der Hammer! Inzwischen sind 8 Bände im Original erschienen, und von Band zu Band wird die Story besser, es wird spannender, intensiver, es gibt unglaubliche Wendungen und mein staunend offener Mund will sich rein gar nicht mehr schließen. Überleben in einer Extremsituation ist der eigentliche Grundplot. Überleben, wenn das bisher gekannte Leben & seine Werte auf den Kopf gestellt sind. Menschlich bleiben in einer unmenschlich gewordenen Umwelt. Passend der Klappentext: In a world ruled by the Dead – we are forced to finally start living….!

    The Walking Dead 1: Gute alte Zeit.

    Paperback (Hardcover), Cross Cult, 2006-, 

    Text: Robert Kirkman, Zeichnungen: Tony Moore

    € 18,–

    Zombies, zum Zweiten – Als die Zombies die Welt auffrassen

    Schon wieder Zombies, sie schwanken und wedeln mit ihren Ärmchen, wie Emos auf der Tanzfläche, und sicher riechen sie auch kein Stück besser. Im Gegensatz zu "The Walking Dead" gehen die Beiden Amis Davis & Frissen das Thema humoristisch, politisch komplett inkorrekt, böse und sehr merkwürdig an. Die verwilderte Version der "Ligne Claire" wird von Typen bevölkert, die an Bouqc oder Chaland erinnern und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Dicke mit der Tolle, Belgier ist und auch so genannt wird. Das Belgier mit Vorsicht zu genießen sind, wissen wir seit "Austin Powers". Wenn dann noch, wie hier, Teile der belgischen Königsfamilie mitmischen, gibt es gehacktes vom Zombie, oder wie es hier ausnahmsweise politisch korrekt heißt, vom "vital Beeinträchtigten". Lecker Lesespaß.

    Als die Zombies die Welt auffrassen.

    Hardcover, Cross Cult, 2008

    Text: Jerry Frissen, Zeichnungen: Guy Davis

    € 24,–

    Crime Noir Highlight

    Criminal:-1-Coward: Von einem Titel wie "Coward", also Feigling erwartet man keinen Heldenstoff. Aber, weit gefehlt. Leo, die "Titelfigur" ist zwar ein Feigling, aber nur des Überlebens willen, und das ist ja nicht das Dümmste. Vor allem nicht, wenn man als Gewerbe "Kleinkrimineller" beim Standesbeamten angeben müßte. Von dubiosen Mit-Ganoven zu einem, wie so oft, letzten großen Ding gedrängt,tappst Leo zunächst von einer Falle in die Nächste. Irgendwann wird aber selbst ihm das Verarscht werden zuviel und plötzlich wird er seiner Eier in der Hose gewahr und handelt.

    Fulminant, wie Brubaker & Phillips eine eigentlich total abgedroschene Ausgangsgeschichte an den Hörnern packen und in Wort und Bild gleichsam neu gestalten. Der an Aquarelle erinnernde, leicht verwaschene und farbreduzierte Stil wirkt auf trostlose Art realistisch und die Dreidimensionalität der Figuren ist vor allem der intelligenten Story und den nie flachen Dialogen zu verdanken. Für mich das "Crime Noir" Highlight, der letzten Jahre

    Criminal 1: Feigling.

    Paperback (Softcover), Panini Comics, 2008-

    Text: Ed Brubaker, Zeichnungen: Sean Phillips

    € 16,95

    Und nochmal Horror – Hack/Slash

    Stellt euch Lara Croft als Emo Chick vor, begleitet von einem grunzenden Fleischklops mit dem Waffenarsenal einer irakischen Kleinstadt. Gemeinsam machen sie Serienkiller platt und das ist hübsch anzuschauen. Triefend vor schwarzem Humor und gespickt mit 1000 Zitaten aus der Popkultur ist das ein ordentlicher Spaß. Vor allem, als es um einen Comiczeichnerkiller geht….! Sehr gelungen.

    Hack/Slash 1: Der erste Schnitt.

    Hardcover, Cross Cult, 2007

    Text: Tim Seeley, Zeichnungen: Stefano Caselli

    19,80 Euro

    Hier kommt die Mouse

    Superinnovativ, eine Comic mit Mäusen drin. Sowas gabs noch nie…! Riesenidee das. So könnte man denken, doch wenn man das klasse aufgemachte Buch aufschlägt, sieht man sofort, dass das hier mit Disney und Epigonen herzlich wenig zu tun hat. Ohne rührselige Pusseligkeit, Niedlichkeit oder sonstige Schleimfaktoren, breitet Autor & Zeichner David Petersen eine mittelalterliche Mäusewelt vor uns aus. Die Geschichte ist an sich wenig spektakulär. Es geht um Treue und Verrat, Machtgier und Machterhalt. Aber die Art und Weise, in der Petersen erzählt, mit großer Beschaulichkeit und Ruhe, kombiniert mit den tollen Bildern, die eher nach Illustrationen, als nach Comic ausschauen, die macht das Besondere von MouseGuard aus. Die Beschreibung "KInderbuch für Erwachsene" triffts vielleicht am Besten.

    Mouse Guard 1: Herbst 1152.

    Hardcover, Cross Cult, 2008-,

    Text: David Petersen, Zeichnungen: David Petersen

    €24,90

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    11. Dezember 2008 und Kommentare deaktiviert für 5 Kurztipps oder auch: Extrem gute Weihnachtsgeschenke Teil I

    Zombies, zum Ersten – The Walking Dead

    Teufel auch, dieses leblose Pack hat es aber in sich. Ich bin kein Zombie-Freund, überhaupt nicht. Sind mir zu leblos die ollen Wurmköpfe, und die Tischmanieren erst,  nein, nein. Entsprechend lange dauerte es, mich zu "Walking Dead" zu überreden. Nun, jetzt überrede ich meine Freunde. Die Serie ist der Hammer! Inzwischen sind weiterlesen…

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    Liebe in einer apokalyptischen Welt

    von am 16. November 2008 Kommentare deaktiviert für Liebe in einer apokalyptischen Welt

    Eine traumhaft romantische Love-Story. Carlotta ist eine gigantische und ausufernde Megalopolis, die auf den Trümmern der Alten Welt erbaut wurde. Die Stimmung ist eisig, Hass und Gewalt sind allgegenwärtig. Aber inmitten dieser düsteren Zukunftswelt beginnt eine romantisch-traurige Liebesgeschichte zwischen dem Automaten Jam und einer von ihrem Schöpfer unvollendeten Fee…Das zeitlose Meisterwerk von Téhy, Béatrice Tillier und Leclercq. Eine poetische Liebesgeschichte in einer der schönsten Fantasy-Welten aller Zeiten.

    Von all den Comics, die im alten Splitter Verlag ihr Grab gefunden hatten und nicht weitergeführt wurden, war es dieser Titel, um den es wirklich richtig schade war. Denn die wunderbare Geschichte, die von Tehy damals begonnen wurde, der Entwurf einer fantastischen Welt, gefühlvoll und bildgewaltig, war schon damals von ganz besonderer Qualität. Und bis heute hat das Werk nichts von seinem Charme verloren. Das Tolle ist jedoch, dass es nun im neuen Splitter Verlag komplett in einem Band (160 Seiten!!!!) vorliegt.

    JA ICH WILL DEN BAND!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Tehy, Tillier

    Splitter

    Preis € 29,80

    ISBN: 978-3-939823-89-6

    Hardcover

    16. November 2008 und Kommentare deaktiviert für Liebe in einer apokalyptischen Welt

    Eine traumhaft romantische Love-Story. Carlotta ist eine gigantische und ausufernde Megalopolis, die auf den Trümmern der Alten Welt erbaut wurde. Die Stimmung ist eisig, Hass und Gewalt sind allgegenwärtig. Aber inmitten dieser düsteren Zukunftswelt beginnt eine romantisch-traurige Liebesgeschichte zwischen dem Automaten Jam und einer von ihrem Schöpfer unvollendeten Fee…Das zeitlose Meisterwerk von Téhy, Béatrice Tillier und Leclercq. Eine poetische Liebesgeschichte weiterlesen…

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