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    X-Men: Klassiker der Mutanten

    von am 20. April 2016 Kommentare deaktiviert für X-Men: Klassiker der Mutanten

    Ein neuer Anfang

    Die Mutanten der X-Men betraten vor über 50 Jahre die Bühne des Marvel-Universums. Wie viele ihrer Zeitgenossen wurden sie von Jack Kirby und Stan Lee erschaffen, die man wohl mit Fug und Recht als die Architekten des Silver Age der Comics bezeichnen kann. Genaugenommen wurde diese Ära zwar schon einige Jahre zuvor durch die Rückkehr des großen Konkurrenten DC Comics zu den Superhelden eingeläutet, aber die große Renaissance der kostümierten Helden gab es erst, als 1961 die Fantastic Four und Spider-Man ihren Einstand gaben. Zwei Jahre später folgten in der Erstausgabe von (Uncanny) X-Men die „seltsamsten Superhelden von allen“. Im Laufe der Jahre durchlief diese  Serie viele Veränderungen. Die große Popularität sollte allerdings erst 1975 folgen, als ein komplett neues Team vorgestellt wurde, dessen Mitglieder zum Teil bis heute zum „who is who“ der Superhelden gehören. Unmittelbar davor, heute fast nicht vorzustellen, erschienen für einige Jahre nur Nachdrucke älterer Abenteuer. Unter der Autorenschaft von Chris Claremont entwickelten sich die X-Men zu Marvels Flagschifftitel. Claremont bliebt dem Titel gut sechzehn Jahre treu, bevor er aufgrund von Streitigkeiten mit Zeichner Jim Lee die Segel strich. Zuvor jedoch startete dieses Kreativteam eine zweite fortlaufende Serie mit den Mutanten.

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    20. April 2016 und Kommentare deaktiviert für X-Men: Klassiker der Mutanten

    Die Mutanten der X-Men betraten vor über 50 Jahre die Bühne des Marvel-Universums. Wie viele ihrer Zeitgenossen wurden sie von Jack Kirby und Stan Lee erschaffen, die man wohl mit Fug und Recht als die Architekten des Silver Age der Comics bezeichnen kann. Genaugenommen wurde weiterlesen…

    Marvel NOW! – Der bessere Spider-Man

    von am 23. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! – Der bessere Spider-Man

    Spider-Man 1

    Ich bin etwas aus dem Rennen, wenn es um den freundlichen Netzschwinger von nebenan geht. Dies ist seit vielen Jahren der erste Spidey-Comic, den ich gelesen habe. Über die direkte Vorgeschichte vermag ich wenig zu sagen. Wie alle Figuren mit einer langen Historie, wird es für die Kreativen irgendwann schwer, langjährige Leser zu befriedigen. Oder gar zu schocken. Im direkten Vorfeld von MARVEL NOW! ist Autor Dan Slott dies wohl gelungen. Und trotz gewisser Vorbehalte vieler Fans, die dem Spinnenmann seit Jahr und Tag die Treue halten mit erstaunlich positiver Resonanz. Verwunderlich wenn man bedenkt, wie laut der Aufschrei nach den letzten „alles verändernden, bahnbrechenden Veränderungen“ war. Reihenweise drohten auch die treuesten Fans damit, den Abenteuern des Wandkletterers endgültig den Rücken zu kehren. Wieviele Leser nun tatsächlich abgesprungen sind sei dahin. Einige mögen nur ihrem Ärger Luft gemacht haben.

    Marvel NOW! präsentiert nun einen ganz neuen Spidey. Und der hat es in sich. Der im übrigen MARVEL UNIVERSUM nicht ganz so radikale Neustart wurde mit dem Ende von AVENGERS VS. X-MEN eingelöst. Trotz seiner Mitgliedschaft bei den Rächern und einer durchaus prominenten Stellung innerhalb dieses Events stand der Spinnerich hier natürlich nicht im Mittelpunkt. Und obwohl in den ersten Ausgaben von AVENGERS noch der alte Spider-Man zu sehen war, ging dessen Geschichte noch in „der alten Ära“ zu Ende. In der letzten Ausgabe von THE AMAZING SPIDER-MAN starb Peter Parker im von Krankheit gezeichneten Körper seines Erzfeindes Doktor Octopus! Der wiederum hat den Körper des Spinnenmanns übernommen, um fortan ein besserer, überlegenerer Spider-Man zu werden.

    Hier nun setzt THE SUPERIOR SPIDER-MAN ein. Im Körper des Feindes versucht Ock nicht nur Spider-Mans sondern auch Peter Parkers Leben zu übernehmen. Dazu gehört nicht nur Parkers Job bei Horizon Labs, den das wissenschaftliche Genie Otto Octavius natürlich mit Bravour meistert. Dazu gehört auch Peters Privatleben. Und die Frauen. Allen voran Mary Jane Watson, mit der er vor einem Pakt mit dem Teufel sogar verheiratet war.

    Ob und wie es Peters Freunden und Kollegen gelingen wird, die Wahrheit zu erkennen, ob es eine Möglichkeit für Peter Parker gibt, sein Leben zurückzuerobern und ob es Spider-Ock in der Tat gelingt, einen besseren Superhelden abzugeben, als es Spider-Man jemals war bleibt abzuwarten. In jedem Fall liefern Dan Slott und Zeichner Ryan Stegman einen interessanten Einstiegspunkt für alte, wiederkehrende und neue Fans ab!

    Ein paar statistische Worte zu Doktor Octopus:

    Erstmals trat der Mann mit den mechanischen Tentakeln im Juli 1963 in der dritten Ausgabe von THE AMAZING SPIDER-MAN auf. Schon in dieser Ausgabe fügte er dem Netzschwinger seine erste große Niederlage bei. In den fünfzig Jahren seitdem sind die beiden unzählige Male auf die verschiedenste Weise aneinandergeraten. Ock gründete die ersten Sinister Six. Er verliebte sich in Tante May und entwickelte in den 80ern für eine Weile sogar eine Spider-Man-Phobie! Bevor er im Verlauf der Klonsaga durch Kaines Hand starb, rettete er gar Spider-Mans Leben, dessen wahre Identität er soeben erst erfahren hatte. Und nun ist er Spider-Man. Mit … einem Gewissen.

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    Spider-Man (Marvel NOW) 1
    Comic-Heftserie
    Panini Verlag 4,99 €
    via e-mail im Laden bestellen oder abonnieren…

    23. Oktober 2013 und Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! – Der bessere Spider-Man

    Ich bin etwas aus dem Rennen, wenn es um den freundlichen Netzschwinger von nebenan geht. Dies ist seit vielen Jahren der erste Spidey-Comic, den ich gelesen habe. Über die direkte Vorgeschichte vermag ich wenig zu sagen. Wie alle Figuren mit einer langen Historie, wird es weiterlesen…

    Legion of Super-Heroes

    von am 12. September 2013 Kommentare deaktiviert für Legion of Super-Heroes

    Legion of Super-Heroes

    Science Fiction und Weltraumabenteuer hatten unzweifelhaft einen großen Einfluss auf die Landschaft der Superheldencomics. Nicht umsonst gibt es unzählige verrückte Wissenschaftler, phantastisch anmutende Gerätschaften für allerlei Zwecke und sogar Figuren, die es aus Zukunft oder Vergangenheit in die Gegenwart so illustrer Gestalten wie Superman oder Batman verschlagen hat. der Stählerne erhält seit 1958 regelmäßigen Besuch aus dem 31. Jahrhundert, von der Legion der Superhelden. Oder besser gesagt aus einer Zukunft, die tausend Jahre von unserer Zeit getrennt ist, denn ursprünglich war die Heimat der Legion im 30. Jahrhundert angesiedelt. Aber nach dem „Millennium“ war wohl auch ein ähnlicher Schritt in der Zukunft nötig. Wie es der Legion wohl ergehen wird, wenn wir selber das 31. Jahrhundert erreichen?

    Die ursprünglich im Teenageralter debütierenden Helden, am Anfang waren sie Freunde von Superboy, dem Jungen aus Stahl, wurden von Otto Binder (1911 – 1974) und Al Plastino (1921) für eine Ausgabe von ADVENTURE COMICS geschaffen. Den meisten Lesern, gerade in Deutschland, dürften diese Namen nicht mehr viel sagen. Das ist etwas schade, denn diese beiden schufen auch die ursprünglichen Version von Supermans Cousine und seinen Gegenspielern Brainiac und Bizarro.

    Die Verbindung zu Clark Kent wurde gleich in jenem ersten Heft mit der Legion gelegt. In dieser Geschichte geht es ausschließlich darum, dass die ersten drei Legionäre Superboy zu einem Mitglied ihrer Truppe machen wollen. Das einzig abenteuerliche an dieser ersten Story mit den Zukunftshelden sind die Aufnahmetests für Pa Kents Adoptivsohn. Einen Superschurken sucht der Leser vergeblich. Ausgehend von dieser Geschichte verschlug es den Jungen aus Stahl aber immer öfter ins 30. Jahrhundert, um seine Freunde bei ihren Unternehmungen zu unterstützen.

    Auch hierzulande war die Legion recht beliebt. So hat der Ehapa Verlag, einstmals der große Lizenznehmer für DC COMICS in Deutschland (viele der alten Ehapa-Alben wurden übrigens von einer Druckerei aus Würzburg hergestellt), eine Vielzahl an Legions-Abenteuern veröffentlicht. Es nimmt wohl nicht Wunder, dass diese Hefte stets in Superman-Publikationen gebracht wurden. Eine eigene Serie wurde der Legion der Superhelden nicht gewidmet. Auch bei den Ehapa folgenden Verlagen sucht man vergeblich. Zwar gab es den einen oder anderen Auftritt in den Reihen des Dino Verlags und natürlich auch bei Panini. Es gab zwei dicke MONSTER EDITIONEN (einmal mit klassichem Material und einmal mit einer modernen Version der Legion). Erst im September 2012, also vor gut einem Jahr, sollte die Legion eine eigene Reihe auf dem deutschen Markt erhalten. Verfasst werden die neuen Abenteuer der Zukunftshelden von Paul Levitz, dem einstigen Präsidenten von DC COMICS. Die Truppe um Cosmic Boy ist dem altgedienten Autoren nicht fremd. Bereits von 1974 bis 1989 war er der Autor der LEGION OF SUPER-HEROES. Ein Heimspiel also …

    Die deutsche Paperback-Reihe umfasst inzwischen vier Bände. Schon in der ersten Ausgabe werden die nicht mehr ganz so jungen Helden mit der Zerstörung einer Welt, alten Feinden und unliebsamen neuen Mitgliedern konfrontiert. So ziemlich jeder Legionär von Rang und Namen darf sich ein Stelldichein geben, die Legion muss sich politischen Problemen stellen und sieht sich ferner einer Drohung gegenüber, die auch die letzte Green Lantern betrifft. Die schon angesprochenen Neuaufnahme, aufgezwungen von der Erdregierung, ist ein radikaler Alienhasser und einstiger Gegenspieler der Legionäre. Bei einem hauptsächlich aus Außerirdischen bestehenden Team ist so gleich für eine Menge Konfliktpotential gesorgt. Dass ausgerechnet jener Earth Man mit einer verdienten Legionärin anbandelt, deren nichtmenschlichen Ursprung zudem auf dem ersten Blick erkennbar ist, könnte ebenfalls für einigen Ärger sorgen.

    Dass sich die Legion neben den ganzen interen Querelen und Sorgen auch dem einen oder anderen Gegner stellen muss, bleibt dabei nicht auf der Strecke. Seien es Superschurken aus alten Tagen oder rachsüchtige Gestaltwandler, den Legionären bleibt in den ersten Ausgaben kaum eine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen.

    Bei allen politsichen und gesellschaftlichen Implikationen (wie sie eigentlich zur Science Fiction gehören) sollte man hier kein tiefgreifendes philosophisches Werk erwarten, das sich eingehend mit den Problemen der Welt beschäftigt. Im Vordergrund stehen ganz klar Abenteuer und .. nennen wir es mal Drama. Wer von Abenteuern in einem Science-Fiction-Umfeld, von Superhelden-Schlachten im Weltraum lesen will, ist mit LEGION OF SUPER-HEROES gut bedient. Wer zudem auch mit einer (gehörigen) Prise Soap Opera leben kann, sollte zugreifen.

    12. September 2013 und Kommentare deaktiviert für Legion of Super-Heroes

    Science Fiction und Weltraumabenteuer hatten unzweifelhaft einen großen Einfluss auf die Landschaft der Superheldencomics. Nicht umsonst gibt es unzählige verrückte Wissenschaftler, phantastisch anmutende Gerätschaften für allerlei Zwecke und sogar Figuren, die es aus Zukunft oder Vergangenheit in die Gegenwart so illustrer Gestalten wie Superman oder weiterlesen…

    Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 2: Cable & X-Force

    von am 23. August 2013 Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 2: Cable & X-Force

    Cable und X-Force 1

    Der im ersten Teil bereits angesprochene Mutanten-Boom sorgte in den späten 80ern und frühen 90ern für einige besonders… fragwürdige Elemente. Viele der eingeführten Figuren glichen sich. Sie wurden nicht nur immer muskulöser, es musste auch so ziemlich jede neu eingeführte Figur in irgendeiner Form Waffen bei sich tragen. Riesengroße Waffen. Deren Rückstoß nach dem Abfeuern dem Hulk Schwierigkeiten machen dürfte. Ganz zu schweigen von den überall am Kostüm (Anzug?) verteilten Taschen, deren genauer Zweck niemals enthüllt wurde.

    Besonders gut konnte man diese Entwicklung an Rob Liefelds X-FORCE sehen. Hervorgegangen aus der ersten Serie der NEW MUTANTS entwickelte sich die Truppe um den damals noch mysteriösen Cable zu einer paramilitärischen Mutanten-Eingreiftruppe, die mehr als einmal für eine Terroristenzelle gehalten wurde und sich dementsprechend öfter als unbedingt nötig auf der Flucht befand. Das alles wurde nicht besser, als sich deren Erzfeind Stryfe als ein Klon Cables entpuppte.

    Von Peter Milligans und Mike Allreds extremer Neuausrichtung 2001 bis zu Cyclops’ Attentäterversion machte X-Force in den letzten Jahren viele Wandlungen durch. Von der Rückkehr der NEW MUTANTS ganz zu schweigen. Keine Version jedoch kam der ursprünglichen Idee hinter X-Force so nahe wie die neue Serie CABLE UND X-FORCE.

    Einmal mehr auf der Flucht, einmal mehr mit einer mehr oder minder geheimen Mission betraut, einmal mehr für Terroristen gehalten … Im ersten Band zeigt Autor Dennis Hopeless nicht nur die Zusammenstellung dieser neuen Gruppe. Eine Zusammenstellung übrigens, die fast ausschließlich aus Überraschungen besteht, die man in einem X-Force-Titel wohl nicht erwartet hätte. Und bereits bei ihrem ersten Auftrag wird eine Konfrontation mit den UNCANNY AVENGERS angedroht.

    Außerdem wird ein Drahtzieher im Schatten (wohl Stryfe oder zumindest jemand, der dessen Rüstung trägt) angedeutet. Auch fehlt noch eine Erklärung für Cables Visionen, die als Grundlage für die Abenteuer der Mutanten-Spezialeinheit herhalten müssen. Für die künftigen Ausgaben wird also einiges versprochen. Der Spagat zwischen einer Verbeugung vor den nicht unumstrittenen 90ern und einer modernen, unterhaltsamen Geschichte ist Hopeless und Zeichner Salvador Larroca jedenfalls gelungen.

    Cable und X-Force 1
    Panini Verlag, 14,99 Euro

    23. August 2013 und Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 2: Cable & X-Force

    Der im ersten Teil bereits angesprochene Mutanten-Boom sorgte in den späten 80ern und frühen 90ern für einige besonders… fragwürdige Elemente. Viele der eingeführten Figuren glichen sich. Sie wurden nicht nur immer muskulöser, es musste auch so ziemlich jede neu eingeführte Figur in irgendeiner Form Waffen weiterlesen…

    Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 1: X-Men

    von am 22. August 2013 Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 1: X-Men

    Die neuen X-Men 1

    Wie auch die RÄCHER debütierten Marvels Mutanten im September 1963. Jedoch war den ursprünglichen fünf Mutanten um Professor Charles Xavier kein größerer Erfolg vergönnt. So wurde die Serie bald für einige Jahre zu einer reinen Nachdruckreihe. Das änderte sich erst, als Len Wein und Dave Cockrum in GIANT-SIZE X-MEN # 1 (Mai 1975) ein neues Mutantenteam einführten. In der regulären Serie erschienen alsbald wieder neue Abenteuer der Mutantenhelden die von Chris Claremont verfasst wurden, der den Mutanten annähernd zwanzig Jahre die Treue halten sollte. Besonders die von John Byrne gestalteten Geschichten gelten heute als Klassiker und führten die X-Men zu nie gekannter Popularität. Bis in die 90er hinein sollte der Mutanten-Boom anhalten und brachte immer neue Serien und Figuren mit sich. So erhielten auch die ursprünglichen fünf X-Men ab Februar 1986 unter dem Titel X-FACTOR eine neue Chance.

    Nun, annähernd dreißig Jahre später, versucht Autor Brian Michael Bendis sich an einem ähnlichen Rezept. In Folge von AVENGERS VS. X-MEN und der Geburt zahlreicher neuer Mutanten erreicht die im Marvel Universum so bekannte Anti-Mutanten-Hysterie einen neuen Höhepunkt. Dass sich Cyclops, Xaviers einstiger Musterschüler, seit Jahren immer mehr zu einem Fanatiker entwickelt, hilft dem Ansehen der Mutantenbevölkerung auch nicht. Gerade seine Taten in AvX werfen kein gutes Licht auf die Träger des X-Gens.

    Was also bleibt den gemäßigteren X-Men zu tun? Die Antwort liegt in der Vergangenheit. Beast, seines Zeichens eines der Gründungsmitglieder der Gruppe X, entschließt sich dazu, die Hilfe des ursprünglichen Teams heranzuziehen. Vermittels einer kleinen Zeitreise. Jedoch wäre Henry McCoy nicht der geniale Wissenschaftler der er ist, wenn er sich blind auf diese Unternehmung einlassen würde. Er hat einen ganz bestimmten Zeitpunkt in seiner Erinnerung vor Augen, von dem er glaubt, dass er die jüngeren Versionen seiner selbst, Marvel Girls, Cyclops’, Icemans und Angels am ehesten von der Notwendigkeit einer Reise in die Zukunft überzeugen kann.

    Wie jedoch werden diese fünf Teenager auf eine Welt reagieren, die weit weniger unschuldig ist, als ihre eigene? Wie werden sie damit umgehen, dass Marvel Girl in der Zukunft bereits gestorben ist (zum xten Mal)? Oder damit, dass der ältere Cyclops für den Tod ihres Mentors verantwortlich ist? Ganz zu schweigen von all den Wandlungen, die Beast, Angel und auch Iceman im Laufe der Jahre durchlebt haben. Bendis’ Einstand in die Welt der Mutanten ist gelungen und vielversprechend. Der Leser darf sich auf zukünftige Ausgaben freuen. Besonders, sobald auch die Gegensiere UNCANNY X-MEN startet. Dort geht es um den älteren Cyclops und seine extremere Gruppe.

    Die neuen X-Men 1
    Panini Verlag, 4,99 Euro

    22. August 2013 und Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 1: X-Men

    Wie auch die RÄCHER debütierten Marvels Mutanten im September 1963. Jedoch war den ursprünglichen fünf Mutanten um Professor Charles Xavier kein größerer Erfolg vergönnt. So wurde die Serie bald für einige Jahre zu einer reinen Nachdruckreihe. Das änderte sich erst, als Len Wein und Dave weiterlesen…

    Marvel NOW! Avengers

    von am 7. August 2013 1 Kommentar

    AvengersMarvels RÄCHER kann man als Antwort auf DC COMICS JUSTICE LEAGUE OF AMERICA betrachten. Man kennt das. Die namhaftesten (und mitunter auch mal die mächtigsten) Helden des jeweiligen Verlags stellen sich gemeinsam einer Gefahr, die ein Einzelner nicht hätte überwinden können. So rächen sich die Helden um Captain America, Iron Man und dem nordischen Donnergott Thor seit September 1963 durch allerlei Abenteuer, die u. a. von Größen des US-Comics wie Stan Lee, Walter Simonson oder Kurt Busiek verfasst wurden. Auch die Riege der Zeichner in der fast fünzigjährigen Historie der Avengers liest sich wie ein Who-is-who: Jack Kirby, die Buscema-Brüder, Mike Deodato jr., George Pérez und viele andere waren für die Gestaltung der Rächer verantwortlich.

    Dennoch führte diese Truppe vergleichsweise ein Schattendasein. Während ihre Verlags-Kollegen der FANTASTIC FOUR für die Strecken von Lee und Kirby oder auch John Byrne in den höchsten Tönen gelobt werden, sind echte Klassiker in der Geschichte der Rächer rar gesät. Fans des Teams finden natürlich ihre Perlen. Sei es ASSAULT ON OLYMPUS oder die in Deutschland unveröffentlichte KORVAC-SAGA. Als echter Klassiker gilt bei Beobachtern der Szene nur das von Roger Stern geschriebene und von John Buscema gezeichnete UNDER SIEGE.

    Aus diesem Schattendasein traten die Rächer erst im September 2004,  als das erste von Brian Michael Bendis geschriebene Heft erschien. Bendis blieb der Serie (bzw. den Serien) lange Zeit treu. Seine Geschichten waren meist sehr umstritten und haben wohl fast so viele Fans verprellt wie begeistert. In jedem Fall machte er die Rächer zum Dreh- und Angelpunkt eines verzahnteren Marvel Universums. Die meisten der großen Events der letzten acht Jahre, sei es das die Mutanten an den Abrund bringende HOUSE OF M, CIVIL WAR oder die berüchtigte SECRET INVASION, wurden um die Rächer heraum aufgebaut. Wieviele dieser Geschichten den sprichwörtlichen Test der Zeit überstehen werden sei dahingestellt. Die AVENGERS waren jedenfalls in aller Munde. Da nimmt es auch nicht Wunder, dass Marvel ausgerechnet um diese Heldentruppe ein Film-Universum aufgebaut hat. Angefangen mit einer ersten Andeutung in IRON MAN über weitere Spielereien in den folgenden Filmen bis zum 2012er Blockbuster AVENGERS.

    Brian Bendis ist inzwischen weitergezogen und kümmert sich fortan um die Geschicke der X-MEN. Marvel NOW! führt die Rächer unter neuer Autorenschaft in ihre nächste Phase. Marvel NOW! ist gewissermaßen die Antwort auf DC COMICS’ NEW 52. Nicht ganz so radikal aber dennoch ein geeigneter Einstiegspunkt für Neuleser und Rückkehrer. Kurz vorm fünfzigjährigen Jubiläum der Rächer hat diese Ära auch die deutschen Publikationen des Panini Verlags erreicht.

    Avengers 1

    AVENGERS (Hickman, Opeña)

    Die Hauptserie wird von Jonathan Hickman verfasst, der erstmals in Folge der Skrull-Invasion mit SECRET WARRIORS auf sich aufmerksam machte. Zuletzt sorgte er mit seiner Strecke an den FANTASTIC FOUR (bzw. der FUTURE FOUNDATION) für Aufsehen.

    Der Einstieg in die neue Reihe ist denkbar einfach. Captain America und Iron Man machen sich Sorgen um die Zukunft und denken an künftige Gefahren. Die können nur größer sein als alles dagewesene. Was muss dagegen getan werden? Richtig. Das Team wird vergrößert. Die Grundbesetzung stellt die aus dem Film bekannte Truppe inkl. Black Widow, Hawkeye und dem unglaublichen Hulk. Hinzu kommen einige populäre Figuren wie Spider-Man und Wolverine aber auch weniger offensichtlichte Kandidaten aus dem Mutantenumfeld. Ergänzt wird das ganze durch einige neue Figuren. Eine dieser Figuren hört auf den Namen Hyperion. Nun ist das nicht der Titan der griechischen Sagen, aber langjährige Fans der Rächer werden aufhorchen, ist dieser Charakter in verschiedenen Version doch schon seit 1969 mit der Geschichte der Rächer verwoben. Man sieht, Hickman hat seine Hausaufgaben gemacht.

    Das klingt nun alles sehr simpel, wird von Hickman aber effektvoll und überzeugend umgesetzt. Besonders alte Fans, die unter Bendis das „typische Rächer-Feeling“ vermisst haben, dürfte dieser Einstand gefallen. Die mächtigsten Helden der Welt werden hier einer Gefahr gegenübergestellt, die zeigen wird, ob sich die Rächer ihres selbstgegebenen Standes als würdig erweisen. Hickman geizt nicht mit allerlei Andeutungen kosmischen Ausmaßes und für die künftigen Ausgaben erwartet den geneigten Leser das „neue Universum“. Dieses weiland 1986 von Jim Shooter erdachte alternative Universum ist deutschen Lesern kaum ein Begriff. Einzig einige Auftritte in späten Taschenbücher von DIE FANTASTISCHEN VIER des Condor Verlags sorgten für einige Berührungspunkte. Zuletzt nahm sich Warren Ellis in seiner leider unvollendten NEWUNIVERSAL-Reihe dieses Konzepts an. Wir werden sehen, was Hickman aus diesem Stoff macht.

    Avengers 1
    Panini Verlag, 4,99 Euro

    Uncanny Avengers 1

    Uncanny Avengers (Remender, Cassaday, Coipel)

    Kurz vor Marvel NOW! lagen die Rächer und ihre Mutantenkollegen der X-Men im Clinch miteinander. So wurde das Ende von AVENGERS VS. X-MEN, der Tod von Professor Charles Xavier, auch zum Ausgangspunkt nicht nur dieser Serie sondern Marvel NOW! in Gänze.

    UNCANNY AVENGERS erzählt hierbei von der Gründung der sog. Unity Division. Einer speziellen Abteilung der Rächer, die sich die Zusammenarbeit von Mensch und Mutant auf die Fahnen geschrieben hat. In Anbetracht der langen Geschichte von Marvel Comics kommt diese Idee wohl etwas spät daher. Das Beispiel guter Zusammenarbeit hätten sich Vorbilder wie Captan America und Co. sicher schon vor Jahren auf die Fahnen schreiben können.

    Der Fall von Xaviers einstigem Musterschüler Cyclops wird hierbei zur Chance für dessen jüngeren Bruder Havok, der diese Gruppe führen soll. In den Augen der fiktiven Bürger des Marvel-Universums unzweifelhaft eine kontroverse Entscheidung, die Autor Rick Remender (PUNISHER, SECRET AVENGERS) aber durchaus bewusst getroffen hat. So kokettiert er schon im ersten Band mit den Möglichkeiten dieser Entscheidung. Sowohl was positive als auch was negative Aspekte angeht. So hat denn auch Havok starke Zweifel an seiner Eignung für diese Position.

    Die Wahl des Gegners mag auf den ersten Blick einen faden Beigeschmack haben. Ausgerechnet der Nazischurke Red Skull wird zum Hassprediger gegen Mutanten. Ob das Feindbild nun Jude, Farbiger, Ausländer oder Mutant heißt ist wohl einerlei. Das ist wenig subtil und sicher eine Spur klischeebeladen. Zudem ist Red Skulls Vorgehen selbst für Superheldencomics etwas an den Haaren herbeigezogen. Aber unterm Strich funktioniert das überraschend gut und mit erstaunlich wenig Bauchschmerzen. So bietet auch UNCANNY AVENGERS einen guten Einstiegspunkt für alle, die sich in der Welt der Rächer umsehen möchten.

    Comickenner mögen vielleicht auf ein von Zeichner John Casssadays eingeschmuggeltes Cameo achten. Wer den „Gast“ erkennt, erhält einen von Stan Lees gefürchteten No-Prizes …

    ACHTUNG: Die erste Ausgabe dieser Paperback-Reihe hat einen Einstiegspreis von 9,99 Euro! Die späteren Ausgaben werden, je nach Umfang, zwischen 12,95 Euro und 16,95 Euro liegen!

    Uncanny Avengers 1
    Panini Verlag, 9,99 Euro

    Avengers – Die Rächer 5

    Avengers – Die Rächer (DeConnick, Caselli)

    Die noch recht junge Serie gehört zu den wenigen Reihen, die nicht mit einer neuen Erstausgabe starten. Ab der fünften Ausgabe übernimmt Autorin Kelly Sue DeConnick die Autorenschaft der Reihe. Unterstützt wird sie hierbei von Zeichner Stefano Caselli (AVENGERS: THE INITIATIVE).

    Die Geschichten in dieser Reihe sind eigenständig und etwas losgelöster von der Kontinuität der anderen Titel. Dadurch muss man hierfür nicht alle möglichen anderen Hefte gelesen haben, um der Story folgen zu können. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Spaß bei der Sache. So geht die Geschichte mit einer Wette zwischen Iron Man und ausgerechnet dem Hulk los. Dass es hier nicht bei einer simplen Schnitzeljagd bleiben kann, ist wohl zu erwarten.

    Das ganze ist nicht unbedingt spektakulär und lässt jedes bisschen Tiefgang missen. Dafür ist es locker erzählt, durchaus witzig und von der ersten bis zur letzten Seite unterhaltsam. Mehr willl diese Serie auch nicht sein. Wer Lust auf einen kleinen Snack für zwischendurch hat, sollte hier unbedingt zugreifen!

    Avengers – Die Rächer 5
    Panini Verlag, 3,95 Euro

    Im weiteren Verlauf von Marvel NOW! erwarten dem deutschen Leser noch NEW AVENGERS (Hickman, Epting) und SECRET AVENGERS (Spencer, Ross). Beide Serien werden voraussichtlich im Sonderband erscheinen. Behaltet einfach die Ankündigungen der nächsten Monate im Auge!

    7. August 2013 und 1 Kommentar

    Marvels RÄCHER kann man als Antwort auf DC COMICS JUSTICE LEAGUE OF AMERICA betrachten. Man kennt das. Die namhaftesten (und mitunter auch mal die mächtigsten) Helden des jeweiligen Verlags stellen sich gemeinsam einer Gefahr, die ein Einzelner nicht hätte überwinden können. So rächen sich die weiterlesen…

    Neonomicon – Alan Moore auf Lovecrafts Spuren

    von am 10. November 2011 6 Kommentare

    Howard Phillips Lovecraft (1890 – 1937) ist der wohl einflussreichste Horrorautor der Moderne. Seine Geschichten haben nicht nur eine Unzahl an Autoren inspiriert, sein Einfluss ist auch in der Musik oder in japanischen Zeichentrickfilmen zu spüren. Das gilt ganz besonders für seine Erzählungen über Cthulhu und die Großen Alten. Kurz und bündig: Wann immer Ihr einem Tentakelmonster begegnet, ist das die Schuld des Einsiedlers aus Providence.

    Über Alan Moore (1953) wurde wohl schon alles gesagt. Nun, vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass der Autor Alan Moore wohl nicht mit dem verschollenen zweiten Drummer von Judas Priest identitsch ist. Immerhin wurde dieser Alan Moore bereits 1947 geboren. Zurück zum Thema. So wichtig H. P. Lovecraft für die unheimliche Literatur ist, so wichtig ist Alan Moore für die Welt des Comics. Lovecrafts Einfluss auf Moore ist spätestens seit „Watchmen“ bekannt. Der Squid dürfte nicht umsonst wie eine Kreatur aus dem Cthulhu-Mythos aussehen. In „Neonomicon“ hat sich der Engländer eben dieser Geschichten angenommen.

    Die deutsche Ausgabe von Panini besteht aus der Comic-Adaption von Moore Kurzgeschichte „The Courtyard“ (adaptiert von Antony Johnston) und der vierteiligen Miniserie „Neonomicon“. Als Zeichner fungierte durchgehend Jacen Burrows. Der Band kostet 16,95 Euro und ist für Leser ab 18 Jahren empfohlen!

    >Aus den „blasphemischen Riten“ von einst wird endlich das, was der schüchterne Herr aus Providence immer damit gemeint hat: Sex mit großen, schleimigen Monstern!<

    Der Klappentext mag provokant sein und sicher wird nicht jeder dem zustimmen. Ebenso werden einige der im Comic enthalten biographischen Daten wohl ein Kopfschütteln hervorrufen. Wer jedoch Lovecrafts Geschichten kennt, wird aber erkennen, wie der Verfasser auf diesen Gedanken kam. Und sind wir ehrlich, die Vermischung der Menschen aus Innsmouth mit den Tiefen Wesen spricht eine deutliche Sprache.

    Natürlich galt Lovecraft als ein Meister der Andeutung. Hier wird nichts angedeutet. Nicht umsonst wird das Buch für ein erwachsenes Publikum empfohlen. Von Mord und Gewalt über Nacktheit und Orgien bis hin zu Sex mit Fischmonstern gibt es das volle Programm. Dabei wirkt es durchaus etwas weit hergeholt, dass Hauptdarstellerin Merril Brears ausgerechnet wegen Sexsucht in Behandlung war. Ob das in Lovecrafts Sinne wäre, sei einfach mal dahingestellt. An all den Anspielungen auf seine eigenen Werke und die jener Autoren, die seine Zeitgenossen oder Vorbilder waren, hätte er aber seine helle Freude gehabt. Diese Querverweise sind so vielfältig, dass Moore im zweiten Kapitel von „Neonomicon“ (das vierte Kapitel im Buch) gleich selber auf die Herkunft von einigen dieser Anspielungen zu sprechen kommt. Schön ist, dass hierbei auch die doppelte Herkunft von Carcosa nicht vergessen wurde. Wobei sich Johnny Carcosa mit seiner seidenen Maske wohl eindeutig auf Robert W. Chambers’ „The King in Yellow“ bezieht. Am Ende gibt es auf eben dieses Werk eine weitere Anspielung. Achtet auf die Bilder und sucht die Namen „Camilla“ und „Cassilda“.

    Unter dem berühmten und oft zitierten Strich funktioniert dieses Aufeinandertreffen der Titanen Moore und Lovecraft. Gerade weil Moore sich hier nicht sklavisch an die Vorlage hält, und sein Bild der Großen Alten fast schon im Gegensatz zu dem Lovecrafts steht. Hier wird auch interessant, wo R’lyeh wirklich liegt… Als Fan von sowohl Alan Moore als auch H. P. Lovecraft wurde ich von „Neonomicon“ nicht enttäuscht!

    Neonomicon (Panini Verlag, 16,95 Euro) bei Comicdealer bestellen

    10. November 2011 und 6 Kommentare

    Howard Phillips Lovecraft (1890 – 1937) ist der wohl einflussreichste Horrorautor der Moderne. Seine Geschichten haben nicht nur eine Unzahl an Autoren inspiriert, sein Einfluss ist auch in der Musik oder in japanischen Zeichentrickfilmen zu spüren. Das gilt ganz besonders für seine Erzählungen über Cthulhu weiterlesen…

    „Nachdem ich ‚Watchmen’ gelesen habe, kommen mir viele Comics die ich davor gelesen habe viel schlechter vor!“

    von am 2. August 2011 11 Kommentare

    "Da es ja nicht sein kann, dass comicdealer.de ohne Artikel über "Watchmen" auskommt, war ich mal so frei. Ist bei den Artikeln gespeichert. Schau es Dir einfach mal an und ggf. VÖst Du es.

    Gruß
    OliverL."

    Das kam heute auf Facebook als Message. Und was soll ich Euch sagen, der Junge hat recht. Also hier ein Gastbeitrag von unserem geschätzten Freund OliverL.

    Im Laufe der Jahrzehnte sind in den USA unzählige Comics erschienen. Ein großer Teil davon ist den Superhelden gewidmet. Unter diesen gibt es einige wenige wirkliche Klassiker. So beispielsweise „Watchmen“ der beiden Briten Alan Moore und Dave Gibbons. Das in der Überschrift verwendete Zitat spiegelt Wirkung und Bedeutung der Wächter sehr gut wider. Es stammt von einer jungen Dame die erst kürzlich in die Welt von Nite-Owl, Rorschach und Co. abgetaucht ist. „Watchmen“ entstand zwischen 1986 und 1987 und ist in mancher Hinsicht ein Spiegel seiner Zeit. Der Kalte Krieg zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion war noch nicht vorbei. Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich nur wenige Monate vor der Veröffentlichung der ersten Ausgabe von „Watchmen“. Die Angst vor einer Eskalation des Kalten Krieges, die Angst vor einem Atomkrieg, gehören zu den vorherrschenden Themen dieses Klassikers. Angesprochene junge Dame ist gerade 20 Jahre alt. Einen Tag nach ihrer Geburt wurde der Kalte Krieg formell beigelegt. Der Ostblock befand sich in der Auflösung und die unterschwellige Furcht vor einem atomaren Konflikt der beiden Supermächte war vom Tisch. Obwohl sie diese Zeit nur aus dem Geschichtsunterricht kennt und ihr die Stimmung in den 80ern, die selbst junge Kinder wie der Verfasser dieses Artikels zumindest ansatzweise mitbekommen haben, vollkommen unbekannt ist, hat „Watchmen“ diese Wirkung auf sie gehabt. Sicher, auch heute gibt es in unserer Welt zuhauf schwelende Konflikte. Aber dennoch ist es anders. Nicht zuletzt durch das Internet. Unsere Möglichkeiten sich umfassend zu informieren sind sehr viel größer als Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. So können wir viel mehr Neuigkeiten erhalten, diese miteinander vergleichen und zu ganz anderen Schlüssen kommen. Dennoch hatte „Watchmen“ diese Wirkung auf eine nicht nur sehr junge Frau sondern auch eine, die erst seit wenigen Jahren Comics liest.

    Das liegt zum einen natürlich daran, dass die Geschichte der Wächter mehr als nur die Furcht vor einem nuklearen Holocaust zu bieten hat. Da wären z. B. Dan Dreiberg und Laurie Juspeczyk. Dan lebt einsam vor sich hin seit er seine Rolle als Nite-Owl aufgeben musste. Er sehnt sich nach mehr hat aber zunächst nicht den Mut etwas zu tun. Sein Leben ohne die Maske ist trist und leer. Lauries Leben wurde von einer dominanten Mutter bestimmt die selber nicht ohne Fehler ist. Sie fühlt sich zu einem Mann hingezogen, der gottgleiche Kräfte besitzt sich aber immer mehr von der Welt entfremdet. Ausgerechnet der schüchterne Dan, der ohne seinen Stimulus, ohne die Maske, gar an Potenzproblemen leidet, und Laurie, die sich eher über ihre Beziehungen zu Dr. Manhattan oder ihrer Mutter definiert hat, finden zusammen. Alan Moore beschreibt die Entwicklung dieser beiden, fast schon deren Erwachsenwerden, stets behutsam und gefühlvoll. Dieses Gespür für seine Figuren zeichnet Moore seit jeher aus. Man kann es in seinen Frühwerken wie „Miracleman“ bereits erkennen. Der interessierte Leser wird es in seiner fast schon legendären Strecke an „Swamp Thing“ wiederfinden. Und natürlich findet man es auch in neueren Arbeiten wie „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“. In dieser Hinsicht ist der 1953 geborene Engländer unbestritten ein Meister. Dennoch ist „Watchmen“ formal nur eine weitere Superheldengeschichte. Das alleine kann doch unmöglich ausreichen, um die Zeitlosigkeit von „Watchmen“ zu erklären. Und so ist es auch nicht.

    Alan Moore ist ein Künstler unter den Comicautoren. Seit jeher war es ihm ein Anliegen, mit den Möglichkeiten des Mediums Comic zu experimentieren. Andere Autoren haben versucht, die Mittel des Films auf ihr Gebiet zu übertragen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Moore wollte das nicht. Er wollte an die Grenzen des im Comic machbaren gehen. Je weniger sich das Ergebnis in einen Film umsetzen lässt, desto besser. Die vorliegende Geschichte ist ein Paradebeispiel für diese Herangehensweise. Eine zurecht gefloppte Verfilmung von „Watchmen“ gibt dem Autor recht. Viel zu oft werden die Zeichnungen von Dave Gibbons nach einem ersten Blick als hässlich und unästhetisch abgetan. Dabei wird verkannt was er in „Watchmen“ in Zusammenarbeit mit Alan Moore geleistet hat. Gibbons ist ein Geschichtenerzähler. Angefangen bei der Panelaufteilung bis hin zum einzelnen Bild hat das gesamte Artwork in „Watchmen“ einen tieferen Sinn. Alles soll einen bestimmten Effekt erzielen. So hat z. B. jedes der zwölf Kapitel ein eigenes, immer wieder auftauchendes Motiv. Im ersten Kapitel wäre das der Smiley-Button, im dritten das Symbol für Radioaktivität, im sechsten der Rorschachtest.. Kapitel V verdient einen genaueren Blick. Natürlich haben wir auch hier wieder das Motiv (einen Totenschädel und Spiegelbilder). Besonderes Augenmerk müssen wir in diesem Kapitel aber auf die Panelaufteilung legen. Gibbons arbeitet hier quasi mit einem Spiegel. So ist die letzte Seite gewissermaßen eine Reflektion der ersten Seite, die vorletzte eine der zweiten Seite… Der Titel dieses Kapitels lautet im Original „Fearful Symmetry“ (nach William Blake). Alle Titel in „Watchmen“ sind Zitatfragmente. Und all diese Zitate werden im jeweiligen Kapitel in Story und Bildern eingefangen bevor es am Ende eines jeden Kapitels eine vollständigere Version des Zitats gibt. So finden wir Songtexte von Bob Dylan oder Elvis Costello, den bereits angesprochenen William Blake aber auch Stellen aus der Bibel die von Moore und Gibbons treffend umgesetzt wurden.

    Nicht zu vergessen ist auch der Einfluss den die Wächter auf die US-Comics hatten. Die „Grim ‚n’ Gritty“-Ära der 90er hätte es ohne „Watchmen“ (und Frank Millers „The Dark Knight“) so wohl nicht gegeben. Die Parallelen zwischen dem Keene-Erlass und dem Registration Act in Marvels „Civil War“ sind offensichtlich.

    Das Zusammenspiel all dieser Dinge, auf die ich hier einen oberflächlichen Blick geworfen habe, macht „Watchmen“ aus. Ich kenne das Buch seit ziemlich genau zehn Jahren und lese es immer wieder. Jedes mal habe ich das Gefühl, dass ich etwas neues entdecke. Das wird wohl noch ein paar Jahre so bleiben. Nicht umsonst hält DC USA „Watchmen“ seit Jahren lieferbar. Nicht umsonst ist „Watchmen“ jedes Jahr aufs neue ein Bestseller für DC Comics. Ein echter Klassiker, der dieser Bezeichnung auch gerecht wird. Wer „Watchmen“ noch nicht gelesen hat sollte dies schleunigst nachholen. Sowohl die englisch- als auch die deutschsprachige Version sind stets verfügbar.

    Watchmen (deutsche Version) bei Comicdealer bestellen

    Watchmen (US-Version) bei Comicdealer bestellen

    2. August 2011 und 11 Kommentare

    "Da es ja nicht sein kann, dass comicdealer.de ohne Artikel über "Watchmen" auskommt, war ich mal so frei. Ist bei den Artikeln gespeichert. Schau es Dir einfach mal an und ggf. VÖst Du es. Gruß OliverL." Das kam heute auf Facebook als Message. Und was soll weiterlesen…

    Gratis Comic Tag 2011

    von am 3. August 2010 Kommentare deaktiviert für Gratis Comic Tag 2011

    Jetzt, da der Würzburger Fangemeinde in der  aktuellen Panini Vorschau, als Review des Gratis Comictages 2010, fast ausschließlich Bilder aus Hermkes Romanboutique entegengestrahlt haben, ist es um so schöner ein Update für das Jahr 2011 zu erhalten. Soeben erreichte mich die folgende gute Nachricht.

    "2. August 2010
    Liebe Partner im Comic-Fachhandel, der erste Gratis Comic Tag war ein voller Erfolg. Alle teilnehmenden Verlage möchten sich herzlich bei Ihnen für Ihre tatkräftige Unterstützung bedanken. Auch die zahlreichen Rückmeldungen Ihrerseits waren uns eine große Hilfe, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden.
    Im Rahmen des Erlanger Comic-Salons trafen sich die Initiatoren, um den zweiten Gratis Comic Tag vorzubereiten. Alle 17 Verlage werden wieder mit an Bord sein und weitere Verlage haben auch schon ihr Interesse bekundet.
    Der nächste Gratis Comic Tag findet statt am: 14. Mai 2011
    Wir freuen uns darauf und hoffen, Sie wieder als Partner begrüßen zu dürfen! Ausführliche Informationen folgen Ende des Jahres."

    3. August 2010 und Kommentare deaktiviert für Gratis Comic Tag 2011

    Jetzt, da der Würzburger Fangemeinde in der  aktuellen Panini Vorschau, als Review des Gratis Comictages 2010, fast ausschließlich Bilder aus Hermkes Romanboutique entegengestrahlt haben, ist es um so schöner ein Update für das Jahr 2011 zu erhalten. Soeben erreichte mich die folgende gute Nachricht. "2. weiterlesen…

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