anrufen
finden

Penny Lane | comicdealer.de
  • September 2019
    Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
    26. August 2019 27. August 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    28. August 2019

    19:00: WürfelmeisterStammtisch

    19:00: WürfelmeisterStammtisch
    29. August 2019 30. August 2019 31. August 2019 1. September 2019
    2. September 2019 3. September 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    4. September 2019 5. September 2019 6. September 2019

    18:00: Die Spielbar

    18:00: Die Spielbar
    7. September 2019 8. September 2019
    9. September 2019 10. September 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    11. September 2019 12. September 2019 13. September 2019

    19:00: Brot-und-Spiele-Treffen

    19:00: Brot-und-Spiele-Treffen
    14. September 2019 15. September 2019
    16. September 2019 17. September 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    18. September 2019 19. September 2019 20. September 2019 21. September 2019 22. September 2019
    23. September 2019 24. September 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    25. September 2019

    19:00: WürfelmeisterStammtisch

    19:00: WürfelmeisterStammtisch
    26. September 2019 27. September 2019 28. September 2019 29. September 2019
    30. September 2019 1. Oktober 2019

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: Spieleabend in der KHG

    19:00: TabletopClub Würzburg

    19:00: TabletopClub Würzburg
    2. Oktober 2019 3. Oktober 2019 4. Oktober 2019 5. Oktober 2019 6. Oktober 2019
  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen…

  • Archiv für das Schlagwort Penny Lane'

    Penny Lane über den Untergang des Abendlands: „Gott schütze Amerika“ von Warren Ellis

    von am 9. August 2009 2 Kommentare

    „Crooked little vein“ – könnte Krampfader heißen. Eine kranke Ader zum Herzen oder eine kranke Ader zum Hirn? Egal, schon beim Originaltitel habe ich mir gewünscht besser Englisch zu können, damit das ganze dreckige aber soundige Vokabular, das aus manchem begabten Kopf hervorquillt und den Finger in die Wunde legt, mir direkt ins Blut schießt.  Wer Warren Ellis´ Comics mal im Original gelesen hat, weiß, dass diese Übersetzung seines ersten Romans einfach zu brav, zu akademisch, zu arielgewaschen ist. Da klingt Rattenpisse nach Streichelzoo und ficken nach Blümchensex. Ein bisschen mehr Scharfsinn und –züngigkeit wären eine Wohltat und dem Autor angemessen…

    Warren Ellis kennt sein Spielzeug: wenn man morgens verkatert und ungewaschen mit dem Helden der Story, Michael McGill, in einer miesen verdreckten Bude in Manhattan aufwacht, die auch noch als Büro dient und die man mit einer Ratte teilt, hört man die Stimmen von Chandler, Spillane, Vachss. Er lässt ihn wieder auferstehen, den Prototypen des Schnüfflers, immer Looser, immer Säufer und immer mit einer geheimnsivollen Schönen an seiner Seite. Desillusioniert aber voller Moral im Kampf gegen das Böse –  der Cowboy der Großstadt. Der Held bleibt der Gleiche, das Böse hat sich geändert. Wo Dirty Harry noch gegen  MaGnucci oder andere mafiösen Verbrechersyndicate kämpfte, ist Mc Gill auf der Suche nach der wahren Verfassung Amerikas, niedergelegt in einem noch von den Gründungsvätern geschriebenen, geheimen Buch. Zurück in den Händen der Staatsgewalt soll es Recht, Ordnung und alte Werte in Land und Leuten wiederherstellen.

    Warren Ellis will keinen Krimi erzählen, schon gar keinen politischen. Er nimmt uns mit auf eine Tour ins dreckige Herz Amerikas, das überall sein könnte und immer unser eigenes ist. Es ist ein Buch gegen die Verdummungsindustrie der Medien, gegen unsere Blindheit gegenüber den Manipulationen des Internets und unsere Bereitschaft,  alles mitzumachen, weil es neu, geil, sensationell ist oder um einfach dazu zu gehören. Und Warren Ellis wäre nicht Warren Ellis, würde er nicht an der Stelle noch einen draufsetzen, wo die meisten Leser schon lange jegliche Ideen von gutem oder schlechtem Geschmack hinter sich gelassen haben und nur noch den Kopf schütteln.  In einer Welt, in der die größten Perversitäten Mainstream sind und alles schon gesehen wurde, in einer Welt, in der es nur darum geht, was noch mehr und noch weiter gehen könnte, als alles schon da Gewesene, wie soll man sich da bemerkbar machen?

    Humor, Wahnsinn und eine gute Geschichte – Raymond Chandler und Douglas Adams, wie schon der Klappentext verspricht. Und eine Stimme, die wachmachen will. Ein Autor, der schon lange nicht mehr schlafen kann.

    Crooked Little Vein

    Warren Ellis

    Taschenbuch,, 304 Seiten, € 7,95

    9. August 2009 und 2 Kommentare

    „Crooked little vein“ – könnte Krampfader heißen. Eine kranke Ader zum Herzen oder eine kranke Ader zum Hirn? Egal, schon beim Originaltitel habe ich mir gewünscht besser Englisch zu können, damit das ganze dreckige aber soundige Vokabular, das aus manchem begabten Kopf hervorquillt und den weiterlesen…

    Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

    von am 12. Juli 2009 Kommentare deaktiviert für Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

    Sechs alte Freunde fahren in den Süden, man will mal wieder einige Tage gemeinsam verbringen, offiziell um die Sonnenfinsternis anzuschauen.

    Mehr brauche ich gar nicht zu erzählen, die Story ist bekannt und hundertfach erzählt. Auf den ersten Seiten dachte ich noch: „Wieder so ein blöder, zynischer Roman über Beziehungsunfähigkeit und Paarungswahn der Enddreißiger.“ Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn plötzlich ging es wirklich ums Leben: um Einsamkeit in der Liebe, um ungelebte Träume, den Verlust jugendlicher Spontanität und Unverletzbarkeit, um Freundschaft und die Augenblicke des Glücks im Alltäglichen. Die Wahrhaftigkeit und Tiefe der einzelnen Charaktere und deren Geschichte ist direkt zu meinem Herz vorgestoßen.

    Die beiden Autoren FANE (Stéphane Deteindre – Joe Bar) und JIM (Thierry Terrasson – Fee/ Yiu) haben sich während eines langen Sommers einmal pro Woche abends auf einer Veranda in Südfrankreich getroffen und die Geschichte und ihre sechs Darsteller Panel für Panel, Dialog für Dialog gemeinsam zum Leben erweckt. Entstanden ist eine expressiv gezeichnete Momentaufnahme in Schwarz-Weiß mit dem Originaltitel „Petites éclipsis“  –  Kleine Sonnenfinsternisse.

    „  …es wäre so einfach sagen zu können, dass Geschichten niemals wirklich enden, sondern unsere Leben durchschreiten. Sie erschüttern, um dann weiterzuziehen und einen anderen Zyklus zu vollenden, weit weg von uns… und wenn wir lange genug leben würden, würden sie vielleicht wieder auftauchen? Um dann erneut zu verschwinden…irgendwann.“

    Wer noch keine Urlaubslektüre hat, das könnte sie werden.

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

    12. Juli 2009 und Kommentare deaktiviert für Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

    Sechs alte Freunde fahren in den Süden, man will mal wieder einige Tage gemeinsam verbringen, offiziell um die Sonnenfinsternis anzuschauen. Mehr brauche ich gar nicht zu erzählen, die Story ist bekannt und hundertfach erzählt. Auf den ersten Seiten dachte ich noch: „Wieder so ein blöder, weiterlesen…

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Penny Lane betrachtet die „SONNENFINSTERNIS“

    Penny Lane über zwei mutige Mädchen und einen großen Geschichtenerzähler

    von am 15. Juni 2009 Kommentare deaktiviert für Penny Lane über zwei mutige Mädchen und einen großen Geschichtenerzähler

    2 x Neil Gaiman, 2 x ein Kinderbuch, 2 x geht es um Angst und darum sie zu besiegen. Und um 2 moderne Mädchen, die emanzipiert von tradierten Rollenklischees, selbstbewusst ihre Wünsche äußern und gewitzt im Umgang mit Technik und Schwierigkeiten sind. Mit Grips, viel Mut  und Unbestechlichkeit stellen sie sich ihren Gegnern und behalten damit die Kontrolle über die Situation. Sie geben nicht auf und setzen sich für das ein, was ihnen am Herzen liegt. Abspeisen läuft nicht…

    „Wenn die Wölfe aus den Wänden kommen, ist alles vorbei!“ sagt ihre Mutter. „Was ist vorbei?“ fragt Lucy. „Es!“, sagt die Mutter. „Jeder weiß das.“ Als die Wölfe dann wirklich aus den Wänden kommen, die Familie vertreiben und das Haus in einen Saustall verwandeln, dreht Lucy den Spieß um und beweist den unerwünschten Gästen, wer hier zuletzt lacht.

    Auch Coralines Eltern arbeiten ein bisschen zuviel und sind ein bisschen zu desinteressiert. Allein deshalb öffnet sie die geheimnisvolle Tür in der „guten Stube“, die eigentlich nirgendwo hinführt. Coraline findet sich plötzlich in einer Parallelwelt wieder: die anderen Eltern sind zwar äußerst nett, aber an Stelle ihrer Augen sitzen schwarze Knöpfe und ihre Hände haben scharfe Krallen.

    Diese Grundidee der Reise in eine Anderswelt durch geheime Türen im nahen Umfeld, könnte man beinahe als archetypisch bezeichnen: die Angst vorm Unbekannten, das im Vertrauten lauert, ist zeitlos bedrohlich.

    Mit P.Craig Russell als Zeichner wurde aus dem Kinderbuch ein Comic, der trotz des offenen, sehr klaren Zeichenstils und der pastellenen, freundlichen Kollorationen, dem unterschwelligen Horror eine verstörende und dämonische Präsenz verleiht.

    Ähnlich verhält es sich mit den skurilen Zeichnungen und Collagetechniken, die Dave McKean, den Gestalter der „Wölfe in den Wänden“ auszeichnen. Die Verfremdung erzeugt ein beständiges Gefühl der Beklemmung und Vorahnung, das jedem „Großen“ ein absolutes Seh- und Lesevergnügen bereitet.

    Beide Bücher würden zurecht mit Preisen überhäuft, trotzdem würde ich sie den Kindern in meiner Umgebung nicht alleine in die Hand drücken.

    Aber was halten die Lehrer von einer Schullektüre???

    Der Originaltext von “Coraline” ist dem Alter der Schüler und deren Wortschatz angepasst und scheint Ihnen richtig Spaß zu machen:

    I think ” CORALINE” is a fantastic book because it tells a story which combines situations of reality which can be both, funny and a bit crazy or sad and the excitement of fantasy and fiction. Coraline is a very interesting character because she is brave and really intelligent for her age. For some pupils it may be too difficult because it is written for English children and it isn´t simplified. (Daniela, 8. Klasse)

    Ebenso gespannt kann man auch den Stop-Motion-Animationsfilm  von Henry Selick (Nightmare before Christmas) erwarten, der eine exzentrische Fantasiewelt erschafft, die an Tim-Burton-Filme erinnert. Allerdings ist Burton diesmal nicht für Selick als Produzent zur Stelle. Dem Schrägheitsfaktor tut dies allerdings keinen Abbruch.

    Und was hat der Autor selber zu sagen….

    15. Juni 2009 und Kommentare deaktiviert für Penny Lane über zwei mutige Mädchen und einen großen Geschichtenerzähler

    2 x Neil Gaiman, 2 x ein Kinderbuch, 2 x geht es um Angst und darum sie zu besiegen. Und um 2 moderne Mädchen, die emanzipiert von tradierten Rollenklischees, selbstbewusst ihre Wünsche äußern und gewitzt im Umgang mit Technik und Schwierigkeiten sind. Mit Grips, viel weiterlesen…

    Penny Lane will nach Berlin

    von am 3. Juni 2009 1 Kommentar

    Die Finanzkrise greift von  den USA nach Europa über, die SPD distanziert sich von den Linken, die die Krise als Beweis für die Widersprüche des Kapitalismus sehen, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Verunsicherung der Menschen. Und mittendrin Berlin, schillernde und armutsgebeutelte Metropole – nicht besonders anders als das Berlin der Roaring Twenties, das Jason Lutes in seiner Hauptstadt- Comic-Trilogie „Berlin“ vor uns aufblättert… ein historischer Roman in Bildern und  ziemlich aktuell.

    Vor fünf Jahren erschien der 1. Band „City of Stones“ – Steinerne Stadt“ und erfuhr zurecht eine hymnische Besprechung: „Graphic Novel mit dokumentarischem Hintergrundrauschen“, „Sinfonie einer Großstadt im Comicformat“. Hier begegnet  uns nicht aufbereiteter Geschichtsunterricht, sondern ein Kaleidoskop von Menschen und ganz persönlichen Schicksalen, die diese Stadt bevölkern und lebendig werden lassen: Kurt Severing, verschlossenen und verbitterter Intellektueller, Marthe Müller, seine neugierige junge Freundin und Kunststudentin, frisch aus der Kölner Provinz in die brodelnde Hauptstadt gekommen, die jüdische Mittelklassefamilie, die zerfallende Arbeiterfamilie,  Fabrikbesitzer und Parteiführer, Partygirls und Zeitungsjungs mitten in den aufkeimenden Auseinander-setzungen zwischen Faschisten und Kommunisten und dem immer spürbarer werdenden Antisemitismus.

    Als virtuoser Vertreter der „Ligne Claire“ produziert Jason Lutes mit klaren Strichen, exakten Proportionen und Perspektiven einen nüchternen Realismus in Schwarz-Weiß, auf dem die vereinfachten, fast cartoonartigen Figuren zur Projektionsfläche für den Leser werden.

    Der 2. Band „City of Smoke“ – „Bleierne Stadt“ ist nun ebenfalls endlich erhältlich. Wie der Originaltitel schon andeutet, wird die Vertuschung und  Vernebelung der Menschen durch falsche Parolen und selbstgemachte Räusche beim Tanz auf dem Vulkan zum Hauptmotiv. Marthe, die Hedonistin will sich vom politischen Umbruch nicht ablenken lassen, für sie ist Berlin „Leben“, für Kurt Severing schnurrt die Freiheit bereits zusammen. Und was im Kleinen mit Marthe und Kurt geschieht, geschieht im Großen mit der Weimarer Republik: sie hat keinen Bestand. Die Idee der Demokratie ist nicht umzusetzen durch politische Debatten und aufgesetzte Strukturen, sondern durch den Geist der Menschen, die sie leben.

    Der Amerikaner Jason Lutes hat sich das gänzlich Fremde angeeignet und zeichnet das sinnliche Portrait einer verletzten Generation, zwischen zwei Kriegen, die noch nicht reif war für das  fragile Gleichgewicht einer modernen Demokratie.

    Berlin Band 1 und Band 2

    von Jason Lutes

    Carlsen, je € 14,–

    3. Juni 2009 und 1 Kommentar

    Die Finanzkrise greift von  den USA nach Europa über, die SPD distanziert sich von den Linken, die die Krise als Beweis für die Widersprüche des Kapitalismus sehen, die Arbeitslosigkeit steigt und mit ihr die Verunsicherung der Menschen. Und mittendrin Berlin, schillernde und armutsgebeutelte Metropole – nicht weiterlesen…

    Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    von am 13. April 2009 Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    "Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs"

    Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen…

    …und doch konnte ich das Album nicht aus der Hand legen: vielleicht weil es meine Generation war, die sich an den Ideen der Sandinisten erhitzt hat, der Kämpfer für die Freiheit gegen ein totalitäres Regime. Aber mehr noch, weil Emanuel Lepage in seiner Geschichte deutlich zeigt, dass es vorallem um die eigenen Freiheit geht. Es geht darum den eigenen Weg zu finden, eigene Werte zu entwickeln, dem eigenen Ruf zu folgen und diesen den familiären und gesellschaftlichen Konventionen – Diktaturen – Tabus entgegenzustellen.

    Gabriel, GroßgrundbesitzerSohn, angehender Priester und vor allem Maler soll in einem kleinen Dschungeldorf für die Dorfgemeinde ein Wandfresko anfertigen und gerät ahnungslos in den brutalen Konflikt zwischen Militär und Guerilla. Er lernt wirklich hinzuschauen, menschlich, politisch und künstlerisch. Ruben, der Priester des Dorf wird sein Lehrer: " Du mußt unter die Haut der Dinge gehen…du bist ein Künstler Gabriel… du kannst die Essenz ihres Lebens ausdrücken. Gib den Menschen die Kraft, die ihnen fehlt. Durch die Kunst kannst du dem Göttlichen eine Gestalt geben. Das ist der Grund, warum du hier bist."

    "Und wie geht die Geschichte aus?" fragte mich heute morgen beim Frühstück eine Freundin, als ich ganz begeistert von "Muchacho" erzählt habe. Spannende Frage… Was wird aus der erkämpften Freiheit, wenn die Revolutionäre schließlich selbst Regierung sind? Welche Träume, Werte und Ideen sind tatsächlich lebbar? Welche Kompromisse kann und will man eingehen? Und auch das bleibt letztlich eine persönliche Entscheidung.

    Lepage erzählt seine Geschichte in berührenden Bildern und Farben, die die Stimmungen einfangen: die Feuchtigkeit des Dschungels und der Sümpfe kriecht förmlich unter die Haut, die Wüstenfarben trocknen den Mund aus und das Mondlicht leuchtet fahl und traumgleich auf Geschehnisse und Geheimnisse. Wunderschön.

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    13. April 2009 und Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    "Nicaragua 1976, am Vorabend des Bürgerkriegs" Oje, wer braucht das denn, war mein erster Gedanke, als ich den Comic "Muchacho" aufschlug. Als ob es keine aktuelleren Anlässe gäbe, wenn man schon meint sich weltpolitisch äußern zu müssen… …und doch konnte ich das Album nicht aus der weiterlesen…

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Muchacho – Gastbeitrag von Penny Lane

    Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor – Gastbeitrag von Penny Lane

    von am 3. März 2009 Kommentare deaktiviert für Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor – Gastbeitrag von Penny Lane

    Bisher ein unbedarft zupackender Abenteuer, der mit Politik rein gar nichts am Hut hatte, gerät Spirou als Hotelpage, in das Ringen der Weltmächte am Vorabend des Krieges. Wir befinden uns in Brüssel und schreiben das Jahr 1939. „Liest du denn Keine Zeitung?“ fragt das Zimmermädchen den pagen, als der sich über das Gerede über einen neuen Krieg wundert.

    Dieser Spirou ist wirklich ein Tor. Er spielt lieber mit kleinen Jungen Fußball, als sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Dabei kann er im Hotel Deutsche und Polen belauschen, die sich über die Zukunft Danzigs streiten und Polens Seezugang. Und er verliebt sich in das russische Zimmermädchen Kassandra, eine Kommunistin, die von Stalins Säuberungsaktionen bedroht ist. Er versteht rein gar nichts und beginnt sich jedoch widerwillig mit der Lage auseinanderzusetzen. „Spirou soll Mut lernen“, erzählt Emile Bravo in einem Interview.

    Bravo verzichtet auf alle Aktion, die sonst die Serie dominiert und setzt auf Dialoge. Der Leser erlebt die langsame, aber glaubwürdige Verwandlung des Naivlings Spirou, in einen Menschen, der begreifen will. Und dann ist es plötzlich zu spät – eine Erkenntnis an der Spirou fast zerbricht.

    Glücklicherweise hat Bravo einen poetisch leichten Strich – das nimmt dem Erzählten ein bisschen von der Härte, die sonst kaum zu ertragen wäre. Manchmal erinnert das Vorkriegsbrüssel fast ein wenig an „Tim und Struppi“.

    Vor wenigen Wochen wurde Emile Bravo auf dem Comic Festival Angouleme als „Essential“ ausgezeichnet, als einer der 10 wichtigsten Comics des vergangenen Jahres in Frankreich.

    Der deutsche Anhang enthält eine weitere nicht minder provokante Kurzgeschichte: Spirou und Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche. 

     

    Spirou Spezial Band 8 

    Bravo

    Carlsen Vlg

    € 10,–

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor – Gastbeitrag von Penny Lane

    3. März 2009 und Kommentare deaktiviert für Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor – Gastbeitrag von Penny Lane

    Bisher ein unbedarft zupackender Abenteuer, der mit Politik rein gar nichts am Hut hatte, gerät Spirou als Hotelpage, in das Ringen der Weltmächte am Vorabend des Krieges. Wir befinden uns in Brüssel und schreiben das Jahr 1939. „Liest du denn Keine Zeitung?“ fragt das Zimmermädchen weiterlesen…

    • Kategorie: Comics , dt. Comics
    • Kommentare deaktiviert für Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor – Gastbeitrag von Penny Lane
  • Neu im Laden eigetroffen

  • Kino Kino

  • Seiten

  • Archive

  • Do NOT follow this link or you will be banned from the site!