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Virtueller FilmClub: "Iron Sky" (OmeU)

von am 23. August 2016 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub: "Iron Sky" (OmeU)

Am Montag 29.08. um 20:30 Uhr findet die einundfünfzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Space-Trash" von Ende Juni/Anfang Juli: "Iron Sky", die teils crowdfunding-finanzierte Trashkomödie von 2012. Die Tendenz ging zur OmU, eventuell müssen wir aber aus technischen Gründen auf die OmeU zurückgreifen.

Kurz zum Inhalt:
Nach vielen Jahrzehnten findet wieder mal wieder eine us-amerikanische Mondlandung statt, als PR-Aktion für die Präsidentin (Stephanie Paul). Die Crew stellt dabei fest, dass der Mond keineswegs unbewohnt ist. Stattdessen haben sich auf der dunklen Seite des Mondes 1945 geflohene Nazis angesiedelt. Diese machen mit der Crew kurzen Prozess, so dass nur das afro-amerikanische Fotomodell James Washington (Christopher Kirby), der nur aus PR-Gründen dabei ist, überlebt. Von diesem erfahren der Führer Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier) und des SS-Offizier Klaus Adler (Götz Otto) von den technischen Fortschritten insbesondere hinsichtlich der Rechenleistung seines Smartphones und wollen sich diese zunutze machen, um die Weltherrschaft zu übernehmen. Washington soll mit Adler und Renate Richter (Julia Dietze), der ideologisch durchgestylten Lehrerin der Mondbasis, auf die Erde zurück, um ein weiteres Smartphone zu besorgen und die Invasion vorzubereiten. Als die US-Präsidentin das spitzkriegt, ist sie begeistert und versucht ihrerseits die Nazis zu instrumentalisieren…

Cineasten-Schmankerl am Rande: Der Film nutzt gnadenlos alle Arten von Klischees und bringt Anspielungen auf Der Untergang, Dr. Seltsam, u.a.

Zwar wurde nur ein relativ kleiner Teil der Produktionskosten per Crowdfunding eingetrieben, dennoch ist der Film ein hervorragendes und erfolgreiches Beispiel, wie diese neue Finanzierungsform funktionieren kann.

Die Abstimmung für den Termin im Oktober (voraussichtlich) startet wieder zeitgleich mit der VFC-Veranstaltung. Als Ergänzung zur Stimmabgabe online bekommen die Anwesenden wieder die Möglichkeit, für den nächsten Film per Stimmzettel gleich mitzustimmen. Nur die Anwesenden bekommen die Möglichkeit, die Sprachversion mitzuentscheiden.

Am Montag 29.08. um 20:30 Uhr findet die einundfünfzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Space-Trash" von Ende Juni/Anfang Juli: "Iron Sky", die teils crowdfunding-finanzierte Trashkomödie von 2012. Die Tendenz ging zur OmU, eventuell müssen wir aber aus technischen Gründen auf die OmeU zurückgreifen.

Kurz zum Inhalt:
Nach vielen Jahrzehnten findet wieder mal wieder

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Virtueller FilmClub: "Twelve Monkeys" (OmeU)

von am 18. Februar 2016 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub: "Twelve Monkeys" (OmeU)

Am Montag 29.02. um 20:30 Uhr findet die sechsundvierzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Zukunftsvisionen" von Ende Dezember/Anfang Januar: "Twelve Monkeys" (1995) von Terry Gilliam. Die Tendenz ging zur OmeU, also zeigen wir das englische Original mit englischen Untertiteln.

Kurz zum Inhalt:
In den Jahren 1996/97 wurde die Weltbevölkerung durch einen Virus nahezu ausgelöscht. Die wenigen Überlebenden haben sich unter die Erdoberfläche zurückgezogen. Immer wieder werden "Freiwillige" an die Oberfläche geschickt, um den Zustand zu untersuchen und Hinweise auf die Ursache des Virus zu finden. Der Verbrecher James Cole (Bruce Willis) ist einer dieser "Freiwilligen" im Jahr 1935. Da es ihm gelingt, wichtige Proben und Informationen von der Oberfläche mitzubringen, wird ihm ein Straferlass angeboten, wenn er sich per Zeitreise ins Jahr 1996 schicken lässt, um den Virus und dessen Urheber zu finden. Durch technische Probleme landet er zunächst in anderen Zeiten und wird 1990 in ein Irrenhaus gesteckt. Dort lernt er die Psychaterin Dr. Kathryn Railly (Madeleine Stowe) und den verrückten Jeffrey Goines (Brad Pitt) kennen. Im Jahr 1996 ist dieser nicht mehr in Behandlung sondern Anführer der "Armee der 12 Monkeys", jener Gruppe, die mittlerweile im Verdacht steht, den Virus auszulösen…

Cineasten-Schmankerl am Rande: Der Film war sowohl für Bruce Willis als auch für Brad Pitt ein wesentlicher Schritt ins Charakterfach. Für Terry Gilliam ist es das bisher erfolgreichste Werk.

Noch ein Cineasten-Schmankerl am Rande: Der Film war 1997 die erste DVD, die auf dem europäischen Markt veröffentlicht wurde.

Wie gehabt: Die Abstimmung für den Termin im April startet wieder zeitgleich mit der VFC-Veranstaltung. Als Ergänzung zur Stimmabgabe online bekommen die Anwesenden wieder die Möglichkeit, für den nächsten Film per Stimmzettel gleich mitzustimmen. Nur die Anwesenden bekommen die Möglichkeit, die Sprachversion mitzuentscheiden.

Am Montag 29.02. um 20:30 Uhr findet die sechsundvierzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Zukunftsvisionen" von Ende Dezember/Anfang Januar: "Twelve Monkeys" (1995) von Terry Gilliam. Die Tendenz ging zur OmeU, also zeigen wir das englische Original mit englischen Untertiteln.

Kurz zum Inhalt:
In den Jahren 1996/97 wurde die Weltbevölkerung durch einen Virus nahezu

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Axel Saalbach – Das Haus Komarow

von am 11. April 2015 Kommentare deaktiviert für Axel Saalbach – Das Haus Komarow

Neuer Autor, neuer Verlag. Zumindest mir war der Latos Verlag aus Calbe/Saale bisher kein Begriff. Der Verlag wurde 2010 gegründet und scheint sich auf deutschsprachige Autoren spezialisiert zu haben. Dabei werden von Fantasy über Sciene Fiction bis hin zu Erotik viele Genres abgedeckt. Die meisten Veröffentlichungen werden auf der Verlagsseite unter dem Banner „Romance“ geführt. Nicht ganz so neu ist mir der Autor, mit dem ich seit über fünfzehn Jahren bekannt bin. Bisher hat Axel Saalbach seine Wortgewandtheit in den Dienst verschiedener Internetplattformen gestellt und mit seinen Kolumnen etliche Leser unterhalten, zum Lachen gebracht und mitunter auch verärgert. Sein Stil ist von einem beißenden Humor geprägt, dessen treffsichere Pointen nicht jedermanns Geschmack sind. Mit DAS HAUS KOMAROW liegt seit Ende letzten Jahres nun sein Romandebüt vor. Und was tut man, wenn man jemanden so lange kennt? Richtig. Man liest das Buch. Um festzustellen, dass es in eine gänzlich andere Kerbe schlägt, als die bisherigen Texte des Autoren.

Der Rahmen
DAS HAUS KOMAROW spielt in einer weit entfernten Zukunft. Deutschland ist im Verlauf eines anhaltenden Konflikts, der prägnant als der „Unendliche Krieg“ bezeichnet wird, Teil eines russischen Zarenreiches geworden, welches die Kontrolle über große Teile Europas hält. Über diese verschiedenen Teile von Russisch-Europa gebieten Adelshäuser wie das der Komarows, die untereinander in Konkurrenz stehen, um die jährlich zu vergebende Versorgungshoheit über ihre jeweilige Oblast zu erhalten. Obwohl uns der Roman ins 23. Jahrhundert mitnimmt, ist die Welt der Familie Komarow weitgehend ohne Technologie und zumindest in der deutschen Oblast gibt es so gut wie kein soziales Leben. Anatol, einem Briémek des Hauses Komarow, wird der Mord an seinem Vater zur Last gelegt. Das führt zu seiner Flucht, auf der er sich bei einem Hehlerring verdingt, auf eine Gruppe illegal geborener Kinder trifft und sich mit Organhändlern rumschlagen muss, bevor ihn sein Weg zurück nach Berlin führt. Der Ausgangspunkt der Handlung hat den Verlag dazu veranlasst, den Roman in seine Thriller-Sparte zu packen, ich halte es (dystopische) Science Fiction und der Autor spricht von einer Deutschland-Dystopie.

Der Stil
Saalbach bewegt sich in einem völlig anderen Fahrwasser als bei den eher humorvollen Artikeln, die er in den letzten eineinhalb Jahrzehnten präsentiert hat. Angesichts der Handlung und der vorgestellten Welt ein entschiedenen Vorteil. Sehr schön ist, dass Saalbach vollkommen auf Anglizismen verzichtet. Nicht nur ergibt das aufgrund der russischen Vorherrschaft Sinn, es ist auch eine erfrischende Abwechslung zu Leuten, die sich all zu oft einer unschönen Mischung aus englischer und deutscher Sprache befleißigen. Stattdessen werden dem russischen entstammende Begriffe wie Oblast (область/Verwaltungsbezirk) und Werst (Верста́/Längenmaß) verwendet. Das passt zum Buch, zur Handlung und zur Welt. Etwas seltsam jedoch ist, dass wirklich nur russische Namen auftauchen. Auch nach hundert Jahren unter der Herrschaft des Zarenreiches, sollte es doch noch den einen oder anderen Menschen deutscher Abstammung geben.

Die Figuren
In anderen Besprechungen wurde manchmal bemängelt, dass die Figuren über nicht genügend Tiefe verfügen. So sei es schwer, eine emotionale Bindung zu Anatol oder seinen Verbündeten aufzubauen oder mit ihnen mitzufiebern. Diesem Punkt kann ich nicht widersprechen. Gleichzeitig sehe ich das nicht zwangsläufig als eine Schwäche. Die Figuren erfüllen ihren Zweck – und auf den arbeitet der Autor kontinuierlich und konsequent hin. Der Verzicht auf das Menschliche ist meines Erachtens ein legitimes Stilmittel und Saalbach ist nun wirklich nicht der erste, der so vorgeht. H. P. Lovecraft, Thomas Ligotti, Stanley Kubrick … sind nur drei Beispiele, die es auszeichnet, dass sie in ihren besten Momenten genau das über Bord geworfen haben.

Fazit
Ich weiß nicht, ob es am Wechsel zu ernsthafteren Tönen liegt, aber ich habe das Gefühl, dass er gelegentlich noch mit angezogener Handbremse schreibt. Nichtsdestotrotz, DAS HAUS KOMAROW ist ein beachtlicher Erstling, der über die gesamte Distanz spannend bleibt und den Leser in eine interessante Welt entführt. Weiter so, Axel!

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Das Haus Komarow
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Neuer Autor, neuer Verlag. Zumindest mir war der Latos Verlag aus Calbe/Saale bisher kein Begriff. Der Verlag wurde 2010 gegründet und scheint sich auf deutschsprachige Autoren spezialisiert zu haben. Dabei werden von Fantasy über Sciene Fiction bis hin zu Erotik viele Genres abgedeckt. Die meisten Veröffentlichungen werden auf der Verlagsseite unter dem Banner „Romance“ geführt. Nicht ganz so neu ist

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Ian Tregillis – Die Milkweed-Trilogie

von am 23. März 2015 1 Kommentar

Mit Deltus.de tauchte etwa Mitte letzten Jahres ein neuer Verlag in den Regalen auf, der sich auf Science Fiction und Fantasy (und sog. „Kaijū“-Romane spezialisierte). Genaugenommen war Deltus.de kein eigenständiger Verlag sondern ein Imprint des Festa Verlags, zu dessen Horrorprogramm damit ein interessantes Kontrastprogramm geboten werden sollte. Leider konnte sich Deltus.de nicht etablieren und ist inzwischen schon wieder Geschichte. Die letzte Veröffentlichung wird der Abschluss der MILKWEED-Trilogie sein, der für Ende März angekündigt ist. Schade, es hätte eine Bereicherung für den deutschen Buchmarkt werden können.

Der US-Amerikaner Ian Tregillis begann seine Autorenkarriere 2010 mit SAAT DES UNHEILS, dem ersten Teil einer Alternativwelt-Trilogie in der „englische Warlocks auf Nazi-Superhelden treffen“. Er trägt auch zu George R. R. Martins WILD CARDS-Universum bei. Ein Band mit Geschichten aus dieser Welt ist vor kurzem bei Heyne erschienen. Tregillis wird von Martin als herausragender Autor bezeichnet. Der Schöpfer vom Bestseller A GAME OF THRONES muss es wissen. Immerhin, die Idee eines jungen Neil Gaiman für eine WILD CARDS-Geschichte hat er seinerzeit … abgelehnt. Dass aus dieser Idee letzten Endes Gaimans SANDMAN entstehen sollte, wollen wir an dieser Stelle mal nicht beachten.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die REGP, die Reichsbehörde zur Erweiterung germanischen Potentials und ihre britischen Gegenspieler von der schlicht Milkweed genannten Abteilung des Geheimdiensts ihrer Majestät. Das Reich schickt hierbei seine selbstgeschaffenen Übermenschen in den Kampf. Diese erinnern in der Tat ein wenig an Marvels X-MEN. So verwundert es nicht, dass sie auch in den eigenen Reihen Außenseiter bleiben und zumindest einige von ihnen auch sympathische Züge zeigen. Fast schon zur Abwechslung von oft bedienten Mustern, ist die Entstehung dieser Reichs-Superhelden nicht auf irgendwelchem magischen Klimbim gebaut, der von der Thule-Gesellschaft erdacht wurde. Stattdessen sind sie die Produkte deutschen Erfindungsgeists. Entschieden eine Stärke des Romans wenngleich es natürlich die eher negativen Auswirkungen wissenschaftlichen Strebens zeigt. Tregillis’ Dr. von Westarp erinnert durch seine mitleidlose und das Ergebnis seiner Arbeit über alles stellenden Art nicht zufällig an Dr. Josef Mengele.

Den magischen Klimbim führen indes die Briten ins Feld, die von Westarps Kindern das arkane Wissen einer Gruppe Warlocks entgegensetzen. Diese sind nun keine allmächtigen Zauberer sondern beschwören die Eidolon, geheimnisvolle Wesenheiten aus den Bereichen zwischen Raum und Zeit, die für ihre Hilfe immer höhere Preise einfordern. Diese Handel können nicht ohne Folgen bleiben.

Wer eine Lust auf eine spannende Alternativweltgeschichte hat, ist mit der MILKWEED-Trilogie gut beraten und sollte zuschlagen, solange die Bücher lieferbar sind.

Während ich diese Zeilen schreibe, steht der abschließende Teil der Trilogie (DAS NOTWENDIGE BÖSE) kurz vor der Veröffentlichung. SAAT DES UNHEILS und DER KÄLTESTE KRIEG sind bereits lieferbar.

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Saat des Unheils
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Mit Deltus.de tauchte etwa Mitte letzten Jahres ein neuer Verlag in den Regalen auf, der sich auf Science Fiction und Fantasy (und sog. „Kaijū“-Romane spezialisierte). Genaugenommen war Deltus.de kein eigenständiger Verlag sondern ein Imprint des Festa Verlags, zu dessen Horrorprogramm damit ein interessantes Kontrastprogramm geboten werden sollte. Leider konnte sich Deltus.de nicht etablieren und ist inzwischen schon wieder Geschichte. Die

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Virtueller FilmClub: "Starship Troopers" (OmU)

von am 17. Oktober 2014 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub: "Starship Troopers" (OmU)

Am Montag 27.10. um 20:30 Uhr findet die dreissigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Alien Invasion" von Ende August/Anfang September: Den satirischen SciFi-Actionfilm "Starship Troopers" (1997) von Paul Verhoeven. Haarscharf ging’s zur OmU (Original mit Untertiteln) statt zur OV (Originalversion eben ohne Untertitel) – so sei es.

Kurz zum Inhalt: Johnny Rico (Casper van Dien) schließt die Schule ab. Um seine Freundin Carmen (Denise Richards), die Weltraumpilotin im Militärdienst werden will, zu beeindrucken, meldet er sich ebenfalls und kommt zur Mobilen Infantrie. Die prügelharte Ausbildung steht er durch und wird Squad Leader. Als Carmen per Videobotschaft mit ihm Schluss macht und bei einer Übung unter seinem Kommando einer seiner Leute stirbt, will er den Dienst quittieren. Doch da greifen "Bugs", eine arachnoiden Spezies, die Erde an. Rico entscheidet sich um und nimmt am völlig fehlgeplanten Gegenschlag teil, der in einem Desaster endet.

Der Film basiert auf dem Buch von Robert A. Heinlein von 1959, weist aber viele gravierende Unterschiede auf.

Cineasten-Schmankerl am Rande: Die deutsche Synchronisation weicht teils ebenfalls gravierend vom englischen Original ab und führt damit zu einer teils völlig anderen Darstellung der Gesellschaft und ihrer Geschichte.

Wie gehabt: Die Abstimmung für den Termin im Dezember startet wieder zeitgleich mit der VFC-Veranstaltung. Als Ergänzung zur Stimmabgabe online bekommen die Anwesenden am Samstag wieder die Möglichkeit, für den nächsten Film per Stimmzettel gleich mitzustimmen. Nur die Anwesenden bekommen die Möglichkeit, die Sprachversion mitzuentscheiden.

Am Montag 27.10. um 20:30 Uhr findet die dreissigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Alien Invasion" von Ende August/Anfang September: Den satirischen SciFi-Actionfilm "Starship Troopers" (1997) von Paul Verhoeven. Haarscharf ging’s zur OmU (Original mit Untertiteln) statt zur OV (Originalversion eben ohne Untertitel) – so sei es.

Kurz zum Inhalt: Johnny Rico

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Virtueller FilmClub: "Paul"

von am 20. Januar 2014 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub: "Paul"

Am Samstag 25.01. um 22:00 Uhr findet die einundzwanzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Heiterer Jahresbeginn" von Ende November/Anfang Dezember: "Paul – Ein Alien auf der Flucht" (2011). In der Abstimmung ist die Tendenz zur englischen Originalversion gegangen, so sei es.

Kurz zum Inhalt: Graeme und Clive, zwei britische Nerds, besuchen die Comic-Con und touren danach auf den Spuren der bekanntesten UFO-Sichtungen durch den Westen der USA. Da werden sie Zeuge eines Autounfalls und treffen auf Paul, einen waschechten Außerirdischer. Er ist in dem Wagen aus der Area 51 geflohen und will nun zurück zu seinem Heimatplaneten – umso mehr, als dass die Regierung, nachdem er all sein Wissen mit ihr geteilt hat, auf seine Stammzellen scharf ist. Graeme und Clive wollen ihm helfen, so dass schon bald das FBI, daneben aber auch Hillbillies und ein wütender kreationistischer Vater hinter ihnen her sind.

Der Film wimmelt in Wort und Bild von Anspielungen auf Sci-Fi-Filme. Und wie es sich für eine gute Parodie gehört, kommt natürlich auch der Wilhelm-Scream vor 🙂

Cineasten-Schmankerl am Rande: Sigourney Weaver vs. Alien 😉

Wie gehabt: Die Abstimmung für den Termin im Märzstartet wieder zeitgleich mit der VFC-Veranstaltung. Als Ergänzung zur Stimmabgabe online bekommen die Anwesenden am Samstag wieder die Möglichkeit, für den nächsten Film per Stimmzettel gleich mitzustimmen.

Am Samstag 25.01. um 22:00 Uhr findet die einundzwanzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Heiterer Jahresbeginn" von Ende November/Anfang Dezember: "Paul – Ein Alien auf der Flucht" (2011). In der Abstimmung ist die Tendenz zur englischen Originalversion gegangen, so sei es.

Kurz zum Inhalt: Graeme und Clive, zwei britische Nerds, besuchen die

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Virtueller FilmClub: "Last Samurai" (OmU) und "Memories"

von am 26. Dezember 2013 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub: "Last Samurai" (OmU) und "Memories"

Am Samstag 28.12. um 22:00 Uhr findet die zwanzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Melancholie zum Jahresende" von Ende Oktober/Anfang November: "Last Samurai" (2003). In der Abstimmung gab es eine deutliche Tendenz zur Version Original mit Untertitel – und diesmal hat’s geklappt! Also gibt’s Last Samurai als OmU. Als Special zeigen wir diesmal den Kurzfilm einer Würzburger Jungregisseurin: “Memories”.

Last SamuraiKurz zu "Last Samurai": In Edward Zwicks Historienfilm und überwältigenden Actionabenteuer „Last Samurai“ spielt Tom Cruise einen US-Soldaten in Japan, der vom Feind zum Freund rebellischer Samurai wird. Japan um 1875: Der abgewrackte US-Soldat und von Schuldgefühlen geplagte Bürgerkriegsheld Nathan Algren (Tom Cruise) soll als Militärberater eine japanische Armee gegen die aufständischen Samurai unter Daimyo Katsumoto (Ken Watanabe) aufbauen. Als er von den Rebellen gefangen genommen wird, lernt er die Gesellschaft und Philosophie der Samurai kennen und verstehen. Er wird mit der Zeit freundschaftlich und respektvoll aufgenommen und sogar im Schwertkampf ausgebildet. Schließlich kehrt er zurück sieht nun aber die Sache mit sehr anderen Augen. Er wechselt endgültig die Seiten und kämpft auf Seiten der Aufständischen gegen die kaiserliche Armee.

MemoriesKurz zu "Memories": Der Sci-Fi-Noir-Kurzfilm der Würzburger Jung-Regisseurin Martina Chamrad ist komplett in Würzburg gedreht. Als Schauspieler fungieren Mitglieder vom Theater Ensemble Würzburg.

Cineasten-Schmankerl am Rande: Beim Filmdreh zu "Last Samurai" wäre Tom Cruise beinahe enthauptet worden, da ein Sicherungssystem versagte. Nur die Reflexe des zuschlagenden Hiroyuki Sanada konnten Schlimmeres verhindern.

Und wie gehabt: Die Abstimmung für den Termin im Februar startet wieder zeitgleich mit der VFC-Veranstaltung. Als Ergänzung zur Stimmabgabe online bekommen die Anwesenden am Samstag wieder die Möglichkeit, für den nächsten Film per Stimmzettel gleich mitzustimmen.

Am Samstag 28.12. um 22:00 Uhr findet die zwanzigste Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung "Melancholie zum Jahresende" von Ende Oktober/Anfang November: "Last Samurai" (2003). In der Abstimmung gab es eine deutliche Tendenz zur Version Original mit Untertitel – und diesmal hat’s geklappt! Also gibt’s Last Samurai als OmU. Als Special zeigen

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Central: Raumfahrtspecial mit Ehrengästen und Mondbeobachtung am Samstag, 19.10.2013

von am 14. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert für Central: Raumfahrtspecial mit Ehrengästen und Mondbeobachtung am Samstag, 19.10.2013

Wieder mal eine kurze Meldung: Im Central veranstaltet am kommenden Samstag, 19.10. ab 18:30 Uhr der VFR (Verein zur Förderung der Raumfahrt) ein Event zum Jubiläum "50 Jahre Frauen im Weltraum" und dem Thema "Private Raumfahrt". Nach einem Sektempfang folgt ein Vortrag über Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im All. Dann eine Präsentation zum aktuellen Stand der privaten Raumfahrt und anschließend der Film "Space Tourists".

Walentina TereschkowaAm 16.6.1963 startete Walentina Tereschkowa als erste Kosmonautin mit der Raumkapsel Wostok 6 ins All. Für weitere 19 Jahre sollte sie auch die einzige Frau im All bleiben. Der Flug enthielt ein Rendezvous mit Wostok 5, die bereits zwei Tage im All unterwegs war, und dauerte insgesamt 3 Tage bei 49 Erdumkreisungen.

SpaceShipTwoVon dort zum Heute: Sonja Rhode ist eine Unternehmerin aus Hagen, die seit ihrer Kindheit von Raumfahrt begeistert ist. Sie absolviert ein Astronautentraining und wird voraussichtlich im nächsten Jahr als erste Deutsche ins All starten. Zusammen mit dem Raumfahrtexperten Eugen Reichl präsentiert sie den aktuellen Stand des suborbitalen Raumschiffs Space Ship Two der Spaceship Company, einem Joint Venture der Unternehmen Virgin Group und Scaled Composites. Die Space Ship Two soll bereits ab Ende 2013 suborbitale Raumflüge durchführen und später für den Weltraumtourismus genutzt werden.

Der anschließende Film "Space Tourists" ist eine Dokumentation mit Anousheh Ansari, der ersten Weltraumtouristin im All. Er dokumentiert die Vorbereitungen und Flug zur ISS.

Danach folgt ein Get-Together mit den Ehrengästen und bei klarem Himmel die Möglichkeit zur Mondbeobachtung per Teleskop.

 

Wieder mal eine kurze Meldung: Im Central veranstaltet am kommenden Samstag, 19.10. ab 18:30 Uhr der VFR (Verein zur Förderung der Raumfahrt) ein Event zum Jubiläum "50 Jahre Frauen im Weltraum" und dem Thema "Private Raumfahrt". Nach einem Sektempfang folgt ein Vortrag über Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im All. Dann eine Präsentation zum aktuellen Stand der privaten

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Enterprise im CINEWORLD-Double-Feature

von am 25. April 2013 Kommentare deaktiviert für Enterprise im CINEWORLD-Double-Feature

Star TrekAb 08.05.2013 im Cineworld
Star Trek Into Darkness, USA 2013, 129 min.
Regie: J. J. Abrams
Genre: Action, Science Fiction
Mit: Chris Pine, Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch…

Die Enterprise startet wieder durch! Teil 11 und 12 der neu aufgelegten SciFi-Kultserie „Star Trek“ im CINEWORLD-Double-Feature

Star TrekAm Mittwoch, 8. Mai, startet die Besatzung der Enterprise um Captain Kirk bei einem exklusiven Double-Feature im CINEWORLD Mainfrankenpark wieder in unendliche Weiten. Ab 20 Uhr zeigt das Erlebniskino im Mainfrankenpark Teil 11 „Star Trek – Die Zukunft hat begonnen“ und 12 „Star Trek into Darkness“ der neu aufgelegten Sci-Fi-Kultserie unter der Regie einer der einflussreichsten und renommiertesten Filmemacher – J. J. Abrams. Ab 19 Uhr ist der Star Trek Club Regensburg USS Danubia NX-190200 mit einer Vulkanischen Delegation zu Gast im CINEWORLD und steht für Erinnerungsfotos zur Verfügung.

Wer hätte 1966 schon gedacht, dass sich eine kleine, trashige Science-Fiction-Serie, in der seltsam gewandete No-Name-Schauspieler durch Pappkulissen stolpern, zu einem der langlebigsten Phänomene der Popkultur erheben wird? Wohl nicht einmal Begründer Gene Roddenberry selbst. Fünf weitere Fernsehserien und elf Kinomissionen später, schickt Star-Regisseur J.J. Abrams die Enterprise auf ihre nächste Mission. Im neuesten Reboot Teil 12 „Star Trek into Darkness“ wird Chris Pine wieder in die Rolle des draufgängerischen Captain Kirk schlüpfen und Zachary Quinto seinen ersten Offizier Spock verkörpern. Auch Zoe Saldana (Uhura), Simon Pegg (Scotty), Karl Urban (Pille), Anton Yelchin (Chekov) und John Cho (Sulu) sind wieder mit von der Partie.

„Infos und Karten bei der CINEWORLD Hotline (0 93 02) 93 13 04 sowie unter www.cineworld-main.de

Inhalt „Star Trek – Die Zukunft hat begonnen“

Wir schreiben das 23. Jahrhundert. Der junge James Tiberius Kirk (Chris Pine) ist ein Draufgänger, der keiner Kneipenschlägerei aus den Weg geht und bevorzugt mit dem Kopf durch die Wand marschiert. Der Heißsporn bewirbt sich auf Rat eines alten Freundes seines verstorbenen Vaters (Chris Hemsworth) bei der Sternenflotten-Akademie der Föderation und findet in dem kauzigen Arzt Dr. Leonard "Pille" McCoy (Karl Urban) sogar gleich einen neuen Kumpel. Ansonsten macht sich der Frauenheld auf der Akademie eher Feinde. So wie den Halb-Vulkanier Spock (Zachary Quinto), dem auffällt, dass Tiberius bei einer Prüfung gemogelt hat. Die beiden entwickeln sich zu erbitterten Rivalen, müssen ihre Feindseligkeiten jedoch aufgeben, als die U.S.S. Enterprise vom Stapel läuft und Captain Pike bei einer Mission von dem romulanischen Outlaw Nero (Eric Bana) gefangen genommen wird, der nur von einem Gedanken beseelt ist: Rache!

Inhalt „Star Trek into Darkness“

Bei ihren Erforschungen fremder Welten ist die Crew der Enterprise auf einen Planeten gestoßen, der von einem Vulkan zerstört zu werden droht. Doch Spock (Zachary Quinto) findet einen Weg, den Ausbruch des Vulkans zu verhindern, während Kirk (Chris Pine) mit Freund Bones (Karl Urban) ein Ablenkungsmanöver startet. Doch als sich die Ereignisse überschlagen und Spock zu sterben droht, kann Kirk sein Crew-Mitglied nur mit einem waghalsigen Manöver retten. Bei diesem sieht die unterentwickelte Spezies des fremden Planeten aber die Enterprise – ein klarer Verstoß gegen die oberste Direktive der Föderation, die keine
Einflussnahme in die Entwicklung fremder Kulturen erlaubt. Spock wird daraufhin strafversetzt, Kirk wird abgesetzt und soll zurück an die Akademie. Nur die Fürsprache seines Förderers Admiral Pike (Bruce Greenword) verhindert dies und Kirk kann zumindest als dessen rechte Hand an Bord der Enterprise bleiben – und dort wird er auch gebraucht: Denn ein fürchterlicher Terroranschlag erschüttert London, bei dem ein Archiv der Sternenflotte in die Luft gejagt wird. Dahinter steckt John Harrison (Benedict Cumberbatch), ein ehemaliges Mitglied der Sternenflotte. Während sich die obersten Führer der Förderation zwecks Gegenmaßnahmen beraten, erkennt Kirk, dass sie damit dem Terroristen genau in die Karten spielen. Sein Versuch, noch schlimmeres zu verhindern und den mysteriösen Terroristen zu schnappen, startet ein episches Schachspiel um Leben und Tod, bei dem Freundschaften auseinander gerissen und Opfer für die einzige Familie, die Kirk noch bleibt, gebracht werden müssen: seine Crew.


Ab 08.05.2013 im Cineworld
Star Trek Into Darkness, USA 2013, 129 min.
Regie: J. J. Abrams
Genre: Action, Science Fiction
Mit: Chris Pine, Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch…

Die Enterprise startet wieder durch! Teil 11 und 12 der neu aufgelegten SciFi-Kultserie „Star Trek“ im CINEWORLD-Double-Feature
Am Mittwoch, 8. Mai, startet die Besatzung der Enterprise um Captain Kirk bei

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Endzeit-Thriller „Oblivion“ bei der CINEWORLD „Echte Kerle“-Preview

von am 20. März 2013 Kommentare deaktiviert für Endzeit-Thriller „Oblivion“ bei der CINEWORLD „Echte Kerle“-Preview

OblivionAm 10.04.2013 im Cineworld
USA 2013, 129 min.
Oblivion
Genre: Action, Science Fiction
Mit: Tom Cruise, Morgan Freeman, Andrea Riseborough…

OblivionEin Kinoereignis der Extraklasse bietet der Endzeit-Thriller „Oblivion“, den das CINEWORLD Mainfrankenpark am Mittwoch, 10. April, um 20 Uhr präsentiert. Die Comicadaption erzählt die faszinierende Odyssee eines Mannes durch eine zerstörte Welt

Regie führte Joseph Kosinski, der Regisseur von „Tron: Legacy“ und Produzent von „Planet der Affen: Prevolution“, der mit seiner überzeugenden Graphic-Novel auch die Vorlage zu diesem fesselnden Endzeit-Thriller lieferte. In der Hauptrolle spielt Hollywood-Superstar Tom Cruise, der nach „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ bei den spektakulären Action- und Effekte-Szenen wieder an seine physischen Grenzen geht.
Mit von der Partie sind Morgan Freeman (The Dark Knight Rises), sexy Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko (Ein Quantum Trost) und Andrea Riseborough (Brighton Rock). Gedreht wurde an atemberaubenden Locations in den USA und Island. Mit seiner hochoriginellen Erzähl-weise setzt die Action-Saga OBLIVION im Science-Fiction-Genre souverän neue Maßstä-be.

Vor dem Film gibt es tolle Preise vom Media Markt in der Würzburger Alfred-Nobel-Straße zu gewinnen.
Ein besonderes Special bietet das CINEWORLD-Restaurant Oskars an: Mit der Echten Kerle-Kinokarte gibt es an diesem Tag Currywurst inklusive Pommes zum Sonderpreis von nur 5 Euro.

Zum Film gibt es für Echte Kerle zwei Warsteiner zum Preis von einem!

Infos und Karten bei der CINEWORLD Hotline (0 93 02) 93 13 04, an den CINEWORLD Ticketkassen sowie platzgenau im Internet unter www.cineworld-main.de

Montags-OVInhalt „Oblivion“

Nach einer Apokalypse hat die Menschheit den Planeten Erde verlassen und lebt schon seit Jahrzehnten hoch über den Wolken. Der hoch spezialisierte Techniker Jack Harper (Tom Cruise) ist einer der wenigen Menschen, die noch auf der fast verwüsteten Erde stationiert sind. Es ist ein gefährlicher Ort. Nach jahrelangen Kämpfen mit furchterregenden mutierten Lebewesen  um lebenswichtige Ressourcen hat Jack seine Aufgabe nun erfüllt. Doch da entdeckt er auf einem Patrouillen-Flug in einem abgestürzten Raumschiff eine Überlebende. Dieser Vorfall löst eine Kettenreaktion höchst mysteriöser Ereignisse aus. Gibt es vielleicht noch weitere Lebewesen, die ihm bislang verborgen blieben?

 


Am 10.04.2013 im Cineworld
USA 2013, 129 min.
Oblivion
Genre: Action, Science Fiction
Mit: Tom Cruise, Morgan Freeman, Andrea Riseborough…

Ein Kinoereignis der Extraklasse bietet der Endzeit-Thriller „Oblivion“, den das CINEWORLD Mainfrankenpark am Mittwoch, 10. April, um 20 Uhr präsentiert. Die Comicadaption erzählt die faszinierende Odyssee eines Mannes durch eine zerstörte Welt
Regie führte Joseph Kosinski, der

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Virtueller FilmClub im Central: "Galaxy Quest" mit Infostand der Mainfränkischen Raumfahrtgruppe

von am 18. Februar 2013 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub im Central: "Galaxy Quest" mit Infostand der Mainfränkischen Raumfahrtgruppe

Am Samstag 23.2 um 22:30 Uhr findet die zehnte Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung von Anfang Januar „Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“ (1999).

Die StarTrek-Parodie mit den klasse-naiven Außerirdischen hat ja selbst schon Kultstatus erreicht. Trotzdem kurz zum Film:

Galaxy QuestDie Besatzung der "NSEA Protector" waren die größten Helden im Fernseh-All, bis die Serie 1982 abgesetzt wurde. Beinahe 20 Jahre später steckt die Crew immer noch in ihren Uniformen und tingelt von Fan-Convent zu Fan-Convent. Einige Fans erweisen sich als allzu treu: Die Thermianer vom Klaatu-Nebula hielten nämlich die Serie für ein "Dokument der Zeitgeschichte" und wenden sich an den Commander, damit er sie vor realen und tödlichen Widersachern rette.

Allein die Con-Szenen, die Radikal-Fans (jetzt weiß ich, woher ich den ComputerFreak aus "Die Hard IV" kenne) und die teils sinnfreien Action-Elemente der "Originalserie" (Stichwort: Stampfer) … 🙂

Mit dabei ist wieder die Sternwarte Würzburg und die Mainfränkische Raumfahrtgruppe mit einem Infostand, den sie unter das Motto "Planlos durchs Weltall?!" stellen wollen.

Lassen wir uns überraschen.

Am Samstag 23.2 um 22:30 Uhr findet die zehnte Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung von Anfang Januar „Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“ (1999).
Die StarTrek-Parodie mit den klasse-naiven Außerirdischen hat ja selbst schon Kultstatus erreicht. Trotzdem kurz zum Film:
Die Besatzung der "NSEA Protector" waren die größten Helden im Fernseh-All, bis

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Jim Starlin – Dreadstar

von am 31. Oktober 2012 Kommentare deaktiviert für Jim Starlin – Dreadstar

Dreadstar Omnibus

Heute geht es an dieser Stelle um ein Thema, welches mir persönlich sehr wichtig ist, da es um eines der zentralen Werke meines Lieblingsautoren geht. Die Gründe dafür sind vielfältig und sehr persönlich, hier sei genug damit gesagt, dass Jim Starlin (09.10.1949) das mit einer Seite (!) aus AVENGERS ANNUAL 7 geschafft hat.

DREADSTAR erschien ab 1982 bei Epic Comics. Epic war ein Label von Marvel Comics für sowohl erwachsenere Titel als auch eine Plattform, auf der Künstler ihr eigenes (creator-owned) Material präsentieren konnten. Damit war Epic sowohl ein Prototyp für DCs Vertigo Comics und ein Vorgänger für Marvels Icon Comics (z. B. KICK-ASS von Mark Millar & John Romita jr.).

Vanth Dreadstars erste Gehversuche wurden noch in der anthologischen Reihe EPIC ILLUSTRATED (ab Frühjahr 1980) veröffentlicht. Die METAMORPHOSIS ODYSSEY war bei Fans so beliebt, dass zwei Fortsetzungen produziert wurden. Im Oktober 1981 erschien bei Eclipse Comics METAMORPHOSIS ODYSSEY BOOK 2: THE PRICE in dem die Vorgeschichte des Zauberers Syzygy Darklock erzählt wird. Dieser Ausgabe folgte 1982 MARVEL GRAPHIC NOVEL 3: DREADSTAR*, die direkte Vorgeschichte der im November desselben Jahres gestarteten Serie. Es war dies übrigens die erste Serie, die nach EPIC ILLUSTRATED bei diesem Imprint erschienen ist.

Titelheld Dreadstar steht zwischen den Fronten. Zwei galaktische Imperien kämpfen in einem jahrhunderte alten Krieg um die Vormacht im Kosmos. Auf der einen Seite steht die vom Lord Papal geführte Church of the Instrumentality, eine fanatische Kirche, die den Willen der zwölf Götter erzwingt. Dieser Welten umfassenden Glaubensgemeinde steht die Monarchy gegenüber. Eine, nun, Monarchie mit langer Ahnenreihe, die aber zum Zeitpunkt der Handlung von einem schwachen König regiert wird. Dem zur Seite steht der geheimnisvolle Z, der nicht nur im Hintergrund seine eigenen Pläne verfolgt. Zu allem Übel hat er auch noch eine geheimnisvolle Verbindung zu Dreadstar, die dieser unbedingt lösen muss. Und nein, Z ist nicht Dreadstars Vater!

Gemeinsam mit seinen Freunden, dem caldorianischen Katzenmenschen Oedi, der blinden Telepathin Willow und Darklock, der einst selber ein Bischof der Instrumentality war, muss sich Dreadstar zwei übermächtig scheinenden Feinden stellen. Die Lösung liegt auf der Hand. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Ob sich Dreadstar und seine Leute zu dieser Entscheidung durchringen können, welche Seite sie für ihre Zwecke für einen besseren Verbündeten halten und wer den Krieg gewinnt kann nun jeder im DREADSTAR OMNIBUS nachlesen. Der umfangreiche Band enthält den kompletten ersten Handlungsbogen und damit die ersten zwölf Ausgaben der Serie.

Neben den für den Autoren typischen philosophischen Betrachtungen über Leben und Tod enthält DREADSTAR auch eine ordentliche Portion Kritik an institutionalisierter Religion. Ebenso wird die Reagan-Bush-Administration aufs Korn genommen. In dieser Hinsicht ist DREADSTAR zweifellos ein Kind seiner Zeit. Unabhängig davon ist jeder, der Lust auf eine spannende und unterhaltsame Space Opera hat, mit dem DREADSTAR OMNIBUS von Dynamite Entertainment gut beraten. Mit deutlichen Einflüssen von STAR WARS (alleine Zs Outfit ist ein sehr deutliches Zeichen dafür), kann man DREADSTAR getrost als einen kleinen Klassiker des Genres bezeichnen, der mit etwas Glück in seiner Gesamtheit von Dynamite nachgedruckt wird. Parallelen zu Cordwainer Smiths Science-Fiction-Stories sind indes zufälliger Natur. Starlin hat diese Geschichten erst gelesen, als er mit DREADSTAR bereits begonnen hatte.

* Marvel hat darauf verzichtet, METAMORPHOSIS ODYSSEY BOOK 3 in den Titel aufzunehmen, unterhalb des Schriftzugs auf dem Cover steht jedoch „a new adventure in the METAMORPHOSIS ODYSSEY series“.

Das Team von comicdealer.de bedankt sich herzlich bei Jim Starlin für die geduldige Beantwortung unserer Fragen!

Dreadstar Omnibus
Heute geht es an dieser Stelle um ein Thema, welches mir persönlich sehr wichtig ist, da es um eines der zentralen Werke meines Lieblingsautoren geht. Die Gründe dafür sind vielfältig und sehr persönlich, hier sei genug damit gesagt, dass Jim Starlin (09.10.1949) das mit einer Seite (!) aus AVENGERS ANNUAL 7 geschafft hat.
DREADSTAR erschien ab 1982 bei Epic Comics.

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Virtueller FilmClub im Central: "2001: Odyssee im Weltraum" (vollständig!) und evtl. Mondbeobachtung per Teleskop

von am 22. September 2012 Kommentare deaktiviert für Virtueller FilmClub im Central: "2001: Odyssee im Weltraum" (vollständig!) und evtl. Mondbeobachtung per Teleskop

Am Samstag 29.9. um 22:45 Uhr findet die fünfte Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung von Anfang August „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968).

Der SciFi-Klassiker von Stanley Kubrick gehört nicht nur zurück auf die Leinwand, sondern unserer Meinung nach auch gezeigt in der vollständigen Urfassung der deutschen Premiere. Wir haben uns daher die ursprünglichen Vorführanweisungen von 1968 vorgenommen und werden entsprechend den Film stilecht mit Ouvertüre und Entracte vorführen, auf die meistens verzichtet wird.

2001: Odyssee im WeltraumZum Film selbst: Ein mysteriöser, schwarzer Monolith beeinflusst in der Urzeit die Evolution und Entstehung der Menschheit. Jahrtausende später wird der Monolith auf dem Mond entdeckt und lockt ein Raumschiff Richtung Jupiter. Die Mission endet in einer Katastrophe, als der Supercomputer HAL 9000 aufgrund eines Konflikts ein unberechenbares Eigenleben entwickelt. Der einzige Überlebende muss sich dem Monolithen stellen.

„2001 (…) entbehrt daher nicht nur eines Fazits. Es gibt kein Fazit. Oder wie sich Arthur C. Clarke ausdrückte: ‚Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben.‘“ – Ulrich Behrens bei Filmstarts.de

 

Zur Beantwortung von Fragen ist mit dabei die Sternwarte Würzburg und die Mainfränkische Raumfahrtgruppe mit einem Infostand.

Und wenn das Wetter passt mit einem Dobson-Teleskop zur Mondbeobachtung!

Einen Tag vor Vollmond!!

Daumen halten, dass das Wetter passt!!!

Am Samstag 29.9. um 22:45 Uhr findet die fünfte Veranstaltung des Virtuellen FilmClubs statt. Wir zeigen euch den Sieger der Abstimmung von Anfang August „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968).
Der SciFi-Klassiker von Stanley Kubrick gehört nicht nur zurück auf die Leinwand, sondern unserer Meinung nach auch gezeigt in der vollständigen Urfassung der deutschen Premiere. Wir haben uns daher

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Starters & Enders

von am 29. Mai 2012 Kommentare deaktiviert für Starters & Enders

Unsere Welt in naher Zukunft. Die Menschheit hat medizinische Fortschritte bei der Verlängerung der Lebensspanne gemacht. Kybernetische Implantate erleichtern das Leben in vielerlei Art und Weise. Eigentlich könnte es allen gut gehen, doch in Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Geld und Macht kauft Lebenszeit – Terror und Krieg überzieht fast den gesamten Globus. Zwischen Staaten, zwischen Ideologien und zwischen Machtblöcken. Die Vereinigten Staaten sind wie immer mittendrin und vorne dabei, im internationalen Reigen um Macht, Vorherrschaft und Geld…

Und dann wird der Krieg wirklich schmutzig. Biologische Kampfstoffe werden eingesetzt. Sporen, die die gesamte Bevölkerung auszulöschen drohen – wer die Waffe eingesetzt hat, wird gar nicht wirklich klar – die Folgen sind von biblischem Ausmaß. In fiebernder Eile wird ein Impfstoff entwickelt und sofort eingesetzt. Zuerst bei den beiden Gruppen erhöhten Risikos, den Jungen und den Alten. Und dann ist es zu spät. In Nordamerika sterben nahezu alle, die den Impfstoff nicht rechtzeitig erhalten haben. Eigentlich alle zwischen 20 und 60, außer ein paar Reichen und Mächtigen…

Kurze Zeit später steht Amerika isoliert da. Die anderen Staaten haben eine absolute Quarantäne verhängt, sogar Mexico verwandelt die Grenze in einen Todesstreifen. Im Inneren der USA entwickelt sich ein vielschichtiges Appartheitssystem. Reich gegen Arm und perverserweise Alt gegen Jung. Die Reichen Ender, so die Bezeichnung für die Überlebenden ab 60 (in Teilen sogar weit über 100 Jahre), und die wenigen Starter (Jugendlichen), die noch Verwandschaft haben, führen ein Leben in Luxus, während die Starter ohne Vormund zu einem Leben auf der Straße oder im Ghetto verdammt sind. Die ganze Entwicklung geht rasend schnell und bereits wenige Jahre nach der Katastrophe hat sich ein an ein Südafrika der Appartheitszeit erinnerndes System etabliert.

Lissa Price beschreibt im in sich abgeschlossenen ersten Band ihrer Near Future Serie "Starters" den verzweifelten Kampf der jungen Waisen Callie. Callie schlägt sich auf der Straße durch. jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben, stets auf der Flucht vor den Marshalls, die Jagd auf Minderjährige ohne erwachsene Angehörige machen, um sie in sogenannte Waisenhäuser zu bringen, Institutionen zweifelhaften Rufes, in denen psychische Folter und Zwangsarbeit an der Tagesordnung sind. Auf der Suche nach einem Ausweg unterschreibt Callie bei einer Bodybank und verkauft ihren Körper als eine Art Wirt auf Zeit für reiche Ender, die auf diese Art Aktivurlaube buchen. Der Albtraum beginnt…

"Starters" ist ein spannendes Jugendbuch, das viele brisante Themen in ein SF-Szenario packt. Trotz einiger Abstriche wegen der Zielgruppe, hat mich die innere Logik größtenteils überzeugt und vor allem die vielschichtige soziale Kritik als Anstoß für ein jugendliches Publikum wirklich begeistert. Die Geschichte ist packend und spannend und kommt am Ende des ersten Bandes zu einem eindeutigen Ende des ersten Handlungsbogens. Ich habe mich wirklich begeistern können und erwarte voll Spannung die bald erscheinende Fortsetzung (Bereits Ende des Jahres angekündigt). Wenn Lissa Price im zweiten Band noch ein paar Lücken füllt, könnte das Ganze ein wirklich genialer Wurf werden. Aber auch schon der – noch ein klein wenig unrunde – erste Teil bekommt von mir ein echtes "Empfehlenswert", vor allem für jüngere Leser ab 16.

Unsere Welt in naher Zukunft. Die Menschheit hat medizinische Fortschritte bei der Verlängerung der Lebensspanne gemacht. Kybernetische Implantate erleichtern das Leben in vielerlei Art und Weise. Eigentlich könnte es allen gut gehen, doch in Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Geld und Macht kauft Lebenszeit – Terror und Krieg überzieht fast den gesamten Globus. Zwischen Staaten, zwischen Ideologien und zwischen Machtblöcken.

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Steampunk

von am 13. April 2012 Kommentare deaktiviert für Steampunk

Noch rollt sie, die Steampunk-Welle, nach dem Ausstoß der Titel zu urteilen immer noch ungebrochen. Von Seiten der Verlage hört man zwar, dass der finanzielle Erfolg nur mäßig ist, also eher ein Todesurteil, aber vielleicht liegt das einfach auch nur in der prinzipiellen Vorgehensweise. Wenn der Buchhandel dazu verkommt, nur noch Hypes zu erzeugen und immer neuen Strömungen hinterherrennt, dann ist vielleicht zuerst einmal die Kasse der Verlage voller, aber ohne jede Nachhaltigkeit. Bücher sind, gesetzlich verankert, bevorzugt, durch einen niedrigeren Umsatzsteuersatz. Diese Bevorzugung begründet sich auf der substanziellen Wertigkeit und kulturellen Essenz von Literatur. Wenn aber das Buch zu einem Konsumprodukt verkommt, dessen Vermarktung rein kommerziellen Mechanismen unterliegt, das immer gleicher wird und immer seichter, wenn nur noch massenkompatibles kaufmännisch sinnvoll ist und Stapelpräsentationen in Kaufhäusern mehr zählen als gut geführte Buchhandlungen, dann ist die Voraussetzung hinfällig.

Natürlich ist diese Entwicklung nicht wirklich neu, aber in letzter Zeit trifft sie leider immer öfter unser Genre. Der Ausstoß an wirklichen Fantasytiteln ist zum Beispiel in den letzten Jahren stark zurückgegangen, auch wenn es aufgrund der ständig wachsenden Anzahl von Urban-Fantasy, Glitzer-Vampir und Jung-Zauberer Romanen ganz anders wirkt. Natürlich sind die potentiellen Auflagen anspruchsvollerer Werke wie "Spiel der Götter" wesentlich geringer als die fünfte Vermarktung einer Zauberer-Internats-Soap, deren Namen nicht genannt werden darf ;-). Aber deswegen den Veröffentlichungstermin der deutschen Übersetzung der letzten Bände derart nach hinten zu schieben, erweckt nicht nur bei mir Unmut und Verzweiflung.

Schaut doch mal die Fantasybücher der letzten Jahre an. Nicht nur, dass es eigentlich nur noch drei oder vier Kategorien von Titelbildern gibt, es gibt auch nur noch austauschbare Textbausteine für den Klappentext. Mit jeweils passender Empfehlung eines ausgewürfelten, auflagenstarken Erfolgsautors. Es ist immer schwerer einem Buch von außen anzusehen, ob es herausragend innovativ oder soapiger Einheitsbrei ist. Ist ja auch nicht gewollt. Die Buchverlage würden auch Klingeltöne verkaufen, wenn es ins Marketing passt.

Ja und jetzt springt eben mal wieder alles auf die Steampunk-Welle. Auf jedem Cover muss ein Luftschiff und ein Herr mit Zylinder oder eine viktorianische Dame zu sehen sein. Auf den Klappentext noch ein bisschen Kitsch und Herzschmerz, hat ja auch schon bei den Vampiren funktioniert, und fertig ist der neue Steampunk Roman. Wie soll man da die Juwelen herauspicken, oder gibt es vielleicht gar keine?

Gibt es sehr wohl. Christian Endres hat vor kurzem einen sehr schönen Artikel über Boneshaker geschrieben. Treffer. Der Feder und Schwert Verlag, der sich seit Jahren durch ein hübsches Programm ausgewählter Fantasy-Romane auszeichnet, zwar etwas hochpreisiger, dafür aber von Fans für Fans, hat eine wirklich breite Pallette von Steampunk Romanen. Treffer. Und zu guter Letzt, wird im Zuge dieser Entwicklung natürlich bei Heyne, die nach wie vor das wohl beste Programm für Fantasy und SF haben, ein genialer Klassiker, nach Jahren der Absenz, wieder auf den Markt gebracht. Volltreffer.

Die Differenzmaschine von William Gibson und Bruce Stirling ist eine echte Praline. Alleine die Namen der beiden Autoren sind natürlich schon gewaltig. Einst die "Jungen Wilden" der SF, sind sie längst zu den "Großen Alten" aufgestiegen. Selten habe ich ein Buch erlebt, das eine derart geniale Mischung aus Unterhaltung, Anspruch, visionärer Kraft und satirischer Details beinhaltet. Die "Differenzmaschine" ist fast so etwas wie die Urgroßmutter der Gattung. Trotzdem ist es bis heute aktuell und hat auch beim zweiten Lesen nichts von seiner Faszination eingebüßt. Sicher nichts für jeden Tag, aber ein wirklich besonderes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.

Mein "Wunsch fürs Käppele" für heute wäre noch, dass China Mieville’s Romane von der Welt Bas-Lag bei Bastei-Lübbe wieder aufgelegt würden. Die schnell gestiegenen Preise für "Die Falter/Der Weber" und "Die Narbe/Leviathan" zeigen, dass da noch Potential wäre. Und vielleicht könnte man ja im Moment einfach auch ein typisches Steampunk Cover für die Verkaufsförderung verwenden. Für alle Phantastik-Fans wäre es ein Gewinn, vielleicht auch für den Bastei-Verlag 😉

Noch rollt sie, die Steampunk-Welle, nach dem Ausstoß der Titel zu urteilen immer noch ungebrochen. Von Seiten der Verlage hört man zwar, dass der finanzielle Erfolg nur mäßig ist, also eher ein Todesurteil, aber vielleicht liegt das einfach auch nur in der prinzipiellen Vorgehensweise. Wenn der Buchhandel dazu verkommt, nur noch Hypes zu erzeugen und immer neuen Strömungen hinterherrennt, dann

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Clockwork Century-Universum

von am 13. Februar 2012 Kommentare deaktiviert für Clockwork Century-Universum

Um an das sagenhafte Gold unter der dicken Eiskruste Alaskas zu gelangen, schrieb Russland 1860 einen Erfinder-Wettbewerb aus. Also baute der geniale Tüftler Dr. Leveticus Blue aus Seattle den Boneshaker-Bohrer. Dumm nur, dass der Testlauf seines mechanischen Ungetüms den Stadtkern seiner Heimatstadt in ein Niemandsland verwandelt hat, voll mit Giftgas, Untoten und ein paar halbtoten Überlebenskünstlern, Luftschiff-Schmugglern und seltsamen Gestalten. Als Dr. Blues störrischer Sohn Zeke sich Jahre später ins Seuchengebiet jenseits der Fraßmauer begibt, um mehr über sein schweres Erbe und die Geheimnisse seiner Familie zu erfahren, folgt ihm seine beherzte Mutter natürlich auf dem Fuße – und schon haben wir den Plot von Cherie Priests »Boneshaker«. Die 1975 geborene Priest, die sich mit Southern-Gothic-Geistergeschichten einen Namen gemacht hat, bleibt dabei voll und ganz ihrer geografischen Linie treu: Während andernorts weiterhin meist das viktorianische London als Kulisse für Abenteuer mit Luftschiffen, allerhand anachronistischen Apparaten und alternativen Geschichtsverläufen dient, siedelt Priest ihre knackige Story in Seattle zum Ende des amerikanischen Bürgerkriegs an. Ob aus Steampunk damit automatisch Weird Western wird, sei vorerst einmal dahingestellt. Wen scheren angesichts der grandiosen Stimmung sowie der fabelhaften Dialoge im giftigen Gas und den düsteren Schutzräumen und Tunneln außerdem irgendwelche spitzfindigen Genre-Definitionen? Das im Original schon 2009 erschienene »Boneshaker«, das nicht umsonst für den Hugo Award nominiert und u. a. von Kelly Link, Warren Ellis und Mike Mignola in höchsten Tönen gelobt worden ist, schüttelt den hierzulande bereits wieder als gescheitert angesehenen Steampunk-Trend auch so noch mal bis auf die Knochen durch. Bleibt nur zu hoffen, dass die übrigen Romane aus Priests hoch interessantem Clockwork Century-Universum ebenfalls noch als dermaßen schön gestaltete Taschenbücher mit den prächtigen Covern von Jon Foster auf Deutsch erscheinen.

Boneshaker

Cherie Priest

Heyne 2012 € 8,99

Um an das sagenhafte Gold unter der dicken Eiskruste Alaskas zu gelangen, schrieb Russland 1860 einen Erfinder-Wettbewerb aus. Also baute der geniale Tüftler Dr. Leveticus Blue aus Seattle den Boneshaker-Bohrer. Dumm nur, dass der Testlauf seines mechanischen Ungetüms den Stadtkern seiner Heimatstadt in ein Niemandsland verwandelt hat, voll mit Giftgas, Untoten und ein paar halbtoten Überlebenskünstlern, Luftschiff-Schmugglern und seltsamen Gestalten.

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Politik und Kritik in der Science Fiction

von am 9. April 2011 10 Kommentare

Utopia

Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus den Bereichen Soziologie und Politik in Zukunftswelten einzubauen. Betrachtet man die SF als Literaturgattung, die Entwicklungen der Gegenwart weiterdenkt und in eine fiktive Zukunft einbaut, ist es eine logische Konsequenz, dass sich die Extrapolationen der Gegenwart nicht nur auf den Stand der Technik beschränken, sondern auch auf Politik und Soziales erstrecken. Der Autor baut eben allgemein brisante aktuelle Zustände oder Denkweisen ein, entwickelt diese weiter und beschreibt Konsequenzen und Folgeerscheinungen. Dabei bleibt es in seinem Ermessen, ob er die Zukunft positiv oder negativ gestalten möchte, ob er also hoffnungsvoll, die Realisation eines Traumes im Sinne einer Utopie erschaffen möchte, oder uns die Konsequenzen unseres Handelns in einer Dystopie oder Anti-Utopie plastisch vor Augen halten möchte.

Die Bezeichnung Utopie leitet sich von Thomas Morus Beschreibung eines idealen Staates auf der Insel "Utopia" ab. Der Roman "De optimo rei publica statu deque nova insula Utopia" wurde 1516 veröffentlicht.

Die Bezeichnung Dystopie entstand erst mit der beginnenden industriellen Revolution und wird begrifflich dem englischen Philosophen John Stuart Mill zugeschrieben. Beide Varianten nutzen den Roman als Vehikel zum Transport politischer und sozialer, sowie ökonomischer und ökologischer Gedanken. Sie verpacken somit trockene Theorie in ein leichter zu rezipierendes Medium – oder breiten über ideologische Themen den Deckmantel der Fiktion und machen sich damit unangreifbar.

Politisch motivierte SF in Deutschland

Politisch motivierte SF ist immer durch den Zeitgeist und die Herkunft beeinflusst. In der deutschen Art liegt oft trockenes Dozieren und schulmeisterliche Korrektheit. Dennoch waren wir zu allen Zeiten ein Volk der Dichter und Denker und so ist es nicht verwunderlich, dass auch diese Spielart der SF gerne – und gut – von deutschen Autoren genutzt wurde und wird. Im Sinne von Kunst und im Sinne von ernsthaftem Engagement einer Sache gegenüber.

Der von mir bereits öfter bemühte Carl Amery ist ein hervorragendes Beispiel. Seine Romane und Stories haben stets einen Hintergrund, welcher der Handlung eine gut verpackte Färbung verleiht, die manchmal erst nach der Reflektion wirklich erfassbar ist. Seine Tochter Maria J. Pfannholz erhielt 1990 für den Roman "Den Überlebenden" den "Deutschen Science Fiction Preis". Ein echtes Juwel im Genre SF, welches eben genau diesen Deckmantel nutzt, um nicht in staatszersetzendem Licht zu erscheinen. "Den Überlebenden", leider auch seit vielen Jahren vergriffen, ist eines der für mich wichtigsten Bücher aus dem Bereich des "Ökoterrorismus". Das Buch steht eingerahmt zwischen dem genialen Werk "Die Universalschraubenschlüsselbande", über dessen Wiederveröffentlichung ich erst geschrieben habe und dem anarchistischen, lange Zeit boykottierten vierten Teils, der TV-Serie "Die Piefke Saga", von 1993.

In der ehemaligen DDR gab es unendlich viele, häufig staatskonforme Utopien. Trotzdem war auch in diesem restriktiven System die SF ein möglicher Deckmantel. Eines der außergewöhnlichsten Werke der ausgehenden DDR-Aera ist der 1989 erschienene Roman "Sein und Bleiben" von Gottfried Meinhold. Leider ist auch dieser Roman seit Jahren Verlags-vergriffen. Ich selbst bin eher durch Zufall über dieses Werk gestolpert, empfand aber die Mischung aus autobiographischen Teilen und Ideensammlung, trotz all der wirklich anstrengenden Zeilen, als interessant und wertvoll.

Links und Rechts – Individuum und Staat

Die Utopie als Traumvorstellung des perfekten Staates ist zu allen Zeiten von Vertretern unterschiedlicher politischer Lager genutzt worden. Neben unendlich vielen links oder ultralinks einzuordnenden Entwürfen gibt es auch einige ernst gemeinte und ernstzunehmende rechtsgerichtete, konservative Utopien. Leider ist auch das Vorzeigewerk dieser Strömung "Atlas wirft die Welt ab" von Ayn Rand in der deutschen Übersetzung nicht mehr erhältlich.

In meinen Augen sind die interessantesten Vertreter der Gattung Polit-SF jedoch die, welche es der Interpretation des Lesers überantworten, selbst eine Entscheidung zu fällen. Dabei darf natürlich der geniale Roman von Ursula K. LeGuin "Planet der Habenichtse" nicht fehlen (sucht auch da mal schön antiquarisch… wird langsam eine ganz schöne Stange von Romanen, die in die virtuelle Neuauflagen-Bibliothek aufzunehmen sind!) LeGuin zeigt die Fehler beider Ansätze. Sowohl der reine Kapitalismus, als auch die utopische, selbstverantwortliche, marxistische Anarchie, scheitern am Menschen.

Ganz anders überlässt zum Beispiel mein Lieblings-SF-Autor Ian Banks jegliche Interpretation dem Leser. In seinem Kultur-Zyklus wird nie wirklich geklärt, ob er selbst den beschriebenen Zustand positiv oder negativ bewertet. Seit vielen Jahren genieße ich die Streitgespräche mit einem meiner guten Freunde, ob die Zukunft, die Banks entwirft erstrebenswert oder hassenswert ist. Ist gefühlte absolute persönliche Freiheit wirklich wichtiger als die Wahrheit?

Die nahe Zukunft und die Realität

Natürlich sind sehr viele Science Fiction Romane von aktuellen Ängsten beeinflusst. Über Atomenergie und die SF habe ich ja gerade erst geschrieben. Aber es muss ja nicht immer gleich so drastisch sein. Bereits kleine, absehbare Details können die Welt politisch verändern, ohne dass globale Katastrophen von Menschenhand oder Kriege dafür verantwortlich sind. Das Ende der fossilen Brennstoffe, die Klimaerwärmung, die Überbevölkerung, der Raubbau an der Natur und die Vernichtung der Regenwälder, die Armut und Ausbeutung von Drittwelt-Ländern. All diese Motive geben reichlich Stoff für politisch oder in diesem Fall auch ökologisch motivierte Szenarien in naher Zukunft.

Auf der anderen Seite lassen natürlich auch hier wieder potentielle Lösungsansätze, wie zum Beispiel die Kernfusion oder die Erschließung neuer Lebensräume auf dem Mond oder im Meer, positive Entwicklungen erahnen. Deshalb gibt es auch in diesen Bereichen viele neutrale Entwürfe oder sogar im Sinne der Utopie fast perfekte und wirklich erstrebenswerte Welten.

Aus der erschreckenden Erfahrung totalitärer Systeme des 20. Jahrhunderts schreibt George Orwell 1948 den Klassiker "1984", in dem ein allmächtiger Staat den Bürger überwacht und führt – und damit letztendlich vollständig der individuellen Freiheit beraubt. 1984 ist heute lange vorbei und die Realität hat die Alptraumwelt Orwells überholt. Viel subtiler sind die Mechanismen, mit denen unsere Freiheit beschränkt wird. Die Konsumgesellschaft und die Macht des Kapitalismus haben viel mächtigere Instrumente geschaffen, um die Schafe nicht zur Schlachtbank zu treiben, sondern zu locken.

Viele gedachte Welten werden von der Realität nicht bestätigt werden, aber das ist im Grunde völlig irrelevant, geht es doch vielmehr um das Anprangern von Ist-Zuständen und der Warnung vor möglichen Konsequenzen. Und auch wenn Orwells "Big Brother", das alles sehende und alles steuernde Auge des Staates, vielleicht in dieser Form niemals Wirklichkeit geworden ist, sondern aus der Angst vor dem Gespenst totalitärer Systeme geboren war, verliert die absolute Aussage doch nicht ihre Gültigkeit. Orwell wird immer wichtig bleiben, als zeitgeschichtliches Werk und eben auch als Warnung vor dem Verlust der individuellen Freiheit.

Was kann man denn dann aktuell noch lesen, wenn all die großen Werke vergriffen sind?

Ein Buch, über das ich eigentlich eher zufällig gestolpert bin, hat mich aktuell wirklich fasziniert. Ich habe es gerade erst gelesen, obwohl es bereits letztes Jahr erschienen ist. Tagebuchartige Aufzeichnungen eines jungen Mädchens in einer Welt nicht weit von unserer, in der die direkten Folgen des Raubbaus bereits ein wenig mehr zu spüren sind, als eben heute. Rationalisierungen von Energie, Fahrverbote, extreme Verteuerung und eben viel staatliche Kontrolle. In diesem Tagebuch sind die Beobachtungen der unterschiedlichen Reaktionen perfekt festgehalten. Unglaublich einfühlsam beobachtet. Danke an Saci Lloyd für dieses tolle Werk.

Euer schönes Leben kotzt mich an: Ein Umweltroman aus dem Jahre 2015

Saci Lloyd

Arena Verlag € 7,95

Über das zweite Buch, das sich sehr schön politisch mit aktuellen Problemen beschäftigt, habe ich bereits geschrieben. Cory Doctorow nimmt sich der Themen Datenschutz im Internet und Einschränkung der Persönlichkeitsrechte im Zeitalter des Terrors an.

Little Brother

Cory Doctorow

rororo € 14,95

Auch den Franzosen Jean Marc Ligny hatte ich bereits mit Aqua TM empfohlen. Bei Bastei gibt es seinen Roman jetzt als Taschenbuch mit dem Titel "Ödland". Spannend, teilweise etwas verwirrend und überladen, eben französisch ;-), aber echte Gänsehaut-Gefahr bei seinen Schilderungen der Klimaveränderung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Ödland

Jean Marc Ligny

Bastei Lübbe € 9,99

Und wer nach all diesen düsteren Büchern noch etwas anderes möchte, der möge bitte Limit von Frank Schätzing lesen. Mit seiner Art, wirklich alles bis ins Detail zu recherchieren, und dann sein Wissen auch niederzuschreiben, hat er mit "Limit" ein absolut glaubwürdiges Near-Future-Szenario entworfen, das ökonomisch, technisch und ökologisch einen perfekten Hintergrund für seinen spannenden Thriller bildet. Auch diesen Roman gibt es jetzt als Taschenbuch. Unbedingt lesen, wenn ihr Schätzings ausschweifenden Schreibstil mögt.

Limit

Frank Schätzing

Fischer € 9,99

Utopia
Der Begriff der Utopie ist untrennbar mit dem Genre SF verbunden. In vielen Sekundärwerken werden sogar die großen staatsphilosophischen Werke als Vorläufer und Wurzeln dieser Literaturgattung genannt. In dieser Tradition war es stets ein wichtiger Aspekt der Science Fiction philosophische und reale Themen aus den Bereichen Soziologie und Politik in Zukunftswelten einzubauen. Betrachtet man die SF als Literaturgattung, die Entwicklungen

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Generation Coupland Plus1

von am 7. März 2011 10 Kommentare

Okay, ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit und hab mich endlich mal an einige Bücher gesetzt, die ich vor mir hergeschoben hatte. Bei manchen wohl zurecht, aber einige echte Schmankerln sind dabei herausgekommen. Das erste Buch, das mir dabei aufgefallen ist, ist eine absolut gelungene Mischung aus gut lesbarer, nachdenklicher SF. Ein wenig Aqua TM, ein bisschen Doctorow, ein Buch für wirklich Alle. Kein als All Ager getarntes Jugendbuch, sondern ein erwachsenes Buch, dass trotzdem auch für interessierte Jugendliche perfekt passt.

1991 erschien Generation X. Damals beschrieb Coupland eindrucksvoll verschiedene Seelenzustände einer Generation – der er selbst fast angehörte.

Zwanzig Jahre später bezieht sich Coupland mit dem Titel seines neuen Episodenromanes auf den Titel von damals und auf ein Zitat von Vonnegut, das im Vorwort für alle nachzulesen ist. Er bezeichnet die Generation mit A, denn aus jedem Ende resultiert ein Neuanfang. Und so nennt Coupland sein neues Werk „Generation A“ und drückt damit Hoffnung aus. Schluss mit dem fatalistischen Weltuntergangsgewäsch, es gibt ein Morgen.

Aus der Sicht von fünf unterschiedlichen Charakteren erzählt er diese Geschichte. Fünf Ich-Erzähler, fünf Gesellschaftsgruppen, fünf Fragmente, die eine schreckliche Welt vor dem Leser entstehen lassen. In ein paar Jahren, oder fast schon jetzt, hier und heute.

Coupland schreibt sehr durchdacht und bewusst, ohne dabei konstruiert zu wirken. Die Charaktere sind authentisch, auch wenn der Autor nicht mehr ganz 😉 der Generation angehört. Sein Stil wandelt sich im Verlauf des Buches und wächst mit den Protagonisten.

Der Roman ist sicher nicht ganz große Literatur und auch sicher nicht das beste, was ich im Bereich naher Zukunftsvisionen gelesen habe, aber der Autor schafft es brilliant, wirklich philosophische Gedanken und ein abstrus, schräges Szenario in einen gut lesbaren Kontext zu packen und macht das Buch dadurch zu einem wirklich tollen Buch für alle.

Trotzdem ist Couplands Roman nicht die befürchtete Weichspüler-Version. Die Welt bleibt dreckig und kaputt, nur ist eben nicht alle Hoffnung verloren. Solange es Menschen gibt, die Gutes bewirken wollen, kann auch Gutes geschehen. Und manchmal muss man solche Dinge eben erst lernen. Das Ende ist sicher angreifbar, aber es ist Teil dessen, was das Buch trotz der bitteren Pillen zu einem gut verdaulichem Buch für Viele macht. Eine hohe Verbreitung solcher Themen ist mir tausend mal lieber, als ein elitäres Werk, das nicht gelesen wird. Denn lesenswert sind alle Gedanken des Buches in jedem Fall.

Auch im Deutschen. Die Übersetzung ist über weite Strecken wirklich gelungen, wären da nicht ein paar unglaubliche Aussetzer. Man muss sich wohl auch bei Verlagen wie Klett Cotta im Zeitalter des reinen Kapitalismus daran gewöhnen, dass es kein Lektorat mehr gibt.

Zwei klitzekleine Beispielchen seien mir gegönnt. Ich will das Buch auch wirklich nicht runtermachen. Es ist trotzdem toll!

Seite 82 Zeile 7 „…das Essen hier saugt.“ (Das saugt wirklich!)

Seite 280 Zeile 5 „…wie man sie mit etwas Sprudelwasser und Rubbeln wegbekäme.“ (So, da sollte wohl was anderes stehen, Soda? 😉 )

Generation A

Douglas Coupland

Tropen bei Klett Cotta € 19,95

Okay, ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit und hab mich endlich mal an einige Bücher gesetzt, die ich vor mir hergeschoben hatte. Bei manchen wohl zurecht, aber einige echte Schmankerln sind dabei herausgekommen. Das erste Buch, das mir dabei aufgefallen ist, ist eine absolut gelungene Mischung aus gut lesbarer, nachdenklicher SF. Ein wenig Aqua TM, ein bisschen Doctorow, ein

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Frachterpilotin Tabea Jute

von am 25. Januar 2011 Kommentare deaktiviert für Frachterpilotin Tabea Jute

Der erste Band dieser losen Reihe ist bereits 1993 beim Heyne Verlag erschienen. Der Titel war damals "Begegnungen auf dem Möbiusband", womit ich das passende Stichwort zum letzten Artikel habe.

Um die Frachterpiloten, die sich von einem Schlammassel zum anderen durchschlagen muss, ranken sich drei Romane des Briten Colin Greenland. Bei der deutschen Ersterscheinung habe ich das Buch leider (im Nachhinein) ignoriert. Einer der typischen Fälle von "das Auge isst mit". Die Neuausgabe bei Blanvalet habe ich sofort verschlungen. Unter dem Titel "Sternendieb" war irgendwie der Anstoß zum Lesen größer… und es hat sich gelohnt. Coole, ideenreiche Space-Opera mit britischem Humor gewürzt und spannend bis zum furiosen Ende.

Soeben ist der zweite Teil der "Trilogie" (eigentlich finde ich in diesem Zusammenhang die Bezeichnung irreführend, sind die Bände doch auch einzeln lesbar, aber so steht es auf dem Klappentext) erschienen und steht dem Ersten in keiner Weise nach.

Ich kann mir gut vorstellen, dass der sehr britische Stil den ein oder anderen Leser in die Verzweiflung stürzt, aber für mich waren die beiden Teile unglaublich kurzweilig und ich bin mit dem teilweise sehr eigenwilligen Stil hervorragend zu recht gekommen. Absoluter Wahnsinn.

Sternendieb

Colin Greenland

Blanvalet 26668, € 8,95

Der erste Band dieser losen Reihe ist bereits 1993 beim Heyne Verlag erschienen. Der Titel war damals "Begegnungen auf dem Möbiusband", womit ich das passende Stichwort zum letzten Artikel habe.
Um die Frachterpiloten, die sich von einem Schlammassel zum anderen durchschlagen muss, ranken sich drei Romane des Briten Colin Greenland. Bei der deutschen Ersterscheinung habe ich das Buch leider (im Nachhinein)

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Ein (Geheim-)Tip für Phantastik-Liebhaber

von am 20. Januar 2011 Kommentare deaktiviert für Ein (Geheim-)Tip für Phantastik-Liebhaber

Wer bei dem Begriff "Möbiusschleife" nicht sofort zusammenzuckt und das Weite sucht kann weiterlesen. Wer auch noch weiß, dass damit ein beliebtes SF-Motiv gemeint ist, sollte sich folgenden Comic sofort kaufen. Die Rede ist von AUS DER NACHWELT – einem deutschen (ja ihr habt schon richtig gelesen: deutschen!) Phantastik-Album von den Comic-Newcomern Hanns Zischler und Friederike Groß.

Schon das surreal erscheinde Cover hat mich angesprochen und stark an die belgischen Haudegen Shuiten/Peeters erinnert, was durch das Lesen dann auch bestätig wurde: Die Geschichte spielt in Yorba, Winter 1971. Der Maler Leonid Kusmin ist ein verkannter Künstler, der schon lange keine Ausstellungsfläche mehr von innen gesehen hat und sein tristes Dasein in seinem heruntergekommen und chaotischen Atelier fristet. Eines Tages wird er von dem fremden Utamar geweckt, der vorgibt mittels Möhiusschleife aus der Zukunft zu kommen.

Mich hat das Szenario sofort fesseln können und stark an Daniel Hulet oder Lorenzo Mattotti erinnert. Auch die skizzenhaften Zeichnungen, mal schwarzweiß, dann wieder farbig, passen perfekt zur surrealen Atmosphäre der Story und ziehen fast schon hypnotisch in den Bann.

Endlich ein gelungenes deutsches Phantastik-Album, das der Autor im Eigenverlag (Alpheus Verlag) zum Preis von 20 Euro veröffentlicht hat. Ein absolutes Muss für diejenigen die gern Geschichten mit den beschriebenen Motiven lesen!

Aus der Nachwelt

Hanns Zischler und Friederike Groß

Alpheus Verlag, € 20,00

Wer bei dem Begriff "Möbiusschleife" nicht sofort zusammenzuckt und das Weite sucht kann weiterlesen. Wer auch noch weiß, dass damit ein beliebtes SF-Motiv gemeint ist, sollte sich folgenden Comic sofort kaufen. Die Rede ist von AUS DER NACHWELT – einem deutschen (ja ihr habt schon richtig gelesen: deutschen!) Phantastik-Album von den Comic-Newcomern Hanns Zischler und Friederike Groß.
Schon das surreal erscheinde

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Local Heroes: Horst Illmer

von am 30. Dezember 2010 1 Kommentar

Horst Illmer ist Urgestein in der Phantastik Szene Würzburg. Bereits am Entstehen des legendären "Cosmonaut",  von Herausgeber Michi Kunath, war Horst Illmer seinerzeit beteiligt. In den "guten alten Zeiten", als es in Würzburg noch SF-Stammtische, Tauschtage und gedruckte Fanzines gab, war Horst bereits immer dabei.

In einer Zeit, an die ich mich nur schemenhaft erinnern kann, in der Gäste wie Michael Moorcock, Cherry Wilder, Helmut Wenske und Dennis Scheck (damals aber noch nicht wirklich als Ehrengast, sondern eher als Dreikäsehoch 😉 ) unsere Börsen und Stammtische besucht haben, als es noch organisierte Fahrten zu den großen SF-Conventions und zum Besuch anderer "Ortsverbände" gab, da hat Horst schon fleißig mitgemischt. Gesammelt, recherchiert, organisiert und katalogisiert. Horst, der Sammler und Jäger von Objekten und Informationen. Der stille Zusammenträger von Puzzlestücken und Kleinodien.

Mittlerweile ist Horst Sparten-Redakteur bei "Phantastisch!", dem wichtigsten deutschsprachigen Genremagazin, Chefredakteur des Onlinemagazines Temporamores, Herausgeber etlicher Print-Sonderbände und Print-Spezialausgaben, Autor einer Bibliographie der Phantastischen Literatur und Gastautor auf diversen Webseiten, wie Literaturzirkel, einer Rezensions und Empfehlungsseite für SF und Fantasy.

Besonders interessant ist in meinen Augen seine Arbeit an den diversen Temporamores Sonderbänden. Mein persönlicher Favorit ist dabei sein Sonderband zu Frauen in der Phantastik. Horst Illmer lässt sein umfassendes Wissen einfließen und spielt seine Stärke in der Recherche unendlicher Details und liebevollen Zusammentragens von Annekdoten voll aus.

Der aktuelle Temporamores Sonderband hat den klingenden Titel: "Phantastisches aus Main-Franken". Horst Illmer beleuchtet dabei die aktuelle Szene in Main-Franken. Auszüge aus den Werken von Phantastik-Schaffenden, Stories, Hintergründe, Fakten.

…und wenn ihr schön bitte, bitte sagt, wird er euch am 15.01.2010 was erzählen. 😉

Temporamores Sonderband 2010

Herrmann Ibendorf

Temporamores, 2010 DinA5, 350 Seiten, € 18,00

Horst Illmer ist Urgestein in der Phantastik Szene Würzburg. Bereits am Entstehen des legendären "Cosmonaut",  von Herausgeber Michi Kunath, war Horst Illmer seinerzeit beteiligt. In den "guten alten Zeiten", als es in Würzburg noch SF-Stammtische, Tauschtage und gedruckte Fanzines gab, war Horst bereits immer dabei.
In einer Zeit, an die ich mich nur schemenhaft erinnern kann, in der Gäste wie Michael

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Menschen wie Götter

von am 29. Juli 2010 Kommentare deaktiviert für Menschen wie Götter

MenschenGoetter"Menschen wie Götter", von Sergej Snegow, ein Wälzer, der für einen entspannenden Urlaub genau das Richtige ist.

Gut, meine Art Urlaub zu machen ist gewöhnlich nicht entspannend, sondern eher sportlich. Surfen,  jeden Tag mehr als genug Wind. Tagsüber beschäftigt und abends müde. Trotzdem war das Buch nach vier Tagen durch. Alleine das ist ein Statement.

Das, 1966 erstmals erschienene, Buch zählt zu den Klassikern der russischen SF und wurde mir bereits mehrfach von Kunden, deren Meinung ich schätze, empfohlen. Die aktuelle Ausgabe im Heyne Verlag ist mit 992 Seiten ein echter Brocken, der mich aber von der ersten Sekunde an in den Bann gezogen hat. Das Buch ist für mich das russische Pendant zu "Hyperion" von Dan Simmons.
Okay, andere Zeit, andere Intension, andere Ideologie, aber genauso episch, nicht minder gewaltig und ebenso faszinierend. Snegow entwirft eine Zukunft, in der die Menschen die Grenzen des Sonnensystems hinter sich gelassen haben und zu interstellaren Reisen aufbricht. Eine stolze und großartige Menschheit, fest im Glauben der eigenen Überlegenheit. Der Siegeszug des Kommunismus als Staatsform, bzw Ideologie hat eine neue Aera eingeläutet und die Menschheit hat sich in dieser neuen Zeit zu einer festen Größe in der Galaktischen Gesellschaft aufgeschwungen mit hegemonialem Anspruch.

Snegow hinterfragt mit Witz und fein gesponnener Philosophie den Wert individueller Freiheit und Vernunft.

Menschliche Größe und Verantwortung, Selbstüberschätzung und Besinnung, Abenteurertum und exotische Welten sind in dem dreiteiligen Werk spannend und tiefsinnig verknüpft. Wenn man nach kurzer Eingewöhnungsphase den Zeitgeist eingeatmet hat, kann einem dieses gewaltige Epos nur Ehrfurcht einflößen. Unglaublich, überbordend und mit Sicherheit auch heute noch wertvoll…und mit einem Spritzer Witz und Ironie. Schön, dass ich durch diese neue Ausgabe zu diesem Klassiker bekehrt wurde.

Menschen wie Götter

Sergej Snegow

Heyne 2010, € 9,95

"Menschen wie Götter", von Sergej Snegow, ein Wälzer, der für einen entspannenden Urlaub genau das Richtige ist.
Gut, meine Art Urlaub zu machen ist gewöhnlich nicht entspannend, sondern eher sportlich. Surfen,  jeden Tag mehr als genug Wind. Tagsüber beschäftigt und abends müde. Trotzdem war das Buch nach vier Tagen durch. Alleine das ist ein Statement.
Das, 1966 erstmals erschienene, Buch zählt zu

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Little Brother

von am 12. Mai 2010 4 Kommentare

LittleBrotherNach all den Beiträgen zum Thema Comic im Zuge des Gratis Comic Tages 2010, kommt hier wieder ein Buch. Ja, meine lieben Romanleser, ihr sollt nicht zu kurz kommen ;-)…

…und an erster Stelle soll von einem Buch die Rede sein, das uns im Laden allen sehr am Herzen liegt. Ein ganz besonderer Tip, denn es handelt sich meines Wissens um eine einzigartige Kombination. Ein Jugendbuch als moderne Dystopie. Modern, spannend, brandaktuell. Der richtige Stoff um junge Augen zu öffnen.

Schon der Titel des Romans des Canadiers Cory Doctorow zeigt, welchen Bezug er nimmt. Orwells 1984 "Big Brother is watching you" war für Generationen das Schreckgespenst eines damals gedachten zukünftigen Überwachungsstaates.

Doctorow beschreibt unsere Realität als Solchen und lässt seine jungen Helden mit den Mitteln einer neuen Generation gegen das Regime kämpfen. Konsolenkids versus Überwachungsstaat. Wie viele Autoren benutzt er das Deckmäntelchen der SF um ein durchaus realistisches Szenario kritisch zu behandeln. Seine Realität unterscheidet sich von unserer nur durch Kleinigkeiten und eigentlich lässt er seine Helden gegen bestehende Bedrohungen unserer Freiheit kämpfen.

Obwohl der Autor eindeutig umfassend recherchiert hat und relativ komplexe technische Sachverhalte einbaut, bleibt alles, ein paar Computergrundkenntnisse vorrausgesetzt, verständlich und nachvollziehbar. Doctorows Roman will in erster Linie davor warnen, dass unsere Freiheit eine Lüge der Medien ist und nichts mit echter Freiheit zu tun hat. Er zeigt, mit welcher Ahnungslosigkeit sich die meisten Menschen in der scheinbaren Anonymität des www bewegen, wie einfach und umfassend heutige Überwachungsmöglichkeiten funktionieren und wie weit wir über die Horrorvorstellungen eines Orwell hinausgeschossen sind, ohne diesen Zustand als solchen zu empfinden.

Die Verknüpfung aktueller Themen wie Terrorgefahr, Piratenpartei und Vorratsdatenspeicherung macht dieses Jugendbuch zu einem brisanten politischen Roman, den jeder einmal lesen sollte, der seine rosa Brille abnehmen möchte. Schnell zu lesen, spannend und, ich denke, für viele ältere Leser augenöffnend…und es ist wahr.

Little Brother

Cory Doctorow

rororo, 2010, € 14,95

Nach all den Beiträgen zum Thema Comic im Zuge des Gratis Comic Tages 2010, kommt hier wieder ein Buch. Ja, meine lieben Romanleser, ihr sollt nicht zu kurz kommen ;-)…
…und an erster Stelle soll von einem Buch die Rede sein, das uns im Laden allen sehr am Herzen liegt. Ein ganz besonderer Tip, denn es handelt sich meines Wissens um

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Die drei Abschlußbände des letzten Jahres

von am 6. Februar 2010 Kommentare deaktiviert für Die drei Abschlußbände des letzten Jahres

Die Frage, was die wichtigsten, zu Ende gebrachten Zyklen des letzten Jahres waren, ist für mich diesmal sehr leicht. Alle drei sind ständige Empfehlungen von uns allen in Hermkes Romanboutique. Alle drei haben den Leser lange auf die Folter gespannt und erfreulicherweise sind alle drei Zyklen noch komplett lieferbar, was bei längeren Serien ja heute leider nicht mehr selbstverständlich ist.

anderson"Die Asche der Welten" von Kevin J. Anderson ist der siebte und abschließende Teil der "Saga der Sieben Sonnen". Mit dieser epischen Space Opera zeigt Anderson all seinen Kritikern wo er am besten ist, nämlich in seiner eigenen Welt. Seine "Star Wars" Romane waren auch immer besser verkauft, als viele Episoden anderer Autoren, über seinen Ausflug auf Frank Herberts "Wüstenplaneten" kann man sicher streiten, aber Geld bringen diese Auftragsarbeiten bestimmt ein. Seine eigene ambitionierte Welt, die zugegebenermaßen auch anleihen an "Star Wars" und ähnlichen Serien genommen hat, gibt ihm die Freiheit, etwas wirklich eigenes zu schaffen und ohne Regieanweisung zu handeln. Mit der "Saga der Sieben Sonnen" hat Anderson einen Zyklus geschaffen, der eine wirklich breite Leserschaft anspricht und trotzdem auch viele anspruchsvollere Leser in den Bann gezogen hat. Manchmal bedarf es ein wenig Überzeugungskraft, aber der Funke springt schnell über.

KeyesMit Greg Keyes haben wir den zweiten "Star Wars" Autor in der Runde. Auch er verdient seine Brötchen häufig mit Auftragsarbeiten. Keyes hatte vor sechs Jahren den ersten Band seiner Saga der "Verlorenen Reiche" auf deutsch veröffentlicht. Die ersten drei Teile waren jeweils spannende dicht gewobene Fantasyromane mit klassischen Aspekten aber auch der ein oder anderen Überraschung. Obwohl die jeweiligen Folgebände neue Aspekte und Perspektiven aufgeworfen haben, war man trotzdem am Ende jedes Bandes erstmal zufrieden und hatte einen vorübergehenden Abschluss. Eben bis zu Band Nummer drei. Der war dann der schlimmste vorzustellende Cliffhanger. Bis kurz vor Ende dachte man noch, alles würde gut ausgehen und es bräuchte gar keinen vierten Band mehr, und dann das bittere Ende. Argh! Bitte, bitte Mr Keyes, lassen sie uns jetzt bloß nicht im Stich! Bisher gab es ja auch jedes Jahr einen neuen Band. Gut, Band vier brauchte dann Drei. Ich muss auch sagen, dass ich beim Einstieg in den Abschlussband so meine Probleme hatte. Erst nachdem ich den Vorläuferband "Der Blutritter" noch einmal zur Hand genommen hatte, war die Nuss mit "Die geborene Herrscherin" geknackt. Dann ging wieder alles "hopplahopp" und am Ende, wohlgemerkt einem sehr runden und mehr als zufriedenstellendem Ende, hätte ich dann doch gerne noch etwas mehr Zeit in den "Verlorenen Reichen" verbracht.

FlewellingDie dritte im Bunde ist eine altbekannte Autorin, deren Romane ursprünglich im Bastei Verlag auf deutsch erschienen. Bis dann der Bastei Verlag aus für mich unerfindlichen Gründen nach dem vielversprechenden ersten Band einer Trilogie plötzlich mit dem Veröffentlichen Schluss gemacht hat. Da stand nun im Regal ein verwaister Band namens "Das Orakel von Skala" von Lynn Flewelling. Immerhin fünf Jahre hat es gedauert, bis ein kleiner ambitionierter Verlag aus Österreich, namentlich "Otherworld Publications" sich dieser Serie wieder angenommen hat. Mit "Der verwunschene Zwilling" erschien 2008 zum zweiten Mal in leicht überarbeiteter Fassung der erste Teil der "Tamir Triad". Und dann war der nette kleine Verlag auch schon am Ende der Finanzdecke angekommen und es sah wiederum düster aus. Noch im Monat der Übernahme oder Rettung durch Ueberreuter erschien dann bereits der zweite Band und allen Zweiflern zum Trotz liegt mit "Die prophezeite Königin" mittlerweile auch der Abschlussband vor. Für mich bleibt zu hoffen, dass auch die weiteren Bände ihrer "Nightrunner" Serie, deren erste Bände als die Abenteuer von Alec und Seregil bei Bastei erschienen sind ein neues zu Hause gefunden haben.

Alles in allem sind diese drei Abschlussbände für mich ein wirklich wichtiger Punkt der "die besten drei des Jahres" Serie. Eigentlich sogar wichtiger als die besten Auftaktbände, denn komplette Zyklen, die auch noch komplett lieferbar sind, sind bei der heutigen Verlagspolitik wirklich dünn gesät. Das Vertrauen der Leser in Zyklen ist durch diverse never ending stories auch in Mittleidenschaft gezogen und jeder letzte Band, auf den man Jahre gewartet hat ist doch ein erfreuliches Ereignis. Dank Brandon Sanderson habe ich sogar beim "Rad der Zeit" wieder Hoffnung. Es wäre doch zu schön, wenn in den nächsten Jahren auch Robert Jordans Lebenswerk beendet werden könnte, wenn auch post mortem.

Die Frage, was die wichtigsten, zu Ende gebrachten Zyklen des letzten Jahres waren, ist für mich diesmal sehr leicht. Alle drei sind ständige Empfehlungen von uns allen in Hermkes Romanboutique. Alle drei haben den Leser lange auf die Folter gespannt und erfreulicherweise sind alle drei Zyklen noch komplett lieferbar, was bei längeren Serien ja heute leider nicht mehr selbstverständlich ist.
"Die

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Knallharte Action in ungewöhnlichem Setting

von am 4. November 2008 Kommentare deaktiviert für Knallharte Action in ungewöhnlichem Setting

Das 22. Jahrhundert: Yiu, eine Auftragskillerin im Dienste des Klerus wird mit den gefährlichsten Missionen betraut. Von absoluter Gefühlskälte und hundertprozentiger Effizienz scheint der finanzielle Anreiz ihre einzige Motivation zu sein. Doch verbirgt sich hinter ihrer eiskalten und unerbittlichen Erscheinung ein tiefer Schmerz…

Zwei Tage vor Ablauf eines schrecklichen Countdowns soll Yiu im Alleingang versuchen, die Tochter eines hohen Würdenträgers aus den Händen einer Gruppe von Terroristen mit einer obskuren Motivation zu befreien. Hinter der Fassade einer Actionstory handelt diese Geschichte in Wirklichkeit von einem äußerst aktuellen und beängstigenden Thema: der Auswechslung durch Klone. Auch wenn vieles an der Story ein wenig bekannt klingt, so ist doch das Setting, der ganze Weltentwurf so abgefahren und ungewöhnlich. Die Action lässt noch dazu kaum Zeit zum Luftholen und die Graphik ist brillant, was auch diesen Band aus dem neuen Splitter Verlag zum absoluten Muss macht. Der zweite Band ist auch schon erschienen, beide Bände beinhalten jedoch in sich abgeschlossene Stories.

JA, DEN WILL ICH!

Preis € 12,80

48 Seiten

ISBN: 978-3-939823-65-0

Hardcover

Splitter

Das 22. Jahrhundert: Yiu, eine Auftragskillerin im Dienste des Klerus wird mit den gefährlichsten Missionen betraut. Von absoluter Gefühlskälte und hundertprozentiger Effizienz scheint der finanzielle Anreiz ihre einzige Motivation zu sein. Doch verbirgt sich hinter ihrer eiskalten und unerbittlichen Erscheinung ein tiefer Schmerz…
Zwei Tage vor Ablauf eines schrecklichen Countdowns soll Yiu im Alleingang versuchen, die Tochter eines hohen Würdenträgers aus

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