anrufen
finden

  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen…

  • Neu im Laden eingetroffen

  • Seiten

  • Archive

  • Archiv für das Schlagwort Swamp Thing'

    Alan Moores SWAMP THING – Anspruchsvoller Old-School-Grusel im neuen Gewand

    von am 2. August 2021 2 Kommentare

    Swamp ThingÄlteres Material hat hierzulande seit vielen Jahren einen eher schweren Stand. Älteres Material aus den Superhelden-Universen von DC und MARVEL, um genau zu sein. Umso erfreulicher ist es, dass Panini sich in den letzten Jahren an einige Projekte gewagt hat, die eigentlich alle eine ausführliche Besprechung verdient hätten. An dieser Stelle wollen wir uns einmal mehr mit einem Vertreter der „British Invasion“ bei DC Comics aus den 1980ern beschäftigen. Eine Werke Alan Moores wurden hier über die Jahre schon ausführlich vorgestellt. Das bekannteste Werk des streitbaren Northhamptoners dürfte freilich WATCHMEN sein. SWAMP THING nimmt dabei einen besonderen Platz in Moores Œuvre ein. Moore blieb der Serie ca. dreieinhalb Jahre (Anfang 1984 – Mitte 1987) treu. Damit handelt es sich nicht nur um eine der längsten Strecken im Schaffen des Briten. Sie stellt auch eine Art Bindeglied zwischen den frühen Werken wie z. B. CAPTAIN BRITAIN (1982/83) und reiferen Geschichten wie eben WATCHMEN dar.

    Wie es für Moore typisch ist, beginnen seine Abenteuer des Sumpfmonsters mit einer kompletten Dekonstruktion der Figur. Dem voran steht eine Episode, in der lose Enden seines Vorgängers Martin Pasko zusammengeführt werden. Dieses Heft erscheint hier erstmals in deutscher Sprache. Nachdem Swamp Thing sich zunächst mit seiner neuen „Rolle“ auseinandersetzen muss, trifft er im Verlauf der Serie erst auf einige alte Bekannte, lässt die mächtige Gerechtigkeitsliga alt aussehen, als er eine Krise bewältigt, die von der JLA nur ratlos beobachtet wird und muss sich ein (damals) letztes Mal mit seinem Erzwidersacher Arcane auseinandersetzen. Im ersten Band trifft der morastige Held außerdem auf DC-Größen wie u. a. Jack Kirbys DEMON ETRIGAN, den nahezu allmächtigen SPECTRE und PHANTOM STRANGER. Dabei werden noch relativ konventionelle Horrorstories erzählt. Im Kapitel POG erlebt der geneigte Leser Moores Freude am Spiel mit der Sprache. Außerdem gibt es hier eine sehr schöne ökologische Komponente.

    Im zweiten der auf drei Ausgaben angelegten Reihe gibt der Autor dann Vollgas und präsentiert kreative Varianten bekannter Horrortropen (Vampire und Werwölfe), bearbeitet die damals – zu Zeit des Kalten Krieges – allgegenwärtige Angst vor einem Nuklearschlag auf außergewöhnliche Art und lässt den Titelhelden von einer neu eingeführten Figur in einen großen Kampf führen. Dabei handelt es sich um JOHN CONSTANTINE. Die Abenteuer des Okkultisten aus Liverpool wurden
    hier mehrfach besprochen.
    An dieser Stelle sei der Hinweis auf die zweibändige Neuauflage der von Garth Ennis verfassten Geschichten im superdicken Deluxe-Format hingewiesen.

    Constantine bereitet den Titelhelden nicht nur auf die Schlacht gegen die großen Bösewicht am Ende des zweiten Bandes vor. Durch ihn wird Swampie auch in die Lage versetzt, mehr über seine „geheime Geschichte“ zu erfahren. Dies soll ihm ermöglichen, die große Finsternis abzuwenden, vor der mächtigere Helden wie Dr. Fate und die oben erwähnten Etrigan und Spectre kapitulieren müssen.

    Das ganze wird von einer Reihe von Künstlern kongenial bebildert. Allen voran sind hier Rick Veitch, John Totleben und Steve Bisette zu nennen. Die Farben für diese Ausgabe liefert Steve Oliff. Es handelt sich also um eine neue Kolorierung. Damit richtet sich diese Version auch und speziell an die Lesegewohnheiten jüngerer Fans.

    Die Bedeutung dieser Ausgaben lässt sich wohl am deutlichsten damit illustrieren, dass Aspekte dieser Geschichten vor einigen Jahren für die erste (und einzige) Staffel der TV-Serie CONSTANTINE aufgegriffen wurden. Erwähnenswert ist außerdem, dass ab US-Heft 29 auf das Siegel der Comics Code Authority verzichtet wurde. Das erste Mal seit AMAZING SPIDER-MAN 96 – 98 (1971). Diese erwachsenere (und mitunter durchaus härtere) Art Comics zu präsentieren, haben schlussendlich zur Gründung des Vertigo-Imprints bei DC Comics geführt. Dies wurde inzwischen von DC Black Label ersetzt.

    Der dritte und abschließende Band wird für Dezember erwartet. Die dort enthaltenen Ausgaben werden das erste Mal in deutscher Sprache vorgelegt werden. Nach bisheriger Planung soll eine begrenzte Anzahl des letzten Bandes mit einem Schuber erscheinen, in dem alle drei Bände Platz finden werden.

    warenkorb

    Swamp Thing von Alan Moore (Deluxe Edition)
    im Webshop oder via e-mail im Laden bestellen

    2. August 2021 und 2 Kommentare

    Älteres Material hat hierzulande seit vielen Jahren einen eher schweren Stand. Älteres Material aus den Superhelden-Universen von DC und MARVEL, um genau zu sein. Umso erfreulicher ist es, dass Panini sich in den letzten Jahren an einige Projekte gewagt hat, die eigentlich alle eine ausführliche Besprechung verdient hätten. An dieser Stelle wollen wir uns einmal mehr mit einem weiterlesen…

    DC Comics New 52: Animal Man und Swamp Thing

    von am 8. Oktober 2012 3 Kommentare

    Vor etwas mehr als einem Jahr startete DC Comics sämtliche Superheldentitel neu. Inzwischen ist der große Relaunch mit vielen Serien auch in Deutschland angekommen. Neben neuen Serien für die Ikonen BATMAN und SUPERMAN und einer neuen Heftserie für den Dauerbrenner GREEN LANTERN wagt sich Panini Comics auch an einige für den deutschen Superheldenmarkt eher exotische Titel. Während SWAMP THING hierzulande bereits in eigenen Titeln bei Carlsen, Speed/Tilsner und eben Panini veröffentlicht wurde, ist ANIMAL MAN dem deutschen Leser hauptsächlich als obskurer Gaststar diverser Großereignisse der letzten Jahre bekannt.

    In den 80ern gehörten die „alten Reihen“ dieser beiden Helden zu den Ursprungstiteln von VERTIGO. Jenem Imprint also, das für viele ein Synonym für anspruchsvolle Comics ist. Mit den NEW 52 werden sowohl SWAMP THING als auch ANIMAL MAN in die Kontinuität des regulären DC-Universums zurückgeholt.

    Animal Man: Die Jagd

    ANIMAL MAN (Lemire, Foreman)

    Animal Mans letzte eigene Serie wurde 1995 beendet und umfasst insgesamt 89 Ausgaben und ein Annual. Die wohl bekannteste Strecke stammt von Grant Morrison, der Buddy Bakers Abenteuer von 1988 bis 1990 gestaltete. Hier wandelte sich die Titelfigur von einem gewöhnlichen Superhelden zu einem Umweltaktivisten mit besonderen Kräften. Buddy Baker hatte eine enge Verbindung zum sog. „morphogenetischen Feld der Erde“. Das bedingte sowohl seine Fähigkeiten als auch seine besondere Nähe zur Fauna, die dazu führte, dass Animal Man sich fortan für Tierrechte und Umweltschutz einsetzte. Auf dem Höhepunkt von Morrisons Strecke trat Animal Man schließlich seinem „Schöpfer“ gegenüber. Jeff Lemire tritt hier also die Nachfolge einer innovativen und durchaus wegweisenden Serie an.

    Es gelingt dem Kanadier nicht nur, den Ideen seiner Vorgänger neue Aspekte hinzuzufügen. Er erzählt seine ganz eigene Geschichte. Lemires ANIMAL MAN ist sehr viel düsterer als man es von der Figur kennt. Das ganze wird im ersten Band von den kongenialen Zeichnungen Travel Foremans unterstrichen. So fußt ANIMAL MAN zwar im Superheldengenre, wird hier aber zu einem waschechten Horrortitel. Und das ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen.

    Der erste Band schlägt zudem gleich eine Verbindung zum Swamp-Thing-Mythos. So wird aus dem morphogenetischen Feld das Rot und Buddy zu einem Agenten des Parlaments der Glieder. Analog zu Swamp Things Grün und dem Parlament der Bäume. In nicht zu ferner Zukunft steht auch ein Crossover der beiden Horrortitel an.

    Swamp Thing: Die Auferstehung der Toten

    SWAMP THING (Snyder, Paquette)

    Das Sumpfding wurde von Len Wein und Horrormeister Bernie Wrightson geschaffen. Die bekannteste Version des morastigen Monsters stammt indes von Alan Moore. Unterstützt von Künstlern wie u. a. John Totleben, Stephen Bissette und Rick Veitch schuf Moore ein sprachliches und grafisches Meisterwerk das seinesgleichen sucht. So muss denn auch Scott Snyder große Fußspuren füllen.

    Mehr noch als Lemire bei ANIMAL MAN zollt Snyder seinen Vorgängern auf den Seiten von SWAMP THING Tribut. So gibt es u. a. Totleben’s Motel, das Wrightson Diner und die Bissette Motors. Der Autor führt Moores Mythos vom Grün auf seine Art weiter ohne sich dabei sklavisch an die Vorgaben des Briten zu halten oder den Respekt vor seinen Vorgängern zu verlieren. Selbst eine kleine Anspielung auf Wein und Wrightson konnte er sich nicht verkneifen.

    Der erste Band präsentiert die Entstehung des neuen Swamp Thing, der sich der dritten Macht neben dem Grün und dem Rot stellen muss – der Fäule. Eine Verbindung zu dieser ominösen Kraft hat ausgerechnet Abigail Arcane, die langjährige Freundin der Sumpfkreatur. Wie in der ersten Ausgabe von ANIMAL MAN wird auch hier das gemeinsame Abenteuer der beiden Helden vorbereitet.

    Beide Serien starten vielversprechend und müssen sich vor ihren berühmten Vorgängern nicht verstecken. Sowohl ANIMAL MAN als auch SWAMP THING werden im Frühjahr 2013 fortgesetzt und man muss es Panini hoch anrechnen, dass sie diesen beiden eher ungewöhnlichen Titeln eine Chance geben. Bleibt zu hoffen, dass dieser Mut mit dem verdienten Erfolg belohnt wird. Bei den NEW 52 stechen diese beiden Reihen deutlich hervor. Kein Comicfan sollte sich die neuen Abenteuer Buddy Bakers und des Sumpfdings entgehen lassen!

    8. Oktober 2012 und 3 Kommentare

    Vor etwas mehr als einem Jahr startete DC Comics sämtliche Superheldentitel neu. Inzwischen ist der große Relaunch mit vielen Serien auch in Deutschland angekommen. Neben neuen Serien für die Ikonen BATMAN und SUPERMAN und einer neuen Heftserie für den Dauerbrenner GREEN LANTERN wagt sich Panini Comics auch an einige für den deutschen Superheldenmarkt eher exotische Titel. Während SWAMP weiterlesen…

    comicdealer.de