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Zum Tode Neal Adams

von am 10. Mai 2022 noch kein Kommentar

Nachruf
Am 28. April ist Neal Adams im Alter von 80 Jahren verstorben.
Adams gilt bis heute als einer der einflussreichsten und wichtigsten Zeichner. Trotz eines eher überschaubaren Outputs. Neben Jim Steranko war er der Star der späten 1960er, dessen Stil sich durch einen starken Realismus und eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Panelaufteilung auszeichnete. Er hat mehr Wert auf Körpersprache und das Spiel mit Licht und Schatten gelegt, als es damals üblich war.
Während Neal Adams seine Abschied von der Bühne der Welt nimmt, wird er in seinen Arbeiten weiterleben, die auch Jahrzehnte nach ihrer ursprünglichen Veröffentlichung nur wenig von ihrer Wirkung verloren haben.
Werdegang und Schaffen
Adams, der zunächst von DC Comics abgewiesen wurde, begann seine Karriere als Cartoonist in den frühen 60ern bei Archie Comics. Nachdem eines seiner Panels eher durch glückliche Umstände veröffentlicht wurde. Einem seiner Kollegen ist eine Zeichnung misslungen, auf der die Verwandlung des Titelhelden Tommy Troy in sein Alter Ego The Fly nicht so recht gelang. Unter den Probezeichnungen für Archie befand sich ein passendes Bild und dies wurde stattdessen genommen. Den Rest seiner Zeit bei Archie Comics verbrachte Adams mit Füllarbeiten bevor er als Werbezeichner anfing.
Mit dem Zeitungsstrip BEN CASEY verdiente sich Adams dann seine ersten Lorbeeren als Comiczeichner während er weiterhin seine Karriere als Werbeillustrator vorantrieb.
In den späten 60ern arbeitete er an den Horrortiteln von Warren Publishing bevor er bei DC Comics landete. Während dieser Zeit erschienen auch die ersten von ihm gezeichneten Geschichten mit BATMAN. Seinen Durchbruch feierte er indes beim Konkurrenten Marvel Comics mit einer bis heute regelmäßig nachgedruckten Strecke an X-MEN, die auch den Grundstein seiner fruchtbaren Zusammenarbeit mit Autorenlegende Dennis O’Neil lieferte. Für Marvel arbeitete er in diesem Zeitraum auch an AVENGERS: THE KREE-SKRULL WAR mit und schuf gemeinsam Roy Thomas und anderen die Figur Killraven deren Abenteuer in einer Welt spielen, die auf H. G. Wells THE WAR OF THE WORLDS aufbauen.
Zurück bei DC lieferte er – gemeinsam mit dem schon erwähnten Denny O’Neil – seine wohl bekanntesten Arbeiten ab. Ihre Geschichten waren maßgeblich daran beteiligt, Batman zu seinen düsteren und realistischeren Wurzeln zurückzuführen. Der cartoonhafte Look, der dem Fledermausmann von Zeichnern wie Sheldon Moldoff oder Dick Sprang aufgedrückt wurde, sollte dadurch bald der Vergangenheit angehören. Mit GREEN LANTERN/GREEN ARROW: HARD TRAVELIN’ HEROES hat das erfolgreiche Duo Tiefen ausgelotet, an die man sich im Superhelden-Comic zuvor nur im Ansatz gewagt hat. Wie auch ihr Run an X-MEN wurden diese Geschichten bis heute immer wieder nachgedruckt.
1978 zeichnete Adams das Crossover SUPERMAN vs. MUHAMMAD ALI. Für lange Zeit sollte dies seine letzte größere Arbeit werden. Für die nächsten Jahre konzentrierte sich Adams auf seine Firma Continuity Associates und steuerte gelegentlich Titelbilder für Sammelbände seiner alten Geschichten bei. 1988 entwarf er ein neues Kostüm für Batmans Partner Robin. Gedacht war es für die erste Version, Dick Grayson. Verwendung fand es allerdings erst für den dritten Robin, Tim Drake.
Erst in den 2000ern kehrte Adams zu seinem alten Betätigungsfeld zurück. Er zeichnete einige Geschichten für Marvel und 2010 lieferte er das recht eigenwillige BATMAN: ODYSSEY ab, wofür er auch als Autor verantwortlich zeichnete. 2019 lieferte er BATMAN vs. RA’S AL GHUL ab (die letzten Hefte kamen aufgrund von Covid-19 erst 2021 auf den Markt) bevor er 2020 seine letzte Arbeit ablieferte – FANTASTIC FOUR: ANTITHESIS (geschrieben von Mark Waid).

Nachruf
Am 28. April ist Neal Adams im Alter von 80 Jahren verstorben.
Adams gilt bis heute als einer der einflussreichsten und wichtigsten Zeichner. Trotz eines eher überschaubaren Outputs. Neben Jim Steranko war er der Star der späten 1960er, dessen Stil sich durch einen starken Realismus und eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Panelaufteilung auszeichnete. Er hat mehr Wert auf Körpersprache und das

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X-Men: Klassiker der Mutanten

von am 20. April 2016 Kommentare deaktiviert für X-Men: Klassiker der Mutanten

Ein neuer Anfang

Die Mutanten der X-Men betraten vor über 50 Jahre die Bühne des Marvel-Universums. Wie viele ihrer Zeitgenossen wurden sie von Jack Kirby und Stan Lee erschaffen, die man wohl mit Fug und Recht als die Architekten des Silver Age der Comics bezeichnen kann. Genaugenommen wurde diese Ära zwar schon einige Jahre zuvor durch die Rückkehr des großen Konkurrenten DC Comics zu den Superhelden eingeläutet, aber die große Renaissance der kostümierten Helden gab es erst, als 1961 die Fantastic Four und Spider-Man ihren Einstand gaben. Zwei Jahre später folgten in der Erstausgabe von (Uncanny) X-Men die „seltsamsten Superhelden von allen“. Im Laufe der Jahre durchlief diese  Serie viele Veränderungen. Die große Popularität sollte allerdings erst 1975 folgen, als ein komplett neues Team vorgestellt wurde, dessen Mitglieder zum Teil bis heute zum „who is who“ der Superhelden gehören. Unmittelbar davor, heute fast nicht vorzustellen, erschienen für einige Jahre nur Nachdrucke älterer Abenteuer. Unter der Autorenschaft von Chris Claremont entwickelten sich die X-Men zu Marvels Flagschifftitel. Claremont bliebt dem Titel gut sechzehn Jahre treu, bevor er aufgrund von Streitigkeiten mit Zeichner Jim Lee die Segel strich. Zuvor jedoch startete dieses Kreativteam eine zweite fortlaufende Serie mit den Mutanten.

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Ein neuer Anfang
Die Mutanten der X-Men betraten vor über 50 Jahre die Bühne des Marvel-Universums. Wie viele ihrer Zeitgenossen wurden sie von Jack Kirby und Stan Lee erschaffen, die man wohl mit Fug und Recht als die Architekten des Silver Age der Comics bezeichnen kann. Genaugenommen wurde diese Ära zwar schon einige Jahre zuvor durch die Rückkehr des großen Konkurrenten

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Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 1: X-Men

von am 22. August 2013 Kommentare deaktiviert für Marvel NOW! Alles neu bei den Mutanten – Teil 1: X-Men

Die neuen X-Men 1

Wie auch die RÄCHER debütierten Marvels Mutanten im September 1963. Jedoch war den ursprünglichen fünf Mutanten um Professor Charles Xavier kein größerer Erfolg vergönnt. So wurde die Serie bald für einige Jahre zu einer reinen Nachdruckreihe. Das änderte sich erst, als Len Wein und Dave Cockrum in GIANT-SIZE X-MEN # 1 (Mai 1975) ein neues Mutantenteam einführten. In der regulären Serie erschienen alsbald wieder neue Abenteuer der Mutantenhelden die von Chris Claremont verfasst wurden, der den Mutanten annähernd zwanzig Jahre die Treue halten sollte. Besonders die von John Byrne gestalteten Geschichten gelten heute als Klassiker und führten die X-Men zu nie gekannter Popularität. Bis in die 90er hinein sollte der Mutanten-Boom anhalten und brachte immer neue Serien und Figuren mit sich. So erhielten auch die ursprünglichen fünf X-Men ab Februar 1986 unter dem Titel X-FACTOR eine neue Chance.

Nun, annähernd dreißig Jahre später, versucht Autor Brian Michael Bendis sich an einem ähnlichen Rezept. In Folge von AVENGERS VS. X-MEN und der Geburt zahlreicher neuer Mutanten erreicht die im Marvel Universum so bekannte Anti-Mutanten-Hysterie einen neuen Höhepunkt. Dass sich Cyclops, Xaviers einstiger Musterschüler, seit Jahren immer mehr zu einem Fanatiker entwickelt, hilft dem Ansehen der Mutantenbevölkerung auch nicht. Gerade seine Taten in AvX werfen kein gutes Licht auf die Träger des X-Gens.

Was also bleibt den gemäßigteren X-Men zu tun? Die Antwort liegt in der Vergangenheit. Beast, seines Zeichens eines der Gründungsmitglieder der Gruppe X, entschließt sich dazu, die Hilfe des ursprünglichen Teams heranzuziehen. Vermittels einer kleinen Zeitreise. Jedoch wäre Henry McCoy nicht der geniale Wissenschaftler der er ist, wenn er sich blind auf diese Unternehmung einlassen würde. Er hat einen ganz bestimmten Zeitpunkt in seiner Erinnerung vor Augen, von dem er glaubt, dass er die jüngeren Versionen seiner selbst, Marvel Girls, Cyclops’, Icemans und Angels am ehesten von der Notwendigkeit einer Reise in die Zukunft überzeugen kann.

Wie jedoch werden diese fünf Teenager auf eine Welt reagieren, die weit weniger unschuldig ist, als ihre eigene? Wie werden sie damit umgehen, dass Marvel Girl in der Zukunft bereits gestorben ist (zum xten Mal)? Oder damit, dass der ältere Cyclops für den Tod ihres Mentors verantwortlich ist? Ganz zu schweigen von all den Wandlungen, die Beast, Angel und auch Iceman im Laufe der Jahre durchlebt haben. Bendis’ Einstand in die Welt der Mutanten ist gelungen und vielversprechend. Der Leser darf sich auf zukünftige Ausgaben freuen. Besonders, sobald auch die Gegensiere UNCANNY X-MEN startet. Dort geht es um den älteren Cyclops und seine extremere Gruppe.

Die neuen X-Men 1
Panini Verlag, 4,99 Euro

Die neuen X-Men 1
Wie auch die RÄCHER debütierten Marvels Mutanten im September 1963. Jedoch war den ursprünglichen fünf Mutanten um Professor Charles Xavier kein größerer Erfolg vergönnt. So wurde die Serie bald für einige Jahre zu einer reinen Nachdruckreihe. Das änderte sich erst, als Len Wein und Dave Cockrum in GIANT-SIZE X-MEN # 1 (Mai

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Astonishing…

von am 8. März 2009 2 Kommentare

Mann, seit Jahren habe ich keine gute X-men Story gelesen. Das liegt vornehmlich daran, dass ich nämlich gar keine X-Men Stories gelesen habe. Warum, fragt sich der geneigte Leser, der mag die X-Men doch. O ja, das stimmt, ich habe mitgeweint als Jean Grey auf dem Mond starb, aber als sie das dritte Mal starb in X-Men Phoenix – The Death of Phoenix again (oder so ähnlich), da hab ich nur noch gegähnt. Ich mag auch Wolverine, aber ich lese auch mal gerne ein Marvel Comic, in dem er nicht vorkommt. Zwischenfrage, in wie vielen Teams sollte ein Superheld auftauchen? Aber das Hauptproblem sind die Crossover und die damit verbundene Überfrachtung mit tausend Serien, von denen man nicht weiss, ob sie dazu gehören, ob man sie fürs Verständnis braucht. Denn plötzlich ist halt irgend so ein neuer Mutanten Charakter auf dem Spielfeld, von dem du dein Lebtag noch nichts gehört hast, nicht weisst, wo er herkommt und was er auf einmal bei deinen geliebten X-Men macht. Du kannst also nicht einfach X-Men lesen, du brauchst den ganzen  Mist außen rum und musst die Kontinuität verfolgen. Hinzu kommen dann noch zu den X-Men Crossover, die allgemeinen Marvel Crossover, wie Civil War, Secret Invasion und der ganze Käse. Marvel scheint uns zwingen zu wollen jeden Titel aus ihrem Sortiment zu lesen. Früher hat man halt von einer Serie pro Monat ca 500.000 Stück verkauft, heute bestenfalls noch 100.000. Die neue Rechnung ist nun so, dass je mehr verschiedene Titel ich zu einem Charakter/Team produziere, ich wieder auf die alten Umsatzzahlen komme (5 Wolverine Serien a 100.000 = 500.000). Aber die Rechnung wird nicht aufgehen. Ich kaufe nämlich keine 5 Wolverine Titel im Monat, einer reicht. Denn sind wir mal ehrlich, die Stories werden durch den erhöhten Ausstoß ja nicht besser, nur mehr. Die zweite Rechnung, den Preis zu erhöhen (500.000 x $ 1,00 früher, jetzt 100.000 x $ 5,00), scheint cleverer, vergisst aber den Begriff Schmerzgrenze. 

Die Lösung ist nur eine Avengers Serie, eine X-Men Serie, eine Spider-Man Serie. Gute Autoren, Zeichner, die ihre Deadline einhalten und immer wieder gute Jump-On Points. Gute Qualität zu einem günstigen Preis, dann ein wenig Geduld und ich bin sicher, die Rechnung wird wieder stimmen und es im selben Maße auch den Händlern erleichtern zu bestellen und vernünftig im Voraus zu kalkulieren. Glaubt mir, uns macht es nämlich auch mehr Spaß und es bleibt viel mehr hängen, wenn ich von einer Serie im Monat 50 Exemplare verkaufe als von 50 Serien je ein Exemplar.

Eigentlich habe ich in diesem Artikel, eine Empfehlung abgeben wollen. Ich habe tatsächlich eine echt gute X-Men Story gelesen. Es gibt sie nämlich doch, und sie läuft weitgehend ausserhalb der regulären Kontinuität. Die Serie Astonishing X-Men, vor zwei Jahren gestartet, Joss Whedon und John Cassaday für die ersten zwölf Hefte verpflichtet und schon funktioniert es. Diese Serie verkauft sich bei mir jedenfalls fast dreimal so oft wie die reguläre X-Men Serie. In der ersten Storyline hat es ein kleines, übersichtliches X-Team aus bekannten Charakteren mit einem möglichen „Mittel“ gegen das Mutanten Gen zu tun. Die Bekanntgabe, dass es nun möglich scheint Mutanten zu „kurieren“, sprich wieder zu „normalen“ Menschen zu machen, hat zur Folge, dass sich sowohl Menschen wie Mutanten in zwei Lager spalten. Und selbst innerhalb des Teams gibt es Querelen und Streit, ob es sich um Segen oder Fluch handelt. Also so echter X-Men Stoff ist das hier. Es geht wieder mal um Kontrolle und Freiheit, um die Akzeptanz des Andersseins, um  innere Zerrissenheit, um Minderheiten und Unterdrücker. Dann gibt es noch gute Action, einen Überraschungsgast am Ende und über die genialen Zeichnungen von John Cassaday muss ich wohl kein Wort verlieren. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich da nicht eher rangegangen bin, aber jetzt kann ich mich drauf freuen, dass es bereits 24 Hefte bzw. 4 TPBs gibt und ich noch schön was vor mir habe. Der Erfolg der ersten 12 Ausgaben, hat dazu geführt, dass das Autor-Zeichner-Team für weitere 12 Hefte verpflichtet wurde. Astonishing X-Men verkauft sich weiterhin sehr, sehr gut. Das schliesst dann auch die Beweiskette vom Anfang des Artikels, oder?

Astonishing X-Men TPB

Whedon, Cassaday, Marvel

$14,95

Mann, seit Jahren habe ich keine gute X-men Story gelesen. Das liegt vornehmlich daran, dass ich nämlich gar keine X-Men Stories gelesen habe. Warum, fragt sich der geneigte Leser, der mag die X-Men doch. O ja, das stimmt, ich habe mitgeweint als Jean Grey auf dem Mond starb, aber als sie das dritte Mal starb in X-Men Phoenix –

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