Artifact Space
von Gerdam 25. August 2025
- Miles Cameron
Artifact Space
Heyne 2024, 667 Seiten
ISBN 9783453323063
Ich mecker seit langem, dass es viel zu wenig klassische SF bei den großen Verlagen gibt. Jetzt gerade ist der zweite Teil der Artifact Space Reihe von Miles Cameron erschienen: Deep Black. Tja und da habe ich mal nachgesehen, ob es eine Rezi bei uns gibt und, oh Wunder NEIN. Sträflich, denn Artifact Space hat mir sehr viel Spaß bereitet UND passt gleichzeitig in das Genre klassischer Space Opera.
Dabei meine ich mit klassisch kein bisschen, dass es angestaubt wirkt. Im Gegenteil, mir ist das Weltenkonstrukt und die sozialen Strukturen ziemlich frisch vorgekommen. Ja, es hat Aspekte von Military Science Fiction. Manchmal habe ich sogar Captain Adama gespürt, was mich keinesfalls gestört hat. Gleichzeitig hat es aber völlig unaufgeregt auch aktuelle Bezüge und Themen, die ich sehr angenehm eingeflochten empfinde.
Es gibt sehr viele Gesichtspunkte, die das Buch zu einer rundum gelungenen Space Opera machen. Eine in sich logische, verständliche physikalische Herangehensweise. Der klassische Military SF Aspekt, antiquierte politische Strukturen wie die "Royal Navi" im Weltraum, aber locker und flockig kombiniert mit moderner Diversität. Wer also Weber oder Hamilton mag, kann sich sicher auch für Miles Cameron begeistern.
Der langsame und ruhige Aufbau der Charaktere um die Protagonistin Nbara an Bord der "Athen", lässt immer wieder Battlestar Feeling aufkommen. Seriencharakter. Das ist tatsächlich angenehm und erzeugt eine heimelige Athmosphäre. Natürlich ist ein bisschen Honor Harrington zu spüren und auch Marca Nbara wird innerhalb relativ unglaubwürdig kurzer Zeit zur Top-Pilotin, -Agentin und -Kämpferin. Aber irgendwie nimmt man das halt in Kauf.
Tja und dann hat dieser erste Band kein echtes Ende. Was auch der Grund ist, warum ich letztes Jahr keine Rezi geschrieben habe. Jetzt aber , geht es mit Deep Black weiter und ich bin schon in der Mitte des Buches angelangt. Mit Band zwei macht es wesentlich mehr Sinn. Die Grundfesten sind bereits errichtet und wir können in die Geschichte einsteigen. Voll.
Artifact Space ist genau das, was dieses Genre sein soll. Spannende Unterhaltung.
- Kategorie: Bücher , Gerds Lesestapel , Science Fiction
- Keine Kommentare
von Gerdam 25. August 2025
- Miles Cameron
Artifact Space
Heyne 2024, 667 Seiten
ISBN 9783453323063
Ich mecker seit langem, dass es viel zu wenig klassische SF bei den großen Verlagen gibt. Jetzt gerade ist der zweite Teil der Artifact Space Reihe von Miles Cameron erschienen: Deep Black. Tja und da habe ich mal nachgesehen, ob es eine Rezi bei uns gibt und, oh Wunder NEIN. Sträflich, denn Artifact Space hat mir sehr viel Spaß bereitet UND passt gleichzeitig in das Genre klassischer Space Opera.
Dabei meine ich mit klassisch kein bisschen, dass es angestaubt wirkt. Im Gegenteil, mir ist das Weltenkonstrukt und die sozialen Strukturen ziemlich frisch vorgekommen. Ja, es hat Aspekte von Military Science Fiction. Manchmal habe ich sogar Captain Adama gespürt, was mich keinesfalls gestört hat. Gleichzeitig hat es aber völlig unaufgeregt auch aktuelle Bezüge und Themen, die ich sehr angenehm eingeflochten empfinde.
Es gibt sehr viele Gesichtspunkte, die das Buch zu einer rundum gelungenen Space Opera machen. Eine in sich logische, verständliche physikalische Herangehensweise. Der klassische Military SF Aspekt, antiquierte politische Strukturen wie die "Royal Navi" im Weltraum, aber locker und flockig kombiniert mit moderner Diversität. Wer also Weber oder Hamilton mag, kann sich sicher auch für Miles Cameron begeistern.
Der langsame und ruhige Aufbau der Charaktere um die Protagonistin Nbara an Bord der "Athen", lässt immer wieder Battlestar Feeling aufkommen. Seriencharakter. Das ist tatsächlich angenehm und erzeugt eine heimelige Athmosphäre. Natürlich ist ein bisschen Honor Harrington zu spüren und auch Marca Nbara wird innerhalb relativ unglaubwürdig kurzer Zeit zur Top-Pilotin, -Agentin und -Kämpferin. Aber irgendwie nimmt man das halt in Kauf.
Tja und dann hat dieser erste Band kein echtes Ende. Was auch der Grund ist, warum ich letztes Jahr keine Rezi geschrieben habe. Jetzt aber , geht es mit Deep Black weiter und ich bin schon in der Mitte des Buches angelangt. Mit Band zwei macht es wesentlich mehr Sinn. Die Grundfesten sind bereits errichtet und wir können in die Geschichte einsteigen. Voll.
Artifact Space ist genau das, was dieses Genre sein soll. Spannende Unterhaltung.
- Kategorie: Bücher , Gerds Lesestapel , Science Fiction
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