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    Ein König für Deutschland

    von am 28. März 2020 noch kein Kommentar

    Andreas Eschbach
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND. Roman.
    Bastei-Lübbe Taschenbücher
    Juni 2011 – 491 Seiten – € 9,99
    ISBN: 9783404160181

    Haben Sie schon irgendwann einmal Erfahrungen mit einer Wahlmaschine (oder, wie es richtig heißen muss, einem „Wahlcomputer“) gemacht? Vermutlich nicht. Aber die Benutzung eines modernen Geld- oder Fahrkartenautomaten, bei dem Sie auf einem Bildschirm eine Auswahl angezeigt bekommen auf welche Sie mit dem Finger drücken müssen, vermittelt ein ziemlich gutes Bild davon, wie eine solche Apparatur funktioniert.
    Andreas Eschbach ist ein Kind unserer Zeit, selbst Absolvent eines naturwissenschaftlichen Studiums, Inhaber einer eigenen Internet-Seite und natürlich Benutzer eines Computers, mit dem er seine Bücher schreibt – also sicherlich kein „Maschinenstürmer“.
    Umso wirkungsvoller und einprägsamer ist es da, wenn er in seinem Roman EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND vor den Gefahren einer blinden Technikgläubigkeit warnt.
    Der junge Vincent Merrit, US-Amerikaner mit einem deutschen Vater, ist ein genialer aber leichtgläubiger Programmierer, dessen Fähigkeiten von falschen Freunden ausgenutzt werden, was ihn leider immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt bringt. Nach einer abgesessenen Vorstrafe findet er nur noch bei einer zwielichtigen Softwareschmiede in Florida Arbeit. Dort entdeckt man schnell, welches Juwel man in ihm hat – und so bekommt er eines Tages den Auftrag, ein Programm zu schreiben, mit dem man die in den USA benutzten Wahlmaschinen manipulieren kann. Naiverweise glaubt Vincent den Beteuerungen, dass es sich nur um ein „Testprogramm“ handelt. Die Ereignisse um die Wahl von George W. Bush im Jahr 2000 machen ihn allerdings stutzig, da sie sehr genau dem von ihm entwickelten Szenario folgen.
    Im Laufe der nächsten Jahre bekommt die Sache eine ungeahnte Eigendynamik und am Ende wird Vincent gezwungen, seine Fähigkeiten auf die mittlerweile auch in Deutschland eingesetzten Wahlcomputer zu konzentrieren.
    Geschickt hat Eschbach bis zu diesem Moment Realität und Fiktion verbunden (inklusive einer ganzen Reihe von Fußnoten, mit denen er die historischen Tatsachen belegt), jetzt beginnt die eigentlich phantastische Handlung – deren innere Logik jedoch von einer solchen Kraft ist, dass man fast verwundert auf die letzten Wahlen zurückschaut und sich fragt, warum man dort die von Eschbach erfundene VWM (das ist die „Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie“) nicht auf seinem Stimmzettel vorgefunden hat.
    In einem zweiten Handlungsstrang versuchen Simon König (der leibliche Vater von Vincent und ein engagierter Geschichtslehrer dazu) und eine Rollenspieler-Truppe mit der Vincent übers Internet Kontakt hatte, die Manipulation der Computer aufzudecken, indem sie an der Bundestagswahl teilnehmen. Da die erst vier Monate vor der Wahl gegründete VWM praktisch keine Werbung macht und ein eigentlich absurdes Wahlprogramm (Simon König soll König Simon I. von Deutschland werden) verfolgt, wäre sie normalerweise chancenlos. Eine von Vincent in seine Software eingebaute „Falltüre“ sorgt jedoch für ein sensationelles Ergebnis.
    Aber wie das mit „ganz einfachen“ Plänen dann so ist, geht alles gründlich (und völlig anders als vermutet) schief – und Simon König steht auf einmal im Dom zu Aachen und wird vom Erzbischof nach uraltem Ritual gefragt: „Schwörst Du, dass Du als König Deine ganze Kraft dem Deutschen Volk widmen wirst, um seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm zu wenden?“
    Andreas Eschbach hat sich in EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND mit einem wichtigen politischen Thema beschäftigt, mit dem sich inzwischen sogar das Bundesverfassungsgericht auseinandersetzen musste. Anders als die trockene Politikberichterstattung in den seriösen Medien und die juristisch verklausulierten Gerichtsurteile liest sich sein Roman jedoch spannend und kurzweilig. Die Befürchtung (oder Hoffnung), das Thema habe sich mit der letzten Wahl und dem ablehnenden Urteil des höchsten deutschen Gerichts erledigt, trügt jedoch. Es gehört zu Eschbachs unbestreitbaren Verdiensten, in seinem Buch auf fesselnde und verständliche Weise nicht nur auf die Gefahren aufmerksam gemacht zu haben, die einem demokratischen Gemeinwesen durch die Verwendung einer solchen – grundsätzlich manipulierbaren – Technik drohen, sondern auch das Verständnis für die Abläufe innerhalb unseres Staates zu fördern. Eine faszinierendere Lektion in Gesellschaftskunde hat es wohl selten gegeben.
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND ist ein Buch, dessen Lektüre man eigentlich als Voraussetzung für die Ausübung des aktiven Wahlrechts festschreiben sollte!

    Horst Illmer
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    Ein König für Deutschland
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    Andreas Eschbach
    EIN KÖNIG FÜR DEUTSCHLAND. Roman.
    Bastei-Lübbe Taschenbücher
    Juni 2011 – 491 Seiten – € 9,99
    ISBN: 9783404160181

    Haben Sie schon irgendwann einmal Erfahrungen mit einer Wahlmaschine (oder, wie es richtig heißen muss, einem „Wahlcomputer“) gemacht? Vermutlich nicht. Aber die Benutzung eines modernen Geld- oder Fahrkartenautomaten, bei dem Sie auf einem Bildschirm eine Auswahl angezeigt bekommen auf welche Sie mit dem Finger weiterlesen…

    Der galaktische Topfheiler

    von am 25. März 2020 noch kein Kommentar

    Philip K. Dick
    DER GALAKTISCHE TOPFHEILER. Roman.
    Ü: Joachim Pente u. Alexander Martin
    (Galactic Pot-Healer / 1969)
    Frankfurt, S. Fischer, 2019, 176 S.
    ISBN 9783596906970

    Die Welt ist eine Metapher, wir wissen nur nicht mehr wofür.
    Früher einmal, als wir alle noch Engel waren, wäre es uns vielleicht wieder eingefallen. Aber, meint Philip K. Dick, dann kam die Zeit in der wir nur noch zwischen zwei Übeln wählen konnten und zu Menschen wurden.
    Cleveland, Planet Erde, im Jahr 2050: Überbevölkerung, Massenarbeitslosigkeit, allgemeine Verwahrlosung – und ein sozialistisch geprägter Weltstaat, der seine Bürger bis in intimste Lebensbereiche hinein bevormundet. Joe Fernwright geht es da vergleichsweise noch gut. Er hat immerhin einen Job als Topfheiler, auch wenn er seit Monaten vergeblich auf neue Aufträge wartet.
    Zwischenzeitlich spielen er und eine Reihe ähnlich gelangweilter Freunde übers Internet Das Spiel. Dabei lassen sie (von Übersetzungscomputern) bekannte Buchtitel in eine möglichst fremde Sprache übersetzen und das Ergebnis dann nochmals zurück ins Englische. Mit dieser intellektuellen Herausforderung schlägt Joe die Zeit tot, bis er eines Tages ein verlockendes Angebot erhält. Allerdings ist die Summe derart hoch, dass sich sofort die Polizei einschaltet. Wie sich herausstellt, steckt der Glimmung, ein mächtiges außerirdisches Wesen, hinter der Sache. Er braucht Joe, beziehungsweise dessen Fähigkeiten, auf seinem Heimatplaneten, um bei einem gigantischen Ausgrabungsprojekt mitzuarbeiten.
    Zögernd nimmt Joe den Auftrag an, denn obwohl er nur ein einfacher Handwerker ist, erkennt er instinktiv, dass mit diesem Angebot mehr als nur das Heilen einiger Scherben verbunden ist. Zusammen mit einer bunten Schar von Spezialisten aus der ganzen Galaxis trifft er auf Plowmans Planet ein …
    An einer zentralen Stelle des Buches lässt Dick seinen Helden Joe die folgenden Sätze reflektieren: „Wie seltsam, dachte Joe. Ein chitingepanzerter Quasi-Arachnid und ein Zweiklapper mit Pseudopodien sitzen auf dem Planeten Plowman in einem Lastwagen und diskutieren über Goethes FAUST – und ich habe dieses Buch, das noch dazu von meiner Welt stammt, geschrieben von einem menschlichen Wesen, nie gelesen.“
    Ergänzt wird diese für einen amerikanischen Science-Fiction-Roman sowieso schon erstaunliche Stelle, durch die Erkenntnis: „Ein Teil des Problems“, sagte der Quasi-Arachnid, „ergibt sich aus der Übersetzung.“
    Das Buch beschreibt auf vielfältige Art und Weise die Problematik der Kommunikation mit anderen Lebewesen – mögen diese nun Androiden, Aliens, Götter oder geschiedene Ehefrauen sein. Dick gibt sich niemals der Hoffnung hin, eine Verständigung wäre möglich. Gleichwohl wendet er sich nicht ab, sondern erklärt, dass, trotz des voraussichtlichen Scheiterns, der Versuch immer wieder aufs Neue gemacht werden muss.
    Es ist dieser mutige, trotzige Wille, der ungerechten Schöpfung doch einmal ein Schnippchen zu schlagen, der Dicks Figuren so liebenswert und seine Bücher so lesenswert macht. Das gilt für DER GALAKTISCHE TOPFHEILER in ganz besonderem Maße. Dieser Roman ist eine Metapher, die den verschütteten Engel in uns allen berührt.

    Horst Illmer
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    Der galaktische Topfheiler
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    Philip K. Dick
    DER GALAKTISCHE TOPFHEILER. Roman.
    Ü: Joachim Pente u. Alexander Martin
    (Galactic Pot-Healer / 1969)
    Frankfurt, S. Fischer, 2019, 176 S.
    ISBN 9783596906970

    Die Welt ist eine Metapher, wir wissen nur nicht mehr wofür.
    Früher einmal, als wir alle noch Engel waren, wäre es uns vielleicht wieder eingefallen. Aber, meint Philip K. Dick, dann kam die Zeit in der wir nur noch zwischen weiterlesen…

    Schöne Neue Welt

    von am 24. März 2020 noch kein Kommentar

    Aldous Huxley
    SCHÖNE NEUE WELT.
    (Brave New World / 1932)
    Übersetzung: Uda Strätling
    Frankfurt, Fischer Taschenbuch Verlag,
    2014 – 368 Seiten – € 11,00
    ISBN: 9783596905737

    Aldous Huxley zeigt uns in seinem Buch eine wirklich goldene Zukunft, ein echtes Utopia. Und wie nicht anders zu vermuten, ist es furchtbar.
    Im siebten Jahrhundert „nach Ford“ gibt es keinerlei Probleme mehr für die Menschheit. Alle sind glücklich und konsumieren vor sich hin. Das Zeitalter der Normierung ist erreicht. Alles, was „anders“ ist, wird ausgerottet, vernichtet oder versteckt. Die Menschen werden im Labor gezeugt, manipuliert, zwischengelagert und geboren. Auf ihrem weiteren Lebensweg werden sie ununterbrochen mit Parolen manipuliert, die sie zu immer willfährigen Konsumenten und Staatsbürgern erziehen.
    Nur in einigen wenigen Reservaten gibt es unzivilisierte Wilde; Überlebende einer Zeit, als der Mensch noch „natürlich“ (also unglücklich) lebte. Diese wenigen Individuen dienen als Abschreckung und zu Forschungszwecken.
    Über allem thront die Weltaufsichtsbehörde, die „Fehler“ in ihrem Programm erkennt und ausmerzt. So werden beispielsweise kontinuierlich alle Forschungsarbeiten unterdrückt, die neue Entwicklungen aufzeigen oder technischen Fortschritt fördern würden. Denn in einem Idealstaat, bedeutet Fortschritt Änderung, und Änderung würde bedeuten, dass noch kein idealer Zustand herrscht. Für die Forscher selbst bedeutet dies normalerweise, dass man sie auf eine einsame Insel abschiebt und totschweigt.
    Der oberste Weltaufsichtsrat ist sich seiner Sache so sicher, dass er einmal jedoch ein Experiment zulässt: Ein echter „Wilder“ wird aus einem Reservat in die „schöne, neue Welt“ gebracht. Nach einigen turbulenten Szenen, nachdem er kurzzeitig die Sensation des Jahres war, siegen Normung und Massenträgheit – die Welt kehrt zum Alltag zurück.
    Von allen literarischen Dystopien ist BRAVE NEW WORLD wohl die, welche sich am intensivsten und wissenschaftlich fundiertesten mit der Zukunft von Biologie, Psychologie und Sexualität beschäftigt. Der familiäre und gesellschaftliche Hintergrund Huxleys schufen dafür optimale Voraussetzungen, sein persönlicher Mut und sein kraftvolles schriftstellerisches Talent kamen ergänzend hinzu, und so liegt hier ein Buch vor uns, dessen Prämissen vielfach schon Bestandteil unserer heutigen Kultur geworden sind.

    Horst Illmer
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    Schöne Neue Welt
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    Aldous Huxley
    SCHÖNE NEUE WELT.
    (Brave New World / 1932)
    Übersetzung: Uda Strätling
    Frankfurt, Fischer Taschenbuch Verlag,
    2014 – 368 Seiten – € 11,00
    ISBN: 9783596905737

    Aldous Huxley zeigt uns in seinem Buch eine wirklich goldene Zukunft, ein echtes Utopia. Und wie nicht anders zu vermuten, ist es furchtbar.
    Im siebten Jahrhundert „nach Ford“ gibt es keinerlei Probleme mehr für die Menschheit. Alle sind glücklich und weiterlesen…

    Micro Science Fiction

    von am 23. März 2020 noch kein Kommentar

    O. Westin
    MICRO SCIENCE FICTION
    Aus dem Englischen von Birthe Mühlhoff
    (Micro SFF)
    Berlin, mikrotext, 2019, 189 Seiten
    ISBN 978-3-944543-80-2, kartoniert

    Relativ unscheinbar, fast im Reclam-Heft-Gewand, kommt MICRO SIENCE FICTION von O. Westin daher. Auf nicht einmal 200 Seiten sind darin fast 400 Science-Fiction-Geschichten zu lesen – da schüttelt man doch erst mal ungläubig den Kopf.
    Aber die von einem englischen IT-Spezialisten geschriebenen und von Birthe Mühlhoff passgenau übersetzten Kürzest-Stories erscheinen bereits seit 2013 und sind gezielt für das Twitter-Format „konstruiert“, was nicht bedeutet, dass dabei nicht was richtig Tolles herausgekommen ist.
    Da steht zum Beispiel mit dem Datum „20/09/2016 17:09:37“ auf Seite 130 folgende Geschichte:
    „Der wandernde Mönch segnete jedes Kind mit einem Stich, um es vor Krankheiten zu bewahren.
    Ein Zeitreisender, der Impfungen verteilte, bevor sich der Aberglaube durchsetzte.“

    Oho! Da lässt sich sehr viel Gegenwartsbezug entdecken, schwarzer Humor und reinrassige Hard-SF. Ein echtes „Klo-Buch“, langsam und sorgfältig zu lesen und mit viel „darüber-sollte-ich-mal-nachdenken“-Potenzial.

    Horst Illmer
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    Micro Science Fiction
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    PS
    (Eigentlich sind es exakt 365 Geschichten, also eine für jeden Tag im Jahr, außer 2020, da ist das Jahr zu lang – daraus könnte man jetzt fast ein richtiges SF-Drama machen.)
    hi

    O. Westin
    MICRO SCIENCE FICTION
    Aus dem Englischen von Birthe Mühlhoff
    (Micro SFF)
    Berlin, mikrotext, 2019, 189 Seiten
    ISBN 978-3-944543-80-2, kartoniert

    Relativ unscheinbar, fast im Reclam-Heft-Gewand, kommt MICRO SIENCE FICTION von O. Westin daher. Auf nicht einmal 200 Seiten sind darin fast 400 Science-Fiction-Geschichten zu lesen – da schüttelt man doch erst mal ungläubig den Kopf.
    Aber die von einem englischen IT-Spezialisten geschriebenen und von weiterlesen…

    Fuchs 8

    von am 31. Januar 2020 noch kein Kommentar

    George Saunders
    FUCHS 8.
    Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert
    Mit Illustrationen von Chelsea Cardinal
    (FUCHS 8 / 2018)
    Darmstadt, Luchterhand, 2019, unpaginiert
    ISBN 978-3-630-87620-7

    Das ist schon sehr, sehr clever: Nach dem riesigen, weltweiten Erfolg, den George Saunders 2017 mit seinem ersten Roman, dem anrührenden Totengespräch LINCOLN IM BARDO, hatte, durfte man sehr gespannt sein, was er als nächstes schreiben würde. Da Saunders offenbar ein kluger Kopf ist – und schreiben kann, wie derzeit kaum ein zweiter amerikanischer Autor –, hat er einen relativ kurzen Text verfasst (in der deutschen Übersetzung von Frank Heibert, inklusive der Illustrationen von Chelsea Cardinal, nicht mal 50 Seiten): die Tierfabel FUCHS 8.
    Damit unterläuft er nicht nur alle an ihn gestellten Erwartungen, sondern zeigt erneut, dass seine größte Begabung nach wie vor die kurze Form ist. Nicht umsonst wird er seit zwanzig Jahren zu den besten Story-Autoren der Gegenwart gezählt.
    Auch FUCHS 8 ist ein literarisches Juwel. Die vom kleinen Fuchs in Lautschrift erzählte Geschichte seines Lebens, wie er die Menschensprache erlernte, dadurch Liebe und Vertrauen in unsere Gattung entwickelte, von uns zutiefst enttäuscht wurde und trotzdem nicht verzagt – das ist Literatur auf Weltniveau.
    Und weil ja irgendwie jede Zeit die Bücher hat, die sie verdient (oder braucht), kann man wohl sagen, dass FUCHS 8 so was wie DER KLEINE PRINZ fürs 21. Jahrhundert ist.
    Eine beeindruckende Lektüre und ein wundervolles Geschenk für liebe Menschen (trotzdem!).

    Horst Illmer
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    Fuchs 8
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    George Saunders
    FUCHS 8.
    Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert
    Mit Illustrationen von Chelsea Cardinal
    (FUCHS 8 / 2018)
    Darmstadt, Luchterhand, 2019, unpaginiert
    ISBN 978-3-630-87620-7

    Das ist schon sehr, sehr clever: Nach dem riesigen, weltweiten Erfolg, den George Saunders 2017 mit seinem ersten Roman, dem anrührenden Totengespräch LINCOLN IM BARDO, hatte, durfte man sehr gespannt sein, was er als nächstes schreiben würde. Da Saunders weiterlesen…

    Absolute Swamp Thing by Alan Moore

    von am 21. November 2019 noch kein Kommentar

    Alan Moore (Text)
    Stephen R. Bissette & John Totleben & Rick Veitch (Bilder)
    ABSOLUTE SWAMP THING BY ALAN MOORE. VOLUME ONE.
    New York, DC, 2019, 450 Seiten
    ISBN 978-1-4012-8493-0
    Hardcover im Schuber

    Nach einer Vielzahl unsäglich schlecht produzierter Nachdrucke ist das „Ding aus dem Sumpf“ endlich da, wo es hingehört: in DCs Vorzeige-Reihe der „Absolute Editions“.
    Die im November 2019 erschienene erste Ausgabe von ABSOLUTE SWAMP THING BY ALAN MOORE übertrifft selbst hochgesteckte Erwartungen und zeigt erstmals in aller Deutlichkeit, welch außergewöhnliche Bilder die Zeichner Stephen R. Bissette, John Totleben und Rick Veitch aus den einzigartig-detaillierten Plot-Vorgaben Alan Moores zauberten.
    Nachdem er sich in England bereits einen gewissen Ruhm erarbeitet hatte, wurde Moore 1983 von Len Wein (der „Swamp Thing“ 1971 gemeinsam mit Bernie Wrightson erschaffen hat) für DC angeworben, um die damals unpopuläre und schlecht laufende Serie „The Saga of the Swamp Thing“ mit neuem Leben zu erfüllen.
    Mit Heft 20 übernahm Moore im Januar 1984 das Storytelling der zweiten Staffel und machte
    gemeinsam mit Bissette, Totleben und Veitch aus „Swamp Thing“ eine Bestseller-Serie, die unter anderem auch mehrere Jack Kirby Awards gewann. Mit den 45 Ausgaben, die er zwischen 1984 und September 1987 textete, prägte Moore nicht nur die Figur des beseelten Pflanzenwesens völlig neu, er öffnete mit seinem erwachsenen und zugleich literarischen Erzählen auch für viele weitere britische Künstler wie Neil Gaiman oder Grant Morrison das Tor zum amerikanischen Markt.
    Der nun vorliegende erste „Absolute“-Band von „Swamp Thing“ enthält auf 450 Hochglanz-Seiten im Riesenformat von 32 x 22 Zentimetern die Hefte 20 bis 34 der „Saga of the Swamp Thing“ plus die preisgekrönte, an Dantes „Inferno“ angelehnte Story „Down Among the Dead Men“, die 1985 als SWAMP THING ANNUAL #2 erschien. Auf den letzten 30 Seiten erzählt Stephen R. Bissette sehr ausführlich und mit vielen Bildbeispielen über die gemeinsame Arbeit mit seinen Kollegen in jenen für das Comic-Genre so wichtigen frühen 1980er Jahren.
    Die restlichen Hefte werden zwei weitere ABSOLUTE SWAMP THING BY ALAN MOORE-Schuber füllen (die vermutlich 2020 und 2021 erscheinen werden), sodass der gesamte von Moore verantwortete Erzähl-Zyklus dann in der ihm gebührenden Qualität vorliegt.

    Horst Illmer
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    Absolute Swamp Thing by Alan Moore
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    (müsst ihr diesmal tatsächlich bestellen, wir haben diesen Klopfer nicht in ausreichender Menge im Laden)

    Alan Moore (Text)
    Stephen R. Bissette & John Totleben & Rick Veitch (Bilder)
    ABSOLUTE SWAMP THING BY ALAN MOORE. VOLUME ONE.
    New York, DC, 2019, 450 Seiten
    ISBN 978-1-4012-8493-0
    Hardcover im Schuber

    Nach einer Vielzahl unsäglich schlecht produzierter Nachdrucke ist das „Ding aus dem Sumpf“ endlich da, wo es hingehört: in DCs Vorzeige-Reihe der „Absolute Editions“.
    Die im November 2019 erschienene erste Ausgabe von ABSOLUTE weiterlesen…

    Das Ewigkeitsprojekt

    von am 18. November 2019 noch kein Kommentar

    Caroline Hofstätter
    DAS EWIGKEITSPROJEKT.
    Stolberg, Atlantis, 2019, 167 S.
    ISBN 978-3-86402-676-8

    Rechtzeitig zu Halloween erschienen diverse Neuauflagen von Bram Stokers DRACULA, einem Buch, das wie kein zweites die „Gespenster“ der Vergangenheit wiederaufleben lässt und Gänsehaut bei seinen LeserInnen erzeugt.
    Um die neuen „Gespenster“ des dritten Jahrtausends dreht sich Caroline Hofstätters Roman DAS EWIGKEITSPROJEKT, der soeben im Atlantis Verlag erschienen ist.
    Als die Wissenschaftlerin Sarah Berger an einem friedlichen Frühlingsmorgen erwacht und das Bett neben ihr leer ist, befällt sie zuerst nur ein leises Unbehagen. So richtig unheimlich wird es allerdings, als sie auf dem Weg zur Arbeit entdeckt, dass sie offenbar allein in einer sehr still gewordenen Welt lebt …
    Mit dieser Exposition beginnt Hofstätters Erstling, in dem es um Virtuelle Realitäten, echte Seuchen, klassische Beziehungsprobleme und die Abenteuer einer sehr starken Frauenfigur geht. Das Buch liest sich flüssig, der Stil wirkt leicht unterkühlt, die Handlung verläuft ohne überflüssige Schlenker, sodass nach 166 Seiten ein spannender Science-Fiction-Roman ein sauber kalkuliertes Ende findet.
    Die Wiener Autorin, Jahrgang 1975, beweist mit DAS EWIG­KEITSPROJEKT, dass sie schon jetzt mehr ist als nur das „Riesentalent“, als das sie nach ihren ersten Kurzgeschichten bezeichnet wurde.

    Horst Illmer
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    Das Ewigkeitsprojekt
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    Caroline Hofstätter
    DAS EWIGKEITSPROJEKT.
    Stolberg, Atlantis, 2019, 167 S.
    ISBN 978-3-86402-676-8

    Rechtzeitig zu Halloween erschienen diverse Neuauflagen von Bram Stokers DRACULA, einem Buch, das wie kein zweites die „Gespenster“ der Vergangenheit wiederaufleben lässt und Gänsehaut bei seinen LeserInnen erzeugt.
    Um die neuen „Gespenster“ des dritten Jahrtausends dreht sich Caroline Hofstätters Roman DAS EWIGKEITSPROJEKT, der soeben im Atlantis Verlag erschienen ist.
    Als die Wissenschaftlerin Sarah weiterlesen…

    Metro – Die Trilogie

    von am 15. November 2019 noch kein Kommentar

    Dmitry Glukhovsky
    METRO – DIE TRILOGIE
    Übersetzt von David Drevs, Karte von Andreas Hancock
    (Metro 2033 & Metro 2034 & Metro 2035 / 2007 & 2009 & 2015)
    München, Heyne, 2019, 1613 Seiten
    ISBN 978-3-453-32062-8
    Hardcover

    Anno 2033, etwa zwanzig Jahre nach einem vernichtenden Atomkrieg, haben sich die letzten überlebenden Menschen in den unterirdischen Stationen der Moskauer Metro mehr schlecht als recht eingerichtet. Zersplittert in eine Vielzahl von kleinen Gruppen und Gemeinden, leben sie ohne Elektrizität überwiegend in Düsternis, betrachten ihren jeweiligen U-Bahnhof als „Heimat“ und fürchten sich vor fast allem: ihren Nachbarn, den Mutanten, den Ratten – und am Meisten vor den Schrecken der Oberfläche. Nur die „Stalker“ genannten Abenteurer wagen sich hin und wieder hinauf.
    Der zu Beginn der Geschichte neunzehnjährige Artjom, der an einer der Außenstationen des Metro-Netzes aufwächst, entwickelt sich im Verlauf der drei Romane aufgrund seines Strebens nach Informationen – und seines russischen Dickkopfes – zu einem dieser Stalker (und darüber hinaus) und erlebt dabei viele spannende und außergewöhnliche Abenteuer.

    Als Dmitry Glukhovsky 2007 seinen Erstlingsroman METRO 2033 veröffentlichte, ahnte er vermutlich nicht, welchen Hype er damit startete. Neben mehreren Computerspielen erschienen auch gut zwei Dutzend Romane anderer Autoren (überwiegend aus Russland, aber auch aus England und Italien), die in dieser „shared world“ angesiedelt sind, bzw. diese um weitere Handlungsorte erweitern (und teilweise auch bei Heyne vorliegen).
    Glukhovsky selbst kehrte mit METRO 2034 (2009) und METRO 2035 (2015) noch zweimal in die Welt der Moskauer U-Bahn zurück.
    Gemeinsam mit zwei Kurzgeschichten sind die drei Romane jetzt bei Heyne unter dem Titel METRO – DIE TRILOGIE als überformatiges Hardcover neu aufgelegt worden. Es ist ein gewichtiger „Ziegelstein“ geworden, mit mehr als 1600 Dünndruckseiten, einem Lesebändchen und Vorsätzen auf denen das Metro-Netz inklusive Legende in Farbe abgedruckt ist – und mit dem man sicherlich auch sehr gut Atombunker oder U-Bahn-Stationen bauen kann.

    Horst Illmer
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    Metro – Die Trilogie
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    Dmitry Glukhovsky
    METRO – DIE TRILOGIE
    Übersetzt von David Drevs, Karte von Andreas Hancock
    (Metro 2033 & Metro 2034 & Metro 2035 / 2007 & 2009 & 2015)
    München, Heyne, 2019, 1613 Seiten
    ISBN 978-3-453-32062-8
    Hardcover

    Anno 2033, etwa zwanzig Jahre nach einem vernichtenden Atomkrieg, haben sich die letzten überlebenden Menschen in den unterirdischen Stationen der Moskauer Metro mehr schlecht als recht eingerichtet. Zersplittert in weiterlesen…

    Unendlicher Spass

    von am 10. November 2019 noch kein Kommentar

    David Foster Wallace
    UNENDLICHER SPASS. Roman.
    Übersetzt von Ulrich Blumenbach
    (Infinite Jest / 1996)
    Reinbek, Rowohlt, 2012, 1552 Seiten
    ISBN-13: 978-3-499-24957-0 / 18,00 Euro

    UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL.
    Ungekürzte Lesung von Ulrich Blumenbach u.v.a.
    Regie: Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli
    Hörverlag, 2018, 10 mp3-CDs, 80 Stunden
    ISBN 978-3-8445-2707-0 / 49,90 Euro

    David Foster Wallace hat mit INFINITE JEST / UNENDLICHER SPASS eines jener Jahrhundertbücher abgeliefert, das wie James Joyce‘ ULYSSES, Marcel Prousts AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT oder Arno Schmidts ZETTEL’S TRAUM zuallererst einmal den Kritiker, den Literatur-Kenner, den Rätsel-Liebhaber, den Zitatensammler, den Literaturwissenschaftler anspricht.
    Solche Bücher werden immer reich an Ruhm und arm an Lesern sein und bleiben. Wer sich aber einmal in den Sog der labyrinthischen Handlung, in die Tiefen der Sprachbehandlung und stilistischen Kapriolen gestürzt hat, wird darin – trotz aller Gefahren und Unbequemlichkeiten, die ein solch Poe’scher „Mahlstrom“ mit sich bringt – gerne und immer wieder seine Zeit verbringen wollen.

    Als 2009 endlich die deutsche Ausgabe von Wallace’ Jahrhundertbuch, übersetzt von Ulrich Blumenbach, unter dem Titel UNENDLICHER SPASS in die Buchhandlungen kam, war vor allem das Feuilleton begeistert – und die Leser ob der mehr als 1500 Seiten erst einmal geschockt.
    Wer sich bisher nicht an diesen als äußerst schwierig zu lesenden und verwirrend konstruierten Roman herantraute, kann ihn sich jetzt vorlesen lassen. In einer Co-Produktion von WDR, BR2 und DLF inszenierten Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli das „größte Radiokunstprojekt aller Zeiten“: UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL, die vollständige Lesung mit über 1400 Sprechern (jeder genau eine Seite, nur Ulrich Blumenbach liest alle 388 Anmerkungen selbst) und einer Gesamtlaufzeit von etwa 80 Stunden. Untermalt wird dieses ebenso spannende wie spektakuläre Experiment von der autonom generierten Musik eines analogen Synthesizers, der sogenannten „Goldenen Maschine“. Ausführliche Erklärungen zum Projekt lassen sich im 60 Seiten starken Booklet nachlesen.

    Ob selbst lesen oder sich vorlesen lassen: auf jeden Fall ganz sicher ein einzigartiges Erlebnis!

    Horst Illmer
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    Unendlicher Spass
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    David Foster Wallace
    UNENDLICHER SPASS. Roman.
    Übersetzt von Ulrich Blumenbach
    (Infinite Jest / 1996)
    Reinbek, Rowohlt, 2012, 1552 Seiten
    ISBN-13: 978-3-499-24957-0 / 18,00 Euro

    UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL.
    Ungekürzte Lesung von Ulrich Blumenbach u.v.a.
    Regie: Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli
    Hörverlag, 2018, 10 mp3-CDs, 80 Stunden
    ISBN 978-3-8445-2707-0 / 49,90 Euro

    David Foster Wallace hat mit INFINITE JEST weiterlesen…

    Niegeschichte

    von am 7. November 2019 noch kein Kommentar

    Dietmar Dath
    NIEGESCHICHTE.
    Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine.
    Berlin, Matthes & Seitz, 2019, 941 Seiten
    ISBN 978-3-95757-785-6

    Der offensichtlichste Unterschied zwischen Denis Schecks KANON und Dietmar Daths NIEGESCHICHTE ist die Anzahl und Farbe der Lesebändchen. Besitzt Daths Buch ein funktionales und ideengeschichtlich und produktionstechnisch geradezu „klassisch“ zu nennendes, einzelnes, schwarzgefärbtes Lesebändchen, so zeigt „der Scheck“ schon beim ersten Öffnen des Werks Farbe, nein Farben! Rot und gelb flattern lustig gleich zwei Stofffähnlein im Wind der Freiheit.
    Das nächst Auffällige ist der schiere Umfang: Braucht Scheck für seine 100 Lieblingsbücher 470 Seiten (ein „nur“ will man hier nicht unbedingt anfügen), so täuscht „der Dath“ seine präsumtiven Rezipienten mit den knapp über 940 bedruckten Seiten, denn die Textmenge pro NIEGESCHICHTE-Seite ist um den Faktor 1,5 mal höher als die KANON-Normseite, was dann auf tatsächlich zu lesende 1.500 Seiten Umfang hinausläuft.
    Ebenso ins Auge stechen die unterschiedlichen Einband-Gestaltungen (ein fröhlicher Scheck von Torben Kuhlmann bzw. „Cities in Flight“ von Chris Foss für Dath) und die (in NIEGESCHICHTE gar nicht vorhandenen) Illustrationen zur Auflockerung.
    Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten: Beiden Büchern ist ein Register-Anhang zu Eigen, der bei der Erschließung des Inhalts (der Inhalte?) dankbare Nutzer finden wird.
    Außerdem wird in beiden Büchern viel über Science Fiction gesprochen (bzw. geschrieben).
    Das gehört dann aber auch schon wieder zu den Dingen, die den Unterschied ausmachen: Die Art und Weise wie beide Autoren an diese Literatur herangehen ist diametral gegensätzlich (obwohl sie es gar nicht sein müsste). Schecks flockig-lockerer Umgang mit Literatur (und ihren Kritikern) ist so völlig anders als Daths theorie- und fremdwortlastiges Schreiben, dass man kaum glaubt, beide fänden je einen gemeinsamen Nenner. (Hört man Dietmar Dath dann allerdings, z. B. im Deutschlandfunk, über sein Lieblingsthema reden, klingt alles verständlich und klar nachvollziehbar – jetzt muss er nur noch lernen, so zu schreiben.)
    NIEGESCHICHTE ist einer der engagiertesten, niveauvollsten, herausforderndsten Egotrips in die Welt der Science Fiction, den die deutsche Sekundärliteratur bisher hervorgebracht hat; erratisch wie der Monolith in 2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM.
    Über dieses Monumentalwerk muss sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden.

    Horst Illmer
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    Niegeschichte
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    Dietmar Dath
    NIEGESCHICHTE.
    Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine.
    Berlin, Matthes & Seitz, 2019, 941 Seiten
    ISBN 978-3-95757-785-6

    Der offensichtlichste Unterschied zwischen Denis Schecks KANON und Dietmar Daths NIEGESCHICHTE ist die Anzahl und Farbe der Lesebändchen. Besitzt Daths Buch ein funktionales und ideengeschichtlich und produktionstechnisch geradezu „klassisch“ zu nennendes, einzelnes, schwarzgefärbtes Lesebändchen, so zeigt „der Scheck“ schon beim ersten Öffnen des Werks weiterlesen…