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    von am 29. April 2014

    Die_TraumschlangeTitel: Traumschlange (Dreamsnake)
    Autor: Vonda N. McIntyre
    Verlag, Nummer: Bastei 24263

    update: Dieser Einzelband ist derzeit nicht lieferbar eine Neuauflage ist nicht geplant.

    Inhalt:
    Irgendwann in ferner Zeit, nach einer schon länger zurückliegenden Atomkatastrophe, leben die dezimierten Menschen der Erde wieder in Stammeskulturen und kleineren, weitverstreuten Städten. Eine übergeordnete Funktion haben die sogenannten Heiler-Wanderärzte, deren Erfolg vor allem abhängt vom Einsatz der sehr seltenen Traumschlangen, die wahrscheinlich nicht von der Erde stammen. Ihr Biß hat narkotisierende und halluzinatorische Wirkung.
    Eine junge Frau, selbst "Schlange" genannt, soll ein Praktikum als Heilerin absolvieren. Beim Versuch, einem kranken Kind zu helfen, töten die erschreckten Eltern aus Unwissenheit die kostbare Traumschlange. Das Mädchen, nun als Heilerin eigentlich ungeeignet, gibt dennoch nicht auf und erreicht trotz ihres schrecklichen Verlustes, der sie auch psychisch sehr beeinträchtigt, noch immer Erfolge, teilweise bedingt durch ihr großes psychologisches Einfühlungsvermögen. Sie gerät bei ihrer Suche nach einer neuen Traumschlange auch in ernste Gefahr, kann sich aber ohne fremde Hilfe daraus befreien.

    Beurteilung:
    Dieser Roman zeigt exemplarisch auf, daß die SF immer mehr von Technik und Weltraum wegkommt, ohne auch nur im geringsten an Spannung einzubüßen. Das romantische Abenteuer geht jedoch nicht nur eine glückliche Verbindung ein zwischen SF- und Fantasy-Elementen, der Autorin gelingt auch die emotional eindringliche Beschreibung einer jungen Frau, die auf sich allein gestellt schwierige Situationen überwindet und ihr Leben meistert. Dabei gleitet ihr auch die verhaltene Darstellung einer Liebes- und Freundschaftsbeziehung trotz der Ausnahmesituation der Heldin nicht aus den Händen. Eine kleine Schwäche zeigt sich höchstens bei der allzu vordergründig als abstoßender Psychopath geschilderten Person ihres größten Feindes, dessen krankhaftes Verhalten ins klischeehafte abzugleiten droht.

    Fazit:
    Erfreulich ist an "Traumschlange" vor allem der Umstand, daß es der Autorin voll gelingt, ihre Protagonistin als Frau handeln und sich entwickeln zu lassen, die auch schwierigste Umstände nicht als "besserer Mann" meistert. Eine eigentlich realistische Geschichte wird mit Fantasy-Elementen erzählt, und "Schlange" löst ihre Probleme aus eigener Kraft, aus ihrer Persönlichkeit heraus, kraft ihrer besonderen Fähigkeiten als Frau. Ich habe diesen Roman mit Freude und Bewunderung gelesen und hoffe, daß meine Zeilen auch manch anderen dazu verführen, nach diesem leider vergriffenen Roman zu suchen.

    von am 29. April 2014

    Die_TraumschlangeTitel: Traumschlange (Dreamsnake)
    Autor: Vonda N. McIntyre
    Verlag, Nummer: Bastei 24263

    update: Dieser Einzelband ist derzeit nicht lieferbar eine Neuauflage ist nicht geplant.

    Inhalt:
    Irgendwann in ferner Zeit, nach einer schon länger zurückliegenden Atomkatastrophe, leben die dezimierten Menschen der Erde wieder in Stammeskulturen und kleineren, weitverstreuten Städten. Eine übergeordnete Funktion haben die sogenannten Heiler-Wanderärzte, deren Erfolg vor allem abhängt vom Einsatz der sehr seltenen Traumschlangen, die wahrscheinlich nicht von der Erde stammen. Ihr Biß hat narkotisierende und halluzinatorische Wirkung.
    Eine junge Frau, selbst "Schlange" genannt, soll ein Praktikum als Heilerin absolvieren. Beim Versuch, einem kranken Kind zu helfen, töten die erschreckten Eltern aus Unwissenheit die kostbare Traumschlange. Das Mädchen, nun als Heilerin eigentlich ungeeignet, gibt dennoch nicht auf und erreicht trotz ihres schrecklichen Verlustes, der sie auch psychisch sehr beeinträchtigt, noch immer Erfolge, teilweise bedingt durch ihr großes psychologisches Einfühlungsvermögen. Sie gerät bei ihrer Suche nach einer neuen Traumschlange auch in ernste Gefahr, kann sich aber ohne fremde Hilfe daraus befreien.

    Beurteilung:
    Dieser Roman zeigt exemplarisch auf, daß die SF immer mehr von Technik und Weltraum wegkommt, ohne auch nur im geringsten an Spannung einzubüßen. Das romantische Abenteuer geht jedoch nicht nur eine glückliche Verbindung ein zwischen SF- und Fantasy-Elementen, der Autorin gelingt auch die emotional eindringliche Beschreibung einer jungen Frau, die auf sich allein gestellt schwierige Situationen überwindet und ihr Leben meistert. Dabei gleitet ihr auch die verhaltene Darstellung einer Liebes- und Freundschaftsbeziehung trotz der Ausnahmesituation der Heldin nicht aus den Händen. Eine kleine Schwäche zeigt sich höchstens bei der allzu vordergründig als abstoßender Psychopath geschilderten Person ihres größten Feindes, dessen krankhaftes Verhalten ins klischeehafte abzugleiten droht.

    Fazit:
    Erfreulich ist an "Traumschlange" vor allem der Umstand, daß es der Autorin voll gelingt, ihre Protagonistin als Frau handeln und sich entwickeln zu lassen, die auch schwierigste Umstände nicht als "besserer Mann" meistert. Eine eigentlich realistische Geschichte wird mit Fantasy-Elementen erzählt, und "Schlange" löst ihre Probleme aus eigener Kraft, aus ihrer Persönlichkeit heraus, kraft ihrer besonderen Fähigkeiten als Frau. Ich habe diesen Roman mit Freude und Bewunderung gelesen und hoffe, daß meine Zeilen auch manch anderen dazu verführen, nach diesem leider vergriffenen Roman zu suchen.

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