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KaZus Jahresrückblick: Alle meine Seiten – Bücher, Comics, Manga

von am 19. Januar 2026

Hier kommt meine absolut subjektive Darfst-du-lesen-Liste-2026. Auch hier sind es ausnahmslos Bücher, Manga oder Comics, die mir persönlich 2025 viel Spaß bereitet haben.

Die Prinzessinnen

Lange Zeit habe ich mich etwas gesträubt "Die Prinzessinnen" von Christian Endres zu lesen. Gerd war so überschwänglichst begeistert, dass ich Angst davor hatte, falls mir der Roman nur halb so gut vorkam oder – noch schlimmer – gar nicht gefiel, ihn in seiner Erwartung zu enttäuschen. Also bin ich viel zu lange, wie die Katze um den heißen Brei herum geschlichen. Aber im Winter 2024 war es so weit. Ich nahm einen kleinen Bissen und schwupps konnte ich nicht mehr genug bekommen. Diese Geschichten über die fünf geschwisterlichen Söldnerinnen haben mich förmlich eingesaugt. Ich war – und bin – extrem beeindruckt, wie authentisch die Mädels geschildert wurden. Was mit Sicherheit nicht so einfach ist, wenn man selber dem anderen Geschlecht angehört. Trotz bester Recherche und Beobachtung kann man das Innenleben eines Menschen, der so anders gebaut ist, nicht einfach so nachvollziehen. Umso imponierender, das Christian diese Meisterleistung vollbracht hat, seinen Charakteren derart Leben einzuhauchen, als wären sie zum Anfassen echt. Und im Nachhinein bin ich sehr froh erst so spät mit dieser Reihe angefangen zu haben. 1. Ich hatte sofort alle Bände für Direktverzehr zur Verfügung. 2. Dann hätte ich diese monsterstarken Splatter-Bräute nicht an meiner Seite gehabt, als im Januar Gerd seinen schweren Unfall hatte. So sind sie ihrem üblichen Werk nachgegangen und haben des nächtens die bösen Geister vertrieben, die mich heimsuchten. Hier nochmal einen sehr persönlichen und herzlichen Dank an den Herrn Autor. Bitte so weitermachen 🙂

Windbreaker

Windbreaker ist ein Manga über den ich beim letztjährigen Gratis Manga Tag gestolpert bin. Trotz schlichtem Zeichenstil hat mich die Dynamik der Bilder, aber insbesondere die Motive der Protagonisten, überzeugt die Serie weiter zu verfolgen. Obwohl sich die Jungs in diesem Manga ständig prügeln – ob in Duellen oder großen Straßenschlachten – ist der klangvolle Zwischenton ein sehr tiefgründiger. Schwäche zeigen, Ängste überwinden, einen Sinn im Leben finden. Die sanfte Seite dieser toughen Typen zu entdecken und ihren Weg zum inneren Frieden mitzuerleben lässt einem das Herz aufgehen und selbst ein bisschen daran wachsen.

 

Die Hausboot Detektei

Wie schon mehrfach erwähnt, war 2025 ziemlich tough, so dass ich tendenziell eher leicht verdauliche Stimmungsaufheller in die Hand genommen habe. Dieser Haufen aus liebenswerten Außenseitern ermittelt mit Hund  – ihrem arthtritischen Spürhund – und Fru Gunilla – dem hausbooteigenen Eichhörnchen – in Amsterdam. Für mich einer der schönsten Städte der Welt. Eine Großstadt mit Vorort-Flair. Alle Protagonisten sind so herrlich normal mit ihren Problemen im Alltag und dem Versuch diese zu meistern. Und Humor haben sie auch noch. Sogar sowas wie einen Kodex, ihre Hausregeln, die auch gerne mal situativ angepasst werden. Verschwindet man hier zwischen den Zeilen wähnt man sich zusammen mit dieser Schicksalsgemeinschaft in der engen Kombüse ihres Hausboots Kakao trinkend und Stroopwaffeln essend, während der Regen aufs Deck prasselt. Wunderbar zum entspannten Abschalten.

 

 

Das Restaurant der verlorenen Rezepte

Schieben wir gleich die nächste Beruhigungspille hinterher. Ich war zu Beginn sehr davon überzeugt, dass es besser gewesen wäre, diese Geschichten als Manga zu veröffentlichen. Durch meine jahrzehntelange Leseerfahrung hatte ich direkt detailierte Bilder und Layout in meinem Kopf, aber mit jedem gelesenen Kapitel breitete sich mehr Gelassenheit in mir aus. Las ich langsamer und gründlicher. Die Geschichten über die Menschen, die Geschmäcker aus ihrer Erinnerung wiederfinden wollten, waren faszinierend und einfach zugleich. Und wer wollte nicht schon einmal wieder ein Gericht essen, dass man als Kind so geliebt hatte oder ein Restaurant besuchen, dass vor Langem geschlossen wurde. Auch hier wird detektivische Arbeit an den Tag gelegt, um Zutaten und Rezeptur in Erfahrung zu bringen. Allerdings liegt der Fokus in den Geschichten immer auf dem Verzehr und der Erinnerung der gewünschten Mahlzeit. Entspannend und appetitanregend zugleich, insbesondere für japanophile Leser. Und glücklicherweise gibt es einen Nachschlag in Form von weiteren Bänden. Na dann, itadakimasu!

 

 

Aurora und der Ork 

Wieder etwas herrlich Einfaches. Mit der richtigen Prise Fantasie und garniert mit einer handvoll Humor. Nehmen wir einen Protagonisten und setzen ihn in ein Szenario in das er so gar nicht passt. Dann schauen wir zu wie er sich in seiner neuen Umgebung zurecht findet und herrliche Missverständnisse entstehen. Das scheint die grundlegende Idee von Lewis Trondheim für dieses Werk gewesen zu sein. So steckt er einen juvenilen Ork in die Klasse einer Grundschule. Das scheint auch niemanden sonderlich zu stören, außer Aurora. Als Einzige scheint sie sich der Gefahr bewusst zu sein einen blutrünstigen Ork in einen Raum mit lauter wehrlosen Kindern zu stecken. Der ist allerdings mehr an den Foltermethoden namens Mathematik und Schreibschrift interessiert und bedient sich lieber an den Ratten im Schulhof. Bald wird klar, dass der Ork durch einen Schutzzauber in die Welt von Aurora geschickt wurde. Und jedes Mal, wenn er eine Tür durchschreitet wird er wieder zurück in die seine versetzt, wo sich in einer Burg der grausige Kampf zwischen Elfen und Orks abspielt. Nur um wieder in der Schule zu landen, wenn er erneut einen Raum durch eine Tür betritt. So wechseln sich Klassenzimmer mit Kerker, dann wieder mit Cafeteria, der Folterkammer und dann dem Schulhof ab. Es ist eine wahre Freude diesem ungleichen Paar zuzusehen, wie es sich in beiden Welten behauptet. Schön schwarze Pädagogiklektüre.

 

 

City Hunter

Bleiben wir bei Witz und Humor. City Hunter ist ein Klassiker in neuem Gewand. Wer ein Fan von oldschooligem Flachwitzhumor ist kommt hier richtig auf seine Kosten. Slapsticks, Anzüglichkeiten und ein 100-Tonnen-Hammer sind die Zutaten für diesen lustigen Action-Manga aus den Achtzigern. Ryo Saebe ist ein unverbesserlicher Frauenheld, der sich seine Jobs nach der Anzahl und der Attraktivität des weiblichen Geschlechts aussucht. Seine unendliche Lüsternheit grenzt ans Lächerliche, aber nicht einmal diese bringt seine Professionalität ins Wanken, wenn es um die Erfüllung eines Auftrags geht. Er ist der beste Sweaper/Bodyguard der Stadt. Eine Legende, die jedem Rock hinterhersteigt. Gut das seine Partnerin Kaori da ist, um ihn mit ihrem handlichen Hammer in der Spur zu halten. Action, Humor und Erotik. Alles was es für bodenständige einfache Unterhaltung braucht.

 

 

Planetes

Bleiben wir gleich bei Klassikern im Mangabereich. Planetes ist etwas ganz besonderes für mich. Nicht nur, dass es für mich eine der wenigen realistischen Darstellungen der zukünftigen Nutzung des Weltraums ist, sondern auch wegen dem philosophischen Ton der angestimmt wird.

Ich hoffe für euch ist etwas dabei, dass euch genauso viele schöne Stunden bescheren wird, wie mir. Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start ins Jahr und viel Zeit zum Lesen!

Eure KaZu

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von am 19. Januar 2026

Hier kommt meine absolut subjektive Darfst-du-lesen-Liste-2026. Auch hier sind es ausnahmslos Bücher, Manga oder Comics, die mir persönlich 2025 viel Spaß bereitet haben.

Die Prinzessinnen

Lange Zeit habe ich mich etwas gesträubt "Die Prinzessinnen" von Christian Endres zu lesen. Gerd war so überschwänglichst begeistert, dass ich Angst davor hatte, falls mir der Roman nur halb so gut vorkam oder – noch schlimmer – gar nicht gefiel, ihn in seiner Erwartung zu enttäuschen. Also bin ich viel zu lange, wie die Katze um den heißen Brei herum geschlichen. Aber im Winter 2024 war es so weit. Ich nahm einen kleinen Bissen und schwupps konnte ich nicht mehr genug bekommen. Diese Geschichten über die fünf geschwisterlichen Söldnerinnen haben mich förmlich eingesaugt. Ich war – und bin – extrem beeindruckt, wie authentisch die Mädels geschildert wurden. Was mit Sicherheit nicht so einfach ist, wenn man selber dem anderen Geschlecht angehört. Trotz bester Recherche und Beobachtung kann man das Innenleben eines Menschen, der so anders gebaut ist, nicht einfach so nachvollziehen. Umso imponierender, das Christian diese Meisterleistung vollbracht hat, seinen Charakteren derart Leben einzuhauchen, als wären sie zum Anfassen echt. Und im Nachhinein bin ich sehr froh erst so spät mit dieser Reihe angefangen zu haben. 1. Ich hatte sofort alle Bände für Direktverzehr zur Verfügung. 2. Dann hätte ich diese monsterstarken Splatter-Bräute nicht an meiner Seite gehabt, als im Januar Gerd seinen schweren Unfall hatte. So sind sie ihrem üblichen Werk nachgegangen und haben des nächtens die bösen Geister vertrieben, die mich heimsuchten. Hier nochmal einen sehr persönlichen und herzlichen Dank an den Herrn Autor. Bitte so weitermachen 🙂

Windbreaker

Windbreaker ist ein Manga über den ich beim letztjährigen Gratis Manga Tag gestolpert bin. Trotz schlichtem Zeichenstil hat mich die Dynamik der Bilder, aber insbesondere die Motive der Protagonisten, überzeugt die Serie weiter zu verfolgen. Obwohl sich die Jungs in diesem Manga ständig prügeln – ob in Duellen oder großen Straßenschlachten – ist der klangvolle Zwischenton ein sehr tiefgründiger. Schwäche zeigen, Ängste überwinden, einen Sinn im Leben finden. Die sanfte Seite dieser toughen Typen zu entdecken und ihren Weg zum inneren Frieden mitzuerleben lässt einem das Herz aufgehen und selbst ein bisschen daran wachsen.

 

Die Hausboot Detektei

Wie schon mehrfach erwähnt, war 2025 ziemlich tough, so dass ich tendenziell eher leicht verdauliche Stimmungsaufheller in die Hand genommen habe. Dieser Haufen aus liebenswerten Außenseitern ermittelt mit Hund  – ihrem arthtritischen Spürhund – und Fru Gunilla – dem hausbooteigenen Eichhörnchen – in Amsterdam. Für mich einer der schönsten Städte der Welt. Eine Großstadt mit Vorort-Flair. Alle Protagonisten sind so herrlich normal mit ihren Problemen im Alltag und dem Versuch diese zu meistern. Und Humor haben sie auch noch. Sogar sowas wie einen Kodex, ihre Hausregeln, die auch gerne mal situativ angepasst werden. Verschwindet man hier zwischen den Zeilen wähnt man sich zusammen mit dieser Schicksalsgemeinschaft in der engen Kombüse ihres Hausboots Kakao trinkend und Stroopwaffeln essend, während der Regen aufs Deck prasselt. Wunderbar zum entspannten Abschalten.

 

 

Das Restaurant der verlorenen Rezepte

Schieben wir gleich die nächste Beruhigungspille hinterher. Ich war zu Beginn sehr davon überzeugt, dass es besser gewesen wäre, diese Geschichten als Manga zu veröffentlichen. Durch meine jahrzehntelange Leseerfahrung hatte ich direkt detailierte Bilder und Layout in meinem Kopf, aber mit jedem gelesenen Kapitel breitete sich mehr Gelassenheit in mir aus. Las ich langsamer und gründlicher. Die Geschichten über die Menschen, die Geschmäcker aus ihrer Erinnerung wiederfinden wollten, waren faszinierend und einfach zugleich. Und wer wollte nicht schon einmal wieder ein Gericht essen, dass man als Kind so geliebt hatte oder ein Restaurant besuchen, dass vor Langem geschlossen wurde. Auch hier wird detektivische Arbeit an den Tag gelegt, um Zutaten und Rezeptur in Erfahrung zu bringen. Allerdings liegt der Fokus in den Geschichten immer auf dem Verzehr und der Erinnerung der gewünschten Mahlzeit. Entspannend und appetitanregend zugleich, insbesondere für japanophile Leser. Und glücklicherweise gibt es einen Nachschlag in Form von weiteren Bänden. Na dann, itadakimasu!

 

 

Aurora und der Ork 

Wieder etwas herrlich Einfaches. Mit der richtigen Prise Fantasie und garniert mit einer handvoll Humor. Nehmen wir einen Protagonisten und setzen ihn in ein Szenario in das er so gar nicht passt. Dann schauen wir zu wie er sich in seiner neuen Umgebung zurecht findet und herrliche Missverständnisse entstehen. Das scheint die grundlegende Idee von Lewis Trondheim für dieses Werk gewesen zu sein. So steckt er einen juvenilen Ork in die Klasse einer Grundschule. Das scheint auch niemanden sonderlich zu stören, außer Aurora. Als Einzige scheint sie sich der Gefahr bewusst zu sein einen blutrünstigen Ork in einen Raum mit lauter wehrlosen Kindern zu stecken. Der ist allerdings mehr an den Foltermethoden namens Mathematik und Schreibschrift interessiert und bedient sich lieber an den Ratten im Schulhof. Bald wird klar, dass der Ork durch einen Schutzzauber in die Welt von Aurora geschickt wurde. Und jedes Mal, wenn er eine Tür durchschreitet wird er wieder zurück in die seine versetzt, wo sich in einer Burg der grausige Kampf zwischen Elfen und Orks abspielt. Nur um wieder in der Schule zu landen, wenn er erneut einen Raum durch eine Tür betritt. So wechseln sich Klassenzimmer mit Kerker, dann wieder mit Cafeteria, der Folterkammer und dann dem Schulhof ab. Es ist eine wahre Freude diesem ungleichen Paar zuzusehen, wie es sich in beiden Welten behauptet. Schön schwarze Pädagogiklektüre.

 

 

City Hunter

Bleiben wir bei Witz und Humor. City Hunter ist ein Klassiker in neuem Gewand. Wer ein Fan von oldschooligem Flachwitzhumor ist kommt hier richtig auf seine Kosten. Slapsticks, Anzüglichkeiten und ein 100-Tonnen-Hammer sind die Zutaten für diesen lustigen Action-Manga aus den Achtzigern. Ryo Saebe ist ein unverbesserlicher Frauenheld, der sich seine Jobs nach der Anzahl und der Attraktivität des weiblichen Geschlechts aussucht. Seine unendliche Lüsternheit grenzt ans Lächerliche, aber nicht einmal diese bringt seine Professionalität ins Wanken, wenn es um die Erfüllung eines Auftrags geht. Er ist der beste Sweaper/Bodyguard der Stadt. Eine Legende, die jedem Rock hinterhersteigt. Gut das seine Partnerin Kaori da ist, um ihn mit ihrem handlichen Hammer in der Spur zu halten. Action, Humor und Erotik. Alles was es für bodenständige einfache Unterhaltung braucht.

 

 

Planetes

Bleiben wir gleich bei Klassikern im Mangabereich. Planetes ist etwas ganz besonderes für mich. Nicht nur, dass es für mich eine der wenigen realistischen Darstellungen der zukünftigen Nutzung des Weltraums ist, sondern auch wegen dem philosophischen Ton der angestimmt wird.

Ich hoffe für euch ist etwas dabei, dass euch genauso viele schöne Stunden bescheren wird, wie mir. Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start ins Jahr und viel Zeit zum Lesen!

Eure KaZu

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1 Kommentar zu “KaZus Jahresrückblick: Alle meine Seiten – Bücher, Comics, Manga”

  1. Oliver sagt:

    Dank Alan Moore habe ich den 3. "Prinzessinnen"-Band auch erst spät gelesen. Ich neige dazu zu sagen, dass mir dieser Teil bisher am besten gefallen hat. Bin noch immer der Meinung, dass noch zwei Teile kommen müssen. Damit alle auf dem Titelbild mal im Vordergrund sind … @CrossCult, aufgemerkt!

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