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Die Zeitmaschine

von am 5. Oktober 2026 noch kein Kommentar - schreibe den ersten!

  • H. G. Wells (Originaltext) & Thilo Krapp (Szenario & Bilder)
    DIE ZEITMASCHINE.
    Originalausgabe
    Hamburg, Carlsen, 2026, 192 S.
    ISBN 978-3-551-80309-2 / 25,00 Euro
    Hardcover

Da ich ein bekennender Fan der Zukunftserzählungen von H. G. Wells bin, wird sich niemand darüber wundern, dass ich auch gerne Comics ansehe und lese, die Wells’sche Ideen aufgreifen und verarbeiten. Sehr gerne erinnere ich mich dabei an Thilo Krapps gelungene Umsetzung von DER KRIEG DER WELTEN (2017 in Schwarzweiß, 2023 dann in Farbe).

Deshalb wartete ich, nachdem ich die Vorankündigung gelesen hatte, voller Vorfreude auf DIE ZEITMASCHINE, die nun als farbige „graphic novel“ bei Carlsen erschienen ist.

Bereits nach den ersten Seiten fielen mir einige Dinge auf, an die ich mich anders zu erinnern glaubte, obwohl meine letzte Lektüre einer Prosa-Fassung der ZEITMASCHINE noch gar nicht sooo lange her war.

Nun, im weiteren Verlauf dieser von Krapp textlich bearbeiteten und graphisch überaus ansprechend gestalteten Comic-Fassung wurden die „Abweichungen“ immer deutlicher, wirkten aber überhaupt nicht störend, sondern brachten mich dazu, genauer hinzusehen, genauer zu lesen – was letztlich dann auch zu einem gesteigerten Vergnügen führte.

Denn, anders als noch beim KRIEG DER WELTEN, der sehr dicht am Original blieb, nahm sich Krapp für seine Nachschöpfung sehr viel künstlerische Freiheit, behandelte die Vorlage mit der nötigen Achtung, veränderte jedoch die Stellen, die für seine Interpretation wichtig waren und schuf so eine wirklich eigenständige Erzählung.

Natürlich werde ich den Teufel tun und diese Änderungen hier offenlegen: Das lest ihr mal bitte alle schön selbst.

Allerdings kann ich versprechen, dass DIE ZEITMASCHINE von Thilo Krapp keine verstaubte Steampunk-Story aus einem viktorianischen London geworden ist, sondern eine zeitgemäße und moderne Hinführung an eine der großartigsten und wichtigsten frühen Science-Fiction-Geschichten und – eine sehr eindringliche Liebesgeschichte.

Und das vor allem hätte dem guten H. G. Wells gefallen.

Horst Illmer

warenkorbIhr könnt alle lieferbaren Artikel
im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden anfragen

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  • H. G. Wells (Originaltext) & Thilo Krapp (Szenario & Bilder)
    DIE ZEITMASCHINE.
    Originalausgabe
    Hamburg, Carlsen, 2026, 192 S.
    ISBN 978-3-551-80309-2 / 25,00 Euro
    Hardcover

Da ich ein bekennender Fan der Zukunftserzählungen von H. G. Wells bin, wird sich niemand darüber wundern, dass ich auch gerne Comics ansehe und lese, die Wells’sche Ideen aufgreifen und verarbeiten. Sehr gerne erinnere ich mich dabei an Thilo Krapps gelungene Umsetzung von DER KRIEG DER WELTEN (2017 in Schwarzweiß, 2023 dann in Farbe).

Deshalb wartete ich, nachdem ich die Vorankündigung gelesen hatte, voller Vorfreude auf DIE ZEITMASCHINE, die nun als farbige „graphic novel“ bei Carlsen erschienen ist.

Bereits nach den ersten Seiten fielen mir einige Dinge auf, an die ich mich anders zu erinnern glaubte, obwohl meine letzte Lektüre einer Prosa-Fassung der ZEITMASCHINE noch gar nicht sooo lange her war.

Nun, im weiteren Verlauf dieser von Krapp textlich bearbeiteten und graphisch überaus ansprechend gestalteten Comic-Fassung wurden die „Abweichungen“ immer deutlicher, wirkten aber überhaupt nicht störend, sondern brachten mich dazu, genauer hinzusehen, genauer zu lesen – was letztlich dann auch zu einem gesteigerten Vergnügen führte.

Denn, anders als noch beim KRIEG DER WELTEN, der sehr dicht am Original blieb, nahm sich Krapp für seine Nachschöpfung sehr viel künstlerische Freiheit, behandelte die Vorlage mit der nötigen Achtung, veränderte jedoch die Stellen, die für seine Interpretation wichtig waren und schuf so eine wirklich eigenständige Erzählung.

Natürlich werde ich den Teufel tun und diese Änderungen hier offenlegen: Das lest ihr mal bitte alle schön selbst.

Allerdings kann ich versprechen, dass DIE ZEITMASCHINE von Thilo Krapp keine verstaubte Steampunk-Story aus einem viktorianischen London geworden ist, sondern eine zeitgemäße und moderne Hinführung an eine der großartigsten und wichtigsten frühen Science-Fiction-Geschichten und – eine sehr eindringliche Liebesgeschichte.

Und das vor allem hätte dem guten H. G. Wells gefallen.

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