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  • Über: Horst Illmer

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    Horst Illmer
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    http://www.temporamores.de
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    Beiträge von Horst Illmer:

    Insgesamt 194 Beiträge

    Will Eisner – Graphic Novel Godfather

    von am 14. April 2021 noch kein Kommentar

    Alexander Braun
    WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER.
    Berlin, Avant Verlag, 2021, 384 Seiten
    ISBN 978-3-96445-050-0 / 39,00 Euro
    Großformatiges Hardcover

    Die Kunstform des sequenziellen Erzählens – allgemein als „Comic“ bekannt – entwickelte ihre Massenwirksamkeit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum Siegeszug der Zeitungen und Zeitschriften, in denen sie von Beginn an Teil der Erfolgsgeschichte waren. Als in den 1930er Jahren daraus die eigenständige Form der Comic-Hefte entstand, gehörte Will Eisner (1917–2005) zu den „Paten“ (engl. „Godfather“) dieser zuerst ungeliebten Ableger der später so genannten „neunten Kunst“. Und als 1978 mit A CONTRACT WITH GOD (dt. als EIN VERTRAG MIT GOTT) die erste „Graphic Novel“ als Buch in einem Literaturverlag den Anspruch erhob, ernstzunehmende Literatur darzustellen, hob derselbe Will Eisner damit ein seither immer wirkmächtigeres und beliebteres Genre aus der Taufe.

    Deshalb ist der Titel von Alexander Brauns Biografie WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER gut gewählt. In diesem durchgängig bebilderten, riesenformatigen, kiloschweren Prachtband wird Eisner anhand seiner Werke porträtiert. Braun beschreibt Eisners außergewöhnlichen Lebensweg in zwölf Kapiteln, die von seinen frühesten Versuchen als Comiczeichner über die ersten Erfolge, die Zeit des Zweiten Weltkriegs und die anschließende Arbeit für die US-Army, bis hin zum gefeierten Comeback und der späten Beschäftigung mit den jüdischen Wurzeln reichen.

    Dazu gibt es ein ausführliches Interview mit Eisners Freund und Verleger Denis Kitchen sowie ein Kurzporträt von Eisner Gattin Ann, ein Werkverzeichnis und eine Auswahlbibliografie.

    Das fast 400 Seiten umfassende Kompendium dient gleichzeitig als Katalog zu einer derzeit in Dortmund stattfindenden Ausstellung, die dann (hoffentlich) im nächsten Jahr zum Internationalen Comic Salon nach Erlangen wandert. Sicherlich gehört ein Besuch dort zu den Pflichtveranstaltungen für Alle, die sich für Comics interessieren – die Zeit bis dahin aber kann man sich nicht schöner vertreiben als mit dem Blättern, Stöbern und Schmökern in WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER!

    Horst Illmer
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    Will Eisner – Graphic Novel Godfather
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    14. April 2021 und noch kein Kommentar

    Alexander Braun
    WILL EISNER – GRAPHIC NOVEL GODFATHER.
    Berlin, Avant Verlag, 2021, 384 Seiten
    ISBN 978-3-96445-050-0 / 39,00 Euro
    Großformatiges Hardcover

    Die Kunstform des sequenziellen Erzählens – allgemein als „Comic“ bekannt – entwickelte ihre Massenwirksamkeit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum Siegeszug der Zeitungen und Zeitschriften, in denen sie von Beginn an Teil der Erfolgsgeschichte waren. Als in den 1930er weiterlesen…

    Der letzte Mensch

    von am 29. März 2021 noch kein Kommentar

    Mary Shelley
    DER LETZTE MENSCH. Roman.
    Übersetzt von Irina Philippi
    Nachworte von Rebekka Rohleder & Dietmar Dath
    (THE LAST MAN / 1826)
    Ditzingen, Reclam, 2021, 585 S.
    ISBN 978-3-15-011328-8 / 26,00 Euro

    Brauchen wir jetzt wirklich noch eine apokalyptische Geschichte, in der es darum geht, dass die Menschheit von einer Seuche dahingerafft wird? Bevor wir darauf antworten, sollten wir doch erst einmal klären, wovon tatsächlich die Rede ist.

    Im Reclam Verlag ist zum Jahresbeginn die Übersetzung von Mary Shelleys (1797–1850) Roman »Der letzte Mensch« erschienen. Ein Buch, das erstmals 1826, also vor fast zweihundert Jahren, das Licht der Welt erblickte. Ein Buch, das (immer noch) in einer Zukunft gegen Ende des 21. Jahrhunderts spielt. Ein Buch, das so verstörend auf seine Zeitgenossen wirkte, dass es jahrzehntelang keine Nachauflagen gab. Ein Science-Fiction-Roman, der auch in Deutschland erst Anfang der 1980er Jahre erstmals (und dann nur stark gekürzt) veröffentlicht wurde.

    Shelley erzählt hier die Lebensgeschichte von Lionel Verney, der in einer weit entfernten Zukunft aus einfachsten Verhältnissen aufsteigt und als Gefährte zweier bedeutender Männer die Welt kennen lernt. Und gerade als er glaubt, alles erreicht zu haben (Familienglück und Wohlstand), bricht eine tödliche Seuche aus und löscht nach und nach nicht nur die Zivilisation, sondern auch jedes menschliche Leben aus.

    Dieser grobe Rahmen umfasst jedoch ein bis in kleinste Details aufs genaueste beobachtetes und beschriebenes Zeitbild, ein „Sittengemälde“, für dessen Betrachtung man sich etwas Zeit nehmen sollte – der Erkenntnisgewinn wiegt weit mehr.

    Dieses gut geschriebene, engagierte und auf mehreren Ebenen interpretierbare Buch liegt jetzt erstmals in der ihm gemäßen Form vor: von Irina Philippi gut und komplett übersetzt und ausführlich kommentiert, von Rebekka Rohleder mit einem engagierten Nachwort versehen und abschließend von Dietmar Dath in einem brillanten Essay historisch-kritisch mit unserer Gegenwart verknüpft: „Mary Shelleys großes Buch […] gehört in die Schule, zu der die Moderne das ganze menschliche Leben gemacht hat“ (S. 585).

    Somit kann die Eingangsfrage also beantwortet werden. Es braucht sicherlich keine weiteren x-beliebigen Katastrophenromane – aber dieses literarische Meisterwerk in einer exquisiten Ausgabe in die Hand nehmen zu können: das brauchte es schon.

    Horst Illmer
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    Der letzte Mensch
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    29. März 2021 und noch kein Kommentar

    Mary Shelley
    DER LETZTE MENSCH. Roman.
    Übersetzt von Irina Philippi
    Nachworte von Rebekka Rohleder & Dietmar Dath
    (THE LAST MAN / 1826)
    Ditzingen, Reclam, 2021, 585 S.
    ISBN 978-3-15-011328-8 / 26,00 Euro

    Brauchen wir jetzt wirklich noch eine apokalyptische Geschichte, in der es darum geht, dass die Menschheit von einer Seuche dahingerafft wird? Bevor wir darauf antworten, sollten wir doch erst einmal klären, wovon weiterlesen…

    Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt

    von am 24. März 2021 noch kein Kommentar

    Erika Swyler
    DER TAG, AN DEM MEIN VATER DIE ZEIT ANHIELT. Roman.
    Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
    (LIGHT FROM OTHER STARS / 2019)
    München, Limes, 2020, 446 S.
    ISBN 978-3-8090-2708-9 / 20,00 Euro

    Alle paar Jahre schafft es ein spektakuläres Ereignis aus dem Bereich der Weltraumforschung in die Abendnachrichten und – für ein paar Wochen – ins öffentliche Bewusstsein. Derzeit ist es eine Häufung von Marsmissionen, inklusive der ausgiebig gefeierten Landung einer Sonde, sowie deren vom Mars übermittelten Bilder und Töne (!), die es den nationalen Regierungen und Raumfahrtagenturen gestattet, die riesigen Summen zu rechtfertigen, die in solche Missionen gesteckt werden.

    Ein weiterer Effekt solcher Ereignisse ist, dass dadurch immer wieder junge Menschen für den Weltraum und den Flug zu den Sternen begeistert werden. Und hin und wieder schreiben diese Menschen dann Romane wie DER TAG, AN DEM MEIN VATER DIE ZEIT ANHIELT, mit dem die New Yorker Autorin Erika Swyler in diesem Winter für Furore bei den deutschen Science-Fiction-Fans sorgt.

    Eine vierköpfige Besatzung fliegt mit der »Chawla« zu einem terraformten Planeten, um dort einen ersten Brückenkopf für eine eventuell später erfolgende Besiedlung zu errichten. Nun beschreibt Swyler aber nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, das abenteuerliche Leben auf diesem Außenposten der Menschheit, sondern bleibt ganz nahe bei ihren Protagonisten (zwei Frauen und zwei Männer) und ihren Erfahrungen und Erinnerungen während des jahrelangen Fluges. Zugleich schiebt sich – aus guten Gründen, wie sich herausstellt – ein schicksalhaftes Geschehen aus der Jugend eines Besatzungsmitglieds in die in naher Zukunft angesiedelte Haupthandlung.

    Swyler greift geschickt in die große Kiste mit Science-Fiction-Plots und verwendet diese, um ihren Figuren Tiefe und Konturen zu verleihen. Wichtig sind für sie mehr die Verhaltensweisen der Menschen als die Beschreibung zukünftiger Technik oder actionreicher Geschehnisse. Die (SF-)Literatur des 21. Jahrhunderts hat die Beschränkungen des Genres hinter sich gelassen und versucht, alle Leserschichten anzusprechen und zu begeistern.
    Und in ihren besten Momenten gelingt ihr das schon sehr gut.

    Horst Illmer
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    Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt
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    24. März 2021 und noch kein Kommentar

    Erika Swyler
    DER TAG, AN DEM MEIN VATER DIE ZEIT ANHIELT. Roman.
    Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
    (LIGHT FROM OTHER STARS / 2019)
    München, Limes, 2020, 446 S.
    ISBN 978-3-8090-2708-9 / 20,00 Euro

    Alle paar Jahre schafft es ein spektakuläres Ereignis aus dem Bereich der Weltraumforschung in die Abendnachrichten und – für ein paar Wochen – ins öffentliche Bewusstsein. Derzeit ist es weiterlesen…

    1984 Punkt 4

    von am 15. März 2021 noch kein Kommentar

    Philip Kerr
    1984.4
    Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
    Mit einem Nachwort von Christiane Steen
    (1984.4 / 2012)
    Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Februar 2021, 320 S.
    ISBN 978-3-499-21857-6

    Eine echte Überraschung hat das „Orwell-Jahr“ 2021 dann doch auch zu bieten:
    Einen richtigen Science-Fiction-Roman des leider viel zu früh verstorbenen schottischen Bestsellerautors Philip Kerr (1956–2018), der vor allem mit seinen Berlin-Krimis um den Privatermittler Bernie Gunther und seiner Jugend-Fantasy-Reihe DIE KINDER DES DSCHINN bekannt ist. Bereits im Jahr 2015 übergab er seiner deutschen Lektorin Christiane Steen das Manuskript von „1984.4“. Damals wurde nichts aus diesem Projekt, da andere Dinge (wie die letztlich tödliche Erkrankung des Autors) wichtiger waren.
    Steen hat den Roman nun bei Rowohlt-Rotfuchs (passend zur gleichzeitig dort erschienenen Neuübersetzung von „1984) als posthume Welt-Erstveröffentlichung im Hardcover herausgegeben.
    Auf knappen 320 Seiten erzählt Kerr hier eine düstere, im Jahr 2034 angesiedelte Coming-of-Age-Geschichte, die zwar auf George Orwells Grundideen zurückgreift, daraus jedoch eine völlig eigenständige Welt entwickelt. Dort wird nicht mehr gegen andere Nationen gekämpft, sondern gegen die alten Menschen, die nicht „freiwillig“ aus dem Leben (und dem Sozialsystem) scheiden wollen.
    Ob uns Heutigen diese neue Version von „1984.4“ jedoch „besser mundet“ als das Winston-Smith-England des originalen „1984“ darf/muss jede/r Leser/in selbst kosten.

    Horst Illmer
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    1984.4
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    15. März 2021 und noch kein Kommentar

    Philip Kerr
    1984.4
    Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
    Mit einem Nachwort von Christiane Steen
    (1984.4 / 2012)
    Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Februar 2021, 320 S.
    ISBN 978-3-499-21857-6

    Eine echte Überraschung hat das „Orwell-Jahr“ 2021 dann doch auch zu bieten:
    Einen richtigen Science-Fiction-Roman des leider viel zu früh verstorbenen schottischen Bestsellerautors Philip Kerr (1956–2018), der vor allem mit seinen Berlin-Krimis um den Privatermittler Bernie Gunther weiterlesen…

    Der Netzwerk-Effekt

    von am 8. März 2021 noch kein Kommentar

    Martha Wells
    DER NETZWERK-EFFEKT
    Übersetzt von Frank Böhmert
    (Network Effect / 2020)
    München, Heyne, 2021, 480 Seiten
    ISBN 978-3-453-32123-6

    Merkwürdige Zeiten sind das, wenn eine der (völlig zu Recht) beliebtesten Figuren aus einem aktuellen Science-Fiction-Roman ein geläuterter „Killerbot“ ist (also eine Kampfmaschine, die ursprünglich mal dafür gedacht war, auf Befehl alles zu zerstören was als Ziel genannt wurde).

    Doch genau darum geht es in den Geschichten von Martha Wells, von denen die ersten vier vor einiger Zeit unter dem Titel TAGEBUCH EINES KILLERBOTS bei Heyne erschienen. Jetzt ist mit DER NETZWERK-EFFEKT das erste Killerbot-Abenteuer in Romanlänge in den Buch­handlungen – und auch nach fast 500 Seiten will man einfach immer weiter lesen. Denn diese Killerbot-Einheit ist einfach – ja, sorry! – „knuddelig“.

    Es macht unglaublichen Spaß mit dabei zu sein, wenn Killerbot damit Probleme hat, nach einer gefährlichen Rettungsmission und einem nur knapp vermiedenen „Totalschaden“, den Handlungsfaden der TV-Serie Zeitpatrouille Orion wieder aufzunehmen („wozu es eigentlich nicht viel brauchte“, S. 459) und dann langsam die Erkenntnis dämmert, dass sich neben Menschen auch ein Fifo („fieses Forschungsschiff“) für soziale Interaktionen eignet.

    Da verschlägt es selbst Killerbot (für ganze 2,2 Sekunden) die Sprache!

    Horst Illmer
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    Der Netzwerk-Effekt
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    8. März 2021 und noch kein Kommentar

    Martha Wells
    DER NETZWERK-EFFEKT
    Übersetzt von Frank Böhmert
    (Network Effect / 2020)
    München, Heyne, 2021, 480 Seiten
    ISBN 978-3-453-32123-6

    Merkwürdige Zeiten sind das, wenn eine der (völlig zu Recht) beliebtesten Figuren aus einem aktuellen Science-Fiction-Roman ein geläuterter „Killerbot“ ist (also eine Kampfmaschine, die ursprünglich mal dafür gedacht war, auf Befehl alles zu zerstören was als Ziel genannt wurde).

    Doch genau darum geht weiterlesen…

    Die große Stille & Geteilt durch Null

    von am 15. Februar 2021 noch kein Kommentar

    Ted Chiang
    DIE GROSSE STILLE.
    Erzählungen 1990 bis 2020. Band 1.
    Übersetzt von molosovsky, Jacob Schmidt & Karen Will
    (EXHALATION / 2019)
    München, Golkonda, 2020, 390 S.
    ISBN 978-3-96509-035-4 / 24,00 Euro

    GETEILT DURCH NULL.
    Erzählungen 1990 bis 2020. Band 2.
    Übersetzt von molosovsky & Karen Will
    (STORY OF YOUR LIFE & OTHERS / 2016)
    München, Golkonda, 2020, 360 S.
    ISBN 978-3-96509-037-8 / 24,00 Euro

    Der 1967 geborene amerikanische Autor Ted Chiang gilt als einer der wichtigsten Erzähler der Gegenwart, was sich unter anderem auch an der Prominenz seiner Bewunderer ablesen lässt. Wer sonst kann schon mit einem Lob von Barack Obama auf dem Buchrücken Werbung machen. In den letzten zwanzig Jahren veröffentlichte Chiang zwar nur 17 Geschichten, für die er allerdings dutzende von Preisen abräumte und unter anderem je vier Mal den HUGO Award und den Nebula Award verliehen bekam.
    Weltberühmt wurde er 2016 durch die Verfilmung seiner Kurzgeschichte „The Story of Your Life“ durch Denis Villeneuve, die unter dem Titel ARRIVAL in die Kinos kam.

    Der glücklicherweise reanimierte Golkonda Verlag lieferte mit DIE GROSSE STILLE und GETEILT DURCH NULL Ende 2020 endlich die lange angekündigte und dringend erwartete Gesamtausgabe aller dieser „Erzählungen 1990 bis 2020“ in zwei Hardcoverbänden mit zusammen 750 Seiten aus.
    Gegenüber der seit Jahren vergriffenen (ebenfalls zweibändigen) Taschenbuchausgabe wurde die Reihenfolge der Erzählungen verändert, es kamen als deutsche Erstveröffentlichung vier neue Geschichten hinzu und im Anhang findet man jetzt kurze Anmerkungen des Autors zu seinen Texten.

    Inhaltlich und stilistisch sind Ted Chiangs Stories literarische Meisterwerke, in denen sich die gesamte Weite des menschlichen Lebens wiederfinden lässt – und glücklicherweise hat der Autor überhaupt keine Berührungsängste gegenüber der phantastischen Erzählweise (heutzutage besser als Science Fiction bekannt).

    Diese zwei Bücher sollten ab sofort zum unverzichtbaren Grundbestand einer jeden – und sei sie noch so kleinen – Science-Fiction-Sammlung gehören.

    Horst Illmer
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    Die große Stille & Geteilt durch Null
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    15. Februar 2021 und noch kein Kommentar

    Ted Chiang
    DIE GROSSE STILLE.
    Erzählungen 1990 bis 2020. Band 1.
    Übersetzt von molosovsky, Jacob Schmidt & Karen Will
    (EXHALATION / 2019)
    München, Golkonda, 2020, 390 S.
    ISBN 978-3-96509-035-4 / 24,00 Euro

    GETEILT DURCH NULL.
    Erzählungen 1990 bis 2020. Band 2.
    Übersetzt von molosovsky & Karen Will
    (STORY OF YOUR LIFE & OTHERS / 2016)
    München, Golkonda, 2020, 360 S.
    ISBN 978-3-96509-037-8 / 24,00 Euro

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    Die Mitternachtsbibliothek

    von am 4. Februar 2021 noch kein Kommentar

    Matt Haig
    DIE MITTERNACHTSBIBLIOTHEK. Roman.
    Übersetzt von Sabine Hübner
    (The Midnight Library / 2020)
    München, Droemer Knaur, 2021, 318 S.
    ISBN 978-3-426-28256-4 /20,00 Euro
    Hardcover

    Eigentlich kann man sich beim Thema Selbstmord ja nur in die Nesseln setzen. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat sich der Engländer Matt Haig in seinem neuesten Roman DIE MITTERNACHTSBIBLIOTHEK damit auseinander gesetzt. Und es gelingt Haig, der seit seinem Bestseller ICH UND DIE MENSCHEN von 2014 bei vielen Lesern als „Wohlfühl“-Schriftsteller gilt, einfühlsam und unprätentiös dieses schwierige Feld anzugehen.
    Nachdem sich seine Protagonistin Nora Seed aus lauter Verzweiflung entschlossen hat, ihrem Leben ein Ende zu machen, entdeckt sie auf ihrem Weg ins Jenseits eine riesige Bibliothek, in der es immerfort Mitternacht ist. Die Unmenge an Büchern dort haben nur ein Thema: All die Leben, die Nora nicht gelebt hat! Also beginnt sie zu lesen – und immer häufiger taucht die Frage auf, ob es wirklich ein besseres Leben gibt, als jenes, welches wir tatsächlich leben?
    In Haigs „Mitternachtsbibliothek“ herrscht eine traumhaft schöne Stimmung und am Ende ist nur eines sicher: „Man weiß nie, wie es ausgeht“ (S. 318).
    Ein Buch zum Wohlfühlen.

    Horst Illmer
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    Die Mitternachtsbibliothek
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    4. Februar 2021 und noch kein Kommentar

    Matt Haig
    DIE MITTERNACHTSBIBLIOTHEK. Roman.
    Übersetzt von Sabine Hübner
    (The Midnight Library / 2020)
    München, Droemer Knaur, 2021, 318 S.
    ISBN 978-3-426-28256-4 /20,00 Euro
    Hardcover

    Eigentlich kann man sich beim Thema Selbstmord ja nur in die Nesseln setzen. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat sich der Engländer Matt Haig in seinem neuesten Roman DIE MITTERNACHTSBIBLIOTHEK damit auseinander gesetzt. Und es gelingt Haig, der seit seinem Bestseller weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-13 "Qualityland 2.0"

    von am 11. Dezember 2020 noch kein Kommentar

    Marc-Uwe Kling
    QUALITYLAND 2.0 – Kikis Geheimnis.
    Ungekürzte Autoren-Lesung
    Hamburg, HörbuchHamburg, 2020, 8 CDs, 586 Minuten
    ISBN 978-3-95713-215-4
    &
    QUALITYLAND 2.0 – Kikis Geheimnis.
    Berlin, Ullstein, 2020, 430 S.
    ISBN 978-3-550-20102-8

    Von QUALITYLAND, dem ersten Science-Fiction-Roman Marc-Uwe Klings, war ich regelrecht begeistert, allerdings hätte es für mich keiner Fortsetzung bedurft – wer richtet sich schon gerne häuslich in einer dystopischen Welt ein?

    Nun überrascht es aber auch nicht wirklich bei einem Autor, der vier Bücher über ein sprechendes Känguru geschrieben hat, dass er seinem Erfolgsrezept treu bleibt: Vor Kurzem erschien nun also QUALITYLAND 2.0, die nahtlose Weiterführung der Geschichte von Peter Arbeitsloser und Kiki Unbekannt, inklusive diverser Wiederbegegnungen mit (mehr oder weniger) beliebten Nebenfiguren und der Einführung neuer Schurken.

    Diesmal geht es (siehe Untertitel) vor allem um die Herkunftsgeschichte Kikis, deren Erforschung sich als Überlebensnotwendig für Kiki und Peter erweist, ist doch ein kaltblütiger Killer-Avatar hinter der sympathischen Anarcho-Hackerin und ihrem On/Off-Beziehungspartner Peter her. Allerdings ergeben sich unerwartete Hilfsmöglichkeiten durch die Unterstützung bisheriger Antagonisten – und so manche „asoziale“ Aktion endet mit einer positiven Überraschung …

    Die Geschichte gibt es als Buch (diesmal nur eine Version) und als vom Autor eingelesenes Hörbuch (aufgrund von Klings Vortragskünsten in jedem Fall die vorzüglichere Fassung).

    Um es mal so zu formulieren: Wem auch der vierte Känguru-Band noch Spaß gemacht hat, wird hier sicherlich nicht enttäuscht.

    Horst Illmer
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    Qualityland 2.0
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    11. Dezember 2020 und noch kein Kommentar

    Marc-Uwe Kling
    QUALITYLAND 2.0 – Kikis Geheimnis.
    Ungekürzte Autoren-Lesung
    Hamburg, HörbuchHamburg, 2020, 8 CDs, 586 Minuten
    ISBN 978-3-95713-215-4
    &
    QUALITYLAND 2.0 – Kikis Geheimnis.
    Berlin, Ullstein, 2020, 430 S.
    ISBN 978-3-550-20102-8

    Von QUALITYLAND, dem ersten Science-Fiction-Roman Marc-Uwe Klings, war ich regelrecht begeistert, allerdings hätte es für mich keiner Fortsetzung bedurft – wer richtet sich schon gerne häuslich in einer dystopischen Welt ein?

    Nun überrascht weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-14 "Little Bird"

    von am 10. Dezember 2020 noch kein Kommentar

    Darcy Van Poelgeest (Text), Ian Bertram (Bilder) & Matt Hollingsworth (Farben)
    LITTLE BIRD – Buch Eins: DER KAMPF UM ELDER’S HOPE
    Übersetzung: Peter Schadt
    (Little Bird / 2019/20)
    Ludwigsburg, cross cult, 2020, 200 Seiten
    ISBN 978-3-966582-10-0, 35,00 Euro
    Großformatiges Hardcover mit laminiertem Einband

    Vorstellen möchte ich heute einen, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, sensationell guten Comic:
    Gemeint ist damit LITTLE BIRD – Buch Eins: DER KAMPF UM ELDER’S HOPE, geschrieben von Darcy Van Poelgeest, gezeichnet von Ian Bertram und koloriert von Matt Hollingsworth, der in den USA als fünfteilige Miniserie veröffentlicht wurde (in Frankreich und Kanada erschien gleich das Album) und in diesem Jahr den EISNER AWARD als beste „limited Series“ gewonnen hat.

    Der monumentale Hardcoverband, den cross cult soeben veröffentlicht hat, übertrifft die Originalausgaben sowohl im Format als auch in der Ausstattung – und wird dem Gesamtkunstwerk, das LITTLE BIRD darstellt, damit durchaus gerecht.
    Die Geschichte kreist um das kleine Mädchen Little Bird, das von seiner Mutter auserwählt wurde, den Widerstand der letzten kanadischen Ureinwohner gegen ein menschenverachtendes, diktatorisches Regime von christlichen Gotteskriegern anzuführen, das ganz Nordamerika beherrschen will. Da Little Birds Familie über gewisse Fähigkeiten (je nach Betrachtungsweise Magie oder Mutation) verfügt, ist dieses Unterfangen nicht ganz so hoffnungslos, wie es auf den ersten Blick erscheint …

    Was den Comic für mich jedoch weit über das Gewohnte und Erwartete hinaushebt, sind die Bilder, mit denen Bertram und Hollingsworth das Geschehen darstellen. In Bildgestaltung, Farbgebung und Seitenaufbau erinnert LITTLE BIRD an Moebius und Druillet, in Dynamik und Detailfreude an Geoff Darrow, jedoch zeigen die Künstler durchgängig einen eigenständigen „look“ und den Willen, über ihre Vorbilder hinauszugehen.
    Beeindruckend!

    Horst Illmer
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    Little Bird
    via e-mail im Laden oder im Libri-Shop bestellen

    10. Dezember 2020 und noch kein Kommentar

    Darcy Van Poelgeest (Text), Ian Bertram (Bilder) & Matt Hollingsworth (Farben)
    LITTLE BIRD – Buch Eins: DER KAMPF UM ELDER’S HOPE
    Übersetzung: Peter Schadt
    (Little Bird / 2019/20)
    Ludwigsburg, cross cult, 2020, 200 Seiten
    ISBN 978-3-966582-10-0, 35,00 Euro
    Großformatiges Hardcover mit laminiertem Einband

    Vorstellen möchte ich heute einen, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, sensationell guten Comic:
    Gemeint ist damit LITTLE BIRD – Buch Eins: DER weiterlesen…

    Masterpieces of Fantasy Art

    von am 23. November 2020 noch kein Kommentar

    Dian Hanson
    MASTERPIECES OF FANTASY ART.
    Mit einem Vorwort von Boris Vallejo
    Mehrsprachige Originalausgabe: Englisch, Deutsch, Französisch
    Köln, Taschen, 2020, 532 S.
    ISBN 978-3-8365-7210-1
    Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 7,43 kg
    Die Erstausgabe ist auf 7500 nummerierte Exemplare limitiert

    Bildbände, neudeutsch gerne „Artbook“ genannt, gibt es wie Sand am Meer, aber das neueste „Taschen-Buch“ MASTERPIECES OF FANTASY ART einfach nur als Bildband zu bezeichnen, wäre in etwa so als würde man die alte VHS-Version von 2001: A SPACE ODYSSEY auf einem 60 cm-Röhrenbildschirm geschaut mit einem Besuch der restaurierten Originalfassung in einem IMAX-Kino vergleichen. Nicht nur das Format und das Gewicht sprengen jeden Rahmen, auch die Abbildungs- und Verarbeitungsqualität geht weit über alles hinaus, was ich bisher in Artbooks und den Ausstellungskatalogen diverser Museen gesehen habe.
    Die Reproduktionen gewinnen sowohl durch die Größe (bis zu 55 x 36 cm bei einer Doppelseite) wie durch das hier angewandte aufwändige Farbdruckverfahren an Tiefenschärfe und Frische und übertreffen in den meisten Fällen selbst die hochwertigsten Bildbände, die zu vielen der in diesem Buch enthaltenen Künstler ja schon existieren.
    Den Inhalt von MASTERPIECES OF FANTASY ART beschreibt die Verlagswerbung zutreffend als „farbenfrohe Mischung aus Mythos, Muskeln und sexy Jungfrauen“, deren Ursprung (neben einigen Malern und Illustratoren aus der Zeit des Jugendstils) durchaus zu Recht in den Titelbildern der Pulp-Magazine der 1920er Jahre gesehen wird.
    Und so beginnt die große Show mit den Umschlagillustrationen von Weird Tales und Amazing Stories, mit Frank Paul und Virgil Finlay, mit Beispielen früher Fantasy- und Science-Fiction-Bücher. Hierzu, wie dann auch bei all den einzeln vorgestellten KünstlerInnen, gibt es dreisprachige Essays der Herausgeberin Dian Hanson, die von großer Kenntnis über die Personen und Liebe zum Genre und seiner Bildästhetik zeugen.
    Den Hauptteil bildet dann die Vorstellung der zwölf wichtigsten Malerinnen und Illustratoren der „Fantasy Art“, (alphabetisch) beginnend mit Julie Bell, hin zu Druillet, Frank Frazetta, H. R. Giger, Moebius und schließlich Michael Whelan. Jedes Kapitel beginnt mit einer auf Büttenkarton handmontierten Farbtafel (ein Detail, das man den Kunstbüchern der vorletzten Jahrhundertwende abgeschaut hat, über das man sich genauso freut wie über die Fadenheftung, das Lesebändchen und das kräftige blaue Leinen des Einbandes) und endet mit einer einfarbigen Federzeichnung.
    Es folgen noch die Biografien von 99 weiteren „Fantasy Artists“ inklusive vieler aussagekräftiger Bildbeispiele – und dann endet dieser Rundgang durch das „Museum unserer liebgewordenen Traumbilder“ damit, dass die Rückseite des Schutzumschlags das Motiv der großen Moebius-Ausstellung aus dem letzten Jahr ohne jede störende Beschriftung zeigt.
    Bei diesem Meisterstück der Fantasy-Kunst stimmt einfach jedes Detail.

    Horst Illmer
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    Masterpieces of Fantasy Art
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    23. November 2020 und noch kein Kommentar

    Dian Hanson
    MASTERPIECES OF FANTASY ART.
    Mit einem Vorwort von Boris Vallejo
    Mehrsprachige Originalausgabe: Englisch, Deutsch, Französisch
    Köln, Taschen, 2020, 532 S.
    ISBN 978-3-8365-7210-1
    Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 7,43 kg
    Die Erstausgabe ist auf 7500 nummerierte Exemplare limitiert

    Bildbände, neudeutsch gerne „Artbook“ genannt, gibt es wie Sand am Meer, aber das neueste „Taschen-Buch“ MASTERPIECES OF FANTASY ART einfach nur als Bildband zu weiterlesen…

    comicdealer.de