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Horst Illmer | comicdealer.de
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    Insgesamt 130 Beiträge und 0 Kommentare

    Metro – Die Trilogie

    von am 15. November 2019 noch kein Kommentar

    Dmitry Glukhovsky
    METRO – DIE TRILOGIE
    Übersetzt von David Drevs, Karte von Andreas Hancock
    (Metro 2033 & Metro 2034 & Metro 2035 / 2007 & 2009 & 2015)
    München, Heyne, 2019, 1613 Seiten
    ISBN 978-3-453-32062-8
    Hardcover

    Anno 2033, etwa zwanzig Jahre nach einem vernichtenden Atomkrieg, haben sich die letzten überlebenden Menschen in den unterirdischen Stationen der Moskauer Metro mehr schlecht als recht eingerichtet. Zersplittert in eine Vielzahl von kleinen Gruppen und Gemeinden, leben sie ohne Elektrizität überwiegend in Düsternis, betrachten ihren jeweiligen U-Bahnhof als „Heimat“ und fürchten sich vor fast allem: ihren Nachbarn, den Mutanten, den Ratten – und am Meisten vor den Schrecken der Oberfläche. Nur die „Stalker“ genannten Abenteurer wagen sich hin und wieder hinauf.
    Der zu Beginn der Geschichte neunzehnjährige Artjom, der an einer der Außenstationen des Metro-Netzes aufwächst, entwickelt sich im Verlauf der drei Romane aufgrund seines Strebens nach Informationen – und seines russischen Dickkopfes – zu einem dieser Stalker (und darüber hinaus) und erlebt dabei viele spannende und außergewöhnliche Abenteuer.

    Als Dmitry Glukhovsky 2007 seinen Erstlingsroman METRO 2033 veröffentlichte, ahnte er vermutlich nicht, welchen Hype er damit startete. Neben mehreren Computerspielen erschienen auch gut zwei Dutzend Romane anderer Autoren (überwiegend aus Russland, aber auch aus England und Italien), die in dieser „shared world“ angesiedelt sind, bzw. diese um weitere Handlungsorte erweitern (und teilweise auch bei Heyne vorliegen).
    Glukhovsky selbst kehrte mit METRO 2034 (2009) und METRO 2035 (2015) noch zweimal in die Welt der Moskauer U-Bahn zurück.
    Gemeinsam mit zwei Kurzgeschichten sind die drei Romane jetzt bei Heyne unter dem Titel METRO – DIE TRILOGIE als überformatiges Hardcover neu aufgelegt worden. Es ist ein gewichtiger „Ziegelstein“ geworden, mit mehr als 1600 Dünndruckseiten, einem Lesebändchen und Vorsätzen auf denen das Metro-Netz inklusive Legende in Farbe abgedruckt ist – und mit dem man sicherlich auch sehr gut Atombunker oder U-Bahn-Stationen bauen kann.

    Horst Illmer
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    Metro – Die Trilogie
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    15. November 2019 und noch kein Kommentar

    Dmitry Glukhovsky METRO – DIE TRILOGIE Übersetzt von David Drevs, Karte von Andreas Hancock (Metro 2033 & Metro 2034 & Metro 2035 / 2007 & 2009 & 2015) München, Heyne, 2019, 1613 Seiten ISBN 978-3-453-32062-8 Hardcover Anno 2033, etwa zwanzig Jahre nach einem vernichtenden Atomkrieg, weiterlesen…

    Unendlicher Spass

    von am 10. November 2019 noch kein Kommentar

    David Foster Wallace
    UNENDLICHER SPASS. Roman.
    Übersetzt von Ulrich Blumenbach
    (Infinite Jest / 1996)
    Reinbek, Rowohlt, 2012, 1552 Seiten
    ISBN-13: 978-3-499-24957-0 / 18,00 Euro

    UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL.
    Ungekürzte Lesung von Ulrich Blumenbach u.v.a.
    Regie: Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli
    Hörverlag, 2018, 10 mp3-CDs, 80 Stunden
    ISBN 978-3-8445-2707-0 / 49,90 Euro

    David Foster Wallace hat mit INFINITE JEST / UNENDLICHER SPASS eines jener Jahrhundertbücher abgeliefert, das wie James Joyce‘ ULYSSES, Marcel Prousts AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT oder Arno Schmidts ZETTEL’S TRAUM zuallererst einmal den Kritiker, den Literatur-Kenner, den Rätsel-Liebhaber, den Zitatensammler, den Literaturwissenschaftler anspricht.
    Solche Bücher werden immer reich an Ruhm und arm an Lesern sein und bleiben. Wer sich aber einmal in den Sog der labyrinthischen Handlung, in die Tiefen der Sprachbehandlung und stilistischen Kapriolen gestürzt hat, wird darin – trotz aller Gefahren und Unbequemlichkeiten, die ein solch Poe’scher „Mahlstrom“ mit sich bringt – gerne und immer wieder seine Zeit verbringen wollen.

    Als 2009 endlich die deutsche Ausgabe von Wallace’ Jahrhundertbuch, übersetzt von Ulrich Blumenbach, unter dem Titel UNENDLICHER SPASS in die Buchhandlungen kam, war vor allem das Feuilleton begeistert – und die Leser ob der mehr als 1500 Seiten erst einmal geschockt.
    Wer sich bisher nicht an diesen als äußerst schwierig zu lesenden und verwirrend konstruierten Roman herantraute, kann ihn sich jetzt vorlesen lassen. In einer Co-Produktion von WDR, BR2 und DLF inszenierten Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli das „größte Radiokunstprojekt aller Zeiten“: UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL, die vollständige Lesung mit über 1400 Sprechern (jeder genau eine Seite, nur Ulrich Blumenbach liest alle 388 Anmerkungen selbst) und einer Gesamtlaufzeit von etwa 80 Stunden. Untermalt wird dieses ebenso spannende wie spektakuläre Experiment von der autonom generierten Musik eines analogen Synthesizers, der sogenannten „Goldenen Maschine“. Ausführliche Erklärungen zum Projekt lassen sich im 60 Seiten starken Booklet nachlesen.

    Ob selbst lesen oder sich vorlesen lassen: auf jeden Fall ganz sicher ein einzigartiges Erlebnis!

    Horst Illmer
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    Unendlicher Spass
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    10. November 2019 und noch kein Kommentar

    David Foster Wallace UNENDLICHER SPASS. Roman. Übersetzt von Ulrich Blumenbach (Infinite Jest / 1996) Reinbek, Rowohlt, 2012, 1552 Seiten ISBN-13: 978-3-499-24957-0 / 18,00 Euro UNENDLICHER SPASS – UNENDLICHES SPIEL. Ungekürzte Lesung von Ulrich Blumenbach u.v.a. Regie: Andreas Ammer, Andreas Gerth und Acid Pauli Hörverlag, 2018, weiterlesen…

    Niegeschichte

    von am 7. November 2019 noch kein Kommentar

    Dietmar Dath
    NIEGESCHICHTE.
    Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine.
    Berlin, Matthes & Seitz, 2019, 941 Seiten
    ISBN 978-3-95757-785-6

    Der offensichtlichste Unterschied zwischen Denis Schecks KANON und Dietmar Daths NIEGESCHICHTE ist die Anzahl und Farbe der Lesebändchen. Besitzt Daths Buch ein funktionales und ideengeschichtlich und produktionstechnisch geradezu „klassisch“ zu nennendes, einzelnes, schwarzgefärbtes Lesebändchen, so zeigt „der Scheck“ schon beim ersten Öffnen des Werks Farbe, nein Farben! Rot und gelb flattern lustig gleich zwei Stofffähnlein im Wind der Freiheit.
    Das nächst Auffällige ist der schiere Umfang: Braucht Scheck für seine 100 Lieblingsbücher 470 Seiten (ein „nur“ will man hier nicht unbedingt anfügen), so täuscht „der Dath“ seine präsumtiven Rezipienten mit den knapp über 940 bedruckten Seiten, denn die Textmenge pro NIEGESCHICHTE-Seite ist um den Faktor 1,5 mal höher als die KANON-Normseite, was dann auf tatsächlich zu lesende 1.500 Seiten Umfang hinausläuft.
    Ebenso ins Auge stechen die unterschiedlichen Einband-Gestaltungen (ein fröhlicher Scheck von Torben Kuhlmann bzw. „Cities in Flight“ von Chris Foss für Dath) und die (in NIEGESCHICHTE gar nicht vorhandenen) Illustrationen zur Auflockerung.
    Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten: Beiden Büchern ist ein Register-Anhang zu Eigen, der bei der Erschließung des Inhalts (der Inhalte?) dankbare Nutzer finden wird.
    Außerdem wird in beiden Büchern viel über Science Fiction gesprochen (bzw. geschrieben).
    Das gehört dann aber auch schon wieder zu den Dingen, die den Unterschied ausmachen: Die Art und Weise wie beide Autoren an diese Literatur herangehen ist diametral gegensätzlich (obwohl sie es gar nicht sein müsste). Schecks flockig-lockerer Umgang mit Literatur (und ihren Kritikern) ist so völlig anders als Daths theorie- und fremdwortlastiges Schreiben, dass man kaum glaubt, beide fänden je einen gemeinsamen Nenner. (Hört man Dietmar Dath dann allerdings, z. B. im Deutschlandfunk, über sein Lieblingsthema reden, klingt alles verständlich und klar nachvollziehbar – jetzt muss er nur noch lernen, so zu schreiben.)
    NIEGESCHICHTE ist einer der engagiertesten, niveauvollsten, herausforderndsten Egotrips in die Welt der Science Fiction, den die deutsche Sekundärliteratur bisher hervorgebracht hat; erratisch wie der Monolith in 2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM.
    Über dieses Monumentalwerk muss sich jeder Leser eine eigene Meinung bilden.

    Horst Illmer
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    Niegeschichte
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    7. November 2019 und noch kein Kommentar

    Dietmar Dath NIEGESCHICHTE. Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine. Berlin, Matthes & Seitz, 2019, 941 Seiten ISBN 978-3-95757-785-6 Der offensichtlichste Unterschied zwischen Denis Schecks KANON und Dietmar Daths NIEGESCHICHTE ist die Anzahl und Farbe der Lesebändchen. Besitzt Daths Buch ein funktionales und ideengeschichtlich und produktionstechnisch weiterlesen…

    Highwayman

    von am 4. November 2019 noch kein Kommentar

    Koren Shadmi (Text & Bild)
    HIGHWAYMAN.
    Marietta, Top Shelf, 2019, 160 Seiten
    ISBN 978-1-60309-441-2
    Softcover

    Der 1981 in Israel geborene und inzwischen in New York ansässige Autor und Zeichner Koren Shadmi ist auch hierzulande kein völlig Unbekannter mehr. Sein Comic LOVE ADDICT (Egmont) und seine gezeichnete Biografie von Gary Gygax, dem ERSTEN SPIELLEITER (Feder & Schwert) bekamen durchweg positive Besprechungen.
    In den USA ist jetzt mit HIGHWAYMAN (Top Shelf) ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Comic erschienen, in dem Shadmi gleichermaßen seine Fähigkeiten als Zeichner und Geschichtenerzähler beweist. Ein ohne eigenes Zutun unsterblich gewordener Mann trampt per Anhalter – nicht durch die Galaxis, sondern – durch die USA dieses und der nächsten Jahrhunderte, immer auf der Suche nach Antworten auf seine drängenden Fragen, dabei immer auch den Launen jener Menschen ausgeliefert, die ihn mitnehmen.
    Die Zukunft, in die der HIGHWAYMAN – und mit ihm die ganze Menschheit – reist, ist alles andere als paradiesisch. Als er schließlich im vorletzten Kapitel erfährt, welcher Plan sich hinter seiner „unendlichen Reise“ verbirgt, zeigt sich jedoch, dass es Menschen gibt, die ihr Schicksal selbst zu bestimmen vermögen.
    Ganz großes Kino!

    Horst Illmer
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    Highwayman
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    4. November 2019 und noch kein Kommentar

    Koren Shadmi (Text & Bild) HIGHWAYMAN. Marietta, Top Shelf, 2019, 160 Seiten ISBN 978-1-60309-441-2 Softcover Der 1981 in Israel geborene und inzwischen in New York ansässige Autor und Zeichner Koren Shadmi ist auch hierzulande kein völlig Unbekannter mehr. Sein Comic LOVE ADDICT (Egmont) und seine weiterlesen…

    Schecks Kanon

    von am 26. Oktober 2019 noch kein Kommentar

    Denis Scheck
    SCHECKS KANON.
    Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von KRIEG UND FRIEDEN bis TIM UND STRUPPI.
    Illustriert von Torben Kuhlmann
    München, Piper, 2019, 470 Seiten / Hardcover
    ISBN 978-3-492-05934-3

    Es gab ja schon einige Versuche, die Vielfalt literarischer Erzeugnisse der letzten paar Jahrtausende in einem Kanon zu bündeln – und je höher der Anspruch des Kanon-Erstellers, desto weniger Science Fiction, Fantasy, Phantastik war enthalten.
    Die Erwartungshaltung an SCHECKS KANON, dem soeben erschienen Credo des beliebten TV-Buchkritikers Denis Scheck, ist naturgemäß eine andere. Keiner aus der deutschen Kritikerzunft hat mehr und öfter über literarische Phantastik, über Fantasy und Science Fiction geschrieben und gesprochen als Scheck, keiner kann wie er auf ein reichhaltiges Portfolio eigener Übersetzungen solcher Literatur verweisen und keiner ist mit mehr Genre-Autoren befreundet, als der sympathisch schwäbelnde Liebhaber guter Bücher.
    Und jetzt also die „100 wichtigsten Werke der Weltliteratur“, die laut Untertitel von KRIEG UND FRIEDEN bis zu TIM UND STRUPPI reichen sollen (und von Torben Kuhlmann liebevoll illustriert sind).
    Ein erster Schnelldurchgang bestätigt die Hoffnungen: J. R. R. Tolkien, Ursula K. Le Guin und James Tiptree jr. stechen sofort ins Auge, Mary Shelley und Edgar Allan Poe könnten sogar von Marcel Reich-Ranicki ohne Widerspruch hingenommen worden sein und auf Jorge Luis Borges können sich vermutlich alle einigen.
    Also nochmals durchs Inhaltsverzeichnis, diesmal mit etwas mehr Geduld: Der D.O.N.A.L.D.ist Scheck hat natürlich eine Entenhausener Duck-Tale von Carl Barks hineingeschmuggelt, wie versprochen Hergés TIM UND STRUPPI untergebracht und die PEANUTS von Charles M. Schulz nicht vergessen. Seine persönlichen Lieblinge Arno Schmidt, David Foster Wallace, Thomas Pynchon, Margaret Atwood und Kurt Vonnegut jr. sind jeweils mit utopisch-phantastischen Werken vertreten.
    Die gerne vergessene Kinder- und Jugendliteratur reicht von den Märchen der Brüder Grimm und TAUSENDUNDEINE NACHT über Selma Lagerlöf und Astrid Lindgren bis zu Lewis Carroll, Robert Louis Stevenson, Jules Verne und Joanne K. Rowling.
    Dazu gibt es noch ein paar echte phantastische Geheimtipps wie Michel Houellebecq oder Ngugi wa Thiong’o zu entdecken.
    Da SCHECKS KANON aber gerade kein Spezial-Kanon für Science Fiction sein will, sondern an das allgemeine Lesepublikum gerichtet ist, sind auch die „üblichen Verdächtigen“ vorhanden bzw. in der gut begründeten Überzahl: Shakespeare, Goethe, Voltaire, Dickinson, Tolstoi, Sappho, Dostojewski, Ovid, Hemingway, Kafka, Joyce, Beckett, Cervantes, Homer – und wie sie alle heißen. Denn nur weil jemand Humor besitzt, heißt das ja nicht, dass er jeder Ernsthaftigkeit entbehrt.
    SCHECKS KANON besticht durch eine überraschende und in jedem einzelnen Fall ausführlich dargelegte Sicht auf „die Weltliteratur“ in ihrer für die meisten unübersichtlichen Größe, Masse und Verschiedenheit. Es tut gut, dass auch ein Comic hier auftauchen darf, ein Krimi oder ein Ritterroman. Abenteuer, Spannung und Gefühl sind für Scheck ebenso wichtige Kriterien wie Stilsicherheit, Sprachbeherrschung und Experimentierfreude.
    Und kaum ein Kollege oder eine Kollegin versteht es, die echte, ungetrübte Freude an einem guten Buch so überzeugend zu vermitteln wie Denis Scheck.
    Kein Kanon für die Ewigkeit, aber ein Buch, dem man unendlich viele Anregungen entnehmen kann.

    Horst Illmer
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    Schecks Kanon
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    26. Oktober 2019 und noch kein Kommentar

    Denis Scheck SCHECKS KANON. Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von KRIEG UND FRIEDEN bis TIM UND STRUPPI. Illustriert von Torben Kuhlmann München, Piper, 2019, 470 Seiten / Hardcover ISBN 978-3-492-05934-3 Es gab ja schon einige Versuche, die Vielfalt literarischer Erzeugnisse der letzten paar Jahrtausende weiterlesen…

    Batman: Der dunkle Prinz

    von am 8. Oktober 2019 noch kein Kommentar

    Enrico Marini (Text und Bilder)
    BATMAN: DER DUNKLE PRINZ.
    Übersetzung: Monja Reichert
    Vorwort: Christian Endres
    Interview: Alexander Bubenheimer
    (Batman: The Dark Prince Charming / 2017/18)
    Stuttgart, Panini, 2019, 152 S.
    Hardcover mit Folieneinband
    ISBN 978-3-7416-1122-3 / 39,00 Euro

    Als in den Jahren 2017 und 2018 in den USA die zweiteilige Grafic Novel BATMAN: THE DARK PRINCE CHARMING von Enrico Marini veröffentlicht wurde, war schnell klar, dass hier ein großer europäischer Künstler frischen Wind in den etwas angestaubten amerikanischen Comic-Markt brachte.
    Der 1969 in Basel geborene Marini (DIE ADLER ROMS) nahm sich, bei allem gebotenen Respekt vor der Ikone BATMAN und seinen Mitspielern, ziemlich viele Freiheiten bei der Umsetzung der von ihm im Alleingang geschriebenen und gezeichneten Geschichte.
    Der Plot kreist um eine Kindesentführung durch den Joker, der damit gleichzeitig Bruce Wayne erpressen und seiner Gespielin Harley Quinn imponieren will, jedoch keine Ahnung hat, welchen Furor er dadurch in seinem größten Widersacher erweckt!
    Die deutsche Ausgabe von BATMAN: DER DUNKLE PRINZ erschien bereits 2018 bei Panini, sowohl in zwei Bänden als auch in einem Sammelband, jedoch erst die soeben veröffentlichte Deluxe-Edition wird aufgrund ihrer riesigen Dimensionen (37 x 25 cm), der stabilen Fadenheftung und des erweiterten Zusatzmaterials (inklusive der bedruckten Einbandfolie) dem Rang gerecht, den DER DUNKLE PRINZ bereits jetzt in der Historie herausragender BATMAN-Geschichten inne hat.

    Horst Illmer
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    Batman: Der dunkle Prinz
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    8. Oktober 2019 und noch kein Kommentar

    Enrico Marini (Text und Bilder) BATMAN: DER DUNKLE PRINZ. Übersetzung: Monja Reichert Vorwort: Christian Endres Interview: Alexander Bubenheimer (Batman: The Dark Prince Charming / 2017/18) Stuttgart, Panini, 2019, 152 S. Hardcover mit Folieneinband ISBN 978-3-7416-1122-3 / 39,00 Euro Als in den Jahren 2017 und 2018 weiterlesen…

    Der Kanon mechanischer Seelen

    von am 30. September 2019 2 Kommentare

    Michael Marrak
    DER KANON MECHANISCHER SEELEN. Roman.
    Illustriert vom Autor
    Traunstein, Amrun, 2017, 750 Seiten
    ISBN 978-3-95869-257-2

    Bereits im Jahr 2017 ist DER KANON MECHANISCHER SEELEN von Michael Marrak erschienen. Dieser über 700 Seiten starke Roman fand zwar seinen Weg in die Sammlung, nicht aber aufs Lesepult. Bis – ja, bis mir ein lieber Mensch das dazugehörige, ungekürzte Hörbuch ausgeliehen hat.
    Schon nach den ersten Minuten war mir klar, dass ich hier ein echtes Juwel übersehen hatte. Das Schöne an Büchern ist aber, dass sie das nicht übel nehmen und trotzdem sofort willig zur Verfügung stehen, wenn man sie dann doch lesen mag – jedenfalls die Bücher in meinen Regalen.
    Bei den Büchern in Marraks KANON sieht das schon ganz anders aus. Je nachdem, welcher „Wandler“ sie „beseelt“ hat, bzw. welches Schicksal ihnen widerfahren ist, können die Dinger ganz schön ungemütlich werden. Der Autor, der in seinem Buch auch als Illustrator hervorgetreten ist, hat fast ein Vierteljahrhundert an diesem Opus Magnum geschrieben. Einzelne Ideen fanden ihren Ausdruck in Novellen oder Kurzgeschichten, die zwischenzeitlich in Magazinen veröffentlicht wurden und den Lesern den Mund wässrig machten. (Eine dieser „Keimzellen“ des Romans, steht auf TOR-online.de zur kostenlosen Lektüre bereit.)
    Es war jedoch die, leider nur bei Audible erhältliche, von Hörbuch Hamburg produzierte und von Stefan Kaminski gelesene (ach was: gelesen, das ist mit absoluter Sprachartistik vorgetragene Rezitationskunst!) Hörbuchfassung, die mir 21 Stunden lang das allerhöchste Vergnügen bereitete. Kaminski, der ausgezeichnet z. B. Frank Schätzings DER SCHWARM oder die Romane von Patrick Rothfuss und Kevin Hearne eingelesen hat, übertrifft sich hier einfach selbst. (Gleich mehrfach fühlte ich mich an die bisher unerreichten Lesungen der Moers’schen ZAMONIEN Bücher durch Dirk Bach erinnert.)
    Eine sich anschließende Lektüre des Buches vertiefte den Genuss noch, da Marrak auch ein überaus enges Verhältnis zu Zitaten und Wortspielen hat, die beim genauen Lesen noch weitere Verständnisebenen aufschließen.
    Völlig zu Recht hat Marrak mit DER KANON MECHANISCHER SEELEN im Jahr 2018 den SERAPH und den Kurd Laßwitz Preis für den besten Roman gewonnen.
    Und 2019 meine uneingeschränkte Hochachtung.

    Horst Illmer
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    Der Kanon mechanischer Seelen
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    30. September 2019 und 2 Kommentare

    Michael Marrak DER KANON MECHANISCHER SEELEN. Roman. Illustriert vom Autor Traunstein, Amrun, 2017, 750 Seiten ISBN 978-3-95869-257-2 Bereits im Jahr 2017 ist DER KANON MECHANISCHER SEELEN von Michael Marrak erschienen. Dieser über 700 Seiten starke Roman fand zwar seinen Weg in die Sammlung, nicht aber weiterlesen…

    George Orwell

    von am 23. September 2019 noch kein Kommentar

    Pierre Christin (Text) und Sébastien Verdier (Bilder)
    GEORGE ORWELL.
    Mit Gastbeiträgen von André Juillard, Olivier Balez, Manu Larcenet, Blutch, Juanjo Guarnido und Enki Bilal.
    (Orwell / 2019)
    Aus dem Französischen von Anja Kootz
    München, Knesebeck, 2019, 160 Seiten
    ISBN 978-3-95728-154-8

    Über George Orwell und seine Bücher ist schon sehr vieles geschrieben worden, das meiste jedoch vor langer Zeit und zumeist in staubtrockenen akademischen Abhandlungen. Da tut es gut, dass jetzt – zum Doppeljubiläum des siebzigsten Jahrestags der Erstveröffentlichung von NINETEEN EIGHTY-FOUR (1949) und des Todestags im Januar 1950 – ein paar aktuellere und innovativere Werke erscheinen, die sich mit dem Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Mannes beschäftigen.
    Das größte Vergnügen bereitet dabei bisher die monumentale Comic-Biografie GEORGE ORWELL von Pierre Christin (Text) und Sébastien Verdier (Bilder) die soeben bei Knesebeck veröffentlicht wurde.
    Die beiden Franzosen erzählen in ausdrucksstarken Bildern (und unterstützt von Kollegen wie Bilal oder Juanjo Guarnido) das Leben des Engländers Eric Blair auf seinem Weg zum weltberühmten Autor George Orwell. Die überwiegend in schwarzweiß gehaltenen Bilder werden an mehreren Stellen durch Farbseiten unterbrochen, auf denen die sechs Gast-Illustratoren Orwells wichtigste Bücher vorstellen. Aber auch Verdier lässt es sich nicht nehmen, ein paar kleine aber bedeutungsvolle Farbspritzer hinzu zu fügen.
    Eine sehr empfehlenswerte Bild-Biografie.

    Horst Illmer
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    23. September 2019 und noch kein Kommentar

    Pierre Christin (Text) und Sébastien Verdier (Bilder) GEORGE ORWELL. Mit Gastbeiträgen von André Juillard, Olivier Balez, Manu Larcenet, Blutch, Juanjo Guarnido und Enki Bilal. (Orwell / 2019) Aus dem Französischen von Anja Kootz München, Knesebeck, 2019, 160 Seiten ISBN 978-3-95728-154-8 Über George Orwell und seine weiterlesen…

    Tagebuch eines Buchhändlers

    von am 20. August 2019 noch kein Kommentar

    Shaun Bythell
    TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS. Roman.
    Übersetzt von Mechthild Barth
    (THE DIARY OF A BOOKSELLER / 2017)
    München, btb, 2019, 448 S.
    ISBN 978-3-442-71865-8 / 11,00 Euro

    Irgendwann Anfang 2014 beschloss der schottische Antiquar Shaun Bythell seine Erlebnisse mit Mitarbeitern, Kunden und der restlichen Menschheit in Form eines Tagebuchs zu notieren. Das überaus lesenswerte Ergebnis dieser Notate kann ab sofort in Form eines preiswerten Taschenbuchs mit dem Titel TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS käuflich erworben werden.

    Allerdings darf man dieses Taschenbuch nicht bei einem Online-Händler kaufen, da einem sonst sofort die Ohren abfallen, man dauerhaft grün im Gesicht wird und Hausverbot auf dem örtlichen Friedhof bekommt – oder ähnlich grausamen Strafen unterliegt.

    Dieses Buch MUSS man (und frau auch) unbedingt direkt in der nächstgelegen örtlichen Buchhandlung bestellen – und das auch noch besonders laut und auffällig, damit alle anderen anwesenden Kunden mitbekommen, dass es das TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS gibt! (Sollte man durch einen dummen Zufall gerade der einzige Kunde im Laden sein, so bestelle man ein anderes Buch und vollführe die vorhergenannte Aktion zu einem geeigneteren Zeitpunkt, zum Beispiel, wenn man sein bestelltes Buch abholt.)

    Zudem ist es angebracht, sich nach erfolgter Lektüre des TAGEBUCHS EINES BUCHHÄNDLERS erneut in seine örtliche Lieblingsbuchhandlung zu begeben, mit dem anwesenden Personal darüber zu diskutieren, welche Ähnlichkeiten man entdeckt hat, und das Buch jedem zufällig vorbeikommenden Kunden mit lobenden Worten zu zeigen und zu empfehlen.

    Wer sich jetzt fragt, worum es in diesem Buch wohl geht, warum der Rezensent nichts über Inhalt, Sprache oder Stil vermeldet, ja, warum er oder sie sich denn nun eigentlich der „Mühe“ unterziehen und das TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS in der oben beschriebenen Form erwerben und lesen soll, darf an dieser Stelle aufhören zu lesen und kann dann bitte sofort diesen Planeten verlassen.

    Allen anderen sei versichert: So viel Spaß hattet ihr lange nicht mehr!

    Horst Illmer
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    Tagebuch eines Buchhändlers
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    20. August 2019 und noch kein Kommentar

    Shaun Bythell TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS. Roman. Übersetzt von Mechthild Barth (THE DIARY OF A BOOKSELLER / 2017) München, btb, 2019, 448 S. ISBN 978-3-442-71865-8 / 11,00 Euro Irgendwann Anfang 2014 beschloss der schottische Antiquar Shaun Bythell seine Erlebnisse mit Mitarbeitern, Kunden und der restlichen Menschheit weiterlesen…

    Das Reich kommt

    von am 29. Juli 2019 noch kein Kommentar

    J. G. Ballard
    DAS REICH KOMMT. Roman.
    Übersetzt von Eike Schönfeld
    (KINGDOME COME / 2006)
    Zürich, Diaphanes, 2019, 370 Seiten
    ISBN 978-3-0358-0136-1

    Die Romane des 2009 verstorbenen englischen Schriftstellers James Graham Ballard waren ja von Beginn an (1961 erschien seine erste Umwelt-Apokalypse THE WIND FROM NOWHERE) nicht gerade für ihren sprühenden Humor bekannt, aber die gegen Ende seines Lebens verfassten Werke zeigen eine mehr als nur düstere und trostlose Weltsicht. Dabei entfernte sich Ballard immer mehr von seinen früheren Zukunftsentwürfen und schrieb immer detaillierter über Dinge, die er in seinem Umfeld täglich erlebte. Allerdings überzeichnete er dabei so sehr, dass sich ein surreales, ja utopisch-dystopisches Bild ergab, wodurch die Geschehnisse für die Leser dann doch irgendwie „erträglicher“ wurden.
    Als Ballard-Fan weiß man also (oder ahnt es zumindest), was einen in DAS REICH KOMMT, dem letzten, 2006 in England unter dem Titel KINGDOME COME veröffentlichten Roman erwartet. In seiner unnachahmlichen Art und auf literarisch höchstem Niveau erzählt Ballard von einem gigantischen Einkaufszentrum, das sich zur Brutstätte einer abergläubisch-rassistischen Weltanschauung entwickelt, der sich immer mehr Menschen anschließen – und deren Existenz von „offizieller Seite“ so lange verleugnet wird, bis die daraus resultierenden terroristischen Aktionen nicht mehr zu übersehen sind.
    Seit einigen Jahren ist der Schweizer Diaphanes Verlag bemüht, das Werk Ballards nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Nach einigen Neuauflagen erscheinen dort jetzt auch deutsche Erstausgaben wie der vorliegende Band, der von Eike Schönfeld großartig ins Deutsche übertragen wurde.
    DAS REICH KOMMT, dessen Titel eine Anspielung auf das christliche „Vater-unser“ birgt, ist, bei aller Düsternis, ein faszinierend zu lesendes Porträt unserer konsumgläubigen, nur oberflächlich informierten und blauäugig wegsehenden westlichen Gesellschaft, das auch ein Dutzend Jahre nach seiner Niederschrift so lebendig und aktuell daherkommt, dass man sich fragt, ob es nicht doch ein richtiger Zukunftsroman war – oder ob die Zeit „ballardesk“ einfach stehen geblieben ist.

    Horst Illmer
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    J. G. Ballard DAS REICH KOMMT. Roman. Übersetzt von Eike Schönfeld (KINGDOME COME / 2006) Zürich, Diaphanes, 2019, 370 Seiten ISBN 978-3-0358-0136-1 Die Romane des 2009 verstorbenen englischen Schriftstellers James Graham Ballard waren ja von Beginn an (1961 erschien seine erste Umwelt-Apokalypse THE WIND FROM weiterlesen…

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