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  • Ein Tripp in die Vergangenheit

    von am 25. November 2010

    Danke für den Hinweis, Mr Endres! In der Masse der Neuerscheinungen ist es mir entgangen, dass ein Stück meiner "Jugend" wieder neu aufgelegt worden ist. Die Universal-Schraubenschlüssel-Bande, wie der damalige Titel lautet war seit Mitte der Neunziger vergriffen und wirklich schwierig zu besorgen. Das Buch hatte viele Freunde von mir und mich selbst unglaublich in den Bann geschlagen. Ans Buch angelehnte Spitznamen wie Hayduke und über Jahre hinweg seltsame Geburtstagsgeschenke, wie Bolzenschneider und anderes Sabotagewerkzeug. (ganz liebe Grüße an has_olo, von dem der Tip ursprünglich kam 🙂 )

    Im Walde+Graf Verlag ist jetzt eine wunderbare neue Ausgabe dieses sehr unterschiedlich aufgenommenen "Klassikers" erschienen. Eine vom Meister Robert Crump, seinerzeit 1985, zum zehnjährigen Jubiläum, congenial illustrierte Ausgabe. Mit der ursprünglichen Übersetzung aus dem rororo Verlag, unter dem Titel: "Die Monkey Wrench Gang".

    Der Roman von Edward Abbey ist die  anarchistisch-wahnwitzige Geschichte einer Gruppe von Öko-Aktivisten. Abbeys Version dieses Themas war seiner Zeit weit voraus und sein Erzählstil entbehrt jeglicher Ernsthaftigkeit. Erfrischend locker und unterhaltsam, von vielen Kritikern als platt und dem Thema nicht angemessen bezeichnet, für mich und eine große Gemeinde echter Fans,  aber ein absolutes Kultbuch. Schnell, spannend… und prägend.

    Für einen alten Robert Crump Fan wie mich, ist es wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest, dass die Jubiläumsausgabe jetzt auch auf deutsch in gelungenem Gewand erstrahlt.

    Lest es, oder lasst es. Ich freu mich und ihr wisst ja nicht, was euch entgeht.

    "Da kann man einfach nix falsch machen, beim Zaunschneiden", wiederholte Smith, der sich für seine Aufgabe zu erwärmen begann (Pling!) "Schneid jeden Zaun durch. Das ist ein Gesetz, jedenfalls westlich vom hundertsten Meridian."

    Die Monkey Wrench Gang

    Abbey, Edward mit Illustrationen von Crump, Robert

    Walde+Graf, 2010 € 24,95

    von am 25. November 2010

    Danke für den Hinweis, Mr Endres! In der Masse der Neuerscheinungen ist es mir entgangen, dass ein Stück meiner "Jugend" wieder neu aufgelegt worden ist. Die Universal-Schraubenschlüssel-Bande, wie der damalige Titel lautet war seit Mitte der Neunziger vergriffen und wirklich schwierig zu besorgen. Das Buch hatte viele Freunde von mir und mich selbst unglaublich in den Bann geschlagen. Ans Buch angelehnte Spitznamen wie Hayduke und über Jahre hinweg seltsame Geburtstagsgeschenke, wie Bolzenschneider und anderes Sabotagewerkzeug. (ganz liebe Grüße an has_olo, von dem der Tip ursprünglich kam 🙂 )

    Im Walde+Graf Verlag ist jetzt eine wunderbare neue Ausgabe dieses sehr unterschiedlich aufgenommenen "Klassikers" erschienen. Eine vom Meister Robert Crump, seinerzeit 1985, zum zehnjährigen Jubiläum, congenial illustrierte Ausgabe. Mit der ursprünglichen Übersetzung aus dem rororo Verlag, unter dem Titel: "Die Monkey Wrench Gang".

    Der Roman von Edward Abbey ist die  anarchistisch-wahnwitzige Geschichte einer Gruppe von Öko-Aktivisten. Abbeys Version dieses Themas war seiner Zeit weit voraus und sein Erzählstil entbehrt jeglicher Ernsthaftigkeit. Erfrischend locker und unterhaltsam, von vielen Kritikern als platt und dem Thema nicht angemessen bezeichnet, für mich und eine große Gemeinde echter Fans,  aber ein absolutes Kultbuch. Schnell, spannend… und prägend.

    Für einen alten Robert Crump Fan wie mich, ist es wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest, dass die Jubiläumsausgabe jetzt auch auf deutsch in gelungenem Gewand erstrahlt.

    Lest es, oder lasst es. Ich freu mich und ihr wisst ja nicht, was euch entgeht.

    "Da kann man einfach nix falsch machen, beim Zaunschneiden", wiederholte Smith, der sich für seine Aufgabe zu erwärmen begann (Pling!) "Schneid jeden Zaun durch. Das ist ein Gesetz, jedenfalls westlich vom hundertsten Meridian."

    Die Monkey Wrench Gang

    Abbey, Edward mit Illustrationen von Crump, Robert

    Walde+Graf, 2010 € 24,95

    2 Kommentare zu “Ein Tripp in die Vergangenheit”

    1. Gerd sagt:

      Schön wärs.
      Aber wenn ich ehrlich sein soll, ist der alte Mann wohl nicht mehr der Richtige um die Legionen gleichgeschalteter Schlachtlämmer aufzurütteln. Ich liebe dieses Buch, aber Hayduke ist, fürchte ich, ein Held unserer Generation und schau uns mal an. Jammernde, ins Alter gekommene, ewig Gestrige oder angepasste Opportunisten und Erfüllungsgehilfen des weltweiten Kapitalismus. Und das noch aus echter, innerster Überzeugung. Selbst Joschka Fischer ist Lobbyist für RWE und meint, dass es gut ist.
      Aufstehen müssen die Jungen. Revolution ist eine Sache der Jugend und nicht von alten Säcken, die die Welt verbessern wollen, weil sie vom Gestern träumen.
      Die Universal-Schraubenschlüssel-Bande muss man heute schon unter Berücksichtigung des Zeitgeistes lesen. Zäune lassen sich nicht mit g00gle-t00ls oder wii-controllern einreißen, sondern eben mit Seitenschneidern.

    2. hans_olo sagt:

      Hayduke lebt! Ich weiß es ganz sicher. Leider ist er, so wie ich, wohl ein wenig fett und träge geworden, aber es mehren sich die Zeichen, dass er eines (hoffentlich baldigen) Tages aus seinem Loch kriecht und den Gierschlunden, die den Ausverkauf unseres Planeten in jeder Hinsicht betreiben, wieder ein gemein pieksender Stachel im Fleisch sein wird.
      Es ist an der Zeit, endlich wieder aufzuwachen und sich dagegen aufzulehnen, eingelullt zu werden von den Konsumweichspülbotschaften, sich gegen die immer weiter um sich greifende Kontrollwut des Staates zu wehren und immer öfters einfach mal aus der Reihe zu tanzen.
      Vielleicht wirkt ja die Neuauflage von Hayduke’s, Bonnie’s, Smith’s und Doc Sarvis' Abenteuern ein klein wenig dahingehend.
      Vielleicht wacht Hayduke endlich wieder vollständig auf 😉

      Take care,

      hans_olo

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