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  • Flopps im Buchhandel 2.Halbjahr 2012

    von am 10. Juli 2012

    Wer braucht das?
    Blanvalet (Dezember 2012)
    Der Beginn einer packenden neuen Future-Romance-Trilogie. Nominiert für den Romantic Times Award 2011 in der Kategorie "Futuristic Romance"
    Ellen Connor – Die letzte Dämmerung
    Im ganzen Land bricht die Zivilisation zusammen, doch Jenna Barkley glaubt nicht an einen Weltuntergang. Bis eines Tages John Mason vor ihrer Tür steht und sie in die Wildnis von Oregon verschleppt. Der wortkarge Ex-Marine hat ihrem Vater versprochen, sie zu retten, wenn das Ende naht. Im Wald treffen sie auf eine kleine Gruppe Überlebender, die von blutdurstigen Dämonenhunden gejagt werden – die Natur hat sich gegen den Menschen gewendet, und ein erbitterter Kampf ums Überleben beginnt …

    Ich könnt heulen, dass sowas unter Fantasy läuft…
    Blanvalet (Januar 2013)
    "Mächtige Magier und höllisch sinnliche Sterbliche." Lara Adrian
    "Absolut glühend heiß!" Romantic Times
    Carolyn Jewel – Verführerischer Dämon
    Alexandrine Marit ist eine Hexe in schrecklicher Gefahr. Doch manchmal kann die Rettung schlimmer als die Bedrohung sein. Denn der einzige, der zwischen ihr und einem schrecklichen Tod steht, ist der Dämon Xia. Und Hexen und Dämonen hassen einander. Xia ist also kaum ein geeigneter Leibwächter für sie. Aber als sich der Tag zur Nacht wandelt, kann sie der glühenden Leidenschaft, die zwischen ihnen knistert, nicht mehr widerstehen.

    Zeitverschwendung…
    LYX Egmont (2.Halbjahr 2012/2013)
    Der Romance Verlag
    Romantic Fantasy – unwiderstehliche Helden in fantastischen Abenteuern
    Romantic Thrill – starke Männer in riskanten Einsätzen
    Romantic History – perfekte Gentlemen vergangener Epochen
    Kein einziger Titel dabei, den ich mehr als drei mal bestellt habe. Trotzdem ein Katalog, so fett wie alle anderen Verlage. Arbeit und Risiko für nichts und wieder nichts. Außerdem erspare ich euch die einzelnen Werbesprüche. Seid dankbar.

    Dann kam auch noch der Außendienst und wollte mir das Paket schmackhaft machen…
    Klett Cotta (2.Halbjahr 2012/2013)
    "Der Hobbit" das Buch zum Film
    "Der Hobbit" das offizielle Begleitbuch (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" das offizielle Filmbuch (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" Rätsel und Sammelbuch (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" die Welt der Hobbits (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" die Geschichte in Fotos (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" die Entstehung des Films (Bald zeigen wir mehr!)
    "Der Hobbit" Limitierte Luxusausgabe (99,- Euro und 9.999 Exemplare)
    Wenn sich das gesamte Programm auf die Wiederauflage von "Der Hobbit" und passendem Material konzentriert und definitiv kein anderer Fantasy Titel publiziert wird, hörts einfach auf.

    Wer schreibt eigentlich solche Texte… hält der uns alle für komplett verblödet… wahrscheinlich
    Heyne (November 2012)
    Die größte Schlacht aller Zeiten
    Millionen Leser können nicht irren: Orks und Zwerge sind Tolkiens erfolgreichste Völker
    Ein Jahrtausendealter Hass… eine gewaltige Schlacht… ein einzigartiges Epos!
    In ihrem fulminanten Debüt lassen Thomas und Stephan Orgel die zwei kriegerischsten Völker der Fantasy-Welt aufeinanderprallen
    T.S. Orgel – Orks vs Zwerge
    Ihr Hass aufeinander wurzelt tiefer als die Gebeine der Erde – schon seit Jahrtausenden sind Orks und Zwerge erbitterte Feinde. Nun prallen sie in einer gewaltigen Schlacht aufeinander, in der sich die Zukunft beider Völker entscheiden muss. Auf der einen Seite kämpft der Orkhauptmann Ragroth erbittert um Anerkennung, Beute und das nackte Überleben, während auf der anderen Seite der Zwergenkrieger Glond für einen Geheimauftrag eingeteilt wird, der ihn mitten in die Reihen der Feinde führt. Doch auf beide wartet eine finstere Überraschung, die das Schicksal von Orks und Zwergen für immer verändern wird.

    Der Autor ist für seine SF Romane mehrfach ausgezeichnet worden. Seine Fantasyromane sind deutlich schwächer, auch von den Verkaufszahlen. Unglaublich sind die Werbeslogans und dass mittlerweile eigentlich nur noch irgendwelche Aussagen gekauft werden, um ein Buch zu vermarkten. Bigotterie bei Random House, hadern sie doch permanent mit den niedrigen Verkaufszahlen von Mr. Erikson.
    Heyne (Februar 2013)
    Ein Muss für jeden Fan von George R.R. Martin
    "Bei Richard Morgan zucken die Schwerter, splittert das Holz und spritzt das Blut, dass es nur so kracht – grandios!" Stephen Erikson
    Richard Morgan – Das kalte Schwert
    Ringil Eskiath ist auf der Flucht – auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, seiner Familie und vor sich selbst. Yhelteth, die Hauptstadt des Imperiums, scheint zunächst ein sicherer Hafen für den raubeinigen Krieger zu sein, doch dann werden die Grenzen des Reiches von einem Feind bedroht, der älter und schrecklicher ist als alles, was Yhelteth jemals gesehen hat. Als die Stadt in Chaos und Schrecken zu versinken droht, ist für Ringil die Stunde gekommen, in der er das tun muss, was er am besten kann: sich mit dem bloßen Schwert in der Hand dem Feind entgegenstellen …

    Muss eigentlich jeder historische Roman zur Schnulze verkommen?
    Goldmann (Dezember 2012)
    Liebe, Leidenschaft und Schicksalsschläge in einer aufregenden Zeit
    Sie liebt einen Ritter. Doch sie will ihre FREIHEIT niemals aufgeben.
    Nicht jeder Pfeil trifft gleich ins Herz
    Martha Sophie Marcus – Die Bogenschützin
    Die Mark Brandenburg zur Zeit der Hussitenkriege: Während des Kampfes um die Burg ihres Vaters geht die kleine Hedwig im Wald verloren. Dort wird sie von dem geächteten Adligen Richard von Restorf aufgenommen und wächst bei ihm auf. Auf ihren Wunsch bildet er sie in der Kunst des Bogenschießens aus. Jahre später verspricht sie dem sterbenden Richard, seinen Sohn zu suchen. Ganz allein macht sich Hedwig auf die gefahrenvolle Reise und muss noch viele ungewöhnliche Wege gehen, bevor sie ihr Glück als Gemahlin eines königlichen Ritters finden kann …

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    von am 10. Juli 2012

    Wer braucht das?
    Blanvalet (Dezember 2012)
    Der Beginn einer packenden neuen Future-Romance-Trilogie. Nominiert für den Romantic Times Award 2011 in der Kategorie "Futuristic Romance"
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    Wenn sich das gesamte Programm auf die Wiederauflage von "Der Hobbit" und passendem Material konzentriert und definitiv kein anderer Fantasy Titel publiziert wird, hörts einfach auf.

    Wer schreibt eigentlich solche Texte… hält der uns alle für komplett verblödet… wahrscheinlich
    Heyne (November 2012)
    Die größte Schlacht aller Zeiten
    Millionen Leser können nicht irren: Orks und Zwerge sind Tolkiens erfolgreichste Völker
    Ein Jahrtausendealter Hass… eine gewaltige Schlacht… ein einzigartiges Epos!
    In ihrem fulminanten Debüt lassen Thomas und Stephan Orgel die zwei kriegerischsten Völker der Fantasy-Welt aufeinanderprallen
    T.S. Orgel – Orks vs Zwerge
    Ihr Hass aufeinander wurzelt tiefer als die Gebeine der Erde – schon seit Jahrtausenden sind Orks und Zwerge erbitterte Feinde. Nun prallen sie in einer gewaltigen Schlacht aufeinander, in der sich die Zukunft beider Völker entscheiden muss. Auf der einen Seite kämpft der Orkhauptmann Ragroth erbittert um Anerkennung, Beute und das nackte Überleben, während auf der anderen Seite der Zwergenkrieger Glond für einen Geheimauftrag eingeteilt wird, der ihn mitten in die Reihen der Feinde führt. Doch auf beide wartet eine finstere Überraschung, die das Schicksal von Orks und Zwergen für immer verändern wird.

    Der Autor ist für seine SF Romane mehrfach ausgezeichnet worden. Seine Fantasyromane sind deutlich schwächer, auch von den Verkaufszahlen. Unglaublich sind die Werbeslogans und dass mittlerweile eigentlich nur noch irgendwelche Aussagen gekauft werden, um ein Buch zu vermarkten. Bigotterie bei Random House, hadern sie doch permanent mit den niedrigen Verkaufszahlen von Mr. Erikson.
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    Ringil Eskiath ist auf der Flucht – auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, seiner Familie und vor sich selbst. Yhelteth, die Hauptstadt des Imperiums, scheint zunächst ein sicherer Hafen für den raubeinigen Krieger zu sein, doch dann werden die Grenzen des Reiches von einem Feind bedroht, der älter und schrecklicher ist als alles, was Yhelteth jemals gesehen hat. Als die Stadt in Chaos und Schrecken zu versinken droht, ist für Ringil die Stunde gekommen, in der er das tun muss, was er am besten kann: sich mit dem bloßen Schwert in der Hand dem Feind entgegenstellen …

    Muss eigentlich jeder historische Roman zur Schnulze verkommen?
    Goldmann (Dezember 2012)
    Liebe, Leidenschaft und Schicksalsschläge in einer aufregenden Zeit
    Sie liebt einen Ritter. Doch sie will ihre FREIHEIT niemals aufgeben.
    Nicht jeder Pfeil trifft gleich ins Herz
    Martha Sophie Marcus – Die Bogenschützin
    Die Mark Brandenburg zur Zeit der Hussitenkriege: Während des Kampfes um die Burg ihres Vaters geht die kleine Hedwig im Wald verloren. Dort wird sie von dem geächteten Adligen Richard von Restorf aufgenommen und wächst bei ihm auf. Auf ihren Wunsch bildet er sie in der Kunst des Bogenschießens aus. Jahre später verspricht sie dem sterbenden Richard, seinen Sohn zu suchen. Ganz allein macht sich Hedwig auf die gefahrenvolle Reise und muss noch viele ungewöhnliche Wege gehen, bevor sie ihr Glück als Gemahlin eines königlichen Ritters finden kann …

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    7 Kommentare zu “Flopps im Buchhandel 2.Halbjahr 2012”

    1. Gerd sagt:

      😀
      …wunderbare, ausführliche Antwort – und eine echte Bereicherung für unsere Seite. Danke dir.
      Mit Herrn Durham habe ich mich wohl in Rage geredet und dabei den Kopf abgenommen. Bollogg eben. In ein, zwei Jahrzehnten werde ich ihn verzweifelt suchen ;-).
      Durhams "Acacia" finde ich übrigens ähnlich sensationell und herausragend, wie "Die magischen Städte". Teil eins und zwei haben wir mehr als 250 mal verkauft. Ich bin absolut der Meinung, dass dieses Werk den Bestseller von Herrn Martin bei weitem überflügelt, eben weil er sein Konzept durchhält und sich nie verzettelt. Wer von der ins Trivia absackenden, endlosen Ränkespiel-Saga langsam ein wenig enttäuscht ist, sollte sich auf die beiden bereits lieferbaren "Acacia" Bände einlassen. Dicht, fundiert, verwickelt aber immer mit Blick auf einen Abschluss. Wenn (bitte lass es temporär nicht kausal sein) im April 2013 der abschließende Band kommt, liegt ein wirklich gut verkäufliches, überschaubares Gesamtwerk vor. Sollte das ganze dann noch ein paar Jahre lieferfähig gehalten werden und nicht die Restauflage in den Ramsch wandern, könnten Genreläden wie unserer sicher noch einige tausend unter das Volk bringen. Sowas kann auch im Nachfeld noch wachsen. Man muss halt ein bisschen mehr Konstanz an den Tag legen.
      Danke, hat Spaß gemacht.

    2. gero sagt:

      Hallo Gerd,

      zunächst mal muss ich mich für die Verwirrung entschuldigen, das war keine Absicht bzw. ich hatte nicht bedacht, dass der gleiche Name zu einem Durcheinander führen könnte. Es hat sich halt gerade so schön angeboten, von wegen Namensvetter und so. 😉 In Zukunft werde ich aber unter dem Namen schreiben, unter dem ich meistens im Netz (und auch in unserem Forum) aktiv bin.

      Was "Stephen Erikson" angeht, steht das tatsächlich so in der Heyne-Vorschau (bzw. im PDF), und das finde ich schon einigermaßen verblüffend. Andererseits sollte man sich angesichts solcher Klopper wie "Orks vs. Zwerge" ja eigentlich über nichts mehr wundern.

      Ich wollte auch nicht über deinen "rant" meckern, denn ich kann – glaube ich – sehr gut nachvollziehen, wie man sich als engagierter Händler, dem das Genre am Herzen liegt, in Zeiten wie diesen fühlt. Mir zumindest hast du aus der Seele gesprochen, denn in meinen Augen sind die Herbstprogramme der Genreverlage ziemlich nah dran an einem Offenbarungseid. (Ich wollte dazu eigentlich schon lange was in "unserem" Forum schreiben, aber ich komme momentan aus den verschiedensten Gründen zu fast nichts.) Von daher war der Hinweis auf Mark Charan Newton wirklich nur ein Hinweis, dass auch bei LYX gelegentlich Bücher erscheinen, in die man als Leser "klassischer" (im weiteren Sinne) Fantasy durchaus mal reinschauen kann. Der erste Roman ist beileibe kein Meisterwerk, da knirscht es an einigen Stellen noch ziemlich, aber generell halte ich MCN für einen Autor, den man im Auge behalten sollte (und der es mMn nicht verdient hat, in Deutschland ebenfalls so sang- und klanglos unterzugehen wie manche seiner Kollegen).

      Was Daniel Abraham (nicht David Anthony Durham – so viel Klugscheißerei muss sein ;-)) angeht, so wäre es vielleicht wirklich cleverer gewesen, den EuF-Hype auszunutzen und darauf abzuheben, dass Abraham für die Comicadaption des "Liedes" verantwortlich ist. Andererseits sind seine "magischen Städte" wirklich fürchterlich gefloppt, und eigentlich muss man als deutschsprachiger Leser froh sein, dass Blanvalet sich überhaupt an seinem zweiten Zyklus versucht. (Ob die Aufmachung dazu geeignet ist, mehr Leser anzuziehen, wage ich ehrlich gesagt nicht zu beurteilen. Massenkompatibler als "The Long Price Quartet" aka "Die magischen Städte" ist "The Dagger and the Coin" mMn allemal.)

      Bei David Anthony Durham und "Acacia" haben wir (damals war ich noch aktiver an der Programmgestaltung beteiligt) eigentlich gehofft, die Leser "richtiger" historischer Romane mitzunehmen, denn stilistisch – in Sachen distanzierter Erzählweise und narrativer Raffung vieler Ereignisse – steht DAD einem Robert Harris mMn näher als einem George R.R. Martin. Hat nicht geklappt, warum auch immer. (Vielleicht war’s ja auch ’ne dumme Idee, das will ich gar nicht ausschließen.)

      Die Verbindung mit Matthias hast du übrigens richtig vermutet – und ich war tatsächlich schon mal bei euch im Laden: letztes Jahr im September anlässlich unseres Forentreffens in Würzburg haben wir euch an einem Samstag heimgesucht. 😉 Ich weiß nicht, ob wir beide uns direkt miteinander unterhalten haben (immerhin habe ich Hermke kennengelernt – und ja, es war beeindruckend, den vielleicht legendärsten SF-Buchhändler in Deutschland einmal persönlich kennenzulernen), aber da ich eigentlich schon damals vorhatte, mal wieder nach Würzburg zu fahren, weil ich sowohl die Stadt wie eure Romanboutique sehr angenehm fand, kriegen wir das bestimmt gelegentlich mal hin. Ich hätte da durchaus Lust drauf. Irgendwann nach meinem dringend erforderlichen Urlaub und der Buchmesse …

      So. Es ist spät, und ich muss morgen früh raus. Bis die Tage – beste Grüße
      gero/Gerd

    3. Kain Wolfshead sagt:

      War das nicht Gerd 3? Und: Sind wir nicht alle ein bisschen Gerd? 😀

    4. Gerd sagt:

      Offensichtlich Montag morgen (nicht mehr ganz morgen…) 😀
      Habichwohlverpennt Gerd 2 : Gerd 0

    5. Gerd sagt:

      Kurz was technisches: Gerd hat sich keinen Account angelegt sondern einfach seinen Namen ins Kommentarfeld geschrieben. Das lässt WP zu, da es die interne Datenbank nicht berührt. Hier könnten also auch noch hundert weitere Gerds schreiben. Ob sich WP beschweren würde, wenn sich ein weiterer Gerd tatsächlich registriert weiß ich nicht. Ich kann mich bei anderen Blogs die darüber laufen mit meinen Daten von hier anmelden. Wenn es auf der theoretischen anderen Seite auch einen registrierten Gerd gibt, müsste der sich an und für sich auch hier mit seinem WP-Account einloggen können.

    6. Gerd sagt:

      Hallo Gerd 🙂

      Zuerstmal musste ich stutzen, dass wordpress zweimal den gleichen öffentlichen Namen zulässt. Ist aber eher witzig.
      Zum zweiten hast du natürlich mit deinem Insiderwissen eine fundierte Basis und auch in bestimmten Aspekten absolut recht.
      Bevor ich das Ganze aber nochmal kommentiere an erster Stelle eine Entschuldigung. Ich habe es noch nicht verifiziert, halte es aber durchaus für möglich, dass der Bock mit Mr Erikson von mir stammt und nicht auf dem Mist der Verlagsgruppe entstanden ist. Wenn ja, werde ich das im Artikel auch so berichtigen, selbstverständlich unter intensiver Selbstgeißelung ;-).
      – dass ich in meiner Aufzählung diverse Dinge unerwähnt lasse hat verschiedene Gründe.

      Zum einen habe ich diese Topps und Flopps in einem Anflug von Verzweiflung, Hass und Depression mal eben zwischendurch erstellt, um mir Luft zu verschaffen, weil ich den ganzen Mist manchmal am liebsten hinschmeißen würde. Die Auswahl ist also nicht in allen Bereichen repräsentativ, da ich erst an den Punkt kommen musste, um so sauer zu sein und dann wieder halbwegs Dampf abgelassen hatte – also sind die Listen eher irgendwo in der Mitte entstanden. Wer es dann gerade auf die Flopps geschafft hat, hat eben Pech gehabt.

      Zum anderen ist das eben gerade das schlimme, dass in einem solchen Wust von ähnlichen und größtenteils nicht am Buch sondern am Markt orientierten Slogans die Auswahl immer schwieriger wird. Der Blick vernebelt sich und die Chance, dass einem die ein oder andere Praline durch die Lappen geht, steigt von Programm zu Programm.
      Es ist nicht so, dass Auflagenzahlen im phantastischen Bereich früher besonders gut waren. Die Zielrichtung in den Verlagen hat sich aber seit einigen Jahren drastisch geändert. Nachhaltigkeit im Sinne eines soliden Alleinstellungsmerkmals in Sachen Qualitätssicherung genrespezifischer Verlagsbereiche, wie zum Beispiel im Heyne Verlag über Jahrzehnte durch geniale Geister wie Wolfgang Jeschke, sind einer Hasenfußtaktik gewichen, stets allen Strömungen folgend, manchmal mit Erfolg, zumindest schnellem, finanziellen, manchmal jedoch auch eher peinlich einer Welle hinterherhinkend. Ein Ruf ist einfacher zu erhalten, als ihn wieder neu aufzubauen. Was früher eine Binsenweisheit war, dass Bestand nicht mit Gold aufzuwiegen ist, ist in Zeiten massiver Marketingkampagnen, rein umsatzorientierter Entscheidungen und unfassbar verkürzter Laufzeiten völlig irrelevant und kontraproduktiv. Um ein besonderes, herausragendes Verlagsprogramm aufzubauen, muss man Geld in die Hand nehmen und Durchhaltevermögen an den Tag legen. Mir ist völlig schleierhaft, warum offensichtliche Mechanismen meist nur aggressiv genutz werden, selten konservierend. Bestehende Alleinstellungsmerkmale wie das herausragende SF Programm von Heyne fallen dem Rotstift zum Opfer, während mit viel Aufwand alle Verlage dem Ziel der Kuschelkönig zu werden hinterherhecheln. Einmal aufgegeben sind solche Positionen viel schwieriger wieder zu erlangen, als sie dauerhaft zu halten.

      Übrigens geht nicht immer alles auf, was da so ausgebrütet wird in den Verlagen. Soweit ich das erkennen kann, ist die Kampagne von Klett Cotta bisher ein ziemlicher Reinfall. Klar verkauft sich ein Tolkien nach wie vor in größeren Stückzahlen, als ein x-beliebiger Fantasy Autor, aber die Sache mit dem Hobbit scheint doch nicht ganz so die Erwartungen des Verlages zu erfüllen. Sonst hätte ich wohl kaum Besuch von einem Vertreter bekommen, der sich vorher noch NIE in die Niederungen eines kleinen Genreladens begeben hat.

      Wie auch immer, hoffen wir auf bessere Zeiten und vielen Dank für deinen Kommentar, der mich nochmal zum Nachdenken angeregt hat. Wenn ich dich richtig zuordne, bist du öfter mit Matthias in Kontakt. Ich bin aber nicht sicher, ob wir uns schon mal gesehen/gesprochen haben. Würde mich freuen. Von Angesicht zu Angesicht. Ich hasse eigentlich indirekte Kommunikation 😉

      ps zu Herrn Durham ist mir übrigens nicht ganz klar, warum nicht der Hype um das Lied von Eis und Feuer ausgenutz wurde. Schließlich ist er der Texter der Comicadaption. Wenn schon, denn schon. Auch das Spiel der Götter könnte von solchen Gerüchten und Plänen wie einer ähnlichen Serienverfilmung profitieren. Mein Gott, sonst gibts doch auch zu jedem Buch ein "George R. R. Martin sagt"… oder "er sitzt zur Rechten von Irgendwem im Fantasy-Himmel".

    7. Gerd sagt:

      Wie jetzt – die haben es bei Heyne wirklich geschafft, den Namen eines in einem anderen Konzernverlag erscheinenden Autors falsch zu schreiben? Oh my … Tja, nicht jeder Steven ist ein Stephen – aber das mal kurz abzuchecken wäre vermutlich zu viel verlangt.

      Allerdings @ Namensvetter, dass du den bei LYX erscheinenden zweiten Roman von Mark Charan Newton ("Stadt der Verlorenen – Die Legende der Roten Sonne 2" kommt im Oktober) oder den ersten Felix-Castor-Roman des zumindest als Comic-Autor nicht ganz unbekannten Mike Carey ("Felix Castor – Den Teufel im Blick" kommt im November) nicht erwähnst, finde ich jetzt bei allem verständlichen Ärger über das ansonsten wirklich nur aus "Romantic Tralala" bestehende LYX-Programm doch sehr schade. ;-))

      Ich gebe dir ja generell recht bei dem, was du schreibst, allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Leser & Leserinnen da halt auch noch ein Wörtchen mitzureden haben, und wenn die nunmal lieber "Romantic Tralala" oder den x-ten Tolkienvölker-Roman kaufen, dann wird’s schwierig. (Ich habe gerade meine Tantiemen-Abrechnung für den zweiten Durham bekommen – oder, um es genauer zu sagen, ich habe die Zahlen bekommen, die besagen, dass da nichts mit Tantieme ist oder jemals sein wird -, und angesichts dieser Zahlen kann man eigentlich nur weinen. Und Durham ist kein Einzelfall.)

      Die Zeiten bleiben schwierig. Und tendentiell unerfreulich …

    comicdealer.de