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  • Tag 189 – nach dem Lokaltermin…

    von am 15. Juli 2014

    HaltestelleSo, jetzt ist es amtlich.  Gerade war die Begehung unter Anwesendheit der zuständigen Sachbearbeiterin vom Tiefbauamt Frau Singer, eines (sehr netten) Polizisten und einiger Damen und Herren des Stadtrates (fast) alle sehr aufgeschlossen und freundlich. Unter anderem Silke Trost, von den Grünen und Karl-Heinz Marx, der kommunale Behindertenbeauftragte. Ganz schöner Aufwand für eine Maßnahme, die eh bereits durchgefürt wurde.

    Der Ablauf war dann relativ gesittet und wir durften artig unsere Argumente und Bedenken vorbringen, nur um dann hören zu müssen, es hätte nie eine alternative Möglichkeit gegeben. Totschlagargument und nicht angreifbar, ohne entsprechende Sachkenntnis oder ein Gegengutachten.

    Jetzt frage ich mich aber doch, warum dann der Auflauf? Warum dann all die Lügen und Intrigen im Vorfeld? Warum bekamen wir überhaupt noch einmal dieses Gespräch? Ich kann mir nur zwei Dinge vorstellen. Entweder, das Ganze ist wiederum eine Lüge, was aber dann doch ganz schön dreist wäre, bedenkt man die vielen Zeugen, die jetzt eindeutig die Aussage hören konnten, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Oder wir haben mit unserer "Wallung" irgendwie die Angst vor einem möglichen Gang an die Presse geschürt und unsere Gemüter sollten gekühlt werden. Nach dem Mainpostartikel über die zukünftige bessere Kommunikation mit Anwohnern und Geschäftsinhabern würde ich das ja verstehen. Aber eigentlich auch nur, wenn es überhaupt auch einen entsprechenden Ansatzpunkt gäbe, nämlich doch eine Alternative. Denn sonst ist der einzige Aufreger ja die mangelnde Informationspolitik (ist übrigens auch immer mit dem Totschlagargument gekontert worden, man könne ja nicht jeden Anwohner befragen…) und die (schwer zu beweisenden) Lügen, die vorsichtshalber während des Gespräches als interne Kommunikationsfehler deklariert wurden.

    Langer Rede kurzer Sinn: Solange wir kein Gegengutachten vorweisen können und dafür werden wir definitiv nach den anderthalbjährigen Umsatzeinbußen durch die Vollsperrung nicht das nötige Geld aufbringen können, bleibt es uns lediglich, uns über das Vorgehen zu ärgern. Denn allein dieses Vorgehen wird uns weder Presserummel bringen, noch in irgendeiner Form zielführend sein. Übrig bleibt ein bitterer Beigeschmack, Ärger und die Angst vor einer dauerhaften negativ-Beeinflussung unserer Geschäftssituation.

    ps Witzig war übrigens die Aussage von Herrn Karl-Heinz Marx, der selbst stark Sehbehindert ist und deswegen allen Grund hat, an dieser Stelle mitzureden: Man kann ja keine Behinderten-gerechte Bushaltestelle an einem Standort bauen, wo Bäume im Weg sind. Hat er vielleicht sogar ein wenig recht, auch wenn es an anderer Stelle, auch in Würzburg, durchaus Haltestellen gibt, an denen Bäume stehen. Trotzdem bedeutet diese Aussage im Umkehrschluss ja doch, dass es eine Alternative gegeben hätte. Diese haben die Damen und Herren aber den Bewohnern des Altersheimes bereits im Vorfeld gründlich ausgeredet. Ich bewundere ja Eloquenz, aber ich hasse auch Beeinflussung und Unwahrheiten. Zufrieden bin ich definitiv nicht mit dieser Vorstellung und meine Meinung über Würzburger Lokalpolitik hat sich definitiv nicht verbessert.

    Und für alle, die Kommentare nicht lesen, hier noch eimal das Zitat aus der Main-Post vom 7.7.2014:

    …"Nachdem es bei Straßenausbaumaßnahmen in der Vergangenheit immer wieder Kommunikationsdefizite und damit einhergehende Verärgerung bei den Anliegern gab, möchte man beim Ausbau der Kaiserstraße, der in diesem Herbst beginnen soll, die Fehler der Vergangenheit nicht noch einmal machen."…

    von am 15. Juli 2014

    HaltestelleSo, jetzt ist es amtlich.  Gerade war die Begehung unter Anwesendheit der zuständigen Sachbearbeiterin vom Tiefbauamt Frau Singer, eines (sehr netten) Polizisten und einiger Damen und Herren des Stadtrates (fast) alle sehr aufgeschlossen und freundlich. Unter anderem Silke Trost, von den Grünen und Karl-Heinz Marx, der kommunale Behindertenbeauftragte. Ganz schöner Aufwand für eine Maßnahme, die eh bereits durchgefürt wurde.

    Der Ablauf war dann relativ gesittet und wir durften artig unsere Argumente und Bedenken vorbringen, nur um dann hören zu müssen, es hätte nie eine alternative Möglichkeit gegeben. Totschlagargument und nicht angreifbar, ohne entsprechende Sachkenntnis oder ein Gegengutachten.

    Jetzt frage ich mich aber doch, warum dann der Auflauf? Warum dann all die Lügen und Intrigen im Vorfeld? Warum bekamen wir überhaupt noch einmal dieses Gespräch? Ich kann mir nur zwei Dinge vorstellen. Entweder, das Ganze ist wiederum eine Lüge, was aber dann doch ganz schön dreist wäre, bedenkt man die vielen Zeugen, die jetzt eindeutig die Aussage hören konnten, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Oder wir haben mit unserer "Wallung" irgendwie die Angst vor einem möglichen Gang an die Presse geschürt und unsere Gemüter sollten gekühlt werden. Nach dem Mainpostartikel über die zukünftige bessere Kommunikation mit Anwohnern und Geschäftsinhabern würde ich das ja verstehen. Aber eigentlich auch nur, wenn es überhaupt auch einen entsprechenden Ansatzpunkt gäbe, nämlich doch eine Alternative. Denn sonst ist der einzige Aufreger ja die mangelnde Informationspolitik (ist übrigens auch immer mit dem Totschlagargument gekontert worden, man könne ja nicht jeden Anwohner befragen…) und die (schwer zu beweisenden) Lügen, die vorsichtshalber während des Gespräches als interne Kommunikationsfehler deklariert wurden.

    Langer Rede kurzer Sinn: Solange wir kein Gegengutachten vorweisen können und dafür werden wir definitiv nach den anderthalbjährigen Umsatzeinbußen durch die Vollsperrung nicht das nötige Geld aufbringen können, bleibt es uns lediglich, uns über das Vorgehen zu ärgern. Denn allein dieses Vorgehen wird uns weder Presserummel bringen, noch in irgendeiner Form zielführend sein. Übrig bleibt ein bitterer Beigeschmack, Ärger und die Angst vor einer dauerhaften negativ-Beeinflussung unserer Geschäftssituation.

    ps Witzig war übrigens die Aussage von Herrn Karl-Heinz Marx, der selbst stark Sehbehindert ist und deswegen allen Grund hat, an dieser Stelle mitzureden: Man kann ja keine Behinderten-gerechte Bushaltestelle an einem Standort bauen, wo Bäume im Weg sind. Hat er vielleicht sogar ein wenig recht, auch wenn es an anderer Stelle, auch in Würzburg, durchaus Haltestellen gibt, an denen Bäume stehen. Trotzdem bedeutet diese Aussage im Umkehrschluss ja doch, dass es eine Alternative gegeben hätte. Diese haben die Damen und Herren aber den Bewohnern des Altersheimes bereits im Vorfeld gründlich ausgeredet. Ich bewundere ja Eloquenz, aber ich hasse auch Beeinflussung und Unwahrheiten. Zufrieden bin ich definitiv nicht mit dieser Vorstellung und meine Meinung über Würzburger Lokalpolitik hat sich definitiv nicht verbessert.

    Und für alle, die Kommentare nicht lesen, hier noch eimal das Zitat aus der Main-Post vom 7.7.2014:

    …"Nachdem es bei Straßenausbaumaßnahmen in der Vergangenheit immer wieder Kommunikationsdefizite und damit einhergehende Verärgerung bei den Anliegern gab, möchte man beim Ausbau der Kaiserstraße, der in diesem Herbst beginnen soll, die Fehler der Vergangenheit nicht noch einmal machen."…

    1 Kommentar zu “Tag 189 – nach dem Lokaltermin…”

    1. Hazamel sagt:

      Wer mit einer starken Prise Zynismus ein Problem hat, sollte besser an dieser Stelle aufhören meinen Kommentar zu lesen:

      Ich habe gestern mal wieder mit Schrecken festgestellt, wie viele sehbehinderte Menschen an der neu eingerichteten Bushaltestelle am Studentenhaus hilflos in den zwei direkt an der Bushaltestelle gepflanzten Bäumen hängen und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können.

      Okay, hingen sie nicht… was wahrscheinlich aber nur daran liegt, dass man die Bäume mit fünfzehn Zentimeter hohen Stolperfallen umrahmt hat.

    comicdealer.de