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    Christian Endres
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    Insgesamt 27 Beiträge und 9 Kommentare

    American Spy

    von am 13. August 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Lauren Wilkinson
    American Spy
    Aus dem Englischen von Jenny Merling, Antje Althans, Anne Emmert & Katrin Harlaß
    (American Spy, 2018)
    Tropen, Stuttgart 2020, 366 Seiten
    ISBN 978-3-608-50464-4

    Lauren Wilkinsons Roman „American Spy“ ist kein klassischer Spionage-Krimi und schon gar keine moderne, schwarz-feministische Antwort auf James Bond. Der Anfang mag das vermuten lassen, und es gibt natürlich einen Geheimagenten-Plot – aber das ist bei Weitem nicht der stärkste Strang der Geschichte, nicht das beste Element dieses Buches, das Barack Obama einst zu seiner Sommerlektüre erkor und weiterempfahl.

    Als wesentlich überzeugender entpuppt sich zum einen die Familiengeschichte, die um die Schwestern Marie und Helene Mitchell kreist, die von Kindesbeinen an Geheimagentinnen werden wollen, und zum anderen die Momentaufnahmen einer komplizierten Vergangenheit und Welt im Wandel. Die 1984 geborene Wilkinson webt zum Beispiel ganz elegant die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung sowie die Frauenbewegung in ihre Geschichte über Marie, deren Werdegang beim FBI und den Kalten Krieg ein, der von den USA und Russland selbst in afrikanischen Staaten wie Burkina Faso geführt wurde.

    „American Spy“ ist kein perfekter Agenten-Thriller, aber trotzdem ein absolut lesenswerter Roman, der Spionage-Aktionen mit Familientragödien sowie dem historischen Kampf um Chancengleichheit und gegen Diskriminierung vermischt, sei es auf dem staatlichen, internationalen oder auf dem nationalen, persönlichen Parkett. Und am Ende, das wird in Lauren Wilkinsons Buch mehr als deutlich, sind Spione eben stets auch nur Menschen.

    Christian Endres

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    13. August 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Lauren Wilkinson
    American Spy
    Aus dem Englischen von Jenny Merling, weiterlesen…

    Pulp

    von am 10. August 2020 noch kein Kommentar

    Ed Brubaker, Sean Phillips
    Pulp
    Image, 2020, 72 Seiten
    ISBN: 978-1-5343-1644-7
    Sprache: Englisch

    Ed Brubaker und Sean Phillips? Ein amerikanisch-britisches Dream-Team des grafischen Erzählens. Brubaker schrieb „Batman“, „Catwoman“, „Gotham Central“, „Daredevil“ und „Captain America“, wobei er sogar den Winter Soldier in den Marvel-Kosmos einführte; Phillips zeichnete „Hellblazer“, „Marvel MAX: Kingpin“ und „Marvel Zombies“. Die erste Zusammenarbeit von Bru und Phillips war 1999 die Hardboiled-Detektiv-Miniserie „Scene of the Crime“ mit Michael Lark, danach kamen „Sleeper“ und viele unabhängige Highlights: „Criminal“, „Fatale“, „The Fade Out“ oder „Kill or be Killed“.

    Das aktuelle Werk des preisgekrönten Duos heißt „Pulp“, ein eigenständiger Hardcover-Einzelband, den ihr in der gut sortierten US-Abteilung findet. Der alt gewordene Ich-Erzähler Max Winters lebt als Western-Autor für die Pulp Magazine im New York der 1930er. Doch die Schatten des Zweiten Weltkrieges und der Wirtschaftskrise liegen auf Amerika und seinem Leben, und Winters bleibt nichts anderes übrig, als sich zwischen der einen oder anderen Herzattacke auf seine Outlaw-Tage im Wilden Westen zu besinnen, die in den letzten 40 Jahren eigentlich nur noch seine Pulp-Geschichten speisten …

    Der passionierte Surfer Brubaker verfasste die Geschichte, in der es u. a. um den Tod und Nahtoderfahrungen geht, nachdem er letztes Jahr beinahe ertrunken wäre. Sie ist guter, stimmungsvoller Bru-Standard und dabei noch immer weit über dem Niveau vieler anderer Comics, und Sean Phillips hat das Ganze tadellos visualisiert. Bru und Phillips können sicher mehr, das werden sie mit ihren ersten gerade angekündigten Graphic Novels der neuen Krimi-Serie „Reckless“ 2021 bestimmt auch zeigen – bis dahin gefällt „Pulp“ als feiner, kleiner Comic zweier Lieblingskünstler, der als Panel-Krimi und Pulp-Hommage geschickt das ausgehende 19. Jahrhundert mit dem frühen 20. Jahrhundert verbindet.

    Christian Endres

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    10. August 2020 und noch kein Kommentar

    Ed Brubaker, Sean Phillips
    Pulp
    Image, 2020, 72 Seiten
    ISBN: 978-1-5343-1644-7
    Sprache: Englisch

    Ed Brubaker und Sean Phillips? Ein amerikanisch-britisches Dream-Team des grafischen Erzählens. Brubaker schrieb „Batman“, „Catwoman“, „Gotham Central“, „Daredevil“ und „Captain America“, wobei er sogar den Winter Soldier in den Marvel-Kosmos einführte; Phillips zeichnete „Hellblazer“, „Marvel MAX: Kingpin“ und „Marvel Zombies“. Die erste Zusammenarbeit von Bru und Phillips war 1999 die weiterlesen…

    Ascender

    von am 3. August 2020 noch kein Kommentar

    Jeff Lemire, Dutin Nguyen
    Ascender Bd. 1 & 2
    Aus dem Englischen von Bernd Kronsbein
    Splitter, Bielefeld seit 2019, ca. 128 Seiten
    ISBN: 978-3-96219-374-4 & 978-3-96219-375-1

    Jeff Lemire, der Alleskönner und Vielschreiber der englischsprachigen Comic-Szene, hat viele gute Serien in seinem Portfolio – Corporate-Superhelden genauso wie eigenständige Creator-Owned-Stoffe. Ein besonders schöner Titel aus dem Fundus des kanadischen Superstars ist derzeit das „Descener“-Sequel „Ascender“, das Lemire als Autor mit Zeichner Dustin Nguyen umsetzt.

    Zu Beginn des ersten Bandes „Die verwunschene Galaxie“ sind zehn Jahre vergangen, seit im Serienfinale von „Descender“ der Status quo des Universums erschüttert wurde. Im Auftakt zu „Ascender“ leben Menschen und Aliens jetzt ohne verbotene Technologie auf ihren Planeten. Die diabolische Magierin Mutter und ihre Vampir-Schergen wachen streng über das neue Zeitalter der Zauberei. Als eines Tages ein kleiner bellender Roboter den Weg der jungen Mila kreuzt, verändert sich die Situation schlagartig …

    Wer „Descender“, das damals noch vor Release des ersten US-Heftes einen Filmdeal an Land gezogen hatte, nie gelesen hat, kommt trotzdem problemlos mit „Ascender“ zurecht. Hat man die Abenteuer von Tim-21, Andy und Co. intus, freut man sich indes über das bittersüße Wiedersehen mit alten Bekannten in neuen Rollen – und über mutig fortgeführte Schicksale. Im zweiten Band „Das tote Meer“ tauchen noch mehr „Descender“-Alumni auf, während Lemire zugleich die inhaltliche und chronologische Lücke zwischen den Serien schließt. Besser kann man die Möglichkeiten eines Sequels nicht nutzen, Neuleser sowie Stammleser parallel bedienen.

    Zeichner – Künstler – Dustin Nguyen entzückt wie gewohnt mit seinen leichten Aquarellbildern, die zur Science Fantasy von „Ascender“ noch besser passen als zur Space Opera von „Descender“ (man kann sich fast nicht mehr erinnern, dass er früher starke Ausgaben zum Bat-Traditionstitel „Detective Comics“ von Harley Quinn Schöpfer-Paul Dini, aber auch eine „American Vampire“-Miniserie von Scott Snyder illustrierte). Es verblüfft nach wie vor, dass Nguyen in diesem zarten Stil selbst Monster, Gewalt und Verlust abbilden kann.

    „Ascender“ ist ein perfektes Sequel, das sich nicht in der eigenen Kontinuität verliert: große wunderschön umgesetzte SF-Comic-Magie aus Jeff Lemires unendlichen kreativen Weiten. Und schon jetzt an „Descender“ vorbeigezogen.

    Christian Endres

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    3. August 2020 und noch kein Kommentar

    Jeff Lemire, Dutin Nguyen
    Ascender Bd. 1 & 2
    Aus dem Englischen von Bernd Kronsbein
    Splitter, Bielefeld seit 2019, ca. 128 Seiten
    ISBN: 978-3-96219-374-4 & 978-3-96219-375-1

    Jeff Lemire, der Alleskönner und Vielschreiber der englischsprachigen Comic-Szene, hat viele gute Serien in seinem Portfolio – Corporate-Superhelden genauso wie eigenständige Creator-Owned-Stoffe. Ein besonders schöner Titel aus dem Fundus des kanadischen Superstars ist derzeit das „Descener“-Sequel „Ascender“, das weiterlesen…

    Sweet Salgari

    von am 21. Juli 2020 noch kein Kommentar

    Paolo Bacilieri
    Sweet Salgari
    Aus dem Italienischen von Myriam Alfano
    Avant Verlag, Berlin 2020, 172 Seiten
    ISBN: 978-3-96445-027-2

    In „Fun“ beleuchtete der preisgekrönte italienische Comic-Macher Paolo Bacilieri die Geschichte und Evolution des Kreuzworträtsels – und packte noch viele andere Dinge auf 300 imposant und detailwütig gestaltete Seiten. „Sweet Salgari“, sein neuestes auf Deutsch erschienenes Panel-Werk, am dem der 1965 geborene Italiener vier Jahre lang arbeitete, ist inhaltlich deutlich luftiger geraten.

    Mit großen Sprüngen durch das Leben des italienischen Autors Emilio Salgari (1862–1911) sowie urbanen Impressionen samt Zitaten aus Salgaris Büchern, komprimiert Bacilieri das Wirken und Schaffen seines berühmten Landsmannes auf Episoden und Geschichtchen. Das ergibt keine klassische, stringente Biografie, aber einen guten Eindruck des Schriftstellers – und eine Fundgrube für Anekdoten über den „italienischen Karl May“, der abenteuerliche, posthum vielfach verfilmte Romanzyklen um Helden wie Sandokan oder den schwarzen Kosar erschuf, sich einmal mit einem Kritiker duellierte, Riesenauflagen erreichte, unter die Räder des modernen Verlagswesens geriet und Selbstmord beging. Es geht im Comic also weniger um das Autorenleben als viel mehr um das Schriftstellerschicksal.

    Bei all dem tut sich „Sweet Salgari“ durch Bacilieris Zeichenstil und sein fantastisches visuelles Storytelling hervor. Wie der Italiener manche Seiten mit Strichen und Details zugleich abstrahiert und füllt ist ebenso beachtlich wie die Atmosphäre, die er oft ganz ohne Worte und mithilfe kleiner Panel-Stafetten generiert. Bei Salgari ging es nicht ohne Pathos, vielleicht kann man deshalb im Kontext ohne Skrupel festhalten, dass Paolo Bacilieri schon ein außergewöhnlicher Künstler, ja, ein geborener Comic-Erzähler ist, der sich auf jedes Projekt zwischen Kreuzworträtselhistorie und Historienabenteuerautor einlässt.

    Christian Endres

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    21. Juli 2020 und noch kein Kommentar

    Paolo Bacilieri
    Sweet Salgari
    Aus dem Italienischen von Myriam Alfano
    Avant Verlag, Berlin 2020, 172 Seiten
    ISBN: 978-3-96445-027-2

    In „Fun“ beleuchtete der preisgekrönte italienische Comic-Macher Paolo Bacilieri die Geschichte und Evolution des Kreuzworträtsels – und packte noch viele andere Dinge auf 300 imposant und detailwütig gestaltete Seiten. „Sweet Salgari“, sein neuestes auf Deutsch erschienenes Panel-Werk, am dem der 1965 geborene Italiener vier Jahre lang weiterlesen…

    Wir gehören dem Land

    von am 15. Juli 2020 noch kein Kommentar

    Joe Sacco
    Wir gehören dem Land
    Aus dem Englischen von Christoph Schuler
    Edition Moderne, Zürich 2020, 256 Seiten
    ISBN: 978-3-03731-198-1

    In seiner Comic-Reportage „Wir gehören dem Land“ widmet sich Joe Sacco der Vergangenheit, der Gegenwart und in gewisser Weise der Zukunft der Dene, der Indigenen im weiten, rauen Norden Kanadas jenseits des 60. Breitengrades. Sacco, der 1960 auf Malta geboren wurde und heute in den USA wohnt, zeigt die ursprüngliche Lebensweise der Dene im totalen Einklang mit der Natur, und wie der Einfluss der Weißen sie immer wieder verändert hat, ob der Pelzhandel in der Ära der Kolonien oder in jüngerer Vergangenheit das Bohren nach Öl sowie das Fracking nach Gas. Auch das brutale, staatlich sanktionierte Entreißen ihrer Kinder, die in christlichen Schulen ihrer Kultur und Identität beraubt wurden, wird durch Erinnerungen von Zeitzeugen eindringlich rekapituliert.

    Sacco, ein ausgewiesener Könner des New Journalism á la Tom Wolfe oder Gay Talese im Comic und für seine Arbeit u. a. 2001 mit dem Eisner Award ausgezeichnet, setzt auf Recherche vor Ort und lebendige Berichterstattung in Panel-Form. Seine Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind realistisch und detailreich, Szenen aus der Vergangenheit werden sogar zu regelrechten Collagen, schräg arrangierte Textkästen voller Infos bringen zusätzliche Dynamik. Bei den Gesichtern gleitet das Artwork manchmal etwas ins Cartoonhafte – am deutlichsten, wenn Sacco sich selbst bei einem Gespräch vor Ort abbildet.

    „Wir gehören dem Land“ behandelt ein spezielles, lokales Thema, das allerdings mit der allgegenwärtigen Globalisierung zusammenhängt. Joe Sacco nähert sich den betroffenen Menschen, in diesem Fall einem ganzen Volk der kanadischen Ureinwohner, mit großer journalistischer Umsicht und dem richtigen Verhältnis aus Objektivität und Subjektivität.

    Christian Endres

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    15. Juli 2020 und noch kein Kommentar

    Joe Sacco
    Wir gehören dem Land
    Aus dem Englischen von Christoph Schuler
    Edition Moderne, Zürich 2020, 256 Seiten
    ISBN: 978-3-03731-198-1

    In seiner Comic-Reportage „Wir gehören dem Land“ widmet sich Joe Sacco der Vergangenheit, der Gegenwart und in gewisser Weise der Zukunft der Dene, der Indigenen im weiten, rauen Norden Kanadas jenseits des 60. Breitengrades. Sacco, der 1960 auf Malta geboren wurde und heute weiterlesen…

    Heaven, My Home

    von am 10. Juli 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Attica Locke
    Heaven, My Home
    Aus dem Amerikanischen von Susanna Mende
    (Heaven, My Home, 2019)
    Polar Verlag, Stuttgart 2020, 322 Seiten
    ISBN 978-3-945133-91-0

    Für ihren Roman „Bluebird, Bluebird“ erhielt Attica Locke 2018 den Edgar Award, den wichtigsten Preis der amerikanischen Krimiautorengemeinde, und den Ian Fleming Steel Dagger der britischen Crime-Kollegen, benannt nach dem Schöpfer von 007. In ihrem auf beiden Seiten des großen Teichs prämierten Buch stellte Locke, die als Drehbuchautorin an der TV-Serie „Empire“ mitarbeitete, den afroamerikanischen Texas Ranger Darren Mathews vor, in mehr als einer Hinsicht einen Mann zweier und zwischen zwei Welten. Denn Gesetz und Gerechtigkeit, das sind in den USA zwei paar Dinge, wie Darren trotz Stern genau weiß, während er einen alten Freund zu beschützen versucht und in einem rassistischen Nest einen Mord an einem schwarzen Reisenden aufklären soll.

    „Heaven, My Home“, der zweite Roman über den zerrissenen Gesetzeshüter, setzt dann kurz vor Donald Trumps Amtseinführung ein, als der Rassismus in den USA einen erheblichen Wachstumsschub erfuhr. Das macht die Arbeit von Darren, dessen Ehe und Karriere nach seinen Entscheidungen im ersten Band am seidenen Faden hängen, nicht leichter. In einer Stadt im sumpfigen Osten von Texas, die eine schwarz-indianische Enklave, viel White Trash und Verbindungen zur Arischen Bruderschaft hat, hilft Darren bei der Suche nach einem verschwundenen weißen Jungen. Das Klima? Drückend und Heiß – Hass und Verdächtige auf allen Seiten, und auch das FBI will etwas beweisen, bevor Trumps Regierung vieles umwälzt.

    Die 1974 geborene Locke vermischt die Vergangenheit des Bürgerkriegs und des Rassismus in Amerika mit der Gegenwart, von der wir ja wissen, wie explosiv sie unter dem twitternden Präsidenten wurde, wie sehr die Dinge eskalierten. Der Titel „Heaven, My Home“ paraphrasiert passenderweise einen alten Blues-Song, in dem es um Rassenhass, Standhaftigkeit und Aussichtslosigkeit geht. Locke siedelte ihren auf Englisch 2019 veröffentlichten, Anfang dieses Jahres auf Deutsche publizierten Roman bewusst unmittelbar vor Trumps Regentschaft an. Dieser Tage ist das Buch natürlich aktueller, prophetischer und wichtiger denn je. „Heaven, My Home“ war schon immer exzellent und bedeutungsvoll und jede Empfehlung wert – jetzt strahlt es schier vor beeindruckender, trauriger Voraussicht. Denn im Moment sehen wir täglich, wie übel das Klima in den USA wurde.

    Osttexas ist seit Jahren das literarische Krimi-Hoheitsgebiet von Genre-Alleskönner Joe R. Lansdale. Aber spätestens mit ihrem zweiten Roman, der seinen Vorgänger noch einmal toppt, hat sich Attica Locke bereits ein ganzes Stück davon erobert. Wer die beiden bisher erschienenen Bände über ihren schwarzen Texas Ranger noch nicht kennt, kann gerade kaum bessere und schon gar nicht aktuellere und relevantere Krimi-Lektüre finden.

    Christian Endres

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    10. Juli 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Attica Locke
    Heaven, My Home
    Aus dem Amerikanischen von Susanna weiterlesen…

    HeXen hexen

    von am 29. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Roald Dahl & Pénélope Bagieu
    HeXen hexen
    Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
    Reprodukt, Berlin 2020, 304 Seiten
    ISBN: 978-3-95640-225-8

    Der walisische Autor Roald Dahl (1916–1990) schenkte uns Romane und Kinderbücher wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der fantastische Mister Fox“, „Matilda“ oder „James und der Riesenpfirsich“ – denkwürdige Werke mit einem ganz besonderen, gerne mal schwarzem Humor, die nicht umsonst Filmemacher vom Kaliber eines Tim Burton oder Wes Anderson zu herrlich skurrilen Verfilmungen inspirierten. Dahls starke, makabre Kurzgeschichten oder sein Drehbuch zum James Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ nicht zu vergessen.

    Nun hat die 1982 in Frankreich geborene Comic-Künstlerin Pénélope Bagieu („Eine erlesene Leiche“, „Wie ein leeres Blatt“) Mr. Dahls Buch „Hexen hexen“, das ebenfalls schon verfilmt wurde, als Comic-Roman adaptiert. Bagieu interpretiert die Geschichte über den Kampf eines Jungen, seiner Oma und – neu – eines Mädchens gegen die fiesesten Hexen der Welt, indem sie einerseits auf die Zeitlosigkeit der Vorlage setzt, andererseits eigenständig interpretiert, lokalisiert, fokussiert und arrangiert. Ihr nie realistischer und nie klassischer, aber immer dynamischer und gefälliger Strich passt zur schwungvollen Story; die bunten Farben und der Humor liefern einen wirksamen Kontrast zur gelegentlichen Düsternis von Dahls modernem Märchen.

    Pénélope Bagieus Adaption von „Hexen hexen“ präsentiert sich auf 300 Seiten im Hardcover als mustergültiger All-Age-Comic, den Erwachsene ebenso gern und vergnügt lesen wie Kinder. Verhext viel Comic-Spaß für alle.

    Christian Endres

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    29. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Roald Dahl & Pénélope Bagieu
    HeXen hexen
    Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
    Reprodukt, Berlin 2020, 304 Seiten
    ISBN: 978-3-95640-225-8

    Der walisische Autor Roald Dahl (1916–1990) schenkte uns Romane und Kinderbücher wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der fantastische Mister Fox“, „Matilda“ oder „James und der Riesenpfirsich“ – denkwürdige Werke mit einem ganz besonderen, gerne mal schwarzem Humor, die nicht umsonst Filmemacher vom Kaliber eines weiterlesen…

    Der Wintertransfer

    von am 25. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Philip Kerr
    Der Wintertransfer
    Aus dem Englischen von Axel Merz
    (January Window, 2014)
    Tropen, Stuttgart 2017, 425 Seiten
    ISBN 978-3-608-50340-1

    Fußball-Geisterspiele und EM-Ausfall? Zum Glück gibt es Bücher …

    Der schottische Autor Philip Kerr (1956–2018) verfasste über ein Dutzend historischer Krimis über den Detektiv Bernie Gunther, die vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin angesiedelt sind. Dazu kommen Science-Fiction-Romane wie „Das Wittgensteinprogramm“ und unter dem Pseudonym P. B. Kerr sogar die Fantasy-Serie „Die Kinder des Dschinn“. Zu seinen besten Büchern gehören außerdem die drei Fußball-Krimis über Ich-Erzähler Scott Manson, die auf Deutsch als „Der Wintertransfer“, „Die Hand Gottes“ und „Die falsche Neun“ erschienen sind.

    Kerr, der ein begeisterter Anhänger von Arsenal London war, zeigt in seinen Romanen alle Gesichter des modernen Profifußballs – die Leidenschaft, den Zirkus, die Macho-Romantik, das schmutzige globalisierte Business, die philosophische Dimension. In den drei Bänden wirft der Schotte einen kenntnisreichen Blick auf den Platz und auf die Maschinerie hinter dem schönen Spiel mit der hässlichen Visage. In diesem Milieu ermittelt der deutsch-schottische, dunkelhäutige Ex-Profi, Ex-Knacki und Co-Trainer Scott Manson als Amateurdetektiv in brisanten Fällen im Umfeld der internationalen Spitzenvereine.

    Philip Kerr liebte den Fußballkult und feiert bereitwillig seine schönsten Momente und mitreißendsten Aspekte – und verschloss dennoch nicht die Augen vor seinen Untiefen und Schattenseiten. Kein anderer Romancier hat so klug und packend über den gegenwärtigen Fußball geschrieben. Nicht nur Fußball-Fans bekommen mit der Scott Manson-Trilogie einen Krimi-Hattrick zum Zungeschnalzen geboten.

    Christian Endres

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    25. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Philip Kerr
    Der Wintertransfer
    Aus dem Englischen von Axel Merz
    (January weiterlesen…

    Conan der Cimmerier

    von am 15. Juni 2020 1 Kommentar

    Conan der Cimmerier (bisher 8 Bände)
    Verschiedene Autoren u. Zeichner
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld seit 2018, 64-80 Seiten pro Album

    Seit einiger Zeit interpretieren zeitgenössische Comic-Künstler aus vor allem Frankreich und Belgien die originalen Conan-Prosageschichten von Robert E. Howard neu. Auf Deutsch erscheinen diese aktuellen Panel-Variationen der einflussreichen Klassiker der Sword-and-Sorcery-Fantasy bei Splitter im großen Hardcover-Album, wobei jeder Titel als Einzelband gelesen werden kann und mit einem fachkundigen Artikel im Anhang daherkommt. Das sind die bisherigen Highlights der Reihe „Conan der Cimmerier“, bei Crom!

    Gleich im ersten Band „Die Königin der Schwarzen Küste“ inszenieren Jean-David Morvan („Sillage“) und Pierre Alary („SinBad“) Howards ultimativen Conan-Meilenstein von 1933 neu – bis heute eine der intensivsten, kraftvollsten und besten Storys des Conan-Mythos und des Genres. Die bittersüße Liebesgeschichte von Conan und der unabhängigen Piratin Bêlit – einer der wenigen starken Frauenfiguren der damaligen Fantasy-Ära – ist gekonnt komprimiert und obendrein herausragend, um nicht zu sagen aufsehenerregend frisch und eigensinnig visualisiert. Ein barbarenstarker Comic, der alte Haudegen begeistert und Neulesern alles gibt, was es für eine gute Conan-Ersterfahrung braucht.

    Nachdem der Franzose Robin Recht bereits eine tolle Adaption von Michael Moorcocks Antihelden Elric (ebenfalls bei Splitter) mitverantwortete, wandte er sich Howards Conan zu. In seiner beeindruckenden Comic-Fassung der posthum erschienenen REH-Story „Ymirs Tochter“, einer der bekanntesten Conan-Erzählungen, jagt der Cimmerier in den Bergen der verführerischen Tochter eines göttlichen Riesen nach. Recht entfesselt in seinen imposanten Seitenlayouts und kunstvollen, wuchtigen Bildern den gesamten sexuellen Subtext der Vorlage. Seine Seiten muss man einfach gesehen haben. Neben einem weiteren kenntnisreichen Artikel über das Original rundet ein Vorwort von Altmeister Moorcock dieses Album perfekt ab.

    Seien wir ehrlich: Conan-Comics sind ‚traditionell’ nicht gerade das Revier weiblicher Comic-Macher – Becky Cloonan war vor einigen Jahren die große Ausnahme. Nun tritt die französische Künstlerin Virginie Augustin („Alim der Gerber“) hervor. Sie setzt Howards „Schatten im Mondlicht“ optisch stark um – und findet eine zeitgemäße Balance, was die einerseits klassische, andererseits ironische Darstellung angeht. Etwa wenn Augustin nicht allein die Vorzüge der entflohenen Sklavin Olivia zeigt, sondern ebenso Muskelpaket Conan beim Baden ein paar erotische Einstellungen spendiert. Eine famose moderne Annäherung an den betagten Stoff und seine gelegentlich angestaubten Rollenbilder.

    Aus den Katakomben“ stellt ein weiteres Glanzstück dar. Régis Hautiere („Aquablue – New Era“), Olivier Vatine („Die lebende Tote“) und Didier Cassegrain („Schwarze Seerosen“) adaptieren die ungebrochen faszinierende Story von 1936 in interessanten Bildern, erwecken REHs Erzählung über Conan und die Söldnerin Valeria zu pulsierendem Leben. Valeria war für damalige Verhältnisse eine weitere taffe Protagonistin, „Aus den Katakomben“ überdies eine Konzept-Geschichte, in der es Howard einmal mehr um den Niedergang der Hochkultur und die Überlegenheit der Barbarei ging. Hautiere, Vatine und Cassegrain wählen zudem ein Ende, das heutige Leserinnen nicht mit den Augen rollen lässt.

    Das gerade erschienene achte Album bestreiten übrigens Szenarist Sylvain Runberg („Orbital“) und – ausnahmsweise – der koreanische Künstler Jae Kwang Park („Kiliwatch“) und sein japanischer Kollege Hiroyuki Ooshima (Zeichner des „Spirou“-Manga). Sie kleiden das von Howards Interesse für Orientabenteuer beeinflusste Conan-Abenteuer „Der schwarze Kreis“ in ein relativ schruftiges und für Conan eher ungewohntes Manhwa-Gewand.

    Christian Endres

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    15. Juni 2020 und 1 Kommentar

    Conan der Cimmerier (bisher 8 Bände)
    Verschiedene Autoren u. Zeichner
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld seit 2018, 64-80 Seiten pro Album

    Seit einiger Zeit interpretieren zeitgenössische Comic-Künstler aus vor allem Frankreich und Belgien die originalen Conan-Prosageschichten von Robert E. Howard neu. Auf Deutsch erscheinen diese aktuellen Panel-Variationen der einflussreichen Klassiker der Sword-and-Sorcery-Fantasy bei Splitter im großen Hardcover-Album, wobei jeder weiterlesen…

    Mord in Sunset Hall

    von am 9. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Leonie Swann
    Mord in Sunset Hall
    Goldmann, München 2020, 448 Seiten
    ISBN 978-3-442-31556-7

    Leonie Swann schrieb den international erfolgreichen Schafskrimi „Glennkill“, den nicht minder tierischen Krimi „Gray“ und den fantastischen Roman „Dunkelsprung“. Mit „Mord in Sunset Hall“ liegt nun das neueste Werk der Autorin vor, die 1975 in München geboren wurde und seit Langem in England lebt.

    Sunset Hall ist eine unkonventionelle Seniorenwohngemeinschaft – im nahegelegenen Dorf werden die Bewohner abschätzig als alte Hippies bezeichnet. Zur Rentner-WG gehören Agnes, Edwina, Bernadette, Winston, Charlie, der Marshall, Wolfshund Brexit und Schildkröte Hettie. Zumindest die menschlichen WG-Mitglieder haben alle ihre Geheimnisse und Spleens. Zu allem Überfluss tauchen in ihrem Umfeld nun schnell hintereinander drei Leichen auf, und die Polizei ermittelt unter anderem in Sunset Hall. Aber Agnes, mit Hüftschaden, Gebiss und anderen Geschenken des Alters bedacht, geht den Dingen ebenfalls auf den Grund …

    Leonie Swanns Roman wirkt am Anfang etwas hyperaktiv und wäre generell mit ein paar Ausrufezeichen weniger ausgekommen. Dessen ungeachtet ist „Mord in Sunset Hall“ jedoch ein sommerlich leicht wegzulesender, witziger und durchaus spannender Feelgood-Krimi gegen den Jugendwahn. John Nivens „Old School“ war allerdings cooler.

    Christian Endres

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    9. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Leonie Swann
    Mord in Sunset Hall
    Goldmann, München 2020, 448 weiterlesen…

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