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Das gierige Haus

von am 12. Oktober 2026 noch kein Kommentar - schreibe den ersten!

  • Henry, Christina
    Das gierige Haus
    blanvalet, 2026, 352 Seiten
    ISBN 978-3-764-50967-5

Wer Christina Henrys Bücher wie "Die Chroniken von Alice" kennt, weiß dass Sie nicht zimperlich mit Gewalt und psychisch "nicht ganz sauberen" Charakteren ist. In "Das gierige Haus" bekommen wir von Ihr leider keinen spannenden oder sachlichen Ratgeber a la: "Was sollte ich tun wenn ein Haus in meiner Nachbarschaft Kinder verschlingt und gar nicht genug davon bekommen kann?", sondern eine Art Tagebuch das viel mit den genannten "nicht ganz sauberen" Charakteren zu tun hat.

Jessie war erst 13 Jahre alt, als Ihr Bruder von dem gierigen Haus verschlungen wurde. Neben Vorwürfen die hauptsächlich Ihr selbst gelten und der zerrütteten Situation Ihrer Familie, sowie des gesamten Dorfes in dem Sie wohnt, plagt Sie jedoch am allermeisten das gierige Haus selbst. Was theoretisch nur ein Haus sein sollte gräbt seine bösen Wurzeln immer weiter in Jessie’s Leben und stellt den Bewohnern des Dorfes regelmäßig die Armhaare auf. Um etwas dagegen zu unternehmen begibt sich Jessie also auf die Suche nach der Ursache dieses Übels und erzählt uns im ersten Part der Geschichte von allem was Sie in Ihrer Vergangenheit über das Haus herausfinden konnte und mit dem Haus selbst alles erlebt hat.
Im zweiten Part des Buches verfolgen wir dann das aktuelle Leben von Jessie und Ihre Entscheidungen und Krisen die mal mehr, mal weniger mit dem gierigen Haus zu tun haben. Wie Ihr Leben also immer und immer wieder von diesem Parasiten beeinträchtigt wird und wie sich dieser gegen seine Zerstörung wehrt. Jessie entwickelt sich hierbei stetig weiter und versucht auf Ihre ganz eigene Art mit dem Bösen das in Ihrer Straße lungert umzugehen.

Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, muss ich leider warnen: Das Buch ist nichts für schwache Nerven, oder für Köpfe die sich nur allzu bildlich vorstellen wollen was in dem Buch beschrieben wird, es passieren wirklich schlimme und blutrünstige Dinge in diesem Haus. Wer Fan des Genres Horror ist kommt definitiv auf seine Kosten. Wer sich in der kommenden Herbst- und Halloweenzeit mal so richtig gruseln möchte auch. Personen die gerne lineare Geschichten lesen wollen könnten hier schnell ein Schleudertrama erleiden. In die Geschichte des Hauses werden immer wieder Rückblicke aber auch Vorschauen eingearbeitet, die die Geschichte manchmal etwas verwirrend wirken lassen. Weiterhin kann hier nicht von einem klassischen Krimi oder Thriller gesprochen werden, da eindeutige Fantasy-Elemente eingearbeitet wurden. Wer eine einfache Enthüllung von Zaubertricks erwartet wird enttäuscht!

Alles in allem kann ich das Buch also nur unter Vorbehalt, bzw. nur bestimmten Lesetypen empfehlen. Wer die irre und gewaltvolle Neuinterpretation von Alice im Wunderland schon mochte, wird hiermit jedoch nichts falsch machen. Ich denke Christina Henry ist nicht für nicht jeden etwas, aber das ich auch gut so.

„Es geht nicht um Geister. Ich sagte, das Haus ist lebendig. Sieh es dir nur an. Sieh es dir richtig an. Du kannst es atmen sehen.“

warenkorbIhr könnt alle lieferbaren Artikel
im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden anfragen

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  • Henry, Christina
    Das gierige Haus
    blanvalet, 2026, 352 Seiten
    ISBN 978-3-764-50967-5

Wer Christina Henrys Bücher wie "Die Chroniken von Alice" kennt, weiß dass Sie nicht zimperlich mit Gewalt und psychisch "nicht ganz sauberen" Charakteren ist. In "Das gierige Haus" bekommen wir von Ihr leider keinen spannenden oder sachlichen Ratgeber a la: "Was sollte ich tun wenn ein Haus in meiner Nachbarschaft Kinder verschlingt und gar nicht genug davon bekommen kann?", sondern eine Art Tagebuch das viel mit den genannten "nicht ganz sauberen" Charakteren zu tun hat.

Jessie war erst 13 Jahre alt, als Ihr Bruder von dem gierigen Haus verschlungen wurde. Neben Vorwürfen die hauptsächlich Ihr selbst gelten und der zerrütteten Situation Ihrer Familie, sowie des gesamten Dorfes in dem Sie wohnt, plagt Sie jedoch am allermeisten das gierige Haus selbst. Was theoretisch nur ein Haus sein sollte gräbt seine bösen Wurzeln immer weiter in Jessie’s Leben und stellt den Bewohnern des Dorfes regelmäßig die Armhaare auf. Um etwas dagegen zu unternehmen begibt sich Jessie also auf die Suche nach der Ursache dieses Übels und erzählt uns im ersten Part der Geschichte von allem was Sie in Ihrer Vergangenheit über das Haus herausfinden konnte und mit dem Haus selbst alles erlebt hat.
Im zweiten Part des Buches verfolgen wir dann das aktuelle Leben von Jessie und Ihre Entscheidungen und Krisen die mal mehr, mal weniger mit dem gierigen Haus zu tun haben. Wie Ihr Leben also immer und immer wieder von diesem Parasiten beeinträchtigt wird und wie sich dieser gegen seine Zerstörung wehrt. Jessie entwickelt sich hierbei stetig weiter und versucht auf Ihre ganz eigene Art mit dem Bösen das in Ihrer Straße lungert umzugehen.

Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, muss ich leider warnen: Das Buch ist nichts für schwache Nerven, oder für Köpfe die sich nur allzu bildlich vorstellen wollen was in dem Buch beschrieben wird, es passieren wirklich schlimme und blutrünstige Dinge in diesem Haus. Wer Fan des Genres Horror ist kommt definitiv auf seine Kosten. Wer sich in der kommenden Herbst- und Halloweenzeit mal so richtig gruseln möchte auch. Personen die gerne lineare Geschichten lesen wollen könnten hier schnell ein Schleudertrama erleiden. In die Geschichte des Hauses werden immer wieder Rückblicke aber auch Vorschauen eingearbeitet, die die Geschichte manchmal etwas verwirrend wirken lassen. Weiterhin kann hier nicht von einem klassischen Krimi oder Thriller gesprochen werden, da eindeutige Fantasy-Elemente eingearbeitet wurden. Wer eine einfache Enthüllung von Zaubertricks erwartet wird enttäuscht!

Alles in allem kann ich das Buch also nur unter Vorbehalt, bzw. nur bestimmten Lesetypen empfehlen. Wer die irre und gewaltvolle Neuinterpretation von Alice im Wunderland schon mochte, wird hiermit jedoch nichts falsch machen. Ich denke Christina Henry ist nicht für nicht jeden etwas, aber das ich auch gut so.

„Es geht nicht um Geister. Ich sagte, das Haus ist lebendig. Sieh es dir nur an. Sieh es dir richtig an. Du kannst es atmen sehen.“

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