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    Basement Tales #8

    von am 29. Juli 2020 noch kein Kommentar

    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 8: KOPFLOS
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2020, 48 Seiten
    Heft in wiederverschließbarem Beutel mit Beilagen
    ISBN 978-3-947652-15-0 / 7,90 €

    Das zweifellos notwendige Gänsehaut-Potenzial einer guten Horror-Kurzgeschichte ist das Fundament, auf dem der Verlag The Dandy Is Dead seine BASEMENT TALES-Reihe aufgesetzt hat.

    In der Folge 8, die soeben erschienen ist, reichen sich Ina Elbracht („Panoptikum“), Fabienne Siegmund („Der Weg der Vier“), David Gray („Feuchtgebiete oder Ein Tee für Mrs Stapledon“) und Christian Endres („Angry Bird“) die „Maurerkelle“, die diesmal das Etikett KOPFLOS trägt, weiter und ergänzen mit dieser „Vol. 8“ meisterhaft die vorhergehenden sieben (immer noch lieferbaren) Heftchen/Bausteine. Die „Ritzen“ zwischen den im Heft enthaltenen allesamt hochwertigen und unterhaltsamen Stories verfugen kunstvoll die vier beiliegenden Poster von Sandra Anstätt, Linda Walgenbach, Henrik Elburn und SEC7.
    Ob dieses Kellergeschoss jemals fertig-erzählt sein wird, wissen nicht einmal die Fledermäuse in den dunklen Ecken oder die blind(geprägt)en Skarabäen an den Wänden, allerdings ist man als Leser oder Leserin durchaus geneigt, solange bei der Lektüre weiterhin die erwünschte Gänsehaut entsteht, den Baufortschritt noch eine Weile zu verfolgen.

    Horst Illmer
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    Basement Tales #8
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    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 8: KOPFLOS
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2020, 48 Seiten
    Heft in wiederverschließbarem Beutel mit Beilagen
    ISBN 978-3-947652-15-0 / 7,90 €

    Das zweifellos notwendige Gänsehaut-Potenzial einer guten Horror-Kurzgeschichte ist das Fundament, auf dem der Verlag The Dandy Is Dead seine BASEMENT TALES-Reihe aufgesetzt hat.

    In der Folge 8, die soeben erschienen ist, reichen weiterlesen…

    20 Jahre phantastisch!

    von am 23. Juli 2020 noch kein Kommentar

    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch!
    Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror
    Heft 79, Ausgabe 3/2020
    Stolberg, Atlantis, 2020, 88 Seiten / 5,95 €

    Mehr als 88 Seiten Umfang schafft die Druckerei einfach nicht – sonst wäre die neueste Ausgabe der phantastisch! (Heft 79, mit neuem Untertitel: „Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror“) womöglich noch dicker geworden.
    Aber auch so „platzt“ das Heft fast aus „allen Nähten“: Vier Interviews, unter anderem mit KILLERBOT-Autorin Martha Wells, dem Experten für chinesische Science Fiction Ken Liu und dem neuen deutschen Comic-Duo Boris Koch und Frauke Berger, zwei Kurzgeschichten von Superstar Ken Liu und der Atlantis-Entdeckung Caroline Hofstätter, Comics und Karikaturen von Olaf Brill, Michael Vogt, Lars Bublitz und Steffen Boiselle, wie gewohnt das Update, eine Handvoll Rezensionen und jede Menge Sachartikel.
    Erwähnenswert sind eine faszinierend bilderreiche Huldigung Doktor Dolittles, der vor einhundert Jahren erstmals die Leserherzen von Jung und Alt erfreute, eine Würdigung von Gene Wolfes Meisterwerk »Der fünfte Kopf des Zerberus« und die Vorstellung der »Hombre«-Werkausgabe durch Bernd Frenz. Außerdem schmückt ein echter „Eyecatcher“ von Jan Hoffmann den Umschlag.

    Horst Illmer
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    phantastisch! 79
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    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch!
    Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror
    Heft 79, Ausgabe 3/2020
    Stolberg, Atlantis, 2020, 88 Seiten / 5,95 €

    Mehr als 88 Seiten Umfang schafft die Druckerei einfach nicht – sonst wäre die neueste Ausgabe der phantastisch! (Heft 79, mit neuem Untertitel: „Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror“) womöglich noch weiterlesen…

    H.P. Lovecraft – Leben und Werk

    von am 9. April 2020 1 Kommentar

    Joshi, S. T.
    H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK. Band 1: 1890–1924.
    Deutsch von Andreas Fliedner
    Vorbemerkung von Michael Siefener
    (I AM PROVIDENCE. THE LIFE AND TIMES OF H. P. LOVECRAFT / 2010)
    München Berlin, Golkonda, 2017, 734 S.
    ISBN 978-3-944720-51-7 / 39,90 €

    H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK. Band 2: 1925–1937.
    München, Golkonda, 2020, 669 S.
    ISBN 978-3-944720-52-4 / 39,90 €

    S. T. Joshi, in den letzten dreißig Jahren die treibende Kraft im Bemühen, H. P. Lovecrafts Leben und Werk zu erschließen, hat im Jahr 2010 eine Biografie, ach, was sage ich: DIE BIOGRAFIE auf die alle Lovecraft-Leser gewartet haben veröffentlicht.

    Zwar gab es schon vor Joshis Buch einige Versuche, Lovecrafts irdisches Dasein aufzubereiten, aber außer den leicht zu ermittelnden Rahmendaten blieben doch allzu viele Fragen ungeklärt. Die bis dato erfolgreichste – und umstrittenste – Veröffentlichung war LOVECRAFT – A BIOGRAPHY aus dem Jahr 1975, geschrieben von Lyon Sprague de Camp (1907–2000), einem Autor, der nicht nur Zeitgenosse war, sondern auch durch die Herausgabe von Robert E. Howards CONAN-Texten tiefere Einblicke in das Beziehungsgeflecht des „Lovecraft-Zirkels“ gewonnen hatte.

    Es war dieses Buch, das Joshi dazu reizte, sich näher mit dem sonderbaren Schriftsteller aus Providence zu beschäftigen, was ihn in der Folgezeit zum weltweit führenden Lovecraft-Fachmann machte. Nach jahrzehntelangen Forschungen erschien 1996 dann H. P. LOVECRAFT. A LIFE, das trotz seiner mehr als 700 Seiten als „gekürzte“ Ausgabe gilt. Erst 2010, in dem überarbeiteten, nunmehr 1200 Seiten umfassenden, zweibändigen Werk I AM PROVIDENCE. THE LIFE AND TIMES OF H. P. LOVECRAFT, konnte S. T. Joshi erstmals das gesamte Material vorlegen, das er angehäuft hatte.
    Im Golkonda Verlag erscheint diese spektakuläre Biografie unter dem Titel H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK in der deutschen Übersetzung von Andreas Fliedner, ebenfalls in zwei Teilen.

    Der „Band 1: 1890–1924“ nimmt vor allem die Wurzeln Lovecrafts, seine frühen Schreibversuche und die Zeit seines literarischen Erwachens unter die Lupe. Das beginnt mit der Suche nach Vorfahren, reicht über die merkwürdig-komplizierten Familienverhältnisse und die Krankengeschichten direkter Verwandter bis zu Lovecrafts Entwicklung eigener Symptome und Seltsamkeiten.

    Am Ende des ersten Teils von H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK sehen wir den „Einsiedler von Providence“ verstrickt in eine eigentlich unmöglichen Ehe und gemeinsam mit seiner Frau Sonia Greene unfassbarer Weise nach New York umgezogen. Und, wie Joshi es in einem genialem Cliffhanger formuliert, „wenn Lovecraft dachte, dass 1924 ein hartes Jahr für ihn gewesen sei, dann nur, weil er noch nicht wusste, was 1925 auf ihn zukommen sollte.“ (S. 682)

    Damit startet in „Band 2: 1925–1937“ der Berichtszeitraum, der die letzten zwölf Lebensjahre – die zugleich die produktivsten waren und die bedeutendsten Ergebnisse zeitigten – umfasst.
    Natürlich ist es mit Sonja Greene und New York nicht gut ausgegangen, und so scheidet HPL von Beiden und kehrt zurück in seine Heimatstadt Providence. Ein Ereignis, dass Joshi unter der Rubrik „Rückkehr ins Verlorene Paradies“ verzeichnet. Beginnend mit „Cthulhus Ruf“ schreibt Lovecraft nun alle seine inzwischen zu Klassikern gewordenen Geschichten, ebenso den großen Essay „Das übernatürliche Grauen in der Literatur“, der die Phantastik-Rezeption in den USA auf Jahrzehnte prägte. Natürlich werden auch seine prekären Lebensumstände und seine mit grässlichen Schmerzen verbundenen letzten Wochen (HPL starb am 15. März 1937) nicht ausgespart, und im letzten Kapitel rekapituliert Joshi noch einmal das Phänomen des postmortalen Welterfolgs seither.

    Joshi stützt sich in seiner Biografie nicht nur auf seine umfassende Einsicht in den wohl umfangreichsten literarischen Briefwechsel eines nordamerikanischen Autors, sonder auch auf eine philologisch ungewöhnlich tiefgehende Parallelsetzung von Autor und Werk, die indes jederzeit begründet und belegt wird. Im Anhang findet sich dazu eine sehr umfangreiche Literaturliste und natürlich erschließen sich die Bände über gleich mehrere Register.

    Die beiden Bücher, obwohl nicht illustriert, sind sowohl optisch als haptisch ein Genuss: Das Layout, das Susanne Beneš (aka „benswerk“) für Schutzumschlag und Bucheinband maßgeschneidert hat, ist ebenso stimmig wie der von Hardy Kettlitz erstellte Satz lesbar ist – und die jeweils zwei goldgelben Lesebändchen machen die Sache wunderschön „rund“.

    Wie fragt sich Michael Siefener in seiner „Vorbemerkung“ im ersten Band in Bezug auf H. P. Lovecrafts Bedeutung als Autor phantastischer Literatur dann auch so schön provokativ: „braucht man deshalb gleich eine zweibändige Biografie über ihn?“ (S. I), bevor er uns teilhaben lässt an einem äußerst unterhaltsamen Streifzug durch jene letzten fünfzig Jahre Lovecraft-Lektüre, in denen wir „doch gar nichts“ hatten, wenn wir etwas über diesen Schriftsteller erfahren wollten. Sein Fazit: „Zumindest die zeitgenössischen Entdecker von Lovecrafts Werken können also nicht mehr behaupten: `Wir haben ja gar nichts´ wenn sie abseits der oft zweifelhaften Quellen des Internets nach verlässlichen Informationen über das Leben Lovecrafts suchen. Hier sind sie.“ (S. V)

    Horst Illmer
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    H.P. Lovecraft – Leben und Werk
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    Joshi, S. T.
    H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK. Band 1: 1890–1924.
    Deutsch von Andreas Fliedner
    Vorbemerkung von Michael Siefener
    (I AM PROVIDENCE. THE LIFE AND TIMES OF H. P. LOVECRAFT / 2010)
    München Berlin, Golkonda, 2017, 734 S.
    ISBN 978-3-944720-51-7 / 39,90 €

    H. P. LOVECRAFT – LEBEN UND WERK. Band 2: 1925–1937.
    München, Golkonda, 2020, 669 S.
    ISBN 978-3-944720-52-4 / 39,90 €

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    Schecks Kanon

    von am 26. Oktober 2019 Kommentare deaktiviert für Schecks Kanon

    Denis Scheck
    SCHECKS KANON.
    Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von KRIEG UND FRIEDEN bis TIM UND STRUPPI.
    Illustriert von Torben Kuhlmann
    München, Piper, 2019, 470 Seiten / Hardcover
    ISBN 978-3-492-05934-3

    Es gab ja schon einige Versuche, die Vielfalt literarischer Erzeugnisse der letzten paar Jahrtausende in einem Kanon zu bündeln – und je höher der Anspruch des Kanon-Erstellers, desto weniger Science Fiction, Fantasy, Phantastik war enthalten.
    Die Erwartungshaltung an SCHECKS KANON, dem soeben erschienen Credo des beliebten TV-Buchkritikers Denis Scheck, ist naturgemäß eine andere. Keiner aus der deutschen Kritikerzunft hat mehr und öfter über literarische Phantastik, über Fantasy und Science Fiction geschrieben und gesprochen als Scheck, keiner kann wie er auf ein reichhaltiges Portfolio eigener Übersetzungen solcher Literatur verweisen und keiner ist mit mehr Genre-Autoren befreundet, als der sympathisch schwäbelnde Liebhaber guter Bücher.
    Und jetzt also die „100 wichtigsten Werke der Weltliteratur“, die laut Untertitel von KRIEG UND FRIEDEN bis zu TIM UND STRUPPI reichen sollen (und von Torben Kuhlmann liebevoll illustriert sind).
    Ein erster Schnelldurchgang bestätigt die Hoffnungen: J. R. R. Tolkien, Ursula K. Le Guin und James Tiptree jr. stechen sofort ins Auge, Mary Shelley und Edgar Allan Poe könnten sogar von Marcel Reich-Ranicki ohne Widerspruch hingenommen worden sein und auf Jorge Luis Borges können sich vermutlich alle einigen.
    Also nochmals durchs Inhaltsverzeichnis, diesmal mit etwas mehr Geduld: Der D.O.N.A.L.D.ist Scheck hat natürlich eine Entenhausener Duck-Tale von Carl Barks hineingeschmuggelt, wie versprochen Hergés TIM UND STRUPPI untergebracht und die PEANUTS von Charles M. Schulz nicht vergessen. Seine persönlichen Lieblinge Arno Schmidt, David Foster Wallace, Thomas Pynchon, Margaret Atwood und Kurt Vonnegut jr. sind jeweils mit utopisch-phantastischen Werken vertreten.
    Die gerne vergessene Kinder- und Jugendliteratur reicht von den Märchen der Brüder Grimm und TAUSENDUNDEINE NACHT über Selma Lagerlöf und Astrid Lindgren bis zu Lewis Carroll, Robert Louis Stevenson, Jules Verne und Joanne K. Rowling.
    Dazu gibt es noch ein paar echte phantastische Geheimtipps wie Michel Houellebecq oder Ngugi wa Thiong’o zu entdecken.
    Da SCHECKS KANON aber gerade kein Spezial-Kanon für Science Fiction sein will, sondern an das allgemeine Lesepublikum gerichtet ist, sind auch die „üblichen Verdächtigen“ vorhanden bzw. in der gut begründeten Überzahl: Shakespeare, Goethe, Voltaire, Dickinson, Tolstoi, Sappho, Dostojewski, Ovid, Hemingway, Kafka, Joyce, Beckett, Cervantes, Homer – und wie sie alle heißen. Denn nur weil jemand Humor besitzt, heißt das ja nicht, dass er jeder Ernsthaftigkeit entbehrt.
    SCHECKS KANON besticht durch eine überraschende und in jedem einzelnen Fall ausführlich dargelegte Sicht auf „die Weltliteratur“ in ihrer für die meisten unübersichtlichen Größe, Masse und Verschiedenheit. Es tut gut, dass auch ein Comic hier auftauchen darf, ein Krimi oder ein Ritterroman. Abenteuer, Spannung und Gefühl sind für Scheck ebenso wichtige Kriterien wie Stilsicherheit, Sprachbeherrschung und Experimentierfreude.
    Und kaum ein Kollege oder eine Kollegin versteht es, die echte, ungetrübte Freude an einem guten Buch so überzeugend zu vermitteln wie Denis Scheck.
    Kein Kanon für die Ewigkeit, aber ein Buch, dem man unendlich viele Anregungen entnehmen kann.

    Horst Illmer
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    Schecks Kanon
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    Denis Scheck
    SCHECKS KANON.
    Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur von KRIEG UND FRIEDEN bis TIM UND STRUPPI.
    Illustriert von Torben Kuhlmann
    München, Piper, 2019, 470 Seiten / Hardcover
    ISBN 978-3-492-05934-3

    Es gab ja schon einige Versuche, die Vielfalt literarischer Erzeugnisse der letzten paar Jahrtausende in einem Kanon zu bündeln – und je höher der Anspruch des Kanon-Erstellers, desto weniger Science Fiction, Fantasy, Phantastik weiterlesen…

    phantastisch! neues aus anderen welten

    von am 22. Juli 2019 Kommentare deaktiviert für phantastisch! neues aus anderen welten

    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch! neues aus anderen welten.
    Heft 75 / Ausgabe 3/2018 / 19. Jahrgang
    Stolberg, Atlantis Verlag, Juli 2019, 88 Seiten
    ISSN 1616-8437 / 5,95 Euro

    Eigentlich kann man ja jedes phantastisch!-Heft empfehlen, aber die jetzt erschienene Ausgabe vom Juli 2019 ist doch nochmal etwas Besonderes: Das Heft 75 ist für den Atlantis Verlag und den Herausgeber Klaus Bollhöfener ein guter Grund um allen Leserinnen und Lesern einmal zu zeigen, was in diesem Magazin so alles an Spaß, Liebe und Arbeit drinsteckt.
    Das Offensichtlichste ist das umlaufende Cover von Michael Vogt, das es mitten im Heft nochmal als Poster gibt (ohne „störende“ Beschriftung). Außerdem wurde der Umfang auf stolze 88 Seiten erhöht (ohne Mehrpreis!). Und auf Seite 4 werden alle ständigen Mitarbeiter und Redakteure im Bild vorgestellt.
    Das Wichtigste sind aber natürlich die Artikel, Interviews, Stories, Comics, Cartoons und Buchbesprechungen, die in ihrer Spannweite und Bandbreits die phantastisch! so einzigartig unter den Science-Fiction-Magazinen machen.
    Interviewt wurden diesmal der englische Superstar Jasper Fforde, der Jugendbuchautor Karl Olsberg und Tom und Stephan Orgel, die als T. S. Orgel gemeinsam sehr erfolgreich Fantasy und Science Fiction schreiben.
    Die Kurzgeschichte „Im Dienst der Legenden“ wurde von Christian Endres exklusiv für die phantastisch! geschrieben und ist eine der stärksten Stories seit Langem.
    Neben den gewohnten Standards (update, Buchhandels-Cartoon, Fortsetzungscomic) gibt es noch ein Dutzend Artikel, von denen nur der wunderschön illustrierte Bericht von Achim Schnurrer über das erste Phantastik-Magazin der Welt, Der Orchideengarten, hervorgehoben werden soll, da die Aufzählung sonst jeden Rahmen sprengen würde.
    Vertrauen Sie mir – und lesen Sie einfach selbst!

    75 Hefte in knapp 20 Jahren, das allein ist im Rahmen der deutschen Science Fiction schon außergewöhnlich. Hoffen wir also, dass wir an dieser Stelle auch noch über die Nummer 100 berichten dürfen!

    Horst Illmer
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    phantastisch! 75
    im via e-mail im Laden…

    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch! neues aus anderen welten.
    Heft 75 / Ausgabe 3/2018 / 19. Jahrgang
    Stolberg, Atlantis Verlag, Juli 2019, 88 Seiten
    ISSN 1616-8437 / 5,95 Euro

    Eigentlich kann man ja jedes phantastisch!-Heft empfehlen, aber die jetzt erschienene Ausgabe vom Juli 2019 ist doch nochmal etwas Besonderes: Das Heft 75 ist für den Atlantis Verlag und den Herausgeber Klaus Bollhöfener ein guter weiterlesen…

    Local Heroes Reloaded

    von am 7. Juni 2019 1 Kommentar

    Lobgesang auf Horst*

    Ja, ich habe bereits einmal einen Beitrag zu Horst Illmer geschrieben. In der Kategorie Local Heroes. Da gehört er nämlich hin, auch wenn sein Wirken durchaus überregionaler Natur ist, wie bei vielen "unserer" Local Heroes.

    Warum also jetzt ein weiterer Beitrag? Nur zum auffrischen? Aus aktuellem Anlass?

    Eigentlich nichts davon. Es ist einfach so, dass wir uns bei Horst bedanken wollen. Er ist nicht nur der Local Hero, den wir bereits vorgestellt haben, sondern er ist mit seinen mitlerweile über hundert Rezis zu einem festen Bestandteil unserer Seite geworden. Unter Horsts Bibliothek finden Phantastik Begeisterte Anregungen, Tipps und fundiertes Wissen. Er preißt uns Pflichtlektüren an, entdeckt Exoten und weist auf Schmankerln hin, die uns auch mal durch die Lappen gegangen wären.

    Wer gerne mehr von seinem profunden Wissen profitieren möchte, dem lege ich einmal mehr an dieser Stelle das Magazin Phantastisch! nahe. Phantastisch! ist Pflichtlektüre für alle, die sich für phantastische Literatur interessieren. Informative und spannende Artikel. Interviews, Bücher, Autoren, Rezensionen, Comics, Filme… Dabei schreiben kompetente Mitarbeiter wie Sonja Stöhr, Carsten Kuhr, Christian Endres, Achim Schnurrer und viele andere. Natürlich auch Horst Illmer. DAS Genremagazin. Schnuppert einfach mal im Laden rein, oder schließt gleich ein Abo bei uns ab. Dann bekommt ihr jede Nummer bei Erscheinen weggelegt.

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    Phantastisch!
    via e-mail im Laden abonnieren…

    *  Hommage an "Lobgesang auf Leibowitz" in der Ausgabe Heyne Meisterwerke der SF ISBN: 9783453164192

    Lobgesang auf Horst*

    Ja, ich habe bereits einmal einen Beitrag zu Horst Illmer geschrieben. In der Kategorie Local Heroes. Da gehört er nämlich hin, auch wenn sein Wirken durchaus überregionaler Natur ist, wie bei vielen "unserer" Local Heroes.

    Warum also jetzt ein weiterer Beitrag? Nur zum auffrischen? Aus aktuellem Anlass?

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    Basement Tales

    von am 12. Februar 2019 Kommentare deaktiviert für Basement Tales

    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 1: BODENSATZ
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2018, 48 Seiten
    ISBN 978-3-947652-01-3

    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 2: SPERRGEBIET
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2018, 48 Seiten
    ISBN 978-3-947652-04-4

    Die „klassische“ Horror-Kurzgeschichte ist tot – und wie sich das für Tote und Horrorgeschichten nun mal gehört, ist sie als „New Weird“-Story zurückgekehrt und führt in den BASEMENT TALES des von Tom Becker in Saarbrücken neugegründeten Verlagshauses The Dandy Is Dead ein recht lebendiges Schattendasein.

    Okay, okay: „Der Schönling ist tot“ wäre jetzt auch nicht wirklich ein toller Name für einen Verlag – aber muss es wirklich „The Dandy Is Dead“ sein?
    Sei’s drum! Solange man das Zeug, das dort produziert wird, lesen kann und irgendwo bekommt, ist der Name vom „Publishing House“ relativ unwichtig.
    „Das Zeug“ ist im vorliegenden Fall das New Weird Magazin Basement Tales und lesbar ist das allemal, was die Verleger/Herausgeber Tom Becker und Germaine Paulus in den bisher erschienenen zwei Heften zusammengetragen haben.

    Dass es im deutschsprachigen Raum nicht nur »New Weird«-Fans gibt, sondern auch einige Autoren, die selbst Geschichten schreiben, welche am ehesten in diesem Sub-Genre verortet werden können, zeigt sich schon im ersten Heft der BASEMENT TALES, deren „Vol. 1“ den Titel BODENSATZ trägt und im Oktober 2018 erschienen ist.
    Die Reihe fällt deutlich aus dem Rahmen dessen, was man hierzulande bisher als „Heftchen“ kaufen konnte: Die 48 zusammengeklammerten Seiten im Format DIN A5 enthalten vier Kurzgeschichten (hier von Christian von Aster, Axel Jahnke, Heike Schrapper und Germaine Paulus) plus zwei versteckte Kürzest-Geschichten (Aster und Paulus). Als Besonderheit liegen dem Heft vier farbige Poster im Format A3 bei, die jeweils als Titel-Illustration einer Story gedacht sind. Und damit das Konglomerat nicht auseinanderfällt, wird alles in einem durchsichtigen Plastikbeutel ausgeliefert.

    Pünktlich zum Jahreswechsel erschien jetzt das zweite Heft der Anthologien-Reihe BASEMENT TALES, gefüllt mit fünf Geschichten (von Christoph Marzi, Isa Theobald, Diana Kinne, Norman Liebold und unserem Lokalmatador Christian Endres), vier Postern (von Michael Holtschulte, Anne Klein, MindyTheGap und Bernd Pegritz) und ein wenig Infomaterial zu den Künstlern. Das Heft steckt wieder in einen verschließbaren Plastikbeutel, der zugleich Transportschäden verhindert, auf das der Lesespaß nicht „geknickt“ beim Leser bzw. Sammler ankommt.

    Das alles macht neugierig, mal sehen wie das Publikum auf dieses neue deutsche Weird Tales-Magazin anspringt. Geplant sind derzeit mindestens sechs Ausgaben, die im Abstand von drei Monaten erscheinen sollen.
    Heft 3 ist für März 2019 angekündigt.

    Horst Illmer

    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 1: BODENSATZ
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2018, 48 Seiten
    ISBN 978-3-947652-01-3

    The Dandy Is Dead präsentiert
    BASEMENT TALES – Vol. 2: SPERRGEBIET
    Saarbrücken, The Dandy Is Dead, 2018, 48 Seiten
    ISBN 978-3-947652-04-4

    Die „klassische“ Horror-Kurzgeschichte ist tot – und wie sich das für Tote und Horrorgeschichten nun mal gehört, ist sie als „New Weird“-Story weiterlesen…

    BuCon 2018

    von am 15. Oktober 2018 Kommentare deaktiviert für BuCon 2018

    Der Buchmesse Convent war in diesem Jahr wieder eine tolle Veranstaltung. Inspirierend, phantastisch mit einem Klacks freudiger Überraschung…

    Buchmesse ist Arbeit, Trubel und in Zeiten heutiger Informationsflüsse wesentlich weniger relevant, als zu früheren Zeiten. Besonders für uns als Spezialbuchhandlung für Phantastik, die bei den großen Verlagshäusern deutlich an Stellenwert verloren zu haben scheint. Umso schöner, dass es den BuCon gibt, wo sich die Crème de la Crème deutscher Phantastikschaffender die Klinke in die Hand gibt, mit Menschen, die das Genre und Bücher an sich lieben. Wie sonst käme es zu wunderschönen Verlagsnamen wie "PAPIERVERZIERER"?

    Vom ambitionierten Selbstverleger bis zum phantastik-affinen Verlagshaus finden wir hier alle. Leider nach wie vor mit Ausnahme der ganz Großen, die sich wohl für solcherlei Veranstaltung im Gegensatz zu "ihren" Autoren wenig erwärmen können. Sei’s drum. Vielleicht erhält ja gerade das auch den Charme des BuCon.

    Als Highlight für mich persönlich konnte ich das nette Gespräch mit einem alten Bekannten verbuchen, der mir gleich am Vormittag (wo ich es natürlich noch nicht wusste) sein ernstgemeint bescheidenes Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht hat, dass er (wie sich später herausstellt, neben Erik Schreiber) einer von zwei diesjährigen Preisträgern sein wird. Und zwar für das Lebenswerk. Da kann ich mich nur anschließen. Gratulation und flammende Zustimmung  von mir persönlich, Werner Fuchs. Du hast vielleicht im Einzelnen weniger bewirkt oder geschaffen als andere, aber du bist eben der gute Geist der Phantastik. Netzwerker und Allrounder. Über Genres und Grenzen hinweg und ja, als Lebenswerk kann man das mit Sicherheit betrachten, egal, wie viel noch von dir geleistet werden wird.

    Tolle Veranstaltung, nette Kontakte und viel positive Energie für mich persönlich und den Laden.

    ps Allen, denen Werner Fuchs nicht ganz so geläufig ist, möchte ich das sensationelle Interview im Eskapodcast und sein Wine & Paper auf orkenspalter.tv empfehlen.

    pps Bilder gibt es auch noch ein paar in unserer Galerie

    Der Buchmesse Convent war in diesem Jahr wieder eine tolle Veranstaltung. Inspirierend, phantastisch mit einem Klacks freudiger Überraschung…

    Buchmesse ist Arbeit, Trubel und in Zeiten heutiger Informationsflüsse wesentlich weniger relevant, als zu früheren Zeiten. Besonders für uns als Spezialbuchhandlung für Phantastik, die bei den großen Verlagshäusern deutlich an Stellenwert verloren zu haben scheint. Umso schöner, dass es weiterlesen…

    S. T. Joshi: H. P. Lovecraft. Leben und Werk 1

    von am 14. November 2017 1 Kommentar

    Leben und Werk 1

    2017 scheint das Jahr Lovecrafts, oder, wie Gerd es kürzlich ausdrückte, der Lovecraft-Mania zu sein. Mit Leslie S. Klingers Prachtausgabe H. P. LOVECRAFT: DAS WERK, dem fortgesetzten Einsatz des Festa-Verlags, bei dem dieser Zeit eine dreibändige Ausgabe mit Lovecrafts Kollaborationen und Überarbeitungen erscheint und dem kürzlich veröffentlichten ersten Teil von S. T. Joshis großer Biographie H. P. LOVECRAFT. LEBEN UND WERK bei Golkonda ist das ausgehende Jahr mit Lovecraft-relevanten Publikationen geradezu gespickt.

    Sunand Tryambak Joshi (* 1958) gilt als der führende Spezialist für Leben und Werk des „Einsiedlers aus Providence“ und ist nicht nur Kenner sondern auch Herausgeber nicht nur der Werke Lovecrafts sondern auch anderer Vertreter der Weird Fiction wie beispielsweise Lord Dunsany, M. R. James und Ambrose Bierce. Neben der Herausgabe kommentierter Ausgaben seiner ausgewählten Autoren hat sich Joshi auch einen Ruf als Kritiker für unheimlich-phantastische Literatur erarbeitet, der keinesfalls unumstritten ist, was nicht zuletzt an seiner harschen Kritik an solchen Größen wie Stephen King und Clive Barker liegt. Viele Bewunderer dieser und anderer betroffener Autoren lehnen Joshis Ansichten aufgrund seiner scharfen Polemik ab, was ein wenig schade ist, da seine Einsichten für großartige Szeneautoren wie Ramsey Campbell, T. E. D. Klein oder Thomas Ligotti nicht nur sehr lesenswert sondern durchaus auch wichtig sind. Seine wichtigsten kritischen Werke dürften wohl THE WEIRD TALE und THE MODERN WEIRD TALE sein.

    Den ganzen Beitrag lesen »

    Leben und Werk 1

    2017 scheint das Jahr Lovecrafts, oder, wie Gerd es kürzlich ausdrückte, der Lovecraft-Mania zu sein. Mit Leslie S. Klingers Prachtausgabe H. P. LOVECRAFT: DAS WERK, dem fortgesetzten Einsatz des Festa-Verlags, bei dem dieser Zeit eine dreibändige Ausgabe mit Lovecrafts Kollaborationen und Überarbeitungen erscheint und dem kürzlich veröffentlichten weiterlesen…

    H. P. Lovecraft: Das Werk

    von am 23. Oktober 2017 Kommentare deaktiviert für H. P. Lovecraft: Das Werk

    H. P. Lovecraft: Das Werk

    Was wäre die unheimliche Literatur ohne Howard Phillips Lovecraft? Auf diese Frage lässt sich wohl kaum eine Antwort finden. Der sog. Einsiedler aus Providence gilt nicht umsonst als Vater des Horrors und bietet, trotz vorhandener Schwächen in Werk und Vita, immer wieder ein interessantes Beschäftigungsfeld.

    Das Werk mag hier etwas missverständlich sein, und zu dem Gedanken führen, dass in dieser Mammutausgabe sämtliche von Lovecraft verfassten Geschichten enthalten sind. Tatsächlich handelt es sich um eine sorgfältig von Herausgeber Leslie S. Klinger zusammengestellte Auswahl. Wie sie zustande kam, erklärt Klinger am Anfang des Buches. Lovecraft erlebt seit Mitte der 2000er eine kleine Renaissance. Dies dürfte nicht zuletzt den Ausgaben der Edition Phantasia und des Festa Verlags geschuldet sein, die sich jeweils ab 2005 der Veröffentlichung hochwertiger Ausgaben der Werke des „Großen Alten“ annahmen. Inzwischen wurde H. P. Lovecraft auch von diversen Niedrigpreisverlagen entdeckt. Von immer mehr Anspielungen in Film und Fernsehen ganz zu schweigen.

    Warum also eine weitere Lovecraft-Ausgabe? H. P. Lovecraft gilt einerseits als Urvater des modernen Horrors. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass es, mit Ausnahme der Pionierarbeit S. T. Joshis, eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Leben und Werk dieses Autoren bisher kaum gab. Der vorliegende Band soll dem Abhilfe schaffen, Joshis Arbeit ergänzen und zum Teil auch einen anderen Blickwinkel präsentieren. So wird die vorliegende Ausgabe mit einem ausführlichen Abriss über „Großvater Theobald“ und sein Wirken eröffnet, der auch Kennern Lovecrafts noch neue Einblicke geben wird. In über tausend Anmerkungen werden weitere Aspekte zu den enthaltenen Geschichten, ihrer Entstehung und Hintergründe beleuchtet. Abgerundet wird das ganze mit ca. 300 Abbildungen (die Zahlen entnehme ich der Verlagsseite). In der deutschen Ausgabe findet sich im Anhang ein von den Übersetzern Alexander Pechmann und Andreas Fliedner erarbeitetes Kapitel über „Lovecraft im deutschen Sprachraum“, der die aus der Originalausgabe übernommenen Extras wunderbar abrundet. Allein, das Kapitel über Lovecraft und Musik hätte für meinen Geschmack ausführlicher sein dürfen.

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    H. P. Lovecraft: Das Werk

    Was wäre die unheimliche Literatur ohne Howard Phillips Lovecraft? Auf diese Frage lässt sich wohl kaum eine Antwort finden. Der sog. Einsiedler aus Providence gilt nicht umsonst als Vater des Horrors und bietet, trotz vorhandener Schwächen in Werk und Vita, immer wieder ein interessantes Beschäftigungsfeld.

    Das Werk mag hier etwas missverständlich weiterlesen…