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Paradise One

von am 2. März 2026

  • Red Space-Reihe PB 1 – Paradise One
    Wellington, David
    ISBN: 9783453323209
    Heyne, € 18,00
     

Paradise One ist ein Roman, der mit einem vertrauten Science-Fiction-Szenario beginnt und dieses dann konsequent in den Abgrund treibt. Eine ferne Kolonie außerhalb unseres Sonnensystems ist verstummt, mehr als dreizehntausend Menschen gelten als verschwunden, und eine kleine Crew wird losgeschickt, um herauszufinden, was passiert ist. Was zunächst nach klassischer Rettungsmission klingt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Thriller, in dem das All nicht Ort der Hoffnung, sondern der absoluten Bedrohung ist.
Im Mittelpunkt steht Alexandra Petrova, Agentin einer interplanetaren Sicherheitsbehörde, die zusammen mit einem Piloten, einem Arzt und einer nicht ganz berechenbaren künstlichen Intelligenz ins Paradise-System fliegt. Statt Antworten finden sie Wracks, zerstörte Raumstationen und Spuren eines Geschehens, das weit über einen technischen Unfall hinausgeht. Wellington verbindet hier Space Opera mit Mystery und handfestem Horror und erzählt eine Geschichte, die sich stetig steigert, immer neue Fragen aufwirft und kaum Raum zum Durchatmen lässt.
Sprachlich ist der Roman klar, direkt und sehr visuell. Wellington schreibt nicht poetisch, sondern mit einem ausgeprägten Sinn für Tempo und Spannung. Die Szenen wirken oft wie aus einem Science-Fiction-Film herausgeschnitten: eng, lautlos, bedrohlich. Die Figuren sind keine tiefenpsychologischen Studien, funktionieren aber als glaubwürdige Überlebende in einer Situation, die zunehmend außer Kontrolle gerät. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema künstliche Intelligenz, das hier nicht theoretisch verhandelt, sondern erzählerisch zugespitzt wird – mit allen Konsequenzen.
Mit fast achthundert Seiten ist Paradise One ein umfangreicher Roman, der sich nicht immer straffen lässt, dessen Wucht aber gerade aus dieser Länge entsteht. Der Leser wird immer tiefer in eine Spirale aus Kontrollverlust, technologischer Hybris und kosmischem Horror gezogen. Wer ruhige, philosophische Science Fiction sucht, wird hier eher nicht fündig. Wer jedoch Spannung, düstere Atmosphäre und Science Fiction mit deutlichem Horror-Einschlag mag, kommt voll auf seine Kosten.
Der Autor David Wellington, der zuvor vor allem mit Horror- und Zombie-Romanen bekannt wurde, nutzt in Paradise One genau diese Erfahrung. Das All ist bei ihm kein Ort der großen Verheißung, sondern eine feindliche Leere, in der menschliche Fehler und technologische Entscheidungen gnadenlos zurückschlagen. Paradise One ist damit ein wuchtiger, kompromissloser Science-Fiction-Roman, der lange nachhallt. Eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die es gern ein bischen düsterer mögen.

 

 

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  • Red Space-Reihe PB 1 – Paradise One
    Wellington, David
    ISBN: 9783453323209
    Heyne, € 18,00
     

Paradise One ist ein Roman, der mit einem vertrauten Science-Fiction-Szenario beginnt und dieses dann konsequent in den Abgrund treibt. Eine ferne Kolonie außerhalb unseres Sonnensystems ist verstummt, mehr als dreizehntausend Menschen gelten als verschwunden, und eine kleine Crew wird losgeschickt, um herauszufinden, was passiert ist. Was zunächst nach klassischer Rettungsmission klingt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Thriller, in dem das All nicht Ort der Hoffnung, sondern der absoluten Bedrohung ist.
Im Mittelpunkt steht Alexandra Petrova, Agentin einer interplanetaren Sicherheitsbehörde, die zusammen mit einem Piloten, einem Arzt und einer nicht ganz berechenbaren künstlichen Intelligenz ins Paradise-System fliegt. Statt Antworten finden sie Wracks, zerstörte Raumstationen und Spuren eines Geschehens, das weit über einen technischen Unfall hinausgeht. Wellington verbindet hier Space Opera mit Mystery und handfestem Horror und erzählt eine Geschichte, die sich stetig steigert, immer neue Fragen aufwirft und kaum Raum zum Durchatmen lässt.
Sprachlich ist der Roman klar, direkt und sehr visuell. Wellington schreibt nicht poetisch, sondern mit einem ausgeprägten Sinn für Tempo und Spannung. Die Szenen wirken oft wie aus einem Science-Fiction-Film herausgeschnitten: eng, lautlos, bedrohlich. Die Figuren sind keine tiefenpsychologischen Studien, funktionieren aber als glaubwürdige Überlebende in einer Situation, die zunehmend außer Kontrolle gerät. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema künstliche Intelligenz, das hier nicht theoretisch verhandelt, sondern erzählerisch zugespitzt wird – mit allen Konsequenzen.
Mit fast achthundert Seiten ist Paradise One ein umfangreicher Roman, der sich nicht immer straffen lässt, dessen Wucht aber gerade aus dieser Länge entsteht. Der Leser wird immer tiefer in eine Spirale aus Kontrollverlust, technologischer Hybris und kosmischem Horror gezogen. Wer ruhige, philosophische Science Fiction sucht, wird hier eher nicht fündig. Wer jedoch Spannung, düstere Atmosphäre und Science Fiction mit deutlichem Horror-Einschlag mag, kommt voll auf seine Kosten.
Der Autor David Wellington, der zuvor vor allem mit Horror- und Zombie-Romanen bekannt wurde, nutzt in Paradise One genau diese Erfahrung. Das All ist bei ihm kein Ort der großen Verheißung, sondern eine feindliche Leere, in der menschliche Fehler und technologische Entscheidungen gnadenlos zurückschlagen. Paradise One ist damit ein wuchtiger, kompromissloser Science-Fiction-Roman, der lange nachhallt. Eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die es gern ein bischen düsterer mögen.

 

 

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