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von am 26. Januar 2026

  • Theresa Hannig
    ÜBERMORGEN. Geschichten aus einer besseren Zukunft.
    Vorworte von Karlheinz Steinmüller und Theresa Hannig
    Berlin, Hirnkost, 2025, 127 S.
    ISBN 978-3-9885717-141-0 / 18,00 Euro
    Hardcover

Die 1984 in München geborene Theresa Hannig gehört zu einer ganz seltenen Sorte von Menschen: Sie ist Optimistin, genauer gesagt „Berufsoptimistin“.

Das bedeutet, dass das Lesen ihrer Bücher, Geschichten, Essays und sonstigen Texte – ganz entgegen allem sonst Gewohnten – gute Laune macht. (Mit ihr selbst zu sprechen, ihr bei Diskussionsrunden zuzuhören/zuzusehen oder einem Podcast mit ihr zu lauschen, zeitigt übrigens das gleiche Ergebnis.)

Nun hat Theresa Hannig bereits mehrere Romane geschrieben und dafür auch Preise bekommen, war in einigen Anthologien mit Beiträgen vertreten und ist seit einigen Jahren als fleißige Kolumnistin für die TAZ tätig. In ihren Artikeln tauchte im Herbst 2023 plötzlich ein freundlicher Zeitreisender mit Namen Felix auf, der aus der Zukunft gekommen war, um Theresa Hannig zu helfen. Denn, wie sie es auch selbst formuliert, „Berufsoptimistin sein ist ein harter Job“.

Wie gut ihr die Unterstützung durch Felix getan hat, können wir nun in dem handlichen Büchlein „ÜBERMORGEN – Geschichten aus einer besseren Zukunft“ alle selbst nachlesen. Die Form der mehr als 30 Texte wechselt stetig (und so auch gewollt) zwischen Erzählung und Essay. Zumeist wird ein (tages-)politisches oder kulturelles oder gesellschaftliches Ereignis als „Aufhänger“ benutzt, um das Gespräch zwischen Felix und Theresa in Gang zu bringen. Darin präsentiert zumeist die engagiert-echauffierte Autorin ihre Sicht – nur um sich dann von Felix beruhigen zu lassen, dass nicht alles so wichtig ist, wie es scheint, dass sich Dinge auch zum Besseren wenden können und dass Gelassenheit und Optimismus hilfreicher dabei sind, eine Lösung zu finden, als Panik und Kopf-in-den-Sand-stecken.

Uns allen wird es gut tun, dieses Buch zu lesen (notfalls auch mehrmals, einige Ideen sind schon sehr herausfordernd) und daraus ebenfalls Kraft, Ruhe und Optimismus zu schöpfen.

Allerdings bedeutet das nicht, dass dann alles von alleine besser wird – Achtsamkeit, Engagement (und manchmal auch ein klein wenig Wut) sind weiterhin nötig. Mitmachen und sich einbringen/einmischen sind Tugenden, die wir pflegen müssen, dann klappt das auch mit der „besseren Zukunft“ besser.

Bis dahin gilt, was Theresa Hannig ihren Leser*innen auf dem Buchrücken zuruft: „Falls es jemanden interessiert: Ich bin immer noch wütend!“

Horst Illmer

warenkorbIhr könnt alle lieferbaren Artikel
im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden anfragen

von am 26. Januar 2026

  • Theresa Hannig
    ÜBERMORGEN. Geschichten aus einer besseren Zukunft.
    Vorworte von Karlheinz Steinmüller und Theresa Hannig
    Berlin, Hirnkost, 2025, 127 S.
    ISBN 978-3-9885717-141-0 / 18,00 Euro
    Hardcover

Die 1984 in München geborene Theresa Hannig gehört zu einer ganz seltenen Sorte von Menschen: Sie ist Optimistin, genauer gesagt „Berufsoptimistin“.

Das bedeutet, dass das Lesen ihrer Bücher, Geschichten, Essays und sonstigen Texte – ganz entgegen allem sonst Gewohnten – gute Laune macht. (Mit ihr selbst zu sprechen, ihr bei Diskussionsrunden zuzuhören/zuzusehen oder einem Podcast mit ihr zu lauschen, zeitigt übrigens das gleiche Ergebnis.)

Nun hat Theresa Hannig bereits mehrere Romane geschrieben und dafür auch Preise bekommen, war in einigen Anthologien mit Beiträgen vertreten und ist seit einigen Jahren als fleißige Kolumnistin für die TAZ tätig. In ihren Artikeln tauchte im Herbst 2023 plötzlich ein freundlicher Zeitreisender mit Namen Felix auf, der aus der Zukunft gekommen war, um Theresa Hannig zu helfen. Denn, wie sie es auch selbst formuliert, „Berufsoptimistin sein ist ein harter Job“.

Wie gut ihr die Unterstützung durch Felix getan hat, können wir nun in dem handlichen Büchlein „ÜBERMORGEN – Geschichten aus einer besseren Zukunft“ alle selbst nachlesen. Die Form der mehr als 30 Texte wechselt stetig (und so auch gewollt) zwischen Erzählung und Essay. Zumeist wird ein (tages-)politisches oder kulturelles oder gesellschaftliches Ereignis als „Aufhänger“ benutzt, um das Gespräch zwischen Felix und Theresa in Gang zu bringen. Darin präsentiert zumeist die engagiert-echauffierte Autorin ihre Sicht – nur um sich dann von Felix beruhigen zu lassen, dass nicht alles so wichtig ist, wie es scheint, dass sich Dinge auch zum Besseren wenden können und dass Gelassenheit und Optimismus hilfreicher dabei sind, eine Lösung zu finden, als Panik und Kopf-in-den-Sand-stecken.

Uns allen wird es gut tun, dieses Buch zu lesen (notfalls auch mehrmals, einige Ideen sind schon sehr herausfordernd) und daraus ebenfalls Kraft, Ruhe und Optimismus zu schöpfen.

Allerdings bedeutet das nicht, dass dann alles von alleine besser wird – Achtsamkeit, Engagement (und manchmal auch ein klein wenig Wut) sind weiterhin nötig. Mitmachen und sich einbringen/einmischen sind Tugenden, die wir pflegen müssen, dann klappt das auch mit der „besseren Zukunft“ besser.

Bis dahin gilt, was Theresa Hannig ihren Leser*innen auf dem Buchrücken zuruft: „Falls es jemanden interessiert: Ich bin immer noch wütend!“

Horst Illmer

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