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Penny Lane über den halbautomatischen Wahnsinn des HECTOR UMBRA | comicdealer.de
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  • Penny Lane über den halbautomatischen Wahnsinn des HECTOR UMBRA

    von am 5. Mai 2009

    "Ich heiße Hector Umbra und mein Leben ist in Unordnung geraten. Irgendein absurder Mist braut sich hier zusammen und ich stecke offenbar bis über beide Koteletten drin."

    Irgendwo zwischen Dashiell Hammett, Douglas Adams und Fanta 4 lässt Uli Oesterle seinen Helden Hector Umbra per U-Bahn durch Münchner Galaxien und Unterwelten schnüffeln: denn…Osaka Best, König der Deejays, Star der Szene und bester Freund ist spurlos verschwunden. Hätte Hector nicht diese finsteren Vorahnungen, diese obsessiven Bilder im Hirn, wer weiss, ob er sich auf den Weg gemacht hätte… dorthin, wo hinter der gelackten Münchner Fassade manische Stadtstreicherinnen auftauchen, "Wachturm"-verkaufende Rentnerbrigaden zuschlagen und Kneipentüren direkt ins Leben nach dem Tod führen. (Mensch, soviel Leben hätte man der  bayrischen Provinzhauptstadt gar nicht zugetraut. Glückwunsch!) Und wer ist diese Untergrundorganisation, die sich so für Osakas Musik interessiert? Nur ein zerebraler Kurzschluß im eigenen Hirn? Oder hat der Wahnsinn Methode?

    Wenn ich nicht wüsste, dass die akademische Elite im Haupi untergeht (kleine Anmerkung für alle, die`s verstehen), würde ich annehmen Uli Oesterle gehöre dazu…oder hat zumindest zugehört und mitgeredet an den Stammtischen der Männerfreundschaft: Scharfzüngige Dialoge, wie es nur Männer nach dem zweiten Bier können, wenn sie unter sich sind. Schwarzer Humor, böse-bissige Analysen und Lachen bis Blut kommt. Und zusammengehalten wird immer. Sowas nennt man LOYALITÄT, das ist der Saft aus dem auch Clint Eastwood gemacht ist.

    Und an wen erinnert Oesterles Strich?? an Mike Mignola und Frank Miller natürlich! Aber er bleibt trotzdem völlig eigen,  ist um einiges leichter, witziger. So eigen wie seine ganze irrwitzige Story, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Man braucht eben ein bisschen Wahnsinn, um eine gute Geschichte erzählen zu können.

    (das ist echt ein Comic über den ein Mann hätte schreiben sollen, ich hab bestimmt die Hälfte nicht kapiert, deshalb, Jungs, lest ihn! Er ist es wert! Anmerk. d. Verfasserin)

    von am 5. Mai 2009

    "Ich heiße Hector Umbra und mein Leben ist in Unordnung geraten. Irgendein absurder Mist braut sich hier zusammen und ich stecke offenbar bis über beide Koteletten drin."

    Irgendwo zwischen Dashiell Hammett, Douglas Adams und Fanta 4 lässt Uli Oesterle seinen Helden Hector Umbra per U-Bahn durch Münchner Galaxien und Unterwelten schnüffeln: denn…Osaka Best, König der Deejays, Star der Szene und bester Freund ist spurlos verschwunden. Hätte Hector nicht diese finsteren Vorahnungen, diese obsessiven Bilder im Hirn, wer weiss, ob er sich auf den Weg gemacht hätte… dorthin, wo hinter der gelackten Münchner Fassade manische Stadtstreicherinnen auftauchen, "Wachturm"-verkaufende Rentnerbrigaden zuschlagen und Kneipentüren direkt ins Leben nach dem Tod führen. (Mensch, soviel Leben hätte man der  bayrischen Provinzhauptstadt gar nicht zugetraut. Glückwunsch!) Und wer ist diese Untergrundorganisation, die sich so für Osakas Musik interessiert? Nur ein zerebraler Kurzschluß im eigenen Hirn? Oder hat der Wahnsinn Methode?

    Wenn ich nicht wüsste, dass die akademische Elite im Haupi untergeht (kleine Anmerkung für alle, die`s verstehen), würde ich annehmen Uli Oesterle gehöre dazu…oder hat zumindest zugehört und mitgeredet an den Stammtischen der Männerfreundschaft: Scharfzüngige Dialoge, wie es nur Männer nach dem zweiten Bier können, wenn sie unter sich sind. Schwarzer Humor, böse-bissige Analysen und Lachen bis Blut kommt. Und zusammengehalten wird immer. Sowas nennt man LOYALITÄT, das ist der Saft aus dem auch Clint Eastwood gemacht ist.

    Und an wen erinnert Oesterles Strich?? an Mike Mignola und Frank Miller natürlich! Aber er bleibt trotzdem völlig eigen,  ist um einiges leichter, witziger. So eigen wie seine ganze irrwitzige Story, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Man braucht eben ein bisschen Wahnsinn, um eine gute Geschichte erzählen zu können.

    (das ist echt ein Comic über den ein Mann hätte schreiben sollen, ich hab bestimmt die Hälfte nicht kapiert, deshalb, Jungs, lest ihn! Er ist es wert! Anmerk. d. Verfasserin)

    4 Kommentare zu “Penny Lane über den halbautomatischen Wahnsinn des HECTOR UMBRA”

    1. The Jesus sagt:

      Ich sehe die Veröffentlichung der Gesamtausgabe von H. U. mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
      Angeschafft habe ich sie mir ja noch nicht [ist aber sicher schon im Kistle, Burn?], nur den bei der Edition 52 erschienen ersten Band habe ich gelesen, und der machte ja Lust auf mehr, so dass ich der Empfehlung von Penny Lane nur beitreten kann. Umso größer also meine Freude über die Ankündigung, dass es nach nunmehr sechs (!) Jahren endlich(!) und sogar abgeschlossen weitergeht.
      ABER…. Leider wieder ein Beispiel für einen Comic, der in die Hände der Sch***-Comic-Verkleinerer gefallen ist. Ja ja, auf den Inhalt kommt es an, ist schon klar. Aber "das Auge liest ja mit". Ich empfinde es schon als absolut verbrecherisch, ein Comic im Albumformat, dessen erster Teil sogar im etwas vergrößerten Format von 24×32 herausgegeben wurde, auf 17×24 zu verhunzen. Leider ist das ja der Trend, siehe die "Alben" von cross cult…. Ich habe eine in Belgien erschienene Gesamtausgabe von "Torpedo" in den Händen gehabt, ein überformatiger, dicker, schwerer Hardcover-Band, bei dessen Berührung man schon fast einen Orgasmus bekam. Im Vergleich dazu die in Deutschland bei cross cult erschienenen fünf Taschenbüchlein…. Bald wird Ehapa wohl die Rudi-Bände von Peter Puck im "handlichen" Format herausgeben, und wer es abonniert bekommt eine Lupe als Dreingabe….

    2. BrainDead™ sagt:

      Nights in white satin… [summ, träller]

    3. burn sagt:

      "Scharfzüngige Dialoge wie es nur Männer nach dem zweiten Bier können". Woher hat die Frau diese genialen Erkenntnisse? Durfte sie in solchen Runden schon dabei sein? War sie am Ende getarnt unter den Männern anwesend? Hatte sie ein Mikro versteckt?

    4. BrainDead™ sagt:

      Was heißt hier untergehen?? Nur da und an wenigen anderen Orten gedeiht diese "Elite" zu Formen, welche mit Worten nicht zu beschreiben sind. Wie ein kleines Grün im Riss des Asphalts, sprengt sich der durch die Gesellschaft eingekerkerte Geist ans Licht und blüht auf… Ja, ja, wer kennt das nicht??? Prost!

      Oier BrainDead™

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