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Die vergoldete Kette | comicdealer.de
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  • Die vergoldete Kette

    von am 5. Juni 2014

    goldketteTitel: Die vergoldete Kette (The Gilded Chain)
    SerienZyklentitel: Des Königs Klingen (Tales of the King’s Blades)
    Autor: Dave Duncan
    Verlag, Nummer: Bastei-Lübbe 20412(Folgebände: 20422, 20429)

    update: Beide Zyklen von "Des Königs Klingen" und auch "Des Königs Dolche" sind derzeit nicht lieferbar. Klassischer Fall fürs Antiquariat.

    Vielen Lesern dürfte Dave Duncan inzwischen bekannt sein, ist das vorliegende Buch doch schon sein 16. in Deutschland erschienenes Taschenbuch – und wahrlich nicht sein schwächstes. Im Rahmen dieser Buchvorschläge wurde schon einmal ein Titel des Schriftstellers vorgestellt (Der Weg nach Kinvale, Bastei 20263). Eigentlich hatte ich geplant , für ausführliche Besprechungen immer einen neuen Autor zu wählen , aber der Roman hat mir so viel Freude bereitet, daß ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, meine Regel zu brechen.

    Inhalt:
    Der vierzehnjährige uneheliche Enkel eines unbedeutenden Gutsherrn im Königreich Euranien wird als „Schwererziehbarer“ in die strenge Schule von Eisenburg gebracht, besser gesagt: abgeschoben. Nach Bestehen der Aufnahmeprüfung, wobei seine Reflexe getestet werden, wird er durch die unerbittliche Disziplin dieses Internats zum Elitekämpfer geformt. Als bester Fechter der Kaderschmiede seit langem verläßt er fünf Jahre später diesen Hort als Klinge des Königs und wird, nach dem Ausfall seines Vorgängers, einem Adeligen als Leibwächter zugeteilt. Sir Durendal, diesen legendären Namen hat er trotz vieler Anfechtungen gewählt, setzt sich am Hofe des beliebten Königs Ambrose durch und erhält von seinem Lehnsherrn  den schier unmöglichen Auftrag, einen „Schatz“ in einer fernen Wüstenstadt zu bergen, der jegliche Vorstellung übersteigt.

    Beurteilung:
    Auf den ersten Blick klingt der Auftakt zu diesem Roman nicht gar so innovativ , aber im Verlaufe der Erzählung wird bald klar, daß die Handlung dennoch in ungewohnten Bahnen abläuft. Jeder, der einmal ein Werk von Dave Duncan gelesen hat, wird bestätigen, daß der Autor gut erzählen kann. Aber er bringt auch frische Ideen ein, zeigt neue Aspekte auf, führt ungewöhnliche Sichtweisen ein. Die lineare Erzählstruktur wird immer wieder belebt durch zeitliche Vorgriffe, ohne daß das den Lesefluß stören würde. Der Kampf um Macht und Einfluß, den ein intriganter Berater des Königs Sir Durendal aufzwingt, und den er mit Heimtücke, Unerbittlichkeit und Verrat führt, wird schier hoffnungslos für den Helden. Dabei hält der König mit dem altbewährten Mittel des „Teile und Herrsche“ beide fest im Griff. Exzellent ist die ambivalente Figur des politisch raffiniert taktierenden Herrschers herausgearbeitet. Dieser wird, trotz seines deutlich egoistischen und nicht selten despotischen Handelns – unter anderem zettelt er einen verlustreichen Krieg an und verhält sich gegenüber seiner Tochter alles andere denn als liebevoller Vater – , von seinen Untertanen respektiert, ja geliebt. Überhaupt tragen Figuren des Dramas durch ihr Handeln ausgesprochen menschliche Züge, sind mit Fehlern, Schwächen oder Lastern behaftet. Eitelkeit, Prunksucht, Vorteilnahme, Prahlsucht, Lügen, alle diese Eigenschaften werden mit kräftigen Farben herausgearbeitet, aber ohne explizit mit dem Finger darauf zu zeigen.
    Einzige Lichtgestalt ist unser getreuer Held, dessen noch kindlicher Edelmut schon beim „Einstellungsgespräch“ einmal kurz aufblitzt, der aber am Ende eine schreckliche Entscheidung treffen muß, will er seinen Idealen treu bleiben. Nun, das durchaus ernste Geschehen wird immer wieder durch einen Funken Humor und Ironie, bisweilen auch durch Sarkasmus aufgehellt. Dadurch wird aber auch durchaus vorhandenen Grausamkeiten ein wenig die Schärfe genommen. So heißt z.B. der Geburtsort des aus der Provinz stammenden Helden „Tümpelmark“. Auch lakonische Bemerkungen verbergen kleinere oder größere Tragödien. Ein nettes Beispiel hierfür ist der folgende Satz: „ Er hatte geglaubt, sie hätten eine Vereinbarung, doch bei seiner Rückkehr mußte er feststellen, daß sie mit einem anderen verlobt war.“ (S. 153).

    Fazit:
    Wie oft jammern wir LeserInnen über schlampige Übersetzungen. Hier aber kann man feststellen, daß der Roman sehr gut „herübergebracht“ wurde (wobei als kleine Anmerkung nur zu kritisieren ist, daß der „Philosophenstein“ im Deutschen nun einmal „Stein der Weisen“ heißt, S. 178). Den Namen des Übersetzers, Michael Krug, sollte man sich merken. Positiv ist des weiteren festzustellen, daß Gefühle nicht überstrapaziert werden, aber dennoch emotionale Anteilnahme durchaus erlaubt ist. Selbst die furchterregende Art der Magie hinterläßt bei der/beim LeserIn Fragezeichen im Hinblick auf eigene Entscheidungen in vergleichbarer Lage und provoziert damit keineswegs beruhigende Hintergedanken. Die Story, zunächst durchwegs klassisch angelegt, zeigt durch eine am Anfang kaum merkliche Veränderung des Blickwinkels völlig neue Züge, verkehrt Dinge ins Gegenteil, führt zu absolut neuen Bewertungen. Fast schlagartig wirkt das Geschehen ungewöhnlich, eine Leserin hat es als „schräg“ bezeichnet, und ich finde dieses Adjektiv durchaus treffend.
    Ein nicht ganz unwillkommener Vorteil ist die Tatsache, daß der Roman in sich stimmig und abgeschlossen ist. Trotzdem wird sich jeder Käufer auf neue Geschichten in dieser Welt freuen, denn „Die vergoldete Kette“ ist ein höchst faszinierendes Buch.

    von am 5. Juni 2014

    goldketteTitel: Die vergoldete Kette (The Gilded Chain)
    SerienZyklentitel: Des Königs Klingen (Tales of the King’s Blades)
    Autor: Dave Duncan
    Verlag, Nummer: Bastei-Lübbe 20412(Folgebände: 20422, 20429)

    update: Beide Zyklen von "Des Königs Klingen" und auch "Des Königs Dolche" sind derzeit nicht lieferbar. Klassischer Fall fürs Antiquariat.

    Vielen Lesern dürfte Dave Duncan inzwischen bekannt sein, ist das vorliegende Buch doch schon sein 16. in Deutschland erschienenes Taschenbuch – und wahrlich nicht sein schwächstes. Im Rahmen dieser Buchvorschläge wurde schon einmal ein Titel des Schriftstellers vorgestellt (Der Weg nach Kinvale, Bastei 20263). Eigentlich hatte ich geplant , für ausführliche Besprechungen immer einen neuen Autor zu wählen , aber der Roman hat mir so viel Freude bereitet, daß ich der Versuchung nicht widerstehen konnte, meine Regel zu brechen.

    Inhalt:
    Der vierzehnjährige uneheliche Enkel eines unbedeutenden Gutsherrn im Königreich Euranien wird als „Schwererziehbarer“ in die strenge Schule von Eisenburg gebracht, besser gesagt: abgeschoben. Nach Bestehen der Aufnahmeprüfung, wobei seine Reflexe getestet werden, wird er durch die unerbittliche Disziplin dieses Internats zum Elitekämpfer geformt. Als bester Fechter der Kaderschmiede seit langem verläßt er fünf Jahre später diesen Hort als Klinge des Königs und wird, nach dem Ausfall seines Vorgängers, einem Adeligen als Leibwächter zugeteilt. Sir Durendal, diesen legendären Namen hat er trotz vieler Anfechtungen gewählt, setzt sich am Hofe des beliebten Königs Ambrose durch und erhält von seinem Lehnsherrn  den schier unmöglichen Auftrag, einen „Schatz“ in einer fernen Wüstenstadt zu bergen, der jegliche Vorstellung übersteigt.

    Beurteilung:
    Auf den ersten Blick klingt der Auftakt zu diesem Roman nicht gar so innovativ , aber im Verlaufe der Erzählung wird bald klar, daß die Handlung dennoch in ungewohnten Bahnen abläuft. Jeder, der einmal ein Werk von Dave Duncan gelesen hat, wird bestätigen, daß der Autor gut erzählen kann. Aber er bringt auch frische Ideen ein, zeigt neue Aspekte auf, führt ungewöhnliche Sichtweisen ein. Die lineare Erzählstruktur wird immer wieder belebt durch zeitliche Vorgriffe, ohne daß das den Lesefluß stören würde. Der Kampf um Macht und Einfluß, den ein intriganter Berater des Königs Sir Durendal aufzwingt, und den er mit Heimtücke, Unerbittlichkeit und Verrat führt, wird schier hoffnungslos für den Helden. Dabei hält der König mit dem altbewährten Mittel des „Teile und Herrsche“ beide fest im Griff. Exzellent ist die ambivalente Figur des politisch raffiniert taktierenden Herrschers herausgearbeitet. Dieser wird, trotz seines deutlich egoistischen und nicht selten despotischen Handelns – unter anderem zettelt er einen verlustreichen Krieg an und verhält sich gegenüber seiner Tochter alles andere denn als liebevoller Vater – , von seinen Untertanen respektiert, ja geliebt. Überhaupt tragen Figuren des Dramas durch ihr Handeln ausgesprochen menschliche Züge, sind mit Fehlern, Schwächen oder Lastern behaftet. Eitelkeit, Prunksucht, Vorteilnahme, Prahlsucht, Lügen, alle diese Eigenschaften werden mit kräftigen Farben herausgearbeitet, aber ohne explizit mit dem Finger darauf zu zeigen.
    Einzige Lichtgestalt ist unser getreuer Held, dessen noch kindlicher Edelmut schon beim „Einstellungsgespräch“ einmal kurz aufblitzt, der aber am Ende eine schreckliche Entscheidung treffen muß, will er seinen Idealen treu bleiben. Nun, das durchaus ernste Geschehen wird immer wieder durch einen Funken Humor und Ironie, bisweilen auch durch Sarkasmus aufgehellt. Dadurch wird aber auch durchaus vorhandenen Grausamkeiten ein wenig die Schärfe genommen. So heißt z.B. der Geburtsort des aus der Provinz stammenden Helden „Tümpelmark“. Auch lakonische Bemerkungen verbergen kleinere oder größere Tragödien. Ein nettes Beispiel hierfür ist der folgende Satz: „ Er hatte geglaubt, sie hätten eine Vereinbarung, doch bei seiner Rückkehr mußte er feststellen, daß sie mit einem anderen verlobt war.“ (S. 153).

    Fazit:
    Wie oft jammern wir LeserInnen über schlampige Übersetzungen. Hier aber kann man feststellen, daß der Roman sehr gut „herübergebracht“ wurde (wobei als kleine Anmerkung nur zu kritisieren ist, daß der „Philosophenstein“ im Deutschen nun einmal „Stein der Weisen“ heißt, S. 178). Den Namen des Übersetzers, Michael Krug, sollte man sich merken. Positiv ist des weiteren festzustellen, daß Gefühle nicht überstrapaziert werden, aber dennoch emotionale Anteilnahme durchaus erlaubt ist. Selbst die furchterregende Art der Magie hinterläßt bei der/beim LeserIn Fragezeichen im Hinblick auf eigene Entscheidungen in vergleichbarer Lage und provoziert damit keineswegs beruhigende Hintergedanken. Die Story, zunächst durchwegs klassisch angelegt, zeigt durch eine am Anfang kaum merkliche Veränderung des Blickwinkels völlig neue Züge, verkehrt Dinge ins Gegenteil, führt zu absolut neuen Bewertungen. Fast schlagartig wirkt das Geschehen ungewöhnlich, eine Leserin hat es als „schräg“ bezeichnet, und ich finde dieses Adjektiv durchaus treffend.
    Ein nicht ganz unwillkommener Vorteil ist die Tatsache, daß der Roman in sich stimmig und abgeschlossen ist. Trotzdem wird sich jeder Käufer auf neue Geschichten in dieser Welt freuen, denn „Die vergoldete Kette“ ist ein höchst faszinierendes Buch.

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