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Dungeon Crawler Carl

von am 1. Juni 2026 noch kein Kommentar - schreibe den ersten!

  • Matt Dinniman
    DUNGEON CRAWLER CARL. Roman.
    Mit Illustrationen des Autors
    Ü: Ruggero Leo
    (DUNGEON CRAWLER CARL / 2019/2020)
    Frankfurt a. M., S.Fischer/TOR, 2026, 510 Seiten
    ISBN 978-3-596-71248-9 / 18,00 Euro
    Klappenbroschur

Noch ist es wohl zu früh von einem neuen HARRY POTTER zu sprechen, oder das Phänomen „LitRPG“ mit Hogwarts zu vergleichen, aber der überaus immense Erfolg der inzwischen auf acht Bände angewachsenen DUNGEON CRAWLER CARL-Reihe zeigt doch verblüffende Parallelen mit J. K. Rowlings Erfolgsserie.

Matt Dinniman ist ein US-amerikanischer Zeichner und Autor, Gelegenheits-Bassist in diversen Bands und Shootingstar der aktuell grassierenden LitRPG-Welle. Sein im Jahr 2019 zuerst online veröffentlichter Roman »Dungeon Crawler Carl« erschien soeben in der Übersetzung von Ruggero Leo bei TOR, wo in 3-Monats-Abständen die Bände 2 und 3 folgen sollen.

Der Roman, der damit beginnt, dass ein Alien-Konzern die Erde im Wortsinn „platt macht“, begleitet den Überlebenden Menschen Carl und seine Katze Prinzessin Donut auf ihrem Weg durch die diversen Ebenen des „Dungeon“, eines im Galaktischen Internet verbreiteten, von einer KI gesteuerten Rollenspiels, dessen Gefahren gleichermaßen ungewöhnlich wie gefährlich sind. Obwohl (oder weil) es sich um ein Unterhaltungsprogramm handelt, ist der Tod einer Figur endgültig.

Auch wenn Carl nicht gerade der Prototyp eines Dungeon-Kämpfers ist, so überlebt er mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Prinzessin Donut doch bis zum Ende des Buches immerhin die ersten zwei Level. Tatsächlich werden die beiden sogar zu intergalaktischen Publikumslieblingen mit gigantischen Follower-Zahlen und Einschaltquoten. Und Carls Verzweiflungs-Seufzer »Verdammt noch mal, Donut!« avanciert zur Fan-Hymne.

Das Besondere an DUNGEON CRAWLER CARL ist jedoch nicht das ständige Kämpfen oder die lustigen Sprüche, sondern dass Carl bei alledem ein Mensch bleibt, der sich des Verlusts von Milliarden Mit-Menschen bewusst ist, und der sich auch klar macht, dass all die weiteren Toten zur Unterhaltung des Publikums sterben, während ein skrupelloser Konzern die Bodenschätze der Erde abbaut.

Als Geschichtenerzähler ist Dinniman offensichtlich ein Naturtalent. Er schafft es problemlos, seine Leser*innen auf einer einzigen Seite zu überraschen, zu Tränen zu rühren und vor Lachen nach Luft schnappen zu lassen. Seine Charaktere (inklusive der nichtmenschlichen) laden zur Identifikation ein und schon nach wenigen Seiten vergisst man alles Unplausible und Spielspezifische und fiebert einfach mit.

Und denkt sich mehr als einmal: »Verdammt noch mal, Donut!«

Horst Illmer

warenkorbIhr könnt alle lieferbaren Artikel
im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden anfragen

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  • Matt Dinniman
    DUNGEON CRAWLER CARL. Roman.
    Mit Illustrationen des Autors
    Ü: Ruggero Leo
    (DUNGEON CRAWLER CARL / 2019/2020)
    Frankfurt a. M., S.Fischer/TOR, 2026, 510 Seiten
    ISBN 978-3-596-71248-9 / 18,00 Euro
    Klappenbroschur

Noch ist es wohl zu früh von einem neuen HARRY POTTER zu sprechen, oder das Phänomen „LitRPG“ mit Hogwarts zu vergleichen, aber der überaus immense Erfolg der inzwischen auf acht Bände angewachsenen DUNGEON CRAWLER CARL-Reihe zeigt doch verblüffende Parallelen mit J. K. Rowlings Erfolgsserie.

Matt Dinniman ist ein US-amerikanischer Zeichner und Autor, Gelegenheits-Bassist in diversen Bands und Shootingstar der aktuell grassierenden LitRPG-Welle. Sein im Jahr 2019 zuerst online veröffentlichter Roman »Dungeon Crawler Carl« erschien soeben in der Übersetzung von Ruggero Leo bei TOR, wo in 3-Monats-Abständen die Bände 2 und 3 folgen sollen.

Der Roman, der damit beginnt, dass ein Alien-Konzern die Erde im Wortsinn „platt macht“, begleitet den Überlebenden Menschen Carl und seine Katze Prinzessin Donut auf ihrem Weg durch die diversen Ebenen des „Dungeon“, eines im Galaktischen Internet verbreiteten, von einer KI gesteuerten Rollenspiels, dessen Gefahren gleichermaßen ungewöhnlich wie gefährlich sind. Obwohl (oder weil) es sich um ein Unterhaltungsprogramm handelt, ist der Tod einer Figur endgültig.

Auch wenn Carl nicht gerade der Prototyp eines Dungeon-Kämpfers ist, so überlebt er mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Prinzessin Donut doch bis zum Ende des Buches immerhin die ersten zwei Level. Tatsächlich werden die beiden sogar zu intergalaktischen Publikumslieblingen mit gigantischen Follower-Zahlen und Einschaltquoten. Und Carls Verzweiflungs-Seufzer »Verdammt noch mal, Donut!« avanciert zur Fan-Hymne.

Das Besondere an DUNGEON CRAWLER CARL ist jedoch nicht das ständige Kämpfen oder die lustigen Sprüche, sondern dass Carl bei alledem ein Mensch bleibt, der sich des Verlusts von Milliarden Mit-Menschen bewusst ist, und der sich auch klar macht, dass all die weiteren Toten zur Unterhaltung des Publikums sterben, während ein skrupelloser Konzern die Bodenschätze der Erde abbaut.

Als Geschichtenerzähler ist Dinniman offensichtlich ein Naturtalent. Er schafft es problemlos, seine Leser*innen auf einer einzigen Seite zu überraschen, zu Tränen zu rühren und vor Lachen nach Luft schnappen zu lassen. Seine Charaktere (inklusive der nichtmenschlichen) laden zur Identifikation ein und schon nach wenigen Seiten vergisst man alles Unplausible und Spielspezifische und fiebert einfach mit.

Und denkt sich mehr als einmal: »Verdammt noch mal, Donut!«

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