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    Vier Farben der Magie

    von am 19. Januar 2021 noch kein Kommentar

    V.E. Schwab
    Vier Farben der Magie (Weltenwanderer-Trilogie 1)
    Aus dem amerikanischen Englischen von Petra Huber
    (A Darker Shade of Magic, 2015)
    Frankfurt a. Main, Fischer TOR, 2017, 492 Seiten
    ISBN 978-3-596-29632-3

    Parallelweltenmagie

    In dieser unterhaltsamen Trilogie um die drei mächtigen Magier Kell, Lila und Holland spielt viermal „London“ mit.

    Vier parallele London bilden das Zentrum der jeweiligen Welt und sind durch „Tore“ miteinander verbunden, die nur durch sogenannte Blutmagier betreten werden können. Allen anderen Menschen ist der Zugang zu den anderen London verwehrt. Das graue London, Heimat von Delilah Bard oder kurz Lila, ist fast gänzlich frei von Magie. Im roten London, der Heimat Kells, ist die Magie im Gleichgewicht und wird durch Bewohner verantwortungsvoll angewendet. Das weiße London, die Heimat Hollands, beherbergt Magie in wilderer, ugenzügelter Form, die deren Bewohner selbstsüchtig nutzen. Das schwarze London, in dem die Magie außer Kontrolle geraten ist, wurde von den anderen London abgetrennt, um die restlichen drei London zu schützen. Zudem ist der Weg nur von grau, nach rot, nach weiß und dann nach schwarz möglich.

    Während im ersten Band Kell im Vordergrund steht und die anderen Charaktere in die Geschichte eingeführt werden, dient der zweite Band dazu, Lilas Charakter deutlicher auszuarbeiten. Der dritte Band führt dann die Geschicke der drei Blutmagier zusammen. Hollands Existenz schwingt in allen Bänden drei Bänden unheilvoll mit. Erst im dritten Band wird sein Schicksal klarer und seine Handlungen aus den ersten beiden Bänden erklären sich.

    Der Großteil der Trilogie spielt im roten London und dort müssen sich die drei Magier zusammenraufen, um die dunkle Magie, die es aus dem schwarzen London in die drei anderen Welten geschafft hat, zu beseitigen.

    Allen drei Figuren ist zu eigen, dass ihre Herkunft im Verborgenen liegt. Lila, die sich im grauen London als Taschendiebin über Wasser hält und erst im roten London von ihrem magischen Talent erfährt, Kell das Adoptivkind des Herrschers des roten London und Holland aus dem weißen London. Alle kämpfen mit sich und ihrer Herkunft und sind doch die einzige Rettung der drei verbliebenen London. Dabei sind Kell und Holland seit Jahren erbitterte Feinde und Kell und Lila verbindet eine Hassliebe, wobei das Pendel eher in Richtung Liebe ausschlägt.

    Die Magie durchströmt wie in Element in unterschiedlicher Stärke jede der Welten, doch nur die begabtesten können diese Magie bändigen und sich zu Nutze machen. So dass alle drei geradezu „Star“Status in den drei verbliebenen Weltern genießen. Diese Heroisierung, verknüpft mit den ihnen innewohnenden Unsicherheiten und der gegenseitigen Abneigung, erzeugt eine spannende Gemengelage innerhalb der drei Magier, die im Wesentlichen den Roman ausmacht.

    Ich könnte jetzt noch weitere Punkte aufführen, finde aber, bei allen kleinen oder auch größeren Kritikpunkten, dass diese Trilogie mich wunderbar unterhalten hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Einen Punkt wollte ich nicht gänzlich unerwähnt lassen. Das Ende der Geschichte ist nicht so rosarot, wie man es vielleicht erwarten könnte, zumal nach dem Sieg über die schwarze Magie erst einmal die Zerstörung durch diese beseitigt werden muss. Da ich kitschige Enden im Allgemeinen nicht mag, hallt dieses Ende etwas länger in meinen Erinnerungen nach.

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    Weltenwanderer-Trilogie 1
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    die komplette Trilogie ist bereits lieferbar :

    Die Verzauberung der Schatten (Weltenwanderer-Trilogie 2)
    Aus dem amerikanischen Englischen von Petra Huber
    (A Gathering of Shadows, 2016)
    Frankfurt a. Main, Fischer TOR, 2017, 638 Seiten
    ISBN 978-3-596-29633-0

    Die Beschwörung des Lichts (Weltenwanderer-Trilogie 3)
    Aus dem amerikanischen Englischen von Petra Huber
    (A Conjuring of Light, 2017)
    Frankfurt a. Main, Fischer TOR, 2018, 720 Seiten
    ISBN 978-3-596-29634-7

    V.E. Schwab
    Vier Farben der Magie (Weltenwanderer-Trilogie 1)
    Aus dem amerikanischen Englischen von Petra Huber
    (A Darker Shade of Magic, 2015)
    Frankfurt a. Main, Fischer TOR, 2017, 492 Seiten
    ISBN 978-3-596-29632-3

    Parallelweltenmagie

    In dieser unterhaltsamen Trilogie um die drei mächtigen Magier Kell, Lila und Holland spielt viermal „London“ mit.

    Vier parallele London bilden das Zentrum der jeweiligen Welt und sind durch „Tore“ weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-6 "Der Orden des geheimen Baumes"

    von am 18. Dezember 2020 noch kein Kommentar

    Samantha Shannon
    Der Orden des geheimen Baumes
    Originaltitel: The Priory of the Orange Tree
    Übersetzt von Wolfgang Thon
    Penhaligon September 2020
    ISBN: 9783764532390

    Klassische Fantasy darf ausholend und ruhig beginnen. Ich lasse mich gerne auf Beschreibungen und einen langsamen Aufbau ein, wenn es sich am Ende lohnt. Ich hasse es, wenn ich ewig auf Fortsetzungen warten muss und ich liebe Autoren, die zum Ende kommen.

    Samantha Shannan hat mit diesem Buch – und ja, es ist eines, auch wenn im Deutschen zwei – sehr viel richtig gemacht und… ist zum Punkt gekommen. Dass der erste Teil langsam Fahrt aufnimmt stört überhaupt nicht, da bereits das komplette Buch in zwei Bänden vorliegt, also ganz genehm zu Ende gelesen werden kann.

    Die Geschichte bedient sehr viele klassische Fantsyelemente, die Charaktere sind plakativ, haben aber Kanten und Ecken und am Ende (Band 2) erhält der Leser ein Ende und keine Klippe mit Fortsetzung folgt…

    Wer kein Problem mit verzweigten Handlungen, multiplen Charakteren und ruhigem Aufbau hat, wird hier mit einem wunderbaren Gesamteindruck belohnt. Sicher nicht der beste Fantasyroman, den ich je gelesen habe, aber nach einigen Ausrutschern in diesem Jahr fast eine Art Belohnung.

    Samantha Shannon
    Der Orden des geheimen Baumes
    Originaltitel: The Priory of the Orange Tree
    Übersetzt von Wolfgang Thon
    Penhaligon September 2020
    ISBN: 9783764532390

    Klassische Fantasy darf ausholend und ruhig beginnen. Ich lasse mich gerne auf Beschreibungen und einen langsamen Aufbau ein, wenn es sich am Ende lohnt. Ich hasse es, wenn ich ewig auf Fortsetzungen warten muss und ich liebe Autoren, die weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-7 "Erdsee"

    von am 17. Dezember 2020 1 Kommentar

    Ursula K. Le Guin
    Erdsee
    Die erste Trilogie
    Originaltitel: A Wizard of Earthsea / The Tombs of Atuan / The Farthest…
    Übersetzt von Karen Nölle
    FISCHER TOR Oktober 2020 – 587 Seiten
    ISBN: 9783596704057

    Im Herbst diesen Jahres ist jetzt die Taschenbuchversion erschienen. Genauer gesagt die ersten drei Romane in einem Band. Damit vielleicht etwas handlicher zu lesen – und lesen sollte dieses Buch jeder, der Fantasy liest.

    Verzichten muss man bei dieser handlichen Version von Ursula K. Le Guin allerdings auf die wunderbaren Illustrationen von Charles Vess und natürlich den Luxus eine wunderbar bibliophile, jedes Bücherregal schmückende Prachtausgabe zu besitzen.

    Wer den Wink mit dem Zaunpfahl noch nicht verstanden hat, sollte sich unbedingt die euphorische Rezi von Horst ansehen. Ich will und muss da nichts hinzufügen. Zweimal 18 Euro (Band zwei erscheint im März als Taschenbuch) oder einmal 58 Euro – und wer weiß, wie lange es die illustrierte Ausgabe jetzt noch geben wird. Da gibt es eigentlich gar keine Frage, was man sich unter den Christbaum legen oder legen lassen sollte.

    Erdsee ist sicher nicht das wichtigste oder beste Buch der Autorin, aber in der vorliegenden Version absolutes Pflichtprogramm. Im Übrigen gibt es kein unwichtiges Buch von Ursula K. Le Guin.

    Ursula K. Le Guin
    Erdsee
    Die erste Trilogie
    Originaltitel: A Wizard of Earthsea / The Tombs of Atuan / The Farthest…
    Übersetzt von Karen Nölle
    FISCHER TOR Oktober 2020 – 587 Seiten
    ISBN: 9783596704057

    Im Herbst diesen Jahres ist jetzt die Taschenbuchversion erschienen. Genauer gesagt die ersten drei Romane in einem Band. Damit vielleicht etwas handlicher zu lesen – und lesen sollte dieses weiterlesen…

    Masterpieces of Fantasy Art

    von am 23. November 2020 noch kein Kommentar

    Dian Hanson
    MASTERPIECES OF FANTASY ART.
    Mit einem Vorwort von Boris Vallejo
    Mehrsprachige Originalausgabe: Englisch, Deutsch, Französisch
    Köln, Taschen, 2020, 532 S.
    ISBN 978-3-8365-7210-1
    Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 7,43 kg
    Die Erstausgabe ist auf 7500 nummerierte Exemplare limitiert

    Bildbände, neudeutsch gerne „Artbook“ genannt, gibt es wie Sand am Meer, aber das neueste „Taschen-Buch“ MASTERPIECES OF FANTASY ART einfach nur als Bildband zu bezeichnen, wäre in etwa so als würde man die alte VHS-Version von 2001: A SPACE ODYSSEY auf einem 60 cm-Röhrenbildschirm geschaut mit einem Besuch der restaurierten Originalfassung in einem IMAX-Kino vergleichen. Nicht nur das Format und das Gewicht sprengen jeden Rahmen, auch die Abbildungs- und Verarbeitungsqualität geht weit über alles hinaus, was ich bisher in Artbooks und den Ausstellungskatalogen diverser Museen gesehen habe.
    Die Reproduktionen gewinnen sowohl durch die Größe (bis zu 55 x 36 cm bei einer Doppelseite) wie durch das hier angewandte aufwändige Farbdruckverfahren an Tiefenschärfe und Frische und übertreffen in den meisten Fällen selbst die hochwertigsten Bildbände, die zu vielen der in diesem Buch enthaltenen Künstler ja schon existieren.
    Den Inhalt von MASTERPIECES OF FANTASY ART beschreibt die Verlagswerbung zutreffend als „farbenfrohe Mischung aus Mythos, Muskeln und sexy Jungfrauen“, deren Ursprung (neben einigen Malern und Illustratoren aus der Zeit des Jugendstils) durchaus zu Recht in den Titelbildern der Pulp-Magazine der 1920er Jahre gesehen wird.
    Und so beginnt die große Show mit den Umschlagillustrationen von Weird Tales und Amazing Stories, mit Frank Paul und Virgil Finlay, mit Beispielen früher Fantasy- und Science-Fiction-Bücher. Hierzu, wie dann auch bei all den einzeln vorgestellten KünstlerInnen, gibt es dreisprachige Essays der Herausgeberin Dian Hanson, die von großer Kenntnis über die Personen und Liebe zum Genre und seiner Bildästhetik zeugen.
    Den Hauptteil bildet dann die Vorstellung der zwölf wichtigsten Malerinnen und Illustratoren der „Fantasy Art“, (alphabetisch) beginnend mit Julie Bell, hin zu Druillet, Frank Frazetta, H. R. Giger, Moebius und schließlich Michael Whelan. Jedes Kapitel beginnt mit einer auf Büttenkarton handmontierten Farbtafel (ein Detail, das man den Kunstbüchern der vorletzten Jahrhundertwende abgeschaut hat, über das man sich genauso freut wie über die Fadenheftung, das Lesebändchen und das kräftige blaue Leinen des Einbandes) und endet mit einer einfarbigen Federzeichnung.
    Es folgen noch die Biografien von 99 weiteren „Fantasy Artists“ inklusive vieler aussagekräftiger Bildbeispiele – und dann endet dieser Rundgang durch das „Museum unserer liebgewordenen Traumbilder“ damit, dass die Rückseite des Schutzumschlags das Motiv der großen Moebius-Ausstellung aus dem letzten Jahr ohne jede störende Beschriftung zeigt.
    Bei diesem Meisterstück der Fantasy-Kunst stimmt einfach jedes Detail.

    Horst Illmer
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    Masterpieces of Fantasy Art
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    Dian Hanson
    MASTERPIECES OF FANTASY ART.
    Mit einem Vorwort von Boris Vallejo
    Mehrsprachige Originalausgabe: Englisch, Deutsch, Französisch
    Köln, Taschen, 2020, 532 S.
    ISBN 978-3-8365-7210-1
    Hardcover, Leineneinband mit Schutzumschlag, 29 x 39,5 cm, 7,43 kg
    Die Erstausgabe ist auf 7500 nummerierte Exemplare limitiert

    Bildbände, neudeutsch gerne „Artbook“ genannt, gibt es wie Sand am Meer, aber das neueste „Taschen-Buch“ MASTERPIECES OF FANTASY ART einfach nur als Bildband zu weiterlesen…

    20 Jahre phantastisch!

    von am 23. Juli 2020 Kommentare deaktiviert für 20 Jahre phantastisch!

    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch!
    Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror
    Heft 79, Ausgabe 3/2020
    Stolberg, Atlantis, 2020, 88 Seiten / 5,95 €

    Mehr als 88 Seiten Umfang schafft die Druckerei einfach nicht – sonst wäre die neueste Ausgabe der phantastisch! (Heft 79, mit neuem Untertitel: „Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror“) womöglich noch dicker geworden.
    Aber auch so „platzt“ das Heft fast aus „allen Nähten“: Vier Interviews, unter anderem mit KILLERBOT-Autorin Martha Wells, dem Experten für chinesische Science Fiction Ken Liu und dem neuen deutschen Comic-Duo Boris Koch und Frauke Berger, zwei Kurzgeschichten von Superstar Ken Liu und der Atlantis-Entdeckung Caroline Hofstätter, Comics und Karikaturen von Olaf Brill, Michael Vogt, Lars Bublitz und Steffen Boiselle, wie gewohnt das Update, eine Handvoll Rezensionen und jede Menge Sachartikel.
    Erwähnenswert sind eine faszinierend bilderreiche Huldigung Doktor Dolittles, der vor einhundert Jahren erstmals die Leserherzen von Jung und Alt erfreute, eine Würdigung von Gene Wolfes Meisterwerk »Der fünfte Kopf des Zerberus« und die Vorstellung der »Hombre«-Werkausgabe durch Bernd Frenz. Außerdem schmückt ein echter „Eyecatcher“ von Jan Hoffmann den Umschlag.

    Horst Illmer
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    phantastisch! 79
    im via e-mail im Laden…

    Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
    phantastisch!
    Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror
    Heft 79, Ausgabe 3/2020
    Stolberg, Atlantis, 2020, 88 Seiten / 5,95 €

    Mehr als 88 Seiten Umfang schafft die Druckerei einfach nicht – sonst wäre die neueste Ausgabe der phantastisch! (Heft 79, mit neuem Untertitel: „Seit zwanzig Jahren das Magazin für Science Fiction, Fantasy & Horror“) womöglich noch weiterlesen…

    Der Ozean am Ende der Straße

    von am 29. Mai 2020 Kommentare deaktiviert für Der Ozean am Ende der Straße

    Neil Gaiman
    Der Ozean am Ende der Straße
    Aus dem Englischen von Hans Riffel
    (The Ocean at the End of the Lane, 2013)
    Köln, Bastei Lübbe, 2016, Erweiterte Neuausgabe, 316 Seiten
    ISBN 978-3-404-17385-3

    Märchenhaft

    Neil Gaiman ist ein begnadeter Erzähler. Das stellt er mit Der Ozean am Ende der Straße erneut unter Beweis.

    Vorangestellt. Der Band enthält daneben noch zwei Kurzgeschichten, die ebenfalls lesenswert aber nicht Teil dieser Besprechung sind. Für mich steht im Vordergrund das Märchen vom Ozean am Ende der Straße.

    Man taucht förmlich in die Geschichte ein und möchte diese gar nicht mehr verlassen. Mit wenigen Worten erschafft der Ich-Erzähler die Welt seiner Kindheit und erinnert sich bei seinem Besuch seines mittlerweile abgerissenen Elternhauses an seine Kindheitserfahrungen mit der Hexe Lettie Hempstock, deren Mutter und Großmutter.
    Was mich bei der Lektüre so fasziniert hat, waren die Wechsel des Erzählers zwischen seinen realen Kindheitserinnerungen und den Erfahrungen in der Märchenwelt. Diese Wechsel waren fließend aber doch klar zu erkennen und haben den Wunsch in mir geweckt, ebenso wie der Ich-Erzähler, diese Märchenwelt nicht mehr verlassen zu wollen.

    Bildhaft beschreibt er die Orte und Ereignisse, so als würde man ihm direkt über die Schulter schauen. Man spürt förmlich die kindliche Faszination, die der junge Protagonist erfährt und an die er sich erst dann wieder erinnern kann, wenn er die Orte seiner Kindheit aufsucht.

    Ein modernes Märchen, das ich nur jedem empfehlen kann, ohne aber mit einer Warnung von Großmutter Hempstock zu enden. Man darf nicht zu lange bleiben, sonst verliert man sich in dieser Welt. In weise Voraussicht hat Gaiman diesem Märchen ein schönes, leider zu frühes Ende gesetzt.

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    Der Ozean am Ende der Straße
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    Neil Gaiman
    Der Ozean am Ende der Straße
    Aus dem Englischen von Hans Riffel
    (The Ocean at the End of the Lane, 2013)
    Köln, Bastei Lübbe, 2016, Erweiterte Neuausgabe, 316 Seiten
    ISBN 978-3-404-17385-3

    Märchenhaft

    Neil Gaiman ist ein begnadeter Erzähler. Das stellt er mit Der Ozean am Ende der Straße erneut unter Beweis.

    Vorangestellt. Der Band enthält daneben noch zwei Kurzgeschichten, die weiterlesen…

    Stein und Flöte und das ist noch nicht alles

    von am 13. April 2020 Kommentare deaktiviert für Stein und Flöte und das ist noch nicht alles

    Bemmann, Hans
    STEIN UND FLÖTE UND DAS IST NOCH NICHT ALLES.
    Ein Märchen-Roman.
    Stuttgart, Edition Weitbrecht, 1983, 821 S.
    Neuauflage:
    München, Piper, 2020, 944 Seiten
    ISBN 978-3-492-28230-7

    Einem Buch wie diesem mit einer Rezension gerecht zu werden ist schlicht unmöglich. Deshalb, mit einem Wort:

    WUNDERSCHÖN!

    Horst Illmer
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    Stein und Flöte
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    Bemmann, Hans
    STEIN UND FLÖTE UND DAS IST NOCH NICHT ALLES.
    Ein Märchen-Roman.
    Stuttgart, Edition Weitbrecht, 1983, 821 S.
    Neuauflage:
    München, Piper, 2020, 944 Seiten
    ISBN 978-3-492-28230-7

    Einem Buch wie diesem mit einer Rezension gerecht zu werden ist schlicht unmöglich. Deshalb, mit einem Wort:

    WUNDERSCHÖN!

    Horst Illmer

    Stein und Flöte
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    Rumo

    von am 7. April 2020 Kommentare deaktiviert für Rumo

    Walter Moers
    RUMO & DIE WUNDER IM DUNKELN.
    Ein Roman in zwei Büchern.
    Illustriert vom Autor.
    Piper Verlag GmbH
    August 2004 – 704 Seiten – € 14,00
    ISBN: 9783492241779

    Stellt euch einen Schrank vor!
    Ja, einen großen Schrank mit vielen Schubladen,
    der alle Wunder und Geheimnisse Zamoniens enthält,
    restlos alle, alphabetisch geordnet.
    Ein Schrank, schwebend in absoluter Dunkelheit.
    Könnt ihr euch das vorstellen?
    Gut! Nun seht, wie sich eine dieser Schubladen öffnet!
    Die mit dem Buchstaben R.
    R wie Rumo.
    Und jetzt schaut hinein! Schaut tief hinein!
    Bevor sie sich wieder schließt.

    Wieder einmal entführt uns Walter Moers in die von ihm erschaffene Zauberwelt Zamonien. Hier haben die alten Mythen und Sagen ihren Ursprung, die Märchen und Fabeln unserer Kinderzeit sind hier lebendig; Zamonien ist das Paradies für die Phantasie.
    Viele der von Moers hier verwendeten Figuren und Völker finden sich schon in den Vorgänger-Romanen DIE 13 ½ LEBEN DES KÄPT’N BLAUBÄR und ENSEL & KRETE, doch auch Leser, die mit diesem Buch „einsteigen“, finden sich mühelos zurecht. Moers ist ein Meister der Abschweifung und so bekommt sowieso jede „erklärungsbedürftige Lebensform“ eine Geschichte verpasst.
    Der eigentliche Held der Geschichte ist natürlich Rumo, ein verwaister Wolpertinger, der nach ersten abenteuerlichen Erlebnissen auf den Teufelsfelsen in die Zivilisation der Stadt Wolperting gelangt und dort seinen Platz im Leben sucht. Doch noch bevor er ihn recht findet, geschieht Unfassbares: Alle Einwohner der Stadt werden in das unterirdische Reich „Untenwelt“ entführt. Nun erst kann Rumo zeigen, was alles in ihm (und in seinem „zwiespältigen“ Schwert) steckt …
    Moers versprüht in seinem Roman jede Menge Humor, Satire, Sprachwitz und stilistische Eleganz. Sein Erfindungsreichtum scheint keine Grenzen zu kennen, und so fügt sich der Vielzahl skurrilster Einfälle, die den Kontinent Zamonien recht eigentlich ausmachen, eine große Anzahl neuer Entdeckungen hinzu – Dinge, die bisher unter der Oberfläche ruhten und von denen einige wohl auch besser nicht aufgescheucht worden wären.
    Obwohl am Ende die glückliche Heimkehr des Helden die Geschichte zu einem versöhnlichen Abschluss bringt, ist RUMO & DIE WUNDER IM DUNKELN an vielen Stellen auch ein düsteres Buch. Moers lässt seine Figuren nicht mehr so glücklich und ungeschoren davon kommen, wie noch in den ersten Bänden, die Abenteuer werden grausamer und bluttriefender, vor allem für die eigentlich positiv gezeichneten Protagonisten. So bleibt trotz aller Begeisterung für dieses wunderschöne Buch ein winziger Nachgeschmack zurück – der Sündenfall hat auch im Paradies Zamonien stattgefunden.

    Horst Illmer
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    Rumo
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    Walter Moers
    RUMO & DIE WUNDER IM DUNKELN.
    Ein Roman in zwei Büchern.
    Illustriert vom Autor.
    Piper Verlag GmbH
    August 2004 – 704 Seiten – € 14,00
    ISBN: 9783492241779

    Stellt euch einen Schrank vor!
    Ja, einen großen Schrank mit vielen Schubladen,
    der alle Wunder und Geheimnisse Zamoniens enthält,
    restlos alle, alphabetisch geordnet.
    Ein Schrank, schwebend in absoluter Dunkelheit.
    Könnt ihr euch das vorstellen?
    Gut! Nun seht, wie sich eine dieser Schubladen öffnet!
    Die mit weiterlesen…

    Eine neue Parallele

    von am 1. April 2020 Kommentare deaktiviert für Eine neue Parallele

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo ich es einfügen soll, aber ich denke, hier ist wieder einmal ein neuer Aspekt. In der derzeitigen Flut von anstehenden Beiträgen und in der lebendigen Auseinandersetzung mit dem Thema ändern sich viele Parameter stündlich. Fast wie mit den reellen Einschätzungen und Prognosen für Verordnungen, Auswirkungen und Zeiträume. Auch wenn wir euch im Moment wirklich fast schon überrollen, mit Informationen und neuen Beiträgen muss ich diesen jetzt doch noch loswerden. Trotz der gehaltvollen und interessanten Beiträge, die heute bereits auf unserer Seite online gegangen sind.

    Um euch nicht zu überstrapazieren und besser mit einzubinden möchte ich – bevor ich heute erneut ein Fass aufmache, noch eine kleine Frage stellen. Wir haben im Moment einen nie gekannten "Stau" an auf Veröffentlichung wartenden Artikeln. Deswegen möchte ich euch bitten, als Kommentar oder email oder was auch immer…ja, es gibt auch jede Menge PNs, Anrufe usw…ein paar Parameter mit abzuklären:

    1. Da gibt es keine Debatte. Die meisten Reaktionen und Kommentare kommen zu den audiofiles. Entsprechend werden die auf jeden Fall beibehalten.

    2. Die Rubrik "Parallelen" ist für uns schwer zu bemessen. Ja, wir bekommen Reaktionen, aber das Ganze soll kein feedbackloses Ewigkeitsprojekt werden, wenn das Interesse gemäßigt ist.

    3. Allgemeine Tipps und Empfehlungen zu 3.1 Lesestoff, 3.2 Comics, 3.3 Spielen (vor allem zwei Personen tauglich)

    4. Berichte über unsere Situation. Updates zu den Lieferanten, Neuheiten frisch eingetroffen und allgemein, was wir so machen.

    Für ein paar Hinweise wäre ich echt dankbar, weil ich im Moment bereits 19 vorbereitete Artikel zu Literatur im Allgemeinen (vornehmlich von Horst, aber auch von MarkusT, Christian und Carsten) habe und zwei Artikel, die ich unter die Kategorie Sonstiges stellen würde. Täglich kommt jede Menge Input zu Parallelen und aus mir bricht es ja trotz der ungewohnten Arbeitsabläufe auch immer wieder heraus.

    Und jetzt zu Punkt zwei. In aller Kürze (sofern ein Gerd dazu in der Lage ist). Der neue Aspekt beim Thema "Parallelen". Ich sehe es im Moment tatsächlich als neuen großen Überbegriff, also neben den bereits existierenden Begriffen I bis IV als V ein neuen Punkt:

    I Endzeit- und Katastrophenromane

    II Science Thriller

    III Soziale und politische Science Fiction

    IV Klassische Fremdwesen- und Fremdweltenromane

    V Ökologische Science Fiction

    Natürlich gibt es – wie immer – auch hier jede Menge Überschneidungen und Unschärfen. Trotzdem ist der Aspekt der Öko-SF für mich wichtig genug und in der Definition abgrenzbar genug, um einen neuen Überbegriff dafür zu verwenden. Wie kommt es dazu? Ein relativ eindeutiges Beispiel hat mich heute Abend dazu gebracht. Nämlich der Roman "Der Sommer geht" von Michael Coney. Die Essenz des Romans, der von Humanoiden auf einer fremden Welt mit einer systemspezifischen Bedrohung handelt, ist auf den ersten Blick gar nicht so nah zu unserer realen Bedrohung durch Covid19. Der eigentliche Faktor einer Parallele ist weder die Art der Bedrohung, noch die Gesellschaft sondern die Frage, des Umgangs mit der Bedrohung. Im Hier und Jetzt haben wir beispielsweise selbst innerhalb Europas eine akute Diskrepanz zwischen Spanien und Schweden. Verbote und Beschränkungen zum Schutze der Bevölkerung gegen ein laissez-faire der natürlichen Abläufe. In "Der Sommer geht",  löst sich die ganze Situation erst in dem Moment auf, wo alles bereits zu spät zu sein scheint. Die Selbstheilungsmechanismen von Mutter Natur können erst dann greifen, wenn der Mensch es zulässt.

    Auch hier wieder keine Wertung, aber – wie ich glaube – ein wirklich neuer Aspekt.

    Tschüss und bis morgen

    euer Gerd

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo ich es einfügen soll, aber ich denke, hier ist wieder einmal ein neuer Aspekt. In der derzeitigen Flut von anstehenden Beiträgen und in der lebendigen Auseinandersetzung mit dem Thema ändern sich viele Parameter stündlich. Fast wie mit den reellen Einschätzungen und Prognosen für Verordnungen, Auswirkungen und Zeiträume. Auch wenn weiterlesen…

    Adventskalender 2019 T-03 "Sophie im Schloss des Zauberers"

    von am 21. Dezember 2019 Kommentare deaktiviert für Adventskalender 2019 T-03 "Sophie im Schloss des Zauberers"

    Das wandelnde Schloss
    Die Saga von Howl dem Zauberer 1
    Von: Diana Wynne Jones
    Knaur
    (aktuelle Ausgabe 2019) 12,99€ 299 Seiten
    Übersetzung: Gabriele Haefs

    Nach "Fauler Zauber" erschien jetzt gerade bei Knaur mit "Das wandelnde Schloss" der zweite Klassiker von Diana Wynne Jones. Im Original 1986 veröffentlicht bildet dieser wunderschöne Band die Vorlage für einen der schönsten Filme aus dem Studio Ghibli. 2004 vom Meister Hayao Miyazaki selbst in Szene gesetzt…

    Als ich in der letzten Novemberwoche (einmal wieder) den Ghibli Film angeschaut habe, hatte ich völlig verdrängt, dass ja Anfang Dezember die Romanvorlage bei Knaur erscheint. Die offen klaffende Bildungslücke hatte ich dann erst kurzfristig geschlossen und mir antiquarisch die "alte" Carlsen Ausgabe (von 2005!) besorgt. Asche auf mein Haupt… dass mir überhaupt nicht bewusst war, dass die Vorlage zu dem Film, den ich sensationell finde von einer Autorin stammt, die ich immer unglaublich gerne gelesen habe… Wie auch immer. Lücke geschlossen.

    Und wie nicht anders zu erwarten, lohnt sich die Lektüre des Buches, auch wenn oder gerade wenn man den Film von Hayao Miyazaki kennt und liebt.

    Deswegen ist das hier jetzt auch eigentlich kein einzelner Tipp, sondern faktisch sogar drei. "Fauler Zauber" ist ein wirklich zeitlos witziger Fantasyroman, den man gelesen haben sollte, wenn man sich für Fantasy interessiert. "Das Wandelnde Schloss" sollte man unbedingt gesehen haben, wenn man die gewaltigen Animationsfilme des Studio Ghibli mag (auch diese Lücke unbedingt schließen!) und das Buch "Das wandelnde Schloss" sollte man natürlich auch unbedingt lesen – egal ob vorher oder nachher… Mir hat es auf keinen Fall geschadet, dass ich den Film schon lange gekannt habe.

    Alles genau das Richtige für die Weihnachtszeit…

    Das wandelnde Schloss
    Die Saga von Howl dem Zauberer 1
    Von: Diana Wynne Jones
    Knaur (aktuelle Ausgabe 2019) 12,99€ 299 Seiten
    Übersetzung: Gabriele Haefs

    Nach "Fauler Zauber" erschien jetzt gerade bei Knaur mit "Das wandelnde Schloss" der zweite Klassiker von Diana Wynne Jones. Im Original 1986 veröffentlicht bildet dieser wunderschöne Band die Vorlage für einen der schönsten Filme aus dem weiterlesen…