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  • Civil War Part Two: Team Cap

    von am 2. Mai 2016

    Civil War Team CapVor ungefähr einem Jahrzehnt sorge Marvel Comics mit CIVIL WAR für Furore. Nicht überraschend also, dass diese Geschichte ins umfangreiche Filmuniversum übertragen wird, welches 2008 mit Iron Man, einem der Hauptakteure des Bürgerkriegs der kostümierten Helden, fulminant eingeläutet wurde. Pünktlich zum Filmstart von CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR haben wir uns daher zunächst mit dem Standpunkt des goldenen Rächers beschäftigt, der zweifellos gute Gründe für sein Vorgehen hat. Sein Gegenüber nimmt hier freilich die populärere Position ein. Natürlich soll auch dieser Standpunkt hier diskutiert werden, denn wie bei Tony Stark liegen auch für Steve Rogers Blickpunkt wichtige Gründe vor. Beschäftigen wir uns also ein wenig mit der Motivation des Hauptdarstellers von Marvels neuestem Blockbuster.

    Um diese zu verstehen, ist ein kurzer Blick auf die Karriere des Mannes im Sternenbanner nötig. Der Supersoldat Captain America wurde geschaffen, um im zweiten Weltkrieg die Achsenmächte zu bekämpfen. Damals wurde er auch mit allen Gräueln des Naziregimes konfrontiert und erwarb sich den Ruf, ein Wächter der Freiheit zu sein. Insofern ist seine Rolle im CIVIL WAR vorbestimmt. Autoren wie Steve Englehart und Mark Gruenwald haben erkannt, dass Cap mehr als jeder andere Superheld seiner Regierung kritisch gegenüber stehen muss. Das hat zu einigen der besten Geschichten mit dem Führer der Rächer geführt. Dieser Gedanke wurde von Mark Millar (CIVIL WAR) und Ed Brubaker (CAPTAIN AMERICA) aufgegriffen und im Verlauf des Heldenkriegs konsequenter ausgeführt, als es jemals zuvor geschehen ist. In den Heften wurde Rogers fast schon zum Staatsfeind, als er sich offen gegen das Registrierungsgesetz gestellt hat.

    Natürlich ist Caps Weigerung diesem Beschluss zu befolgen kein simpler Akt des Trotzes. Ein Kontrollorgan für die Aktivitäten von Superhelden mag durchaus sinnvoll sein. Dem lässt sich nur schwer widersprechen. Doch erkennt Captain America die Schwächen des Erlasses. Wes Cassady (siehe Civil War Part One: Team Iron Man) müsste diesem folgend zur Registrierung antreten, die dann zwangsläufig zu seiner Rekrutierung als Superheld im Regierungsdienst führen würde. Er hat für sich die Wahl getroffen, ein einfaches Leben als Bauarbeiter zu führen und sich um seine Familie zu kümmern. Das Leben und der vermeintliche Ruhm des Heldengeschäfts kümmern ihn nicht. Seine Frau und seine beiden Söhne sollen sich keine Sorgen darum machen müssen, dass Cassady im Kampf gegen Jack O’Lantern ums Leben kommt. Dieser Gefahr wird er jedoch, nach einer entsprechenden Ausbildung im Umgang mit seinen Kräften, ausgesetzt werden. Die Möglichkeit der Verweigerung ist nicht gegeben.

    Das führt zwangsläufig zur zweiten großen Schwäche des Registrierungsgesetzes. Wer versucht, sich diesem zu entziehen, wird eingesperrt. Es gibt weder eine Verhandlung noch erwartet den „Täter“ ein einfaches Gefängnis. Die Unterbringung erfolgt auf unbestimmte Zeit in einer Einrichtung, die sich in der Negativzone befindet. In den Comics wird dieser Knast „42“ genannt. Dies ruft natürlich Bilder wach, die an die Konzentrationslager des dritten Reiches gemahnen. Zwangsläufig wird Captain America, der Wächter der Freiheit, zum Sprachrohr der Gegenseite. Steve Rogers kämpft für hohe Güter, für das Recht auf freie Entfaltung, das Recht eigene Entscheidungen für sein Leben treffen zu dürfen, die Möglichkeit eine eigene Wahl zu haben.

    Nachdem nun ein Blick auf die Sichtweisen beider Lager im CIVIL WAR geworfen wurde, bleibt nur, allen Lesern ein kurzweiliges Kinospektakel zu wünschen. Es wird spannend zu sehen sein, welche Elemente der Comicreihe in den Film aufgenommen wurden. Das Heft mit der Vorgeschichte zum Film und der aktuelle Sammelband des Crossovers im schicken Hardcover können selbstverständlich bei uns geordert werden.

    von am 2. Mai 2016

    Civil War Team CapVor ungefähr einem Jahrzehnt sorge Marvel Comics mit CIVIL WAR für Furore. Nicht überraschend also, dass diese Geschichte ins umfangreiche Filmuniversum übertragen wird, welches 2008 mit Iron Man, einem der Hauptakteure des Bürgerkriegs der kostümierten Helden, fulminant eingeläutet wurde. Pünktlich zum Filmstart von CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR haben wir uns daher zunächst mit dem Standpunkt des goldenen Rächers beschäftigt, der zweifellos gute Gründe für sein Vorgehen hat. Sein Gegenüber nimmt hier freilich die populärere Position ein. Natürlich soll auch dieser Standpunkt hier diskutiert werden, denn wie bei Tony Stark liegen auch für Steve Rogers Blickpunkt wichtige Gründe vor. Beschäftigen wir uns also ein wenig mit der Motivation des Hauptdarstellers von Marvels neuestem Blockbuster.

    Um diese zu verstehen, ist ein kurzer Blick auf die Karriere des Mannes im Sternenbanner nötig. Der Supersoldat Captain America wurde geschaffen, um im zweiten Weltkrieg die Achsenmächte zu bekämpfen. Damals wurde er auch mit allen Gräueln des Naziregimes konfrontiert und erwarb sich den Ruf, ein Wächter der Freiheit zu sein. Insofern ist seine Rolle im CIVIL WAR vorbestimmt. Autoren wie Steve Englehart und Mark Gruenwald haben erkannt, dass Cap mehr als jeder andere Superheld seiner Regierung kritisch gegenüber stehen muss. Das hat zu einigen der besten Geschichten mit dem Führer der Rächer geführt. Dieser Gedanke wurde von Mark Millar (CIVIL WAR) und Ed Brubaker (CAPTAIN AMERICA) aufgegriffen und im Verlauf des Heldenkriegs konsequenter ausgeführt, als es jemals zuvor geschehen ist. In den Heften wurde Rogers fast schon zum Staatsfeind, als er sich offen gegen das Registrierungsgesetz gestellt hat.

    Natürlich ist Caps Weigerung diesem Beschluss zu befolgen kein simpler Akt des Trotzes. Ein Kontrollorgan für die Aktivitäten von Superhelden mag durchaus sinnvoll sein. Dem lässt sich nur schwer widersprechen. Doch erkennt Captain America die Schwächen des Erlasses. Wes Cassady (siehe Civil War Part One: Team Iron Man) müsste diesem folgend zur Registrierung antreten, die dann zwangsläufig zu seiner Rekrutierung als Superheld im Regierungsdienst führen würde. Er hat für sich die Wahl getroffen, ein einfaches Leben als Bauarbeiter zu führen und sich um seine Familie zu kümmern. Das Leben und der vermeintliche Ruhm des Heldengeschäfts kümmern ihn nicht. Seine Frau und seine beiden Söhne sollen sich keine Sorgen darum machen müssen, dass Cassady im Kampf gegen Jack O’Lantern ums Leben kommt. Dieser Gefahr wird er jedoch, nach einer entsprechenden Ausbildung im Umgang mit seinen Kräften, ausgesetzt werden. Die Möglichkeit der Verweigerung ist nicht gegeben.

    Das führt zwangsläufig zur zweiten großen Schwäche des Registrierungsgesetzes. Wer versucht, sich diesem zu entziehen, wird eingesperrt. Es gibt weder eine Verhandlung noch erwartet den „Täter“ ein einfaches Gefängnis. Die Unterbringung erfolgt auf unbestimmte Zeit in einer Einrichtung, die sich in der Negativzone befindet. In den Comics wird dieser Knast „42“ genannt. Dies ruft natürlich Bilder wach, die an die Konzentrationslager des dritten Reiches gemahnen. Zwangsläufig wird Captain America, der Wächter der Freiheit, zum Sprachrohr der Gegenseite. Steve Rogers kämpft für hohe Güter, für das Recht auf freie Entfaltung, das Recht eigene Entscheidungen für sein Leben treffen zu dürfen, die Möglichkeit eine eigene Wahl zu haben.

    Nachdem nun ein Blick auf die Sichtweisen beider Lager im CIVIL WAR geworfen wurde, bleibt nur, allen Lesern ein kurzweiliges Kinospektakel zu wünschen. Es wird spannend zu sehen sein, welche Elemente der Comicreihe in den Film aufgenommen wurden. Das Heft mit der Vorgeschichte zum Film und der aktuelle Sammelband des Crossovers im schicken Hardcover können selbstverständlich bei uns geordert werden.

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