Speer
von Horst Illmer am 20. April 2026 noch kein Kommentar

- Nicola Griffith
SPEER. Roman.
Mit einem Nachwort der Autorin.
Ü: Elena Helfrecht
(Spear / 2022)
Wittenberge, Carcosa, 2026, 255 S.
ISBN 978-3-910914-50-6 / 22,00 Euro
Hardcover
Von der britisch-amerikanischen Autorin Nicola Griffith erschien im März 2026 mit dem kurzen Roman SPEER eine recht ungewöhnliche Neuinterpretation der Artus-Legende.
Peretur, die Tochter einer magisch begabten Waldfrau zieht, ausgestattet mit einer uralten, notdürftig geflickten Rüstung, einem kurzerhand „organisierten“ Speer und verkleidet als Stallbursche, los zum Hof von König Artos um dort ein Ritter zu werden. Natürlich kann diese Camouflage nicht ewig halten, trotzdem erreicht Peretur (eine Figur die in anderen Artus-Fassungen Parzival genannt wird) weit mehr als sie selbst es sich vorstellen und wünschen konnte.
Das Buch atmet einen sehr schönen und tiefgründigen, gleichzeitig märchenhaften und leichtsinnigen Geist von Aventiure und Liebe, Ernsthaftigkeit und Humor und liest sich flott und modern, trotz (oder gerade wegen) einiger Einfälle, die allen bisherigen Fassungen dieses Mythos entgegenlaufen.
In Griffith’ Version kehren sich fast alle Vorzeichen um, sie stellt die Geschichte auf den Kopf, trotzdem wirkt sie gerade deshalb „richtig“ und überzeugend.
SPEER ist für mich die bemerkens- und lesenswerteste Version des altbekannten Artus-Stoffes seit Marion Zimmer Bradley.
Horst Illmer
- Kategorie: Bücher , Fantasy , Horsts Bibliothek
- Keine Kommentare
von Horst Illmer am 20. April 2026 noch kein Kommentar

- Nicola Griffith
SPEER. Roman.
Mit einem Nachwort der Autorin.
Ü: Elena Helfrecht
(Spear / 2022)
Wittenberge, Carcosa, 2026, 255 S.
ISBN 978-3-910914-50-6 / 22,00 Euro
Hardcover
Von der britisch-amerikanischen Autorin Nicola Griffith erschien im März 2026 mit dem kurzen Roman SPEER eine recht ungewöhnliche Neuinterpretation der Artus-Legende.
Peretur, die Tochter einer magisch begabten Waldfrau zieht, ausgestattet mit einer uralten, notdürftig geflickten Rüstung, einem kurzerhand „organisierten“ Speer und verkleidet als Stallbursche, los zum Hof von König Artos um dort ein Ritter zu werden. Natürlich kann diese Camouflage nicht ewig halten, trotzdem erreicht Peretur (eine Figur die in anderen Artus-Fassungen Parzival genannt wird) weit mehr als sie selbst es sich vorstellen und wünschen konnte.
Das Buch atmet einen sehr schönen und tiefgründigen, gleichzeitig märchenhaften und leichtsinnigen Geist von Aventiure und Liebe, Ernsthaftigkeit und Humor und liest sich flott und modern, trotz (oder gerade wegen) einiger Einfälle, die allen bisherigen Fassungen dieses Mythos entgegenlaufen.
In Griffith’ Version kehren sich fast alle Vorzeichen um, sie stellt die Geschichte auf den Kopf, trotzdem wirkt sie gerade deshalb „richtig“ und überzeugend.
SPEER ist für mich die bemerkens- und lesenswerteste Version des altbekannten Artus-Stoffes seit Marion Zimmer Bradley.
Horst Illmer
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