anrufen
finden

  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen…

  • Neu im Laden eingetroffen

  • RSS für einzelne Kategorien

  • Seiten

  • Archive

  • Über: Christian Süßmeier

    Name:
    Christian Süßmeier
    Homepage:
    https://frankonianzombie.wordpress.com/
    Details:

    Beiträge von Christian Süßmeier:

    Insgesamt 3 Beiträge

    Adventskalender 2020 T-2 "Blade of the Immortal"

    von am 22. Dezember 2020 noch kein Kommentar

    Hiroaki Samura
    Blade of the Immortal – Perfect Edition
    Mugen no Juunin übersetzt von Christine Steinle
    Manga Cult 2020, kartoniert 433 Seiten
    ISBN: 9783964333711

    Manga Cult ist eines der jüngeren Label auf dem Sektor der japanischen Comics und bringt nicht nur zahlreiche neue Veröffentlichungen in die deutschen Comicläden, sondern kümmert sich auch um einige, eher stiefmütterlich behandelte Manga-Reihen. So startete man damals zum Beispiel mit der Neuauflage des hierzulande leider sehr früh eingestellten „Gantz“ und dem Cyberpunk-Epos „Blame!“ in opulenten Neuauflagen.

    Auch „Blade of the Immortal“ von Hiroaki Samura bekommt nun diese Luxus-Überarbeitung und erscheint seit Oktober 2020 in einer sogenannten Perfect Edition. Neben einem Schutzumschlag bekommt der Käufer für sein Geld auch ein paar Farbseiten, außerdem gibt es einen kleinen redaktionellen Teil. Jeder Band wird dabei zwei Original-Ausgaben enthalten, womit man somit am Ende bei 15 Büchern ankommen sollte.

    In „Blade of the Immortal“ geht es um den herrenlosen Samurai Manji, auf dem ein Fluch liegt. Denn ihm wurden Würmer in den Körper gesetzt, die seine Wunden immer wieder schließen und ihn so unsterblich machen. Doch nach einer Katastrophe rund um seinen Herrn Fürst Shigenobu und seiner Familie, will er seinem Leben endlich ein Ende setzen. Doch der Fluch kann erst aufgehoben werden, wenn er tausend Verbrecher getötet hat.

    Da passt es gerade recht, dass ihm in diesem Moment Rin über den Weg läuft, die den Mord an ihren Eltern rächen will. Diesen hat nämlich die Itto-Ryu zu verantworten, eine skrupellose Kampfkunst-Schule, die andere japanische Institutionen unter ihre Fittiche nehmen und die japanische Kampfkunst wieder auf ein ernsthaftes Niveau heben will. Zusammen machen sich die beiden nun auf die gefährliche Reise…jeder mit seiner eigenen Motivation.

    Im Gegensatz zur ersten Auflage von Egmont, ist die neue Version von „Blade of the Immortal“ endlich auch unzensiert. Denn während Manji im Original schon immer eine Swastika auf seiner Kleidung trägt, wurde dieses für den deutschen Markt zu einem einfachen Kreuz retuschiert. Auf diese Besonderheit geht man auch im hinteren Teil des ersten Bandes noch einmal genauer ein ud macht deutlich, dass dies nichts mit dem deutschen NS-Regime zu tun hat.

    Alles in allem ist „Blade of the Immortal“ ein absolut lohnender Manga. Während die Geschichte zwar relativ einfach gehalten ist, gibt es viele epische und viele großartige Momente in der Erzählung. Vor allem die Beziehung zwischen Manji und Rin wächst nach und nach, aber auch die Motivation der Gegenspieler wird ausführlich behandelt.

    Getragen wird der Manga natürlich von den wahnsinnigen Artworks von Hiroaki Samura. So hält er seine Figuren eher im realistischen Stil und begeistert vor allem mit den dynamischen Actionszenen, die eine unglaubliche Kraft besitzen. Schon alleine dafür lohnt sich einmal der Blick in „Blade of the Immortal“.
    Wer dann Blut geleckt hat, dem sei der Realfilm von Takashi Miike und die Animeserie empfohlen. Beide sind hierzulande erhältlich, letztere leider nur beim Streamingdienst des großen As. Miikes Realfilm ist ein toller Samurai-Film, lässt aber leider die Finsternis des Manga etwas vermissen, außerdem wirkt der Hauptdarsteller etwas zu glatt gebügelt für den eigentlich mürrischen Manji.

    22. Dezember 2020 und noch kein Kommentar

    Hiroaki Samura
    Blade of the Immortal – Perfect Edition
    Mugen no Juunin übersetzt von Christine Steinle
    Manga Cult 2020, kartoniert 433 Seiten
    ISBN: 9783964333711

    Manga Cult ist eines der jüngeren Label auf dem Sektor der japanischen Comics und bringt nicht nur zahlreiche neue Veröffentlichungen in die deutschen Comicläden, sondern kümmert sich auch um einige, eher stiefmütterlich behandelte Manga-Reihen. So startete man weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-11 "Ex-Arm"

    von am 13. Dezember 2020 noch kein Kommentar

    HiRock und Shin-ya Komi
    Ex Arm – Die verbotene Waffe
    Ludwigsburg, Cross Cult, 2019, Band 14 für Juli 2021 in Planung
    ISBN 978-3-96433-145-8, 10,00 Euro

    Mittlerweile ist der Begriff „Fanservice“ im Manga- und Anime-Bereich relativ negativ behaftet, schließlich wird dieses „Feature“ in den vergangenen Jahren extrem ausgereizt und gefühlt kommt kaum noch eine Serie ohne einen Höschenblitzer oder doppeldeutige Situationen aus. Auch in „Ex-Arm“ stolpert der vermeintliche Held gleich auf den ersten Seiten in den Ausschnitt einer Mitschülerin und sogleich ist man geneigt, den Manga wieder wegzulegen und etwas anderes zu lesen.

    Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn das Werk von Shin-ya Komi und HiRock bietet schöne SciFi- und Cyberpunk-Unterhaltung, die immer wieder auch gerne mal Genre-Primus „Ghost in the Shell“ referenziert. Das sieht man auch schon an den Titelbildern der ersten Ausgaben, die sich sehr an Masamune Shirows Meisterwerk orientieren.

    In Sachen Story erzählt „Ex-Arm“ die Geschichte des Schülers Akira Natsume, von dem nach einem tragischen Unfall nur noch das Gehirn übrig ist. Dieses wird in die Superwaffe EX-ARM 00 verpflanzt, die prompt einige Jahre später von einer Spezialeinheit der Tokyoter Polizei beschlagnahmt wird. Daraufhin wird Akira, also eigentlich sein Gehirn, Teil dieser Einheit und arbeitet künftig daran mit, die anderen EX-ARM-Waffen aufzuspüren und auszuschalten. Denn vor allem eine dieser Waffen ist besonders mächtig und bedroht plötzlich die Zukunft der ganzen Stadt.

    Sicherlich darf man von „Ex-Arm“ keine besonders philosophische und tiefgründige Geschichte erwarten, wie beim schon erwähnten „Ghost in the Shell“, allerdings gefällt die Story mit ihrem schönen Mix aus Action und ruhigeren dialoglastigen, aber auch mal lustigen Momenten. Auch wenn es gerade in den ersten Bänden zu zahlreichen Fanservice-Situationen kommt, gibt es auch mal Bände, die komplett ohne nackte Haut auskommen.

    In visueller Hinsicht ist „Ex-Arm“ aber ein echter Genuss. Vor allem die Charakterdesigns von Shin-ya Komi sind richtig gut gelungen und erinnern irgendwie an die Werke von Masakazu Katsura(u.a. „Videogirl Ai“). Und das kommt nicht von ungefähr, denn Komi war lange Jahre der Assistent von Katsura und hat sich dabei wohl vor allem das Zeichnen von attraktiven Frauen abgeschaut.

    „Ex-Arm“ erscheint bei Cross Cult und umfasst bisher zehn Bände, wobei schon die Ausgaben 11 bis 14 angekündigt sind. Wie vom Verlag gewohnt, hat man auch die Farbseiten aus dem japanischen Original übernommen. Alles in allem ein tolles Komplettpaket!
    Wer übrigens nicht genug von „Ex-Arm“ bekommen kann, sollte die Augen offen halten. Denn aktuell arbeitet der Streamingdienst Crunchyroll an einer Animeserie. Der erste Trailer hat aber schon einiges an Kritik abbekommen und sieht in keinster Weise so toll aus wie der Manga. Eher wie ein Videospiel von Anfang der 2000er. Hoffentlich arbeitet man da nochmal nach.

    13. Dezember 2020 und noch kein Kommentar

    HiRock und Shin-ya Komi
    Ex Arm – Die verbotene Waffe
    Ludwigsburg, Cross Cult, 2019, Band 14 für Juli 2021 in Planung
    ISBN 978-3-96433-145-8, 10,00 Euro

    Mittlerweile ist der Begriff „Fanservice“ im Manga- und Anime-Bereich relativ negativ behaftet, schließlich wird dieses „Feature“ in den vergangenen Jahren extrem ausgereizt und gefühlt kommt kaum noch eine Serie ohne einen Höschenblitzer oder doppeldeutige Situationen weiterlesen…

    20th Century Boys

    von am 30. September 2020 noch kein Kommentar

    Naoki Urasawa
    20th Century Boys: Ultimative Edition Band 1
    Übersetzung: Josef Shanel, Matthias Wissnet
    Panini Verlags GmbH September 2018 – 420 Seiten
    ISBN 9783741608780 / 19,00 Euro

    „20th Century Boys“ ist nicht nur ein Song der britischen Glamrocker T.Rex, sondern auch eine Manga-Reihe des Zeichners Naoki Urasawa, der unter anderem schon den Max-und-Moritz-Preis und den Osamu-Tezuka-Kulturpreis gewann.

    Urasawa-san zeichnet sich dabei durch seinen sehr realistischen Zeichenstil aus, der nicht unbedingt an die gängigen Manga-Klischees wie große Kulleraugen, superdünne Hüften und grellbunte Haare erinnert. Auch seine Geschichten sind eher realistisch gehalten, genehmigen sich ab und zu aber Ausflüge ins Fantastische. Vor allem SciFi-Elemente baut er gerne ein, ein Faible für Mechs und Roboter lässt sich ihm definitiv nicht absprechen.

    So auch in seinem Magnum Opus „20th Century Boys“. Der Manga erschien bereits im Jahr 1999 in Japan und griff dabei unter anderem die Angst vor dem Jahrtausendwechsel auf, die damals dank dem drohenden Milleniumbug die Runde machte. Hier sind es jedoch keine Geldautomaten, die die Auszahlung verweigern oder Flugzeuge, die vom Himmel fallen, in Urasawas Werk entsteht die Bedrohung durch kindliche Fantasien, die zu einer echten Gefahr für die Menschheit werden. Auch der Giftgas-Anschlag der Aum-Sekte auf Tokyoter U-Bahnstationen und die wachsende Angst durch solche Gruppierungen, lassen sich in dem Manga deutlich spüren.

    Alles beginnt im Sommer 1969, den Kenji und seine Freunde in ihrem Geheimversteck verbringen, sich dort eine Geschichte rund um das Ende der Welt auszudenken und das in einem kleinen Notizbuch festhalten. Doch wer konnte ahnen, dass dies alles mal Realität werden wird? Nach und nach entspinnt sich in „20th Century Boys“ somit eine Endzeit-Saga über mehrere Jahrzehnte, die sich um die Freundesclique von damals und deren näheres Umfeld dreht. Neben Robotern, einer tödlichen Krankheit und viel Anspielungen auf die japanische Popkultur, gibt es dann auch noch erwähnte Sekte, deren Mitglieder sich nur als Freunde bezeichnen und die einen perfiden Plan verfolgen. Es wird also richtig wild…

    „20th Century Boys“ erschien von 2001 bis 2009 schon bei Panini Manga auf Deutsch, wurde dann im Jahr 2018 aber nochmal als „Ultimative Edition“ neu aufgelegt. Dabei besteht ein Band nun aus zwei Ausgaben des Manga, außerdem sind nun auch die originalen Farbseiten enthalten. Zusätzlich zum edleren Look, steckt jeder Band in einem Schutzumschlag und macht dies zu einer angemessenen Auswertung für solch ein außergewöhnliches Stück Comic!

    Christian Süßmeier

    Zur Person: Meine Brötchen verdiene ich mir eigentlich im sozialen Bereich, doch das kreative Arbeiten hat mich schon immer beschäftigt. Anfangs verbrachte ich meine Zeit also hauptsächlich mit dem Zeichnen von Comics, mittlerweile schreibe ich aber auch sehr gerne. Egal ob Reisebericht, Videospiel-Tests oder Filmbesprechungen…im Netz sind zahlreiche meiner Ergüsse zu finden. (https://frankonianzombie.wordpress.com/)
    Hermkes Roman-Boutique habe ich erstmals ungefähr Mitte der 90er besucht (der Dank geht hier an meinen Cousin) und mich sofort verliebt. Was gibt es Schöneres als ganze Wände aus Comics?!?

    30. September 2020 und noch kein Kommentar

    Naoki Urasawa
    20th Century Boys: Ultimative Edition Band 1
    Übersetzung: Josef Shanel, Matthias Wissnet
    Panini Verlags GmbH September 2018 – 420 Seiten
    ISBN 9783741608780 / 19,00 Euro

    „20th Century Boys“ ist nicht nur ein Song der britischen Glamrocker T.Rex, sondern auch eine Manga-Reihe des Zeichners Naoki Urasawa, der unter anderem schon den Max-und-Moritz-Preis und den Osamu-Tezuka-Kulturpreis gewann.

    Urasawa-san zeichnet sich dabei durch weiterlesen…

    Do NOT follow this link or you will be banned from the site!