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    Ryuko

    von am 12. April 2021 noch kein Kommentar

    Eldo Yoshimizu
    Ryuko 01
    Carlsen Verlag GmbH Mai 2018 – 256 Seiten
    ISBN 9783551726650 / 14,99 Euro

    Meiko Kaji, „Sasori“ und „Wandering Ginza Butterfly“…wenn euch auch nur einer dieser Begriffe etwas sagt, dann solltet ihr unbedingt mal in die zweibändige Manga-Reihe „Ryuko“ reinschauen. Denn was Zeichner und Autor Eldo Yoshimizu hier abliefert, ist astreine Pulp-Unterhaltung ganz im Stil und der Tradition des japanischen Kinos der 70er Jahre.

    Hier gibt es leichtbekleidete, dafür schwer tätowierte Damen, halsbrecherische Shootouts, Verfolgungsjagden mit Autos und Motorrädern und letztlich auch noch ein mitreißendes Artwork, das den Retro-Charme des Manga noch mal ganz deutlich unterstreicht. Denn Yoshimizus Stil orientiert sich in Sachen Charakter-Design ganz klar an Größen wie Kazuo Kamimura, der unter anderem an „Lady Snowblood“ beteiligt war. Vielen Bildern merkt man aber auch Yoshimizus andere künstlerische Tätigkeiten an, schließlich ist der Mann ein wahres Multitalent und beschäftigt sich unter anderem mit Bildhauerei oder Fotografie und war mit seinen Ausstellungen schon weltweit unterwegs.

    Doch um was geht es in „Ryuko“ eigentlich? Nun…wir folgen der gleichnamigen Heldin, die als Yakuza-Chefin im Mittleren Osten nicht gerade gern gesehen ist und somit immer wieder Probleme mit der örtlichen Regierung hat. Als die Situation zu unerträglich wird, kehrt sie in ihrer Heimat Yokohama zurück, nur um dort erneut in eine Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Mafia-Clans zu geraten. Und dann wäre da ja noch die unklare Situation rund um ihre totgeglaubte Mutter…

    „Ryuko“ ist beim Carlsen Verlag in zwei Bänden erhältlich. Die beiden Ausgaben sind dank Prägedruck und einem schönen Klappenartwork ein echter Hingucker für die Comic-Sammlung und wie gesagt ein Fest für Freunde des Pulp-Kinos und japanischer Filmklassiker..

    Christian Süßmeier

    Eldo Yoshimizu
    Ryuko 01
    Carlsen Verlag GmbH Mai 2018 – 256 Seiten
    ISBN 9783551726650 / 14,99 Euro

    Meiko Kaji, „Sasori“ und „Wandering Ginza Butterfly“…wenn euch auch nur einer dieser Begriffe etwas sagt, dann solltet ihr unbedingt mal in die zweibändige Manga-Reihe „Ryuko“ reinschauen. Denn was Zeichner und Autor Eldo Yoshimizu hier abliefert, ist astreine Pulp-Unterhaltung ganz im Stil und der Tradition des weiterlesen…

    Berge des Wahnsinns

    von am 31. März 2021 noch kein Kommentar

    Gou Tanabe
    Berge des Wahnsinns 01
    Übersetzung: Jens, Ossa
    Carlsen Verlag GmbH Juli 2020 – 290 Seiten
    ISBN 9783551724564 / 18,00 Euro

    Bilder und Motive aus der Lovecraft’schen Welt des Wahnsinns sind heute kaum mehr aus der modernen Popkultur wegzudenken. Aber auch die Adaptionen von Werken des Horror-Meisters sind in den letzten Jahren mehr und mehr geworden, sei es in Videospiel-Form wie „Call of Cthulhu“ oder Richard Stanleys Verfilmung „Die Farbe aus dem All“.

    Im Sommer 2019 startete Carlsen Manga in Deutschland eine einzigartige Reihe des Zeichners Gou Tanabe, der in den vergangenen Jahren viele Werke Lovecrafts in Comicform adaptiert hat. Nach Umsetzungen von „Der Hund und andere Geschichten“ und „Die Farbe aus dem All“ war auch „Berge des Wahnsinns“ an der Reihe, das hierzulande in zwei Bänden erschienen ist. Hier folgen wir der Polar-Expedition rund um den Geologen William Dyer und seiner Crew, die im Eis einige erschreckende Entdeckungen machen.

    Auf den insgesamt knapp 600 Seiten kann Tanabe eine unglaublich dichte Atmosphäre aufbauen und reißt den Leser richtig mit. Natürlich trägt hier auch das Artwork extrem stark dazu bei, der Detailgrad und die extrem gelungenen Designs von Monstern und Umgebung sind nahezu perfekt auf die Welt von Lovecraft abgestimmt. Eine kleine Kritik muss man aber an so manch doppelseitigen Bildern üben, hier gehen viele Details häufig schon fast verloren, so kleinteilig sind manche Artworks.

    Wie schon erwähnt ist „Berge des Wahnsinns“ nur eine von vielen Lovecraft-Reihen, die Gou Tanabe umgesetzt und Carlsen Manga veröffentlicht hat. Neben den bereits erschienenen Manga hat der Verlag auch schon weitere Bände wie zum Beispiel „Der Schatten aus der Zeit“ oder „Cthulhus Ruf“ angekündigt.

    Christian Süßmeier

    Gou Tanabe
    Berge des Wahnsinns 01
    Übersetzung: Jens, Ossa
    Carlsen Verlag GmbH Juli 2020 – 290 Seiten
    ISBN 9783551724564 / 18,00 Euro

    Bilder und Motive aus der Lovecraft’schen Welt des Wahnsinns sind heute kaum mehr aus der modernen Popkultur wegzudenken. Aber auch die Adaptionen von Werken des Horror-Meisters sind in den letzten Jahren mehr und mehr geworden, sei es in Videospiel-Form wie „Call weiterlesen…

    Adou

    von am 8. Februar 2021 noch kein Kommentar

    Amano Jaku
    Adou 01
    Übersetzung: Yohana Araki
    Altraverse GmbH Dezember 2020 – 256 Seiten
    ISBN 9783963586965 / 10,00 Euro

    Da „Akira“ mein erster, bewusster Kontakt mit Anime und Manga war, wurde ich hellhörig als Altraverse die Reihe „Adou“ von Amano Jaku ankündigte. Denn inhaltlich dreht es sich um eine japanische Metropole in der Zukunft, in der plötzlich ein Junge mit übernatürlichen Kräften auftaucht und eine geheime staatliche Organisation, die ihn jagt. Klingt wie „Akira“? Sieht auch wie Katsuhiro Otomos Meisterwerk aus…also zumindest ein bißchen. Denn ganz so detailverliebt sind die Szenerien aus dem Manga nicht immer, aber dafür könnte man einige der Figuren und Handlungsorte sicherlich so auch in Otomos Werk finden.

    Aber beginnen wir mal ganz von vorne. Wie gesagt, in einer nicht näher genannten, japanischen Mega-City in der fernen Zukunft, stolpert ein Junge durch die Menschenmassen und wird anschließend fast von einem LKW überfahren. Glücklicherweise kann ihn die quirlige Riko noch rechtzeitig retten, bekommt aber nicht den erhofften Dank für ihre Aktion. Denn der Junge schweigt und verrät ihr nichts zu seiner Herkunft oder gar seinen Namen. Etwas ratlos bringt sie ihn auf die nächstgelegene Polizeiwache, wo sich etwas Seltsames ereignet. Denn als die Polizisten über eine Heimunterbringung des Jungen reden, wachsen plötzlich Ranken aus einer Pflanze, klauen einem der Cops die Pistole und eröffnen das Feuer auf sie.

    So viel zum Einstieg in „Adou“, den Rest sollte man unbedingt selber lesen, vor allem wenn man ein Faible für „Akira“ und Geschichten mit übersinnlichen Kräften hat. Getragen wird der Band aber eben nicht nur von der guten Story, auch die Zeichnungen wissen zu gefallen. Amano Jaku versteht sein Handwerk und begeistert mit verschiedenen Perspektiven, vielen Details und einem schönen Charakterdesign.
    Der Manga ist zum Ende des Jahres 2020 bei Altraverse erschienen und neben einer Standardfassung auch als Collector’s Edition mit ein bißchen Beiwerk – unter anderem Aufnäher, Poster und Pin – zu haben.
    Da die Reihe auch in Japan noch recht frisch ist und der zweite Band dort erst im Oktober 2020 erschien, ist noch nicht abzusehen wohin sich „Adou“ entwickelt. Es ist aber definitiv ein gelungener und spannender Einstieg geglückt.

    Christian Süßmeier

    Amano Jaku
    Adou 01
    Übersetzung: Yohana Araki
    Altraverse GmbH Dezember 2020 – 256 Seiten
    ISBN 9783963586965 / 10,00 Euro

    Da „Akira“ mein erster, bewusster Kontakt mit Anime und Manga war, wurde ich hellhörig als Altraverse die Reihe „Adou“ von Amano Jaku ankündigte. Denn inhaltlich dreht es sich um eine japanische Metropole in der Zukunft, in der plötzlich ein Junge mit übernatürlichen Kräften auftaucht weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-2 "Blade of the Immortal"

    von am 22. Dezember 2020 Kommentare deaktiviert für Adventskalender 2020 T-2 "Blade of the Immortal"

    Hiroaki Samura
    Blade of the Immortal – Perfect Edition
    Mugen no Juunin übersetzt von Christine Steinle
    Manga Cult 2020, kartoniert 433 Seiten
    ISBN: 9783964333711

    Manga Cult ist eines der jüngeren Label auf dem Sektor der japanischen Comics und bringt nicht nur zahlreiche neue Veröffentlichungen in die deutschen Comicläden, sondern kümmert sich auch um einige, eher stiefmütterlich behandelte Manga-Reihen. So startete man damals zum Beispiel mit der Neuauflage des hierzulande leider sehr früh eingestellten „Gantz“ und dem Cyberpunk-Epos „Blame!“ in opulenten Neuauflagen.

    Auch „Blade of the Immortal“ von Hiroaki Samura bekommt nun diese Luxus-Überarbeitung und erscheint seit Oktober 2020 in einer sogenannten Perfect Edition. Neben einem Schutzumschlag bekommt der Käufer für sein Geld auch ein paar Farbseiten, außerdem gibt es einen kleinen redaktionellen Teil. Jeder Band wird dabei zwei Original-Ausgaben enthalten, womit man somit am Ende bei 15 Büchern ankommen sollte.

    In „Blade of the Immortal“ geht es um den herrenlosen Samurai Manji, auf dem ein Fluch liegt. Denn ihm wurden Würmer in den Körper gesetzt, die seine Wunden immer wieder schließen und ihn so unsterblich machen. Doch nach einer Katastrophe rund um seinen Herrn Fürst Shigenobu und seiner Familie, will er seinem Leben endlich ein Ende setzen. Doch der Fluch kann erst aufgehoben werden, wenn er tausend Verbrecher getötet hat.

    Da passt es gerade recht, dass ihm in diesem Moment Rin über den Weg läuft, die den Mord an ihren Eltern rächen will. Diesen hat nämlich die Itto-Ryu zu verantworten, eine skrupellose Kampfkunst-Schule, die andere japanische Institutionen unter ihre Fittiche nehmen und die japanische Kampfkunst wieder auf ein ernsthaftes Niveau heben will. Zusammen machen sich die beiden nun auf die gefährliche Reise…jeder mit seiner eigenen Motivation.

    Im Gegensatz zur ersten Auflage von Egmont, ist die neue Version von „Blade of the Immortal“ endlich auch unzensiert. Denn während Manji im Original schon immer eine Swastika auf seiner Kleidung trägt, wurde dieses für den deutschen Markt zu einem einfachen Kreuz retuschiert. Auf diese Besonderheit geht man auch im hinteren Teil des ersten Bandes noch einmal genauer ein ud macht deutlich, dass dies nichts mit dem deutschen NS-Regime zu tun hat.

    Alles in allem ist „Blade of the Immortal“ ein absolut lohnender Manga. Während die Geschichte zwar relativ einfach gehalten ist, gibt es viele epische und viele großartige Momente in der Erzählung. Vor allem die Beziehung zwischen Manji und Rin wächst nach und nach, aber auch die Motivation der Gegenspieler wird ausführlich behandelt.

    Getragen wird der Manga natürlich von den wahnsinnigen Artworks von Hiroaki Samura. So hält er seine Figuren eher im realistischen Stil und begeistert vor allem mit den dynamischen Actionszenen, die eine unglaubliche Kraft besitzen. Schon alleine dafür lohnt sich einmal der Blick in „Blade of the Immortal“.
    Wer dann Blut geleckt hat, dem sei der Realfilm von Takashi Miike und die Animeserie empfohlen. Beide sind hierzulande erhältlich, letztere leider nur beim Streamingdienst des großen As. Miikes Realfilm ist ein toller Samurai-Film, lässt aber leider die Finsternis des Manga etwas vermissen, außerdem wirkt der Hauptdarsteller etwas zu glatt gebügelt für den eigentlich mürrischen Manji.

    Hiroaki Samura
    Blade of the Immortal – Perfect Edition
    Mugen no Juunin übersetzt von Christine Steinle
    Manga Cult 2020, kartoniert 433 Seiten
    ISBN: 9783964333711

    Manga Cult ist eines der jüngeren Label auf dem Sektor der japanischen Comics und bringt nicht nur zahlreiche neue Veröffentlichungen in die deutschen Comicläden, sondern kümmert sich auch um einige, eher stiefmütterlich behandelte Manga-Reihen. So startete man weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-5 "Astra"

    von am 19. Dezember 2020 Kommentare deaktiviert für Adventskalender 2020 T-5 "Astra"

    Kenta Shinohara
    Astra Lost in Space
    Kanata no Astra übersetzt von Gandalf Bartholomäus
    Egmont Verlag 2020 kartoniert, 208 Seiten
    ISBN: 9783770425938

    Wir werden immer wieder gefragt, welche Mangareihe man denn den Kids mitbringen könnte. Dünnes Eis. Ähnlich wie bei Superhelden-Comics gilt oft, was die Kids so alles kennen und was sie vielleicht gerne hätten ist nicht immer das, was man ihnen auch mitbringen möchte. Abseits der Mainstreamserien gibt es jedoch immer wieder das ein oder andere Schmankerl, das auch kidstauglich ist und trotzdem nicht zu kindlich wirkt…

    Astra – lost in space ist ein spannendes Science Fiction Abenteuer, das optisch ein wenig old school daherkommt oder eben klassisch, aber trotzdem cool genug, dass sich ein Blick lohnt.

    Die Helden sind Schüler oder Jugendliche und irgendwie hat man zwangsläufig Star Fleet Kadetten im Sinn. Die Geschichte beginnt damit, dass die Kids auf mysteriöse Art und Weise in die Tiefen des Alls geschleudert werden und irgendwo im All stranden. Tausende von Lichtjahren von ihrer Heimat entfernt … jedoch in der Nähe eines fremden, verlassenen Schiffes. Die Reise nach Hause kann beginnen.

    Nicht wirklich neu, aber gut und spannend erzählt. Starfleet Kadetten auf japanisch… Ich habe die vier bisher erschienenen Teil gelesen und bin weiter gespannt, auch wenn ich wohl nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Besonders nach der überraschenden Wendung in Band 4, die auch eine Wendung im Erzählmodus ist… Im Januar erscheint Teil 5.

    Kenta Shinohara
    Astra Lost in Space
    Kanata no Astra übersetzt von Gandalf Bartholomäus
    Egmont Verlag 2020 kartoniert, 208 Seiten
    ISBN: 9783770425938

    Wir werden immer wieder gefragt, welche Mangareihe man denn den Kids mitbringen könnte. Dünnes Eis. Ähnlich wie bei Superhelden-Comics gilt oft, was die Kids so alles kennen und was sie vielleicht gerne hätten ist nicht immer das, was man ihnen weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-10 "Origin"

    von am 14. Dezember 2020 Kommentare deaktiviert für Adventskalender 2020 T-10 "Origin"

    Boichi
    Origin 01
    Originaltitel: Origin
    Übersetzt von John Schmitt-Weigand
    Egmont Manga, November 2018 – 196 Seiten
    Abschluss der Serie November 2020

    Jetzt gerade im November ist der Abschlussband erschienen. Zehn Comics, also relativ kurz für eine Manga Reihe, aber eben ganz nach meinem Geschmack. Am Ende ist alles erzählt, was ich lesen wollte und es geht nicht endlos weiter.

    Origin ist hart, straight und actiongeladen. Trotzdem wird eines der großen Themen der Science Fiction aufgegriffen und neu und gut erzählt. Die Maschine, die vorgibt menschlich zu sein. Oder menschlich ist. Oder besser?

    Im Mangastyle gezeichnet und erzählt. Mit viel vordergründiger Klopperei, aber eben auch zwischen den Seiten jede Menge philosophische Fragen. Unterhaltsam, schnell und faszinierend…

    Boichi
    Origin 01
    Originaltitel: Origin
    Übersetzt von John Schmitt-Weigand
    Egmont Manga, November 2018 – 196 Seiten
    Abschluss der Serie November 2020

    Jetzt gerade im November ist der Abschlussband erschienen. Zehn Comics, also relativ kurz für eine Manga Reihe, aber eben ganz nach meinem Geschmack. Am Ende ist alles erzählt, was ich lesen wollte und es geht nicht endlos weiter.

    Origin ist weiterlesen…

    Adventskalender 2020 T-11 "Ex-Arm"

    von am 13. Dezember 2020 Kommentare deaktiviert für Adventskalender 2020 T-11 "Ex-Arm"

    HiRock und Shin-ya Komi
    Ex Arm – Die verbotene Waffe
    Ludwigsburg, Cross Cult, 2019, Band 14 für Juli 2021 in Planung
    ISBN 978-3-96433-145-8, 10,00 Euro

    Mittlerweile ist der Begriff „Fanservice“ im Manga- und Anime-Bereich relativ negativ behaftet, schließlich wird dieses „Feature“ in den vergangenen Jahren extrem ausgereizt und gefühlt kommt kaum noch eine Serie ohne einen Höschenblitzer oder doppeldeutige Situationen aus. Auch in „Ex-Arm“ stolpert der vermeintliche Held gleich auf den ersten Seiten in den Ausschnitt einer Mitschülerin und sogleich ist man geneigt, den Manga wieder wegzulegen und etwas anderes zu lesen.

    Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn das Werk von Shin-ya Komi und HiRock bietet schöne SciFi- und Cyberpunk-Unterhaltung, die immer wieder auch gerne mal Genre-Primus „Ghost in the Shell“ referenziert. Das sieht man auch schon an den Titelbildern der ersten Ausgaben, die sich sehr an Masamune Shirows Meisterwerk orientieren.

    In Sachen Story erzählt „Ex-Arm“ die Geschichte des Schülers Akira Natsume, von dem nach einem tragischen Unfall nur noch das Gehirn übrig ist. Dieses wird in die Superwaffe EX-ARM 00 verpflanzt, die prompt einige Jahre später von einer Spezialeinheit der Tokyoter Polizei beschlagnahmt wird. Daraufhin wird Akira, also eigentlich sein Gehirn, Teil dieser Einheit und arbeitet künftig daran mit, die anderen EX-ARM-Waffen aufzuspüren und auszuschalten. Denn vor allem eine dieser Waffen ist besonders mächtig und bedroht plötzlich die Zukunft der ganzen Stadt.

    Sicherlich darf man von „Ex-Arm“ keine besonders philosophische und tiefgründige Geschichte erwarten, wie beim schon erwähnten „Ghost in the Shell“, allerdings gefällt die Story mit ihrem schönen Mix aus Action und ruhigeren dialoglastigen, aber auch mal lustigen Momenten. Auch wenn es gerade in den ersten Bänden zu zahlreichen Fanservice-Situationen kommt, gibt es auch mal Bände, die komplett ohne nackte Haut auskommen.

    In visueller Hinsicht ist „Ex-Arm“ aber ein echter Genuss. Vor allem die Charakterdesigns von Shin-ya Komi sind richtig gut gelungen und erinnern irgendwie an die Werke von Masakazu Katsura(u.a. „Videogirl Ai“). Und das kommt nicht von ungefähr, denn Komi war lange Jahre der Assistent von Katsura und hat sich dabei wohl vor allem das Zeichnen von attraktiven Frauen abgeschaut.

    „Ex-Arm“ erscheint bei Cross Cult und umfasst bisher zehn Bände, wobei schon die Ausgaben 11 bis 14 angekündigt sind. Wie vom Verlag gewohnt, hat man auch die Farbseiten aus dem japanischen Original übernommen. Alles in allem ein tolles Komplettpaket!
    Wer übrigens nicht genug von „Ex-Arm“ bekommen kann, sollte die Augen offen halten. Denn aktuell arbeitet der Streamingdienst Crunchyroll an einer Animeserie. Der erste Trailer hat aber schon einiges an Kritik abbekommen und sieht in keinster Weise so toll aus wie der Manga. Eher wie ein Videospiel von Anfang der 2000er. Hoffentlich arbeitet man da nochmal nach.

    HiRock und Shin-ya Komi
    Ex Arm – Die verbotene Waffe
    Ludwigsburg, Cross Cult, 2019, Band 14 für Juli 2021 in Planung
    ISBN 978-3-96433-145-8, 10,00 Euro

    Mittlerweile ist der Begriff „Fanservice“ im Manga- und Anime-Bereich relativ negativ behaftet, schließlich wird dieses „Feature“ in den vergangenen Jahren extrem ausgereizt und gefühlt kommt kaum noch eine Serie ohne einen Höschenblitzer oder doppeldeutige Situationen weiterlesen…

    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei

    von am 1. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei

    Jiro Taniguchi & Kan Furuyama
    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei
    Aus dem Japanischen von Miyuki Tsuji
    Carlsen, Hamburg 2020, 240 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76919-0

    Für seine kontemplativen Werke um „Vertraute Fremde“, „Der spazierende Mann“ und „Gipfel der Götter“ wurde Manga-Meister Jiro Taniguchi (1947–2019) sogar vom deutschen Feuilleton gefeiert. Aber im Schaffen des japanischen Comic-Stars finden sich auch viele reißerische, pulpige und bisweilen trashige Werke. Die von ihm gezeichnete, von Kan Furuyama verfasste Samurai-Geschichte „Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ aus dem Jahre 1992, die nun bei Carlsen erstmals auf Deutsch erscheint, liegt hier irgendwo in der Mitte. In erster Linie ist der Einzelband eine historisch authentische Story über Samurai, Ninja, Politik, Spionage, Loyalität und Intrigen im Jahr 1649, als der alte Kaiser und seine Verbündeten mit geheimen Dokumenten das Shogunat stürzen wollen.

    Gute Charaktereinstellungen, schöne Landschaften und üppige, brutale Schwertkampf-Szenen: Taniguchi erfüllt die Erwartungen an sich sowie das Samurai-Genre vollauf. Zudem sieht man, dass er den großen Vorbildern um „Lone Wolf & Cub“ von Kazuo Koike und Gōseki Kojima genüsslich Tribut zollt. Abseits der starken Action fordert einen Furuyamas komplexe Geschichte manchmal ein bisschen zu sehr. Auch hätte die epische Dimension der Ereignisse vielleicht besser den Platz bekommen, den die Rahmenhandlung einnimmt. Trotzdem ist „Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ ein guter Samurai-Comic. 2002 sollte sich Moebius-Bewunderer Taniguchi übrigens noch den Traum erfüllen, den Samurai-Western „Sky Hawk“ zu inszenieren.

    Ansonsten macht einem der gelegentliche Overkill an Namen und Loyalitäten in „Die Schrift des Windes“ einmal mehr bewusst, mit welcher Meisterhaftigkeit und vor allem Leichtigkeit Stan Sakai im langlebigen Lieblingscomic „Usagi Yojmbo“ die Epoche der Samurai zum Leben erweckt. Gut, dass Usagis Abenteuer inzwischen im kleinen Dantes Verlag wieder ein festes Zuhause auf dem deutschen Markt gefunden haben. Also, wer auf Samurai-Stoffe steht, erst diesen neuen alten Taniguchi lesen, und dann dem Hasen-Ronin folgen ….

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    Jiro Taniguchi & Kan Furuyama
    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei
    Aus dem Japanischen von Miyuki Tsuji
    Carlsen, Hamburg 2020, 240 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76919-0

    Für seine kontemplativen Werke um „Vertraute Fremde“, „Der spazierende Mann“ und „Gipfel der Götter“ wurde Manga-Meister Jiro Taniguchi (1947–2019) sogar vom deutschen Feuilleton gefeiert. Aber im Schaffen des japanischen Comic-Stars finden sich auch viele reißerische, pulpige und bisweilen trashige weiterlesen…

    Details zum Gratis Comic Tag in Würzburg

    von am 1. Mai 2019 Kommentare deaktiviert für Details zum Gratis Comic Tag in Würzburg

    Nur noch wenige Tage bis zum diesjährigen GCT. Am Samstag, dem 11. Mai ist es so weit. Direkt nach KaZus Spielbar am Freitag Abend. Kurze Erhohlungszeit und ab 09:00 Uhr sind wir wieder für euch da. Mit einem fetten Programm, jeder Menge Gratiscomics und einem tollen Stargast. Er ist gewissermaßen unser Botschafter der Neunten Kunst und auch so etwas wie ein Bindeglied verschiedener bildender Künste. Plastik, Malerei, Comic und digital art. Überzeugt euch selbst…

    Erik Staub erzählt über sich selbst:
    "Aus Mangel an vernünftigem Dinosaurier Spielzeug, fing Erik im Alter von 5 Jahren an zu modellieren und sein eigenen Dinos zu bauen. Zu dieser Leidenschaft kamen dann später noch die Malerei und Fotografie hinzu. Mit 16 arbeitete er an den ersten Trickfilm Projekten und landete schliesslich mit 22 beim Schweitzer Künstler H.R. Giger als Modellierer.
    Erik war nie in einem Gebiet exklusiv zu Hause, von Kinderbuch-Illustration bis Gothic Platten-Covern, Comics und Concept Art hat er alles ausprobiert. Die letzten zehn Jahren hat er größtenteils in der Spielebranche zugebracht und war unter anderem Producer des Spiels Crysis 2. Die Leidenschaft für kreatives Handwerk ist nach wie vor seine Lebensader, diese teilt er seit fast zwanzig Jahren auch mit Schülern und Studenten, Erik hat Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und er ist Leiter der Games Academy in Frankfurt und lehrt dort Design und Concept Art."

    Außerdem gilt natürlich wie jedes Jahr, dass, der Fairness halber, alle Anwesenden zunächst einmal je drei Gratis Comics ihrer Wahl bekommen. Ab 14:00 Uhr wird dann der Rest freigegeben.

    Selbstverständlich gibt es den ganzen Tag über auch wieder unseren beliebten Kiloverkauf. Comics nach Gewicht. Da wird der ein oder andere sicher auch noch ein Schnäppchen machen.

    Für das leibliche Wohl gibt es morgens Kaffe & Süßteilchen und ab ca 11:00 Uhr wird unser Grillmeister einheizen. Dann gibt es wieder frisches vom Grill und Softdrinks so lange der Vorrat reicht.

    Drückt uns – und euch – die Daumen, dass sich das Wetter in diesem Jahr von seiner vorbildlichen Seite zeigt. Bringt gute Laune mit und kommt am besten im Kostüm. Wir freuen uns auf jede Menge neue Kostüme seitens der Cosplayer. Wer wird in diesem Jahr das beste Cosplay präsentieren? Wie gesagt, auf einen bunten Tag mit angenehmem Wetter und jeder Menge Spaß für Groß und Klein. Auf zum großen Comic Fest im Mai…

    Flyer02

    Nur noch wenige Tage bis zum diesjährigen GCT. Am Samstag, dem 11. Mai ist es so weit. Direkt nach KaZus Spielbar am Freitag Abend. Kurze Erhohlungszeit und ab 09:00 Uhr sind wir wieder für euch da. Mit einem fetten Programm, jeder Menge Gratiscomics und einem tollen Stargast. Er ist gewissermaßen unser Botschafter weiterlesen…

    Kazus Spielbar direkt vor dem Gratis Comic Tag

    von am 28. April 2019 Kommentare deaktiviert für Kazus Spielbar direkt vor dem Gratis Comic Tag

    Beim letzten Mal in KaZus Spielbar im April: Geheimdienstarbeit am Spieltisch…

    Okay, jetzt ist KaZus Spielbar im Mai schon wieder am gleichen Tag wie Brot und Spiele im Schelmenkeller. Freitag 10. Mai 2019 ab 18:00 Uhr. Echt sorry! Uns wäre ein anderer Termin auch lieber gewesen. Schließlich bedeutet das mal wieder eine Marathon-Double-Show. Am nächsten Tag, dem 11. Mai 2019 ist Gratis Comic Tag!

    Zum Glück (für uns) überschneiden sich die jeweiligen Zielgruppen nicht zu sehr und so können die einen am Freitag Abend bis 23:00 Uhr nach Herzenslust Spiele testen und ausprobieren, während am Samstag ab 9:00 Uhr die Comic Fans auf ihre Kosten kommen.

    Cosplay zum GCT im letzten Jahr. Der rote Teppich gegenüber von Hermkes Romanboutique

    Nach dem ersten Run auf die Gratiscomics gibt es dann für alle Fans der Neunten Kunst wieder eine Signierstunde und ab Mittag (oder etwas früher) schürt der Grillmeister die Feuerstelle. Da können dann wieder alle vereint ihren Spaß haben. Ob Spielerin oder Comic-Fan, ob Cosplayerin oder LARPer, ob Science Fiction Fan oder Fantasy Leserin: Bei ausgelassener Stimmung und gutem Wetter vor und im Laden zu tratschen, ein Bierchen zu trinken und in ein Bratwurstbrötchen zu beißen vereint alle.

    Also, aufgepass:

    Am Freitag bei KaZus Spielbar bis in die Puppen zocken und am nächsten Morgen bei den ersten Comic Fans zu sein, das ist die Königsdisziplin. Nerd Biathlon!

    Ich bin dabei. 😉

    Beim letzten Mal in KaZus Spielbar im April: Geheimdienstarbeit am Spieltisch…

    Okay, jetzt ist KaZus Spielbar im Mai schon wieder am gleichen Tag wie Brot und Spiele im Schelmenkeller. Freitag 10. Mai 2019 ab 18:00 Uhr. Echt sorry! Uns wäre ein anderer Termin auch lieber gewesen. Schließlich bedeutet das mal wieder eine Marathon-Double-Show. Am nächsten Tag, dem weiterlesen…