Neues und Altes aus dem Kanon-Universum
von Gerd am 15. Juni 2021 1 Kommentar
Michael Marraks "Anima ex Machina". Jetzt bin ich durch und gerade heute ist auch eine zweite Charge eingetrudelt. Wieder von der auf 111 Exemplare limitierten, signierten und nummerierten Version.
Mit Büchern, denen man selbst bereits jede Menge Vorschußlorbeeren zugestanden hat, ist das immer so eine Sache. Eigentlich will man ja, dass man trotzdem noch positiv Überrascht wird. Oder wie in diesem Fall, dass die Fortetzung des Monumentalwerkes "Der Kanon mechanischer Seelen" eben noch eins draufsetzt.
Der erste Teil ist eine Ausarbeitung der bereits veröffentlichten Novelle "Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit". Hätte auch daneben gehen können. Ist aber frisch und eben doch anders und… setzt die weitere Handlung in den entsprechenden Rahmen. Wieder einmal sprüht die Welt über vor außergewöhnlichen Ideen und die Geschichte bekommt jeweils rechtzeitig den nötigen Twist. "Anima ex Machina" ist wie nach Hause kommen und doch wieder eine freudige Überraschung vorzufinden. All die liebgewonnenen Charaktere und die bezaubernde Leichtigkeit und Farbenfreude dieser Welt erfüllen alles, was man sich gewünscht hat.
Am Ende ist es gar nicht mehr nötig, dass der erste Roman übertroffen würde. Viel zu schön war dieser erneute Aufenthalt im "Kanon-Universum". Es scheint, als hätte Michael Marrak ähnliche Fähigkeiten, wie seine Heldin "Ninive". Nur dass er nicht einfach nur einzelne "tote Dinge" beseelen und zum Leben erwecken kann, sondern ganze Welten. Ich war dort und habe es mit meinen eigenen (inneren) Augen gesehen. Und ich würde jederzeit noch einmal mit auf die Reise gehen…
Michael Marraks "Anima ex Machina". Jetzt bin ich durch und gerade heute ist auch eine zweite Charge eingetrudelt. Wieder von der auf 111 Exemplare limitierten, signierten und nummerierten Version.
Mit Büchern, denen man selbst bereits jede Menge Vorschußlorbeeren zugestanden hat, ist das immer so eine Sache. Eigentlich will man ja, dass man trotzdem noch positiv Überrascht wird. Oder wie in diesem Fall, dass die Fortetzung des Monumentalwerkes "Der Kanon mechanischer Seelen" den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , deutschsprachige Autoren , Fantasy , Gerds Lesestapel , Science Fiction
- 1 Kommentar

Andreas Eschbach
Der Roman "Das große Spiel" von Orson Scott Card basiert auf einer Kurzgeschichte, die der Autor bereits 1977 für ein Magazin veröffentlichte. Entsprechend einfach und knapp ist die vordergründige Handlung, die kaum über den Kurzgeschichten-Charakter hinauswächst. Vielmehr sind es die Details im Hintergrund und der Blickwinkel, die den Reiz ausmachen. Card hat mit dieser Ausarbeitung der ursprünglichen Kurzgeschichte den Grundstein für eine komplexe Buchreihe geschaffen und vor allem im Hinblick auf den bereits im Folgejahr erscheinenden zweiten Band bereits vorbereitende Hinweise und Charaktermerkmale seiner Protagonisten aufgezeigt.
Die einzelnen Bände der Ender-Reihe und auch des zweiten, parallel spielenden Schatten-Zyklus sind jeweils in sich abgeschlossen. Überraschende Wendungen und konträre Aspekte entstehen erst innerhalb der Serie. So erklärt sich der Hintergrund der Schuld, um deren Sühne sich der zweite, wesentlich später spielende Teil "Sprecher für die Toten" erst im Nachhinein und trübt nicht schon in "Das große Spiel" die Sicht des Lesers.
Die Ender-Serie
Der Schatten-Zyklus (parallel zur Ender-Serie)
Rumo und die Wunder im Dunkeln
Gedankenhaie (The Raw Shark Texts)
Blumen für Algernon
Die Wand
Die Triffids
Ausgebrannt
Das gestohlene Kind
Die Maske der Verräter
Nocturna
Seide und Schwert