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  • Phase 3

    Kabinettstückchen: Buchhandel öffnet auch in Bayern wieder

    von am 27. April 2021 3 Kommentare

    Warum soll das Hü und Hott immer NUR negativ sein? Normalerweise müsste ich mich ja wieder aufregen. Aber diesmal ist es zu unseren Gunsten. Da halt ich mich zurück und freu mich einfach nur.

    Auf dem seit 23. April geltenden Bundesgesetz basierend hat die Bayerische Staatsregierung die Länder-Verordnung auf die neue Gesetzeslage angepasst. Ab Mittwoch, 28. April dürfen Buchhandlungen in Bayern wieder Inzidenz-unabhängig öffnen!

    Da trifft es sich doch hervorragend, dass das Chaos bei uns vor dem Laden heute, am Vortag war. Mehr gibt es für heute nicht zu sagen. Die Floskel, "natürlich alles unter den gewohnten Sicherheitsregeln" sollte ausreichen. Keine Termine – FFP2 Masken – maximal 4 Personen im Laden.

    Wir freuen uns auf euch!

    Warum soll das Hü und Hott immer NUR negativ sein? Normalerweise müsste ich mich ja wieder aufregen. Aber diesmal ist es zu unseren Gunsten. Da halt ich mich zurück und freu mich einfach nur.

    Auf dem seit 23. April geltenden Bundesgesetz basierend hat die Bayerische Staatsregierung die Länder-Verordnung auf die neue Gesetzeslage angepasst. Ab Mittwoch, 28. April weiterlesen…

    Tag 3: Der faktisch geschlossene Laden

    von am 16. April 2021 11 Kommentare

    Wie befürchtet ist der dritte Lockdown schon jetzt der "schlimmste". Ich brauch nicht nochmal über den Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung zu lamentieren. Uns allen ist eigentlich alles klar. Die Stimmung im Laden ist von einer Art Schockstarre oder Grabesruhe geprägt – bei vollen Regalen, schließlich hatten wir ja ursprünglich "das Versprechen" geöffnet zu bleiben. Nicht einmal mehr das Telefon läutet noch oft. War klar und wir müssen da jetzt durch. Die Hoffnung, dass vielleicht doch nochmal alle die A…backen zusammenkneifen und wir von den hohen Inzidenzwerten wieder runter kommen ist der Silberstreif am Horizont.

    Dummerweise verheißt der allmorgentliche Blick auf die aktuellen Werte kaum Grund zur Hoffnung. Würzburg schlittert ungebremst auf und sicher bald über die nächste kritische Marke von 200. Wir versuchen euch wie gehabt ein wenig auf dem Laufenden zu halten. Melden uns täglich mit Neuzugängen und sporadisch mit Zustandsbeschreibungen aus dem geschlossenen Laden.

    Für heute gibt es noch eine Kleinigkeit festzulegen: analog zum letzten Lockdown verkürzen wir die Präsenzzeiten ein wenig. Abholungen können Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr stattfinden und Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr. Bar und Kartenzahlungen vor der Tür sind möglich (Not macht erfinderisch und wir haben die Anschlüsse von unserem EC Gerät verlängert. Es reicht jetzt bis zur Türe 😉 )

    Bleibt gesund und uns gewogen, wir zählen auf euch…

    Wie befürchtet ist der dritte Lockdown schon jetzt der "schlimmste". Ich brauch nicht nochmal über den Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung zu lamentieren. Uns allen ist eigentlich alles klar. Die Stimmung im Laden ist von einer Art Schockstarre oder Grabesruhe geprägt – bei vollen Regalen, schließlich hatten wir ja ursprünglich "das Versprechen" geöffnet zu bleiben. Nicht einmal mehr das weiterlesen…

    Wie hätten sie es gern?

    von am 13. April 2021 2 Kommentare

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Ich bin mir auch bewusst, dass die Situation ernst ist.

    Trotzdem gibt es auch noch eine andere Seite und die ist wesentlich eindeutiger zu beschreiben. Der beschrittene Weg mit all den kurzfristigen Reaktionen ist ein echter Killer, nicht nur für die Stimmung. Auch wenn – oder gerade weil – mir klar ist, dass es unserer Branche noch relativ gut ergangen ist, fehlt mir jetzt jegliche Idee, wie wir diesen neuerlichen Lockdown wegstecken können. Nach über einem Jahr pausenloser Anspannung, unendlicher Zusatzarbeiten und irrwitzig erhöhter Nebenkosten fällt es schwer, nicht von einem 9 to 5 Job – und sei es am Fließband – zu träumen. Wenn es mir schon schwerfällt, mich selbst zu motivieren, wie soll ich euch, also unsere Kunden, noch motivieren können? Uns weiterhin die Treue zu halten und uns noch ein letztes mal durch dieses tiefe Tal zu tragen und zu stützen? Ich würde mein eigenes Geschwätz ja selbst nicht mehr glauben. Ein letztes mal? nur noch für kurze Zeit? Klar.

    Dummerweise muss ich aber genau das tun. Gerade jetzt, nach über einem Jahr, brauchen wir euch dringender, denn je. Ich spreche wieder einmal nicht für uns, sondern für all die kleinen inhabergeführten Unternehmen des Buchhandels (ja, beim Buchhandel bleibe ich, denn alles weitere wäre ein viel zu weites Feld). Wir konnten uns bisher relativ gut durch die Pandemiezeit schlagen. Das ist immerhin schon ein Vorteil gegenüber vielen anderen Wirtschaftszweigen. Aber relativ gut bedeutet eben "den Umständen entsprechend". Das haben wir einerseits euch zu verdanken und andererseits mit großem Aufwand und persönlichem Einsatz erkauft.

    Jetzt, in dieser neuen Phase sieht es so aus, dass das Wirrwar an neuen Regeln und Auflagen derart undurchsichtig für den Einzelnen daherkommt, dass wir zwar geöffnet haben, faktisch aber nahezu keine Kundenfrequenz. Gleichzeitig sind unsere Regale aber – wiedereinmal, wie auch schon zu Weihnachten – relativ prall gefüllt. Wir hatten ja bis letzten Mittwoch die Zusicherung, dass der Buchhandel unabhängig von Inzidenzen geöffnet bleibt und mussten entsprechend disponieren. Mit den aktuellen Regelungen, die ja auch jederzeit nochmal angepasst werden können und vermutlich auch werden, können wir im "normalen" Ladengeschäft einfach keine sinvollen Umsätze halten. Deswegen möchte ich hier und jetzt wieder einmal an eure Solidarität appellieren.

    Wir brauchen euch jetzt und in Zukunft, um unser Geschäft erhalten zu können. Nur über stabile und rentable Umsätze können wir die Krise überstehen. Gutscheine und aufgeladene Kundenkonten sind zwar auf den ersten Blick auch ganz nett, erzeugen aber immer nur eine verzögerte oder verschobene Problematik. Zusätzlicher Umsatz über Artikel, die ihr über uns bestellt sind ein schönes Zubrot und ich werde sicher kein bestelltes Fachbuch schmähen, aber die verhältnismäßig kleine Marge solcher Besorgungsgeschäfte ist kein adäquater Ersatz für reguläre Umsätze mit lagernder Ware. Die letztjährige coronabedingte Verschiebung auf die Besorgungsgeschäfte hat unseren Umsatz aufgeplustert, damit auch die Abgaben, aber im Endeffekt trotzdem Löcher in unsere Säckel gerissen. Nicht dass ich mich beschweren möchte, jeder Umsatz und jedes Besorgungsgeschäft ist gut, hilfreich und wichtig, Zum Leben brauchen wir aber mehr. Eigentlich können wir dieses Mehr nur im normalen Betrieb generieren, da wir nur da unsere Stärken wirklich ausspielen können. Das vergangene Jahr und die beiden überstandenen Lockdowns haben gezeigt, dass wir einen Teil unserer Qualitäten auch "online" unsetzen können. Wir haben es mit unseren Audiofiles und den vielen Beiträgen auf der Seite und über die sozialen Medien geschafft, euch immer ein wenig Ladenflair nach Hause zu schicken. Auch jetzt muss das wohl wieder eine Weile reichen.

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    • Unterstützt uns, teilt uns im Freundeskreis, wir versuchen auch diesmal wieder möglichst alles zu tun, um euch tagesaktuell zu informieren, Abholungen bereitzustellen oder euch zu beliefern. Je mehr Menschen den vermeindlich umständlicheren Weg über den lokalen Handel gehen, desto besser.

    Am wichtigsten ist es aber, dass ihr uns auch später erhalten bleibt. Denn nur wenn das alles überstanden ist, können wir hoffen, entgangene Umsätze wieder ein bisschen wettzumachen. Also bleibt gesund und passt auf euch auf!

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen weiterlesen…