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    Wie der Laden, so die Leute #7: Immer lustig und vergnügt…

    von am 7. Mai 2021 noch kein Kommentar

    Wie der Laden, so die Leute 8: Die wilden 80er…

    Einer meiner ältesten und besten Freunde – und Spiele-Buddy. Wir wollten noch viel mehr in den Beitrag bringen, aber da wird es wohl einen zweiten geben … müssen. Wir haben uns einfach ein wenig verloren in den "guten alten Zeiten". Dafür ist der Beitrag jetzt so etwas wie eine Zeitreise in die 80er geworden. Und während des Gesprächs ist uns beiden viel bewusst geworden. Egal ob ihr es mögt, wir hatten unseren Spaß!

    Den "technischen Aspekt werden wir nachreichen. Versprochen…

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

     

    Wie der Laden, so die Leute 8: Die wilden 80er…

    Einer meiner ältesten und besten Freunde – und Spiele-Buddy. Wir wollten noch viel mehr in den Beitrag bringen, aber da wird es wohl einen zweiten geben … müssen. Wir haben uns einfach ein wenig verloren in den "guten alten Zeiten". Dafür ist der Beitrag jetzt so etwas weiterlesen…

    Rraddnfänger

    von am 30. April 2021 noch kein Kommentar

    Nummer sieben – um mir etwas Luft zu verschaffen.

    Schon klar, dass "Vom Låden und vom Leben" nicht in die Audiofiles gehört, in denen wir euch Geschichten aus dem Laden oder Geschichte des Ladens nahebringen. Und ja, das gewählte Format bewegt sich gerne mal auf "dünnem Eis". Weil es eben im Sinne einer Glosse Stellung bezieht. Sich lustig macht oder sogar anfeindet. Sicher werde ich mit diesem Beitrag nicht die Meinung ALLER treffen, aber es ist eben meine Meinung. Wer keinen Bock darauf hat, kann die Folge ja überspringen. Ich hatte einfach nur die Nase voll von ein paar Meldungen des Tages.

    (wie immer zum hören und mitlesen oder lesen und mithören, ganz wie ihr wollt):

     

    Edzd amål ganz echd. Ich wäss, dass mir uns uff unnerer Seid aus Bollidigg und som Zeuch naushald solld – un im Normålfall a dun. Ennziche erlaubde Ausnahme is die Glosse "Vom Låden und vom Leben". Deswechn is die a normål vo der Frondseide ausgenomme. Edz hammer des aggduell veränderd. Weil die edz in die Audiofeils neighörd. Also is erhöhde Korreggdness geforderd. Wiesde gråd widder gseen hasd, is des so a Sach mid Bossizionierung in Bezuch auf Corona, Corona Rechln un üwerhaubd dem ganzn Zeuch. Inklusive ebn vom Abwäch. Wenndsde dumm rumredd dusd, dass des ålles blos Pförz sin und des Firus nix annersch wie a Schnupfn, necherd is des håld dodål efåch als Gschmarri zum idendifizier. Wer des glebbd, is håld a Debb. Wennsde edz awer eichndlich scho ned ganz uff dein Kobff gfalle bisd und scho enns un enns zammaddier kannsd, mussd ja drodzdem ned mid jeder von denne Endscheidungen dakor sei. Ma dörff a ruhich a mål sein Mund uffmach un såch, dass eim dess enne oder ånnere ned schmegg dud. Dabei mussd håld nur zwä Sachn im Sinn behald:

    Zum erschdn mussd amål verschdee, dass die allgemeine Unzufriednheid mid derre Gesåmmdsiduazion die Zündschnür vo uns ålle scho deudlich verkörzd hadd. Un dass mer middlerweile eichndlich nimmer a Meinungsvielfåld hamm du, sonnern efåch bloß noch zwä Lacher. Und wennsd nacherd uff Missschdänd hinweis dusd, auf unsächlich langsamme rechionale Reagdzione uff geänderde Geseddzeslåchn – zum Beischbiel die offizielle Rechelungs-Webbseide vo unnerrer Schdadt Wörzburch, wo seid inkrafddredn vom Bundesbremsbrogramm noch immer ned Dacheles schdeh dud, was mer edz mach dörf un was ned – oder wennsde amål nausblärrsd, dass des schdändiche Hü und Hodd a noch die ledzn glenne Einzelhändler nein Ruin dreib wird – wennsde üwerlech dusd, dass die eh scho beschissene Bildung in derre Jåhrgäng sicher ned besser werrn dud – un da könnd mer edz a noch a schier endlose Lisde nanhäng – nacherd muss dir im derzeidign Momend enne Sache absolud bewussd sei: So richdich des ålles is oder sei måch. Des iss Wasser uff die Mühln von ennerer Seid, womid du wardscheins går nix zum du hamm willsd.

    Zumm zwäddn dörfsd nie ausm Blick verlier, dass des edz ehm so is, wies is. Jeder ennzelne vo uns, wo zu lax mid der eichenen Verandwordung umgeh dud, is ned nur wie a Raser uff der Landschdraß maximål für sich un a boar Annere verandwordlich. Enner wo aus Blödheid oder – noch viel schlimmer aus am fehlgeleidedn Groll raus gechn den ganz Missd – absichdlich drauf scheiß dud, sorchd zumindesd dafür, dass genau dess, wogechn er sich auflehn will noch viel länger bleim wird. Waddscheins awer dud der noch viel mehr Schådn anrichd. Wässd scho Schmedderingsflüchl un so…

    Dass des so is, sorchd edz dummerweise dafür, dass die Leud, wo a echde Griddig im Sinne vonnem Disskurs oder nem konsdruggdivn Weechweiser loswerd woll, ofd ihr Maul håldn dun. Um ja ned noch mehr Branndbeschleunicher nei die Hochöfn vo derre ånnern Seid neizumschüdd.

    Un dess is am End wirglich Hisdori Ribieding. Wenn Aschlöcher un Berufsagidadoren so a Schdimmung uffgebaud hamm, dass Normålschderbliche ihr Maul hald du um bloß ned in des Lacher neigezerrd zum werrn, nacherd hassde unner Demmograddie nachhåldich ge- oder zerschdörd. Un am End ham die Debbe, wo beinlicherweise gråd so dun, als wie wenns gechns neue Dridde Reich kämpf du, an schönne Nährbodn für genau des bereided. Wennmer Bech hamm. Wenns ned gånz so dumm läffd, hammse zumindesd dafür gsorchd, dass mir ålle noch viel länger mid dem ganzn Missd kämbf müss.

    Deswechn edz hier noch amål im Glårdexd: Ich bin ganz un går ned zufriedn mid der aggduelln Siduazion. Un mir wärn ålle Debbe, wenn mer ned an so mancher Endscheidung berechdichde Zweifel hädd. Awer ich bin ned so blöd, dass ich ned üwer mein Schdadtrand und mei Landesgrenze schau kann. Lassd euch kenn Scheiß verzähl. Bloß weil bei uns bei weidn ned ålles subber lauf dud. Es gibd ned bloß zwä Sichdn. Des dun euch bloß a boar Leud versuch zum verglär. Un es gibd a kenne aldernadivn Faggdn. Nur ennen wissendschafdlichen Diskurs. Un da isses je nach Schdand der Forschung a normål, dasses mehr wie enne Meinung geb dud. Wichdich is, dasses euer Meinung is un ihr ned irchndwelchn Scharladåne oder noch schlimmer Aschon Brofokadör hinnerherrennd.

    Rraddnfänger solldn sich um Naacher kümmern, Wissndschåfdler um a Middl gechn die Bessd, Ärzde um die Infizierdn, Boliddiger ums Volgswohl. Wenn der Kammerjächer sei Kombedenzfeld verlässd, nacher seh ich schwarz. Für unner Gesundheid, unner Wirdschafd, unner Bildung, unner Kuldur, unner Freiheid – kurz für unner Zukunfd.

    Nummer sieben – um mir etwas Luft zu verschaffen.

    Schon klar, dass "Vom Låden und vom Leben" nicht in die Audiofiles gehört, in denen wir euch Geschichten aus dem Laden oder Geschichte des Ladens nahebringen. Und ja, das gewählte Format bewegt sich gerne mal auf "dünnem Eis". Weil es eben im Sinne einer Glosse Stellung bezieht. weiterlesen…

    Kabinettstückchen: Buchhandel öffnet auch in Bayern wieder

    von am 27. April 2021 3 Kommentare

    Warum soll das Hü und Hott immer NUR negativ sein? Normalerweise müsste ich mich ja wieder aufregen. Aber diesmal ist es zu unseren Gunsten. Da halt ich mich zurück und freu mich einfach nur.

    Auf dem seit 23. April geltenden Bundesgesetz basierend hat die Bayerische Staatsregierung die Länder-Verordnung auf die neue Gesetzeslage angepasst. Ab Mittwoch, 28. April dürfen Buchhandlungen in Bayern wieder Inzidenz-unabhängig öffnen!

    Da trifft es sich doch hervorragend, dass das Chaos bei uns vor dem Laden heute, am Vortag war. Mehr gibt es für heute nicht zu sagen. Die Floskel, "natürlich alles unter den gewohnten Sicherheitsregeln" sollte ausreichen. Keine Termine – FFP2 Masken – maximal 4 Personen im Laden.

    Wir freuen uns auf euch!

    Warum soll das Hü und Hott immer NUR negativ sein? Normalerweise müsste ich mich ja wieder aufregen. Aber diesmal ist es zu unseren Gunsten. Da halt ich mich zurück und freu mich einfach nur.

    Auf dem seit 23. April geltenden Bundesgesetz basierend hat die Bayerische Staatsregierung die Länder-Verordnung auf die neue Gesetzeslage angepasst. Ab Mittwoch, 28. April weiterlesen…

    Geschichten aus dem Hermkeverse #3: Nostalgie

    von am 23. April 2021 8 Kommentare

    In dieser neuen Geschichte aus dem Hermke-Verse geht es um Comics, Spiele, Bücher, Einzelhandel, Großhandel, Geld, Rituale, Zigaretten, Nerds, Autos, große und kleine Punkte, Nostalgie, Licht und Gegenlicht, Papua Neu-Guinea, den Frankfurter Flughafen, die Autobahn, Brotzeit, Schweißtropfen…

    …und natürlich um Hermke

    Viel Spaß beim Hören
    Burn

     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    In dieser neuen Geschichte aus dem Hermke-Verse geht es um Comics, Spiele, Bücher, Einzelhandel, Großhandel, Geld, Rituale, Zigaretten, Nerds, Autos, große und kleine Punkte, Nostalgie, Licht und Gegenlicht, Papua Neu-Guinea, den Frankfurter Flughafen, die Autobahn, Brotzeit, Schweißtropfen…

    …und natürlich um Hermke

    Viel Spaß beim Hören
    Burn

     

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/Hermkeverse/Hermkeverse003.mp3

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    Schbessarträuber

    von am 16. April 2021 2 Kommentare

    Nummer sechs – aus aktuellem Anlass und weil ich Lust dazu hatte.

    Ein etwas älteres Format, das vielleicht nicht alle von euch kennen, weil es bisher eigentlich eher im Hintergrund gelaufen ist. Aus der Reihe Vom Laden und vom Leben ein kleines Dankeschön an unsere local Heroes Gunther und Kai.

    (wie immer zum hören und mitlesen oder lesen und mithören, ganz wie ihr wollt):

     

    Servus ihr da draussn. Heud amål ganz annersch. Des brauch ich als Buffer.

    Dem Bernie sei subbergude Beidräch hamm mich fasd a weng in a Loch neigschdürzt. Geschbrächli sin derzeid a ned so efåch un immer nur mei Garschdichs Geblubber is uff Dauer a weng långweilich. Also hab i mich amål hingsedzt un a weng Bräinschdorming gmechd, was allerweil går ned so efåch is.

    Mir dud ned nur der Schädel brumm vo die schdändich wechselndn Cofid Recheln und die Sorche um unnern Lådn, sondern du findsd a unnerm Dåch efåch kei Ruh zum Greadivsei. Jammern is blöd un wird a ned besser, wenns sich schdändich wiederhol dud. Schimpf und schänd üwer unner Bolliddiger däd sich zwår anbied, awer Bollidig du mir ja immer versuch raus zum håld. Also hab ich mir denggd, dass ich amål in mein Oberschdüble rumgruusch könnd, was denn bosidiv wår in denne ledzde Wochn. Also mei Cofid Desd wars ned.

    Awer – un des kammer efåch ned deudlich genuch såch – wirglich un dodål bosidiv war der agduelle unnerfränggische oder meefränggische Asderix vom Gunder unnem Kai. Ned nur, dass des Büchle widder saugud in unner Rechion versezd wår un mir deilweise die Dräne vo die Aach rausgeläffn sin, sonnern a der unglaublich dolle Elan, den wo die zwä bei der Bromoschn annen Dåch gleechd hamm.

    Und dann noch die dodål sensazionelle Solidaridäd mid unnerm Lådn, dass die in derre Zeid drodz derre Eschrängungge und dem ganzn Brimborium, wassde allerweil mach mussd, bei uns im Lådn a riläxde Kondaggdlos-Sichnierschdund abghåldn ham mid hunnerd sichnierdn, vorbeschdelldn Büchli, jeedz mid am indifiduelln Schbrüchle, un damid ned nur uns, sonnern a ganz viel Leud glücklich gmachd ham, des is in derre beschissene Zeidn echd was weerd.

    Un zum Dangg für die zwä, sicher ned, weil mir sonsd nix nein Sinn komme is(!), hab ich mich uff mei ålds Formåd besonne. Vom Lådn un vom Leben. Des wår am Åfang blos a Dexd, is awer auf muldiblen Wunsch zu mein erschdn audiofeil gworrn. Da hads dodål viel Leud geem, wo des ned ham lees könn. Also kä Analfabedn an und für sich, sondern håld nur ned so unnerer Schbråch mächdich. Also unnerer meefränggischn Schbråch. Deswechn hab ich dann ågfangd, des ned nur aufzumschreib, sonnern a zum redd. Also uffzumzeichnen. Weil wemmas hör dud, isses a weng efåcher, als wie wemmers lees muss. Bein "Schbessraträuber", so hässd nämmlich der Neue vom Unnerfrånggn Driem Diem, is des a so. Deswechn mei Dibb am Schluss: wenns kenn Sinn mach dud, efåch amål laud lees. Des hilfd. Käffd des Bändle, es is echd doll un die zwä dun sich a gscheid neifreu, wenn die Auflåch schnell wech is. Dann gibds vermudlich a a zwädde.

    Für heud såch ich dangge und hoff, ihr habd euern Schbass ghabd. Servus un bis näxdn Freidåch,

    euer Gerd

    Nummer sechs – aus aktuellem Anlass und weil ich Lust dazu hatte.

    Ein etwas älteres Format, das vielleicht nicht alle von euch kennen, weil es bisher eigentlich eher im Hintergrund gelaufen ist. Aus der Reihe Vom Laden und vom Leben ein kleines Dankeschön an unsere local Heroes Gunther und Kai.

    (wie immer zum hören und weiterlesen…

    Tag 3: Der faktisch geschlossene Laden

    von am 16. April 2021 11 Kommentare

    Wie befürchtet ist der dritte Lockdown schon jetzt der "schlimmste". Ich brauch nicht nochmal über den Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung zu lamentieren. Uns allen ist eigentlich alles klar. Die Stimmung im Laden ist von einer Art Schockstarre oder Grabesruhe geprägt – bei vollen Regalen, schließlich hatten wir ja ursprünglich "das Versprechen" geöffnet zu bleiben. Nicht einmal mehr das Telefon läutet noch oft. War klar und wir müssen da jetzt durch. Die Hoffnung, dass vielleicht doch nochmal alle die A…backen zusammenkneifen und wir von den hohen Inzidenzwerten wieder runter kommen ist der Silberstreif am Horizont.

    Dummerweise verheißt der allmorgentliche Blick auf die aktuellen Werte kaum Grund zur Hoffnung. Würzburg schlittert ungebremst auf und sicher bald über die nächste kritische Marke von 200. Wir versuchen euch wie gehabt ein wenig auf dem Laufenden zu halten. Melden uns täglich mit Neuzugängen und sporadisch mit Zustandsbeschreibungen aus dem geschlossenen Laden.

    Für heute gibt es noch eine Kleinigkeit festzulegen: analog zum letzten Lockdown verkürzen wir die Präsenzzeiten ein wenig. Abholungen können Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr stattfinden und Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr. Bar und Kartenzahlungen vor der Tür sind möglich (Not macht erfinderisch und wir haben die Anschlüsse von unserem EC Gerät verlängert. Es reicht jetzt bis zur Türe 😉 )

    Bleibt gesund und uns gewogen, wir zählen auf euch…

    Wie befürchtet ist der dritte Lockdown schon jetzt der "schlimmste". Ich brauch nicht nochmal über den Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung zu lamentieren. Uns allen ist eigentlich alles klar. Die Stimmung im Laden ist von einer Art Schockstarre oder Grabesruhe geprägt – bei vollen Regalen, schließlich hatten wir ja ursprünglich "das Versprechen" geöffnet zu bleiben. Nicht einmal mehr das weiterlesen…

    Wie hätten sie es gern?

    von am 13. April 2021 2 Kommentare

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Ich bin mir auch bewusst, dass die Situation ernst ist.

    Trotzdem gibt es auch noch eine andere Seite und die ist wesentlich eindeutiger zu beschreiben. Der beschrittene Weg mit all den kurzfristigen Reaktionen ist ein echter Killer, nicht nur für die Stimmung. Auch wenn – oder gerade weil – mir klar ist, dass es unserer Branche noch relativ gut ergangen ist, fehlt mir jetzt jegliche Idee, wie wir diesen neuerlichen Lockdown wegstecken können. Nach über einem Jahr pausenloser Anspannung, unendlicher Zusatzarbeiten und irrwitzig erhöhter Nebenkosten fällt es schwer, nicht von einem 9 to 5 Job – und sei es am Fließband – zu träumen. Wenn es mir schon schwerfällt, mich selbst zu motivieren, wie soll ich euch, also unsere Kunden, noch motivieren können? Uns weiterhin die Treue zu halten und uns noch ein letztes mal durch dieses tiefe Tal zu tragen und zu stützen? Ich würde mein eigenes Geschwätz ja selbst nicht mehr glauben. Ein letztes mal? nur noch für kurze Zeit? Klar.

    Dummerweise muss ich aber genau das tun. Gerade jetzt, nach über einem Jahr, brauchen wir euch dringender, denn je. Ich spreche wieder einmal nicht für uns, sondern für all die kleinen inhabergeführten Unternehmen des Buchhandels (ja, beim Buchhandel bleibe ich, denn alles weitere wäre ein viel zu weites Feld). Wir konnten uns bisher relativ gut durch die Pandemiezeit schlagen. Das ist immerhin schon ein Vorteil gegenüber vielen anderen Wirtschaftszweigen. Aber relativ gut bedeutet eben "den Umständen entsprechend". Das haben wir einerseits euch zu verdanken und andererseits mit großem Aufwand und persönlichem Einsatz erkauft.

    Jetzt, in dieser neuen Phase sieht es so aus, dass das Wirrwar an neuen Regeln und Auflagen derart undurchsichtig für den Einzelnen daherkommt, dass wir zwar geöffnet haben, faktisch aber nahezu keine Kundenfrequenz. Gleichzeitig sind unsere Regale aber – wiedereinmal, wie auch schon zu Weihnachten – relativ prall gefüllt. Wir hatten ja bis letzten Mittwoch die Zusicherung, dass der Buchhandel unabhängig von Inzidenzen geöffnet bleibt und mussten entsprechend disponieren. Mit den aktuellen Regelungen, die ja auch jederzeit nochmal angepasst werden können und vermutlich auch werden, können wir im "normalen" Ladengeschäft einfach keine sinvollen Umsätze halten. Deswegen möchte ich hier und jetzt wieder einmal an eure Solidarität appellieren.

    Wir brauchen euch jetzt und in Zukunft, um unser Geschäft erhalten zu können. Nur über stabile und rentable Umsätze können wir die Krise überstehen. Gutscheine und aufgeladene Kundenkonten sind zwar auf den ersten Blick auch ganz nett, erzeugen aber immer nur eine verzögerte oder verschobene Problematik. Zusätzlicher Umsatz über Artikel, die ihr über uns bestellt sind ein schönes Zubrot und ich werde sicher kein bestelltes Fachbuch schmähen, aber die verhältnismäßig kleine Marge solcher Besorgungsgeschäfte ist kein adäquater Ersatz für reguläre Umsätze mit lagernder Ware. Die letztjährige coronabedingte Verschiebung auf die Besorgungsgeschäfte hat unseren Umsatz aufgeplustert, damit auch die Abgaben, aber im Endeffekt trotzdem Löcher in unsere Säckel gerissen. Nicht dass ich mich beschweren möchte, jeder Umsatz und jedes Besorgungsgeschäft ist gut, hilfreich und wichtig, Zum Leben brauchen wir aber mehr. Eigentlich können wir dieses Mehr nur im normalen Betrieb generieren, da wir nur da unsere Stärken wirklich ausspielen können. Das vergangene Jahr und die beiden überstandenen Lockdowns haben gezeigt, dass wir einen Teil unserer Qualitäten auch "online" unsetzen können. Wir haben es mit unseren Audiofiles und den vielen Beiträgen auf der Seite und über die sozialen Medien geschafft, euch immer ein wenig Ladenflair nach Hause zu schicken. Auch jetzt muss das wohl wieder eine Weile reichen.

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    • Lasst euch beliefern oder holt bei uns vor der Türe ab (wie es aussieht, bleibt uns Click & Collect in jedem Fall erhalten)
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    Am wichtigsten ist es aber, dass ihr uns auch später erhalten bleibt. Denn nur wenn das alles überstanden ist, können wir hoffen, entgangene Umsätze wieder ein bisschen wettzumachen. Also bleibt gesund und passt auf euch auf!

    Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.

    Ja, ich bin bereit einzugestehen, dass es derzeit nicht einfach ist, die richtigen weiterlesen…

    Geschichten aus dem Hermkeverse #2: Ankäufe

    von am 9. April 2021 4 Kommentare

    Wir kaufen ja seit Anbeginn von Hermkes Romanboutique Bücher, Comics und Spiele auch wieder von den Kunden zurück.
    Und wer bei uns oder eben vor allem früher bei Hermke mal Bücher verkauft hat, weiß, dass das immer bestimmte ritualähnliche Abläufe hatte.
    Da gab es Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Aber auch versteckte psychologische Tricks. Über diese will Euch heute mal ein bisschen was erzählen und dabei auch ein bisschen aus Hermkes Nähkästchen plaudern.
    Meine eigenen Psychotricks beim Ankaufen verrate ich Euch natürlich noch nicht 😉
     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    Wir kaufen ja seit Anbeginn von Hermkes Romanboutique Bücher, Comics und Spiele auch wieder von den Kunden zurück.
    Und wer bei uns oder eben vor allem früher bei Hermke mal Bücher verkauft hat, weiß, dass das immer bestimmte ritualähnliche Abläufe hatte.
    Da gab es Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Aber auch versteckte psychologische Tricks. Über diese will Euch heute mal ein bisschen weiterlesen…

    Die Kabinettssitzung vom 7. April 2021

    von am 7. April 2021 noch kein Kommentar

    Die Fakten:

    Ab Montag, 12.April sind wir wieder zurückgestuft. Der Buchhandel zählt in Bayern nicht weiter zum erweiterten Kreis der Dinge des täglichen Bedarfs. Ich zitiere hier die Pressemitteilung:

    "…Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten."

    Das bedeutet im Einzelnen:

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 wird der Einzelhandel – wie bisher – unter Geltung der allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte (v.a. Mindestabstand, Maskenpflicht, ein Kunde je 10 qm für die ersten 800 qm der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche) geöffnet."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 50 und 100 sind nur Terminshopping-Angebote („Click & Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung) mit einem Kunden pro 40m² Verkaufsfläche zusätzlich zu den geltenden Voraussetzungen zulässig."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt zwischen 100 und 200 sind Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest)."

    "Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bleibt – wie bisher – die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften („Click and Collect“) auch ohne Test zulässig."

    Das bedeutet, dass es auch wir, bei der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz in Würzburg nur mit Termin besucht werden dürfen und die zulässige Zahl der anwesenden Kunden auf 2 Personen begrenzt ist. Aus diesem Grund bitten wir euch, wieder verstärkt auf Abholung umzuschwenken. Termin und zwei Personen bedeutet, dass die Aufenthaltsdauer auch bei Ladenbesuchen deutlich stärker begrenzt werden muss. Wieder einmal wird das "normale" bummeln und stöbern nur sehr eingeschränkt möglich sein. Ich kann nur apellieren, uns wieder und weiter zu unterstützen, auch wenn (nicht nur bei euch) die Ermüdung und Frustration mit jeder neuerlichen Einschränkung wächst…

    Schon klar, dass dieses erneute Hü und Hott ein weiteres Steinchen ins überlaufende Fass wirft, ich kann mich nur entschuldigen und auf die sich ständig ändernde Verordnungslage hinweisen. Jetzt hatten wir die ganze Zeit propagiert, dass der Buchhandel unabhängig von der Inzidenz ist und müssen das wieder zurücknehmen. Wir können da leider nichts daran ändern, dass ständig alles umgeworfen wird. Wir können nur sorry sagen und an eure Geduld und Mithilfe apellieren…

    Die Fakten:

    Ab Montag, 12.April sind wir wieder zurückgestuft. Der Buchhandel zählt in Bayern nicht weiter zum erweiterten Kreis der Dinge des täglichen Bedarfs. Ich zitiere hier die Pressemitteilung:

    "…Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten."

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    Geschichten aus dem Hermkeverse #1: Das Hutzelmännchen

    von am 2. April 2021 5 Kommentare

    Der großartige John Cleese hat einmal gesagt Kreativität braucht seine Zeit. Du kannst nur wirklich kreativ sein, wenn du einfach mal Raum und Zeit hast zum Nachdenken, zum Schlendern,  zum Gammeln,  zum in der Sonne sitzen. Da kommen uns dann irgendwann die Ideen aus einem freien Geist, aus einem leichten Geist, der ohne Druck arbeiten darf. 

    Das ist, glaube ich, eine sehr kluge Erkenntnis. 

    Jetzt war tatsächlich mal ein Wochenende, an dem ich nicht so wahnsinnig viel mit der Buchhaltung zu tun hatte und da kam mir beim in der Sonne sitzen die Idee ein weiteres Format zu starten, um einfach ein paar alte Geschichten zu erzählen, die im Laden passiert sind, um Hermke herum, mal mit mir und Hermke, mal mit Gerd und Hermke. Ich hab gedacht da könnte man ein ganz nettes Mini-Podcast Format draus machen also starten wir jetzt hier die Reihe „Geschichten aus dem Hermke Universum“.

    Es werden eher kleinere kurze Anekdoten sein, kleine Erinnerungsfetzen. Aber ich denke das kann auch amüsant sein.

    In diesem Sinne viel Spaß beim zu hören.

     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    Der großartige John Cleese hat einmal gesagt Kreativität braucht seine Zeit. Du kannst nur wirklich kreativ sein, wenn du einfach mal Raum und Zeit hast zum Nachdenken, zum Schlendern,  zum Gammeln,  zum in der Sonne sitzen. Da kommen uns dann irgendwann die Ideen aus einem freien Geist, aus einem leichten Geist, der ohne Druck arbeiten darf. 

    Das weiterlesen…