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  • Tag 38 – Freitag in Woche Null

    von am 24. April 2020

    Wenn man Zeit hätte, könnte man…

    Gullivers Reisen in der Flix Version… frei nach Jonathan Swift

    Zum Beispiel jeden Tag noch ein paar von all den Assoziationen "zu Papier" bringen, die in die Kategorie "Parallelen" passen. Speziell zu aktuellen Rezis oder Neuerscheinungen. Im aktuellen Artikel von Horst zu Dicks "eine andere Welt" gibt es etliche Punkte, die durchaus einen legitimen Platz in den "Parallelen" haben. Wie Horst auch schön beschreibt nutzt Dick den phantastischen Aspekt ja großteils als Plattform, um gesellschaftliche und politische Kritik zu äußern. Ein literarischer Kniff, den große Geister und Gesellschaftskritiker immer wieder genutzt haben, durchaus auch, um weniger Angriffsfläche für Zensur oder rigorosere Folgen zu bieten. Eines der ganz berühmten Beispiele ist der irische Schriftsteller Jonathan Swift, der in der Zeit der beginnenden Aufklärung phantastische Welten für bitterböse Politsatire genutzt hat. Alleine über Satire und Kritik, verpackt in dystopischen oder phantastischen Werken wäre es eine Freude, seitenlang zu philosophieren.

    Derzeit leider nur noch als ebook oder antiquarisch – ein wichtiges und damals visionäres Buch

    Zusätzlich gibt es im Moment anscheinend mehr als ausreichend Gründe, sich täglich zu Wort zu melden. Das weite Feld der Aussagen, Geschichten und Fakten – auch alternativer reizt mehr denn je, auch hierzu seinen Senf abzugeben. Ich könnte das sicher auch nicht schlechter, als viele der halbgaren Verbreiter von Meinungen und selbsternannten Spezialisten. Allein die aus Absurdistan stammenden Theorien mancher Weltversteher und -erklärer fordern ja schon den Vergleichen mit Dickschen Romanen aus seiner schlimmsten Drogenzeit. Es wäre eine echte Freude auch hier noch als weiterer Berufener aufzutreten und völlig neue Gesichtspunkte und Aspekte aufzuzeigen, um die Herde der Schafe aufblicken zu lassen, um mit Hernn Brunner zu sprechen. Als jahrzehntelanger Leser phantastischer Literatur könnte ich sicher viel beitragen. Ich könnte selbst Worte formulieren, bei denen mir die Worte fehlen. Gut dass mir die Zeit fehlt.

    Jaja, ich weiß ja, dass ich auch oft mehr schreibe oder rede als es gut ist. Deswegen sind diese Aussagen halb wahr, halb falsch. Auf der einen Seite ist es natürlich gleichzeitig als Satire gemeint. Jeder kann heute seinen Senf zu allem geben und wird dabei (zu einem nicht unbeträchtlichen Teil leider) auch noch gehört oder gelesen. Das wirklich fatale daran ist, dass solche Meinungen oder Aussagen durch die Verschmelzung völlig unterschiedlicher Formen der Publikation in einer Art Mimikri fast nicht mehr von journalistischen oder manchmal sogar fachlichen Publikationen zu unterscheiden sind. Mancher online Schreiberling erreicht mehr Menschen als Redakteure großer Zeitungen.

    Wie so oft sind Segen und Fluch nah beieinander. Für uns ist es ein Segen, dass ihr unsere Artikel lest und wir auf diesem Weg wirklich viele Menschen erreichen können. Dabei finde ich es auch nicht schlimm, ab und zu fachliche Themenbereiche zu verlassen und mich selbst ein klein wenig "einzumischen". Trotzdem ist es auch erschreckend und überfordernd, was wiederum von außen täglich auf einen einstürmt. Manchmal scheint die Justierung der eigenen Filter fast unmöglich.

    Deswegen einen wirklich tiefen und verbindlichen Dank an euch. Es ist sehr schön, dass ihr uns lest und folgt. Teilweise auch genau und detailliert. Deutliche Indikatoren in dieser "kontaktlosen" Zeit sind nicht einmal so sehr die vielen Bestellungen zu Titeln aus den Rezis. Noch wesentlich interessanter sind Bestellungen oder Reaktionen – klar bekommst du auch schriftliches und verbales Feedback – zu Büchern, die nur kurz oder am Rande zur Unterfütterung anderer Aussagen erwähnt wurden. All das ist echt toll und gibt unserer Arbeit Sinn.

    Ich hätte trotzdem gerne noch mehr Zeit zu schreiben. Dann könnte ich euch nur noch mehr auf die Nerven gehen 🙂

    von am 24. April 2020

    Wenn man Zeit hätte, könnte man…

    Gullivers Reisen in der Flix Version… frei nach Jonathan Swift

    Zum Beispiel jeden Tag noch ein paar von all den Assoziationen "zu Papier" bringen, die in die Kategorie "Parallelen" passen. Speziell zu aktuellen Rezis oder Neuerscheinungen. Im aktuellen Artikel von Horst zu Dicks "eine andere Welt" gibt es etliche Punkte, die durchaus einen legitimen Platz in den "Parallelen" haben. Wie Horst auch schön beschreibt nutzt Dick den phantastischen Aspekt ja großteils als Plattform, um gesellschaftliche und politische Kritik zu äußern. Ein literarischer Kniff, den große Geister und Gesellschaftskritiker immer wieder genutzt haben, durchaus auch, um weniger Angriffsfläche für Zensur oder rigorosere Folgen zu bieten. Eines der ganz berühmten Beispiele ist der irische Schriftsteller Jonathan Swift, der in der Zeit der beginnenden Aufklärung phantastische Welten für bitterböse Politsatire genutzt hat. Alleine über Satire und Kritik, verpackt in dystopischen oder phantastischen Werken wäre es eine Freude, seitenlang zu philosophieren.

    Derzeit leider nur noch als ebook oder antiquarisch – ein wichtiges und damals visionäres Buch

    Zusätzlich gibt es im Moment anscheinend mehr als ausreichend Gründe, sich täglich zu Wort zu melden. Das weite Feld der Aussagen, Geschichten und Fakten – auch alternativer reizt mehr denn je, auch hierzu seinen Senf abzugeben. Ich könnte das sicher auch nicht schlechter, als viele der halbgaren Verbreiter von Meinungen und selbsternannten Spezialisten. Allein die aus Absurdistan stammenden Theorien mancher Weltversteher und -erklärer fordern ja schon den Vergleichen mit Dickschen Romanen aus seiner schlimmsten Drogenzeit. Es wäre eine echte Freude auch hier noch als weiterer Berufener aufzutreten und völlig neue Gesichtspunkte und Aspekte aufzuzeigen, um die Herde der Schafe aufblicken zu lassen, um mit Hernn Brunner zu sprechen. Als jahrzehntelanger Leser phantastischer Literatur könnte ich sicher viel beitragen. Ich könnte selbst Worte formulieren, bei denen mir die Worte fehlen. Gut dass mir die Zeit fehlt.

    Jaja, ich weiß ja, dass ich auch oft mehr schreibe oder rede als es gut ist. Deswegen sind diese Aussagen halb wahr, halb falsch. Auf der einen Seite ist es natürlich gleichzeitig als Satire gemeint. Jeder kann heute seinen Senf zu allem geben und wird dabei (zu einem nicht unbeträchtlichen Teil leider) auch noch gehört oder gelesen. Das wirklich fatale daran ist, dass solche Meinungen oder Aussagen durch die Verschmelzung völlig unterschiedlicher Formen der Publikation in einer Art Mimikri fast nicht mehr von journalistischen oder manchmal sogar fachlichen Publikationen zu unterscheiden sind. Mancher online Schreiberling erreicht mehr Menschen als Redakteure großer Zeitungen.

    Wie so oft sind Segen und Fluch nah beieinander. Für uns ist es ein Segen, dass ihr unsere Artikel lest und wir auf diesem Weg wirklich viele Menschen erreichen können. Dabei finde ich es auch nicht schlimm, ab und zu fachliche Themenbereiche zu verlassen und mich selbst ein klein wenig "einzumischen". Trotzdem ist es auch erschreckend und überfordernd, was wiederum von außen täglich auf einen einstürmt. Manchmal scheint die Justierung der eigenen Filter fast unmöglich.

    Deswegen einen wirklich tiefen und verbindlichen Dank an euch. Es ist sehr schön, dass ihr uns lest und folgt. Teilweise auch genau und detailliert. Deutliche Indikatoren in dieser "kontaktlosen" Zeit sind nicht einmal so sehr die vielen Bestellungen zu Titeln aus den Rezis. Noch wesentlich interessanter sind Bestellungen oder Reaktionen – klar bekommst du auch schriftliches und verbales Feedback – zu Büchern, die nur kurz oder am Rande zur Unterfütterung anderer Aussagen erwähnt wurden. All das ist echt toll und gibt unserer Arbeit Sinn.

    Ich hätte trotzdem gerne noch mehr Zeit zu schreiben. Dann könnte ich euch nur noch mehr auf die Nerven gehen 🙂

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