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Erzähler des Klimawandels

von am 11. Mai 2022

Fritz Heidorn & Kim Stanley Robinson
KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS
Ü: Anne-Marie Wachs & Jakob Schmidt
Originalausgabe
Berlin, Hirnkost, 2022, 320 S.
ISBN 978-3-949452-31-4 / 28,- Euro
Hardcover

„Kim Stanley Robinson ist als philosophisch gebildeter und politisch interessierter Schriftsteller daran interessier, Erzählungen über die Entwicklung der Menschheit in den nächsten denkbaren Zukunftsvariationen zu schreiben. Science-Fiction in der Definition von Robinson ist naturwissenschaftlich basiert, technologisch interessiert […], ethisch, moralisch, politisch und philosophisch begründet – und – nicht zuletzt, auf gute Entwicklungen hin ausgerichtet.“ (S. 32)

Seit dem Erscheinen seines Romans DAS MINISTERIUM FÜR DIE ZUKUNFT (Heyne) ist Kim Stanley Robinson dem „Ghetto“ der Science Fiction endgültig entwachsen und „in der Mitte“ der literarischen Diskussion über die Zukunft der Menschheit angekommen.

Zu behaupten, dass Robinson seine Karriere als Schüler der großen Ursula K. Le Guin startete, wäre wohl nur wenig übertrieben. Jedenfalls besuchte er in den 1970er Jahren Schreib-Workshops bei denen er Le Guin traf, was zu einer lebenslangen Freundschaft führte. Seine ersten Geschichten erschienen 1976 in der ORBIT-Reihe von Damon Knight, seine ersten Romane 1984. Beide Bücher, DAS WILDE UFER und DIE EISIGEN SÄULEN DES PLUTO, erschienen dann 1986/87 bei Bastei Lübbe und machten ihn hierzulande bekannt. Trotz eines Wechsels zu Heyne, wo dann Ende der 1990er Jahre die berühmte MARS-Trilogie veröffentlicht wurde, gab es eine unerklärliche Publikations-Pause (von 2002 bis 2013), in der in den USA eine ganze Reihe wichtiger Romane erschienen, die bisher noch keinen Weg ins Deutsche gefunden haben. Erst in den letzten zehn Jahren ist Robinson auf dem deutschen Markt wieder präsent. Seither erschienen so herausragende utopische Zukunftsentwürfe wie AURORA, NEW YORK 2140 und ROTER MOND.

Da Kim Stanley Robinson bei uns vor allem als Romanautor in Erscheinung getreten ist, bot es sich an, auch sein Schaffen als Verfasser kurzer Texte in einem Sammelband zu präsentieren und ihn dabei auch als Mensch, Umweltschützer, Wissenschaftler und politischen Aktivisten vorzustellen.

Der 1952 geborene Robinson und der gleichaltrige Didaktiker und Umweltaktivist Fritz Heidorn sind seit vielen Jahren befreundet. Das bisher schönste Ergebnis dieser Beziehung ist das in Zusammenarbeit mit dem Klimahaus Bremerhaven entstandene Buch KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS, das, neben zehn Kurzgeschichten Robinsons (alle entweder deutsche Erstausgaben oder neu übersetzt), einen umfangreichen biografischen Essay Heidorns, Interviews, eine Bibliografie und zusätzlich Informationen über das erstaunliche „Klimahaus“-Projekt in Bremerhaven enthält.

Lob und Preis gebührt dem Hirnkost Verlag außerdem für die herausragende liebevolle Buchgestaltung. Nicht nur der zweifarbige Druck, das ausgeklügelte Design und das beziehungsreiche Titelbild erfreuen Hand und Auge, auch die feste Bindung und das Lesebändchen sorgen dafür, dass man KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS immer wieder gerne zur Hand nimmt.

Das Schlusswort zu diesem überaus gelungenen Buch stammt von Kim Stanley Robinson selbst, dessen Credo lautet: „Wir leben in einem großen Science-Fiction-Roman, den wir alle gemeinsam schreiben.“

Horst Illmer
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Erzähler des Klimawandels
im Webshop oder via e-mail im Laden bestellen

von am 11. Mai 2022

Fritz Heidorn & Kim Stanley Robinson
KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS
Ü: Anne-Marie Wachs & Jakob Schmidt
Originalausgabe
Berlin, Hirnkost, 2022, 320 S.
ISBN 978-3-949452-31-4 / 28,- Euro
Hardcover

„Kim Stanley Robinson ist als philosophisch gebildeter und politisch interessierter Schriftsteller daran interessier, Erzählungen über die Entwicklung der Menschheit in den nächsten denkbaren Zukunftsvariationen zu schreiben. Science-Fiction in der Definition von Robinson ist naturwissenschaftlich basiert, technologisch interessiert […], ethisch, moralisch, politisch und philosophisch begründet – und – nicht zuletzt, auf gute Entwicklungen hin ausgerichtet.“ (S. 32)

Seit dem Erscheinen seines Romans DAS MINISTERIUM FÜR DIE ZUKUNFT (Heyne) ist Kim Stanley Robinson dem „Ghetto“ der Science Fiction endgültig entwachsen und „in der Mitte“ der literarischen Diskussion über die Zukunft der Menschheit angekommen.

Zu behaupten, dass Robinson seine Karriere als Schüler der großen Ursula K. Le Guin startete, wäre wohl nur wenig übertrieben. Jedenfalls besuchte er in den 1970er Jahren Schreib-Workshops bei denen er Le Guin traf, was zu einer lebenslangen Freundschaft führte. Seine ersten Geschichten erschienen 1976 in der ORBIT-Reihe von Damon Knight, seine ersten Romane 1984. Beide Bücher, DAS WILDE UFER und DIE EISIGEN SÄULEN DES PLUTO, erschienen dann 1986/87 bei Bastei Lübbe und machten ihn hierzulande bekannt. Trotz eines Wechsels zu Heyne, wo dann Ende der 1990er Jahre die berühmte MARS-Trilogie veröffentlicht wurde, gab es eine unerklärliche Publikations-Pause (von 2002 bis 2013), in der in den USA eine ganze Reihe wichtiger Romane erschienen, die bisher noch keinen Weg ins Deutsche gefunden haben. Erst in den letzten zehn Jahren ist Robinson auf dem deutschen Markt wieder präsent. Seither erschienen so herausragende utopische Zukunftsentwürfe wie AURORA, NEW YORK 2140 und ROTER MOND.

Da Kim Stanley Robinson bei uns vor allem als Romanautor in Erscheinung getreten ist, bot es sich an, auch sein Schaffen als Verfasser kurzer Texte in einem Sammelband zu präsentieren und ihn dabei auch als Mensch, Umweltschützer, Wissenschaftler und politischen Aktivisten vorzustellen.

Der 1952 geborene Robinson und der gleichaltrige Didaktiker und Umweltaktivist Fritz Heidorn sind seit vielen Jahren befreundet. Das bisher schönste Ergebnis dieser Beziehung ist das in Zusammenarbeit mit dem Klimahaus Bremerhaven entstandene Buch KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS, das, neben zehn Kurzgeschichten Robinsons (alle entweder deutsche Erstausgaben oder neu übersetzt), einen umfangreichen biografischen Essay Heidorns, Interviews, eine Bibliografie und zusätzlich Informationen über das erstaunliche „Klimahaus“-Projekt in Bremerhaven enthält.

Lob und Preis gebührt dem Hirnkost Verlag außerdem für die herausragende liebevolle Buchgestaltung. Nicht nur der zweifarbige Druck, das ausgeklügelte Design und das beziehungsreiche Titelbild erfreuen Hand und Auge, auch die feste Bindung und das Lesebändchen sorgen dafür, dass man KIM STANLEY ROBINSON – ERZÄHLER DES KLIMAWANDELS immer wieder gerne zur Hand nimmt.

Das Schlusswort zu diesem überaus gelungenen Buch stammt von Kim Stanley Robinson selbst, dessen Credo lautet: „Wir leben in einem großen Science-Fiction-Roman, den wir alle gemeinsam schreiben.“

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