Die Mauern der Welt hoch
von Horst Illmer am 20. November 2016
James Tiptree jr.
DIE MAUERN DER WELT HOCH. Roman.
Ü: Bella Wohl
(Up the Walls of the World / 1978)
Wien, Septime Verlag, 2016, 500 S.
ISBN 978-3-902711-46-5
Als Kurzgeschichtenautorin hatte Alice Sheldon unter ihren Pseudonymen James Tiptree jr. und Raccoona Sheldon in den Jahren zwischen 1968 und 1977 die Science Fiction ordentlich durcheinander gebracht. Nachdem ihre „Tarnung“ im Jahr 1977 aufgeflogen war, versuchte sie sich 1978 erstmals an einem längeren Text. Das Ergebnis war der SF-Roman UP THE WALLS OF THE WORLD, der 1980 bei Heyne unter dem Titel DIE FEUERSCHNEISE auch auf Deutsch erschien, aber seit vielen Jahren vergriffen war.
Allerdings dauerte es dann bis zum Herbst 2016, bevor der Wiener Septime Verlag das Buch im Rahmen der Tiptree-Werkausgabe unter dem Titel DIE MAUERN DER WELT HOCH in einer Neuübersetzung von Bella Wohl wieder zugänglich machte.
Der Roman erzählt vom Aufeinandertreffen dreier Rassen, den Menschen der Erde, den fliegenden Rochen des Planeten Tyree und DEM ZERSTÖRER (der ähnlich wie Terry Pratchetts TOD nur in Versalien kommuniziert bzw. denkt), einem unfassbar großen und fast allmächtigen Wesen, dessen Wirken sich katastrophal auf alles auswirkt, das in seinen Weg gerät. Auf Tiptree-typische Weise verläuft dieser dreifache Erstkontakt jedoch ziemlich anders, als dies in der Science Fiction sonst üblich ist.
Der Roman ist nicht ganz so stark wie viele der Kurzgeschichten, dafür ist er mit sehr viel Leidenschaft und Optimismus geschrieben – etwas, das heutzutage in der gesamten Literatur viel zu kurz kommt.
Horst Illmer
James Tiptree jr.
DIE MAUERN DER WELT HOCH. Roman.
Ü: Bella Wohl
(Up the Walls of the World / 1978)
Wien, Septime Verlag, 2016, 500 S.
ISBN 978-3-902711-46-5
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Koinzidenz! Fast zeitgleich mit der Heyne SF Jubiläumsreihe ist eine deutsche Erstveröffentlichung erschienen, aus der Feder einer der Auserwählten, der "Besten der Besten", die jeweils für ein Jahrzehnt stehen dürfen: Ursula K. Le Guin. Der Roman ist mit ca 120 Seiten eher kurz, fast eine Novelle. Dennoch ist "Verlorene Paradiese" ein echtes Juwel und es wäre mehr als schade gewesen, wenn dieses Juwel uns verloren gegangen wäre. Die Geschichte ist in all ihrer Kürze genial und eindringlich. Die vorliegende Übersetzung von Horst Illmer ist trefflich gelungen. Das Buch ist im